Hanauer S Anzeiger
General-Anzeiger / Amlliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan a. M.
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Nr. 119
Millwoch den 21. Mai
1924
Das Neueste.
— Heute vormittag findet in Berlin eine BespMhuN'g der Deutsch nationalen der Deut« [4>n Volkspartei, des Zentrums, der Baye- rischen Volkspartei und der Demokraten über die Reaievungsbildnng statt.
— Der Ruh rberg bau -Konflik t dauert fort.
— Herriot ist entschlossen, die Regierung auch ohne Sozialdemokraten zu bilden. Er selbst gedenkt an die Stelle PoiNcarès zu treten. Es verlautet, daß seine Mitarbeiter schon bestimmt sind.
— Nach einem Telegramm aus Tokio hat her japanische Außenminister erklärt, der japanische Botschafter in Washington werde ermächtigt, seine Demission elnzureichen. (Es ist dies die japanische Antwort auf die Annahme des Linwanderungsverbots.)
Texlschwierrgkeiten -es Dawes- Gukachten.
ReichrtagSabgeordncter Dr.' Hoetzsch hat in feinem1 von uni erwähnten Aufsatz in den „Basler Nachrichten" mit Recht darauf hingewiesen, daß der englische Text des Sachverständigengutachtens von dem französischen Text in vielen Punkten abweicht. In den folgenden Ausführungen von Herrn Milton-Hart, dem Dolmetscher der englischen Botschaft in Berlin, wird an einzelnen Beispielen der Nachweis für derartige Unstimmigkeiten geführt. Selbstverständlich muß in allen Zweifelsfällen der englische Text als Grundlage und Ausgangspunkt angenommen werden, da DaweS seinen Bericht natürlich in englischer Sprache abgefaßt hat und danach erst eine französische Ueber« setzung hergesteüt worden ist. Auch die deutsche Uebersetzung bei Sachverständigenberichts ist seköstverständlich nach dem englischen Text erfolgt. Seit hem Erscheinen der „Berichte oer von der Reparationskommission eingesetzten beiden Sachoerständigenkomitees" tauchen in der englischen und französischen Presse immer wieder Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Texte dieser Berichte auf. Darauf muß mit allem Nachdruck hingewiesen werden und zugleich muh gefordert werden, daß der englische Text als Urtext für r e ch t s v e r b i n d l i ch anerkannt wird. Die von der R e i ch s d r u ck e- rei gedruckte deutsche Uebersetzung ist, wie in einem kleinen Vorwort mitgeteilt, nach dem englischen Wortlaut angefertigt.*) Aber auch ohne diese Mitteilung wären wir über die Tatsache nicht im Zweifel, denn die französische Fassung ist so abweichend, daß der Unterschied zwischen dem französischen und dem deutschen bezw. englischen Text sofort ins Auge springt. Ein von dem Verfasser dieses Artikels unternommener Vergleich des Dawes-Berichtes allein, ohne Rücksicht auf den Mc Kenna- Bericht, wies
etwa 125 Abweichungen auf. In manchen Fällen beruhen diese Ver- ichiedenheiten auf offensichtlichen Mißverständnissen, oder sie sind auf Nachlässigkeit zurückzuführen. Bei anderen Abweichungen merkt man, daß der englische Text nachträglich revidiert ist, um ihn möglichst aktuell zu gestalten. Wenn das englische „actual" mit „actuel" statt etwa mit „en realité" wiedergsgeben ist, muß man auf Unwissenheit oder Nachlässigkeit schließen; und wenn auf Seite 53 der englische Text lautet: „760 million gold marks at the end of 1922" (760 Millionen Goldmark Ende 1922) und der französische Text „755 millions de marks-or Ein juin 1922" (755 Millionen Goldmark Ende Juni 1922), so ersieht man ohne weiteres daraus eine frühere und eine spätere Fassung. Das sind jedoch alles Sachen, über die man ruhig hinweggehen kann. Leider gibt es aber eine ganze Reihe von Abweichungen sehr .. ernster Art.
