200. ^aHrs«««- Hanauer W Anzeiger General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.
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Ar. 266 Dienstag Sen 11. November 1924
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Das Neueste.
— Aus Berlin wird gemeldet, daß infolge einer heute nacht vom Fahrpersonal der Hochbahn getroffenen Entscheidung seit heute morgen der gesamte Verkehr bei der Hoch- und Untergrundbahn ruht.
— In Gotha ist es anläßlich des Roten Tages zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.
— In dem österreichischen Eisenbahnerstreik sollen heute Verhandlungen ausgenommen werden.
— Nach Pariser Meldungen ist in mehreren spanischen Städten ein Aufstand ausgebrochen, bei denen es zu blutigen Kämpfen zwischen den Revolutionären und der Gendarmerie kam.
— Der amerikanische Senator Lodge ist in Boston gestorben.
Die Faschisten auf dem AbslieZ.
Mit den Faschisten geht es zweifellos ab. wärts. In best unterrichteten politischen Kreisen Roms geht seit. Tagen ein sensationelles Gerücht um. Danach soll der König von Italien geäußert und erklärt haben, er besitze keinerlei verfassungsrechtliche Handhabe, die es ihm ermögliche, die faschistische Regierung heimzuschicken, bevor die parlamentarische- Mehrheit, die sie trage, nicht von der Bildfläche verschwunden sei oder sich zum wenigsten verschoben habe. In diesem Sinne soll der König mit Giolitti und Bonomi, dem früHerne Ministerpräsidenten, gesprochen haben, die er zu sich eingeladen hatte. Inzwischen finden Besprechungen zwischen den Abgeordneten der
..... ' - Gruppen der WeOrheu statt auz allgemein huldigt man der Ansicht," daß man in diesen Besprechungen die Mittel und Wege suchen will, die faschistische Regierung auf ver- sassungsmäßigem Wege zu beseitigen.
Einige Gruppen der parlamentarischen Mehrheit sind dabei aus eigene Faust vorgegangen und haben Erörterungen mit Mitglie- dern der Opposition eingeleitet, um diese zu veranlassen. Unter diesen Gruppen befinden sich die Liberalen, geführt von Salandra, die früheren Kriegsteilnehmer, deren Vertreter der Abgeordnete Delcroix ist, und die Liberal- Demokraten, an ihrer Spitze Giolitti und Orlando. Der geschäftsführende Ausschuß der Opposition hat von vornherein diese Anregungen mit der Erklärung zurückgewiesen, daß er nicht mit Abgeordneten verhandele, die die faschistische Regierung, wenn auch unter Wahrung einer gewissen Selbständigkeit, unterstützten. Die genannten Gruppen verharrten jedoch bei ihren Versuchen, indem sie entgegneten, die Opposition könne sehr wohl nach ihrem Wiedereintritt in die Kammer in garnicht allzu ferner Zeit sich mit ihnen zu einer neuen Mehrheit zusammenschließen und die faschistische Regierung, wenn sie sich auch weiterhin außerhalb der Verfassung stelle, beseitigen helfen. Wenn die Opposition auch fürderhin vom Parlament wegbleibe, könne niemals eine parlamentarische Mehrheit gegen die Regierung gebildet werden, gegen diese Regierung, die dann also niemals mit legalen Mitteln aus dem Boden der Verfassung beseitigt werden könne. In diesem letzten Falle werde man s' der Gewalt und des Bürgerkrieges bedienen müssen, was hinwiederum der faschistischen Regierung den willkommensten Vorwand in die Hand spielen werde, die Miliz zu verewigen.
