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200. gayrgang.

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadl- und Landkreis Kanan a. M Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschluß Nr. 1237 und 1238.

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Nr. 251

Freitag den 24. Oktober

1924

X*

Der Wo

Aergl vom Parleivor sitz zurückgetreten

Tirpitz Mitglied der Parteileitung.

Berlin, 24. Oft. Der Parteivorstand der Deutschnationalen Bots spartet hielt gestern im Reichstag eine Sitzung ab, in der an erster Stelle die Frage des Wahlkampfes erörtert wurde. Der bisherige Vartcivorsitzende Staats- minister Hergt erklärte entsprechend seiner bekannten öffentlichen Ankündigung, daß er den Varteivorfitz niederlege, nachdem die Verhand­lungen über die Regierungsumbildung ihr Ende Iiefunden hatten. Der Parteivorstand nahm mit chmerzlichstem Bedauern den Entschluß des »ochverdienten Parteiführers zur Kenntnis, sprach ihm den herzlichsten Dank für feine er- folgreiche selbstlose Leitung der Partei aus und richtete an ihn die einmütige Bitte, als Mitglied der Parteileitung weiterhin der Partei feine Kräfte zur Verfügung zu stellen, die unter ihm zur stärksten Partei Deutschlands geworden sei. Mit der Parteiführung wurde bis zur satzungs- gemäßen Neuwahl der Parkeiinstanzen, die erst Ende dieses Jahres stattfindek. der Vorsitzende der preußischen Landtagsfraktion Dr. Win k- ler betraut. Zugleich wurde Großadmiral von T i r p ih einhellig zum Mitglied der Parkeilei- tung ernannt. Die Vorsitzenden der Landesver­bände der Deutschnationalen Volksparkei wer­ben Anfang November zu einer Sitzung zu­sammentreten.

*

DerL okalanzeiger" fchwilbt: Dieser Wechsel in der Lâung der Deutschnationalen VsVspartsi ist jedenfalls dazu geeignet, die iiimigmiM^ »M der M- tei, die in der Abstimmung vom 29. August zum sichtbaren Ausdruck kamen, zu überbrücken.

DasTageblatt" ^schreibt: Der Rüâritt des deutschnationalen Vorsitzenden von seinem Amte bedeutet keineswegs einen Richtungswech- fei in der Partei. Herr Hergt konnte, wenn er gewollt hätte, sich mit großer Mehrheit wieder wählen taffen. Es ist mit Sicherheit zu erwar­ten, daß Herr von Tirpitz sein Nachfviliger wer­den wirb, was sich schon bei seiner Berufung im Parteivorstande ausinufte.

DieDeutsche Zeitung" würdigt den Führerwechiel folgendermaßen : In der Zeit vor der Revolution wäre er, oer kluge und gewissen­hafte Erbe aKprsußischer Beamtentrakbtion wie vielleicht nur wenige dazu berufen gewesen, eine große staatsechaltende Partei mit Erfolg zu leiten. Den Aufgaben eines Führers vaterlän­discher Bewegungen im heutigen Deutschland wäre er jedoch nicht gewachsen. Niemand aber werde Exzellenz Hergt als Mensch Vorwürfe macken. Sorgfalt, Umsicht und Pflichttreue ge­nügen nicht in einer vorwärtsstürmenden Kampfzeit, die rücksichtslose Entschlossenheit und kühnen Wagemut von dem Leiter politischer Parteien verlangt.

DieK r e u zz e i t u n g" schreibt: Der ^.uck- tritt Staatsminffters Dr. Hergt von der -Partei­leitung bedeutet eine loyale Einlösung seiner nach der Abstimmung über die Dawesfrage ge­gebenen Erklärungen. Die Zersplitterung der deutschnationalen Partei mußte, um kick' nun einmal im politischen und besonders im Partei- leben zu entwickeln au^ auf die Parteileitung ihre Wirkungen ansüben. Es ist kein Gebeim- ms, daß eine sehr erhebliche Zahl der deutschen Wähler bestürzt über dasJa" der 48 einen Teil der Schuld an diesem Vorgang der Negie­rung zuschoben.