die kaum anders als absichtlich anzusprechen smd. Diese zeigen immer dieselbe Richtung. Wo ein Wort des Englischen mildernd wirkt, fehlt es im Französischen; wo das Englische farblos ist, wird es im Französischen verstärkt; io, ganze Sätze scheinen im französischen Text ämzugefügt zu sein. Nur ein paar der vielen Beispiele:
„ *) Die deutsche Uebersetzung ist sehr sorgfältig. Nur auf einen Druckfehler auf Seite 74 ist hmzu- welsen: Der Text der Französischen hat überein« mmmend mit dem Englischen die geschätzten Rohein» swhmen bei einem Tabakmonopol mit 26 mal 62 Millionen' Schweizer Franken angegeben; in dem deutschen Druck steht 36 mal 52. Ebenso steht in der Fußnote über die Gesamtausgaben —
26 statt 36
38,72 33,72.
Die Frage »er Regierungsbildung.
Die Fraklionsbildungen.
Berl in, 20. Mai. Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, werden die vier Parteien der Mitte des Reichstags, nachdem in- zwisehen auch die Demokraten von den Deutsch- nationalen eingeladen wurden, der Einladung der Deulschnalionalen zu einer gemeinsamen Besprechung über die Regierungsneubildung am Millwoch vormittag folgen. Die Verhandlungen der fünf Parteien werden auf bet^ Grundlage von Richtlinien für die Außenpolitik stattfinden. die von der Deutschen Volkspartei ausgegangen sind. Bei der Aufstâng dieser Richtlinien ist geflissentlich von jeher ultimativen Form abgesehen worden, die eine bestimmte Bindung für die Deutschnationalen enthalten.
Bevor die Einladung der Deutschnationalen an die Demokraten erfolgte, hielten die Fraktionen der Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei, des Zentrums und der Demokraten Sitzungen ab. An der Beratung der Deutschnationalen nahmen auch Großadmiral a. Ä. v. T irp iß und der junge Fürst Bismarck teil. Dr. Maretzky, der Kandidat der National- liberalen Bereinigung, ist inzwischen der Deutschnationalen Fraktion beigetreten. — Am Nachmittag wurden die unterbrochenen Frak- tionssitzuna wieder ausgenommen. Die Deutschnationale Fraktion kam, wie es heißt, zu wichtigen Beschlüssen; diese werden jedoch streng geheimgehalten. Es verlautet nur sdviel, daß als Vertreter der Deutschnationalen Fraktion «bei den morgen stattfindenden Besprechungen Großadmiral a. D. von Tirpitz teilnehmen soll. W^Mi^^i
Ueber die Sitzung der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei wird in einem parteioffiziösen Bericht mitgeteilt, daß sich in der Fraktion nach Vorschlägen der Abgeordneten Dauch und von Raumer völlige Einmütigkeit über die Behandlung des Gutachtens der Sachverständigen ergeben habe. Die Fraktion habe die für sie maßgebenden außenpolitischen Richtlinien festgestellt und zur Frage der
Auf Seite 5 sagt die englische Fassung: „It is plainly for the creditor Governments ... to determine the nature of the sanktions ... and the method of their... application" (Es steht allein den Gläubigerregierungen zu,... die Art der Sanktionen... und die Art ihrer Anwendung zu bestimmen); die französische lautet dagegen: „de determiner la nature des sanctions ... et de les organiser" (die Art der Sanktionen zu Bestimmen... und sie zu organisieren).
Auf Seite 6 sagt die englische Fassung: „expense has not been spared in improving the German railway System" (es sind keine Kosten gescheut worden, das deutsche Eisenbahnnetz zu verbessern); die französische laustet: „avec quel luxe a été perfectionné le système ferroviaire allemand" (mit welchem Luxus ist das deutsche Eisenbahn-system vervollkommnet worden).
