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ßanauerSAnzeiger

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

General-Anzeiger

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Ur. 1üF Freilag den 15. August 1924

Sein formelles, aber WWW Ultimatum.

England und Amerika freien der französischen diktatorischen Forderung bei und erwarten deren Annahme.

In den gestrigen Besprechungen in London Lben die Vertreter Amerikas und Englands er deutschen Delegation mitgeteilt, daß sie den xanzösischen Räumungsplan Maximum Jahr decken und eine Antwort der beut« Hen Regierung erwarten. Dieser Schritt bmmt einem ultimativen Charakter gleich und wdeutet schlechthin eine Ungeheuerlich- e i t. Wir sollen, weil Herriot es will und weil Amerika und England der Ansicht sind, daß Herriot der französischen Oeffentlichkeit halber pinesfalls von seinem Standpunkt abgehen turfe, zustimmen, daß die französischen Trup­pen, die von Unrechts wegen in das Ruhrge­biet eingebrochen sind, jetzt, nachdem ihre von len Franzosen feierlich verkündete Erpressungs- Aufgabe erledigt ist, noch ein Jahr lang dort Reiben! Und Deutschland soll durch seine Un- jerschrift hierzu sein Einverständnis geben und ,amit auch die gesamte französische Ruhraktion Ks zu Recht bestehend nachträglich-gutheißen. Piesen Vorschlag macht derselbe Herriot, der jben erst der Welt erzählt hat, wie erschüttert r von dem Friedenswillen der Pariser Bevöl­kerung gewesen ist und wie ungeheuer schwer leine Verantwortung wäre, diesen Frieden such herbeizuführen. Amerika und England auktionieren diesen Vorschlag, ein Vorgehen, für das das Verständnis fehlt. Man kann da­hingestellt fein lassen, ob Herriot seine Seele in Pöincarè verkauft hat oder ob er aus Furcht pmalistlscher Politik treibt, dre der unverkenn­bare Beigeschmack von Sadismus, den sie hat, die Lust an deutscher Qual, nicht nur unerträg- lid), sondern geradezu widrig macht. Die Fran­zosen wünschen einen R e ch t s t i t e l, um zwölf Monate lang mindesten noch im Ruhr­gebiet bleiben, jeder Zeit die Hand wieder an die Gurgel der deutschen Wirtschaft legen zu können. Und in zwölf Monaten kann viel ge­schehen! Nun, wir wissen nicht, ob die Franzo­sen jetzt aus dem Ruhrgebiet herausgehen wer­den. Das wissen wir aber, daß sie diesen Rechts­titel einer deutschen Zustimmung zu ihrem Ver­bleiben nicht bekommen werden. Nie, unter keinen Umständen, von kei­ner deutschen Regierung.

Die deutsche Delegation hat sich an den Reichspräsidenten nach Berlin gewandt und um Instruktionen gebeten. Das Reichskabinett ist gestern zweimal zusammengetreten und hat über die Situation beraten. Das Ergebnis der ersten Beratung war ein völliges Unannehmbar von Herriots Verlangen; das Ergebnis der Nacht­sitzung ist noch nicht bekannt. Da die Alliierten für heute eine Entscheidung der Deutschen ge­fordert haben, so dürfte sich heute auch das Schicksal der gesamten Londoner Konferenz ent­scheiden. Es steht auf Höhe und Kampf und niemand kann sagen, wie die offensichtliche Krise sich lösen wird. Für uns ist die baldige Räumung der Ruhr, die zu- lammenfallen muß mit dem Beginn der Durchführung des Dawes-Gutachtens, eine absolute Bedingung, und zwar aus zwei Gründen, erstens ist für uns das Dawes-Eut- achten, zumal in der Gestalt, die es bisher in London gewonnen hat, wenn überhaupt, nur bann erträglich, wenn dem Verlangen des Auhrbezirks und des ganzen deutschen Volkes nach sofortiger Räumung entsprochen wird. Zweitens ist eine Verwirklichung der inter­nationalen Anleihe, die sofort nach erreichter Verständigung in London in Aussicht genommen ist, nur dann denkbar, wenn Deutschland seine Zustimmung gegeben hat in dem Bewußtsein, nichts Unmögliches unterschrieben zu haben. Darüber sollte auch innerhalb der deutschen Delegation, aller Parteien und des gesamten deutschen Volkes Einigkeit bestehen.

