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zoo. Jahrgang.

SanauerWAnzeiger

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn, und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1237 und 1238.

B e , u a s v r e t s für die 2 Wochen vom 20. Okt. bis 1.Noo. 1 Goldmark ohne Trägerlohn. Einzel- nummer 10 Freitags u. Samstags 12 Goldorennig. Änzstgsnorsiie : für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Goldofennig. kiir die Rsklamezeils (68 mm) 50 EoldvienniqOfiertenaebüb r 30 Goldviennig Geschäftsstelle Sammerstraste o.

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Nr. 252 Samstag den 25. Oktober 1924

Stresemann über die MWe Sage

Lach Nutzen nationale Realpolitik.

Im Innern Zusammenfassung

-er staatsbe)ahen-en bürgerlichen Kräfte auf einen politischen Mittelpunkt. Entschiedene Ablehnung eines Linksblocks.

Hamburg, 24. Okt. Vor dem Parteivorftand der Deutschen BoMspartei, der Bürgerschofts- iftakt-ion, dem Landesausschuß und den Ver- trauen deuten der Organisation hielt gestern jabend Reichsaußenminister Dr. S t r e f e» mann eine große Rede, in der er über die ^Umstände, die zur Auflösung des Reichstages ^geführt haben, u. a. folgendes ausführte:

Es besteht in Deutschland die Frage, ob noch einem Zweiparteiensystem regiert werden soll, ob es einen Linksblock und einen Rechtsblock geben soll oder ob es möglich wäre, auf der Grundlage einer nach rechts erweiter­ten Koalitionsregierung in Deutschland die pv-li- Beben Geschäfte zu führen. Es war der Wunsch

rungsbildung, und hier ist die Deutschnationale Partei anzu-

r bringen. Nach meiner Meinung hätte Der anzler verfassungsmäßig auch' das Recht gehabt, im Einverständnis mit dem Reichsprä­sidenten die Minist er zu ernen n en und m i t d i e s e m erweiterten Kabinett vor das Parlament zu treten und dann die Fraktionen vor die Entscheidung zu stellen. Man ist einen anderen We- gegangen, der aber nicht zur Einigung, geführt hat. Es lag über den ganzen Derhandliungen schon als Schatten eine neue Entwickelung. Es war der Gedanke, daß Die

außenpÄikische Lage einen Linksblock in

Wenn man folgt, das Ausland- könne es nicht ertragen, daß Deuffchnationale in Der Regie­rung feien, so ist natürlich zuzugeben, daß man das Urteil des Auslandes nicht vollständig außer acht la s se n kann. Zunächst bst es aber eine Sache, die uns an­geht. Das Ausland ist gar kein einheitlicher Begriff; es denkt über diese Dinge sehr oerschie- den. England zum Beispiel interessiert sich gar nicht dafür. Die Amerikaner haben gesagt, es wäre wünschenswert, wenn keine Reichstags­auflösung erfolgte, sondern eine Verbreiterung )er Regierung. Wer sich aufrogt, ist lediglich die Linkspartei in Frankreich. Sie hat fi* aber au* aufgeregt, als die Deutsche BEspartei in Üe Regierung eingetreten ist. Glauben Si e denn, daß ich meine Außenpolitik einen Millimeter verändern

würde.wenndrei Deuts Minister im Kabinett

onale

, ßen? Der große Erfolg den man ausbeuten mühte, wäre, daß die deutsche These herauskäme: Ihr seht, der deutsche Staat hat sich gefestigt. Meine Be­ratungen mit den Deutschnationalen hatten in Den Fragen der Außenpolitik eine vollkom-

daß aber die innere Lage diesen Mock u n m ä g- lich mache. Dafür tritt die Sozialdemokratie

dann nach gewisse Tekke des Zentrums, und um sie alle schließt sich der Gedanke, mit dem Reichs- banner Schwarz-Rot-GoG das Werk zu vollen­den, eine große republikanffche Partei de facto

zu bilden. Unser Weg geht nicht dahin, einen Bürgerblock in dem Sinne zu schaffen, wie

einen

ihn Dr. Wirth -hinstellt, einen Block, der zum Kampf Der Bürger gegen die Arbeiter ausge­rufen hätte.