Ob diese Gründe Eindruck machen werden, steht dahin. Im Augenblick glaubt der geschäftsführende Ausschuß der Opposition seine Kampfestaktik gegen die faschistische Diktatur nicht ändern zu können, d. h. also: die Opposition wird nicht in das Parlament zurückkehren. Wie das Organ der Katholischen Volkspartei „Al Popolo" betont, können die von Mussolini kürzlich gebrauchten Phrasen „Die Schlacht ist auf der ganzen Linie gewonnen!" und die von der „Kapitulation der Opposition" nur' als Früchte seiner Illusion gewertet werden, der sich der Diktatur hingibt. Das Blatt bemerkt, wenn die Parteien der Opposition in die Kammer zurückkehren würden, jo' täten sie es nur mit der Absicht und zu dem Zwecke, der Beseitigung der Regierung nachzuhelfrn, und nur dann, wenn eine parlamentarische Lage entstehen würde, die sie von der Opportunität überzeugen könnte, jetzt einzuschreiten und zum zweiten Male und noch viel deutlicher die moralische Anklage gegen die Regierung Mussolini zu wiederholen, die ihr schon in der Entschließung vom 27. Juni entaeaenaeschkeudert worden sei.
Alles in allem: Die Schwierigkeiten für den Faschismus wachsen. Nach der Ueber'chreitung des Höhepunktes hat die Zeit des Abstieges für ihn begonnen.
Der Reichskanzler im Wahlkampf.
Osnabrück, 10. Nov. In einer Versammlung der Zentrumspartei hielt der Reichskanzler eine Rede, in der er zunächst den Vorwurf ungebührlicher Rücksichtnahme auf das Ausland zurückwies. Er fuhr dann fort: Wir können unsere Außenpolitik nicht auf der Macht auf- bauen. Das Eingeständnis dieser Tatsache ist keine Würdelosigkeit. Ich bin überzeugt, daß dem Ausland dieser Mut zur Wahrheit mehr imponiert, als die Betonung der Unabhängigkeit und Handlungsfreiheit, die wir nicht besitzen, sondern erst wieder erringen müssen. Der Weltkrieg ist für uns verloren, und weil wir ihn als tapferes Volk in Ehren verloren haben, darum ist es keine Schande, sondern zeugt von patriotischem Sinn, die Folgen des verlorenen Krieges ohne Scham zu tragen und dem Vaterland aus feiner Erniedrigung und Schwäche wieder emporzuhelfen. Wir haben in diesem Jahre in der Außenpolitik Fortschritte gemacht. Wir hätten von Herzen gern die Räumung der Ruhr schon zu Anfang des Jahres lüz-5 bewilligt 'erhalten, welch anderer Weg als der der Verständigung stand uns aber bei der Londoner Konferenz zur Verfügung? Es mutet sonderbar an, wenn ein anerkannter Führer der Oppositionspartei sagte, er hätte, wenn er auf der Londoner Konferenz er, lenen wäre, in erster Linie die Frage der Kriegsschuld zur Sprache gebracht, obwohl er wußte, daß die Entente ausdrücklich vereinbart hatte, _ diese Frage von dèr Behandlung auf der Konferenz Kresse unseres Volkes immer noch unmöglich, sich vernünftig auf den Boden der Tatsachen zu stellen. Daß wir auf der Londoner Konferenz etwas erreicht haben, beweist am besten die freudige Zustimmung der besetzten Gebiete im Westen und die Begeisterung der Städte und Ortschaften, die aufgrund des Londoner Abkommens bis jetzt schon geräumt sind. Das bezeugen die Freudentränen und Dankesworten von Hunderten tief bewegter Eltern, deren Söhne mit langjährigen Zuchthausstrafen bestraft wurden, infolge der Londoner Vereinbarungen aber die Freiheit wieder erlangt haben. Das bekunden Tausende von Ausgewiesenen, die nach langen Monaten der Verbannung endlich wieder die Heimat aufsuchen durften. Mit Fug und Recht darf die Regierung auf die von keinem Deutschen Ende 1923 auch nur für möglich gehaltene