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SanauerS Anzeiger

General-Anzeiger / AmMches Organ für Skavl- und Landkreis Sanau a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Son«, und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1237.

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Nr. 101

Mittwoch den 30. April

1924

Das glatteste.

Del dem Eisenbahnunglück von Bellinzona ^ttl zwei weitere deutsche Opfer festgestellt worden.

Die endgültige Festlegung des Dawesplanes, Me von der Rep ko vorgenommen wird, hat be­gonnen. Man nimmt an, daß die Arbeiten min­destens einen Monat dauern werden.

Theunis und Hybmans werden am Freitag M Macdonald konferieren.

Im Ruhrbergbau wurde gestern der Schieds­spruch über das Arbeitszsitabkommen gefällt.

Das englische Unterhaus gab einstimmig seine formelle Zustimmung zu dem Budgetvorschlag des Schatzkanzlers.

IS kann Deulschlanö leisten?

Die falsche MelhoSe.

Es von denen um das

gerungen wird. Front der Ententemächte, das

Das eine fft andere die das erste T

Reichswirtschaftsminister Hamm gewährte einem Redaktionsmitglied derKöln. Ztg." eine Unterredung über die wirtschaftlichen Grund­lagen des Sachverständigengutachtens. Die Frage, ob der Minister den Eindruck gewonnen habe, daß das Sachverständigengutachten in seinen Voraussetzungen wie in seinen Folge­rungen den wirtschaftlichen Verhältnissen Deutschlands gerecht geworden sei, beantwortete der Minister wie folgt:

Nach meiner Ueberzeugung überschätzen die Sachverständigen diese Lefftungsfähigkeit Man darf nicht vergessen, daß Deutschland Un­geheures schonausseinerVolkswirt- schaft abgeführt hat. Nach deutscher Berechnung bis Ende 1923 über 43 Milliarden

Mark aus

über 14

if das Wiedergutmachungskonto und Milliarden Mark daneben Leistungen,

der U

und die der andern

Ma »ander näher zu bringen. In Deutsch­land fft die Linie der Archänger und der Gegner nicht ganz klar geWeden. Die Deutschinationalen sind gegen die Annahme des Gutachtens, ob­gleich ihre industriellen Anhänger, namentlich soweit sie der westfälischen Schrverinduftrie an« ' is für die Annahme des Gut-

gehören, dur achtens find. , , ,

sozialdemokratische Partei für die Annahme des Gut ns ein, ohne daß man zwffchen ihr und den "' men der Arbeitsgemein-

für die Annahme find,

ziMemokratifche Methode fft un- faLsch eingestellt, sobald es sich um $r äußeren Politik handelt, womit t sein soll, daß sie in der inneren Po-

Gebiete der äußeren PokiE niemals das rich­tige Augenmaß besitzt. Das liegt wahrscheinlich daran, daß sie infolge ihrer internationalen so­zialistischen Grundanschauung die Dinge immer falsch sieht. Ms Mitglied der Internationale hat sie von jeher den inneren Feind, das heißt

. . _ ten Deutschlands, be­

kämpft, und zwar mit Hilfe ausländischer Ge­sinnungsgenossen. Diese geistige Etikette klebt ein für allemal auf der Politik der Sozialdemo­kratie und macht sich gerade bei der deutschen Soztaldemokraitie auf das peiuEichste bemerk-

die

wedeln das ist ihr als Partei angeboren und aus dieser Geistesverfassung kommt sie nicht heraus.

