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General-Anzeiger

Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Stanau a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschluß Nr. 1237 und 1238.

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Str. 173

Freitag den 25. Juli

1924

Um öie öeulsche Einlaöung

Kein Diktat sondern Verhandlungen

Die verfahrene Konferenz.

London, 24. Juli. Der amtliche englische : Funkdienst meldet: Die juristische Kommi'" erörterte heute früh die Frage der deut Einladung. Der Kommission sind von der ! ferenz Richtlinien in dem Sinne gegeben wor­den, daß bei der Einladung Deutschlands darauf Hingewiesen werden soll, daß die beut» Men Vertreter nicht nach London kommen sollen, lediglich um ein Diktat entgegenzuneh- men und daß alle in dieser Hinsicht in Deutsch­land vorherrschenden Befürchtungen jeglicher

Grundlage entbehren.

London, 24. Juli. Die Finanz hält durchaus an ihrem Standpunkt fest und lehnt weitere Vorschläge ab. Herriot erklärt, daß für ihn die Sache erledigt sei und daß er nichts weiter zu sagen habe. Sowohl der belgische wie der ame- ritanische Vermittlungsvorschlag sind fallen ge­lassen worden. Weitere Kompvomihversuche werden gegenwärtig nicht gemacht. Die fieber­hafte Verhandlungstätigkeit der letzten drei Tage ist einer allgemeinen Passivität gewichen. Abgesehen von einer Besprechung der Delega- tionsführer, die in den Vormittagsstunden stattfand, gab es keinerlei Verhandlungen der maßgebenden Persönlichkeiten.

Am Nachmittag wohnten die Delegationen rmem Gartenfest im königlichen Schlosse bei. Theunis geht abends ins Theater, Herriot wird mit persönlichen Freunden zum Abendessen gehen, die Amerikaner folgen gesellfchaftucyen Verpflichtungen. Für Sonntag sind die Dele- gationsmitglieder zu der großen Flottenparade ür-âüâe-ad geladen, Was dann kommen soll,

Snowden zusammentreten soll. Im Laufe dieser Zusammenkunft wird der belgische Außenminister Hymann nochmals Vorschläge seitens der Belgier vorbringen. Er wird den belgischen Vorschlag, der bereits bekannt gewor­den, wiederholen, lediglich deshalb, um eine allgemeine Diskussion herbeizuführen, denn niemand könne ableugnen, daß die amerikani­schen und englischen Bankiers dieses Kompromiß nicht annehmen werden, da sie der Ansicht seien, daß § 7, Abschnitt 8 des Friedensvertrages der Reparationskommission das Recht gibt, ihrs Be­fugnisse vollkommen aus das vorgeschlagene Komitee zu übertragen. Sie fordern, daß die alliierten Mächte endgültig auf diese isolierte Aktion zur Anwendung von Sanktionen ver­zichten. Die Bankiers Normann und Lamont würden keineswegs heute annehmen, was sie gestern abgelehnt hätten. Doch gestern vormittag hätten sie neue Vorschläge zurückgewiesen, denen zufolge sich jede Macht verpflichten soll, von sich aus nicht allein die Verzinsung und Tilgung, sondern das Kapital der Anleihe selbst zu ga­rantieren für den ^allchaß sie andereSanktionen durchführten, als sie das zweite, aus 5 Sach­verständigen bestehende Komitee vorschlagen würde, dessen Einsetzung Theunis angeregt hat. Vielleicht würden jedoch gewisse Aenderungen in dem Text von Theunis die Möglichkeit bieten, die Forderungen der Anleihezeichner zu befrie­digen. Die englischen Delegierten werden hierzu wichtige Vorschläge machen. Die Frage sei, ob dann die Franzosen neue Konzessionen ver-

der einzelnen Regierungen gegen eine Ver­äußerung der Eisenbahn Gebrauch zu machen und letzten Endes gemäß § 19 der Reichsver­fassung die Entscheidung des Staatsgerichts- hofes anzurufen.