Auf Seite 26 lautet die englische Fassung: „extravagant expenditure" (übermäßige Ausgaben); die französische dagegen: „orgie de dépense" (Ausgabenverschwendung).
In dem englischen Text auf Seite 35 warnt der Bericht gewissermaßen vor einer Uebertreibung des Sachlieferungssystems, indem er die Worte: „if not carried too far" (wenn nicht zu weit getrieben) gebraucht; dieses läßt der französische Text weg, fügt aber hinzu: „pour l’utilisation de 1 excédent de la balances des comptes" (zur Verwendung des Ueberschusses der Rechnungsbilanz).
Dergleichen Beispiele findet man immer wieder auf den übrigen 140 Seiten des Berichts. Sie zeigen alle die gleiche Tendenz, eine Tendenz, die ja auch zu einer gewissen Polemik in der englischen und französischen Presse geführt hat. Im Laufe dieser Polemik ist es sogar zum offenen Geheimnis geworden, daß die Franzosen den Wunsch hegen
die Strafmatznahmen für ein eventuelles Versäumnis Deutschlands schon im voraus fest- sehcn. •
Es hat sich nämlich eine große Pressedebatte über einen gewissen Passus entsponnen.
Der englische Text hierüber lautet: „In case of such failure it is plainly for the creditor Governments, acting with the consciousness of joint trusteeship for the financial Interests of themselves and es others who will have advanced
Regierungsbildung beschlossen, der Cinla- dung der Deutschnationalen zu Verhandlungen am Mittwoch Folge zu l e t sie n. Die Fraktion halte jedoch gemäß ihren früheren Beschlüssen die Zuziehung der Demokratischen Fraktion für geboten.
Die Z è n i r u m s f r a k t i o tt zeigte wenig Neigung, an den Verhandlungen teilzunehmen, von denen die Demokraten ausgeschlossen sein sollen. Sie ist der Ansicht, daß man sich von den Demokraten jetzt nicht trennen dürfe, nachdem man lange Zeit in Gemeinsamkeit mit ihnen verhandelt und zusammen mit ihnen ein gemeinsames Programm vorbereitet habe. — Die Verhandlungen, die im Anschluß an die Fraktionssitzungen zwischen den Parteiführern im Laufe des Nachmittags geführt wurden, haben eine Einigung dahin ergeben, daß an den Besprechungen auch die Demokraten teilnehmen werden. ,
Wir können nur wünschen, daß die heute beginnenden Verhandlungen der oben genannten bürgerlichen Fraktionen zu einem guten Ende führen; denn kommt eine Koalition von den Deutschnationalen bis zu den Demokraten nicht zustande, ist an andere Regierungsbildungen gar nicht zu denken. Es braucht wohl nicht besonders betont zu werden, daß eine nochmalige Auflösung des Reichstages für unser Volk ein Unglück wäre, daß die Varteileiden- schaften in sinnloser Weise aufgepeitscht, ein LotML-Lruae^ würden, vas jedem Vaterlands-, freund Grauen und Entsetzen bereiten mußte. Der Leitstern der Parteien der deutschen Bürgertums in diesen Tagen muß sein: Kein Schimpfen und Zetern untereinander! Hinder- nisse sind aus dem Wege zu räumen, um positive nationale Politik treiben zu können. Die bürgerlichen Parteien dürfen nicht über Zwirnsfäden stolpern, jede von ihnen muß ab- und zugeben, drnn es geht um Deutschland!
money npon the lines of the plan then to determine the nature of sanctions to be applied and the method of their rapid and effektive application“. (Im Falle einer solchen Verfehlung steht es den Gläubigerregierungen, die im Bewußtsein der gemeinsamen Wahrnehmung ihrer finanziellen Interessen und derjenigen seitens anderer, welche Vorauszahlungen auf Grund der Richtlinien des Gutachtens geleistet haben werden, zu, daraufhin die Art der anzuwendenden Sanktionen und des Verfahrens zu ihrer schnellen und wirksamen Ausführung zu bestimmen.)
