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Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

General-Anzeiger

Erscheint täglich mit Ausnahme der Con«« und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1287 und 1238.

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Nr. 186

Samstag den 9. August

1924

Herriot reist nach Paris.

Anflkmmigketten in der französischen Delegation über die Räumungsfrage. Konferenzpause bis Montag.

Ms MM vor acht Tagen die Deutschen auf« ! ^fordert wurden, eine Delegation nach London g w senden, um an dem Metten Teil der Son« a ^er Konferenz teilzunehmen, konnte man in iM ausländischen Zeitungen lesen, daß die Kon- M fetietid spätestens am Freitag dieser Woche be- M Mdet sein würde. Und MacdonaD gab bei I .Überreichung der Konferenzbeschlüsse an die m deutsche Delegation die Erklärung ab:Ich will Ihnen dann noch ein Geheimnis verraten: Ich ZI wünsche, daß man am Freitag mit den Bera- I taugen zu Ende ist. Wir sind ja alle noch jung, ; kräftig und unternehmungslUsttg. Wir können k alle arbeiten, ohne schnell zu ermüden. Fasseir I wir also den festen Cnffchluß, keine unnütze i Diskussion zu beginnen und keine langen Reden

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; zu halten . . ." Man sagte, daß diese resolute f Ari Macdonalds scherzhaft -auf-zufassen gewesen I doch bei allem Bemühen, den Wesenszug « dieses Briten zu begreifen, konnte man nicht I umhin, den Eifer für jenesSo schnell als I irgend möglich", von deutscher Seite aus als Iunfair" zu bezeichnen. Und das mit Recht, liwn länger als drei Wochen brüteten Staats- I männer, Sachverständige und Rechtsgelehrte : der ersten Staaten Europas über sogenannte Ibeste Methoden", die deutsche Delegation aber k sollte in wenigen Tagen zu BelMüssen kommen, i deren Tragweite für die Zukunft ihres Landes t neu der allergrößten Bedeutung sind. Mac- dcnâ selbst erwiderte einem Lloyd George: Benn man im Unterhaus den Inhalt des Larves-Berichtes^ eingehend besprechen wolle, murr *o Jahre va^ -Mtes$re

AMN jeder Satz sei inhaltsreich, jeder Vorschlag werfe eine andere Frage auf." Die deutsche Delegation hat sich Gottseidank von diesem Drängen nicht beeinflussen lassen. Sie hat ge­zeigt, daß sie gewillt ist, schnell zu arbeiten, sie hat aber auch gleichzeitig bewiesen, daß sie ündliche Arbeit in London zu leisten, und ernste Einwände zu ergeben hat, kurz, oaß sie nicht nach London gekommen ist, um sich einsack; diktieren zu lassen. Und so ist es gekommen, daß. trotzdem man es auf der Gegenseite mit dem Abschluß der Konferenz noch so eilig hat, die Londoner Konferenz in dieser Woche noch nicht zu Ende gegangen ist und das Ende auch noch nicht abzuschätzen ist. j

Von den bisherigen Konferenz-Ereignissen ist besonders das Schreiben des Reichskanzlers M Macdonald hervorzuheben, in dem die beiden Themmwirtschaftliche und militä - rische Räumung der Ruhr" und »Eisenbahnfrage" gleichsam bei den Römern gepackt werden. Als drittes Thema von Bedeutung ist bekannMch noch die Sanktions­frage anzusehen. Doch dies nebenbei. Im üeut- sthÄr Volk ist man sich darüber einig: Der Dawes-Plan scheitert, sofern mtyi die deutsche Delegation mit der Zusicherung rasche- f^f militärischer und wirtschaftlicher Räumung- heimkehrt. In Verbindung damit steht natürlich die allgemeine Amnestie für alle Gesang men W> Verbannten aus dem besetzten Gebiet mit Bürgschaften gegen spätere Verfolgungen. Das deutsche Volk bringt das große Opfer der Dawes-Verpflichtungen in erster Linie zur Be- sterung der Sinter und der in Betwcht sommern