DerBörfenk.urie r" schreibt: Er ver­trete die Auffassung, daß Hergt zum Rücktritt gezwungen worden sei.

Die Wahlparole der Deutschen

Bolkspartei.

Berlin, 24. Okt. Wie das Organ der Deut­schen Volkspartei, dieZeit", mitteilt, ist in der gestrigen Sitzung des geschäftsführenden Aus­schusses der Partei einmütig beschlossen worden, daß die Deutsche Volkspartei den W a hl- kam p f selbständig ohne Anlehnung nach links oder rechts führen soll. Das Blatt schreibt weiter: Die Deutsche Volkspartei wird ihre bis­herige Politik der inneren Konsolidierung auch weiterhin verfolgen. So wie bisher die Außen­politik der Deutschen Volkspartei eine immer größere Anhängerschaft gefunden hat, so hofft sie auch, daß die Neuwahlen die Grundlage für

eine Zusammenfassung immer größerer Kräfte auf der Linie der Deutschen Volkspartsi in der inneren Politik schaffen werden.

Zu Vorsitzenden der Fachansschüffe wurden gewählt:

Hepp (Ausschuß für Landwirtschaft), Hugo (Industrie und Handel), Havemann (Handwerk), Beythien (Kleinhandel), Meyer-Herford (Be. amte), Theil (Angestellte), Winnefeld (Arbeiter), Hollmann (Schule und Kirche), Earnich (Tech, nik), Leidig (Kommunalpolitik), Frau Mende (Kriegsopfer), Mittelmann (österreichischeFragen) Steffens (Ostfragen), Luther (Jugend) Frau Matz (Frauen).

Ein Wahlabkommen.

München, 23. Okt. Zwischen der Bayrischen Volkspartet, der Deutschen Volkspartei, der National- liberalen Landespartei und den Deutschnationalen haben Besprechungen darüber stattgefunden, daß diese Parteien, deren gemeinsames Ziel die Bekämpfung der Sozialdemokratie sei, sich bet dem bevorstehenden Wahlkampf nicht gegenseitig schädigen. Dagegen kann von einer förmlichen Wahlgemeinschaft, wie sie von einer bayrischen Zeitung in Aussicht gestellt wurde, keine Rede sein.

Das Zentrum für den Eintritt -er Deutschnationalen.

Berlin, 24. Okt. Von den Zentrumsabge- ordneten Guerard und Lammers, die das Zen­trum bei den Verhandlungen in den nächsten Wochen vertreten werden, wird eine Erklärung veröffentlicht, die sich gegen die Behauptung wendet, daß die Zentrumsfraktion ihr verpfän- detes Wort den Deutschnationalen gegenüber nichr gehalten Habe. Die ZenrrumslrOtâ. LA im Mai einstimmig auf Dem Standpunkt ge­standen, daß bei Annahme des Sachverständi- gen-Gutachtens durch die deutschnationale Reichstagssraktion diese eine entsprechende Ver­tretung in der Reichsregierung erhalten müsse. Die Fraktion des Zentrums hat ihr möglichstes getan, um eine Mitarbeit der Deutschnationalen in der Reichsregierung herbeizuführen. Die po­litischen Vorkommnisse haben deutlich gezeigt, daß die Erweiterung der Reichsregierung nicht an der Haltung des Zentrums, sondern anderen Ursachen gescheitert ist.

(Diese Erklärung kann als Beweis dafür gelten, daß die Partei dabei ist, die Schwierig­keiten in ihrem Lager auszubügeln. Herr Dr. Wirth ist im übrigen ganz still geworden. Noch wenige Tage vor der Auflösung hat er der Frak- tion gedroht, daß er die Wahlkreise gegen die Fraktion mobil machen werde. Heute hat er fr selbst ein Schloß vor den Mund gelegt, um den Parteitag sprechen zu lassen. Er hat auch bereits die Versicherung abgegeben, daß er sich dem Urteil des Parteitages unterwerfen würde, und da selbst Männer wie Fehrenbach auf die an­dere Seite hinllbergegangen sind, wird auch zah­lenmäßig auf dem Parteitage der Einfluß der Wirthgruppe nicht allzu groß fein.)

