Sammer W Anzeiger
General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt. und Landkreis Kanan a. M.
Erscheint täglich mit Ausnahme her Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschluß Nr. 1237.
Bezugs» r e i s für die 2 Wochen vom 14. Juli b. 26. Juli 1 Goldmark ohne Trägerlohn. Einzelnummer 10 Freitags u. Samstags 12 Eoldofennig. — Anzeigenpreise: für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Eoldofennig. für dis R e kl a m e z e i l e (68 mm) 50 Goldpfennig. — Offerlengsbüb r SO Eoldofennig — Geschäftsstelle Hammerstrahe 9.
Srküllunasort und Gerichtsstand für beide Teile Santa a. Main. SS« Vladvorschriit und Erscheinung,tage der «nzeisen wird keine Gewähr geleistet. — 2m Falle höherer Gewalt, Streik usw. Hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung der Bezugspreises l ------------------- -------------........... . .. . ------------------
kr. 166
Donnerstag den 17. Juli
1924
Das Neueste.
— Nach Informationen der „Chicago Tribune" hat Sowjetrußland folgende Heeresliefe- mngen bestellt bezw. gekauft. In den letzten drei Monaten aus Holland, Italien und der Schweiz 530 Aeroplane, 40 Tanks, 65 Torpedo- jäger, eine große Menge Munition und Waffen. Die italienischen Aeroplane kosteten 2000 Gold- rubel das Stück; ferner wurden wichtige Holz- konstruktionen in Nordrußland angekauft. Zweigstellen der Deutschen Junckerwerke sollen bei Moskau errichtet werden, da bereits große Kauforders und Baranzahlungen vorliegen.
—Zur Entlassung Tollers aus der Feftungsan- stalt Niederschönfeld wird noch bekannt, daß Toller aus Bayern ausgewiesen und über die bayerische Grenze abgeschoben worden ist. Bekanntlich will er in Berlin seinen dauernden Aufenthalt nehmen.
— Der Lohnkampf im ostpreußischen Baugewerbe ist durch einen unter dem Vorsitz des Ministerialrats Dr. Gaßner gefällten, für beide Parteien verbindlichen Schiedsspruch beigelegt worden. Die Arbeit wurde heute wieder ausgenommen.
Das Schauspiel beginnt
Die Londoner Konferenz ist mit einer Begrüßungsansprache Macdonalds eröffnet worden, in der der englische Ministerpräsident die Lage darstellt, die sich aus der Annahme des Sachverständigengutachtens durch alle beteilig- !en Staaten ergeben hat. Die Londoner Konferenz wird ihre Schuldigkeit getan haben, wenn sie für die Durchführung des Gutachtens nun auch einen Weg findet, den alle mit dem gleichen guten Willen und dem gleichen guten Recht be- DMM töiwu. .-Mg-V^MMMi
selbst aus dem Gutachten ergibt, so schwer wird es doch sein, ihn in London von allen Hindernissen und Hemmungen zu säubern. Man wird deshalb auch nicht erwarten können, daß die Konferenz in rasch aufeinander folgenden Vollsitzungen ihrer Aufgabe gerecht zu werden versucht. Es wird vielmehr im engeren Kreise, in Ausschüssen oder in intimeren Besprechungen zwischen den Führern der Delegationen das Gelände sondiert und bearbeitet werden, ehe man zu allgemeinen Beschlüssen kommt. Gleich am Eröffnungstage der Konferenz erhebt sich die Frage, ob es selbst aus diese Art möglich sein wird die Dinge in zwei Wochen ins Reine zu bringen.