Auch bei der Stellung zum Sachverständi- gengutachten macht sich das wieder bemerkbar. DerVorwärts" hat vom ersten Augenblick an dieses Gutachten geschluckt, als wäre es eines der leckersten Bissen, der Deutschland gereicht wecken konnte. Und jedesmal, wenn in der deutschen Oeffenklichkert berechtigte Bedenken und Einwände erhoben wurden, fing derVor­wärts" an zu bellen und zu beißen. Er fühlte sich gewissermaßen als Schutzpatron des Gut­achtens und wehe, wer daran zu rühren wagte. Kein Wunder die internationalen Genossen in England sind ja auch für den Sachverständi- genberrcht. Dabei enthält dieses Gutachten den

kampft hat. In dem Augenblick, in dem diele Entstaatlichung vom Auslande gefordert wiro, empfindet sie derVorwärts" beinahe als eine Gnade. Alles in allem: Eine Haltung, wie man sie sich unwürdiger vom deutschen Standpunkt aus nicht denken kann.

Dabei ist diese Methode auch grundfalsch, wenn man wirklich eine Durchsetzung des Sach- oerständigengutachtens erreichen wollte. Die Methode desVorwärts" setzt das Gutachten der Sachverständigen in ein Licht, als ob uns damit ein Geschenk in den Schoß falle. Und

die auch in niedrigerer Berechnung nach Keynes immerhin 20 bis 26 Milliarden, nach dem Institute of Economics in Washington auf 26 Milliarden geschätzt werden. Man darf ferner nicht vergessen, was Deutschland alles in Ost und West und Uebersee an Grund und Boden, Landwirtschaft, Bergbau, Industrie, an Schiffen und Kapital verloren hat. Hätten wir das alles noch, hätten wir noch die letzten Stütz­punkte deutscher Arbeit im Ausland, unsre Ko­lonien, auf die wir ein Recht haben, wie nur irgendein andres Volk, so wäre die Leistungs­fähigkeit anders zu beurteilen. Und wenn die Sachverständigen sagen, daß Deutschland infolge der Markentwertung seinen Produktions- apparat erhalten und ausbauen konnte, so darf

ungen, Erweiterungen und Neuanlagen notwendig wurde als Ausgleich für produk- tionshindernde Kriegsfolgen. In der Eisenbahn z. B. infolge der neuen Grenzziehung, in der Industrie infolge der Veränderung in der Roh­stoffversorgung oder Verkürzung der Arbeits­zeit. Und zum andern Teil sind Aufwendungen vielfach nicht aus gesunden volkswirtschaftlichen und technifchen Erwägungen, sondern aus Angst vor der rasenden GeDentwertung gemacht wor­den Sie bedeuten vielfach nur eine Verbreite­rung, keine Verbesserung des Apparats und belasten die Wirtschaft, statt sie zu befruchten. Die Goldumstellung zeigt ja in Bilanzen und Kursen, wie gering für das Sachkapital die Rentabilität zu schätzen ist. In manchen wich­tigen Zweigen ist unsre Industrie offensichtlich von derjengen andrer Länder technisch über­flügelt und hat allen Anlaß, diesen Vorsprung wieder einzuholen. Denn mehr als je kommt es jetzt ans Auslandsabsatz an und auf Güte und Billigkeit der Produktion. Trotz niedriger Löhne, trotz Enffchuldung, trotz gesteigerter Ar­beitszeit sind wir für den Weltmarkt vielfach zu teuer, selbst wenn die andern Länder uns wieder ihre Türen öffnen. Zwar verweisen die Sachverständigen daraus, daß die einseitige Be- nachtelligung Deuffchlands im Jahre 1924 ab­laufe. Das trifft indes nur für die Maßnahmen des Vertrags von Versailles zu, nicht aber für die vielen wirklich oder vorgeblich zum Schutz gegen deutsches Valutadumping getroffenen Ataßnahmen, die bis heute trotz der seit einem halben Jahre stehenden deutschen Währung noch nicht gelindert, geschweige denn ausgehoben sind. Hier müßten unsre Gläubiger vorangehen, da- mit uns die Türen geöffnet werden.

