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anauerS Anzeiger

General-Anzeiger Amtliches Organ für Stadt- vnd Landkreis Kanan a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Con«, und Feiertage. / Fernfprech-Anschlutz Nr. 1237.

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Nr. 112

Dienstag den 13. Mai

1924

WahlMeöerlage Pomearès

Verriet Nachfolger Poinearös?

Paris 12. Mai. Am 6 Ahr abends find ssämtl i ch e V a h l er g eb n i s s e bekannt mit Ausnahme von neun Sitzen in den Kolonien und einem unbestimmten Sitz im Departement du Nord. '

Gewinn Verlust

11 Konservative (äuß. Rechtet +

137 Republikaner (Gr. Arago) +

92 Linksrepublikaner

2 17

24 88

+ 17 77

4-9 23

34 dissidierende Republikaner

127 Radikale u. Radikalsozialisten + 66 16

35 sozialistische Republikaner

109 Sozialisten

29 Kommunisten

'4- 58

10

4- 247

Vier Stichwahlen werden notwendig. Die Gesamtzahl der bisher gewählten Abgeord­neten ist 574.

In der heute abend veröffentlichten Liste der bis jetzt gewählten Abgeordneten erscheinen die 34 gewählten dissidierenden Radikalen unter der Bezeichnung dissidierende Republikaner. Daraus kann man schließen, daß die Bildung einer neuen Gruppe ins Auge gefaßt ist.

Die 574 Mandate der am 1. Juni zusam- mentretenden Kammer verteilen sich wie folgt:

Block der Linken:

Radikalsozialisten (Vorsitzender Herriot) Lozichisien (Internationale 2%) Sozialistische Republikaner (Vorsitzender

Painleve)

127

109

35

bisherigen Erfolge erzielt seien, sind vergebens gewesen. Die Empfehlungen des nationalen Blocks, daß Poincars der einzige Mann sei, der das Vorgshen an der Ruhr zum endgültigen französischen Erfolg führen könne, diè Ver- 'uche, mit dem Geist der deutschen Revanche die französischen Wähler zu ängstigen, haben nichts gefruchtet. In allen Departements hat der nationale Mock schwere Verluste erlitten und das Kartell der Linken überraschende Er­folge erzielt. Das gilt nicht allein für die De­partements mit hoher industrieller Entwicklung, bei denen eine Feindseligkeit gegen Poincars sich sichtbar schon seit la nger Zeit heraus ge bildet hatte, das gilt auch für die Departements mit ländlicher Bevölkerung, und gilt auch, für die­jenigen Departements, die sogenannte ver­wüstete Gebiete umfassen.

Das gegnerische Lager, das in der alten Kammer in einer hoffnungslosen Minderheit war und sich für die Wahlen zu dem Kartell der Linken zusammengeschlossen hatte, ist mH einer Mehrheit aus den Wahlen hervorge­gangen, während die bisherige Poincarèfche Mehrheit zur Minderheit geworden ist. Es wäre töricht für uns, von einem Freudengeheul zu sprechen, denn das französische Volk in sei­nem Patriotismus hat durch seine Stimmab­gabe gewiß nicht geglaubt, uns auch nur einen Sou zu erlassen oder auf die französische For­derung, daß ihm Sicherheit vor dem deutschen

DasJournal des Debats" versucht dem Ergebnis der Wahlen die für den Augen- Äf beste Seite abzugewinnen. Es scheint, so schreibt das Matt, daß man schon heute drei Feststellungen machen könne: 1. Daß das An­wachsen her Linken nicht der kommunistischen, sondern der sozialistischen und der radikalsoziv- listischen Partei zugute komme, die den revolu­tionären Anschein vermieden, die stets Anspruch darauf erhoben hätten, die Regierung wieder zu übernehmen und die sich immer anheischig gemacht hätten, die großen nationalen Inter­essen zu wahren, 2. daß die Linksparteien, die die Kommunisten gegen sich hätten, genötigt sein würden, sich den weiter rechts stehenden Republikanern zu nähern und- den gemäßig­teren Elementen Rechung zu tragen.

