200. Jahrgang.
Anzeiger
General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Sanan a. M.
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Samstag den 18. Oktober,
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1924
Das Neueste.
— Dor Reichskanzler hat gestern mit Beauftragten der Deutsch-nationalen Volkspartei zwecks Em- beziehung deutschnationaler Parteimitglieder in die Reichsregierung verhandelt und der Partei vier Ministersitze zugesagt.
— Französische, englische und belgische Sachverständige werden zur Vorbereitung der interalliierten Finanzkonferenz am 27. Oktober in Paris zusammen- treten.
— Der Völkerbundsrat wird zur Prüfung der Mofsulfrage noch in diesem Monat eine außerordentliche Tagung abhalten.
— Die Amerikaner planen die Einrichtung einer Luftpostverbi ndung nach den sechs zentralamerrka- nischen Hauptstädten und der Insel Shiba.
Der englische Wahlfeldzug.
Während man in Deutschland aus Scheu vor einer raschen Entscheidung die Krisis von einem Tage zum andern hinschleppt, haben sich in EeAand die Parteien und die Partsffuhrer mitten in das Gswvge des Wahlkampfes gestürzt. Der bisherige Ministerpräsident Macdonald hat in Glasgow die richtunggebende Wahlrede gehallten!. Die Führer der bürgerlichen Parteien haben in London in der Queens Hall den Feldzug eröffnet, und zwar Baldwin für die Konservativen und die Dioskuren Asquith und LLoyd George für die Liberalen. Vom ersten Tage an läßt der Wachlfel-dzu-g erkennen, daß das englische Bürgertum von den Liberalen und den Konservativen in gleicher Weise gegen die Arbeiterpartei zum Kampf aufgerufen werden soll. Die beiden bürgerlichen Parteien marschie- ren allerdings getrennt. Sie kümviken in allen (« âwM-ceeien, in denen sie auw nur die geringste ' Aussicht auf einen Parte iersollg haben, mit eigenen Kandidaten. Und so kommt es, daß die Konservativen in den über 600 Wa.^. reifen mit über 500 Kandidaten der Airbärpartei unige- fähr gileichkvmmen, während die ^-ioeralen mit über 300 Kandidaten ihre Hoffnungen von vornherein etwas niedriger gespannt haben. Ein gemeinsames Vorgehen der bürgerlichen Parte-ien kommt nur dort in Fraas, wo weder die Konservativen noch die Liberalen Erfolg-aussichten haben und wo sie durch gemeinsames Vorgehen den Arbetterkandidaten aus dem Felde schlagen können. Die Arbeiterpartei hat bei der letzten Wahl in 70 derartigen Wahlkreisen gesiegt, weil nach dem englischen Wahlgesetz die relative Mehrheit zur Erringung eines Mandates genügt.
