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200. Jahrgang.

SanauerMAnzeiger

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme her Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlug Nr. 1237 und 1238.

B e r u g s p r e i s für die 2 Wochen vom 3. bis 15. November 1 Goldmark ohne Trägerlohn. Ginzet- nummer 10 Freitags u. Samstags 12 Golomeuuiz. 4 n $ e t g e n p r e t i e : für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Eoldose inn. für dir ^sklamezsile (68 mm)

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Nr. 267

Mittwoch den 12. November

1924

Das Neueste.

Nach einer Meldung aus Tokio trifft Japan Vorbereitungen, um Verhunzungen mit Deutschland wegen des Abschlusses eines Handelsvertrages zu eröffnen, der auf der Grundlage der Meistbegünstigung beruhen soll, um den Vorkriegszustand wieder herzu­stellen.

Bundeskanzler Seipel hat sich zur be­dingten Kabinettsbildung bereit erklärt. Das Ende des Eisenbahnerstreiks wird für heute erwartet.

Wie derVorwärts" wissen will, soll am 1. Dezember der tarifliche Zustand bei der Reichsbahn wieder eintreten. Alle Lohngrup­pen erhalten eine gleichmäßige Lohnerhöhung von 9 Prozent mit der Maßgabe, daß die Min­destzulage vier Pfennig pro Stunde betragen muß. An Stelle der zehntägigen Lohnzahlung tritt wieder die wöchentliche.

Für eine starke Slaatsautor tat.

Der Wahlaufmarsch der politischen Parteien ist überall im Gange. Aufrufe, Kundgebungen, Wahlreden mit all dem Drum und Dran von Selbstbeweihräucherung, Versprechungen usw. steigen wieder empor, manchem deutschen Mann, mancher deutscher Frau zum Ekel. Man kann Gefühle der letzten Art sehr wohl begrei­fen, doch wie die Dinge nun einmal liegen, wäre es falsch zu sagen:Laßt mir meine Ruh, ich kümmere mich diesmal um garnichts." Da­mit würde man den Mächten das Feld über­lasten, die aus der Aufveitschung der Massen ein Geschäft machen. Nachdem dasausge- um feine Mründe Parteibönzentum, fein Schicksalvertrauensvoll" in die Hände derer gelegt hat, die zu wählen berufen find, ist es Pflicht jedes einzelnen Staatsbürgers von dem ihm zugefchobenen Recht Gebrauch zu machen, damit eine politische Auslese zu­stande kommt, die endlich die Regierung einer starken Staatsautorität bringt. Aus dem Volk heraus tönte seit länge­rer Zeit der ernste, eindringliche Ruf:Reform des Parlamentarismus! So, wie bisher, geht es nicht mehr weiter!" Hat man ihn vernom­men? Ja! Hat man ihm Rechnung getragen? Dem Schein nach bildete man eine Kommission. In diesem Ausschuß versenkte man nach par­lamentarischem Brauch, besser gesagt, grenzen­losen Schlendrian, alle Anregungen, Wünsche, Forderungen. Nichts ist getan worden. Die Auslese zum neuen deutschen Reichstag geht in all ihrer erschreckenden Unzulänglichkeit nach Vorbild und Muster der letzten Wahl im Wonnemonat Mai vor sich. Die Parteien prä­sentieren von neuem ihreKöpfe". Und rmch der Wahl wird, wenn das nationale Bürger­tum in den letzten Monaten und Wochen nichts gelernt hat und Flauheit an den Ta" legt, oder sich nicht dahin schlägt, wohin es gehört, das gleiche Parlamentselend herrschen wie vor­her. Das politische Beutemacher- und Jntrigan- .-n^um wird wieder zur Stelle sein und an der Not des Volkes seine Parteisuppe kochen.