Besserung der Lage hinweisen, und sie als durchschlagenden Beweis- für die Richtigkeit ihrer Politik beanspruchen. Daraus ergibt sich unwiderleglich als erstes Ziel des von uns einzuschlagenden politischen Weges: Unentwegtes Festhalten an der in me- sem Jahre konsequent durchgeführten Linie der Außenpolitik. An dem Gedanken der Verständigungspolitik dürfen wir nicht rütteln lassen. Den Weg zur Freiheit können wir uns nicht durch leere Drohungen erzwingen, die bei unserer offenkundigen Schwäche lächerlich wirken müssen. Gewiß gibt es Leute, die glauben, nur ein neuer Krieg könne uns Rettung bringen. Ich frage: Ist es nicht ein Verbrechen am deutschen Volke, solche geradezu wahnwitzigen Gedanken zu äußern und zu vertreten? — Auf die innere Politik zu sprechen kommend, erklärte der Kanzler, das Zusammenarbeiten von Deutscher Volkspartei, Zentrum und Demokratischer Partei habe sich bewahrt. Eine Zusammenfassung dieser Parteien werde auch künftig zur Fortführung einer gesunden und kräftigen, dem allgemeinen Wohl dienenden Politik erforderlich sein. Diese drei Parteien müßten einen festen Kern in der Regierung und in den Parlamenten darstellen. Im weiteren Verlauf seiner Rede bezeichnete der Reichskanzler die Neuregelung des Finanz- und Steuerwesens , als eine der ersten Aufgaben des neuen Reichstags. Das Problem der Aufwertung bedürfe noch einer endgültigen Regelung. Man könne es verstehen, daß die sich durch die Inflation und ihre Folgen schwer bedrückten Volkskreise in Organisationen zusammenschließen, um ihre Rechte besser zu wahren. Daß aber diese Organisationen sich als solche parteipolitischen Bestrebungen hingeben, muß als eine der vielen Unbegreiflichkeiten bezeichnet werden, an denen unser politisches Leben krankt. Die Organisationen vermein peinlich die Frage zu erörtern, woher die Mittel genommen werden sollen, um alle Ansprüche zu betriedioen. Die Regierung kann niajts weiter tun, als ihre Pflrckt. Für sie ist die Frage entscheidend: wollen wir unsere
Währung festhalten und uns noch einige Zeit mit unseren Ansprüchen bescheiden, oder sollen wir wieder in eine Inflation Hineinsteuern, aus der es dann keine Rettung mehr gibt? Das deutsche Volk mag darüber entscheiden, ob es den Standpunkt der Regierung für richtig hält oder nicht. Der Kanzler wandte sich in diesem Zusammenhang scharf gegen die unverantwortlichen Anwürfe, die man gegen den Reichsfinanzminister Luther zu schleudern wage, der als Oberbürgermeister von Essen pflichtgemäß einer Reihe von Aufsichtsräten angehörte und diese Stellen auf Wunsch der Stadt Essen bei« behielt, ohne einen Pfennig Vergütung für seine Mühewallung zu nehmen.
Das bayerische Zentrum.
München, 10. Novbr. Gestern tagten in München und 'N Würzburg b'e Delegiertenkonferenzen des Zentrums. Zu der Delegiertenkonferenz in München war als Vertreter der Aeichsparteueitung Reichèpostmmister Hoefle erschienen. Es wuroe nachfolgende Entschließung einstimmig angenommen: Die Delegiertenkonferenz verlangt, daß den Zentrumsan- liängern bei den bevorstch.nden Labien unter a en Umständen ermöglicht wird, ihre Stimme für das Zentrum abzugehen und daß sie im Kampfe um die Sache des Zentrums offen unterstützt werden.
Das Wahlergebnis in Anhalt.
Dessau, 10. Nov. Nach dem endgültigen Wahlergebnis der Wahlen zum Landtag in Anhalt werden an Mandaten bekommen: Volksgemeinschaft 14, Sozialdemokraten 15, Demokraten 3, Kommunisten 2, Zentrum 0, Nationalsozialisten 1, Bodenreformer 1.