Ein undurchführbarer Plan.

Berlin, 24. Juli. Der anscheinend immer nach betriebene französische Plan, franzo^ye und belgische Eisenbahner auch nach der Liqui­dation der Regie im Betriebe der rheinischen Eisenbahnen zurückzulassen, wird von fachver- ständiger Seite als undurchführbar be­zeichnet. Jedes Mifchsystem, wie es die Durch­setzung des deutschen Etsenbahnpersonals mit fremdländischen Personal darstelle, mue un­fehlbar zu schweren Reibungen führen. Der­artige Reibungen machten jedoch den Eisen­bahnbetrieb im höchsten Grade unwirffchastlich; denn der Bahnbetrieb verlange ümoroaung und Unterordnung sowie dienstfreudige Zu- sammmarbeit aller Persvnalgruppen. Hierauf müsse die Reichsbahn, wenn sie die zugedachten Reparationslasten tragen solle, ausschlaggeben­des Gewicht legen, vor allem in dem rheini­schen Verkehrszentrum, von dem aus *>* der Betrieb und Verkehr des ganzen übrigen Reichsbahngebietes bestimmen. Praktisch seien deshalb derartige französische Pläne undurch­fuhrbar; wirtschaftlich feien sie un - tragba r.

Erklärungen zur Abrüstungsfrage im Oberhaus.

London, 24. Juli. Viscount Grey fragte den Präsidenten des Geheimen Staatsrats, ob er seine am 14. Juli abgegebene Erklärung er­gänzen könne durch eine Mitteilung darüber, welche Fortschritte mit dem Plan der Ein­schränkung der Rüstungen gemacht worden seien und zwar, welche dokumentarisch belegten

in der Londoner Presse umlaufen rmd den An- schein erwecken sollen, als ob die Arbeiten fort­schreiten, find nichts als Stimmungsmache. Für den Augenblick ist der Stillstand vollkommen und die Ratlosigkeit allgemein.

Die Stimmung der führenden Konferenz­kreise ist auf dem Nullpunkt angelangt. Sowohl Herriot wie Macdonald machen aus der Ent-

Im Namen der Regierung erklärte Zord P a r m o o r, er habe nicht den Wunsch, eine Tür Hu schließen, die zu einer wirkungsvollen Verhütung künftiger Kriege führen könnte. Die Politik der Regierung gehe aber doch von der. Ueberzeugung aus, daß es keinerlei Sicherheit geben könne, bevor die Frage des Anwachsens der Rüstungen behandelt und eine allgemeine Vereinbarung be Nef send die Abrüstung erzielt worden sei. Niemand, der das Problem ge­prüft habe, könne zu einer anderen Schluß folgerung gelangen, als daß eine allgemeine Abrüstung, die sich auf alle Lander erstrecke, die einzig wirksame Grundlage für die dauernde Sicherheit in Europa bilde. Jede Anstrengung müsse unternommen wevden, um diese Ab­rüstung zustande zu bringen. Wenn es einer Regierung m-t der Abrüstung ernst sei, und wenn man sie als einzige dauernde Garantie des Friedens wünsche, dann müsse man eben Länder in den Völkerbund hineinnehmen, dienochnichtdar in seien. Weit davon entfernt, die Auiorimt des Völkerbundes -mindern zu wollen, habe die Regierung im Gegenieck durch chren Premier­minister erklärt, daß ihre gegenwärtige Pol'tik eine Bölkerbundspolitik sei, daß sie zum Grund­satz des Völkerbundes stehe und daß sie chn in jeder Hinsicht wirksam zu machen wünsche.

