menWOer Alizeiger
General-Anzeiger / Amtliches Organ für den Amlsork Langenselbold.
ErLLtziat tüalich mit Vusnabm« der Cova« and Letertag«. , Lernsprech-AnschÄL, Nr. 1581
Bezugsvreis für die Zeit vom 10. bis 19. April 75 Eoldpfennig ohne Trägerlobn Einzelnummer 10 Freitags u. Samstags 12 Goldpfennig. — A n z e i g e n v re i i e: für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Goldpfennig. für dis Reklamezeile (68 mm) 50 Eoldpfennig — Offertengeb üb r 30 Eoldpfennig — Geschäftsstelle Sammerstrahe 9-
Stfailanaeerf ««d SeilStskan» tat beide Teil« San«» a. Mata. Für AlahvoriLrtit und EriLeinangstage der An»«ia«n wird feine Semite geleistet. — 2m Fallt' höherer Gewalt, Streik usw. hat der Stilette keinen, ÄnlvruL auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des'K Bezugsvrtise»
V......................... ■ ________________________________2_______________>
Nr. 93 Samstag den 19. April 1924
dieser Zeit auch noch nicht erforderlich. Frankreich kann also noch drei bis vier Jahre die Ruhr ausbeuten, und wenn sich bis dahin zeigt, daß Deutschland „guten Willen" hat, läßt sich ja über eine „etappenmäßige Räumung" reden. Die militärische Besetzung aber kann jedenfalls erst in dem Augenblick ihr Ende nehmen, wo der letzte Centime von 132 Goldmil- liarden abgezahlt ist . . . Man sieht, Poincare gedenkt aus dem Sachoerständigenbericht allen Honig zu saugen und die leere Hülle als wertlos beiseite zu schieben. Der „Temps" trifft das richtige, wenn er in väterlich-belehrendem Tone schreibt, daß „mit dem Kind wohl etwas anzufangen ist, sofern man es ordentlich nährt und ihm die richtige Behandlung zuteil , werden läßt." Aus dieser Interpretation, um die es Frankreich wirklich ernst ist, haben wir die Folgerung zu ziehen, daß auch der Sachoerständigenbericht uns keine Besserung bringen wird. Besserung kann nur kommen', wenn man der Wurzel unseres Elendes zu Leibe geht. Das ist die Schuldfrage, das ist die Beseitigung der Anklage von Versailles, die die „Rechtsunterlage" ist, mit der die Ententemächte das vernichtende Vorgehen gegen Deutschland seit 1918 vor der Welt und dem Weltgewissen begründen. Wir begrüßen es daher, daß der Arbeitsausschuß deutscher Verbände, der über 700 Organisationen aller Art zum Kampfe gegen Schuldlüge und Diktat von Versailles zufammengeschlossen hat, in seiner am 14. April abgehaltenen Sitzung einen Aufruf beschlossen hat, in dem die Reichsregierung zur amtlichen Aufrollung der Schuldfrage aufgefordert wird. Aus diesem Aufruf spricht die Sehnsucht nach Freiheit, unseres Volkes. Hoffen wir, daß von dieser Sehnsucht das gesamte^ deutsche Polk ergriffen wird und daß sch diese Sehnsucht zum ve> wußten Will e n nach Wlferflehmrg 'wandelt. Geschieht dies, dann werden des deutschen Volkes neue Ostern anbrechen.
R. H.
Der Beschluß der Reparations- kommissivn.
Offizielle Zustellung dec Gutachten an die interessierten Regierungen.
Paris, 17. April. Die Reparationskommission hat in ihrer heutigen Nachmittagssitzung einstimmig folgenden B e - schluß gefaßt:
1. Kenntnis zu nehmen von der Antwort, in der die ü e u t s ch e Regierung den Konklusionen der Berichte der Sachver- stllndigen beitritt.
2. In den Grenzen ihrer Befugniffe, die in diesem Bericht formulierten Entschließungen zu billigen und die Methoden a n z u - nehmen, die darin enthalten sind.