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London, 14. Aug. Der Sonderberichker- stakler des Wolfsbüro erfährt, daß sich heute vormittag die deutsche Delegation zu Macdo­nald begab, um seine Stellung zu dem zwischen oer deutschen Delegation einerseits und den De­legationen Frankreichs und Belgiens anderer- leits entstandenen konfliktinderFrage militärischen Räumung des ebiets und der anderen wider- reastuch besetzten Santtionsgebiete kennen zu fernen, M » c d o n a l d und der amerikanis^e

Botschafter Kellogg, der sich bei ihm befand, vertraten der deutschen Delegation gegenüber den Standpunkt, daß der französische Vorschlag angenommen werden müsse. In der alsdann stallgehabten Aus­sprache der deutschen Delegation mit Herriot betonte dieser, daß die von ihm ausgestellte Forderung der Beibehaltung auf e' n Jahr, gerechnet vom Tage der Unters helft unter das diese Frage regelnde Abkommen eine Maximalforderung sei, die nicht überschritt.n werden dürfe. ErlehnteindesjedeAb- machung über Einzelheiten der vorzunehmenden Räumung kate­gorisch ab. Nicht nur in den Kreisen der deutschen Delegation, sondern auch in den an­deren politischen Kreisen Londons herrscht die Meinung vor, daß dieses Vorgehen der franzö­sisch-belgischen Delegationen der bislang auf der Konferenz geübten Verhandlungspraxis sehr stark absticht und denEindruckeinesDik-

tats erwecken muß. Dem Vernehmen nach sind die Besprechungen mit der französim» -bel­gischen Delegation aber noch nicht abgebrochen. Die deutsche Delegation hat sich mit der Ber­liner Regierung und, wie man hört, auch mit den Fraktionssührern des Reichstages in Ver- bindung gefetzt. Um 5 Uhr soll eine Sitzung des Vierzehnerrates stattfinden.

London, 14. Aug. Der Sonderberichter­statter des Wolfsbüro erfährt über die Lage der Verhandlungen des heutigen Tages, daß sie sich riujäiiiUifta

räumung bezogen. In der um 5 Uhr narümit- tags abgehaltenen Sitzung des Rates der Vier­zehn wurden nur einige formelle Geschäfte er­ledigt. Heute vormittag fand eine Besprechung der Alliierten untereinander stakt über die