Die Bestimmungen über Reichsbahn und Reichsbank beurteilte der Minister wie folgt: Ich sehe in ihnen schwere Belastungen,

namentlich nach der seelischen Seite schwerer noch als in den ziffermäßigen Belastungen, denn diesen Ziffern gegenüber liegt eine gewiße Sicherung in den Schutzvorschriften. Darin liegt ein Zug selbsttätiger Anpassung an die deutsche und die internationale Wirtschaftslage. Aber was wir einmal den Gläubigern an Reckt auf Reichsbahn und Reichsbank eingeräumt haben, bleibt bestehen. Indes war von Anfang an und insbesondere in dem mit Billigung weitester politisier Kreise abgegebenen Angebot der Re­gierung Cuno die Verpfändung der Reichsbahn schon in Aussicht genommen. Die sie treffenden Zahlungen sind nicht von vornherein unerfüll­bar. Worauf es ankomMt, ist in den Vorbe­reitungsverhandlungen so stark wie immer mög­lich Reichsbahn und Reichsbank als Werkzeuge der nationalen Wirffchast in deutscher Führung zu halten und eine maßgeb­liche fremde Einwirkung auf die Fälle nachweis­barer schuldhafter Verletzung zu beschränken.

leihe, die eine gesunde Kopitalkanlage barstest* und für die umfangreiche Bürgschaften gegeben seien. Die Anleihe würde dem DaweSplan Wirksamkeit geben, die wirtschaftliche Ruhe und die Kaufkraft Europas wiederherstellen und zu einer Epoche der Frieden» und der Zusammenarbeit führen.

Paris, 80. April. Nach Meldungen der Thikago Tribune aus Washington wird Präsident Coolidge voraussichtlich eine Besprechung mit General DaweS und dm anderen amerikanischen Sachverständigen haben.

Schacht über die Golbbiskontbank.

Berlin, 29. April. In der heutigen Zentral» ausschußfitzung der Reichsbank widmete der Vorsitzende, der Präsident des Reichsbankdirek-

toriums, Dr. S gekommenen

chacht, dem so jäh ums Leben Staatsminister Helfferich

es

é dann

erst rocht an seinem Widerstände und an seinen DurchkreuMrgsversuchen feschalten wird. Das Gutachten ist ganz gewiß kein Geschenk für Deutschland. Wenn es Deutschland annimmt, so bringt es ein ungeheures Opfer und geht un­endlich schweren Zeiten entgegen. Es nimmt eine Last auf sich, die es kaum zu tragen ver­mag. Deshalb ist es dankenswert, daß Reichs- wirtschaftsmmister Hamm in einem Interview dem Gutachten eine Auslegung hat geben

lassen, die diese Gesichtspunkte in das richtige Licht rückt. Hamm sagt mit Recht, daß die Sachverständigen die deutsche Lefftungsfähigkeit überschätzen und ganz außer Acht lassen, daß Deutschland bereits CntschädiMngszahlungen aufgebracht hat, die das Oekonomische Institut in Washington, eine gänzlich unparteiische In- stanz, auf 26 Milliarden Goldmark geschätzt hat. Man darf ferner nicht vergessen, was Deutsch­land alles in Ost und West und Uebersee an Grund und Boden, Landwirtschaft, Bergbau, Industrie, an Schriften und Kapital verloren hat. Hätten wir das alles noch, hätten wir noch die letzten Stützpunkte deutscher Arbeit im Aus­lande, unsere Kolonien, aus die wir ein Recht haben, wie nur irgend ein anderes Volk, so wäre die Leistungsfähigkeit anders zu be- urteAen.

ser großen Opfer, die

von Versailles, dessen sittliche niemals anerkennen können.

mal den Ver Berechtigung eingegangen hatte war es eine des Unglücks, daß Amerika

einen ehrenden Nachruf und betonte dabei, Helfferich habe von 1910 bis Anfang 1915 dem Zentralausschuß der Reichsbank angehört und sei in dieser Zeit zugleich stellvertretender De­putierter gewesen. In seiner späteren Stellung als Staatssekretär des Innern sei er von Juni 1916 bis November 1917 mit der Stellvertre­tung des Reichskanzlers in der Leitung der Reichsbank und dem Vorsitz des Reichsbankkura- toriums beauftragt gewesen. Helfferich hab« aber nicht nur in den bezeichneten Stellungen, sondern auch vorher und später seine reichen Kenntnisse und Erfahrun- genstetsbereitwilligindenDiensi

, wie

lich vorgesehen, im stimmberechtigt vertreten war. . .

dung wäre dann anders gefallen. Daß nun die Vertreter Amerikas gleichberechtigt in den ver- schiedenen Ausschü Mitwirken-

der Reichsbank und des deutsche Währungswesens gestellt. Die Ve sammlung erhob sich zu Ehren des Dahingeschie­denen von den Plätzen.