3. Die Berichte der beiden Komitees den interessierten Regierungen offiziell zuzustellen, und ihnen die Konklusionen, die deren Kompetenz unterstehen, anzu empfehlen, damit die vorgeschla- genen Pläne so rasch wie möglich ihre volle Wirksamkeit erlangen.
4. Die deutsche Regierung zu bitten:
a) In kürzester Frist auf der Grundlage der Konklusionen und der Texte der Berichte die Gesetz-undVerordnungs- entwürfe der Reparationskammission zu übermitteln, die dazu bestimmt sind, die vollkommene Ausführung dieser Pläne sichrer zu stellen;
b) der Reparationskommission die Namen der Mitglieder mitzuteilen, die die deutsche Regierung bezw. die deutsche Industrie in den O r g a ni s a t i o n s - komitees fürdieEisenbahn- unddieindustrielle Hypothek, wie sie in dem Bericht des ersten Sach- verständigenausschusjes vorgesehen sind, vertreten.
5. In einer der nächsten Sitzungen die- enigen Mitglieder der verschiedenen Organisationskomitees zu bezeichnen, deren Emennung der Reparations- Kommission zusteyt.
6. Die Maßnahmen vorzubereiten, betten Ausarbeitung der Bericht der Repara- tionskommission vorbehalten hat.
Die französische Presse zum Beschluß der Bepko.
Paris, 18. April. Zu dem Beschluß der ReparationskomMission schreibt das „I o u r n a l", gewisse Delogierte hätten zwar öfter die Ansicht vertreten, daß geprüft werden müsse, ob nicht an den S ch l u ß f o l g e - rung^n dox Sacboerständigen, von denen
Die Sehnsucht n
Alljährlich erleben wir das Wunder der Auferstehung. Blühendes Leben stirbt dahin und der Winter deckt es mit seinem Leichentuch. Dann wird von der steigenden Sonne die weiße Decke aufgezehrt, und zaghaft erst, dann stark und stärker drängend, regen sich ' überall die Kräfte neuen Werdens. Ruheloser Wechsel, rastlose Erneuerung der Daseinsform — das ist das tiefe Geheimnis des Lebens um uns her, von dem wir ein unlösbares Teilchen sind. Ein Teilchen, ein Tropfen am Eimer, ohne den doch das Ganze nicht wäre was es ist! Vergehen ist ein Wort, das die Unzulänglichkeit sprachlichen Ausdrucks auf einen Vorgang geprägt hat, der ohne Grenzen ist. In jedem Vergehen, das unsere Augen rvahrzunehmen glauben, arbeitet sich unsichtbar schon ein neues Sein zum Ächt empor. Das ist der trostreiche Gedanke, den das Christentum in der Osterbotschaft einer ver- ängsteten Menschheit festlich gestaltet hat. Oder, wie ihn Deutschlands größter Dichter in ferner schwersten Stunde, zu eigener Ausrichtung jtirdergeschrieben hatt
Denn solange du das nicht hast Dieses: Stirb und werde! Bist du nur ein trüber Gast Auf der dunklen Erde.