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Durch dieses Wahlergebnis ist die Hoffnung, die Grundlage für eine feste ftaaisbürLerüche Lätgfiit>iH1.11 m ^iiiöGü au fibüHeu ui'T^ n^ nicht'erfüllt, vielmehr sogar die Gefahr einer neuen ausgesprochenen Linksregierung geschaffen worden. Aus der Landtagswahl vom 22. Juni waren neben 13 Sozialdemokraten, 4 Kommunisten, 1 Demokraten und 1 Bodenreformer, 15 Abgeordnete der jetzt zur „Volksgemeinschaft" zusammengeschlossenen staatsbürgerlichen Parteien und 2 Nationalsozialisten hervorgegangen. Es gab also keine ausgesprochene Mehrheit. Deshalb wurde baldige Neuwahl vereinbart, die Führung der Regierungs- qeschäfte inzwischen einem Beamtenministerium übertragen, das sich aus Deutschnationalen und Volksparteilern zusammensetzte. Durch Zusammenschluß der Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei, des Landbundes, Handwerker- bundes, des Bauernbundes und anderer kleinerer Wirtschaftsorganisationen zu einem Wahlblock der Volks--"meinschaft hoffte man, die Sicherung einer staatsbürgerlichen Regierung zu erreichen, wobei den Nationalsozialisten wiederum die Rolle wohlwollender Neutralität zugefallen wäre. Bedauerlicherweise hat die Neummü ungefähr das gegenteilige Ergebnis gehabt.
Ziffernmäßig läßt es sich dahin zusammenfassen, daß Volksgemeinschaft und Nationalsozialisten ihre S.....menzahl nur behauptet haben, während auf der linken Seite zwar die Kommunisten bu Prozent ihrer Stimmen verloren, die Sozialdemokraten aber noch mehr als 8000 Stimmen über den kommunistischen Verlust hinaus gewannen, zugleich die Demokraten um mehr als 7000 Stimmen gunahmen. Die Sozialdemokraten sind somit wieder die stärkste Landtagspartei mit 15 Sitzen geworden; der linken Seite muß man außerdem drei Demokraten, 1 Bodenreformer und die 2 Kommunisten Zurechnen, während auf der staatsbürgerlichen oette nur 14 Abgeordnete der Volksgemeinschaft und 1 Nationalsozialist stehen. Ob sich auf dieser Grundlage eine haltbare Linksregierung schaffen läßt, bleibt freilich abzuwarten, und es erscheint deshalb durchaus möglich, daß man in absehbarer Zeit von neuem an das Volk appellieren muß. Das ändert aber nichts an dem Miß"-^^", den die staatsbürgerlichen Parteien gestern erlitten haben. Und dieses Ergebnis ist erzielt worden, obgleich ein beispiellos heftiger Wahlkampf ftattcefunben hat, von dem man hätte erwarten sollen, daß er die Schlafenden aller Varteien aufgerüttelt hätte. Das ist, wie das Wahlergebnis zeigt, nicht gelungen, nur die Linke hat Reserven mobilisiert. Die W a h l f a u l e n der Rechten sind wahlfaul geblie- b e n. Diese Wahlfaulheit des ruhigen, verstan- digen Bürgers ist die Hoffnung und der große Trumvf der Linken. Das Ergebnis der Anhalter Landtagswahlen ist ein Menetekel, dessen Flammenickrift arell genug leuchtet. Wird es nicht beachtet, dann könnte in der Tat erreicht werden, was die Linke erhofft; eine Wiederkehr
jener Zustände im Reiche, die durch die langsame Wiederkehr politischer Vernunft innerlich bereits überwunden sind. So stehen die Dinge. Wird sich das deutsche Bürgertum darüber nicht klar, dann hilst es sich selbst die Zuchtrute bin» den, unter der es später vergebens seufzen wird.
PvlUische Glossen.
Nach dem „Vorwärts" wurde der Uniformy Zuschneider Mandelkow wegen Beleidigung des Reichspräsidenten Ebert zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt.