Der Eröffnungstag hat gezeigt, daß Macdonald die Absicht hat, nicht nur als Gastgeber der Konferenz zu gelten, sondern auch die Initiative in der Hand zu behalten, die er durch die Einladung zu der Konferenz bewiesen hat. Der sranzösische Ministerpräsident Herriot wird in London nicht die führende Rolle spielen. Aus Kreisen, die ihn in den letzten Tagen in Paris m der Nähe beobachten konnten, wird der Eindruck berichtet, daß Herriot unter den politischen Wechselfällen der letzten Zeit sichtbar gelitten hat. Er hat zweifellos das innere Bewußtsein,
Ansturm der Opposition gewichen zu sein und dabei Gelände preisgegeben zu haben, das er im Anfang als grundsätzliche Domäne seiner Außenpolitik verteidigt hat. Sein Rückfall in Manche Anschauungen Poincarës hat ihn in ein schiefes inneres Verhältnis zu dem Gedanken der Londoner Konferenz gebracht, wie er Uflprünglich zwischen ihm und Macdonald ver- aoredet war. Es ist bezeichnend, daß die fran- »aiilche Abordnung mit einem Heer von 6ad)= Wänbigen ziviler und militärischer Natur an= Ä $Qs l^s andere Aufgebot schlägt. Herriot Wie, daß er sich in der Defensive befindet und er diesmal in ganz anderer Geistesver- latzung über den Kanal gefahren, als damals, «er noch in der Jugendkraft feines Amtes dem "^Men Ministerpräsidenten in Chequers sei- Besuch machte.
-Was will Herriot in London verteidigen?
scheint nicht in erster Linie die militäri- Dns ^?ütion der bisherigen Politik Frankreichs.
° Oie Ruhr militärisch geräumt werden muß, erkn a?$ a^f dtzr Gegenseite so rückhaltlos an- nM' daß die Zusicherung fester Oiäumungs» 9rr./.me in absehbarer Zeit unvermeidlich ist.
Frankreich und Belgien bereit sind, aus Zugeständnisse zu machen, so scheinen sie dornig underen Seite umso nachdrücklicher stillt Bestehen, daß das Schema des Ver- DarJ »tmes nicht durchbrochen und die Re- einn^bkommission mit ihren Rechten nicht be- wird. Die Reparationskommission auch, ohne direkt vertreten zu sein,
in dem Londoner Konferenzsaal bereits festen Fuß gefaßt. Sie hat die Bedingungen aufgesetzt und nach London übermittelt, von deren Erfüllung sie das Zugeständnis abhängig machen will, daß Deutschland die Vorschläge der Sachverständigen verwirklicht hat. Zu diesen Bedingungen gehört nicht nur die Verabschiedung und Inkraftsetzung der deutschen Ausführungsgesetze (Bildung der Eisenbahn A.-G., der Goldnotenbank, Ausgabe der Obligationen), sondern auch der Abschluß von Verträgen, durch die die internationale Anleihe gesichert werden soll. Erst wenn alle diese Bedingungen erfüllt sind, soll nach Ansicht der Reparationskommission der französische und belgische Gegenzug erfolgen, d. h. die wirtschaftliche und politische Freigabe der besetzten Gebiete. Dabei spricht die Reparationskommission von einem Uebergang, sodaß man nicht einmal weiß, ob durch diesen Gegenzug sofort reiner Tisch gemacht wird. Mit diesem Beschluß schiebt sich die Reparationskommission ganz im Sinne Poincarès als ein
Die erütongsttinii der Sontet Monierens.
Die Degrützungsansprachen. — Macdonald Vorsitzender.
London, 16. IM. In der Eröffnungssitzung der JnteraMievten Reparation skonf erenz gab Macdonald in seiner Begrüßungsansprache den Delegierten eine Uebersicht über die 'infolge des Dawesberichts entstandene Lage. Die Konferenz habe die Aufgabe, die B e d i n - gungen zu schafffen, unter denen der Dawesplan durch geführt werden soll. Dabei betonte Macdonald besonders die Wichtigkeit der Durchführung des Aenderung.