Dr. Stresemann sagte weiter, er lehne es ab, daß die Deutsche Volk spartet als eine Partei der Besitzenden abgeftempelt werde, und wandte sich auch scharf gegen die Stellen im Wahlaufruf Der Deutschnotivnalen, worin der Parlamenta­rismus in Bausch und Bogen bekämpft wird. Dann fuhr er fort:

Es wird sich nicht darum handeln, wieviel Mandate die einzelnen Fraktionen erwarten oder erlangen, ob zum Beispiel das Zentrum wieder 65 Mandate erhält, sondern darum, wer das Zentrum von jetzt an f ü h r t, denn im Zentrum geht mitten Der Riß durch die An­schauungen, um die gekämpft wird. Deshalb muß eine vernünftige deutfchnatin - nale Politik dem nachrechts neigen­den Flügel im Zentrum entgegen- kommen, anstatt die Brücken abzübrechen.

Wie ich einen Linksblock entschieden ab- lchne, so bin ich auch der Meinung, daß ein Rechtsblock ebenfalls nicht wümbenswert ist. Bleiben soll die Mitte und daran sollen sich die Leute von rechts auschließen.. Also eine Zusammenfassung der staatbejahenden bür­gert i chen Kräfte in den Zeiten großer Entscheidungen, da unsere Wirtschaft und Soziailpotitik nicht von der S o zia ld e mo - bra tie gelöst werden kann. Wenn die D e- m o k r a t e n unter Führung von Erkelenz eine Politik des Linksblock treiben, so scheiden sie damit aus Der Mitte a u s. Aber was viel notwendiger ist als die Fra^e, wie die Demokraten sich stellen, das ist die Frage, ob das Zentrum Die Politik mit­macht oder nicht. Hier stehe ich auf Dem Standpunkt, D ar- mir zu einer Volb tik k o m men müssen, Die si ch a u die mittlere Politik des Zen trums st ützt, wie sie im Namen Marxsichver körpert, die üch auf den Staat aufbaut, sich aber Dod) Der ganzen kul­turellen Schichtung seiner W^er bewußt ist Hier und in der Deutscken Volks­partei liegt der Kern der R e a i e°

Zeitschrift herausgegeben wurde, die schwerlich aufreizend gewirkt hat. Der Reichsanwalt be­antragte 2 Monate und 15 Tage Gesangnitl bezw. 750 Mark Geldstrafe gegen Hoffmann, 2 Monate Gefängnis bezw. »^ Mark Gell» Ke gegen Killinger, 1 Monat Gefängnis

>. 450 Mark Geldstrafe gegen Müller, 2 Mo« nate Gefängnis bezw. 600 Mark Geldstrafe en Kautter, 1 Monat Gefängnis bezw. 300

f Geldstrafe gegen Siebel, Henkel und Krebs. Die Gefängnisstrafen, Die in Geldstrafen umzu wandeln sind, gelten als durch Die Unter­suchungshaft verbüßt. Nur für Broeren, gegen den ebenfalls 1 Monat Gefängnis bezw. 300 Mark Geldstrafe beantragt worden sind, soll die Bestimmung nicht gelten. Für Wegelin bean­tragt der Reichsanwalt wegen Des allgemeinen Waffenbesitzes jedoch 3 Monate Gefängnis. Alle übrigen Angeklagten sollen freigefprochen wer­den. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Luetge- brune führte u. a. aus: Der Prozeß hatte zum Ergebnis, daß die Anschuldigungen gegen die O. C. in nichts zerfallen sind. Der Beweis für eine politische Einstellung ist nicht erbracht wor­den. Nicht mit einer Silbe ist oen Angeklagten widerlegt worden, daß zur Damasten Zeit die Organisation noch im Stadium der Gründung war. Die Statuten haben niemals Gültigkeit gehabt. Die Ziele, die nach Ansicht des Reichs­anwalts geheim gehalten werden sollten, sind ja in der ZeitschriftWiking" öffentlich erörtert worden. Rechtsanwalt Mälzer wies in fer­nem Plädoyer auf die Verdienste hin, Die sich Die Angeklagten im Dienste des Vaterlandes er­worben haben. Er könne in den Satzungen nichts erblicken, was Den Tatbestand einer Ver­schwörung rechtfertige. Rechtsanwalt Bloch erinnerte an die Verdienste der Ehrhardtbri- gade. Die Angeklagten feien Schützer und Schirm

