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General-Anzeiger / AmMches Organ für Stadl- und Landkreis Kanan a. M Erscheint täglich mit Ausnahme der Conn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1237.

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Nr. 85 Mittwoch den 9. Slpril 1924

Das Neueste.

Der Bericht des Dawes-Komitees sieht kein Moratorium für Deutschland vor.

Die Micumverhandlungen wurden auf Freitag vertagt.

Mit den Eisenbahnarbeitern ist eine Einigung erzielt worden.

Einer Meldung aus München zufolge forderte eine Abordnung des Völkischen Blocks bei dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Matt die sofortige Strafvollzugsaussetzung für Hitler. Dr. Weber, Pöhner und Kriebel. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen.

Als württembergischer Staatspräsident wurde Staatsrat Rau, der bisherige Verweser der Arbeits- und Ernährungsministeriums ge­wählt.

Vor neuen Zwangsmaßnahmen im Ruhrgebiel?

Düsseldorf, 8. April. Die Verhandlungen Der Vertreter des Ruhrbergbaues mit der Micum dauerten von 36 Uhr. Sie haben zu einem Ergebnis nicht geführt, doch sollen die Verhandlungen am Freitag wieder ausgenom­men werden.

Von den Vertretern des Ruhrbergbaus wu rde darauf hin gewiesen, daß die Lasten aus den Verträgen nicht mehr getragen werden könnten. Der Bergbau verkenne jedoch nicht die große Bedcntung der Frage für das ge­samte Industriegebiet, namentlich für die Wet- terbeschäftigung der Belegschaften, und sie sei aus diesem Grunde bereit, auch über den 15. April hinaus die Lasten aus den M- kommen zu tragen, vorausgesetzt, daß eine

Möglichkeit hierfür geschaffen werde.

Die ilWieber der Sechsertommission sind im Anschluß an diese Verhandlungen nach Ber­lin gefahren, um mit der Reichsregierung in dieser Angelegenheit zu verhandeln.

Der Setter der Micum, Frantzen, äußerte sich heute früh einem Vertreter der Hearstpresse gegenüber, daß eine Anzahl deutscher Indu­strieller ihre Bereitwilligkeit zur Verlängerung der Verträge erklärt hätten. Sollte wider Er­warten der französischen Regierung die Ver­längerung in dieser vorgeschlagenen Weise nicht erfolgen, würden am 15. April die bis in alle Einzelheiten vor bereiteten Maß­nahmen in Kraft treten.

Der Vertreter des »Daily Telegraph" drah- ket feinem Staffe, daß bei etwaiger Betriebs­stillegung im Ruhrgebiet die Besatzungsmächte die Le itungder Betriebe in eigene Regie übernehmen. Besitzer, THrefforeti, An­gestellte und Arbeiter, welche die Weiterführung der Betriebe hindern wollten, würden vors Kriegsgericht gestellt bezw. ausgewiesen werden.

Wir haben schon in unserem gestrigen Leit- avtikel die Unmöglichkeit einer Verlängerung der Micumverträge dwrgstan. Aus inzwischen bei uns eingegangenen Anfragen ersehen mir Aber, daß in breiten Schichten des deutschen Volkes eine große Unkenntnis über dieses fran­zösische Vertragsverhältnis im Ruhrgebiet herrscht. In den Verträgen, die die Mission interalliée de Controlle des Usinés ét des Mines abgekürzt Mioum nach dem Abbruch des passiven Widerstandes mit den Werksleitungen des Ruhrgebiets abschloß, wird verlangt, daß die Zechen 21 Prozent ihrer Förderung unent­geltlich an Frankreich und Belgien abgsben müssen, dem Besatzungsheer freie Kohlen zu liefern und der Regie gegen geringe Bezahlung ebenfalls Kohlen zu überweisen haben. So hat bis zum 31. März der Ruhrbergbau 27 Prozent 1 einer Förderung der Micum übergeben müssen. Dazu kommen noch die unerhörten Kohlensteu­ern, die die Franzosen erheben. Selbstverständ­lich fachen die Franzosen sich die besten Kohlen- sorten aus, das minderwertige Material über­läßt man Deutschland. Aus den Kreisen der Ruhrbergleute ist rechnerisch nachgewiesen wor­den, daß die Micumverträge jede Tonne Koh­len, die verkauft wird, mit einem Verlust von o Goldmark belasten, denn die Selbstkosten der Zechen für die Tonne betrügen 2728 Gold­mark, während der Erlös nicht mehr als 21 bis