Keine Kandiöalur Kamms.

Wie genrekdet wird, hat Reichsminister Hamm der Wahlkroisorganifation der demokra­tischen Partei für Oberbayenr und Schwaben, die ihm erneut die Spitzenkandida-tur angebra- gen hat, mitgeteilt, daß er mit Rücksicht auf seine durch die aufreibende politische Tätigkeit der letzten Jahre stark angegriffene Gesundheit die Kandidatur ablehne. Er sei jedoch bereit, der demokratischen Sache nach wie vor seine Kraft zu leihen.

Die Arbeilerfchaft im schwarz-weitz- roten Wahlblock.

Zur Widerlegung der Behauptung des schwarz- rot-gelben Blocks, daß eine Rechtsregicrung eine Re­gierung gegen die Arbeiter wäre, und zur Sanimluna der Arbeiter für den das Schicksal des deutschen Volkes mtichcidcnden Wahlkampf gegen die Knechte de« ausländischen Kapitalismus, veranstalten die Vater- ländisäicn Arbeltuehmer-Berufsverbäiide und die aus dem Boden der Werkgcmcinichait stehenden Vaterlän­dischen Arbeitervereine und Vaterländischen Angestellten- vercine >Nationalverband Deutscher Berufsverbände) vom 6. biS 10. November eine VaUrländische ArbcU- nedmeiWoche in Berlin, verbunden mit einer Vater­ländisch-sozialen Kundgebung Zugleich findet die Weihe einer sckwarz-weiß- roten Bundesfahne statt, an die sich im Laufe der nächsten Zeit schwarz-weiß-rote Arbeiter­fähnenweihen in möglichst allen Betrieben

Deutschlands anschließen sollen. Fortgesetzt findet ein kräftiger Zuzug von links zur vatertänbi« schen Arbeitnehmerbewegung statt,

Stresemann über Sie Beziehungen zu Frankreich.

Paris, 24. Okt. Der Sonderberichterstatter desPetite Parisien" hatte eine Unterredung mit dem Außenminister Dr. Stresemann. Dr. Stresemann erklärt: Die französisch-deutschen Beziehungen hätten sich gebessert, mit der fort­schreitenden Räumung würden sie sich noch wei­ter verbessern, doch gebe es in den Beziehungen der beiden Länder etwas, was ihm mißfalle. Er beklagte sich, daß man in Frankreich nicht völlig die deutsche Mentalität begreife. Eine Rede, die Herriot kürzlich gehalten habe, miß­falle ihm, da Herriot gesagt habe, Deutschland müsse um Vertrauen sinzuflößen alles vergessen, was es angebetet habe. Ein Brucy mit der Ver­gangenheit sei unmöglich, da Deutschland wie alle anderen Völker eine Vergangenheit habe, die ihm in Fleisch und Blut übergegangen sei, wie können mir jetzt vergessen, was noch vor 10 Jahren war? Wir können nicht die Entwick­lung vergessen, die aus Deutschland einen diszi­plinierten Staat gemacht hat. Dr. Stresemann erklärte weiter, daß augenblicklich in Deutsch­land niemand, mit Ausnahme einiger Exaltier­ter, an die Wiederherstellung der Monarchie denke. Schließlich muß Frankreich versuchen mit den einflußreichen Kreisen Deutschlands zusam­menzuarbeiten und mit denen in Verbindung treten, die die Nation führen, mit der Industrie, den Geschäftsleuten und den Intellektuellen.

Verwertung -er Ruhrsp.onage.