Programme und Parteischriften spielen in diesen Wahlkampftagen wieder eine große Rolle. Wir haben in Deutschland von diesem Zeug leider zu viel. Der politische und wirt­schaftliche Doktrinarismus, an oem das deutsche Parteiwesen in seiner Vielspältigkeit leidet, muß überwunden werden. Was unserem Volk nottut, ist innere Konsolidierung. Die ist nach irgend einem politischen Partei­rezept nicht zuwege zu bringen. Ein Groß­meister der Politik, Bismarck, erklärte 1881 im Reichstag:Es gibt Zeiten, wo man liberal regieren muß, und Zesten, wo man diktatorisch regieren muß, es wechselt alles, hier gibt es keine Ewigkeit." Der heutige Staat der Gegen­wart zeigt an allen Ecken und Enden wie im Innern trostlose Mißstände, offenbart Krank­heitserscheinungen, die geheilt werden müssen. Keine Zeit erfordert mehr eine starke feste Hand in Deutschland als die unsrige. Was lag daher näher als die Sc mEri"g einer starken Regisrungsautorität an^uftreben, indem man eine Erweiterung der Regierung wünschte. Für eine solche Erweitsruna konnte aber nur die Rechte in Frage kommen. nachdem die Sozialdemokratie in den Jahren nach der Revolution staatspolitisch vollkommen versagt hat, nachdem die'Sozialdemokratie ihre anti­nationale Denkungsweise wiederholt zum Aus­druck gebracht und in die Tat umgesetzt hat, nachdem die Sozialdemokratie Männer an die Spitze von Staaten z. B. Sachsen ge­bracht hat, die nicht nur die Staatsautorität

Bor dm Ende der WmWM Krise.

Teilte Wie-erKufnKhme des Eisenbahnverkehrs.

Wien, 11. Nov. Die heute nachmittag be­endeten Verhandlungen zwischen der General­direktion der Bundesbahnen und den Vertre­tern der drei Eisenbahngewerkschaften haben, wie in parlamentarischen Streifen verlautet, zu einer grundsätzlichen Uebereinstimmung über den Vorschlag der Generaldirektion geführt. In diesem Vorschlag gehe die Generaldirektion der Bundesbahnen über die vor Ausbruch des Streiks gemachten Zugeständnisse für dieses Jahr nicht hinaus, erkläre sich jedoch bereit, für das kommende Jahr in der Frage der Defol- dungsreform weitere Zugeständnisse zu machen. Die heute getroffenen Vereinbarungen werden den für morgen einberufenen Dertrauens- männerversammlungen vorgelegt und, wie es heißt, von den Vertretern der sozialdemokrati­schen und christlich-sozialen Eisenbahnergewerk­schaft zur Annahme empfohlen werden. Auch die Vertreter der Deutschen Verkehrsgewerk- schaft, deren Mitglieder in ihrer Mehrheit der Nationalsozialistrschen Partei angeboren, dürs­ten, wie aus ihren Kreisen verlautet, keine Schwierigkeiten machen, sodaß mit der B e - endigung des Eisenbahner streiks für morgen gerechnet wird. Der Verkehr dürfte jedoch kaum vor Donnerstag früh ausgenommen werden.

Seipel zur bedingten KabineUs- Mdung bereit

Wien, 11. Nov. Die mit Spannung erwartete Sitzung des Nationalräts nabm einen bitten ruhigen Verlauf. Die Abgeordneten waren fast vollzählig er« ichicnen. Die Ministerbank war leer. Bundeskanzler Dr. Seipel und die übrigen Minister batten Sitze bei ihren Parteien eingenommen. Die Tribünen waren überfüllt. Nach einem längeren Nachruf für den jüngst verstorbenen Sozialdemokraten Weden'öiei iind die Jnvflichtnabme einiger Ersatzmänner verlas Präsident Miklas das Schreiben des Bundes­kanzlers, in dem von der Demission der Gesamtregie- rung und ihrer Betrauung mit der vorläufieu Wetterführung der Geschäfte Mitteilung gemacht wird Er berief darauf für heute eine halbe Stunde nach