Teile des Rheins. Hier gibt es keinen Han­del. Die Zustände in den besetzten Gebieten sind unerträglich. Das französische Parasitentum, rote «s sich am Rhein und an der Ruhr breit macht, hindert aufs empfindlichste die wirtschaft^-^e ^eistnngsfähigkeit. Es können und dürfen ro^ uns keine Zugeständnisse in der Räumungs-' snage gemacht werden. Eine Folge dieser er« freulicherweise festen Haltung der deutschen De« Raison ist die plötzliche Reise Herriots nach -pans zwecks Einholung von Instruktionen vom ftanzösischen Ministerrat. Beka-nntlich hat ^emichlands spezieller Freund, Rollet, einer der yuter poincarffchen Geistes im Kabinett ^er« tot, bereits mehrere Pläne für die Räumung ves Ruhrgebreets ausgearbeitet, von denen WKr einer das Ende der Besetzung weiter ^Ulssâht als der andere. Bezüglich dieser rane scheint es nach Meldungen franzu^rryer satter Mischen Herriot und Rollet zu Diffe-

*wt gekommen zu sein und Herriot will sich nunmehr für feine Absichten in der Ruhrräu- .3 die Zustimmung einer MehrhL'it im fron«

Ministerrat sichern. Der französische Elüstervat tritt morgen zusammen und es wird -^ Er Voraussicht nach ein harter Kampf

zwischen Herriot und Rollet entspinnen. Wer in diesem Kampf unterliegen wird, ob Herriot oder Rollet, und- ob eine Knisis entstehen wird, läßt sich nicht Voraussagen.

Für die deutsche Delegation heißt es auch weiterhin, den deutschen Standpunkt zu ver- treten:jede Befristung der militä­rischen Räumung, die länger als einige Monate dauert, ist unmög­lich." Dies umsomehr, als aller Wahrschein­lichkeit nach auch Herriot, wenn er morgen über Rollet siegen sollte, versuchen wird, die Räumung so teuer als nur möglich durch deuttche Gegenleistungen, insbesondere handels­politischer Art, zu verkaufen. Deutschland muß sich feine handelspolitische Freiheit erkämpfen, wir dürfen uns in dieser Beziehung weder fesseln noch -drücken lassen. Ebenso ist es aus­geschlossen, die militärische Räumung durch die sogenannte Kommerzialisierung der Obliga­tionen und der Anleihe zu erkaufen. Ein Tauschgeschäft irgendwelcher Art ist von uns abzulehnen wir haben unser Recht zu for« bern und das ist, daß die Ruhr einschließlich der Ruhrhäfen sofort geräumt werden.

Die Eisenbahnerfrage sich! im engen Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und militärischen Räumung der Ruhr. 5000 französisch-belgische Eisenbahner sollen auf den linksrheinischen Linien auch weiterhin Dienst tun, um die Strecken KoblenzTrier, Trier Gerolstein, München-GlodbachAachen in der

nach Paris fahren werden, um eine Lnksckei- dung des Ministerrats herbeizuführen. Wäh­rend Herriot bereit ist, sich auf einer annehm­baren Basis mit Deutschland zu verständigen, fordert die extreme Richtung innerhalb der Delegation, daß die Militärkontrolle und die Kommerzialisierung der deutschen Anleihe, sowie der Obli­gationen zur Bedingung der mili­tärischen Räumung gemacht werde, was von deutscher Seite abgelehnt wird. Die Konferenz tritt also in eine neuekrisisein.