I N

aus genutzt werden könnten, dadurch nicht rmsr- heblich' gelindert, daß z. B. bei der Goldnotsn- bank und dem Uebertragungsausschuß nicht po­litische Vertreter der Regierungen, sondern un­abhängige Sachkenner sitzen, bei denen Ver­gangenheit und Beruf eine gewisie Sicherung für die wirtschaftliche Auffassung ihrer Aufgabe bieten. Aber es bleibt natürlich für eine große nationale Wirtschaft ungeheuer schwer, unter solcher Kontrolle zu arbeiten. Das Wesen der Wirtschaft ist Freiheit von außenwirtschaftlichen Instanzen. Allmählich konnte die deutsche Wirt­

rer fft es nun, wieder neue unD dazu fremde Kontrollen auf sich zu nehmen. Aber das alles geschieht etwa nicht aus Lust an Unterwerfung und Bindung, sondern geschieht, um durch diese Bindung Frecheft um größern Maße einzutau- schen. Die Wiederhenstellung der deutschen Staatsemheit und Staatshoheit an Rhein und Ruhr fft von den Sachoefftändigen in klaren Worten als wichtigste Voraussetzung deutscher Leistungen bezeichnet worden. In der Tat! Wenn Freikreich heute noch über die offene Grenze im Westen ungemessene Mengen über­flüssiger Waren unverzollt oder zu einem Bruch- teil des deutschen Zolltarifs in unsere Wirtschaft hineinzwingt, wenn Micumverträge undKrtogs- gerichte auf der Wirtschaft lasten, so kann dabei die Wirtschaft weder rm besetzten noch im unbe­setzten Gebiet gedeihen. Was die Sachoerstän- digen als wirtschaftliche Voraussetzung auf­stellen, fft dies also in höchstem Sinne und ist zugleich seelische Voraussetzung für die deutsche Leistungssähigkoit. In ihr erblickte die Reichs- regierung das politische Ziel und die sittliche Be­rechtigung, wenn sie sich bereit erklärte, das Sachmrständigsngut achten als Grundlage der Reparationslösung anzunehmen.

bringen hat, bereit, das Gutachten anzunehmen, dann hat es wahrlich keine Ursache zu frohlocken, wie es auf der sozialdemokratischen Seite heute schon geschieht. Das Sachverständigengutachten ist kein Geschenk, sein Inhalt wird nie vollkom­men erfüllt werden können. Das muß aber bei den kommenden Verhandlungen zum Ausdruck gebracht werden, wozu die Sozialdemokraten infolge ihrer internationalen Einstellung nicht in der Lage sind. Deshalb sorge am 4. Mai jeder dafür, daß die Sozialde,nokrat>e überhaupt nicht in die Lage versetzt wird, über dieses Gut- adjien zu entscheiden.

Amerika und Vte Reparationslösung.