Räumung der Ruhr. Daran sck^ sich eine Zu­sammenkunft Macdonalds und Kelloaas mit den Führern der deutschen Delegation. Hierbei wurde den letzteren der französische Standpunkt dargelegt. Es wurde erklärt, man habe sich davon überzeugt, daß der französische Minister­präsident Herriot bei dem Stand der öffentlichen Meinung in Frank - reich nicht weitergehen könne, als er esgetan habe, und daß er an der ein­jährigen Maximalfrist festhalten müsse. Macdo­nald und Kellogg traten dafür ein, daß der Er­folg der Konferenz nicht an der Frage des Da­tums der Räumung scheitern dürfe. Die gestern von deutscher Seite gestellte Anfrage wegen des Beginns des Räumungsjahres wurde in der Konferenz zwischen den deutschen, französischen und belgischen Delegierten dahin beantwortet, daß das Jahr am Tage der Paraphierung des Räumungsabkommens beginne. Von französi- schcr Seite wurde dabei betont, daß das Gut­achten voraussichtlich erst am 15. Oktober in Kraft trete, die Räumungsfrist also dann im Höchstfalle nur 10 Monate betrage. Als selbst­verständlich wurde bezeichnet, daß alle soge­nannten Flaschenhälse und sonstigen Gebiets- streisen, die im Anschluß an die Ruhrbesetzung von den Franzosen zwecks Sicherung ihrer Eisenbahntransporte usw. besetzt worden sind, unverzüglich geräumt werden würden. Es han- delt sich dabei um Mannheim, Karlsruhe, Oren­burg usw. Endlich wurde zugesagt, daß die französischen und belgischen Eisenbahner rest­los zurückgezogen werden sollen. Es wurde le­diglich der Vorbehalt gemacht, daß Genie­truppeneingreifendurften, falls die Lebensmittelversorgung der Veiatzungstruppen gefährdet wäre. In bezug auf die e t a p p e n- w e i se Räumung des Ruhrgebiets wurde keine Klärung erzielt Weder die Be­sprechung zwischen dem Reichskanzler Marx und Herriot am Vormittag, noch die Zusam­menkunft zwischen Herriot und Macdonald, Marx und Stresemann heute nachmittag führte zu einer wesentlichen Aenderung der Lage. Die deutsche Delegation hat über die Lage nach Berlin Bericht erstattet. Inden Kreisen der Konferenz, nicht nur in den deut­schen, ist die Ueberraschung über den in den letzten 48 Stunden eingetretenen völligen Umschwung der französischen Auf- fassunggroß. In englischen Kreisen wird allgemein die Ansicht vertreten, die Deutschen beachteten nicht genügend die Vorteile des An erbietens Herriots, der feierlich erklärte, daß die 12 Monate ein Maximum seien, sodaß ein noch früheres Räumungsdatum sehr wahrschein­

lich wäre, wenn erst durch einen glücklichen Ab­schluß der Londoner Konferenz eine Atmosphäre des Vertrauens geschaffen sei. Von deutscher Seite wird demgegenüber betont, daß es nicht sicher fei, ob Herriot, an dessen persönlichem guten Willen niemand zweifle, in einem Jahr noch am Ruder sein werde. Die Lage er­scheint unverändert ernst.

Wenn auch von einem Ultimatum des Verbandes nicht geredet werden kann, so läuft die Stellungnahme deS Verbandes doch praktisch darauf hinaus, daß wir in einer für unS wesentlichsten Frage einer starren VerbandSforderung gegenüberstehen, die wir nur ann«hmen oder ablehne« können. Die Paris.Kontermine, die nachderVesprechungv. ChequerS erstmali g erfolgreich vorstieß tu zur Verwässerung deS ursprünglichen Konferenz- Programms geführt hat, die nur der Ein­spruch der Bankleute wieder einigermaßen auSglich, hat somit in ihrem zweiten Vor­stoß kurz vor dem Ende der Konferenz einen neuen, sehr schwerwiegenden Erfolg erzielt, da England und Amerika, um Herriot zu halten, in dem Angelpunkt der Konferenz noch nachgiebiger gewesen sind, al§ Mac­donald in Paris war.

Miniflerrat in Berlin.

DaS Verlang«« HerriotS unannehmbar.

Berlin, 14. Aug. Heute morgen 7.80 Uhr fand in der Reichskanzlei ein Ministerrat unter dem Vorsitz der Reichspräsidenten statt. Zur Er­örterung stand die durch die gestrige Verhandlung zwischen der deutschen, der französischen und der bel­gischen Delegation über die Frage der militärischen Xuimitiiä acr tkexiraa&wbxisl beirutcit Gebiete ent- Landen« Lage. Der Ministerrat erklärte sich mit der Stellungnahme der deutschen Dele­gation in vollem Umfange einverstanden.

Der Ministerrat trat heute abend 10 Uhr unter Vorsitz des Reichspräsidenten erneut zusammen. Ueber den Ausgang dieser Besprechung war bis zur Stunde nichts zu erfahren.

Das Schicksal der Konferenz.

