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General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.
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Nr. 170
Dienstag den 22. Juli
1924
Das Reueste.
— Anschließend an die Fraktionssitzung der Sozial- »mokraten begaben sich die Abgeordneten Hermann Müller und Dr. Breitscheid zum Reichsaußenminister $r. Stresemann.
- Herriot wurde gestern nachmittag 3 Uhr vom König im Buckingham-Palast empfangen.
— Der Bundeskanzler Seipel feiert am 25. Juli, 1 wenige Tage nach seinem 49. Geburtstag, sein silbernes Pliesterjubiläum.
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Frankreichs Bün-nispoMik und -er Dölkerbun-.
Von Dr. phil. Paul Worringen, Elberfeld.
Die Persönlichkeiten der Führer wechseln; die Richtlinien der großen Außenpolitik, die jede starke Nation als ihren geschichtlichen Beruf empfindet, bleiben bestehen. Das ist der Grundzug insbesondere der heutigen französischen Einstellung, in der nur die Methoden sich ändern, während Ziel und Zweck seit langem feststehen. Auch auf die heutige Zeit darf daher ein gut Teil der Ratschläge passen, die noch Ende Mai die „Revue des Deux Mondes" als altbewährtes Sprachrohr des „wissenschaftlich" eingestellten Nationalismus gegeben hat. Die Stellung Frankreichs zu den übrigen Mächten und die
Forderung eines wohlgegliederten Bündnis- $ Mems ist ihr Inhalt. Dahinter steht immer . aufs neue die Befürchtung, daß das geknebelte ■ Deutschland zum „Revanchekrieg" kommen
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wiegten Kenners französischer Politik, der allge- meine Vertrag von 1919 und unsere Verträge ein harmonisches Ganges. (!) Sie ergänzen sich und stehen niemals imWiderspruch zueinander; sie bilden die Steinschichten von verschiedener Struktur, auf denen sich das Gebäude des Friedens erheben muß. Es scheint infolgedessen, daß alle Freunde der Ordnung, anstatt an dem Abschluß der letzteren Anstoß zu nehmen, sich freuen sollten, sie sich in Europa aufbauen zu sehen." (!!!)
Frohlockend wird dann darauf hingewiesen, daß der tschechische Staatsmann Benesch, der als Hanns Küffner 1917 schon die Richtlinien der deutschen Versklavung eindringlich zeichnete, bereits im Herbst 1921 der deutschen Völkerbundversammlung einen Abänderungsvorschlag vorlegte, um diese Sonderabkommen in das gwße Statut des Völkerbunds selbst einzuord- nen. Ganz im Sinn Frankreichs ward er vorgeschickt, alle regionalen Bündnisse, die die Verpflichtungen des Pakts hinsichtlich Aufrechterhaltung des Friedens oder der internationalen Zusammenarbeit genauer bestimmten und ergänzten, dem Schutz des gesamten Völkerbunds" zu unterstellen. Die Versammlung selbst vertagte diesen Antrag, stimmte ihm aber in der Erkenntnis, wie sehr solche Abkommen zum Fortschritt des Völkerbunds auf dem Weg der praktischen Verwertung beitragen könnten, grundsätzlich zu. Kein Zweifel, so hofft die „Revue des Deux Mondes", daß man mit der Zeit zum heißersehnten Ziel gelange!
Die wenigen Vorbehalte, die damals gemacht wurden, werden dieser Feststellung gegenüber leicht beiseite geschoben. Sie alle haben nach unserm Gewährsmann „ihren Ursprung nur in der Meiming, daß die Wahrheit, die Gerechtigkeit und das Recht ihre Wirkung auf die iiiiiiiiiiM ohne daß es notig wäre, Gewalt in Bewegung zu fetzen, um ihnen zum Siege zu verhelfen. Die moralische Tätigkeit des Völkerbunds, so meinen diese „Idealisten", sollte genügendes Vertrauen einflößen, um die allgemeine Entwaffnung a priori zu gestatten: Dann ist es weiter und ganz besonders ein instinktives Mißtrauen gegen allen Anschein einer Rückkehr zu den Vorkriegsallianzen, zum Gleichgewicht von Mächtegruppen, die als unausbleiblich zu neuen Kriegen führend angesehen werden . ."