Weiter erklärte Maodonald, zwei der festgesetzten Bedingungen seien absolut wesentlich, die wirtschaftliche und fiskalische Einheit Deutschlands und eine angemessene Sicherheit für die Kapitalanleger, die Deutschland Geld leihen wollen. Eines der großen Verdienste der Da- wesausschusses sei es gewesen, daß er an das Reparationsproblem mit kaufmännischem Geiste herangetreten sei und die Politik ausge« schaltet habe. Er hoffe, daß die Konferenz das Problem in demselben Geiste in Angriff nehmen. Der Dawesbericht würde die Lösung des Reparationsproblsms und den Wiederaufbau Europas noch nicht endgültig regeln. Es sei vielmehr notwendig, ihn zuerst in Anwendung zu bringen und den Weg frei zu machen, um dann andere Probleme in Angriff zu nehmen. Er wiederholte, daß die Konferenz sich ausschließlich mit dem Sachverständigenbericht und nicht mit dem Sicherheits^roblem oder der Frage der interalliierten Schulden zu befassen habe. Der Bericht weise neue Wege; er habe etwas sehr Nützliches geleistet, da er Mittel ausfindig gemacht habe, um zugleich Derrtfch- land wieder aufzubauen und deutsche Zahlungen an die Alliierten zu ermöglichen.
Macdonald begrüßte dann besonders die amerikanischen Delegierten und hob hervor, daß sie zwar nicht voll an der Konferenz teilnehmen würden, daß er jedoch in ihre Anwesenheit Zeichen ihres Wohlwollens und ihres Wunsches nach Zusammenarbeit sehe.
Nach Macdonald sprach H e r r i o t, der dem englischen Premierminister für seine edlen Worte dankte und weiter erklärte, die Konferenz habe eine schwierige Aufgabe vor sich. Es sei nötig, die Interessen der verschiedenen beteiligten Völker zu vereinigen und Schritte zu unternehmen, die für die W i e d e r h e r ft e l l,u n g des Friedens notwendig seien, denn alle hegten die gleiche Liebe zu Vaterland und Frieden. Herriot kam dann in feiner sehr kurzen Rede auf die eigentliche Konferenz zu sprechen und schlug vor, Macdonald den Vorsitz der Konferenz zu übertragen.
Der amerikanische Botschafter Kellogg dankte Macdonald für die an ihn gerichtete Begrüßung und sagte, die amerikanischen Delegierten seien nicht in derselben Eigenschaft und mit denselben Befugnissen wie die der anderen Konferenzstaaten anwesen. Amerika sei nicht Teilhaber am Versailler Verträge. Die amerikanischen Delegierten seien jedoch in demselben Gei ste der Hilfsbereitschaft gekommen. Kellogg sprach dem Dawesausschuß die wärmste Anerkennung aus. Die amerikanische Regierung und das amerikanische Volk glaub» ten* daß die Annahme des Dawesberichtes der erste große Schritt zur Stabilisierung Europas sein werde.
trennender Keil zwischen Deutschland und die anderen Teilhaber des Gutachtens. Deutschland kann sich auf solche Bedingungen nie und nimmer einlassen. Es kann die Ausführungsgesetze erst in Kraft setzen, wenn zuvor die in dem Gutachten geforderte wirtschaftliche und politische Freigabe des Ruhrgebietes restlos erfolgt.
Diese Streitfrage tritt in den Vordergrund der Londoner Konferenz. Und sie ist wohl auch der Punkt, an dem die führende Hand Macdonalds eingreifen wird. Der englische Vertreter Bradbury hat in der Reparationskommission aufs schärfste gegen die Ausführungsbedingungen der Kommission Einspruch erhoben, sicher im Einvernehmen mit Macdonald. Er hat darauf hingewiesen, daß diese Bedingungen das Zustandekommen der Anleihe von 800 Millionen Goldmark vollkommen illusorisch machen. Das ist der brennende Punkt der Konferenz und es wird sich bald zeigen, ob die Franzosen sich hier die Finger verbrennen oder vorziehen werden, mit Heiler Haut Nutznießer der Anleihe zu sein.
W leiten. Im April lieferte uns der Ausschuß einen Bericht, der nicht nur durch seine Fähigkeit, sondern auch durch seine Einstimmigkeit, uns allen die gebieterische Pflicht auserlegte, ihn unverzüglich zur Durchführung zu bringen.