Gemessen am hohen Dichtergeiste, L-froer die Jahrhunderte hinstrahlt, wie „Merlin der Alte, im leuchtenden Grabe", sind mir alle mehr oder minder „trübe Gäste", zumal wir, die wir aus einer versinkenden Zeit kommen. Der Alltagsmensch klebt am Stofflichen, für .»seinen Bodarf MM her AuferstehUügsgehanke „materialisiert" werden im Symbol, und über der derben Handgreiflichkeit des Symbols, das er gläubig hinnehmen oder voll Bildungsdünkel ablehnen kann, hat sich ihm der Sinn für das stille Wunder ewig lebendigen Werdens und Vergehens abgestumpft. Ein Festtag muß ihn schon Herausreißen aus der grauen Alltags- stimmung und über den geheimnisvoll murmelnden Quellen des Lebens, in Flur und Wald und aus Dergeshöhen, näherbringen, wenn ihm ein Hauch des Auferstehungswun- ders wenigstens die dürstende Seele streifen soll. Auch das ist Erquickung, ist es mehr denn je, in besseren Tagen, für eine müde Menschheit, die sich gesenkten Hauptes durch eine unfrohe Gegenwart schleppt, einer unsicheren Zukunft entgegen,
Müdigkeit und Hoffnungslosigkeit, das sind die bösen Feinde des Deutschtums der Gegenwart. In jeder sterbenden Form, die sich erneuern soll, muß ein Wille lebendig bleiben, der das neue Dasein formt. Im Bâume, der im Herbste seine Blätter nach goldig-glühendem Aufatmen freigibt und müde zur Erde fallen läßt, schlummert dennoch, die lange Winternacht hinüber, der Willenstrieb zu neuem Leben unter der Frützlingssonne. Nur wenn, mit der sterbenden Form, auch der Wille zum Eigenleben dahinsiecht, dann kommt fremder Lebenswille über ihn, ringt ihn nieder und knechtet ihn zur Dienstbarkeit der fremden Wesen. Der Baum, der morsch geworden ist, stürzt im Wintersturm in sich zusammen und düngt den Waldboden für kommende Pflan- zenge schlechter. Ist der Baum des Deutschtums innerlich morsch und will er ausein- nanderbrechen und in sich zusammenstürzen, oder dämmert er nur in bedrückendem Winterschlafs dahin, neuer Auferstehung entgegen? Stirb und werde! Darin liegt eine Aufforderung, der Befehl einer stolzen und edlen freien Dichterseele an alle, die Ohren haben zu hören. Deutsch ist das mutige Wort, in Klang und Gehalt, es fragt sich nur, wieviel deutschen Ohren es heute noch eingeht. Daß eine tiefe Sehnsucht nach Auferstehung durch deutsche Herzen zieht — wer zweifelt daran? Es fragt sich nur, ob es bei matt und traumhaft hin- dämmernder Sehnsucht bleiben soll, oder ob sie sich ans Licht emporarbeiten wird, zu bewußtem Erneuerungswillen. Das „stirb" kommt über uns wie ein Dieb in der Nacht, das „werde" müssen wir wollen! Was wir, als Vorstufe zur Erneuerung, vor allen Dingen wollen müssen, ist doch einfach genug: frei müssen wir wieder werden! Innerlich frei vom Druck einer feigen und un- chrlichen Handlung, die wir auf uns genommen haben. Warum zögern wir, die Entscheidung der Gerechtigkeit zu fordern? Darf man sich bei uns wundern, wenn man in London, Newyork, in Paris und Quebec! die Deutschen Mr Hinblicks auf die Kriegsgreuelleaenden als
rch Auferstehung.
„Wilde" bezeichnet, als „Verbrecher", als „Boches", solange noch der Artikel 231 des Versailler Diktates besteht: „. . . und Deutschland erkennt an, daß Deutschland und sein Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind ..." Darf man sich wundern, daß das deutsche Volk noch immer den schlimmsten Schmähungen ausgesetz ist, nachdem es noch immer nicht die größte Verleumdung, die es je gab, getilgt hat, die in dem Ultimatunrschriftstück vom 16. Ium 1919 enthalten ist: „Das Verhauen Deutschlands in der Geschichte ist beispiellos . . . Der Krieg, das größte Verbrechen gegen die Menschheit und gegen die Freiheit der Völker, welches eine sich für zivilisiert ausgehende Nation jemals mit Bewußtsein begangen hat." Darf sich Deutschland wirklich über die schmachvolle Behandlung, die ihm zuteil wird, wundern, solange noch der Geist dieser Auffassung die Welt beherrscht? Was würde wohl ein nichtdeutsches, weniger indolentes Volk, wenn es in unserer Lage wäre, tun, oder vielmehr schon längst getan haben? Es würde einen Tag des Jahres für den Protest und den Appell an das Gerechtigkeitsgefühl der Mitwelt, für den Ruf nach einem neutralen Gerichtshöfe, der