In den entsprechenden Stellen des französischen Textes steht: „En pareil cas, c’est manifestement aux , Governments eréanciers, agissant avec la conscience de leur responsabilité commune, & l’égard de leur propre intéréts finan- ciers et desintéréts des particuliers qni auront avancé des fonds pour mettre le plan â exécution, qu’il appartiendra de determiner la nature des sanction k appliquer et de les organiser "de fagon qu’elles soient promptes et efficaces.“ (In einem solchen Falle wird es nur den Gläu- bigerregierungen, die im Bewußtsein ihrer gemeinsamen Verantwortlichkeit hinsichtlich ihrer eigenen finanziellen Interessen handeln, sowie derjenigen Interessen Privater, die Vorschüsse geleistet haben werden, um das Gutachten zur Ausführung zu bringen, ausdrücklich zustehen, die Art der anzuwendenden Sanktionen zu bestimmen und sie derart zu organisieren, daß sie schnell und wirksam sind.)
Die Franzosen behaupten nun, daß der französische Text, in dem das Wort „then" fehlt, die creditor Governments, — die sie an anderer Stelle (S. 138) mit „pays allies) übersetzen (!!) — ermächtigt, die Sanktionen im voraus zu bestimmen. Eine solche Lesart ist zwar eine offenbare Verdrehung des Textes, denn durch den Gebrauch des Futurums im Französischen ist das Wort „ensuite" als Ueber» setzung für das nur der Klarheit wegen eingefügte englische Wort „then" gänzlich überflüssig gemacht, aber um so bedeutungsvoller erscheint mir gerade deswegen die ganze Angelegenheit, und um so wichtiger erscheint es, zu entscheiden, welcher Wortlaut als der ursprüngliche und gültige anzusehen ist.
Daß der Wortlaut des Englischen keine Uebersetzung des Französischen ist, ersieht man- schon daraus, daß es dafür im allgemeinen ein allzuschlechtes Englisch ist. eine Schlußfolgerung.
die zwar dem Laien etwas überraschen mirB, aber sicherlich der Wahrheit entspricht. Außer, dem, an der einzigen Stelle, die offensichtlich aus dem Französischen übersetzt ist, kommen keine Unstimmigkeiten vor. Diese Stelle behandelt die Tabakfrage und ist angefertigt nach den Vorschlägen der Herren Mayer uno Aliprandi.
Ein paar Zeilen weiter fangen die Ab'^ weichungen wieder an, manche, wie ich annehmen muß, absichtlich, manche unabsichtlich. Als Beispiel dev-letzteren weise ich hin auf diè Uebersetzung des enalischen „ascertain" (er- mitteln) mit „assurer" (versichern), ein Irrtum, der sehr oft vorkommt.
Diese kurze Auslese mag genügen. Mi offenbart, welche bedenklichen Ungleichheiten zwischen dem englischen und französischen Text bestehen, und daraus ergibt sich gebieterisch die Forderung an die Ententestaäten, sich doch erst einmal darüber zu äußern, welcher Text als authentischer Urtext zu betrachten ist.
Das MailSn-er Resultat
Mailand, 20. Mai. Da» Sraebnis der belgisch« italienischen Ministerzusammenkunst stellt sich nach dem Eommuniguè und den ersten Presiekommentaren wie folgt:
Einbeit der beiderseitigen Ansichten, die zu einer einheitlichen diplomatischen Aktion führen wird, but ist sowohl von Mussolini al« auch van Theunir Journalisten gegenüber als wesentlichste« Ergebnis hervorgehoben worden, ferner der Wille, nunmehr auf Grund des Sachverständigenplanes rasch zu einer Lösung zu kommen, ein Monitum zu loyaler Inkraftsetzung und zur Ausführung des Sachverständigen- Plans an Deutschland, zu richten, da« dieseSmal die gesamte Entente gegen sich geeint finden würde, die Aussicht, über die Sauktionenfrage zu Vereinbarungen zwischen den Alliierten zu gelangen, Vorschlag einer Konferenz der Alliierten, welche eine vorher auf diplomatischem Wege tu findende Vereinbarung bestätigen soll, W«Wd) Me Znkrayâ« be? Sachverständigenplanes, unabhängig von der Frage der interalliierten Schulden, welche jedoch mit der endgültigen Lösung der Frage des Gesamtbetrages verknüpft bleibt-
Eine schriftliche Festlegung des Ergebnisse« der Konferenz hat nach einer Erklärung Theuni« gegenüber einem Journalisten nicht stattgefunden.