Kerriot reift nach Paris und Holt sich Instruktionen.

erstatter der Havasagentnr teilt mit, daß Mi­nisterpräsident Herriot morgen Samstag in Begleitung von Kriegsminister Rollet und Fm-anzminister Elemente! nach Paris reisenwerde. Vielleicht werde er ein Flug­zeug dazu benutzen, Herriot beabsichtigt, den Ministerrat über die schwebenden diplomattschen Verhandlungen zu unterrichten und ihn wegen der Haltung zu befragen, die die französische Delegation 'schließlich bei den beiden noch strittt- gen Fragen auf der Londoner Konferenz ein­nehmen soll: die Frage der militärischen Räumung des Ruhrgebiets und die Frage der Beibehaltung der fran - zösisch-belgischenEisenbahneranf den rheinischen Eisenbahnen. Der Ministerprä­sident und seine Mitarbeiter werden nicht länger als 24 Stunden von London abwesend sein. Un­mittelbar nach dem Ministerrat werden sie Paris verlassen, sodaß sie Sonntav abend wie­der in London sem könnten. Herriot habe heute vormittag in der kurzen Sitzung der Delega- tionsführer, die von 1011 Uhr Dauerte, Mac--

Paris, 8. Aug. Nach dem Sonderbericht­erstatter derLiberte" in London soll die Nachricht von der Reise Herriots und seiner Mitarbeiter nach Paris trotz der in der Um­gebung des Minffterprästdenben vorgebrachten Erklärung, daß es sich nicht um ein unwesent­liches Anzeichm handele, lebhafte Erregung hervorgerufen haben. Man habe schon gestern gesagt, daß innerhalb der französi­schen Delegation eine ernste Mei­nungsverschiedenheit über die Frage der militärischen Räumung des Ruhrgebiets be­stehe. General Rollet hätte sich auf den Standpunkt gestellt, daß die militärische Besetzung aufrecht» erhalten werden müsse, solange rächt der Beweis für die Entwaffnung Deutsâands erbracht sei, und daß er sich zu keiner Maß-

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französischen Bevollmächtigten nach Paris dürfe

liche und finanz plan mit aller Entschiedenheit hinweist? Völlig unannehmbar, muß hier die deutsche Antwort lauten. Der französische Mi­litarismus muß deutscherseits in London ge- brandmarkt werden, bestehen die Franzosen und Belgier auf dieser Forderung. Ohne Um­schweife ist deutscherseits zu erklären: Der Kern­punkt solchen Verlangens ist die hartnäckige Festzetzung, das trotzige Verweilen des fran­zösischen Imperialismus am Rhein. Angst vor Deutschland, Sicherung, wie man sie von Paris aus vorschützt, sind nur Scheingründe.

Die deutsche Delegation hat in den nächsten Tagen ganz gleich, ob Herriot das Schicksal Briands erspart bleibt oder nicht eine ernste Sprache, und zwar deutsch, d. h. offen zu reden. Die deutsche Delegation hat hierzu nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht, denn Deutschland ist ja der wichttgste, der ausschlag­gebende Faktor in dem ganzen politi­schen und wirtschaftlichen Fragekomplex, so sehr Deutschland leider noch als Objekt betrachtet wird. Was die bisherigen Einigungen in London anbelangen, so betreffen diese nur Nebenfragen das sollte sich jeder vor Augen halten die Kardinalfragen werden erst in den kommenden Tagen zur Beratung stehen und da wird es auf die Sprache der

Deutschen viel ankommen.

R. H.

DerkagunK derVierzehn"