Lord Parmvor fuhr fort: Das kritisierte Schreiben des britischen Ministeriums enthalte mehrere konstruktive, wenn auch nicht detail^ lierte Vorschläge. Es sei ausdrücklich gesagt, daß sie nicht einen Exekutivcharakter haben lallten und daß sogar ein Vertrag gegenseitiger Unter­stützung nebst anderen Plänen vollste Er­wägung finden sollte, wenn es zu einer Ab­rüstungskonferenz käme, damit das Th;ma ausdrücklich besprochen werden könne und die besten Aussichten für eine befriedigende Lösung beständen. Er wün'che Mit größtem Nachdruck

mutigung kein Geheimnis. Herriot erklärt, daß seine Lage einfach sei: er stünde auf dem Boden des Vertrags und werde dort stehen bleiben, ganz gleich was auch geschehen möge.

Man hat jetzt das Versteckspiel mit Worten rufgegeben und gibt auf allen Seiten zu, daß ich der Streit um nichts anderes dreht als )arum, daß Frankreich an feinen Ansprüchen ruf Sonderaktionen fepyalt. Die Franzosen er­klären, daß es für Herriot unmöglich fei, in diesem Falle nachzugeben, weil das das Ende seiner politischen Laufbahn bedeuten würde. Was Macdonald betrifft, so bestätigt sich der Tindruck immer mehr, daß ihm die Dinge voll­kommen über den Kopf gewachsen sind. Er steht persönlich mit Herriot auf bestem Fuß. Es ist ganz zweifellos, daß, wenn es nur auf ihn an= hwne, eine Verständigung über die Grunolagen der Pariser Berembarungen längst erzielt wor­den wäre, die mit einigen formellen Ab- Ichwächungen alle franizöfischen Wünsche der Sache noch vollkommen erfüllt hätten. Dieser Plan, auf dem die ganze Konferenz ruht und der bereits in der besten Entwicklung begrifft war, wurde durch das Eingreifen von Hugh vollkommen über den Haufen geworfen.

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iurcyten, Day Die erste Kommission falls nicht heute irgend eine neue Tatsache eintrete, zu keiner wirklichen Verständigung gelangen könne. Von gewisser Seite wird angenommen, daß die Situation sich aus sich selbst heraus entwickeln werde, und daß es genügen werde, Geduld zu haben, um in einigen Tagen zu einer idealen Lösung zu kommen, die alle befriedige. Es gebe nichts, was weniger sicher sei. Man könne sich sicher verständigen, wenn jede Seite die nötigen Opfer bringe. Von französischer Seite erwarten die alliierten Delegierten keineswegs einen Verzicht auf tatsächliche Rechte und die Opferung wirklicher Interessen, aber die Welt wolle die Gewißheit haben, daß das Ruhr­abenteuer nicht wieder beginnen werde.

Die Deulschsn sollen sich bereit halten nach London zu reifen.

Paris, 25. Juli. Der Sonderberichterstatter des Petit Parisien" will gestern abend erfahren haben, daß Macdonald, im Einverständnis mit den anderen Delegationsführern und nachdem er die juristischen Sachverständigen Frommageot und Horst gehört hatte, die deutsche Regierung aufgefordert hat sich bereit zu halten, Delegierte nach London zu entsenden.

Die Arbeilen der 2. Kommission beende!

Paris, 25. Juli. Der Sonderberichterstatter des Petit Parisien" in London will voraussagen können, daß bis kommenden Montag in der Frage der Garan­tien und Sanktionen eine Formel gefunden werde, die nicht wesentlich von der von den Belgiern vorgeschla­genen, abweichen wird. In der Frage der Wieder­herstellung der deutschen Wirtschaftseinheit habe die zweite Kommission ihre Arbeiten vollendet mit Aus-