DieLiberte" schreibt: Als die Arbeiter­partei in England, die Regierung übernommen habe, habe man eine Schwenkung in der bri­tischen Politik, das Ende der französisch'-eng- lischen Entente und den Triumph der Demo­kratie angekündigt. Nichts habe sich geändert. Die neu ans Ruder Gekommenen hätten die Politik ihrer Vorgänger fortgesetzt. Das Schick­sal eines Landes werde zumeist von Kräften beherrscht, denen die der menschliche Wille nicht viel ausrichten könne. Frankreich sei an einem jener Wendepunkte an gekommen, an denen man, um zum Ziel zu gelangen, die Pferde wechsele.

DerJntransigeant" sucht feinen Trost darin, daß Paris dem nationalen Mock treu geblieben sei, Dafür müsse man ihm Dank wissen. In der Provinz aber scheine der Mock der Linken erheblichen Vorsprung zu haben.

Der linksradikaleP a r i s S o i r" schreibt,

treten. Das Pfund, da» am Lormittaz 74 notierte, steht auf 78 und ist weiter im Steigen. Der Dollar ist von 16,95 auf 17,85 gestiegen.

Emer Meldung aus Newyork infolge hat der Kur» des französischen Franken an der dortigen Börse einen weiteren Rückgang erfahren. Er notierte 5,78 Cents.

Ein Block der Mitte?

Berlin, 12. Mai. Von demRachrWen- büro des Vereins Deutscher Zeikungsverlegec" wird heute abend die folgende Meldung ver­breitet:

Es steht noch keineswegs fest, daß die Deutschnati analen mit Hinzunahme der neun Sitze der Landliste die stärkste Fraktion im neuen Reichstag bilden werden. Die wir er­fahren, sind bei den Mittelparteien Bestre­bungen im Gange, aus dem Z e n t r u m, der Deutschen Volkspartei und den De­mokraten eine Fraktion zusammenzuWie- ßen, die vielleicht den Ramennationaler Block der Mitte" führen und in der die einzelnen Parteien ihre politische Selbständig­keit behalten würden. Fraktionsbildungen aus verschiedenen Parteien hat es schon im Reichs­tag der Vorkriegszeit gegeben. Damals schlossen sich die Antisemiten verschiedener Richtung mit den Vertretern von Wirlschafisgruppen und den Christlich-Sozialen zusammen. Die Fraktion der Mitte im neuen Reichstag würde 137 Abge­ordnete zählen. Das Zentrum würde mit seinen 65 Stimmen die stärkste Gruppe sein und könnte also den Reichskanzler Marx auch für den neuen Reichstag präsentieren. Es wird da­mit gerechnet, daß die neue Fraktion die wo h l- wollende Reutralität der Sozial-

Rationaler Block: Republikanische Entente Links"republikaner Rechtsradikale

demokraten finden wird. Dann würde es den Reichstags-

habe Zue

137

92

34

Zusammen 263

Dazu kommen auf der äußersten Linken 29 Kommunisten und auf der äußersten Rech, km 11 Konservative. In der vorausgegange- neu Kammer zählte der Rationale Block 386, die Parteien der Linken 142 Sitze.

*

Der 11. Mai hatte als Wahlfouutag eine Acht minder große Bedeutung wie der voraus- gegangene 4. Mai. In Frankreich handelte es sich um die Frage, ob es PoincarS gelingen werde, feine Regierungsmehrheit zufammenzu- holten. Diese Mehrheit stand und fiel mit dem nationalen Block. Man erwartete zwar, wie die Hansen Presse erkennen ließ, eine gewisse Ver­schiebung nach links. Man war aber fest davon überzeugt, daß sich daraus keine entscheidende Aenderung in den bisherigen Mehrheit sver- yaltnifsen ergeben würde. Und nun ist aus dem peute vorliegenden Wahlergebnis eine Nieder­ts des Nationalen. Blocks zu folgern, die r 019 den schwersten Schlag seiner poli- «ichen Laufbahn bezeichnen kann.'

