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Hanauer N Anzeiger

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

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Nr. 89

Montag den 14. April

1924

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Das Neueste.

Dr. Stresemann hat in einer Rede die volle Wiederherstellung der Reichshoheit als erste Voraussetzung für die Annahme der Be- dingMgenderSachverständigenberichte bezeichnet.

In England hat heute morgen um 2 Uhr die Sommerzeit begonnen. Die Uhren wurden um eine Stunde vorgerückt.

Nach einer Havasmeldung aus Athen ist die Volksabstimmung in der Hauptstadt und in zahlreichen Bezirken Griechenlands für die Republik ausgefallen. Nach dem bisherigen Ergebnis haben 75 Prozent für die Republik gestimmt.

besiegeln. Ihre politischen Ziele und Interessen seien gleichartig, ihre Politik habe den gleichen Grundsatz: der Frieden, wie er im Vertrage bestimmt sei, müsse erhalten bleiben. Duca sagte weiter:Rumänien wird glücklich sein, wenn die Bande zwischen Frankreich und uns noch enger geknüpft werden können. Wir finb dank­bar bewegt durch den Beweis von Freundschaft den uns die französische Regierung gegeben hat, als sie die Bestimmungen über 'Bessarabien ratifizierte. Die Verhandlungen mit den Sow­jets haben kein Resultat gehabt, aber sie sind ohne Schärfe abgebrochen worden." Mehr wollte Duca nicht sagen, aber deutete an, daß er noch über einige Dinge mit der französischen Regierung zu sprechen habe. Das sind zweifellos die militärischen Verträge gewesen, auf die Daily Mail hingewiesen hât, und die eine doppelte Spitze haben gegen Rußland und gegen Deutschland. Bemerkenswert in diesem Zusammenhänge ist -auch eine Pariser Depesche d er Kölnischen Zeitung, wonach Rumänien und Japan einen Bündnisvertrag für den Kriegs­fall mit Rußland- unterzei-chnek hätten. In her Tat hat sich auch kürzlich her Schwiegersohn des Kaisers von Japan in Bukarest ausgehalten, und der neue frisch gebackene japanische Ge­sandte in Rumänien hat sich bereits auch durch deutschfeindliche lügnerische Aeußerungen über Zerstörungen im rumänischen -Petroleumgebiete durch die deutsche Besatzung in der rumänischen Gesellschaft beliebt zu machen «gewußt. In Wirklichkeit waren die Oelpumpen schon vor dem Einrücken der Deutschen durch den Eng­länder Tompson unbrauchbar gemacht.

Die Rüstungen unserer Nachbarn.

Wien, 10. April. Nach einer Meldung Prag wird das tschechische Heer in nächster Mauser, ausgerüstet l^ben^iHe bk ^sher verwendeten Maulichgewehre ersehen sollen. Gleichzeitig soll auch die bisher verwendete 8-Patrone durch ein neues Geschoß ersetzt werden.

Die sranZvsisch-rumünische Allianz gegen Deutschland.

Paris, 13. April, DerMatin" schreibt, an­scheinend beeinflußt, zu der gestrigen Unter­redung des rumänischen Außenministers D u k a mit Poinc-ars, diese Unterredung, die sich auf -die ganze europäischeLageund dieBeziehungenRu­mäniens zu Frankreich bezog, würde während des vierzehntätigen Aufenthalts, den Duka in Paris zu nehmen gedenke, erneuert werden, Ru­mänien sei mit der Tschechoslowakei und Süd- slavien durch den Vertrag der kleinen En­tente verbunden, deren Hauptziel ursprünglich gewesen sei, das Zusammenwirken der drei Länder zu organisieren für den Fall, daß Un­garn den aus dem Vertrag von Trianon sich er­gebenden Status quo zu ändern suchen sollte. Andererseits sei Rumänien durch ein M i l i= tärabkommen mit Polen verbunden, das die Möglichkeit eines Angriffes von Sowjet- rußland vorsehe. Außerdem habe eine der Mächte der Kleinen Entente, die Tschechoslowa­kei, mit Frankreich und Polen ein Abkommen ähnlicher Art geschlossen. Auf diese Weise seien die durch den Frieden von 1918 entstandenen oder vergrößerten Staaten, je nach den verschie­denen Kombinationen, an D e f e n s i v a b - machungen beteiligt, die nach Maßgabe der geographischen Lage Ungarn, Sowjetrußland oder Deutschland im Auge hätten. Zwischen FrankreichundRumänien bestehe bis jetzt kein förmliches Bündnis, aber es sei wahr­scheinlich, daß in wenigen Tagen ein solches vorhanden sein werde. Frankreich gedenke die­sem Abkommen, dessen Abschluß sich aus der Logik der Tatsache ergebe, in keiner Weise einen feindseligen Charakter gegenüber Rußland zu verleihen. Es wünsche, daß Rußland und Ru­mänien sich überBessarabienverstän- d i g t e n; aber ob diese Verständigung durch schlechten Willen Rußlands verhindert werde oder nicht, an 'her Einheitlichkeit der Auffassung, die die europäische Politik Frankreichs bestimme, könne das nichts ändern.

