I Anzeiger
General-Anzeiger / AmMches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan a. M.
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Nr. 211
Monlag den 8. September
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1924
Der kiM-ImzWe EmWMWW
Für eine WeUabrüstnngskonserenz.
Genf, 7. Sept. Im Laufe der Samstagsitzung Les Völkerbundes unterbrach Präsident Motta die Reihenfolge der eingeschriebenen Redner, um der Völkerbundsversammlung die Mitteilung zu machen, daß die e n g l i s ch e und die französische Delegation auf den Tisch des Hauses einen gemeinsame«T^rt niedergelegt haben, der die Schlußfolgerungen aus den großen Debatten dieser Tage ziehen soll. Kurz vorher waren Maodonald und Herriot sowie die anderen führenden Mitglieder der französischen und der englischen Delegation, die den Beginn des Nachmittags in gemeinschaftlicher Beratung zugebracht hatten, unter größter Aufmerksamkeit der Versammlung wieder im Saale erschienen.
Die Resolution, ,
die im Namen der englischen und der französischen Delegation von Macdonald und Herriot persönlich eingebracht und mit größter Spannung erwartet worden war, hat folgenden. Wortlaut:
„Die Versammlung nimmt von den Erklärungen der vertretenen Regierungen Kenntnis, in denen sie mit Genugtuung die Grund- lagen einer Verständigung zur Aufrechterhaltung eines endgültigen Friedens erblickt. Um die Meinungsverschiedenenheiten, die zwischen den verschiedenen hier ausgesprochenen Gesichtspunkten weilerbestehen, mit einander zu ver-
Herriot, der hierauf das Wort ergriff, bezeichnete die gemeinsame Resolution als die schönste Tat, schöner als alle Reden und wies ebenfalls mit beredten Worten auf die gemeinsame Zusammenarbeit der englischen und französischen Ministerpräsidenten hin. Er und Macdonald seien mit dem Gefühl ihrer schweren Verantwortung und von dem Willen beseelt hierhergekommen, diesen Saal nicht zu verlassen ohne die notwendige Einheit zu vollziehen und das Beispiel zweier Männer zu geben, die alles tun, um eine für alle annehmbare Verständigung herbeizuführen. Das Ergebnis dieser Bc- mühunge en sei die Resolution, zu der er auch im Namen seiner belgischen und italienischen Freunde die Zustimmung bringe.
Es wäre beklagenswert, wenn diese große Debatte nur akademischen Charakter tragen und selbst nicht verwirklicht werden könne, wenn die letzten vier Jahre, in denen man einen Weg zum Frieden suchte, vergeblich bleiben sollten.
Die Methode, die hier angewandt würde, war gut. Sie „muß zum Erfolg führen". In dem Augenblick, fuhr Herriot fort, in dem er diesen Saal verlasse und zu seinen Regierungsgeschäften zurückkëhre, wolle er seine Hoffnung auf das Gelingen des Werks und seine herzlichste Dankbaäeit allen Mitgliedern der Ver
söhnen und, wenn dies geschehe« ist, in mög. VlWk schneller Frisk durch den Völkerbund eine*
uvuâ ^k^ ! einberufen zu können.
sammlung aussprechen, in der sicheren Erwartung, daß alle dem großen Ziele des Friedens näher gerückt seien.
DâMMWWMM beschließt die Der- ar
sammlung folgendes:
1. Der dritte Ausschuß wird damit beauf- lragk, die Dokumente über die Sicherheitsfrage und die Rüfkunasbeschränkunpsfrage zu prüfen, vor allem die Bemerkungen der verschiedenen Regierungen über den Plan eines Vertrages zur gegenseitigen Hilfeleistung (Garantiepakt), der infolge der Resolution 14 der dritten Versammlung ausgearbeitet wurde, sowie die anderen seit der Veröffentlichung des Vertragsprosekts vorbereiteten und dem Völkerbunds- sekretariak übermittelten Pläne. Die dritte Kommission soll ferner die Verpflichtungen prüfen, die der Völkerbundspakt hinsichtlich der Sicherheitsgarantien enthält, die im Falle eines Schiedsverfahrens oder einer Rüstungsbeschränkung notwendig werden könnten.