Das bunte Durcheinander der französischen Parteien hat sich im Laufe der Wahlagitation wehr und mehr auf zwei große Kampflager vereinfacht. Auf der einen Seite stand der bloc- ratwnal. Er besteht in der Hauptsache aus den gemäßigten Republikanern, die eigentlich erst bei den letzten Wahlen des Jahres 1919 hoch gekommen find, damals aber infolge der Nach- fuegsstimmung so kräftig anschwollen, daß sich m der Kammer eine überwältigende Mehrheit WZ ihnen bilden ließ. Es war dies die Mehr- Au, die mit Poincars durch dick und dünn g ing und auch für den Einbruch in die Ruhr die par- amentarische Verantwortung übernommen hat.

K^rntruppen dieses Blocks sind die Repu- vukaner (Gruppe Arago), auf die sich Poincars Ms feine politsche Leibwache stützte, und die g'"'brepubfikaner. Um diesen Kern gruppierten bch die dissentierenden anderen Gruppen, bei ^E^enheit auch die rechtsradikalen Royalisten

Konservativen und sie zusammen waren in r ?et nicht zu überstimmen. Dieser na= Hale Block hatte die Wahlparole ausgegeben: Fwwr Poincars, weil er wähnte, im

L ^^^ Mannes siegen zu können. Das hat eine Entscheidung getroffen, die er erwartet hat. Es ha t sich in Scharen » der Politik Poincarès abgekehrt. ' Seine Mitagsreden, mit denen er fast alle Depar- imentsjjeimgefudjt hatte, feine Reden in Kaw-

Senat, die in der letzten Zeit immer !9r,3rtmrner ivieder darauf gerichtet waren, die aiitldn, daß das Vorgehen an der Ruhr ^l an der Erschütterung der französischen Q-Wng, zu entkräften und heroorzukehren, >B nur durch seine militärische Potilik alle

na-

die neue französische Kammer intensiver zu Ver­handlungen mit England und Deutschland drängen wird, ohne daß von ihr politische Ein­sicht und Verständnis für den Frieden Europas im geringsten erwartet werden darf. Eine Bresche in das Diktat von Versailles bedeutet darüber wollen wir uns ganz klar fein der Ausfall der französischen Wahlen nicht.

Kerriok Nachfolger Pvmcarss.

Paris, 13. Mai. DasEcho de Paris" will von einer gut unterrichteten Persönlichkeit er«

Wenn Millerand begriffen habe, müsse er gehen. Wenn Poincars Sinn für die Beredt- samkeit der Ziffern habe, müsse er zurücktreten! Der Wille des Landes geschehe, der Nationale Block ist tot.

Pvincar« gehl nicht nach Chequers.

London, 12. Mai. Wie Reuter erfährt, wird wegen der Wahlniederlage Poincarss die Zu- sammenkunst mit Macdonald wahrscheinlich ausgegeben.

X^^ umerrumeren er- Rèuter fügt dieser Meldung noch folgendes

fah^ren haben, daß man in der Umgebung b f;

^nmmrés hi» hnrA hi» w^Wxi bmzu. M stcher, daß eine Zusammen­

kunft des britischen und französischen Premier-

Poincarès die durch die Neuwahl getroffene Lage dahin beurteile, daß die Opposition bis 300 Stimmen erhalten würde. Trotzdem sich die Zahl vielleicht auf 250 vermindern wird, ist sicher, daß Poincarè die Absicht hat, zuvllck- zutreten. Die Kammer dürfte aber bis zum 1. Juni am Ruder bleiben und die jetzigen Minister werden die Führung der Geschäfte bis zu diesem Zeitpunkt übernehmen. Ueber die Nachfolge befragt, erklärte Poincars:Es gibt keinen Zweifel, das kann nur Herriot sein."