Grey tagte, es gern seiner Sympathie mit

druck gebe und erkläre, daß er eine Sicherheit für Europa bilde und daß man andere Mächte auffordere, gemeinsam mit ihm, England, den Völkerbund injcmer gegenwärtigen Form zu iktisches Verfahren müsse angebahnt werden; falls die Alliierten Deutsch­land nach der Annahme eines etwaigen Ab­kommens über die Durchführung des Dawes­planes auffordern sollten, dem Völkerbünde

unterstützen. Ein pro

fugms, den Einfluß und die Autorität des Völkerbundes Herabzuferzen. Die Kritiker des Schreibens hätten vor allem übersetzen, daß es unmöglich für irgend eine britische Regierung sei, obre loyale Unterstützung aller Dominions eine erfolgreiche Aorüftungspolitik zu führe.:. Der erste Grundsatz müsse sein, daß das bri-

tische Reich als ein

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beizutreten und einen Platz im Völkerbunds- rate anzunehmen, werde Deutschland wahr­scheinlich antworten mit der Frage, welche Sicherheiten es selbst erhalten würde. Einen neuen Streitfall zwischen Frankreich und Deuffchland angenommen, welche Garantie werde der Völkerbund gewähren, daß Frank­reich nicht seine zur Zeit weit größere Macht gegen Deutschland benutzen würde, wie es dies

zelne Dominions habe sich aber ausdrücklich gegen den Plan gegenseitiger Unterstützung er­klärt, mit Ausnahme des irischen Freistaat/, der keine direkte Antwort erteilt habe. England könne nicht daran denken, seinen Plan anzu- nehmen, an dem die Dominions keinen Teil hätten. Ferner würde ein solcher Plan den Beitritt der Vereinigten Staaten zum Völker-

bnud unmöglich machen, was aus der Antwort der amerikanischen Regierung hervorgehe, deren Argumente vollkommen denen der Ab-

lüngft getan habe? Andererseits werde auch sätze 10 und 16 des britischen Schreibens ent« Frankreich fragen, wie es sich darauf verlassen sprachen hätten. Die Einwände, die die Ver- könne, daß es, wenn es in Zukunft in Schwis- " - -......

Einladung erst nächste Woche.

London, 24. Juli. Bei der gegenwärtigen un- gekärten Lage ist schwerlich damit zu rechnen, daß Deutschland vor der nächsten Woche eingeladen wird. Zur Zeit ist das Schicksal der Konferenz völlig in der Schwebe.

Neue Einigungsverfuche.

Paris, 25. Juli. Die Sonderberichterstatter Pariser Blätter in London stellen in ihren Atzten Berichten fest, daß in der Angelegenheit oer Garantien und Sanktionen, die das erste Komitee behandelt, gestern kein Schritt vor­wärts getan worden ist.

Wird die Konferenz heute aus der Sackgasse yerauskommen, in der sie seit 3 Tagen festsitzt? vo fragt derQuotidien", den man ganz allge- als Herriots Organ bezeichnet. Gestern abend hätten die belgischen Minister Theunis und Hymann mit Herriot, dem Finanzminister ^lementel und dem Kriegsminister, General âlletz eine Unterredung gehabt. Hierauf habe Fmanzminister Elemente! zu Montago lorma begeben. Später sei entschieden wor- aen daß die erste Kommission um die Mittags- llunde unter dem Vorsitz des Staatssekretärs

nähme der Frage der 4500 Eisenbahner, die Frankreich und Belgien in den Rbeinlandcn überlassen will. Es sei nicht unmöglich, das man wegen dieser Frage für heute nachmittag eine Vollsitzung der Konfei einberufe.

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Die Eisenbahner Mecklenburgs gegen das Dawes-Gutachten.

Rostock, 25. Juli. In einer stark besuchten Eifenbahnerversammlung, die in Bad Kleinen stattfand, wurde zum Sachverständigengut­achten Stellung genommen. Zum Schluß wurde folgende Entschließung angenommen:

folgende Entschließung angenommen: rfammelten Eisenbahner Mecklenburgs, Beamte und Eisenbahner, nehmen mit Ent­rüstung davon Kenntnis, daß gemäß den Be­stimmungen des Sachverständigengutachtens die deutschen Eisenbahner einer kapitalistischen und damit internationalen Gesellschaft ausge­liefert werden sollen. Wir rich en in letzter Stunde an die mecklenburgische Regierung das dringende Ersuchen, bei der Reichsregienmg entsprechend der zuletzt abgegebenen Erklärung des Herrn Minsterpräsidenten in Berlin alle Schritte zu tun, um die Annahme des Gutach­tens zu verhindern und vor allem.von dein von der Entente angegebenen Einivrucksreckt