innerhalb kürzester Zeit zugrunde richteten, sondern auch sich unterfingen, die Staatsein­richtungen zu zerstören. In Deutschland kommt es darauf an, das Reich durch eine nationale Realpolitik neu aufzubauen. Das kann aber nicht unter Führung von der international ein­gestellten Sozialdemokratie geschehen, sondern das deutsche Bürgertum hat die Führung zu übernehmen und politisch und wirtschaftlich ein Reformwerk zu schaffen keine neue Staats­form,das ist eine politische Frage zweiten Ranges das völlig neue Grundlagen besitzt. Unter die­sen Umständen war es ganz natürlich, daß die Deutsche Volkspartei ihre Nachbarin zur Rech­ten in die Regierung einzubsziehen wünschte, ein Verlangen, dem eigentlich schon nach den Maiwahlen hätte stattgegeben werden w" -, nachdem die Deutschnationalen als die stärkste Partei aus den Wahlen hervorgegangen waren. Doch diese Anregung stieß auf Wider- stand und das muß immer und immer wie­der hervorgehaben werden, wenn man es heute auch anders hinzustellen versucht der Demokratischen Partei blieb es Dorbehalten, diese Rechtserweiterung zu vereiteln und damit die so überaus or'mgends KonlolidieHrngsarbeit zu ncr^inbern. An dieser Tatsache andern alle Berichtigungen und Kundgebungen auf Par­teitagen n'chts. ebenso ist die Tatsache durch nichts aus der Welt zu schaffen, daß das Han­deln der Demokratischen Partei diktiert wurde durch allzugroße Rücksichtnahme auf die Sozial­demokratie, auf ein» Bartei, die in des deutschen Volkes schwerster Stunde die Parole ausaab: Deutschland soll, das ist unser fester Wille, ferne Kriegsslagge für immer strei hm. ehre sie das letzte Mal siegreich heimgebracht zu haben." B r bedauern diese Rücksichmabme einer bürgerlichen Partei auf eine antinationale Partei und lassen auch die Entschuldigung nicht gelten, die r^t in den Wahlkampf geworfen wird: Es wäre Selbstmord, wenndie T».d- seinde der Republik" ote Regierung, wennme Todfeinde der Demokratie" die Verwaltung in die Hände nähmen. Außenpolitisch würde es von furchtbaren Folgen begleitet fein. Man würde den Dawes-Plan sabotieren, au* den Versailler Vertrag. Große Verbitterung und Gegnerschaft in aller Welt zöge herauf. Inner- politisch: Beseitiauna derFreiheiten und

Schluß der Sitzung den Hauptausschuß, damit dieser "einer verfauungsmäßigen Webt entspreche. Der Präsident schlug dann, dem Wunsch' der Parteien ent prechestd, die nächste Sitzung für Donnerstag 3 Uhr nachmittags mit der Tagesordnung vor: Bericht des Hauptausfchusses. Sanneberg k soz.i erklärte, daß die So- zialdemokratm die Absicht gehabt hätten, den Eisenbahner­streik im Wege einer dringenden Anfrage im Hauke zur Sprache ^u bringen, aber mit Rücksicht auf die Ver­handlungen, die heute mittag b-gonnen hätten, dies heute unterließen. Das Haus müsse jedoch Gelegenheit erbalten, so rasch wie möglich über die Angelegenheit öffentlich zu sprechen. Die sozialdemokratische Partei halte es daher für zweckmäßig, daß die Sitzuna am Donnerstag bereits um 11 Uhr vormittags stattfind t. Dem in diesem Sinne gestellten Antrag stimmte das Haus einstimmig zu. Damit wurde die Sitzung ge- ichlosseu.

Wien, 11. Nov'r. Im Hauptauss-tuß erklärte Bundeskanzler Seche! sich bereit, den Auftrag zur Bildung der Negierung zu überne ni n, um mitzu- helfen, eine möglichst rasche Beendigung der Krise her- b-uzusühr-n. Er müsse jedoch darauf airmerbam -ach-n, nass die M tg lieber der bisherigen Steuerung entschlossen seien, sich zu der Frage, ob sie ihr Amt wieder übernehm n können, erst dann zu äußern, wenn ewisse Voraussetzungen erschaffen seien. Es handle sich nicht nur uni die Beilegung deS Streiks, sondern um die größere Frage, ob die Samerungspck'tck, bereu Träger die jetzige Regierung fei, ihre Fortsetzung finden solle unn zwar mit jen r Zielsetzung auch n zeitlicher Beziehung, die sich aus den Verband- lnngen der jüngsten Bergangenh^.t ergeben habe, â ob durch èMjMäWdzn

von Einzelgruppen über die durch das Budget ge­logene Grenze eine Verlängerung der Uebergaugszeit b's zur Vollendung des Sanierunaswcrkes berbeige- führt werden dürfe. E- müsse batet erst durch eine Aussprache mit den Parteien des Hauses und auch durch Beobachtungen außerhalb dies s Kreises, waS insbesondere vom Ausgange des Enenbahnerstreikes gelte, die Ueberzeugung gewinnen, daß er die Verant­wortung für die weitere Führung der Staatsgeichä'te übernehmen könne. Jedenfalls werde er im Haupt- ausschuß vor der Sitzung am Donnerstag Mitteilung machen, ob er Vorschläge zur Bildung der Regierung machen könne, oder den Auftrag an den Ausschuß zurückgeben werd