London, 29. April. Reuter meldet an» New' Jork, goung und Rsbmson, du an Bord des Dampfer» ,Lepia:dan" angekommen sind, dringen in einer ge­meinsamen Mitteilung auf die Beteiligung Amerikas an der Ausführung des Sachderständigenplane», be­sonders berüalick der Deutschland ru gewährenden An-

Sodann berichtete der Vorsitzende über die für die drei Aprilwochen vorliegen- denAusweifederReichsbank, wobei er hervorhob, daß die Inanspruchnahme der ei eit den neuerlichen bekannten Kre- ------------------ in den letzten Wochen, gemessen cm der Entwicklung der Wechsel- und Lombard­anlage einerseits und den fremden Geldern an­dererseits, eine befriedigende Entlastung auf- wies. Der Gesamtumlauf an Zahlungsmitteln, der sich am 31. Dezember auf 2,7 Milliarden Goldmark gestellt und im ersten Quartal eine Vermehrung um rund 350 Millionen G.-Mk. erfahren hatte, konnte bis zum 15. April um nahezu 200 Millionen G.-Mk. eingeschränkt werden. Seitdem ist er noch weiter zurück­gegangen.

Ueber die deutsche Golddi»kontbank teilte der Vor« sitzende mit, daß sie am 16. April ihren Geschäfts­betrieb ausgenommen und bis einschließlich heute Kredite in Höbe von rund 500 000 Pfund Sterling und 100 000 Dollar erteilt und weitere Kredite von rund 1,1 Millionen bewilligt bahe. Abgesehen von den bereit» früher erwähnten Rediskontkrediten sind ihr neuerdings feiten» eines amerikanischen Banken. konsortiumS noch solche Kredite in Höbe von 5 Milli- onen Dollar» zur Verfügung gestellt worden. Die Gold- diSkontbank wird in den nächsten Tagen ihren 1. Ausweis (per Ultimo April) veröffentlichen. Einzahlungen auf da» Grundkapital von 16 Millionen Pfund sind bisher in Höhe von rund 62 Prozent erfolgt. Da» ein- gezahlte Kapital besteht zum kleineren Teil in Gold und ausländischen Noten und zum größeren Teil in täglich fällig werdenden Forderungen auf da» Aurlaud. Weitere Ausführungen der Präsidenten waren der Frage der in der Oeffentltchkeit so viel umstrittene« Kreditpolitik der Reichs­bank gewidmet. Für das Reichrdankdirektorium steht in erster Linie die Forderung, daß nicht durch eine übermäßige Ausdehnung der gewährten Kredite die Stabilität der Währung erschüttert würde. Die Reichsbankleitung würdigt dabei vollkommen die Schwierigkeiten, welche auf manchen Gebieten infolge der ungeheuren Kredit- und »apitalnot bestehen. Zu einer Diskonterhöhung könne dre Reichsbank sich trat vielfacher Anregung zur Zeit nicht entschließen, dc die Kredite der Reichsbank überwiegend für leben»not< wendige Zwecke der Volkswirtschaft gewähtt werden, erscheine eine weitere Diskonterhöhung gegenüber den Interessen der Allgemeinheit nicht vertretbar, während auf der anderen Seite angesichts der großen Kapitalnot manche Kreditansorderungen auch durch eine erhebliche Erhöhung der Zinssätze nicht abgewebrt werden könnten.

Zum Schluß erörterte der Vorsitzende vertraulich den von dem ^ertentomitee derReparationSkommission vorgelegten Plan einer deutschen Emissionsbank.

Die Arbeitszeit im rheiuifch-weft- fälligen Bergbau.

«ff-n, 29. April. Gestern abend wurde unte» dem Vorsitz des Reichs- und Staattkommissar» Mehlich und im Beisein des RelchSarbertSministcr» über die Arbeitszeitfrage im rheinisch-westfälischen Bergbau der Schicdssprnch gesällt. Darnach beträgt die Schicht- dauer der Arbeiter unter Tag vom Beginn der Seil- fahrt bis zum Wiederbeginn im allgemeinen 8 Stunden; an Arbearpunklen mit Temperaturen von über 28 Grad Celsius 7 bis 71/, Stunoen; die Arbeiter über Tage, die unmittelbar mit der Förderung zu tun haben, arbeiten 9 Stunden. Die wöchentlich reine Arbeitszeit einschließlich der an den Koksöfen, in den Nebenproduktendetnebrn, den Stochkesselhausern und den Brikettfabriken auck SonntaaS beicf>afftaten