L o n d o n, 8. Aug. Der Tag verlief nicht ganzprogrammgemäß. Zunächst sind die Ausschüsse 2 und 3 wider Erwarten noch nicht fertig. Der dritte Ausschuß vertagte sich auf Samstag. Diese vielleicht nicht ganz zu­fällige Verzögerung bewirkte, daß die Vier­zehn, als sie mittags zusammentraten, die erwartete Arveit nicht vorfanden und wenig tun konnten. Sie beschäftigten sich hauptsächlich mit dem neuen Entwurf des ersten Tests des Be­richtes des zweiten Ausschusses, in dem es ursprünglich hieß, daß die Verantwort­lichkeit für den Anleihekontrakt allein auf Deutschland ruhen müsse. Die deut­schen Vertreter haben darauf hingewiesen, daß es nicht billig sein würde, ihnen die gesamte Verantwortlichkeit auszuerlegen. Die alliierten Vertreter stimmten zu, den Bericht des Zwei­ten Ausschusses in diesem Sinne neu zu ent­werfen. Damit war die Arbeit der Vierzehn vorerst erschöpft und die Konferenz schiebt eine Ateinpause ein, und zwar, weil sich als nötig Herausstellke, daß die A ra n z o s e n die diver­gierenden Meinungen innerhalb ihrer Dele­gation endgültig auf ein bestimmtes Ziel kon­zentrieren wollen. 3m Laufe des Rachwittags wurde bekannt, daß Herriot

Nollet und Eleme

richterstatier hinzu, es sei «wattig, daß General Nollet den Ministerpräsidenten Herriot Nickt bei seinem Besuch bei den deutschen Delegierten be­gleitet habe. Finanzminister Elementel habe, wie berichtet werde, vergeblich versucht, den Kriegsminister zu eurer versöhnlicheren Haltung zu bewegen. Es unterliege keinem Zweifel, daß es diese dauernden Unstimmigkei- ten seien, die Herriot veranlaßt haben, den Ministerrat in Parisüb erden Stand der Verhandlungen zu unterrichten. Er werde dem urteil seiner Kollegen die Meinungsverschiedenheiten unter­breiten, die wiederholt zwischen ihm und Ge- neral Rollet (seit Beginn der Konferenz zutage- getteten seien, und es bestehe kein Zweifel, daß der Minksterrat am Sonntag sehr erregt ver­laufen werde.

Der Slandpunkl der deutschen

der deutschen Delegation machte heute

nickt als gleichbedeutend Mit einer Krise in den tretern der deutschen Presse einige Mitteilungen Arbeiten der Konferenz betrachtet werden. Aber über den gegenwärtigen Stand der Konferenz- es sei natürlich daß der Mmiftervräfident, um- arbeiten. Im folgenden geben wir den Inhalt mittelbar bevor er sich in Beschlüssen binde, die dieser Darlegung wieder:

sich in Beschlüssen sowohl hinsichtlich der Regelung der Repara- tionsfrage als auch der Sicherheiten von Be-

deutung sei, .sich in volles Einvernehmen mit seinen Kollegen zu setzen beabsichtige, die er fast einen Monat nicht habe konsultieren können. Morgen vormittag vor der Abreise Herriots würden die sechs alliierten Delegattonssubrer noch eine Sitzung abhalten.

Zu der Reise der französischen Delegierten nach Paris schreibt dasI o u r n a l d e s D e - bat s", es fei Sache Herriots und Tyeunis, die französisch-belgischen Interessen nach betten Kräften zu verteten. Man dürfe sagen, daß sie die Situation beherrschten. Leider scheine in der Auffassung der Delegierten beider Zander eine gewisse Unstimmigkeit zu herr­sch e n. In der vergangenen Woche sei ein Ent­wurf vorbereitet worden, aufgrund dessen die militärische Räumung des Ruhrgebiets in zwei Jahren vollzogen und von der loyalen Durch­führung des Sachoerständtgenglanes während