Pari-, 20. Mai. Zu den italienisch-belgischen Verhandlungen in Mailand 'schreibt das „Journal des DebatS", die belgischen Minister hätten von den Reparationen, von dem DaweSplan, von den interalliierten Schulden und von dem Plane einer interalliierten Konferenz gesprochen. Nach dem heute morgen veröffentlichten CommuniguS hatten sie die verschiedensten einander entgegeustehendcn Hypothesen in Erwägung gezogen, sowohl die Annahme, daß Deutschland „loyal bie erforderlichen Maßnahmen treffen und auSführeil werde, als auch den Fall, daß es vorzöge, gegen seine internationalen Verpflichtungen zu verstoßen." Sie hätten erkannt, daß e« in Voraussicht des letzteren Falle» möglich sei, ein interalliiertes Abkommen zu treffen. Er sei also die Frage der etwaigen Sanktionen geprüft worden. Da die belgischen Niinistcr vorher mit Macdonald unterhandelt hätten und einer der Zwecke ihrer Reise nach ivlailand darin bestanden hätte, Mussolini die Ergebnisse ihrer Londoner Reise mitzuteilen, dürfe man annehmen, daß die in Mailand erörterten Pläne mit denen de» Foreign Office in Einklang ständen. Man dürfe auch hoffen, daß wenigstens in den großen Zügen Uebereinstimmung bestehe. Deshalb erwähne das Communiquè den Wunsch, daß entsprechend der wohlbekannten Absicht Macdonalds ein« interalliierte Konferenz einberufen werde. Aber man erkenne in England an, daß eine Konserinz dieser Art unmöglich sei, ehe der deutsche Reichstag die Richtlinien der deutschen Politik habe erkennen lassen, uxb ehe man wisse, welche Männer im Namen Deutschland» sprechen werden. Diese Erwägung hindere indesim nicht, daß die Besprechungen zwischen den alliierten Kabinetten fortgesetzt werden, im Gegenteil.
Abberufung der Oberdelegierle» und Kreis-elegierten im besetzten Gebiet.
Der Kölner Korrespondent des „B. T." will bett vertrauenswürdiger Seite erfahren haben, daß bie französischen Diilitärpersonen, die Stellungen al» Ober» delegierte und Krei»delegierte iw befehlen Gebiet be» kleiden, durch linksrepublikanische Beamte ersetzt werden fallen, die mehr wirtschaftlich all militärisch eingestellt sind. Der Oberdelegierte des Bezirk« Coblenz, Oterst Philipp, ist bereits feiner Amte« entsetzt worden. Auch der militärische Delegierte bei Bezirks Wiesbaden werde demnächst verabschiedet werden. General d« Metz soll ebenfalls von seinem Posten für immer beurlaubt werden.
PalttlevS über die Ruhrbesetzung.
Paris, 20. Mai. Der republikanisch-sozialistisch» P a l n l e V 6 hat der .Libertü" eine Unterredung gewährt, in der er «. a. erklärte, für Frankreich sei Eine» von kapitaler Bedeutung: direkte Mul« beutung bei Ruhrgebiet» und bie Eisenbahnregie. Gerade diese hochwichtig« Sache solle aber Frankreich nach dem Eachvmtündigen» bericht preitgeben. Die militärische Besetzung sn demgegenüber von verhältnismäßig geringer Ledeutung. In Wirklichkeit habe Frankreich das Ruhrgebiet v«