„Diese Befürchtungen sind sehr berechtigt", erklärt wohlwollend unser französischer Staatsmann. „Es scheint indessen möglich, sie zu überwinden und zu einer Formel zu gelangen, die jedermann versöhnt. Die Sonderabkommen, könnten, um dem Vorwurf der Einseitigkeit zu entgehen, weitherzig offen stehen. Die darin festgelegten Verpflichtungen müßten einfach den besonderen politischen Anschauungen angepaßt werden. Die Unterstützung gewisser Mächte könnte anfänglich auf das Gebiet zu Wasser und in der Lust, auf das wirtschaftliche und finanzielle Gebiet, diejenige anderer Mächte auf eine passive Zusammenarbeit, die den Durchzug militärischer Kräfte und alliierten Materials durch ihr Gebiet gestatten würde, beschränkt werden. Es würde daraus für Frankreich und die vertrüge schließenden Staaten ein wertvoller Zuwachs an Sicherheit folgen. Man würde so zu dem heißersehnten Zeitabschnitt des Friedens gelangen, aber nur dann könnte eine neue militärische Entwaffnung ins Auge gefaßt werden."
„In Genf,*fo schließt der Aufsatz, „seien die Verhandlungen oft durch gewisse Mitglieder des Völkerbunds gestört worden, die von ihrer vorgefaßten Idee ausgingen, daß man zuerst die Rüstungen einschränken müsse und daß der Friede natürlicherweise daraus folgen werde. Sie vergessen, daß mit der neuen Form,, die der Krieg heute annimmt, die gefährlichsten Völker nicht diejenigen sind, die im Frieden militärische Kräfte unterhalten. Durch eine Umkehrung der Dinge sind es von nun an die pazifistischen (?) Völker, die sich genötigt sehen, bewaffnet zu bleiben um jeder Möglichkeit gewachsen zu sein. Die Verträge, die wir geschlossen haben, entspringen einer gleichen Auffassung."
Deutlich und klar wird hier das Verhältnis Frankreichs zum Völkerbund zum Ausdruck ge- iradft. Für die dritte Republik kann und wird auch weiterhin der Genfer Vertrag nur der Rahmen für die sogenannten Dertcidigüngs- verträge sein, die in Wahrheit Deutschland von allen Seiten mit Einmarsch und mit dauerndem Zwang bedrohen. Wer heute im Deutschen Reich von der Möglichkeit eines Eintritts in den Völkerbund spricht, darf diese Zusammenhänge nie und nimmer außer acht lasten l
AM Wertteil« auf 6er Monet WM
Die Bankiers gegen den Kompromitzvorfchlag. — Die Ausfchutzberichle.
London, 21. Juli. Heute fand die erste Vollsitzung über die Ankechesrage statt Die Sitzung nahm einen für Deutschland sehr günstigen Verlauf. Die Finanz war bei den Verhandlungen durch Lamont, Kindersley und Montague Nor- man vertreten, die Regierungen durch die M- nanMinister Elemente!, de Stefani und Snowden. Ueber die sehr wichtigen Besprechungen sind im Augenblick Einzelheiten noch nicht bekannt, aber man weiß bereits in Konferenz- kreisen, daß die Vertreter der Finanz sehr wesentliche Abänderungen der Re- - olution der 1. Kommission über die V e r - i ehlungssrage verlangt haben. Sie betonen mit aller Entschiedenheit, daß von Sanktionen nicht die Rede sein könne, weil andernfalls die Unterbringung der Anleche unmöglich wäre. Die Vereinbarung, die durch die Vermittlung der amerikanischen Politiker zu- itandekam, stößt also jetzt auf den Widerspruch Der angloamerikanischen Finanz.
Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen und werden morgen fortgesetzt werden. Clementel hatte außerdem Privatbe- sprechungen über den gleichen Gegenstand mit Lamont und Herriot, auch Parmentier beriet mchrfach mit den Finanizvertretern.
Paris, 22. Juli. Der Sonderberichterstatter der „Havas-Agentur" meldet aus London über die gestrigen Verhandlungen der alliierten Finanzminister mit den englischen und amerikanischen Bankiers. Der französische und der belgische FinanMinister sowie der belgische Ministerpräsident hätten natürlich mit aller Kraft gegen die Ansich len der Bankiers Stellung ge
nischen Volkes auch nicht das geringste Der» trauen einflöße. — Nach dem „Matim hat auch Ministerpräsident Herriot mit dem Teilhaber der Bank Morgan Lamont eine längere Unterredung gehabt. Der Berichterstär erklärt, versichern zu können, daß Lamont Entgegenkommen gezei gt habe. Heute, Dienstag, werde man erkennen können, ob dieser Geist des Entgegenkommens so weit gehe, das zu versprechen, was Herriot noch bewilligen können ohne dem Versailler Vertrag Mbruch zu tun. Cs scheine, daß Herriot in seinen Konzeffionen weiter gegangen sei, als das franzöfffche Parlament gestatten wird.
Der Bericht des ersten Ausschustes.
London, 21. Juli. Der Wortlaut des Berichtes des ersten Konferenzausschusses ist, wie an gekündigt, heute abend veröffentlicht worden. Von amtlicher britischer Seite wird dazu bemerkt, daß dieser Bericht nur Anempfehlungen und keine endgültigen Beschlüsse darstelle. Der Bericht lautet: Das Komitee hat die Ehre, der Konferenz zur Prüfung und Entscheidung folgende einstimmige Anempfehlungen bezüglich des Msatzes C und des 8 5 des englisch-französischen Memorandums vom 9. Juli 1924 zu unterbreiten:
1. Die in der Reparationskommiffion vertretenen Regierungen iwerden, indem sie sich auf § 22 des Anhanges 2 zum Teil 8 des Versailler Vertrages berufen, den Anhang durch Einfügung des folgenden § 17 abändern: Wenn die Reparationskommiffion zu beschließen hat, ob Deutschland in Ausführung irgendeiner Ver- am anuar 1920 in uns
darauf gemäß den Bestimmungen dieses An-
müsse, da ihm nach sranzösischer Auffassung jedenfalls kein anderer Weg zur Wiederher- ellung alsGroßmacht bleibt! Wohl fÄDeutsch- d, wie der Verfasser meint, wegen der Ver- gerung seiner Finanzmittel und seiner Nah- smittel durch das Versailler Diktat auf '-kurzen Krieg angewiesen. Dieser plötzliche wartete Angriff aber erscheint ihm nicht Möglich, da der Rahmen für eine solche Armee in der Reichswehr bestehe und es an Menschen noch immer nicht fehle, da vor allem das notwendige Kriegswerkzeug bei der fortgeschrittenen Industrialisierung des Reiches in weniger »!s sechs Monaten hergestellt werden könne.
Unter diesen Umständen sei die militärische Lage Frankreichs von vornherein aussichtslos, venn es nicht gelinge, andere Hilfskräfte aus- indig zu machen, die Frankreich zu Schutz und Hilfe unverzüglich bereit ständen. Aus dieser elbstverständlichen Forderung heraus erklärt der kenntnisreiche Staatsmann, der hinter den Ausführungen der „Revue des Deux Mondes" teht, hie militärischen Schutzverträge, die seit Belgien und Polen, die Tschecho-Slowakei und die Kleine Entente verpflichteten. Diefe politischen Abkommen müßten von einer militä- nschen Ausrüstung gefolgt sein; nur dazu un- chhalte Frankreich seine Militärkommissionen 'N Warschau und Prag, die übrigens sehr be= steigende Ergebnisse gezeitigt hätten; nur da- »u habe die dritte Republik noch kürzlich Polen und Jugoslawen einen Kredit von 700 Mil- ■onen eingeräumt, um ihnen den Ankauf von Waffen und die Schaffung einer Kriegsindustrie W^möglichen, denn auch die wirtschaftliche Mobilisierung sei nicht aus den Augen zu ial|en.
