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Sanauer» Anzeiger

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan a. M.

General-Anzeiger

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn* und Feiertage. /. Fernsprech-Anschlutz Nr. 1287.

Bezugspreis für die Zeit vom 1. bis 10. Mai 75 Goldpfennig ohne Trägerlohn. Einzel­nummer 10 Freitags u. Samstags 12 Goldpfennig.Anzeigenpreise: für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Goldpfennig. für die R eklamezsile (68 mm) 50 GoldpfennigOffertengebüb r 30 Goldpfennig Geschäftsstelle Hammerstraße 9.

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Nr. 110

Samstag den 10. Mai

1924

Das Kettelte.

Im Ruhrkonflrkt ist eine weitere Ver­schärfung eingetreten.

Einer Korrespondenzmeldung aus Leip- : zig zufolge sind im Zusammenhang mit bet Ver­haftung des Studenten Brandt wegen Beteili­gung ân der Ermordung Rathenaus weitere Festnahmen in München erfolgt. Die Verhafte­ten find zum Teil bereits in das Leipziger Un­tersuchungsgefängnis eingeliefert worden.

Poincare fährt am 20. Mai nach Che- quers, um mit Macdonald zu verhandeln.

Der Franken hat erneut einen beträcht­lichen Rückgang zu verzeichnen,.

In San Francisko hat eine Feuersbrunst die gesamten Docks von Sakramento, die der Pacific- und der California-Schiffahrtsgesell­schaft gehören, zerstört.

Die französ. Kammerwahlen

Morgen Sonntag wählt das französische Volk ür die neue Kammer 584 Abgeordnete. Die bis­herigeKammer des Nationalen Mocks" fetzte ich nach der Wahl vom 16. November 1919 zu-

ommen aus 626 Abgeordneten, die sich wie

folgt auf die politischen Parteien verteilten: 30 Mitglieder dep Rechten, 186 Mitglieder der Re­publikanischen Entente (Arago-Parteif, 65 Linksrepublikaner, 99 Mitglieder der demokra­tisch-republikanischen Linken, 45 Mitglieder der republikanischen und sozialen Aktion, 86 Radi­kale und Radikalsoziale, 28 soziale Republika­ner und 68 Sozialdemokraten. 19 Mitglieder gehörten keiner Partei an. Da im Laufe der Legislaturperiode unter dem Druck des Ratio

daß nur beim Neuroa neu oder ausgeschiedenen rdneten statt» finden sollen, wenn in einem Wahlkreis mehr als zwei Abgeordnete ausgeschieden sind, hat sich die Zahl der Abgeordneten dermaßen ver­ringert, daß zum Schluß die Kammer nur 569 Mitglieder zahlte. Diese setzten sich parteimäßig gegliedert wie folgt zusammen: 25 Mitglieder der Rechten, 162 Mitglieder der republikanischen Entente, 54 Linksrepublikaner, 83 Mitglieder der demokratisch-republikanischen Linken, 46 Mitglieder der republikanischen und sozialen Aktion, 83 Radikale und Radikalsoziale, 31 soziale Republikaner, 50 Sozialdemokraten und, hervorgerufen durch die inzwischen innerhalb der Sozialdemokratischen Partei eingetretene Spaltung, 14 Kommunisten. 21 Abgeordnete ge­hörten keiner Partei an.

Wie hat sich nun der Aufmars 'ch der P a r t e i e n zur Wahl vollzogen? Es ist in den Wen Wochen viel davon geredet worden, daß ffe französische Regierung sich darum bemüht, die Achse des Rationalen Blocks nach der Mitte zu verschieben. Das ist auch gelungen, aber nur in sehr unvollkommener Weise, gewissermaßen nur auf dem Papier. Wenn man sich die Kan­didatenlisten ansieht, erkennt man, daß in den weiften Wahlbezirken sich nur dieFirma" ge­ändert hat. Man spricht jetzt nicht mehr vom Nationalen Block schlechthin, sondern vom National-Republikanischen Block. In Wirklichkeit aber findet man auf allen Listen dieses neugeschaffenen Blocks einträchtig Kandi­daten vereint, die sowohl der Aragogruppe an­gehören als auch den linksstehendem republika­nischen einschließlich der Partei, die sich die Par­iei der Rationalen Radikalen nennt. Nur in