2. Die erste Kommission ist beauftragt:
a) die Artikel des Dölkerbundspakles über die Regelung von Streitigkeiten im Hinblick auf etwaige Abänderungen zu untersuchen,
b) zu prüfen, innerhalb welärer Grenzen die Bestimmungen des Artikels 36 Paragraph 2 der Satzung des Internationalen Gerichtshofes zum Zwecke der Erleichterung einer Annahme dieser Klausel präzisiert werden können, und zwar dies alles mit dem Ziel, die Solidarität und die Sicherheit der Völker der Welt zu festigen, indem auf friedlichem Wege alle Streitigkeiten, die zwischen den Staaten entstehen könnten, gelöst werden."
Schlutzreöen Wac-onalös u. Kerrkols
Genf, 6. Sept. Nach der Verlesung der englisch-französischen Einigungsresolution gab Präsident Motta bekannt, daß der Annahme dieser Resolution, obgleich sie nicht auf der Tagesordnung steht, keinerlei Schwierigkeiten entgegen- fiehen, und erteilte M a c d o n a l d das Wort. Der englische Ministerpräsident erläuterte kurz â,en und Sinn der Resolution, gab dann eine» Ueberblick über die Debatte zur Sicher- Heitsfrage, wobei er Leon Bourgeois als Vorkämpfer des Schiedsgedankens feierte und dann Herriot die Versicherung seiner Anerkennung und Freundschaft aussprach.
Er erklärte mit besonderem Nachdruck, daß oie englische Regierung nicht daran denke, ihre Augen vor wirklichen Gefahren zu fchließen, die Interessen der kleinen Staaten zu verkennen und ihre Garantien zu zerstören, aber man vurse nicht rückwärts gehen, man müsse vor- varts schauen in der Richtung des gemein- englisch-französischen Vorschlags. Ein- ^^hme würde dazu beitragen, daß Jtame dieser Völkerbundsversammlung in gomenen Lettern in der Geschichte der Mensck- Nt erstrahlt.
Unter stürmischem Händeklatschen wurde
■iiÄ^^^iti^^^^^^iÜjyjuitie N genommen. Mit der Annahme der Resolution ist vorläufig die Debatte über die
Sicherheitsfrage im Rahmen der Versammlung abgeschlossen, da jetzt die dritte und erste Kommission das Wort haben.
Wie man sieht, handelt es sich um eine Verständigung, die sich nicht auf der Sache selbst, sondern zunächst auf das einzuschlagende Verfahren bezieht. Innerhalb dieser Grenze bedeutet die Resolution einen entscheidenden Sieg derfranzösischen Auffassung. Der französische Standpunkt, wonach das Schiedsgericht allein für die Sicherung des Friedens nicht genüge, sondern Sicherheitsfrage, Beschränkung der Rüstungen und Garantiepakt als zusammenhängendes Ganze zu betrachten seien, ist vollkommen durchgedrungen. Der Ansturm der Engländer gegen den Garantiepakt ist, soweit dieser Kongreß in Frage kommt, erfolglos geblieben. Nachdem sowohl Macdonald, wie Lord Parmoor in den beiden letzten Tagen gegen die Durchführung dieses Planes mit den
schwersten Geschützen vorgegangen waren, sieht sich Macdonald heute genötigt, nicht nur den Angriff zu verzichten, sondern auch Nachdruck zu versichern, daß die englische gierung keineswegs die Absicht habe, sich Lebensinteressen der steinen Nationen in
sus mit Reden den
Weg zu stellen oder sich in ihre Bedürfnisse nach Sicherheit einzumischen. Diese Bemerkung bildete den politischen Kern, der sonst im wesentlichen aus schönen Phrasen bestehenden Rede Macdonalds. Im Kampfe um die Seelen der
kleinen Nationen, der sich Jahr für Jahr in der einen oder anderen Form aus dem Völkerbundskongreß entwickelt, ist also Frankreich der Sieger geblieben. Macdonald hatte den kleinen Völkern mit den schrecklichsten Farben ausgemalt, in welche Gefahren sie sich begeben würden, wenn sie sich an militärischen Verträgen beteiligten, die immer dazu führen würden, daß der Schwache überrannt werde. Herriot hatte umgekehrt die militärische Macht der Großstaaten als eine Notwendigkeit betont, um die Kleinen und Schwachen beschützen zu können, und diese Methode des politischen Seelensanges' war begreiflicherweise die erfolgreichere.