London, 14. Aug. Nach einer Reutermeldung verlautet, daß die Konferenz morgen oder Samstag geschlossen werden würde, wenn die deutsche Antwort günstig sein sollte. Würde sie aber ungünstig aus- fallen und sollten die Deutschen gegenüber den französischen Vorschlägen einNon possumns er« klären, so werde sich die Konferenz wahrschein­lich sofort auf zwei oder drei Wochen ver­tagen, um den verschiedenen Delegierten die Möglich­keit zu geben, nach Hause zurückzukehren uxb sich mit ihren Regierungen ins Benehmen zu setzen. Wenn die Antwort weder eine endgültige Annahme noch eine endgültige Ablehnung sein sollte, sondern einen Weg für eine weitere Be­sprechung der verschiedenen Punkte nnd Streit­fragen offen lasten sollte, so könnte es möglich sein, daß die Konferenz verlängert würde und daß die Er­örterungen fortgesetzt werden. In britischen Kreisen wird betont, daß die britischen Vertreter bisher noch nicht aktiv an den Verhandlungen über die Ruhrfrage teilgenommen haben, obwohl Macdonald zeitweilig der Kanal für einen Meinungsaustausch war.

Die Militär konlrolle.

Paris, 15. Aug. Der Londoner Berichter­statter desPetit Parisien" glaubt zu wissen, daß der englische Premierminister die Znitiative zu einem fristlichen Schritt bei Deutschland in der Frage der Militärkontrolle bereits ergriffen habe. Der Brief Macdonalds fei schon in den Händen des General Rollet. Er verlange, daß die deutsche Regierung in kürzester Frist sich den fünf Kategsrien von Kontrollmaßnahmen zu unterziehen habe, die in der Note der Vot- schaster-Konferenz vom 5. 3. vorgesehen sind, einerseits, und andererseits ohne Erklärung bie Kontrollgänge der interalliierten Kommission durchführen lasse, die diese für notwendig halte. Macdonald füge hinzu, daß von der voll­ständigen Innehaltung dieser Verpflichtungen seitens Deutschland die Entscheidung über die militärische Räumung der Kölner Zone am 10. Januar 1925 abhängen wird, die Ende Dezember auf einer besonderen Konferenz getroffen wer­den soll.

Die 26prozenlige Reparattonsabgabe.

Lorrdon, 14. August. Die britische Regierung hat beschlossen, oie fünfprozentige Abgabe mit der die deutsche Einfuhr in Großbritannien jetzt belegt ist, wieder in eine 26 prozentigc umzuwandrln. wie sie ursprünglich in beni reparation recovery act festgc- lcgt war. Er verlautet, daß dies« Maßnahme in dem Bericht bei »weiten Ausschusses der Londoner Ronfe«

renz vorgesehen ist und daß diese Zollerhöhung eine dauernde sein soll.

Die englische »Reparationsabgabe' ist durch das Londoner Ultimatum von 1921 eingesührt worden. Nach dem damals ausgestellten ZablungSplan sollte Deutschland außer einem feststehend«» Betrag von 2 Milliarden Mark jährlich 25 v. H. bei Wertes der deutschen Ausfuhr und weitere 1 v. H. zur Tilgung der noch ausstehenden Schuldforderung auf Ent- schädiguugSrechnung zahlen. England hat diese Ab­gabe für eigene Rechnung bei der Einfuhr nach Eng- land seitdem erhoben. Eine Unterbindung der deutschen Einfuhr bedeutete sie nicht, da sie den deutschen Aus­fuhrfirmen von der deutschen Regierung zu «rsetzen war. Im Februar 1924 wurde die Abgabe dann angesichts der deutschen Finanzlage nach Verband, lungen mit der deutschen Regierung auf 5 v. H. herabgesetzt, wobei sich die deutsche Regierung ver- vstichtete, diesen Teil später, wenn die Finanzlage bei' Reicher el gestatte, in einer näher festzustellenden Form einzulösen. Wenn England sich jetzt zu ber, Wiedererhöhung auf 26 v. H. entschließt, so hat dazu vielleicht der aus der Rechnungslegung der deutschen Reichskafle sich ergebende rechnerische Ueberschuß der ReichrhauShalt» beigetragen. Für die Zeit nach dem Inkrafttreten bei Sachverständigenplane» ist nach den Vorschlägen über die Sachlieferungen in dem Sach- Verständigenbericht die Abgabe zwar in bie JahreS- zahluug Deutschlands einzurechnen, also von dem Entschädigungragenten zu zahlen. Die dahin aber bleibt der ReichrhauShalt mit der Deckung btefel Be­trage« belastet, was einstweilen eine Unterbrechung bei im Sachverständigenbericht vorgesehenen zweijährigen Zahlungsaufschubs bedeutet.