SlresemanA über die Sach­verständigen.

Schneidemühl, 12. April. In einer hier ab­gehaltenen Versammlung führte der Reichs­minister Dr. Stresemann in einer Rede über die politische Lage folgendes aus: Die Regie­rung werde aufgrund des Ersuchens der Repa­rationskommission ihre Auffassung zu dem Gut­achten der Sachverständigenkommission in den nächsten Tagen darlegen. Das Gutachten der

Sachverständigen zeige unzweifelhaft das Be­streben, die deutschen Verhältnisse vom wirt­schaftlichen Standpunkt aus zu erfassen und sei von nüchternen geschäftsmäßigen Erwägungen bestimmt. Es stelle an die deutsche Bevölke­rung die Anforderung, hohe Bürden <mf sich zu nehmen und bei dem wichtigsten Stück des Reichsvermögens, der Reichseifenbahn, aus­ländische Mitwirkung zu gestatten. Wenn die Frage erörtert werden soll, ob Deutschland die Verantwortung für die Erfüllung- dieser Be- dmgung übernehmen solle, so sei dies nur möglich, wenn die wirtschaftliche, fiskalische und verwaltungsrechtliche Hoheit des Reiches inner­halb des Reichsgebietes voll wisderchergesteL werde. Nur unter dem Gesichtspunkt, daß die von dem deutschen Volke aufzubringenden Opfer in erster Linie der Bevölkerung des be­setzten Gebiets zugute kamen und daß dem Deutschen Reiche tatsächlich eine Periode ruhi­ger, friedlicher Entwicklung in gesicherten Gren­zen deutscher Souveränität gewährleistet werde, könne das Sachverständigengutachten als sach­liche Grundlage für eine Erörterung über die beantragte Mitwirkung an der Lösung der Re­parationsfrage angesehen werden.

Professor Keynes zum Sach- verstandigenberichk.

London, 12. April. Die Erörterung des Gutachtens der Sachverständigen- wird von der Presse eifrig fortgesetzt. In der Wochenschrift Ration" schreibt Professor Keynes, wenn, wie wahrscheinlich sei, die Franzosen auf her Fortdauer der Anerkennung der militärischen Besetzung des Ruhrgebietes "in irgendeiner Ge­stalt bestäuben, so würden dadurch zwei Fragen aufgeworfen:

Praxis vereinbar sein mit der ft^lziellen und wirtschaftlichen Einheit des Deutschen Reiches, wenn die französischen Militärbehörden die Be­fugnisse täglicher Einmischung, wie sie sie jetzt in- der Pfalz und in den Rhein-landen ausüben, ^beibehal-ten -sollten, Auf jeden Fall müsse die Besetzung beschränkt bleiben auf die Anwesen­heit der französischen Truppen mit keinerlei Verwaltungsvollmacht und keiner Autorität einzugreifen, außer in einem ernsten Notfall, und endlich auch dann nur auf Anweisung der Gesamtheit der Alliierten hin.