So marschieren die beiden bürgerlichen Parteien in England getrennt. Sie haben aber die Absicht, dann gemeinsam zu schla-gen. Das geht aus der ganzem Orientierung des Wahlkampfes hervor. Die Frage, die zur Auflösung des englischen Unterlaufes geführt hat, spielt natürlich auch im Wahlkampf eine Rolle und wird von den beiden bürgerlichen Parteien gemeinsam mit derselben Schärfe gegen Macdonald -ausgebeutet. Liberale und Konservative treten für die Aufrechterhaltung der unabhängigen und freien Rechtsprechung ein und weisen an dem Beispiel des kommunèsWchen Organs „Workers WeeAy" nach daß diese Freiheit unter dem Walten der Arbeiterpartei bedroht ist. Datsü hat Macdonald auch im Wahlkampf selbst keine befriedigende Antwort auf die Frage geben können, warum das Verfahren gegen das kommunistische Blatt plötzlich eingestellt worden ist Außer diesem Fall wird vor allen Dingen der englifch-Mssische Handelsvertrag, den Macdo- n-a-ld vorbeh-aWch der Zustimmung des Unter- bauses abgeschlossen hat, gegen die Arbeiterpartei ins Feld geführt. Macdonald selbst hat in Glasgow den Vertrag mit der Begründung verteidigt, es handele sich darum, den Russen einen Kredit zu geben, damit die englische Industrie davon einen Vorteil ziehe. Die b-ürger- lichen Parteien aber haben die englischen Han- delskammern hinter sich, die vor der Ratifizieruna des Vertrages gewarnt haben und Asquith hat in der Londoner Versammlung unter stür- miischem Beifall darauf hin-gewiesen, daß man der englischen Industrie auf andere Weisse Kredit schaffen könne als durch finanzielle Zugeständnisse an eine Regierung, die bisher noch alle ihre Verpflichtungen mißachtet hat. Er hat dabei außerordentlich wirksam auf die Deutung Hingswiefen, die Kameneff in Moskau dem Abkommen mit England gegeben hat, eine Deutung, die allerdings nur den einen Schluß zuläßt, daß England bei dem Handel betrogen werden soll. Aber die moralische Einheitsfront der 'heitren bürgerlichen Pa-rteien oebt noch wei
MW in w
Der Ausweg
Berlin, 17. Off. Nachdem sich die Unmöglichkeit ergeben hat, auf dem Wege der Verhandlungen mit den Fraktionen des Reichstages zu der notwendig gewordenen Erweiterung der Reichsregierung zu gelangen. Hat der Reichskanzler nach Beratung mit den Reichsministern heute abend die Beauftragte der Deutschnationalen Volkspartei zwecks Verhandlungen über die Einbeziehung deutschnationaler Parteimitglieder in die Reichsregierung empfangen.
Nach dem Empfang der deutschnationalen Beauftragten durch den Reichskanzler trat die deutschnationale Reichstagsfaktion zu neuen Beratungen zusammen, die jedoch »obwohl sie bis in die späte Nacht fortgesetzt wurden, noch zu keinen bestimmten Vorschlägen an den Reichskanzler geführt haben.
Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, werden die Deutschnationalen am Samsta'-- vormittag dem Reichskanzler bestimmt die Beschlüsse ihrer Partei vorlegen. In den Wandelgängen des Reichstags spricht man davon, daß der Reichskanzler den Deutschnationalen vier Sitze im Re ichs - kabinett zugestanden haben soll. Als künftige deutfchnationale Minister werden die Reichtagsabgeordnete Her gl und Leopold, der Lanokagsabgeordneke von Kries und Freiherr von G a y l genannt. Angesichts des heute abend erneuerten Beschlusses der de- mokratischen Fraktion, keinem Demokraten die Zugehörigkeit zu einem Saviuett zu gestalten, in dem die Deutschnationalen eine einflußreiche Stellung einnehmen, sind Kräfte am Werk, um trotzdem das Verbleiben des Reichsivehr- ministers Geßler zu sichern. Geßler selbst er-
ter. Macdonald hat sich in Glasgow d-arüber beklagt, daß man ihn hinterlistig gestürzt habe. Asquith aber rühmte sich in der Londoner Versammlung dieser Tat, die nach seiner Versicherung Liberale und Konservative zusammen aus- igeführt haben, um das zu verhindern, was Asquith den Tod der persönlichen Dreiheit und ihre Verbrennung durch die schlimmste Form der Klassenherrschaft nannte: den Sozialismus. Die Verbrüderung geht -aber noch weiter. KriogsevinnerungeN werden wieder wachge- rulfen. Macdonald behauptete in Glasgow, die Konservativen und Liberalen seien infam genug, zusammenzugehen, nur um ihn zu stürzen. Sonst habe man sie nur zuvor Hand, in Hand gesehen. Hat Macdonald, so heißt die Rückfrage, den Krieg vergessen? Damals gab es Leute, die Svldatenräte bildeten, während Kon- servative und Liberale ihre Pavteige-gensätze vergaßen und- in der Verteidigung des Landes fest zu'fammettstanden. So werden hie Tage der innenpolitischen heiligen Allianz wieder herauf- befchwv-ren, um die gemeinsame Front gegen Macdonald fest zu kitten.