wenigen Wahlkreisen steht der Block der Mitte un Kampf gegen den alten Nationalen Block. Diese Tatsache aber kann nur auf örtliche Ver­hältnisse zurückgeführt werden und hat nur tat» ische Bedeutung, weil ihr Ursprung darin be­icht, daß gerade in diesen Kreisen der Block 'er Linken über eine starke Anhängerschaft ver­fügt. Der Block der Linken tritt ebenfalls Acht in allen Wahlbezirken in die Erscheinung. ®r setzt sich auch, wenn man die Listen betrach- iet, nicht einheitlich zusammen. In gewissen Bezrken haben beispielsweise die sozialen Re­publikaner, also Anhänger der Partei Painleve-

publikaner, also Anhänge «riynd, auch mit dem B

Briand, auch mit dem Block der Mitte paktiert;' n vielen Wahlkreisen jedoch haben die Sozia­listen mit den Radikalen und sozialen Republi­kanern einheitliche Listen aufgestellt. Das We- stntlichc bei der Beurteilung ist, daß die von Mincare in seiner letzten Rede ausgegebene Wahlparole es dahin gebracht hat, daß die Un» Scheidung zwischen Radikalen, die das Wahl­bündnis mit den Sozialdemokraten nicht billi­gen, und jenen Radikalen, die unter Führung ston Herriot mutig für einen Block der Linken emtreten. einen Zwiespalt in d ie

Die Lage im Auhrbergbau.

Derschürfung -es Kampfes. Eingreifen des Reichskommiffars

Die Meldungen aus dem Ruhrgebiet sprechen von einer Verschärfung des Kampfes im Berg­bau. Kommunisten und die jetzt im Ruhrgebiet sehr rege tätigen Separatisten gewännen an Einfluß unter den ausgesperrten bezw. streiken­den Bergarbeitern. Die Zahl der Hüttenwerke die infolge Sohlenmangels zur Stillegung des Betriebes gezwungen fmb, hat sich weiter er­höht. Auch mußte die Gasversorgung mehrerer Städte, darunter Essen, eingestellt werden. Auf den Kruppschen Werken wird durch Anschlag der Direktion bekanntgegeben, daß voraussicht­lich vom 11. Mai an infolge Sohlenmangels Kurz- und Feierschichten eingelegt werden müssen. Auch die Gute Hoffnungshütte in Oberhausen ist bereits wegen Gas- und Strom­mangels zum größten Teil zum Erliegen ge­kommen. Von mehreren Zechen wird gemeldet, daß Belegschaftsmitglieder, welche zur Arbeit gehen wollten, tätlich angegriffen und bedroht worden sind. Bei der gestrigen Schicht sind 93,70 Prozent der Gesamtbelegschaft nicht angefahren.

Vermittlungsaktion.

Dortmund, 9. Mai. Reichs- und Staatskvm- misfar Mehlich, der heute von einer Reife zu- rückgekehrt ist, leitete unverzüglich eine Dermitt- lungsakrion zur Beilegung des Kampfes im Bergbau ein; es find zunächst Vertreter der vier Bergarbeiterverbände zu Freitag abend zu einer Besprechung geladen; morgen sollen die Be- sprechuNgennm Vertretern der Zechenverbände

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tungen, die heute vormittag in der Berg­werksdirektion Recklinghausen zwischen einem

Reihen der bürgerlichen Linken ge- tragen hat, über dessen Wirkung man sich vor­erst noch keine Rechenschaft abgeben kann. Ge­schlossen und einheitlich treten die Kommu­nisten in den Wahlkampf. Sie nennen sich Arbeiter- und Bauernpartei. Nur in wenigen Wahlkreisen haben kommunistische Dissidenten, die unter Führung des ehemaligen Generalsek­retärs der Sozialistischen Partei, Frofsard, stehen, sich mit den Sozialdemokraten zu einer Liste vereinigt. Auch das entspringt taktischen auf rein lokale Verhältnisse zurückzuführenden' Erwägungen.