2. Schließe die Aufrechterhaltung der Ruhr- -besetzung eine Revision des Versailler Ver­trages èi-n? Die Anerkennung einer Fort­dauer der französischen Besetzung des Ruhr- gebietes durch die übrigen Alliierten könne erst erfolgen, wenn sich Deutschland im Austausch gegen Vorteile, die nach seiner Ansicht die Last der Besetzung au-fwi-e-gen, sowie unter genauen vertraglich niedergele-gt-en Bedingungen der Be­setzung, die von den Zweideutigkeiten des Ver­sailler Vertrages frei sind, freiwillig einverstan­den erklärt. In ihrer Haltung -gegenüber diesen einschneidenden diplomatischen Problemen werde es für die britische Regierung nicht statt­haft sein, angesichts der einstimmigen Erklärung der Sachverständigen und auch angesichts der bekannten Pölitik' her Parteien im Unter­hause die «geringste Schwäche zu zeigen.

Keynes fragt dann, ob die Sachverständigen­vorschläge Deutschland tatsächlich eine Atem­pause sichern können. Das wirkliche Morato­rium solle nur ein Jahr dauern. Wenn es sich als undurchführbar erweisen sollte, eine Gold­anleihe von 40 Millionen Pfund Sterl, auf­zubringen, sollte die deutsche Verpflichtung dem­gemäß vermindert werden; wenn die Anleihe aber aufgebracht werde, so werde Deutschland vielleicht während dieses ersten Jahres in der Lage sein, seine Stellung zu stärken. Die Be­schränkung eines wirklichen Moratoriums auf einen so kurzen Zeitraum berge in sich den grundlegenden Fehler, daß Deutschland dadurch verhindert werde, während der Anfangsperiode seine beginnende Erholung mit Zinseszins zu vermehren. Es sei unmöglich, daß Deutschland später große Zahlungen leiste, wenn seine ge­samte Ueberschußproduktion ihm fast von An­fang an abgenommen werde. Die Härte des Moratoriums, wie der späteren Periode, werde jedoch durch bestimmte N-achlassung-svorschläge gemildert. Ob ein Plan dieser Art in der Praxis in so großem Umfange während eines langen Zeitraums durchgeführt werden könne, fei zweifelhaft; aber das Projekt habe wenig­stens das Verdienst, daß es versuche, die Mög­lichkeiten sehr großer Zahlungen zu versöhnen mit angemessenen Bürgschaften für den Fall, daß sich die optimistischen Voraussetzungen als falsch erweisen sollten. Wenn der Plan aufrich­tig durchgeführt würde, so scheine er Deutsch­

Rumänische BündnispoliliK.

Für den Empfang des rumänischen Königs­paares hat die französische Kammer 285 000 Frank bewilligt der Boche zahlt alles, werden die Pariser sagen und über diekleine" Summe mit einem Achselzucken hinweggehen. Die ritter­liche Republik liebt es eben, Könige mit beson­derem Pomp zu empfangen, was zu dem sonstigen an den Tag gelegten Geiz der Fran- zosen im krassesten Widerspruch. steht. Der Pa­riser Soir kann es jedoch nicht unterlassen, eine Satire zu den Empfangskrediten zu schreiben. Er bemerkt: Der König, die Königin und ihre nächste Umgebung werden am Quai d'Orsay beherbergt, wo einige Reparaturen notwendig sind, und wo man seit 1913 nicht mehr so er­lauchte Gäste empfangen hat. Man hat Möbel aus Versailles und Fontainebleau, vielleicht auch aus Clüny geholt, Königsmöbel, königliche Ornamente. Wir wünschen nicht, daß man der 'rumänischen Königin das Bett der Marie An- < «MM- W schlafen. Die Studenten, die finden sollten, daß ihre Zimmerchen mit 450 Franken teuer sind, mögen berücksichtigen, daß der Aufenthalt der Höflinge 20 000 Frank für zwei oder drei Tage kostet. Das Diner hat 240 geladene Gäste ver­sammelt, für das Gedeck sind 100 Frank aus­geworfen. Der Soir schließt: Wir haben ge­glaubt, unseren eigenenSouveränen unsere Lau­heit zeigen zu können, was uns aber nicht das Recht gibt, diejenigen Nationen nicht zu ehren, die stolz darauf sind, ihre Souveräne behalten zu haben. Inzwischen ist das rumänische Königs­paar von Straßburg, wo der in Deutschland erzogenen Königin Marie von den Franzosen der Universität Straßburg der Hut des Ehren­doktors überreicht worden war, in Paris ein­getroffen und festlich empfangen worden.