führung der Agrarzölle unter Bülow doch noch gewisse Lücken gelassen habe, namentlich für Futterartikel. Bei Der rapiden Entwicklung Der Industrie fei Die Wirtschaft ins Hintertreffen gedrängt worden. Trotz Der Erfolge des Krieges habe man zwar Der Sniuftrie ihre Zölle wieder, gegeben, die Landwirtschaft aber vernachlässigt. Jetzt müsse Der Landwirtschaft schnell und aus. giebig geholfen werden. Statt uns auf den Ex­port zu verlassen, sollten wir wieder auf einen kaufkräftigen Jnlandmarkt bedacht sein. Der Redner hoffte auf eine weitere gedeiliche Zu­sammenarbeit mit der Industrie. Für Die Land­wirtschaft sei Die Hauptsache, in ihren eigenen Reihen Disziplin zu halten und Das Ziel klar zu erkennen.

Hierauf nahm der Reichsernährungsminister Graf Kanitz das Wort, der die Grüße der Reichsregierung überbrachte.

Die schwere landwirtschaftliche Krise, deren Beginn mit seinem vor Jahresfrist erfolgten Amtsantritt zuiammenfalle, habe sich jetzt bei Hinzukommen der Kreditkrise noch verschärft. Der Parlamentarismus, der bei uns noch in Den Kinderschuhen steckt, habe leider die Arbeit der wirffchaftlichen Ressorts Der Reichsregie­rung wahrscheinlich auf mehrere Monate still­gelegt. Der Minister versprach aber. Den Kopf nicht hängen zu lassen. Gegenüber Der Presse, die Der Landwirtschaft fremd gegenübersteht, bemerkte der Redner, er würde ein hundsmise­rabler Ernährungsminister sein, wenn er nicht auch versuchte, ein passabler Landwirtschafts­minister zu sein. Als solcher Dürfte er die Augen nicht vor der bestehenden Landwirtschaftskrise verschließen. An Den hohen Preisen habe die Landwirtschaft gar kein Interesse. Der Redner schloß mit Dem Wunsch, daß die Tagung des

mene Uebereinfti. Aber leider ist des Staates ni wir haben dem slaud gegenüber sogar noch Waffen geliefert. Man hat das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold mit drei Millionen Mitglie-

deutschen Partei^politik zu kommen. Schopf zu­gespitzte Gegenkundgebungen, wie in Halle, hätten besser unterbleiben sollen, damit diese Bemegung Des Banners mi*t noch gestärkt wirb. Wir müssen Die Brücke bilden vom alten zum neuen Deutschland. Wir müssen das Gute jener alten Zeit und ihrer Vernünftigkeit im weitesten Sinne, in ihrer Auffassung der Pflich­ten Des Beamtentums, in ihrer Auffassung von Ordnung und Unordnung, in das neue Deutsch­land hinübernehmen. Was wir nicht hinüber­nehmen wollen, das ist der Byzantinismus und

.... . . möge auf dem

langen Leidenswege zum oh-le unseres ge­liebten Vaterlandes.