Ueber die kommende Entscheidung der Wah­len ist es außerordentlich schwierig, etwas Zu­verlässiges vorauszusagen. Der Block der Linken ist zuversichtlich, nicht weniger zuversichtlich ist der Block der Mitte. Als sicher kann man an» nehmen, daß die Kommunisten an Boden ge­winnen werden, und daß sich die Achse der Par­teien, die für die Bildung einer Regierung in Frage kommen, nach links verschieben wird. In welchem Maße, das allerdings läßt sich nicht voraussagen. Der W a h l k a m p f wird dies­mal nicht leidenschaftlich geführt. Eine gewisse Parlamentmüdigkeit ist auch in Frankreich zu spüren, und Heros klagt beweglich in derVic- toire" über die Gleichgültigkeit der Bürger. In Paris würde man, wenn nicht die amtlichen Anschlagsäulen für die Wahllisten und die Wahl­programme vorhanden wären, nur sehr wenig davon merken, daß morgen eine wichtige Ent­scheidung über die Zukunft der französischen Politik, namentlich aber über die Zukunft der französischen Außenpolitik, fallen muß. Dann aber muß man besonders unterstreichen, daß, selbst wenn die Wahlergebnisse feststehen, noch kein klares Bild über die Zusammensetzung der Kammer gewonnen ist Denn viele Kandidaten haben sich noch nicht darüber ausgesprochen, -welcher Fraktion sie sich anschließen werden, und die Gruppierung in der Kammer wird wesent­lich davon abhängen, wer nach den Neuwahlen vom Präsidenten der Republik für die Bildung des neuen Ministeriums berufen werden wird, weil das Trachten vieler Abgeordneten doch da­rauf gerichtet ist, zur Mehrheit zu -gehören, wie man das auch in der Kammer des Nationalen Blocks erlebt hat.

Poincarö führt nach Chequers.

Paris, 9. Mai. Die Zusammenkunft zwischen Ramsay Macdonald und Poincare ist nunmehr definitiv für Dienstag den 20. Mai vereinbart worden. PoincarS hat im Laufe einer neuen Unterredung, die er heute abend mit dem eng­lischen Botschafter batte, die Einladuna des eng-

Vertreter des preußischen Handelsminffteriums, dem Präsidenten der Bergwerksdirektion Ge­heimrat Raiffeisen und Vertretern der Berg- arbeiterverbände bis in die späten Nachmittags­stunden hinein stattfanden, find erfolglos geblieben.

Sammlungen für die Streikenden.

DerVorwärts" veröffentlicht einen Aufruf des Allgemeinen deutschen Gswerkschastsbundes und des Afabundes, in welchem die Arbeiter und Angestellten auf gefordert werden, für die ausgesperrten Bergarbeiter des Ruhrgebietes unverzüglich Sammlungen einzuleiten, da es sich bei dem Kampfe der Bergarbeiter um die Verteidigung des Achtstundentages der deut­schen Arbeiter handle. Nach einer weiteren Meldung des Blattes aus Amsterdam hat eine Anzahl internationaler Gewerkschaftsführer, darunter englische, belgische und niederländische

ins Benehmen zu setzen.

ArbeikswiMge in Sachsen.

gebiet be- iegschaften

Dresden, 9. Mai. Im Streik beim sächsischen Steinkohlenbergbau hat sich nichts wesentlich Neues ereignet. Die Zahl der ArbeitswMgen, die die Arbeit wieder ausgenommen haben, ist gestiegen. Auf einzelnen Zechen, insbesondere im Lugau-Oelsnitzer Revier, sind Teile der Be­legschaften wieder eingefahren. Beim Bergbau

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Schutz ein, damit sie wieder zur Arbeit gehen können.

lischen Premierministers zu einem Besuch in Chequers für diesen Tag angenommen.