Wir haben bischer eine Politik verfolgt, die nicht nur verfehlt hat, die erwarteten Reparationen einzubringen, sondern die als Folge zu einer Unbeständigkeit der Gemüter bei den in Betracht kommenden Ländern 'geführthat, zu einemAnwachsendes aggressiven Militarismus und zur Verstärkung einer Furcht, die jedes — .erheits- gefühl ausfchaltete. Die Nationen haben nicht eine Hoffnung vom Anbrechen eines friedlichen Tages erblickt, sondern in eine graue Aussicht drohender Gefahr geschaut. Es ist unsere Pflicht, sie zu beenden und zu versuchen, di« neue Gelegenheit zu ergreifen, um glücklichere Aussichten zu schaffen. Ich unterschätze keineswegs die Schwierigkeiten unserer Aufgabe. Andererseits hoffe ich jedoch, daß Sie nicht die Aufrichtigkeit unseres Wunsches, sie zu überwinden, unterschätzen. In einigen seiner Vorschläge ist der Bericht vielleicht auch anfechtbar. Aber wir sind von den Sachverständigen gewarnt worden, daß er als Ganzes genommen werden muß, und wer ihn immer sorgfältig untersucht hat, wird zu demselben Schluß kommen. Wir dürfen nicht versuchen, seine Einzelheiten abzupndern, sonst fallen wir wieder in die Meinungsverschiedenheiten, in denen wir uns früher befunden haben. Versuche, Vereinbarungen über kleine Dinge von geringfügiger Bedeutung zu finden, werden stets fefylft fagen. Der Bericht fordert nicht nur Verpflichtungen
von Deutschland, son^m auch von uns.
Wir müssen ihm eine Chance geben. Wir müssen unsere Maßnahmen so anwenden, daß mir Bedingungen schaffen, unter denen Cer Plan, wie uns gesagt worden ist, arbeiten wird, und von diesen Bedingungen sind zwei unbedingt wesentlich. 1. Daß die wirtschaftliche und fiskalifche Einheit Deutschlands wieder hergestellt wird, 2. daß angemessene Sicherheit den Gläubigern gegeben werden kann, die ersucht werden sollen, eine sehr große Anleihe vorzustrecken, welche die Grundlage des Planes ist. Der Mechanismus, durch den dies getan werden soll, bietet einige Sicherheit und ich bin überzeugt, daß die Schwierigkeiten überwunden werden können, und daß wir als Schlußwort unserer heutigen Beratungen das Wort schreiben können, das von unseren Beschlüssen so lange fehlte, nämlich das Wort: Erfolg Die Methode, durch die die Sachverständigen ihre Arbeit geleistet haben, kann von uns selbst geprüft werden. Der Dawesbericht hat einen scharfen Unterschied zwischen den wirtschaftlichen und politischen Erwägungen gezogen und sich auf die ersteren konzentriert. Der erste Satz, der Schlüssel des Berichtes selbst, gibt den SchlüsselzuderLage. Die Sachverständigen sagen; Wir sind an unserer Aufgabe als Kaufleute herangetreten, bestrebt, wirkliche Ergebnisse zu erzielen.
Meine Herren! Können Sie etwas Besseres tun, als die Anwendung dieses Berichtes in demselben Geiste, in dem er gefaßt worden ist, zu fordern? Wir müssen damit rechnen, daß wir alle anderen Fragen als die alleinige und einfache Anwendung des Berichtes beiseite steilem Wir dürfen nicht Fragen verwickelt gestalten, indem wir sie mit fremden Fragen verbinden. Die verhängnisvolle Gewohnheit, eine Frage mit einer anderen zu verbinden, ist zum größten Teile verantwortlich gewesen für den Mißerfolg, irgend etwas in der Vergangenheit zu lösen. Wir müssen Schritt für Schritt gehen, indem wir jede Frage soweit wie möglich isolieren und lösen, bevor wir zur nächsten Frage über- gehen..
Der Dawesbericht ist nicht in sich eine endgültige Lösung aller unserer Probleme.