Es gibt keine Partei, die im Wahlkampf dem Ministerpräsidenten Macdonald das Sünden- regifter seiner Regierung so unerbittlich vorhält, wie die Liberalen. Lloyd George hat in seiner agitatorischen so wirksamen Manier in der großen Londoner Versammlung die einzelnen Punkte an den Fingern aufgezählt. Vor Macdonald Abnahme der Arbeitslostoksit. nachher Zun-ahme, vorher Preisrückgang, nachher Steigerung der Preise, vorher Steigerung der Ausfuhr, nachher Rückgang. Auch der Neubau von Häusern hat nach der Behauptung Lloyd Georges während der Zeit her Arbeiterregierung nachgelassen. Alle diese innerpolitischen Fragen sind der Kern des englischen Wahlkampfes und um sie wich- gerungen. Die eng- Kschen Liberalen greifen dabei Macdonald so heftig an, als -hätten sie niemals im Varlamente für ihn gestimmt. Letzten Endes werden sie damit aber wohl kaum etwas anderes erreichen, als daß -die Konservativen auf ihre Kosten siegen.
London, 17. Okt. Die Parteien sind fortge- setzt mit der Vorbereitung der ^uwMen 6e= kräftigt. Der konservative Führer Baldwin soll in seinem Wahlkreis Vew-dley (Worce^er-lhire) von den Liberalen nicht bekämpft werden. In allen 7 Wahlkreisen von Sheffie^-o bleiben bie i Paris, 18. Okt. Der „Tsmps" meldet aus
Liberalen vom Wahlkampf fern, in 6 von die- Brüssel, daß die belgische Re>gi-erung mit den fen werden bie Konservativen einen heißen Vorbereitungen für die Konferenz der alliierten
MiMWdildW.
aus der Krisè.
klärte, daß er Unbedingte Parteidiszipliw wahren wolle.
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In Mier reSaMotreflien BemZrküllq zu den Nachrichten über die gestrigen Verhandlungen zur Beilegung der Regierungskrise weist die Boff. Ztg. darauf hin ,daß ein Reichskabinett, das" sich aus Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei, dem Zentrum und der Bayerischen Volkspartei zusammensetzt mit Unterstützung durch die Wirtschaftspartei und den Bayerischen Bauernbund auf dem Papier eine Mehrheit von neun Stimmen haben würde. Diese habe zur Voraussetzung, daß alle Bänke der Regierungskoalition besetzt sind und daß alle Angehörige der Regierungsparteien auch geschlossen für die Regierung stimmen. Swon die Stimmenthaltung einer'kleinen Gruppe von etwa 12 Abgeordneten würde genügen, um ein solches Kabinett zu Fall zu bringen. Aus dieser Feststellung ergebe sich, wie sehr entscheidendes Gewicht auf die Haltung der Demokraten gelegt werden müsse, für die sowohl dem genannten Blatt, als auch dem Tageblatt zufolge aller- höchstens eine wohlwollende Neutralität gegenüber der Reichsregierung, keinesfalls aber eine offizielle Beteiligung an der Regierung in Frage kommt. Die Blätter nennen als mutmaßliche Reichsminister noch den Reichstagsabgeordneten Schiele, der für das Wirtschaftsministerium in Frage komme und das Mitglied der BayerMen Volkspartei Emminger, der das ReichchusüMWWrm« übernelMen fall. Die Vizekanzlerschaft werde nach den Vermutungen der Blätter Hergt, das Reichsministerium des Innern dem deutschnationalen Abgeordneten Fchr, v. Gayl übertragen werden.