Geheimer Kommerzienrat Ernst v o n B o r- f i g überbrachte Grüße aus Jndustriekreisen. Ein weiteres Zusammenarbeiten zwischen In­dustrie und Landwirtschaft sei zum Wohle Des Volkes notwendig, wenn es auch mitunter Diffe­renzen, wie in der Zollfrage geben könnte.

Hierauf trat die Versammlung in die Tages­ordnung ein.

mer der

uftixrat

emeien.

sei die Erledigung r Behauvtung von dem Bestehen einer Mordzentrale. Bei den Satzun­gen handele es sich um unreife politische Ideen. Weiter werde zu erwägen sein, ob das Repu­blikschutzgesetz verfassungsmäßig sei. Rechts­anwalt Elvald plädiert ebenfalls für Freispre­chung.

sönlichkeit nach ihren Leistungen, unbeschadet ihrer Herkunft beurteilt wird, nur muß sie et­was leisten und die Parteipolitik darf nicht als Leistung angesehen werden. Wir brauchen eine ruhige Entwickelung, Sammlung der inneren und moralischen Kräfte, eine Innenpolitik, die die Wirtschaft gesund erhält, den Frieden er­wirkt und so den Grund legt für eine neue bes­sere Zukunft. Ich glaube, daß diese klare Linie immer mehr und mehr verstanden wird, daß weiteste Kreise des Bürgertums davon über­zeugt sind, daß unser Volk zu retten ist.

Deutscher Landwirtschaftsrat.

Eine Rede des Reichsernährungsministers.

Berlin, 25 Okt. Die außerordentliche Ple­narsitzung des Deutschen Landwirtschaftsrates trat am Freitag vormittag im Sitzungssaals des Reichswirtschaftsrates bei außerordentlich zahl­reichem Besuch zusammen. Von Reichsministern waren der Minister für Landwirtschaft und Er­nährung Graf Kanitz und Wirtschaftsminister Hamm anwesend, außerdem Vertreter des Reichsarbeitsministeriums und der Landwirt- schafts- und Wirtschaftsministerien von Bayern, Sachsen, Oldenburg, Mecklenburg-Strelitz, Mecklenburg-Schwerin und Thüringen. Als Gäste waren erschienen: Vertreter des In­dustrie- und Handelstages sowie des Zentral­verbandes der Landarbeiter.

Der Vorsitzende, Präsident des Landwirt­schaftsrates, Dr. Brandes, betonte nach einem Hinweis auf die Annahme der Dawes­gesetze, die auch die Landwirtschaft, vor ein schweres Problem stellten, und nach einem Rück­blick auf die Geschichte der deutschen Landwirt­schaft im letzten Jahrzehnt, dak die Wiederein-

Die Anlräqe im Prozeß Consul.

Leipzig, 24. Okt. Der Vorsitzende verkündete zu Beginn der heutigen Sitzung im Prozeß Hoffmann und Genossen einen Gerichtsbeschluß, wonach die Ladung zweier weitere Zeugen ab­gelehnt wird, da alles, was diese bezeugen sollen, als wahr unterstellt wird. Justizrat Hahn er­klärte namens Der Verteidigung, daß sie auf die Stellung von Veweisanträgen im einzelnen verzichte. Damit ist die Beweisaufnahme ge­schlossen. Reichsanwalt Niethammer: Die Ber- teidigung ergab das gleich Bild wie Die An­klage es festgestellt hat. Es ist verständlich, daß die Ehrhardtoffiziere ihre Pflicht zur Treue über alles gestellt haben. Die ganze Sache ist erst bedenklich geworden, als es in Oberfchlesien polnische Aufttände abzuwehren galt. Da haben Verhandlungen stattgefunden mit dem Ergeb­nis daß Hoffmann und Killinger sich für berech- tigt hielten, für den erwarteten Polenaufstand ein Abwehrregiment zu bilden und die Dorbe-