Sin Aufruf des Reichslandbundes

Der Bundesvorstand des Reichs­land b u n d e s veröffentlicht nâitehe ibe Entschließung:

Der Reichslandbund erklärt, daß die Erfül- tulr - der vorn nationalen Deutschland erhobenen sogenannten Ehrenforderungen 'M letmtDerftanDW ârauâm« der Vechtâ lungen darstellt und daher die Ablehnung desJnyaltsdesGutachlensdurchhen Reichslandbund nicht berühren kann. Der Reichslandbund erklärt vielmehr nochmals aus- drücklich, daß er in dem Sachverständigengut- achten nur ein Jnftruiment erblicken kann, das der internationalen Finanz die Möglichkeit ge­ben soll, das deutsche Volk feines wirtfä-aftlichen, Eigenbumo in Deutschland selbst zu berauben. Die Versklavung des militärisch entwaff­neten Deutschlands soll durch Beseitigung Der noch verhondenen wirtschaftlichen Selbständige feit vervollständigt werden.

Der Kampf um das Eigentum gegen dis Tyrannei des internationalen Finanzkapitals ist der Kampf des deutschen Volkes um die letztenReste feinerFreiheitals N'- tion und Staat. Der Reichslandbunb hält es für feine^ vaterländische Pflicht, alle moralischen, gei­stigen und w-irtschastlichen Kräfte in Deutschland hierzu auszurufen.

Kochwafser-Kalaslrophe in China.

Die größte Urberschwemmung feit Jahr« Hunderten.

Schanghai, 13. Aug. Durch bedeutend« lleberfchwemmungen in China sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Viele Städte, Tausende von Dörfern und ausgedehnte Strecken Land stehen unter Wasser. Tientsin, das eben­falls bedroht war, konnte durch in Eile aufge­worfene Deiche gerettet werden. Eine genaue Feststellung der Gesamtzahl der Ertrunkenen war bisher nicht möglich. Die Zahl der Ge­schädigten soll mehrere Millionen übersteigen.

R e w y o r k, 14. Aug. Bis zu früher Mor­genstunde lagen keine neuen Nachrichten aus China vor. Die Provinz Larsan ist völlig ver­wüstet. Tientsin scheint vorläufig gerettet. Ur­sache der Katastrophe ist die riesige Schnee- schmelze. Mächtige Wellen rissen die Schutzwälle nieder. Die Menschen waren machtlos. Die Rachrichten stellen einstimmig fest, daß es sich um die größte Aeberschwemmung seit Jahr­hunderten handelt.

R e w y o r k. 14. Aug. Rach Meldungen aus' Peking sind hunderttausend Menschen obdach­los geworden. Familien wurden auseinander- gerissen. Szenen, die an das japanische Erd­beben erinnern, spielten fith ab. Die Menschen versammeln sich zu langen Zügen. Endlose Ka­rawanen bewegen sich in der Richtung Peking. Die nächsten großen Städte treffen Vorkehrun­gen, um die Flüchtlinge aufzunehmen, doch werden sie die Riefenzahl von Flüchtigen nicht unterbringen können. Absendung von Hilfe ist sehr schwierig. Ganze Dörfer find einfach um- geriffen. Die leichte» Häuser schwammen fort Auch in weniger heimgesuchten GegeMa