Kampf mit der Arbeiterpartei zu bestehen haben, während sie in dem 7. auf keine Opposition zu rechnen brauchen. Macdonald verließ heute Birmingham und fetzte seine Reise noch Südwales fort, Seinen Anhängern, die in vielen Orten auf ihn warten, mußte er mitteilen, daß er unfähig fei. weitere Reden zu halten, da er schon ganz' heiser fei. Der Ministerpräsident kommt heute in Aberavon, seinem Wahlkreis in Südwales, an, wo er voran sstytlick bis zum Wahltag bleiben wird. Es scheint, daß er im allgemeinen in den Industriestädten, die er auf seiner Reise von Glasgow her durch Nord- und Mittelengiland besuchte, gut empfangen worden iilft. Die Liberalen und Konservativen machen große Anstrengungen, um sich die Stimmen der Landwirte m sichern. Die Liberalen verfvrechen den Pächtern, ihre Stellung dadurch zu verbessern, daß sie die Pachtbed^mgungen sicher gestalten und den Landarbeitern Gelegenheit geben wollen, für sich selbst zu bauen. Der konservative Führer Baldwin wird sich heute über die Pläne äußern, die der landwirst-chaftlichen Industrie Hilfe bringen fallen.
London, 17. Off. Der pvlitiläe Berichterstatter des Star schreibt, es sei im liberalen Hauptquartier kein Geheimnis, daß man die Niederlaae Macdonalds, Cl-nnes und Hendersons in ihren W-ablkreisen für -wohrschoinlich an- lâe. Die Walliser W-ählerschaft des Minister- vräsidenten sei besonders enttäuscht über die Verlchlimmerung der Lage im Bergbau und Industrie seit der Regierungsübernahme durch die Arbeiterpartei.
London, 18. Oktbr. Ein bekanntes Warenbaus in London veranstaltete anläßlich der Neuwahl, ebenso wie im vorien Jahr eine Probeabstimmung unter der Kundschaft, wobei die einzelnen Kunden nach Parteien gesondert abstimmten. Es sind ungefähr 150 0Ö0 Stimmen abgegeben worden. Nach dieser Abstimmung haben die Konservativen in diesem Jahr 57,70 Proz. gegenüber 52,46 Proz. im Bor« fabr, die Arbeiterpartei 27,20 Proz. gegen 27,31 und die Liberalen 15,42 Proz. gegen 20,05 Proz. erhalten. Der Rest ist zer- ivlittert. Die Konservativen haben nach dieser Probeabstimmung bessere Aussichten als im vorigen Jahre.
Zu der Pariser Finanzminister- Konferenz.
Fnanzminister, die während der Londoner Konferenz beschlossen wurde und im November in Paris stattfinden soll, beschäftigt ist. Die französische, italienische und belgische Regierung haben ihre Sachoerstänldiaen beauftragt, vorher in einer besonderen Konferenz, am 27. Oktober, in Paris folgende Fragen zu erledigen:
1. Die Regelung der Kosten der Ruhrbe- satzung sowie die Reparationen und Einkünfte aus der Besatzung. —■ Es bestehen provisorische Abmachungen zwicken Frankreich und Belgien über die Frage, doch fmb bis jetzt die Einnahmen noch nicht für die Repko gutgeschrieben worden.
2. Erneuerung und Revision des Abkommens vom 11. März 1922 .yrU*^ den «Werten Finanzministern. — Es handelt fi* hier in erster Linie um die Regelung der BefatzUngs- kosten im Rheinland.
3. Regelung verschiedener Fr-aqiln über die Anwendung des Dawesplanes. Es sollen alle Zahlungen'genau bestimmt werden, die als eigentliche R epar-adious,Zahlungen gelten und diejenigen, die Deutschland nach dem Derfailler -Vertrag sonst noch zu leisten hat
4. Die Regelung der ersten deutschen Äahves- zahlung in Höhe von 1 Milliarde Goldmark unter den Alliierten.
Wie der „Temps" mellbet herrscht in Brüssel bie Meinung vor, daß die Konferenz sich bald ihrer verschiedenen Aufgaben entledigen kann.