Sie Rückkehr Kerrèols nnö Macdonalds.
Paris, 7. September. Ministerpräsident Herriot ist zusammen mit dem englischen Premierminister M a c d o n a l d beute vormittag in Paris eingetroffen. Er hat den englischen Minister in seinem Automobil zum Nordbahnhof gebracht, von wo aus Macdonald sofort über Boulogne nach London weitcrgcreist ist. Der Abschied der beiden Staatsmänner war, wie Havas berichtet, sehr herzlich. Gegen Mittag hat sich Herriot in Begleitung des Generals Nollet und des Marineministcrs Dumesnil nach Meaur beaeben. woi
er einem Festessen zur Erinnerung an die Marneschlacht beiwohnte. Der MnisterprSsident bat im Laufe des Festessens da» Wort ergriffen, jedoch keine politische Rede gehalten.
London, 7. September. Macdonald ist heute von der Völkerbundstagung in Genf nach einer beispiellos schnellen Reise hierher zurückgekehrt. ES waren besondere Vorkehrungen getroffen, um den gewöhnlichen Aufenthalt von 3 Stunden in Paris auszuschalten. Auf Herriot» dringende Bitten brachte Macdonald die Nacht im Salonwagen der französischen Regierung zu. In einem Interview äußerte Macdonald : die Grundlagen für den künftigen Frieden sind gelegt. Wir alle haben mit Ernst und mit Einmütigkeit hinsichtlich der Ziese uns bemüht, nm die Greuel des Krieges zu verhüten, zu welchen die Welt getrieben werden würde, wenn die Mißverständnissen und Eifersüchteleien der Rüstungen weiter bestehen könnten. Die Namen Herriot und Genf würden für immer mit einer neuen Weltära verbunden. Dies ist nur der Anfang, die Einzelheiten müssen noch ausgeführt werden. Aber ein gesunder Anfang ist gemacht. Das Werk wird stetig und täglich fortgesetzt werden bis wir da» Ende sehen können. — Herriot sagte in einem Interview: Für die erste Zeit haben wir ernstliche praktische Maßnahmen ins Auge gefaßt, um den Frieden zu sichern. An allen Schulen muß gelehrt werden, daß unsere Länder den Frieden wünschen. So müssen wir die zukünftige Generation erziehen, welche nach dem Abkommen von Genf leben wird, dar aufgebaut ist auf der englisch-französischen Verständigung.
Anerhörk.
Eine Erklärung Herriots.
Genf, 6. Sept. Herriot empfing heute eine Abordnung der deutschen Liga für Menschenrechte, der Herr b. Gerlach, Dr. Förster, Dr. Gumbel, Dr. Kuszinski, General Schönaich und Lehmann- Rußbüld angehörten, und hat ihnen solgendes erklärt:
„Ich habe nicht den geringsten viinzipielleu Einwand gegen den baldigen Eintritt Deutschlands in den Völkerbund. Ich habe mich bereits darüber ohne Hintergedanken ausgesprochen. Natürlich gibt es Tranen der _ Ovvortmntät mit Bezug auf die Wahl
Augenblicks. Da muffe er nun m aue: sagen, daß die angekündigte offizielle deutsche Note in Sachen der Schuldfrage für die wünschenswerte Einigung Deutschlands mit der übrigen Kulturwelt von ganz verhängnisvoller Wirkung wäre. Dies ^be* deute geradezu eine fürchterliche Blindheit. Man habe dabei auch feiner (Herriots) eigenen Politik den stärksten 'Knüppel zwischen die Beine geworfen. Gewiß sei es begreiflich, daß der friedlich gesinnte Teil des deutschen Volkes nicht die Verantwortung für die Katcistropye auf sich lasten lassen wolle. Dann aber müsse sich dieser Teil des deutschen Volkes von der Schuld des alten Regimes deutlich trennen, so wjx c§ 1871 in Frankreich geschehen fei. Dringeno nötig fei ferner — und hier appellierte Hernot an die deutsche Demotratie — die Bestimmungen über die deutsche Entwaffnung loyal durchzuführen. Wenn auf diesem Gebiet fein greifbarer Erfolg erzielt werde, so werde das nicht nur den Eintritt Deutschlands in den
Völkerbund verhindern, sondern auch ihm (Herriot) selbst das Vertrauen seiner Nation rauben uno ihm die Fortsetzung seiner Politik unmöglich machen."