Selbständigkeiten des Volkes. Beseitigung der Republik". Das sind politische Kinderschreck­mittel, auf die wir nichts geben. Wir sagten schon, die deutsche Staatsform ist eine politische Frage zweiten Ranges. Die deutsche Republik wird Bestan^ haben, wenn sie die Aukaabe löst, ein starkes Deutsches Reich zu schaffen. Doch dazu können wir keinen ^"»stismus gebrau­chen, auch keine internationalen Tendenzen. Mit Pazifismus und Internationalismus hat in der Geschichte noch kein Staatsführer fein Volk zur Höhe gebracht. Nicht Maßnahmen, nicht Theorien, nicht Parteiprogramme, son­dern Männer, Führer bringen ein Volk zur Höhe. Staatsautorität können aber nur Per­sönlichkeiten garantieren, die sich weder von Parteiklüngeln noch von derStraße" beein­flussen lassen. Letztere Beeinflussung hat aber bisher bei der Sozialdemokratie mit Erfolg ftattgefunben. Deshalb das Verlangen der Re- gierüngserweiterung nach rechts. Die politische Auslese, die das deutsche Voft am 7. Dezember zu treffen hat, muß diese Regierungserweite­rung, diese starke Staatsautorität bringen. Wehe, wenn der deutsche Büraer an diesem Tage versagt. Dieser Tat entscheidet über des beut' len Volkes nächstes Schicksal, legt die volitische Richtung auf längere Zeit fest. Des­halb die Stimmen den Parteien, die sich zur Schaffung einer starken Staats« a u t o r i t bekenn m! R. H.

Eir e 7e'e des Reitbsw rlschafls- miniffers v n Ra "m r.

Frankfurt «. 211^ 12. Nov. Ueber die unsere Politik beherrschenden Wirtschaftsfragen sprach gestern der Reichsminister v. Raumer in einer Versammlung der Deutschen Volkspartei im Frankfurter Börfensaal. Nach einem histori­schen Ueberblick über die innsrpolttische Ent­wicklung seit dem Kabinett Stresemann be­handelte er die Frage, die die Wahlen be- berrscht: Sollen die Deutschnationalen in Zu­kunft in der Regierung mitarbeiten ober nicht? Er wies auf die Schwierigkeiten hin, in die sich diese Partei dadurch gebracht hätte, daß sie zu- erst das Damesgutachten als ein zweites Ver­sailles bezeichnete und bann sich auf den Boden des Gutachtens stellte. Nachdem sie es aber ge­tan habe, erforderten es schon die Grundsätze

des Parlamentarismus, daß man sie nicht aus* schließt. Aber auch die politische Vernunft er­fordere dies, denn die uns bevorstehenden Auf­gaben seien ohne die Deutschnationalen einfach nicht zu lösen. Hiemu gehöre vor allem der Wiederaufbau der Landwirtschaft, deren Notlage der Rückgano ihrer Getreide­produktion von 155 Millionen Doppelzentner in 1913 auf 76 Millionen in 1924 beweist, eine Sanierung, die nicht von einer Regierung vor­genommen werden könne, gegen die der größte Tell der Landwirte im Osten des Reiches in Opposition steht. Auch die Steuerreform und die Zoll- und Handelspolitik erfordern eine Zusammenarbeit zwischen In­dustrie und Landwirtschaft.