Dortmund. 23. Ost. Die Abberufung De- goutfes und seines Generalslabchefs Henry ist in erster Linie deshalb erfolgt, weil ihre miti- lÄtikh# &ictfidilUl&' jte£ âÄârr. J§utii^ hgÄ Ruhrgebietes nichUksprach Sie sind auf ihren Vorschlag in die Secfion economique dès fran­zösischen Kriegsministeriums übernommen wor- den. Eine ganze Reihe französischer Offiziere, die dieser Section in der Rheinarmee angehör­ten, wurden in die Industriezentren Frankreich-- zum Teil in höhere Kommandosiellen versetzt, um dort ihre Ruhrerfahrungen in enger Zu­sammenarbeit mit der französischen Industrie für die Landesverteidigung zu verwerten. Auck höhere Verwaltungsbeamte der Besatzungs­mächte sollen nach und nach ausgeschaltet wer­den. da sie durch die separatistischen Bewegun­gen kompromittiert sind. Darunter befindet f; auch der belgische Delegierte in Duisburg, ebenso ein französischer Delegierter in Düren, dessen Abberufung erfolgte. Es heißt, daß in allernäch­ster Zeit weitere Veränderungen in der fran­zösischen Verwaltung des besetzten Gebietes zu erwarten sind. Diese erfteulichen Bia ::;en sind auf die unmittelbare Einwirkung l es fran­zösischen Ministerpräsidenten und seiner DZ-ie- -ungspolikik zurückzuführen.

*

Was hier so schamhaft hinter dem Ausdruck Ruhrerfahrungen" verborgen wird, ist in Wirklichkeit der Erfolg der strategischen und wirtschaftlichen Spionage, die nun im franzö­sischen Heer und in der französischen Industrie gegen Deutschland Anwendung finden soll. Die scheinbare Maßregelung der angeblichunlieb­samen" oder garkompromittierten" Be­satzungsbeamten hat noch eher den Charakter der Belohnung und Beförderung, weil das reiche Wissen über deutsche Verhältnisse diese Beamten für die französische Regierung beson­ders wertvoll machtz,

Dr. Jarres -arf nicht zurückkehren.

Duisburg, 24. Okt. DemDuisburger Ge­neralanzeiger" wird gemeldet, daß die belgische Besatzungsbehörde die Rückkehr von Dr. Jarres in fein früheres Amt als Oberbürgermeister von Duisburg abgelehnt hat. Nach dem gleichen Blatt wird die Reichsregierung bei der belgi­schen Regierung Vofftellungen erheben, daß nach den Londoner Abmachungen die dcutscbe Verwaltung im Ruhrgebiet restlos wiederherge­stellt werden muß.

Die MtitärKontrolle.

Berlin, 23 Okt. In der Woche,vom 13. bis 18. Oktober wurden von den Jnterallilerten Kon­tra i t k o in m i s s i o n e n anfpesucht: 24 Trnppcn- cmbeiten, 31 Heeresanstalten und Verwaltungsstellen, 42 Polizeistclleii, 30 Firmen und nabritbetriebe. Außer­dem fand ein nicht angemeldctcr Besuch bei einem Truppenteil in Dessau statt. Unter den der Kontrolle unterzogenen Ladrikbeirieben befanden sich folgende

Firmen: Auer A.-E. Berlin, Berliner Maschinenimr A.»G. vorm. Schwartzkopf, Druckenmüller in Tempel^ bof, Kölle & Hensel in Wittenau, Verein. Freiburgers Uhrenfabriken in Freiburg (Echl.), Hugo Schneider- A.-G. in Leipzig, Phönix in Hörde, Stahlwerk Becker in Willich, ManneSmann-Röhrenwerke in Wüten ns»»'

Fortsetzung -er Räumungen.

Düffeldorf, 23. Oktbr. Die französischen Truppen haben gestern Mettmann verlaffen. Eleichzeittg ist eine erheblich geringere Ab­teilung neuer Truppen eingetroffen, die das Seminar und einige Bürgerquartiere belegt haben. Die Besatzung in Wülfrath hat eben* falls alle Vorbereitungen zum Abzug getroffen und wird voraussichtlich morgen die Stadt ver­laffen.

For-erungen -er Lan-wirtschaft.