-gleichzeitig vorausgesetzt werde, daß die Eng­länder diese Mei Jahre hindurch ihre Truppen in Köln stehen ließen. Heute werde das Vorhan­densein eines anderen Planes bekannt, der auf General Rollet zurückzuführen und von diesem Macdonald bereits vorgelegt worden sei. Nach diesem neuen System würde die Räumung erst statt finden, wenn die Abruftung Deutschlands offi­ziell fest gestellt werde. Diese Kombi­nation sei vielleicht vom diplomatischen Stand­punkt schwerer zu vertreten als die erstere, denn die Besetzung des Ruhrgebiets fei beschlossen worden nicht um Frankreichs Sicherheit zu ver­bürgen, sondern um ihm Roparationspfänder zu verschaffen. Es würde also ein Frontwechsel vollzogen, eine Operation, die immer einige Schwierigkeiten bereite, besonders aber dann, wenn sie gewissermaßen unter dem feindlichen Feuer vorgenommen werde. Auf alle faule

nm^e die französische und die belgische Regie­rung ein für alle Mal ihre Auffassung fixieren. Wichtiger als alles andere aber sei, b *

voll-

kommen über das Pwgramm einio seien, das sie durchzusetzen beabfidfagten. Man werde nichts Vernünftiges errmchen, wenn man nicht bis zum letzten Augenblick wisse, was man wolle. OfieusiclMich zögere Herriot vor der Wahl. Deshalb komme er nach Paris, um feine . Kollegen zu konsultieren. Sicher sei es kein Feh- Hèrriot, General i ter von ihm, wenn er gründlich nachdenke, bevor nk e l über Samstag 1 er sich entscheidend festleae.

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ictne

eh-

Wie hier verlautet, kann der bisherige Fort-

gang der Verhandlungen sowohl in bezug auf die allgemein herrschende Atmosphäre, wie auch auf die sachlichen Ergebnisse als durchaus be­friedigend angesehen werden. Die augenblick­liche Lage der Konferenz kann man alshoff­nungsvoll, aber noch nicht geregelt" bezeichnen. Es ist zu erwarten, daß die Beratungen des Zweiten Ausschusses über die wirtschaftliche Räumung des Ruhrgebiets heute vollkommen erledigt werden. Mit Sicherheit kann ange­nommen werden, daß sich dieser Ausschuß int wesentlichen einigen wird,

London, 8. Aug. B e t r ä ch t l i ch s ch w i e- r i g e r als im Zweiten Ausschuß erscheinen die Verhandlungen im Dritten Ausschuß, da von französischer Seite die Neigung besteht, bezüglich der Sachlieferungen Dinge durchzu- setzen, die Deutschland schwerlich zugestehen kann. Nach dem Versailler Vertrag enden die Farb­stofflieferungen im Jahre 1925, die Kohlen­lieferungen 1930. Hinsichtlich der Kohle handelt es sich um die grundsätzliche Frage, ob man über den abgeschlossenen Vertrag in einzelnen Punk­ten hinausgehen soll. Französischerseits zeigte sich das Bestreben, chemische Produkte, dis natürlich keine Naturalprodukte sind, unter den BegriffNaturallieferungen" zu stellen. Die Erfüllung dieser Forderung würde die Fort­dauer des bisherigen Druckes auf Deutschlands chemische Industrie und eine weitere Verhinde­rung ihrer Unabhängigkett auf dem internatio­nalen Markte bedeuten. In der Frage der Sachlieferungen kann von deutscher Seite den französischen Forderungen auf Holz und chemische Produkte nicht nachgekommen werden/ Diese Frage wird, wie zu erwarten ist, vom Rat der Vierzehn behandelt werden, weil es sich um eine prinzipielle Frage handelt. Ueber politische Fragen entscheidet letzten Endes die Vollkonferenz. Es besteht die Ansicht, daß das bisherige Ergebnis der Verhandlungen Deutsch­land keinerlei Grund gibt enttäuscht zu sein, da auf alliierter Seite mit bemerkenswerter Sach- lichkeit auf die deutschen Argumente anscheinend eingegangen worden ist Dies trifft ebensowohl

für

die Sankkionsfrage

wie für die Frage der Definition der Ver­fehlungen, wie schließlich auch für die Amnestie zu, in der durch die Ausmerzung des unerträgi lichen Satzes, daß nur amnestiert werden solle,; soweit die Sicherheit der Besatzungstruppen.