„Montagspost" will erfahren haben, das der französische Botschafter de Marguere gestern im Auswärtigen Amt Vorgesprächen habe, wo er den Staatssekretär Freiherrn von Maltzan, der für den beurlaubten Außenminister Dr. Stresemann die Geschäfte leitet, auftraggemäß darauf aufmerksam gemacht habe, daß eine amtliche Notifizierung der deutschen Kundgebung über die Kriegsschuldfrage auf das französische Volk und auf die politisch führenden Kreise einen unangenehmen Eindruck machen würde. Die Erklärung des Botschafters sei, wie das Blatt berichtet, zur Kenntnis genommen worden.
Rückkehr -er aus -em neubesetzlen Gebiet Ausgewiesenen.
Paris, 7. Sept. Rach einer Havasmeldung aus Düsseldorf ist allen im neubesetzten Gebiet und im Düsseldorfer Bezirk wohnenden Ausgewiesenen die Rückkehr gestattet mit Ausnahme von sechs Personen: Regierungspräsident Grützner-Düsseldorf,Landrat Schön-Esten Regierungspräsident Niedermeyer -Esten, Landrat Hamm- Recklinghausen, Polizeiinspektor Reisenrat-Herne, Polizeikommissar Porath- Wanne.
Die bevorstehende Aufhebung der Zollkontrolle.
Frankfurt a. M., 7. Sept. Am Mittwoch den 10. September 1924 wird die Zollkontrolle an beit Kreuzpunkten des besetzten Gebicis (Goldstein, Griesheim, Höchu usw.) aufgehoben. Die Reichsbahndirek- tion wird vom gleichen Zeitpunkt ab eine Verbesserung der Zugverbinduiigcu dadurch anstreben, dass sie, soweit cs betrieblich möglich ist und mit dem Regiefahrplan sich vereinbaren laßt, bte bisherigen langen Aufenthalte auf den Kontrollstalionen türzt. Da mit den dafür notwendigen Fahrplanänderungen auch Früherleguiigeu »erblinden sein werden, wird den Reisenden, die am 0. September oder an den nachf olaenden SEaaen mir
Zügen, die die Grenze des besetzten Gebiete» kreuzen, zu reisen beabsichtigen, empfohlen, sich tag» zuvor über den Fahrplan zu unterrichten..
Zusammenstoß zwischen Reichsbanner und Nationalsozialisten.
Heidelberg, 8. Septbr. Nach einer Grün« dungsoersammlung des Reichsbanners Schwarz- rot-gold, bei der General Deimling gesprochen und 500 Mitglieder beitraten, kam es zu Zusammenstößen mit den Nationalsozialisten, die zur Schlägerei ausartete, so daß die Polizei eingreifen mußte.
Die Weihe der Feste Koburg.