.Bei dem Galadiner, dem u. a. das diploma­tische Korps beiwohnte, erinnerte der Präsident der Republik in seiner Tischrede an den Ein- trttt Rumäniens in den Weltkrieg, an den ge­meinsamen Kampf an der Seite seiner Verbün­deten und an die jahrhundertealten Bestrebun­gen nach nationaler Einheit Rumäniens. Das französische Parlament habe erst vor wenigen Tagen das letzte diplomatische Instrument rati- fißiert, das durch die Besiegelung der Angliede­rung Bessarabiens die Wiederauferstehung Ru­mäniens abgeschlossen habe. Heute seiGroß­rumänien" vollständig. Es habe nur noch den -Wunsch, in Frieden zu leben, und wie Rumä- Nlen, so sei auch Frankreich demFrieden" er- Beide Länder wüßten, daß dieser »Friede" nur aufrechterhalten werden könnte durchs loyale Innehaltung derFriodensver- trage", durch die nach demSiege" der Alliier­ten Europa reguliert worden sei. Diese Auf­füllung habe beide Länder geleitet, als sie mit ben ihnen befreundeten Nationen Abkommen rein defensiver Natur (!) getroffen hätten, die Durch die Satzungen des Völkerbundes vorge­sehen gewesen und vom Geiste der Eintracht und des Friedens diktiert worden seien.

Der König von Rumänien sprach in seiner Erwiderung den Dank des rumänischen Volkes für die Unterstützung aus. die Frankerich ihm un Kriege habe angedeihen lassen, und für die Solidarität, die es ihm heute bekunde. Er er- rnnerte namentlich an die Tätigkeit der fran- üosischen Mititärmission während des Krieges, ^umänien treibe, wie Frankreich, eine Politik o Friedens, der die loyale Durchführung der bestehendenFriedensverträge" und der rein ^.fensiven Abmachungen mit den befreundeten Foltern zugrunde liege, wie sie in den ^Innigen des Völkerbundes vorgesehen seien.

Französischen Journalisten gegenüber hat auch der rumänische Außenminister Duca Lautzert. Er sprach von der tiefen Dankbarkeit, Rumänien Frankreich für die Hilfe im Weltkriege schulde. Der Besuch des Königs- «^'iies Jotle diL^Sölidarität beider Länder neu

land vor der Gefahr der Unterdrückung unb der Ruins zu schützen.

Bezüglich der von den Sachverständigen in Aussicht genommenen alliierten Kontrollorgane erklärte Keynes, die vorgeschlagenen Befugnisse dieser Persönlichkeiten schienen nicht übermäßig zu sein. Deutschland könne viel dädurch gewin­nen, daß die Alliierten über die wirklichen Tat­sachen ihre Informationen aus erster Hand und aus Quellen erhalten, denen sie trauen. Der Bericht sei alles in «allem der beste Beitrag, der bisher zur Lösung dieses unmöglichen Problems gemacht worden fei. Er atme einen neuen Geist und spiegle die reine Atmosphäre der Unpartei, lichkeit wider. Obgleich seine Sprache zuweilen die Sprache eines vernünfttgen Mannes zu fein scheine, der sich in einem Irrenhause befinde und sich den Insassin anpassen müsse, verliere sie doch niemals ihre Vernunft. Sie suche mit dem Unmöglichen einen Vergleich einzu gehen und nehme sogar das Unmögliche in Aussicht.