Goldmark ergebe. Daß die Ruhrjndustrie auf diese Weise zugrunde gehen muß, ist wohl auch dem einfältigsten Deutschen klar. Aber da­mit allein ist das teuflische Werk der Micum aoch nicht erschöpft. Die Leistungen aus den âoumverträgen werden bis heute noch nicht dem Reparationskonto gutgeschrieben, weil die -hohe Reparationskommission" bisher keine Entscheidung getroffen hat. Das liegt an der MterhälGgen Bestimmung, daß Sachlieferun­

gen Mar dem Reparationskonto gu-tgeschrieben, die Kvhlenfteuererträgniffe aber in die sogen. Besatzung s-Pfänderkasse Meßen sollen. Die Reichsregierung hat bekanntlich beantragt, daß beides als Reparationsleistung angesehen wer­den müsse. Doch die Aussichten auf Annahme dieses Antrages sind so gut wie nicht vor­handen.

Nach obi'ger Meldung sind die Vertreter des Ruhrbergbaus nach Berlin zur Reichsvegierung gefahren, um dort über die Möglichkeit zur Fi­nanzierung der Leistungen zu beraten. Wir können uns nicht denken, woher das Reich die Mittel für dieses wirtschaftliche Strangulations­werkzeug der Micum-Gerträge nach dem 15. April schaffen soll. Das Kabinett Marx hat durch den Mund des Reichsinnenntinifters Dr. Jarres vor einigen Tagen denn auch kundtun lassen, daß diese Verträge schon aus finanzieller Grün­den nicht verlängert werden können. Auf diese Andeutung ist das französischeEcho" bereits erklungen. Da liegt uns dieDeutsche Berg- werkszeitung" vor. Auf der ersten Seite ist ein Aufsatz, der die Ueberfchrift hat:Auf Be­fehl!" Wir zitieren wörtlich:

Place D'Effen

Nr. 261/J.

Herrn Direktor der Deutschen Bergs werks-Zeitung!

Ich habe die Ehre, Ihnen mrtzuteilen, daß Sie auf Befehl des Herrn kommandierenden Generals der 77. Division beiliegende Note in Ihrer Zeitung auf der ersten Seite oben rechts zu veröffentlichen haben.

Der Platzkommandant P./O. Le Lieute­nant Chappuis.

Antwort auf die deutschen Pressebehaup- tungen betr. die Verluste der Ruhrzechen.