Wenn in der Vorkriegszeit das Kapitel der Majestätsbeleidigungen im Reichstage zur Debatte stand, erscholl aus dem sozialistischen Heerhaufen regelmäßig ein wahres Indianergeheul. Der rote See raste und wollte sein Opfer haben.
Ende 1911 wurde unter Vorsitz des Herrn Ebert die Forderung zum Beschluß erhoben und als Gesetz in das sozialistische Handbuch für Wähler eingetragen, daß die gekrönten Häupter nicht anders behandelt werden dürften als andere Menschen und daß darum die Bestimmungen über Maiestätsbeleidigungen aufgehoben werden müßten.
Heute läßt derselbe Fritz Ebert als Reichspräsident auf Grund eines Ausnahmegesetzes, das die schöne Zweckbestimmung „zum Schutze der Republik" im Schilde führt, fast in jeder Woche irgend einen armen Teusel, dem es an der nötigen Ehrerbietung gegenüber der Person des Herrn Ebert fehlt, vor das Gericht schleifen und zu so und soviel Monaten Gefängnis verurteilen.
Und — was besonders erhebend wirkt — Wolfgang Heins, einst der „geborene" Vertei- Mgßr LLsâÄâÄWLÜâLMY. dssr mit Jjeunasßa reden verstand, derselbe Herr Heine donnert heute auf Grund eines Ausnahmegesetzes allen Ebert-Beleidigern sein „Ich klage an!" entgegen.
Wie sagt doch der Lateiner? — „Es ist schwer, keine Satyrs zu schreiben!"
Wie die Lotusblume nur in stiller Nacht ihre Blüten öffnet, so dringt in unbewachter Stunde manchmal die Wahrheit bei den Aposteln der Revolution aus Mund und Tintenfaß.
So schreibt der alte ehrliche „Vorwärts" in Nr. 494 vom 19. Oktober:
„Deutschland hat vor dem Kriege 1200 000 ausländische Arbeiter beschäftigt, während seine Auswanderung unwesentlich war. Das kam daher, weil vor dem Kriege die Arbeitszeit in Deutschland die kürzeste auf dem europäischen Festland war, seine Löhne mit zu den höamen gehörten, seine Arbeiterschutzgesetzgebung die beste in der Welt war."
— „Seit dem Kriege (muß beißen „seit der Revolution") geht die Entwicklung in ungekehrter Richtung. Deutschland ist wieder ein Land mit zunehmendem Auswanderungsüberschuß geworden . . Von den ausländischen Arbeitern wird Deutschland wegen seiner niedrigen Löhne gemieden . . ."
Stimmt! Wie las man es aber vorher? Vor dem Kriege fang man das garstige falsche Lied von der Verelendung der Massen („Verelendungs-Theorie") im Rachechor auf allen Gassen. Heute aber haben wir mit den „Errungenschaften der Revolution" das Elend in ungeheuerstem Ausmaße!
„Erkläret mir, Graf Oerindur . . .!" Der Wahltag muß diese Erklärung geben!
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Das amerikanische statistische Staatsamt bat festgestellt, daß durch die russische Tscheka bis Jahresschluß 1923 nicht weniger als 1 766 368 Menschen hingerichtet wurden!
Die Verluste Rußlands im Weltkriege an Toten betragen nur 1 700 000 Soldaten.
Darum fordert der Kommunismus: „Nieder mit dem Krieg!" Denn der kommunistische „Frieden" wirkt tödlicher als der Krieg!
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Im Jahre 1911 wurden nach den Protokollen der Sozialdemokratie politische Vergehen mit insgesamt 26 Jahren und 1 Monat bestraft. Das war Knechtschaft!
In den letzten 3 Monaten sind allein wegen politischer Vergehen 1065 Jahre und 10 Monate verhängt worden. Das nennt die Sozialdemokratie — Freiheit!
Der tote Tag in Gotha.
Zusammenfid e mit der Polizei.
Weimar, 11. November. Für Sonntag, den 9. November, batte der Note groniMmpferbnnb nach Eotba einen rotes Frontkâmvkertaa tinberufeu, Pa.