über die Kriegsschuld entscheiden solle, bestimmt haben. An diesem Tage würden endlose Demonstrationszüge in allen Städten des Landes stattfinden, zu bestimmten Stunden Gottesdienste abgehalten werden, die Glocken würden ertönen, die Eisenbahnzüge würden zu einem bestimmten Zeitpunkte anhalten — d i etzwürd e i.p a l l e Länder dringen, unsere Stimme râde von den anderen Völkern gehört werden müssen. Im Sommer 1923 schrieb einer der Väter des Versailler Diktates, Lloyd George, daß über dieses wichtigste Dokument der Neuzeit nur wenige Leute Bescheid wissen, daß nur wenige sagen können, was in dem „Vertrag" stehe. Der einstige britische Premierminister hat unzweifelhaft recht. Nur wenige Menschen wissen genau, was dieses Schicksalsdokument (Europas enthält. Leider ist das deutsche Volk nicht ausgenommen. Aber wenn auch die meisten Menschen der Erde den „Versailler Vertrag" nicht kennen, eines wissen sie: Deutsch- l a n d i ft an allem schuld, darum muß Deutschland zahlen. Wie anders wäre es auf der Erde, wenn die Völker durch Aufklärung erfahren würden: Deutschland trägt nicht die Alleinschuld am Krieg. Würde da nicht das Versailler Diktat wie ein Kartenhaus zusammenbrechen? Wahrlich, ein Tag, an dem das Volk der Deutschen sich wieder als geschlossenes Staatsvolk fühlte, und in würdiger Form, ohne Unterschied der Partei, die Forderung nach Gerechtigkeit, nach Wiedergutmachung des ihm widerfahrenen Unrechts erhöbe, konnte von den anderen Völkern nicht übersehen werden. Solch ein Tag könnte die Auferstehung des gesunkenen Deutschtums verheißungsvoll einleiten.
Die Sehnsucht ist eine stärke Kraft, weiln sie schöpferisch und nicht nur beschaulich ist. Aus schöpferischer Sehnsucht heraus schafft der Künstler, und ein staatsschöpserischer Künstlerwille, der wie von einem Dämon besessen war von der Sehnsucht, die in Millionen unklar lebte und webte, hat uns das Deutsche Reich geschaffen. Aber was in der West von 1862 möglich war, ist in der veränderten Welt von 1924 nicht mehr möglich. Nicht eines Mannes Genius kann und wird vollbringen, wovon Millionen träumen — so lange sie nur träume n. Ehe nicht die starke Mehrheit des Volkes ergriffen ist vom Willen zur Erneuerung, zur Auferstehung, eher wird die Last nicht von uns gewälzt werden. Töricht die Hoffnung, die die Hände in den Schoß legt und seufzend und gottergeben alles von anderen — dermalen von dem Sachverständigenberichte und den kommenden Verhandlungen — erwartet! Wir haben alle Ursache. diesem Bericht gegenüber große Skepsis an den Tag zu legen, vor allem dann, wenn man die Pariser Jnter- pretationskunst wahrnimmt. Gewiß sagt der Sachverständigenbericht, Deutschland könne nur dann die Bedingungen erfüllen, wenn ihm volle wirtschaftliche und finanzielle Verfügung über sein gesamtes Territorium gesichert wird. Das ist gut und schön. Aber jetzt kommt die französische Jnterpretaion: da Deutschland in den ersten Jahren „noch nicht sehr viel" zahlt, ist die ökonomische (Einheit des Reiches während
man annehme, daß sie die Alliierten nicht voll« ständig befriedigten, gewisse Abänderungen vorzunehmen seien, aber bald habe die Meinung vorgeherrscht, daß man vor allem keine Bresche in das Werk des Komitees schlagen dürfe, und daß die Eröffnung einer das technische Gebiet berührenden (Erörterung, auf der jeder seine besondere Ansicht zur Geltung bringen würde, nur ein bis jetzt vollkommen klares Problem verwirren könne. Die Reparationskommission habe sich also offiziös auf den Standpunkt der Sachverständigen gestellt. Sie sei der Ansicht, daß man zu keinem glücklichen Ergebnis kommen könne, wenn man gewisse Empfehlungen annehme und andere ab» lehne. Der französische Delegierte erklärte, daß vor allem Deutschland auf die Probe gestellt werden müsse. Es müsse einen Beweis seines guten Willens dadurch geben, daß es den Vorschlag annehme, es möge Entwürfe für Gesetze und Verordnungen ausarbeiten, auf die es sich stützen wolle,
Der „Figaro" schrübt: Die oorberei« t e n d e Phase der Regelung der Reparation ist beendet. Alle Welt nimmt heute den Plan der Sachverständigen an. Die Repko hat gestern zugestimmt. Jetzt muß ohne Verzug zur Ausführung geschritten werden.