Und nun kommen Ausführungen perfidester è- v« tM^lÄW^^ gegen die Werksleitungen aufzuhetzen. Darauf­hin haben die Vertreter' der Bergarbeiter und Angestellten bei dem Vorsitzenden der Moum vorgesprochen, um bei eventuellen Verhandlun­gen über die Erneuerung der Mivum-Verträge zugelassen zu werden. Sie haben auch kein Hehl daraus gemacht, daß die Arbeiterschaft zu­sammonbricht, wenn der jetzige Druck fort­dauert. Was antwortete die Leitung der Mi­cum?,Die Unternehmer hätten noch keinen Beweis erbracht, daß die Micum-Laften uner­träglich seien. Würden die Leistungen nach dem 15. April eingestellt, so würde das von den Besatzungsmächten als Wiederbeginn des passi­ven Widerstandes betrachtet werden. Ein sol­ches Beginnen würde wie im vorigen Jahre Sanktionen mit allen Konsequenzen nach sich ziehen. An dieser letzteren Androhung besteht kein Zweifel, der sehr gut orientierteDaily Telegraph" bestätigt sie neuerdings. Pomcare kann vor den französischen Wahlen keine neuer­liche Stillegung des Ruhrgebietes gebrauchen, die den Mißerfolg feiner Ruhrpolitik beweisen würde. Darum wird er vor neuen Zwangs­maßnahmen nicht zurückschrecken. Andrerseits können aber auch mir die Micumverträge, die man nicht mit Unrecht ein großes Krebsgeschwür am deutschen Wirtschastskorper, ein parasitäres Gebilde, nennt, wie es eben nur Franzosen schaffen können, nicht erneuern, denn selbst der Vorwärts" erkennt an, daß die Ruhrkohle so­gar im eigentlichen Industriegebiet konkur- r e n z u n s ä h i g geworden ist. Man setze keine allzu großen Hoffnungen auf die Beschlüsse des SachVerständigenausschusses, zumal Poincare erst in diesen. Tagen von neuem erklärte: An der Ruhr ändert sich nichts. Das deutsche Volk muß sich dah^r aus neue Sümpfe und Schläge gefaßt machen. rh.

Weitere Verhaftungen.

Gelsenkirchen, 8. April. Die Verhaftungen im deutschvölkischen Lager und unter den Angehörigen oder vermeintlichen Angehörigen verbotener Organi­sationen, besonders des Jungdeutschen Ordens und des Werwolfbundes, werden fortgesetzt. In Ver­bindung hiermit stehen Haussuchungen, die auch am heutigen Tage an vielen Stellen vorgenommen wurden. Er handelt sich durchweg um Verhaftungen meist recht junger Personen, die auf Grund von An­zeigen belastet wurden. Ein Teil der Verhafteten wurde zur Untersuchung in das Militärgefingnis nach Dortmund verbracht, ein anderer Teil nach Düsseldorf und Mainz.

Zurückgekehrte Ausgewiefene.

Köln, 8. April. ^on den aus dem Rccchrbahn- direktionsbezirk Köln während des Ruhrkampfc» aus­gewiesenen 3500 Eisenbahnern sind bis heute erst 622 Beamte und 268 .Arbeiter in die Heimat zurück- gekehrt, das sind 22,6 Prozent der Ausgewiesenen.

W-tMEMMms . Verpfändung der Sisenbahnen. r Wirtschaft.

Zeichner sichergestellt werden sollen. Die haupt­sächlichsten Garantien sind die folgenden: 1. Ein alliierter Fiderkommissar würde in den Verwal­tungsrat der Gesellschaft die nichtdeutschen Ob- ligatio-nszeichner vertreten. Im Falle eine schlechte Verwaltung die Finanzen der Gesell­schaft gefährden würde, würde der Fideikom- miffar unverzüglich die Funktionen eines Ge­neraldirektors übernehmen und automatisch mit ausgedehnten Vollmachten verschön sein. Er hätte insbesondere die Vollmacht, die Tarife zu erhöhen. 2. Die für die Bezahlung der Zinsen der privilegierten Obligationen nötigen Sum­men werden den Bruttoeinnahmen entnommen werden und nicht dem Reingewinn. 3. Wenn trotz jeder vorausgehenden Garantien die Ein­zahlungen der Gesellschaft an die Reparations- tommiffion eines Tages ungenügend wären, um die Obligationen verzinsen zu können, so würde die Reparationskommission den fchlen- den Betrag den Reichseinnahmen entnehmen, die ihr uerpfänbet sind. Das ganze deutsche Reich würde dadurch den Besitzern von Effew bahnMigationen gegenüber solidarisch gemacht

f) Hypothek auf die Industrie.