FranMijche Preffeftimmen.

Paris, 12. Mai, Das Ergebnis der Wahlen wird vomT em p s" in dessen innerpoft tischem Leitartikel mit merklichem MWehagen ausgenommen. Nach dem 1. Juni, so schreibt das Matt, werde man sehen, wie die Wahlver- bün beten des gestrigen Tages es ans teilen wür­den, vier Jahre zusammenzuhalten und welche Außen-, Innen- und Steuerpolitik sie ins Werk setzen würden. In welcher Form würden sich die Kommunisten, die ihr Bündnis mit Moskau offen zur Schau trügen, die Sozialisten, denen die französischen Forderungen an Deutschland immer noch übertrieben erschienen, und die Ra- dikalfozialisten, die in der letzten Kammer eine nationale Politik getrieben hätten, miteinander verständigen? Welche Mißhelligkeiten würden zutage treten? Es frage sich, ob man Deutsch­land gegenüber eine Politik der Vertragsdurch­führung einfchlagen werde, wenn es Widerstand leiste oder eine Politik der Schwäche, wenn es sich seinen Verpflichtungen entziehe. Wenn diese Politik eine Politik der Stärke sein solle, so werde sich nichts geändert haben. Sollte es eine Politik der Schwäche sein, so werde es feierfei Zahlungen geben. Damit sei die Frage der SteuerpoKtik aufgeworsen. Die Franzosen wür­den dann zu bezahlen haben, da Deutschland nicht zahlen werde, und die Ueberlast, die das anhaltende deutsche Versagen den französischen Steuerzahlern aufnötige, werde noch größer werden. Wenn man bei der vollständigen und wohlüberlegten Zergliederung der Wahlergeb­nisse den Eindruck gewinne, daß die Kräfte der Linken einer Mehrheit und damit der Ueber­nahme einer Regierung nahekämen ein Eindruck, der bei weitem nicht feststehe. so dürfe man voraussagen, daß für sie die Aera der Schwierigkeiten besinne. .

Ministers binnen kurzem stattfinden wird. Aber wenn eine neue französische Regierung ihr Am antritt, so muß die Zusammenkunft notwen­digerweise aufgeschoben werden, um dem neuen französischen Ministerpräsidenten Zeit zu geben, sich zu unterrichten.

Der Eindruck in London.

London, 12. Mai. Die Abendpresse verkündet im Sperrdruck, daß Poincarè geschlagen sei, und das erneute Fallen des Franken wird in diesem Zusammenhang viel beachtet, und dahin aus- gelegt, daß diè Geldmärkte einer kommenden Veränderung Rechnung tragen. Eine Mehrheit des Blocks der Linken bedeute eine Aenderung der Ruhrpolitik Frankreichs.

Der Londoner Berichterstatter desMan­chester Guardian" schreibt, in diplomatischen Kreisen könnte man schwer verstehen, weshalb Macdonald' Poincars unmittlbar vor den fran­zösischen Wahlen nach England eingeladen habe.

M a n ch e st e r Guardia n" schreibt in einem Leitartikel, wie auch immer das Ergebnis bei den französischen Wahlen sei, Poincars werde ein Faktor in der französischen Politik bleiben. Er werde sicher Mitglied der neuen französischen Kammer sein und in gewissen poli­tischen Fragen bei weitem ihr wichtigstes Mit­glied. Jede Regelung des Ruhrproblems, die er empfehle, werde von Frankreich angenommen werden. Keine Regelung, der er sich nachdrück­lich widersetze, habe viel Aussicht auf Annahme.

Ein Amneftievvrfchlag.