Die Eisenbahner bünbigen das Lohnabkommen.
Berlin, 17. Oktobdr. Zwischen der Reichrbahn» Gesellschaft und den Eisenbahnarbeitern droht gegenwärtig ein Konflikt aufzukommen. Die Reichsregierung hatte die Beamten und Arbeite: seinerzeit ersucht, i^e Lohnforderungen noch einige Zeit zurnchnueUen, da die von den zuständigen Stellen eingeleiteten Maßnahmen zum allsiemeinen Preisabbau noch nicht im Gange waren. Wie wir erfahren, sind alle Beamten- und Arbeitergewerkschasten in den letzten Wochen mit Post, Telegrammen und Resolutionen ihrer Ograni- sationen im Reich förmlich überschüttet worden und von allen Seiten hat man um jeden Preis Lohn- bezw. Gehaltsaufbesserungen verlangt. Die Gewerkschaften haben nunmehr beschlossen, das Lohnabkommen vom 1. November ab zu kündigen und nicht unerhebliche Ausbesserungen der Bezüge für die Beamten und Arbeiter zu verlangen. Bereits heute wird die Lohn- kündigung dem Lester der Abteilung n der Reichsbahngesellschaft übermittelt werden.
Der Loeb-Skandal.
Erklärungen des thüring. Finanzministers.
Weimar, 17. Okt. Heute kam im thüringischen Landtag der Fall Loeb zur Sprache. Nach Angriffen des Sozialisten Hartmann antwortete der Finanz- minister Dr. von Klüchtzner in dreistündiger, sehr geschickter Rede und wies einwandfrei nach, daß die fristlose Entlassung Loebs durch die Staatsregirmng vollauf berechtigt gewesen ist. Es steht fest, daß Loeb dem Minister die Unwahrheit gesagt hat, all er behauptete, es seien erhebliche Auslandskredite in Thüringen im Umlauf. Das ist nicht der, Fall gewesen. Es ist ferner durch zweifache Revision einwandfrei erwiesen, daß Loeb Verfehlungen begangen hat, für die sich bereits die Staatsanwaltschaft lebhaft interessiert. Der Minister führte ungefähr dreißig Fälle an, in denen die Staatsbank und damit _ das Land Thüringen in allerschwerster Weise geschädigt wurden. Aus der Fülle des Materials sei heute mir ein Fall genannt:
Am 4. Juli 1923 hat Staatsbankpräsident Loeb bei einem Juwelier drei Perlennadeln für die Staatsbank gekauft und zwar für 140 Millionen Mark, die damals einen Goldwert von 3600 Mark hatten. Zwei von diesen Nadeln wurden verschenkt, eine behielt Loch selbst und ließ sie ant 1. August 1924 mit einem Wert von 30 Millionen Mark auf seinem Konto verbuchen, die damals einen Goldwert von sage und schreibe 85 Pfennigen hatte. Er hat also die Perlen- nadel, die die Staatsbank rund 1000 Mark kostete, für 85 Pfg. erworben. Den Verlust von 1000 Goldmark trägt das Land Thüringen, ebenso sind durch Zurückdatierungen usw. Verluste entstanden, die in einzelnen Fällen weit über 10000 Goldmark au8» machen.
Die Linke, die zuerst den Minister zu unterbrechen versuchte, wurde unter der Last dieses Materials linmer stiller.- Schon heute steht fest, daß el allerhöchste Zeit war, daß Loeb aus der Staatsbank verschwand.
Deleidigung der Republik und Reichswehr.
Wogen Beleidigung der Republik und del Reichswehr wurde gestern vom grohenSchöffen- gericht Berlin-Mistte der Schriftsteller Ernst Friedrich zu drei Monaten (Sefänguts verurteilt. Die unter Anklage stechende Straschandlung hat der Verurteilte in einem in der anurcy-qm- schen Freien Jugend veräfsentlichten Flugblatt verüb-.