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r ..-Men offenen Bekenntnissen folgt dann der Je Wink mit dem Völkerbund,* der gerade für die deutsche Einstellung besonders 'chtig erscheint. Mit allem Nachdruck lockt der daß diese Rüstungen den Verträgen „ " "Ai ihren rein defensiven Charakter neh- "Weit entfernt", heißt es mit echt galli- b/^u Hastigkeit, „den Frieden Europas zu ’ versuchen sie im Gegenteil, ihn sicher- dieion . P?) Warum sollten sie sich unter de' " Bedingungen nicht in das große Frie- Nx.fL^ust einordnen, dessen Grundlagen der emfJ . ^ ^richtet? Warum sollen sie nicht jrJ ch einen Abschnitt in diesem großen 8er= 1919 bilden? Der Völkerbundvertrag europäischen Völker trotz seiner " ein großes moralisches und wirt- der Nnk b Interesse. Er verspricht zugunsten fpäfp pie^ eines ungerechtfertigten Angriffs eine W’ Qbe.r machtvolle Dazwischenkunft. Die 8wan„ e ^ffen Vergeltungskrieg (gegen den ist im Versailler Vertrages!) beabsichtigt, so Qrn£ °^au® gewiß, daß ihre Anfangserfolge, Veit iw sind, auf die Dauer nichts nutzen, Selbst 1 Lanze Welt sich gegen sie verbündet, ^biet ^^ PE nur auf wirtschaftlichem eipèr, Jpielen soüte, würde er uns im Falle Enterb, Krieges mehr als eine moralische daher bringen. In Wirklichkeit bilden - nach dem bezeichnenden Urteil dieses ge
Versailler Vertrag 's VèKWM ' und
Belgiern keinen geringeren Wert biete, wie
Frankreich. Man habe sich dann um andere
Möglichkeiten bemüht, den Geldgebern, die von | oder unter dem vom 9. April 1924 datierten den amerikanischen Bankiers verlangten weits-
Hangs abgeänderten Vertrags vom
ren Garantien zu bieten. Es verlautet, daß man daran gedacht habe, der Reparationskommiffion zwar die Feststellung der Verfehlungen zu übertragen, aber dem Finanzausschuß des Völkerbundes die Beurteilung der Konsequenzen einer solchen FeststeMng zuzuweisen. Auch soll der
Gedanke erwogen worden jein, das Sachver- ständigenbomiiee, das den Dawesbericht abgefaßt hat, zweiter bestehen zu lassen, dieser Eigenschaft tue Aufgabe zu übertragen, nach einer Verfehlung Deutschlands gegen sie neue Verpflichtungen zu bestimmen, was geschehen soll. Angesichts der Verschiedenartigkeit
i> um ihm in
zu übertragen,
der einander gegenüber sichenden Standpunkte sei gestern kein Beschluß gefaßt worden, und es werde heute eine neue Zusammenkunft stattfinden. In französischen und belgischen Konferenzkreisen habe man gestern abend unter wenig günstigen Eindrücken gestanden angesichts' der Schwierigkeiten finauu.üler Art, die jetzt gemacht würden, und die die ganze, so mühselig erreichte Verständchung in der Frage der Verfehlungen und der Sanktionen zwischen den Sa-chverstandigen wieder in Frage stelle. Man hoffe jedoch, daß jetzt der Wille zum Ziele zu kommen, bei den verschiedenen Delegationen es möglich machen wird, eine einstimmig annehmbare Lösung zu finden, die sämtliche in Betracht kommende Interessen wahrt.