Tagung des deutschen Landwirtschaftsrakes.

Berlin, 23. Okt. Unter zahlreicher Beteilt» gung aus allen Teilen Deutschlands trat Don­nerstag der Deut scheLandwirtfchafts- rat zu feiner 54. außerordentlichen Vollver­sammlung zusammen. Die Verhandlungen werden sich über zwei Tage hinausziehen. Die öfesntllichen Kundgebungen finden am Freitag statt. Hierzu erwartet man au -as Erscheinen des Reichskanzlers Marx, des Reichsernäh- rungsministers GrafKanitz und des Wirtschaffs­ministers Härmn. Die Tagung ist einberufen worden, da die bevorstehend cn wirtschaft spöt­tischen Maßregeln, insbesondere die Gestal­tung der deutschen Handelspoli- t i k, eine eingehende Beratung der amtlichen landwirtschaftlichen Beru fevert retungen erfor­derlich erscheinen lassen.

Die heutigen Verhandlungen, die in geschlos­sener Sitzung stattfandsn, wurden vom Präsi­denten des Deutschen Landwirtschaffsrates Dr. V r a II d e s aeteiiet Wan bM -âte sich be- svn-ders mit der Frage der WiMMg oer diem ten 11. â wurde fol­

gender Beschluß gefaßt:Der Deutsche Land- wirtschaffsrat muß mit Bedauern seststellen, daß das Gesetz überdie Liquidation des Umlaufes an Rentenmarkscheinen infolge des Einspruchs des Organifationskomi'tses für die Goldnoten­bank in einer Fassung verabschiedet worden ist welche die künftige Gestaltung der notwendigen K r e d i t h i l f e für die deutsche LanÄwiri! n)ast offen gelassen hat. Die Regelung dieser Frage ist ein Gebot der Stunde. Der Deâde Landwirtschaftsrat fordert einstimmig, daß die in § 9 des genannten Gesetzes voraeiehene E r- richtung einer landwirtschaftlichen Kreditanstalt unverzüglich und in engster Anlehnung an die erfolgte Umgestaltung der Devilch-en 'Rsntenbank vorgenommen wird.

^räaer der Rentcnbankkreditanstalt können nur die in der Generalversammlung der Deut­schen Rentenbank veMrperten grundfchuldver- pHchteten Landwirte sein. K

Die deutsche Landwirtschaft, die ohne Mit­verantwortung staatlicher Organe zu zwei Dr: An die Last für die Wiederherstellung der deutschen Währung übernommen und getragen hat und n.mmehr zur Tilgung der aus diesem Anl-ch- bei der Rentenbank aufgenommenen Reickskredike verpflichtet worden ist, muß für sich das Recht und die Fähigkeit in Anspruch nehmen, die bei der Deutschen Rentenbank zur Sanierung ihrer eigenen Krediknot verfügbar gebliebenen ^arinoen Blisses durch ihre eigenen Organe zu vermalten."

Kösch bei SerrioL

Baris 24 Okt. Ministerpräsident Herrio? empfina gestern den deutschen Botschafter von Hösch zu einer längeren Besprechung über die Durchführung des Dawesplans.

Der Prozeß gegen -ie Organisation Conful.

Leipzig, 22. Okt. In der Nachmittagssitzung der Verhandlung gegen Hoffmann und Ge­nossen erklärt Angeklagter Manfred von K i l l i n g er, er sei von Ehrhardt, den er zu- ällig in München getroffen habe, gefragt wol­len, ob er sich national betätigen wolle. Er darauf gesagt, im nationalen Sinne zur Beein» lussung der Presse und geeigneter Verbände ätig zu sein. Er habe dann in dieser Richtung gearbeitet. Von der Gründung des Wickmg« lurckres wisse er nichts. Auf weiteres Befrag^ gab der Angeklagte, über die Ziele der O. E befragt, die Absicht der Zerstörung bei antinationalen Weimarer Verfassung zu. Der Ausdruckantinationale Weimarer Verfassung ;