Wie der Reichsminister Dr. Geßler wies der SR ebner darauf hin, daß man jetzt nicht den­selben Fehler machen dürfe, an dem der alte Staat zu Grunde gegangen sei: grundsätzlicher Ausschluß einer Partei von der Mitverantwor­tung. Dem Einwurf, daß die Deutschnationalen monarchistisch seien, stehe die Tatsache gegen­über, daß sie sich auf dem Boden der Ver­fassungausdrücklichgestellt hätten und daß es ein ungeheurer Gewinn für die Ruhe des Staates sei, wenn man eine solche Partei für die Regie, rung gewonnen habe. Die Verfassung sei nicht als unabänderlich zu betrachten, sie sei ein Ver­such, der nicht in allen Teilen geglückt fei; z. B sei es nicht gelungen, das Verhältnis zwischen Ländern und Reich richtig zu gestalten, und man habe dem Reich die Exekutiven ge­nommen, indem man die enge Verbindung zwischen Preußen und Reich habe fallen lassen. Es sei eine wichtige Ausgabe, die Verfassung so fortzuentwickeln, wie es das Wohl des Volkes Mochpxe- Si^ Frage her äolsreform fei für die Bedeutung des Dolkseinstuffes überhaupt nicht in erster ~tnie maßgebend, wie England und Italien beweise. Die Sozialdemo­kratie stehe viel welliger fest auf dem Boden der Verfassung wie di« Deutschnationalen. Das Streben nach Herrschaft des Proletariats fei allein schon oer= fassungswrdrig.

In der Diskussion trat das Interesse der Zuhörer an der Auftvertungsfrage stark zutage. Herr d. Raumer wies auf die ungeheuren Schwierigkeiten hin, die einer gerechten Ver­wirklichung dieses Gedankens entgegenstehen,auf die vielfältigen Interessen, die berücksichtgt wer­den müßten. Auf juristifchem und kapitalisti­schem Wege könne sie kaum erfolgen, sondern wahrscheinlich nur auf sozialem. May müsse prüfen und ein derartiger Antrag von ihm liege bereits vor, ob man nicht die sozial« Gesetzgebung durch Einführung einer Versiche­rung für alle diejenigen Kreise, die nicht mehr wie früher für sich sorgen könnten, dem Zielk einer gerechten Aufwertung dienstbar macher könne.

E'ne Unterredung mit Dr. Eckener.

New Nork, 10. Nov. In einem J -tervieio her I. N. 8 erklärte Dr. Eckener:Die Zeräörung der 'riebridS afener Werft wäre Vandalismus. Aber ie Franzosen! Sie sind nun einmal in Aufregung. Sie haben dank fremder Hilfe eine beherrschende Position erlanat und setzen nun alles daran, sie nicht wieder zu verlieren. Aber f lbit wenn die Friedrichs- bofener Anlagen zerstört werden müßten, die Ent­wicklung unserer Luflschiffahrt würde meitergeben. cichdem stil die amerikanische Industrie burdi unser, 0 eanfahrt von ihrem Wert überzeugt hat. Wie Sie wiss'n, haben wir eine Gesellschaft gegründet, deren ilittclpunkt in Akron, der großen Gunimistadt lein virb. Techniker und geschulte Vorarbeiter werden rus Friedricksdafen berüberkommen. Ich werde selbst auch zurückkchrcii und wir werden dann die Luftschiff- be' enunoen bei MarinedepartementS abwarten."

Dr. Eckener scheint die Berwendunz von Riesen- uftf.i)iffen im Flottendienst für eine abgemachte Zat» actie zu batten. Er ist davon überzeugt, daß die Zeit nicht fern sein wird, wo diese Luftkreuzer regel* uäßiae Fahrten über den Ozean ausführen.

In den Vereinigten Staaten ist Dr. Eckener Gegenstand allgemeiner Ammert amkeit. Mit offenem Munde staunen ihn die Passanten au. Ein Schicksal, das er mit anderen Berühmtheiten, Preisboxern, mist rbräiOfntfn, Büdnenstcrn n und Fürulickkelten 'c lt. Ueber >'n flüstert man sich zu:Das ist er Das ist der Zr»v immann. Tat'ächlich, er ist eS."

D e New Porter UiitergmnDbnbn fand Eckener wunderrou. Vor allem glänzend, um sich darin zu verirren. Jedenialls schien ihm feine Ozeanfahrt er< üblich weniger kompliziert, all eine Fahrt im Siete Porter Untergrundexpretz.

Die Verwendutt<ü drs 3» R. IH

«ashingt.n, 11. Nov. Die Frage her sw« fünft. gen Verwendung bei Luftschiffes Z. N. Ul W -ine neue Wendung genommen. GM wurde angeregt, » Luftschiff zum regelmäßigen PostdieirK ztotfepe* Newyork und Landau zu verwenden.