DasEcho de Paris" schreibt zu der Unter­redung: Die Entscheidung des englischen Mini­sterpräsidenten sei erst gestern vormittag erfolgt. Er hätte zuerst einen persönlichen Brief an Poincare richten wollen, aber eine maßgebende Person habe ihm geraten um eine direkte Unter­redung nachzusuchen. Poincare habe zwar in feinem Brief an die Repko erklärt er sei gegen einen sofortigen Meinungsaustausch zwischen den Alliierten bevor der Sachverständigenplan nicht in der Repko ausgearbeitet worden sei, allein durch die Konferenz mit den belgischen Ministern sei der Vorbehalt hinfällig geworden.

Paris, 10. Mai. Nach demPetit 'Parisien" verläßt Poincare Chequers am 21. Mai vor­mittags, um am Abend wieder in Paris einzu­treffen.

Die neuesten Wahlziffern.

Berlin, 9. Mai. Nach den neuesten amtlichen Feststellungen des Wahlergebnisses, die zum Teil bereits auf den von den Kreiswahlaus­schüssen anerkannten Berechnungen beruhen, wurden abgegeben: Insgesamt 29 311442 Stimmen. Davon entfallen auf

Ver. Sozialdemokratische Partei 5 991547 Deutschnationale Volkspartei 5 764 628

Zentrum 3 901 087

Deutsche Volkspartei 2 646 747

Demokratische Partei 1 661425

Kommunistische Partei 3 728 089

Bayerische Volkspartei 941 982

Bayerischer Bauernbund 685 273

Deutsch-Hannoversche Partei 318 505

Deutschvölkische Freiheitspartei 1 922 626

Landliste 568 780

Deutsch-Soziale 338 348

U. S. P. D. 234 708

Bund der Geusen 58 890

Christlich-Soziale Volksgemeinschaft 124 626

Arbeitnehmerpartei 36 199

Freiwirtschaftsbund 36 024

Häußerbund 23 862

Nationale Freiheitspartei 59 114

Nationale Minderheiten 133 540

Partei der Mieter 46 U1

Republikanische Partei 45 867

Sozialistischer Bund 25 617;

auf nicht an die Neichsliste angeschlossene

Gruppen 16967 Stimmen.

Die Verteilung der Mandate nach Kreis- und Verbandssitzen und nach den Reichswahl­vorschlägen ausgeschieden, ist folgende

Ver. Sozialdem. Partei 82 -ff 11 -ff 17 100

Deutschnat. Bolksvartei 80 -ff 3 -ff 13 96

Deu

Deut

Deutsche Volkspartei 30 4-8 ^6 = 34

Demokratische Partei 9 -ff 12 -ff 7 = 28 Kommunistische Partei 42 '-ff 114- 9 = 62 Bayerische Volkspartei 14 '-ff 0 '-ff 2 n 16 Bayerischer Bauernbund 3 4- 2 V 5 = 10 ltsch-Hannoversche Partei 4 ^ 0 -ffl 5 ltschvölk. Freiheitsp. 13 -ff 9 '-ff 10 = 32

Landliste 7'-ff1"-ff1-9

Deutsch-Soziale Partei 0 '-ff 2 -ff 2 4;

Gesamtzahl der Mandate 336 '-ff 64 ^ 71 =u 471.

Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Gesamtzahl der Abgeordnetensitze noch eine geringe Er­höhung erfährt und zwar nicht bei der Feststel­lung des amtlichen Wahlergebniffes, sondern bei der späteren Durchprüfung der Abstim­mungsniederschriften. Es hat sich nämlich her­ausgestellt, daß die Zahl der ungültigen Stim­men gegenüber den früheren Wahlen stark ge­stiegen ist. Während im Jahre 1920 die Höchst­zahl der ungültigen Stimmen in einem Wahl­kreise 12 000 betrug, melden diesmal Merse­burg 14 361, Düsseldorf-Ost 24 904 und West­falen-Süd 34 484 ungültige Stimmen. Es ist möglich, daß ein Teil dieser Stimmen nachträg. lich für gültig erklärt werden wird, sodaß der einen ober anderen Partei noch ein Mandat zu.

fallen könnte.

Dolksenkschei- über -as Dawes- Gutachten?

Berlin, 9. Mai. Sie der »Sozialdemokratische Parlamentsdirnst" erfährt, hat der Vorstand der V. S. P. D. in seiner heutigen Sitzung einstimmig den Beschluß gefaßt, in der Frage der Annahme oder AblehnungderSachverständigenvorschläge den Volksentscheid zu beantragen. Da der Kampf zwischen 23 Parteien die erforderliche Klarheit nicht gebracht habe, solle da» Volk selbst durch Ja oder Nein entscheiden. *

Wir halten es für ein Ding der Unmöglich­keit, daß das deutsche Volk über eine so schwie- rige Frage, wie sie das Sachverständigengut­achten darstellt, mit Ja oder Nein entscheiden soll. Es handelt sich hier um eine so ungeheuere verwickelte Materie, zu deren Studium wochey- lange Arbeit der berufensten Wirffchaftspoliti- ker nötig ist. Der Beschluß findet denn auch in der gesamten Presse eine ungünstige Beurtei­lung. DieDeutsche Tageszeitung" schreibt: Die Frage darf garnicht auf Ja oder Nein zugespitzt werden, wenn der deutschen Regierung nicht die notwendige Handlungsfreiheit genommen wer­den soll. DerLokal-Anzeiger" spricht von einem übereilten Schritt. DieD. A. Z." be­zeichnet das Vorgehen mit politischer Spieler«. DieGermania" schreibt: Der Beschluß ist we­nig überlegt, da der deutsche Reichstag zu dem Gutachten noch nicht Stellung genommen hat, so daß die Volksabstimmung völlig überflüssig sei DasB T." schreibt: Wir halten den Schritt für sehr wenig glücklich, da versucht wird die Verantwortung über die Annahme oder Ableh­nung des Gutachtens von den Parteien auf das Volk abzuwälzen.

Die In-uftrie un- -as Sach- verstänöigengutachten.

MtgliederverfamMlung des Verein sDeut* s ch e r M a s ch i n e n b a u a n st a l t e n, an der auch Reichsinnenminffter Dr. Jarres teilnahm, rechtfertigte das gefchaftMhrende Präsidialmit- glied des Reichsverbandes der Deutschen In­dustrie, , _

Geheimrat Dr. Bücher, die Stellungnahme des Reichsverbandes zu dem Gutachten der interalliierten Sa-chverstän» digen.

Bücher erinnerte an die drohende Gefahr einer UeberfreMdung des Bergbaues und der darin angeschiossenen Eisenindustrie und die daraus entspringende Gefährdung der deutschen Währung. Bei der Gründung der Rentenbank sei man sich darüber klar gewesen, daß sie als Währungsbank nur solange gehalten werden könne, als die notwendigen Jmportdevisen durch Export geschaffen werden könnten. Das Defizit der Handelsbilanz sei durch Gold nicht zu decken. Auch das Golddiskontinftitut des Reichsbank- präsidenten könne diese Aufgabe nicht erfüllen, da es auf viel zu kleiner Basis aufgebaut sei. Eine Verbreiterung der Basis durch langirqtlge Auslandskredite habe man aber vor befriedrgen» der Regelung der Reparationsfrage nicht Nr er­warten. Geheimrat Bücher zog aus diesen Er­wägungen die Folgerung, daß ft^ t fi« einer Fortdauer des jetzigen Zustandes die deutsche