reitungen hierzu durchaus geheim zu halten. Für eine militärische Gliederurig brauchte man aber keine Satzungen. Die Satzungen haben kämpfen wollen gegen Einrichtungen, die die Angeklagten als antinational ansahen. Man wollte bei inneren Unruhen das Gewicht der Organisation in die Wagschals werfen. Diesen Zweck hielt man vor der Regierung geheim. Das ist ein strafbares Merkmal. Die Angeklag­ten hätten größtenteils den Nebenzweck der O. C. gekannt, der den Tatbestand der Geheim­bündelei nach § 128 des St. G. B. verwirkliche. Die Angeklagten haben aber auch glauben dür­fen, daß sie berechtigt waren, ein Regiment Süd aufzustellen. Insoweit die Angeklagten den ge­heim zu haltenden Zweck, daß die Organisation eine Macht im Staate sein sollte, gekannt haben, sind sie schuldiq. Die Angeklagten haben ihre

sind sie schuldig. Die Angeklagte Tätigkeit noch bis zum Snfraftt vublikschutzgesetzes fortgesetzt. Bezüglich des Strafmaßes darf, nachdem die Haltlosigkeit der Angriffe gegen die 9. C. geklärt ist, der Mei­nung in der Öffentlichkeit, daß es sich um eine Mordorganisation gebandelt habe, nicht Rech­nung getragen werden. Für politische Zwecke ist nichts geschehen als daß eine wenig gelesene

reten des Re-

Kvchverralsvrozptz Goerke und Genossen.

Leipzig, 24. Oktober. In dem tzoâverratsprozetz vor dem 4. Gtraüenat gegen Goerke und «enoffen wurde nach zwölsMndiger Verhandlung dar Urteil gefällt. Wegen Vergeben? nach § 7 deS Republik- sctmtzgesetzes und wegen schweren Diebstahl? wurden verurteilt: Goerke zu 4 Jahren 6 Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust (6 Monate Untersuchungshaft werden angerechnet), Lenkait zu 3 Jahren Zuchthaus und 200 Mark Geldstrafe und 5 Jahren Ehrverlust (5 Monate Untersuchungshaft werden angnechnet), Tobelt zu 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust und 200 Mar! Geldstrafe (6 Monate Untersuchungshaft werden an- ' gerechnet, Schluff zu 5 Monaten Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe (3 Monate Untersuchungshaft werden angerechnet), Seife wegen unbefugten Waffen­besitzes zu 500 Mark Geldstrafe.

Keine Kandidatur des Kronprinzen zur Reichstagswahl.

DieNewyork World" meldet, daß Graf Westarp mit dem Kronprinzen über eine etwaige Spitzenkarrdidatur bei den Deuffchnatio« nalen bezw. wegen einer Erklärung zur Unter­stützung Der Partei verhandelt habe. Der Ber­liner Lokalanzeiger erklärt, daß an Der Mel­dung kein wahres Wort fei.

Kommunistische Verhaftung in Kannover.

Hannover, 25. Okt. Auf Veranlassung btt volitnchcn Polizei werden auch in Hannover nach Auflösung de? Reichstages kommunistische Abgeordnete verfolgt, ohne datz es bisher gelang, ihrer habhaft zu werden. Am Donnerstag wurde indeffen eine Funk- tionärversammlunq, die in einem Lokal in der Fahren« waldstraße stattfand, durch die Polizei aufgehoben. Etwa hundert Kommunisten wurden nach dem Polizei­präsidium gebracht und nach Feststellung ihrer Perso­nalien wieder entlassen. Der Kommunist Fritz Graichen, der von der Berliner Polizei gesucht wurde, ist kürzlich in Hannover verhaftet worden.

Förster-Schutz wieder sreigelassen?

Budapest, 24. Okt. In Der Angelegenheit des Förster-Schulz ist abermals eine Wendung ein­getreten. Förster-Schulz wird sreigelassen und bat sich wieder in Die Villa Gömbes begeben. Er wird aber verpflichtet, sich von Zeit zu Zeit- bei der Polizei zu melden^