Der „G a u l o i s" sagt, das einmütige Einvernehmen zwischen den Mitgliedern der Repkö setze nickst notwendigerweise ein Einvernehmen der Regierungen voraus, die sie vertreten. Die politische Frage sei bekanntlich den technischen Fragen übergeordnet; sie falle ausschlieWch unter die Kompetenzen der alliierten Kabinette. * Sie setze Verhandlungen voraus, die bei weitem noch nicht beendet seien. Niemand könne übersehen, daß zwischen London und Paris noch gewisseMernungsverschiedenheiten beständen, namentlich, was die Räumung des Hubrgevielep anlange.
Das „Echo de Paris" meint, es fei Sache der Reparationskommission, zwei Aufgaben durchzuführen. Sie habe zunächst das Kontrollsy st em, das für die Durchführung des Planes bürgen soll, und das von den Sachverständigen in zu allgemeinen Zügen festgelegt worden sei, in allen Einzelheiten zu bestimmen. Ihre zweite Aufgabe wäre es, von Deutschland die Annahme aller Gesetze und aller Verordnungen zu verlangen, die die Ausübung dieser Kontrolle erfordere. Es sei nun die Frage, welche von beiden Aufgaben zuerst durchgesührt werden müsse«
Paris, 18. April. Der „Temps" schreibst Frankreich könne, wie jedermann empfinde, zur Zeit nur zwischen zwei Arten von Politik wählen. Die eine bestehe darin, daß es von ganzem Herzen an dem Plane der Sachverständigen mitarbeite, in der festen Hoffnung, zu einer Regelung zu gelangen und in dem Entschluß, keine Mühe zu scheuen, solang das geplante Werk nicht die Lebensn-oilvendigieitendes Landes oder die grundlegenden Bedingungen des Friedens verfolge. Die andere Politik bestehe darin, die Beschlüsse der Sachoerständigen zum Scheitern zu bringen und das derzeitige Pfänder- und Zahlungssystem beizubehalten oder ein anderes Zwangssystem einzuführen. Wenn jemand beabsichtige, diese zweite Art von Politik zu verfolgen, so möge er es frei heraus» agen. Er müsse durch Argumente auseinander- etzen, warum die Entscheidung der Sachver- tändigen abzulehnen wäre, er müsse an geben, auf welche Weise ein gleichwertiges Abkommen zu erlangen wäre, wenn Frankreich der ganzen Welt als das Hindernis und zwar als das einzige Hindernis erscheinen würde, das den Bericht der Sachverständigen zum Scheckern ge- iracht habe. Die von der Reparationskommis', ion gebilligten Berichte des Sachverständigen« Komitees seien entsprechend dem normalen Ge- chästsgang den beteiligten Regierungen übermittelt worden. Jede Regierung erhalte zugleich mit dem Bericht ein von ihren Delegier- ten unterzeichnetes Begleitschreiben. Sämtliche Begleitschreiben seien identisch abgefaßt. Der ranzösischen Regierung werde es nicht schwer allen, erklären zu können, daß sie die Dor» chiäge der Sachverständigen als Ganzes genommen billige und bereit sei, bei ihrer Durch« sühmng mitzuwirken, sobald die Reparativ ns« kommission mit ihrer „endgültigen Festlegung ertig" und „Deutschland in die Ausführung les oorgeschlagenen Zahlungsplanes eingetreten" sei. Dagegen würde man vielleicht sänch uche beteiligten Regierungen und nicht dir ranzösische Regierung allein, in Verlegenheit ) ringen, wenn sie schon morgen Punkt für Punkt und Tag für Tag die Maßnahmen angeben sollten, die sie m treffen beabsichtigen, um an dem Plan der Sachverständigen mii^i» wirken. Wenn es uns daraus ankäme. erklaM