Aber lassen Sie uns erst den Boden freimachen, indem wir den Dawesbericht zur Durchführung bringen. Danach bin ich bereit, mit Ihnen für die anderen Fragen eine Lösung zu suchen.
Die Gerechtigkeit des Dawesplanes, feine Unparteilichkeit und fein Gleichgewicht
haben allgemeine Anerkennung gefunden. Er ist ein praktisches wirtschaftliches Werk, das aufrichtig im Licht der Tat aufgeführt wurde. Was fein Ziel betrifft, so kann ich nichts Besseres tun, als den ausgezeichneten Auszug an. führen, der aus Bequemlichkeitsgründen vorangesetzt wurde. Dieser Auszug erklärt folgendes: !,Das Ziel des Planes ist, 1. eine Maschineria
Der italienische Delegierte de Stefani unterstützte ebenfalls den Vorschlag Herriots, Macdonald den Vorsitz der Konferenz zu übertragen und betonte, daß Italien an dem Werke des Wiederaufbaus Europas mitarbeiten werde. Im gleichen Sinne sprach der japanische Botschaft er. Der belgische Premierminister Theunis unterstützte den Antrag Herriots und brachte die vertrauensvolle Hoffnung der belgischen Regierung und des belgischen Volkes Gerechtigkeit und des Friedens ausführen werde.
Macdonald nahm hierauf den Vorsitz der Konferenz an und brachte nochmals feine Hoffnungen auf eine erfolgreiche Arbeit der Konferenz zum Ausdruck.
London, 16. Juli. Nach den Begrüßungsansprachen wurden Fragen über die Geschäftsordnung und die Organisation der Konferenz besprochen. Zum Generalsekretär der Konferenz wurde SirMauriceBankey gewählt. Es folgten dann noch Erörterungen über die Frage, wieviel Sachverständige jeder einzelne Teilhaber haben solle. Sodann wurden drei Ausschüsse gebildet.
Seine Vollsitzung am Donnerstag.
London, 16. Juli. Sämtliche drei Ausschüsse setzten ihre Arbeit nachts und morgen früh fort. Für morgen ist vorerst keine Vollsitzung anberaumt. Von Interesse ist, daß im Ausschuß für die Ausarbeitung des Plans der ökonomischen und finanziellen Räumung der bekannte Bankier Kindersley englischer Hauptleiter ist, während Josiah Stamp im Ausschuß Buchstabe G sitzt.
Die Rede Macdonalds.
London, 16. Juli. In der Eröffnungsrede Macdonalds auf der heutigen internationalen Rep a rat io nskonferenz heißt es, dem 'heu te abend 8 Uhr ausgegebenen Kommunique zufolge:
Meine ersten Worte und Gedanken sind die des Willkommens im Namen sowohl meines Landes als auch meiner Regierung an die Vertreter der Nationen, die, während der Krieg wütete, an unserer Seite kämpften und die jetzt die Verantwortung teilen, Europa Frieden und Sicherheit zu bringen. Die Nach- kriegsprobleme sind zahlreich und verwickelt gewesen und es lag in der Natur der Dinge, daß wir bezüglich ihrer nicht immer gleicher Ansicht sein konnten. Aber jedesmal, wenn wir verschiedener Meinung waren, haben wir einen neuen Beweis von der gebietenden Notwendigkeit der Einigkeit erharren, wenn unser Sieg wirklich Europa, sowohl für die großen Mächte als auch für die kleinen Nationallitäten, sicher machen soll. Nichts hat uns mehr gehindert als die wirtschaftlichen Probleme, die aus dem Kriege entstanden i rd und unter diesen sind die Reparationen eines der schwierigsten gewesen. Zu Beginn des letzten Jahres entstanden ernste Meinungsverschiedenheiten unter uns über diese Frage, die, wenn nicht ein starker, guter Wille in unseren Herzen gewesen wäre, zu üblen Folgen hätte führen können. Schlienlick, bei ,wß die Reparationskommission mit Zustimmung der Regierungen, einen Ausschuß von Sachverständigen zu ernennen, um das ganze . o» blem zu erforschen und uns 'bei seiner l^ana