Der Bericht sieht die Ausgabe von 5 Milliarde» Obligationen vor, die durch den industriellen Besit Deutschlands garantiert würden. Diese Obligationen würden der SkeparationSkommiffion ausgeliefert und während 40 Jahren 300 Millionen Goldmark ab­werfen und zwar 5°fe Zinsen und 11, Amortisation. Jeder Besitzer wäre gehalten, die Zinsen zu bezahlen, ansonst sein Besitz beschlagnahmt und verkauft würde Die deutsche Regierung würde für die Bezahlung vev antwortlich gemacht. Im Falle einer Versagens würde die Reparationskommission sich wiederum durch die Reichsbahnen schadlos halten, die ihr verpfändet sind

Die Garantie würde der Reparationskommission gestatten, dem internationalen Martt 5 Milliarden Jndustrieobligationen anzubieten und rasch einen ent­sprechenden Betrag zu mobilisieren. Wenn in irgeni einem Kapital ein Defizit austritt, so hätte die Repa- rationskommission in gleichem Maße das Recht, fich durch die ihr verpfändeten Reichseinnahmm schadlos zu halten.

g) Uobermittluug der Reparationen.

Der Sachverständigenbericht sieht nach dem »ov gegangenen vor, daß Deutschland entweder eine mini­male Annuität von 2460 Millionen Fr. oder eine maximale Annuität von 3 Milliarden zu bezahlen oder daß unverzüglich 16 Milliarden mobilisiert werden, wozu in der Folge Annuitäten von mindestens 1460 Millionen und höchstens 2 Milliarden Goldmark dazu kämen. Die Uebermittlung dieser Summen au die Alliierten würde durch ein besonderes Komitee besorgt werden. Die Mitglieder der Kommission würden von der Repa- rationskommlssion vorgeschlaren und von den Regie­rungen genehmigt werden. Das Komitee wäre be­auftragt, den komplizierten Mechanismus zu überwachen, womit vermieden werden soll, daß der internationale Geldmarkt und die internationale wirtschaftliche Lage zufolge der Reparationszahlungen gestört werden.

*

Am 4. Januar trat der DaweS-AuSschuß in Pari- zusammen. Zur Eröffnung hielt General Dawes eine Rede, die ihm gewaltige Vorschuß-Lorbeeren in alle« Ländern, mit Ausnahme Frcmkrrichs eintrug. Am 30. Januar konnte der Reichskanzler den Dawes« Ausschuß in Berlin begrüßen. Am 15. Fbruar reiste General Dawes von Berlin wieder nach Paris zurück. Am 9. April ist der Dawes-AuSschuß mit seinem Bericht soweit, daß er ihn der Reparationskommission übergeben kann. Beinahe doppelt solange, wie die sachlichen Untersuchungeu hat der Kuhhandel gedauert um da», was der Ausschuß der Welt all seineunparteiische", von niemandem beeinflußte, au» eigener Beobachtung geschöpfte und auf eine dreimal heilige Ueberzeugung gc- gründete Ansicht glaubt Vorträgen zu dürfen! Dem guten Reparations-General scheint es in Paris nicht ander» gegangen zu sein, als demWeltschiedSnchter" Wilson vor ihm. Drei Punkte sieb für ben Daves- »cricht kennzeichnend. Ersten», e» gibt fein Morato­rium. Zweiten», eS gibt keine Begrenzung der deutschen Zahlungen auf eine äußerste Summe. Und dritten»,die Notwendigkeit, das die wirtschaft­liche Einheit Deutschlands wiederhergestellt werde, wird anerkannt. Man wundert sich ordentlich, daß der Bericht das überhaupt für nötig hält. Denn darüber, wie bei gemacht werden soll, waS der Be­richt von Leutsâland fordert, haben die Kachver»

Kein Moratorium. Finanzkontrolle Betastung in

Paris, 8. April. DerMatin" erklärt in der Lage zu sein, den Inhalt des Sachverständigen­berichtes heute ausführlich wie folgt Mitteilen zu können:

a) Sanierung der deutschen Finanzen.