DieVergeudung Der Besatzungskofteu

Berlin, 12. April. Der Reichsminister für die besetzten Gebiete hat am 1. April dem Reichsrat eine vierte Denkschrift über die Be- satzungskosten mit einem Anhang über die Aus- gaben der interalliierten Kommission vorgel^k. Hiernach betragen die vom Deutschen Reich aüf- gewendeten Ausgaben für der; Unterhalt der Vesatzungsarmeen am Rhein bis Ende Dezember 1923 5 14 5 19 9 0 2 5 Gold­mark. Die Ausgaben für die i n t e r a l l i i e r- kenkommiffionen belaufen sich für den gleichen Zeitraum auf 10 9 0 3 0 0 2 5 Gold­mark. zusammen 5 2 5 4 2 2 9 0 5 0 Gold­mark. Die Summe unproduktiver Ausgaben nur für die Vesatzungsarmeen übersteigt dem- lorenen Krieg des Jahres 1870 an Veutkckftand gezahlte Kriegsentschädigung von 5 000 000 000 Francs. Die diese Ausgaben verursachende Ve- satzungsstärke von zur Zeit rund 200 000 Mann beträgt ferner das Doppelte der gesamten deut­schen Reichswehr, die bekanntlich höchstens 100 000 Köpfe stark sein darf. Endlich fei fol­gendes festgesiellt:

In den letzten vier Jahren unmittelbar vor dem Kriege betrugen die Ausgaben des D e u k- schen Reiches für seinen Militäraufwand (Heer, Flotte, Reichsmilikärgericht) unter Zu- grunbetegung der Etatziffern (siehe das stati­stische Jahrbuch von 1913)

für das Rechnungsjahr 1910 rund 862000000 Goldmark,

für das Rechnungsjahr 1911 rund 879000000 Goldmark,

für das Rechnungsjahr 1912 rund 967000000 Goldmark,

für das Rechnungsjahr 1913 rund 1081000000 Goldmark.

1910 bis 1913 zusammen rund 3789000000 Goldmark. Die durchschnittliche Jahresabgabe Deutschlands für die Besatzungsarmeen (1919 bis 1923 gleich 5 Jahre) von über 1 Milliarde Goldmark übersteigt somit die Durchschnitts- Jahresausgabe des gesamten deutschen Heeres­und Marine-Etats der Jahre 1910 bis 1913. Die 4. Denkschrift über die Besahungskosten gibt über die Ursachen und über die Art dieser ge­waltigen Ausgaben im einzelnen genauerer Aufschluß.

Die WieumverlpSge.

Düsseldorf, 13. April. Die heutigen Derhand« fangen der Sechserkonimission mit der Mi cum, die um 10 Uhr vormittags begannen und bis 5% Uhr nach, mittags dauerten, wurden durch die bekannte Ent. Reibung der Repko vom 11. April erleichtert. Es wurde in wesentlichen Punkten eine E r n i g u n z er- zielt und es besteht die Hoffnung, daß die Verhandlungen, die morgen vormittag fortgefuhtt werden, vor Ablauf des Vertrages zu einem Abschluß führen. .

Brüssel, 13. Aprll. WieDermeure Heure* meldet, empfing der Aubcnminister den deutschen Ge­sandten und hatte mit ihm eine lange Besprechung über die Micumverträge. Der AuSgang der Besprechung berechtige nach dem Blatt zu der Annahme, daß die wirtschaftlichen Abmachungen mit Deutschland, die am 15. April ablaufen, zu einer neuen Regelung gelangen

*

Hierzu wird uns aus Essen gemeldet: Die Sams» tags-Verhandlungen der Sechserkommission des Ruhr- bergbaues mit der Micum in Düsseldorf haben noch zu keinem endgültigen Ergebnir geführt und sollen am Montag. fortgesetzt werden. Den Hauptpunkr der Verhandlungen bilden bekanntlich die Ausführungeri der Sechserkommission über die ffinanzierung der Sachlieferungen des Bergbau? «ÜÄ dem 1r>. April. Nach dem »orschlag der Sachverständigen soll ia Deutschland eine Anleihe gewährt werden, aus deren Erträgnissen die deutschen Sachleistungen bejahli werden sollen. Aber der ÄetgshM. wukscht,dre Zu?