Paris, 22. Juli. Ueber die neuen Schwierigkeiten, die auf der Londoner Konferenz ausgr- taucht sind, meldet der Sonderberichterstatter des „Echo de Paris": Im Lause der Besprechungen der alliierten Finanzminister mit dem Teilhaber der Bank Morgan Lamont und dem englischen Finanzminister Sir Robert Kindersley wurde die Frage der Garantie, die den ausländischen Anleihezeichnern bewilligt werden soll, besprochen. Die Finanzminister hätten ren Bankiers geplante Formeln der Repara- ionskvmmiffion, die die französische Vorherr- chaft beseitigt, mitgeteilt, und auch von der Priorität auf alle deutschen Zahlungen ge- prochen. Man habe ferner bemerkt, daß selbst sie von der Reparationskommission festgestellte leabsichtigte Verfehluna Deut^lands ein Vetorecht des Generalagenten der Zahlungen und eines lusonderen Vertreters der Anleibezeibner nach sich ziehe. Man habe ferner hinzugefügt, daß alle diese Quellen erschöpft seien, das Reich der Mächte nach einer unabhäg'gen Aktwn, so wie cs die Artikel 17 und 18 Vorschlägen, m t Hilfe des Dawesplanes durch einen Schiedsspruch 'nferp-e -. it werden könne Do? i'Ls Habe genügt. Lamont habe erklärt, daß die Repa rationskommission der Masse des amerika-
Sachverständigenplan in Verzug geraten ist, so soll ein amerikanischer Bürger, der in der nachstehend vorgesehenen Weise ernannt worden ist, an der Erörterung teilnehmen und seine Stimme ab geben, als ob er unter dem 8 2 dieses Anhangs ernannt worden wäre. Der amerikanische Bürger wird durch einstimmige Entscheidung derReparationskommiffion innerhalb von 30 Tagen nach Annahme dieses M- änderungsantrages ernannt werden.
2. Wenn die Reparationskommiffion eine Verfehlung. seitens Deutschlands feststellt, so werden die interalliierten Regierungen, die mit der Gewissenhaftigkeit eines gemeinsamen Treuhänders für ihre eigenen finanziellen Interessen und für die finanziellen Interessen derjenigen Personen handeln, die gemäß den Bedingungen des in Rede stehenden Planes Geld leihen, sogleich über die Natur der anzuwendenden Sanktionen und über die Methoden einer schnellen und wirkungsvollen Anwendung beraten.
3. Um auch die von dem Dawesbericht vorgesehene Anleihe von 800 Millionen Goldmark icherzustellen und um die Unterbringung die- er Anleihe zu erleichtern, erklären die Machte, >aß, falls Sanktionen infolge eines Verstoßes eilens Deutschland angewendet werden müsse, ie alle besonderen Sicherheiten respektieren
werden, die dem Anleihedienst gemährt den würden. Die alliierten Mächte sind weiter
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der Ansicht, daß der Anleihedienst absolute Priorität genießen muß hinsichtlich aller Hilfsquellen Deutschlands, auf welche ein allgemeines Pfandrecht zugunsten der Anleihe gewährt wird, ebenso hinsichtlich aller Einnahmen, die sich infolge der Anwendung von Sanktionen ergeben.-
Die alliierten Mächte stimmen ferner darin überein, daß sie während der Laufzeit der Anleihe nicht zu Sanktionen greifen werden, sofern nicht die Reparationskommiffion eine Verfehlung gemäß Abschnitt 3 des Teiles 1 des Dawesberichtes festgestellt hat und zwar durch eine begründete Entscheidung, nachdem sie die Ansicht des Generalagenten für Reparationszahlungen und eines Vertreters der auswärtigen Anleihe-Gläubiger eingeholt hat.
4. Sofern nicht etwas anderes in dem vorstehenden Paragraphen ausdrücklich festgesetzt wird, bleiben alle bestehenden Rechte der Sig. natarmächte des Versailler Vertrages vorbehalten.
Der Bericht -es zweiten Ausschusses.
Paris, 2L Juli. Der Unterausschuß der zweite« Kommission (Freigade der Pfänder) ist, wie Hava« aus London berichtet, heute vormittag in liflgerer