Äo6nr6, 6. Sept. Die Weihe der Feste Koburg ist heute mittag 12 Uhr durch Böllerschüsse eingeleitet worden. Um 3 Uhr hat im Kongreßsaal der Feste die Feier der Weihe stattgefunden. Unter den Klängen des EinzugsmarscheS aus „Tannhäuser" erfolgte der Einzug der Abordnungen des Koburger L. C. Nach gesanglichen Darbietungen hielt der Vorsitzende der Koburger LandeSstiftung, Direktor Dr. Schach, eine Begrüßungsansprache. Er begrüßte insbesondere den bayerischen Ministerpräsidenten Held, ferner Minister Dr. Matt, v. Meinel, Dr. Gürtner, Dr. Stützel, Oswald und den Landtagspräses Königsbauer, sowie eine Reihe Ehrengäste. Im Verlaufe feiner Rede kam er auch auf die Verdienste zu sprechen, die sich der Architekt Bodo Ebbardt um die Wiederherstellung der Feste erworben hat. Er dankte vor allem bei bayerischen StaatSregierung, die es ermöglicht« die Feste wieder in neuem Gewände Wiedererstehen zu lassen. Nach dem Vortrage der Koburger Kammermusikveremigung nahm der KultuSministci Matt namens der bayerischen StaatSregierung das Wort. Er gedachte zunächst der Geschichte der Fest« Koburg und der Verdienste des Herzogs Karl Ernst um die Wiederherstellung, sowie der Erttschließung der bayerischen Staatsregierung, die die Fertigstellung für eine Ehrenpflicht ansah. Heute könne man sagen: Die Feste Koburg ist wiedererstanden. Welches Interesse die bayrische StaatSregierung an dem Werk n.ehtttf. .iei daraus zu ersetzen, daß fast das canzc -g versammelt fei. ter Minister hat dann namens der bayrischen StaatSregierung den herzlichsten Glückwunsch dargebracht zur Vollendung des Werkes, mit der dem Lande Koburg ein Herzenswunsch erfüllt wurde. Es folgte ein längeres Referat des Prof. Bodo EbhardI über die Entstehung und die Baugeschichte der Feste. Er schloß mit einem hoffnungsvollem Ausblick auf Deutschlands Zukunft.
Z. R. 3.
Friedrichshafen, 7. Sept. Der Weg, den „Z. R. 3" auf seiner gestrigen süddeutschen Rundfahrt nahm, ging zunächst nach Kempten und von dort über den Starnberger See nach Alünchen, dann über Landshut nach Regensburg, von hier über Nürnberg, Crallsyeim, Ludwigsburg nach Stuttgart und schließ- lich über Sigmaringen nach dem Bodensee zurück Die Landung "erfolgte glatt um 5 Uhr 50, sodaß du Fahrt etwa 9 Stunden gedauert hat. Während bei ^ahrr wurden Geschwindigkeitsmessungen und auch sonst verschiedene Versuche, namentlich auch auf dem Gebiete des Rundfunks, borgenommen. Die Fahrt ist zur völligen Zufriedenheit der Leitung ausgefallen. Die nächste Fahrt findet voraussichtlich nächsten Dienstag statt.
Fliegerunglück.
Bei den gestrigen Schauflügen in Liegnitz schlug das Flugzeug des Piloten Gnaedig auf den Erdboden auf, wodurch der Benzinbehälter explodierte und das Flugzeug verbrannte. Gnaedig konnte nur noch als verkohlte Leiche unter den Trümmern heroorgezogen werden.
Der Chauffeur Degouttes tödlich verunglückt
Paris, 5. Sept. Der Chauffeur des General« Degouttes, der den General nach einem Ferienort in die Nähe von Lyon geführt hat, ist auf dem Rückweg durch Umlippen feines Wagens getötet worden.
Ein französischer Dampfer gesunken.
London, 6. Septbr. Reuter meldet aus Neufundland, daß der französische Dampfer „Raymund" am Archipel Kiewe Miquelin in einem Sturm ant 4. September untergegangen sei. 24 Mann ertranken, 11 wurden gerettet
Ueberschwemmungen in Rumänien und Bulgarien.
Bukarest, 5. Sept. In der ganzen Dobrub- scha und in NorLbulgarien sind große Ueber, schwemmungen. Die Dobrudscha ist infolge der Lurch Lie Ueberschwemmungen hervorgerufenen Störungen im Telegraphen- und Eisen- bahnverkehr von dem übrigen Rumänien ge« trennt. Durch die starken Regengüsse wurde großer Schaden in Braila und Galatz angerich. tet. Infolge der schweren Stürme, die auf dem Schwarzen Meere herrschen, erfuhr der Schiffs- verkehr eine zeitwelige Unterbrechung, auch siniae Schiffbrücke find zu ^rerreLchnrn,