Die ve

rigkeiten gerate, im Völkerbund Sicherheit fin­den werde. Wenn der Völkerbund nicht größere Realität erhalte, als er gegenwärtig besitze, werde er nicht das Gefühl der Sicherheit für die Zukunft Europas erzeugen, das ein An­wachsen der Rüstungen verhindern würde. Er rege an, daß die Dominions befragt und son­diert würde, ob Deutschland nicht bereit sei, ge­meinsam mit den anderen Mächten eine Ver­pflichtung einzugehen bezüglich der Auslegung der Artikel 10 und 16 der Völkerbund sfatzung in dem Sinne, daß England bei künftigen Streitfällen bereit sein würde, alle seine Kräfte zu gebrauchen, nicht im Hinblick auf dm Eha- cakter irgend eines Streitfalles, sondern zu )em Zweck, die Völkerbundssatzung zu vertei­digen. Er meine dies ungefähr folgende.-- maßen: Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien würden eine Verpflichtung ein gehen, daß, wenn zwei von ihnen mit ein­ander eine Differenz hätten und einer von hnen die Benutzung des Apparats des Völker- mndes zur Regelung des Streites verweigere, die anderen endgültig mit ihrer ganzen Macht auf die Seite des betreffenden Staates treten würden. Irgend ein Abkommen in dieser Art würde ein Gefühl der Sicherheit geben, das der

Völkerbund bis jetzt noch nicht hervorrufe. Er gebe zu, daß die öffentliche Meinung und zwar nit vollem Recht, mißtrauisch sei gegen jegliche Verpflichtung, die eine gewaltsame Interven­tion Englands stgar hr eine so einfache Sach: wie die Dölkerbundssatzung erforderlich machen bunte. Die.öffentliche Meinung Englands ließe aber außer Acht, daß unter den gegen­wärtigen Verhältnissen eine Politik des Dahin­reibens gefährlich fei und sicher zur Kata» straube führen würde.

einigten Staaten gegen den Eintritt in den Völkerbund erhoben hätten, würden vertieft und verstärkt werden, wenn der Vertrag an­genommen würde.

Warmoor sagte weiterhin, es habe ein großes Mißverfrändnis über die a lt un g des Völkerbundsrates bezüglich dieses

sogenannten Vertragsentwurfes für gegensei­tige Unterstützung gegeben. Keinerlei Animst sek vom Völkerbundsrat felu|t au sgelv rochen wor­den, ob es ein durchführbarer Vorschlag sei oder nicht. Der ständige Abrüstungsausschuß habe ihn erwogen und habe einstimmig erklärt, daß er nicht gut sei. Die Tatsache, daß der Vertrag eine vorher vereinbarte militärische Klausel enthalte, sei vernichtend für den gesamten Ge­danken des dauernd«! Weltfriedens.

Die Kredite für die Einbringung der Ernte.

Berlin, 24. Juli. Auf Grund von Verhand« langen, die das Reichsministerium für Ernäh­rung und Landwirtschaft mit der Reichsbank und der Preußischen Staatsbank geführt hat, sind der Landwirtschaft für die Einbringung der Ernte Kredite bereitgestellt worden. Die hierfür

verfügbar gemachten Geldbeträge werden an die preußische Zentralgenossenschaftskasse» die deutsche Girozentrale und die Zentrale der Lan. desbanken bezw. Staatsbanken der Länder weitergeleitet. In Uebereinstimmung mit den Wünschen der Landesregierungen werden die genannten.Organisationen für die Weiterleitung 5 des Kredites Richtlinien erhalten, damit bei - der Inanspruchnahme und Bewilligung des

Kredits eine Berücksichtigung der Landwirtschaft der einzelnen Länder gesichert ist. Da es sich bei der einaeleiteten Kreditaktion um eine Maß".