Um das deutsche Budget auszugleichM, ver­langen die Sachverständigen vom Deutschen Reich eine sehr strenge Kontrolle der Steuereinnahmen. Für den Fall, daß trotz der vorgesehenen Maßnahmen die Finan­zen des Reiches wieder in Unordnung kämen, schlagen die Sachverständigen die automatische Einrichtung einer Kontrolle mit den wei­testgehenden Befugnissen vor. Die Sachverstän­digen schlagen außerdem vor, daß ein Teil der Budgeteinnahmen, wie die ZL lle und gewisse Steuern auf den Verbrauch von Tabak und Alkohol, direkt an die bei der neuen Gold- emissionsbank zu errichtende Kaste der Revara- tionskommrssion abgeführt wird.

b) Emissionsbank.

Die Emissionsbank ist bestimmt, nach und nach die Reichsbank, die Rentenbank und die Galddiskontbank zu absorbieren. Ihr Kapital wird mit 400 Millionen Goldmark vorgeschla­gen, das in 4 Millionen gleichwertige Obliga­tionen aufgeteilt würde. 1 Million der Obli­gationen würde der Reichsbank gegen Verpfän­dung ihrer gesamten Aktiva, der Immobilien in­begriffen, ausgeliefert und 3 Millionen den internationalen Zeichnern abgetreten, die im Verwaltungsrat vertreten waren. Die Metall- deckung der auszugebenden Banknoten müßte mindestens ein Drittel betragen.

c) Ruhr.

Der Bericht schlägt vor, die wirtschaftliche Einheit Deutschlands wiederherzustellen, ohne daß deshalb an der militärischen Besatzung ge­rührt würde. Die Eisenbahnen der besetzten Ge­biete würden eine besondere Gruppe innerhalb des Reichseisenbahnnetzes bilden und die Direk­tion dieser Gruppe einem Vertreter der Alliier­ten abgetreten, der insbesondere darüber zu wachen hätte, daß die Sicherheit der Besatzungs­truppen nicht gefährdet werde.

d) Annuitäten.

Es wird kein Moratorium gewährt werden. Dagegen werden die Annuitäten nach und nach größer werden. (Die Herabsetzung der Annui­täten hat man bisher als Moratorium bezeich­net.) Im ersten Jahre wäre eine Milliarde Goldmark zu bezahlen, wovon 800 Millionen durch eine internationale Anleihe und 200 Mil­lionen durch eine Verkehrssteuer aufgebracht würden. Im 2. und 3. Jahre wären 1200 Mil­lionen Goldmark und im 4. Jahre 1750 Millio­nen Goldmark zu bezahlen. Vom 5. Jahre an würden die Annuitäten immer mindestens 2460 Millionen Goldmark betragen, Dieser Betrag wäre wie folgt zusammengesetzt: Budgeteinnah- men 1500 Millionen, wovon 300 Millionen durch die Verkehrssteuer aufgebracht würden; Eisenbahneinnahmen 660 Millionen, Einnah­men aus der JnÄustriehypothek 300 Millionen. Außerdem ist vom 5. Jahre an eine mobile er­gänzende Annuität vorgesehen, die die gesamte Annuität im Maximum bis auf 3 Milliarden Goldmark erhöhen könnte und die nach den ver­schiedenen Indexziffern des wachsenden Wohl­standes Deutschlands berechnet werden soll.

e) Reichseisenbcrhn.

Die Reichseisenbahn würde während 50 Jahren an eine internationale Gesellschaft ver­pfändet, deren Kapital 26 Milliarden Goldmark betragen würde. 2 Milliarden des Kapitals würden durch Vorzugsaktien dargestellt, wo­von % zugunsten der deutschen Regierung und % zugunsten der Gesellschaft verkauft würden. 13 Milliarden würden durch gewöhnliche Aktien dargestellt und der deutschen Regierung ausge- liesert werden. 11 Milliarden würden durch privilegierte öprozentiae Obligationen darge- stellt, die 5 Prozent Zinsen tragen und zu 1 Prozent amortisiert würden. Die Repara- tionskommission würde diese Obligationen auf einem internationalen Markt verkaufen und da­durch rasch 10 Milliarden Goldmark mobili­sieren.

Der Bericht sieht eine Reihe von Ga­rantien vor. moburch die internationalen