Paris, 13. Mai. Eine Anzahl neugewählte linksstehende Abgeordnete hat die Absicht an­gekündigt, sofort nach Zusammentritt der Kam­mer einen umfassenden Ämnestievorschlag zu­gunsten der vom Kriegsg-ericht wegen poetischer Bergeheu Verurteilten einzubringen. Gleich­zeitig werde die Wiedereinstellung sämtlicher wegen Streiks und wegen ihrer politischen Meinung entlassenen Eisenbahner und sonstiger Beamten in die Wege geleitet werden.

Der Frank fällt weiter.

Paris, 12. Mai. An bcr Börse verursachten bie Wahlergebnisse außerordentliche Erregung. Am De­visenmärkte ist ein vollständiaer Umschwung einae-

Präsidenten zu stellen, zumal da bei den Abgeordneten der Mitte der Wunsch besteht, die allgemein anerkannten Fähigkeiten des bis- herigen Reichskagspräsidenten Lobe auch dem neuen Reichstag zu erhalten. Kommt die ange- strebte Fraktionsbildung zustande, so würden sich die großen Fraktionen nach ihrer Stärke in folgender Reihenfolge gruppieren: Block der Mitte 137, Deutschnationale 105, Sozialdemo­kraten 100, Kommunisten 62, Deutschvölkische 32. Diese Gruppierung wird auch bei der Zu- sammensehung des Reichstagsbüros eine Rolle spielen.

Der Zufammenskitt des Reichstages.

Berlin, 12. Mai. Die Einberufung des Reichstages dürfte, wie nunmehr den Blättern zufolge mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden kann, für den 27. Mai erfolgen. Die Vorstände der alten Reichstagsfraktion treffen bereits die Vorbereitungen für die ersten Frak­tionssitzungen. Am 14. Mai tritt als erste Frak­tion die Deutsche Volkspartei zusammen, der am 20. Mai die Deutschnationalen folgen. Als Alterspräsident, dem in der neuen Wahlperiode die Eröffnung des Reichstages obliegt, dürfte der 79jährige Sozialdemokrat Bock (Gotha) in Frage kommen.

Die Reichslagswahl in Äeffen-Aaffaiu

Cassel, 12. Mai. Wahlkreis 19 (Hessen- Nassau). Endgültiges Wahlergebnis. Sozial- demokraten 302 886 (5 Sitze), Deutschnational« 242 995 (4 Sitze), Zentrum 202 966 (3 Sitze), Deutsche Volkspartei 146 985 (2 Sitze), Völkisch- Sozialer Block 66 604 (1 Sitz), Demokraten 85 249 (1 Sitz), Kommunisten 111495 (1 Sitz), Nationale Freiheitspartei 4580 (kein Sitz), Deutsche Wirtschaftspartei 23 846 (kein Sitz), IL S. P. 11555 (kein Sitz), Häußerbund 682 (kein Sitz).

Die Regierungsbildung in Bayern.

München, 12. Mai. Wie dieMünchener All- gemeine Zeitung* meldet, werden zwischen der Deutsch- nationalen Nolkspartei und der Bayerischen Volkspartei zurzeit wegen der Neubildung der Bayerischen Negierung Verhandlungen geführt. Die Deutschnationalen be- ständen darauf, daß Dr. v. Snilling wieder da« Amt des Ministerpräsidenten übernehme. Für das Ministerium des Innern werde Ministerialrat Stützel in Vorschlag gebracht. Anstelle der Ministers Oswald olle als Sazialminister der Abgeordnete Funke treten. Der Posten KahrS solle mit dem Minister Schweyer bejcht werden.

v. Seisser seines Amtes enthoben.

München, 13. Mai. Polizeioberst von Seisser ist, wie dieMünchen-AugSduraer Abendzeitung zu- verlässig erfährt, von der Negierung seines AmteSi' enthoben worden. Lin Rücktrittsgesuch hat er byrher! nickt einaereickt.