General-Anzeiger / AmMches Organ für Eladl- und Landkreis Kanan a. M.
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Ar. 83
Montag den 7. April
1924
Das Neueste.
— Die Eisenbahnerbewegung hat in den letzten 24 Stunden eine weitere Verschärfung erfahren.
— Die Landtagswahlen in Bayern sind ruhig verlausen.
— Es steht nunmehr fest, daß der Bericht der Sachverständigen an die Reparationskom- misfion sicher nicht vor Dienstag, wahrscheinlich erst Mittwoch übermittelt und veröffentlicht wird.
— Die französische Kammer hat das vielumstrittene Pensionsgesetz bis auf Artikel 78 angenommen.
Stresemann über Sie autzen- poMische Lage.
Kiel. 6. April. In einer Versammlung der Deutschen Volkspartei sprach Minister des Aeußeven Dr. Stresemann Wer Lie politische Lage. Der Minister berührte die gegenwärtigen außenpolitischen Verhandlungen und führte dazu folgendes aus:
Der Bericht der Sachverständigenkommission soll in der nächsten Woche erscheinen, er kommt also noch vor dem Ablauf der
Zliicutnt) er träge
an die Öffentlichkeit. Am Dienstag sollen Verhandlungen zwischen der Micum und den deutschen Industriellen statffmden. Es ist vor aller Welt klar, daß das Deutsche Reich nicht in der Lage ist, die Finanzierung für die Fortführung der Micum- g” auch zur die deutschen Industriellen. Gegenüber den französischen Mitteilungen, nach denen sich die deutschen Industriellen bereit erklärt hätten, die Micumverträge zu verlängern, kann ich versichern, daß die maßgebenden Vertreter der dortigen Industrie dies für ganz unmöglich erklärten. Große englische Banken haben jeden Kredit an deutsche Unternehmungen abgelehnt, solange die Micumverträge bestehen, da sie diese Verträge als E r d r o s f e - lungsverträge ansehen, die die Rentabilität, ja auch auf Lie Dauer jede. Existenz der deutschen Unternehmungen vernichten. Unter diesen Umständen hätte es nahe gelegen, zu versuchen, an Hand der Sachverständigengutachten das Prinzip tat Sachleistungen während des Moratoriums, falls es von den Mächten anerkannt werden sollte, auch zur Grundlage der Belieferung Frankreichs zu machen, und eine provisorische Lösung der Finanzierungsfrage ebenso zu suchen, wie für die deutschen Sachleistungen während des Moratoriums, deren Finanzierung von außen sichergestellt werden muß. Gewiß kann dem entgegen gehalten werden, daß das Sachverständigengutachten solange keine Kraft besäße, als es nicht von Len Mächten angenommen wäre, aber schließlich könnte auch über diese Frage ein provisorisches Abkommen getroffen werden, wenn man den Willen hat, zu einer Gesamtverständigung zu kommen. Pressemeldungen englischer Blätter aus Paris sagen, daß man von der
Wiederaufnahme des passiven Widerstandes an der Ruhr
in Frankreich rede. Wir müssen uns ganz entschieden dagegen verwahren, daß die Unmöglichkeit von Leistungen seitens des Deutschen Reiches, die der französische Ministerpräsident selbst anerkannt hat, jetzt zum Ausgangspunkt einer neuen Konstruktion des passiven Widerstandes gemacht wird. Unter dem Vorwands, daß der passive Widerstand noch fortdauere, wurde in vorigen Herbst jede verständige Aussprache über das Reparationsproblem zwischen Frankreich und Deutschland französischerseits vereitelt. Soll jetzt, wo das Gutachten der Sachverständigen eine große Diskussion über die endgültige Lösung der Reparations- frage in die Wege leitet, dasselbe Spiel wieder beginnen? Die Reparationslösung ist nur Möglich, wenn an der Ruhr Friede und Arbeit herrscht. Beginnt aber eine neue Aera von Zwangsmaßnahmen, so ist nicht nur die Atmosphäre für eine Verständigung, sondern auch die wirtschaftliche Grundlage dafür gefährdet.
Unter Bezugnahme auf die Aeußerungen des französischen Ministerpräsidenten in der französischen Kammer erklärte der Reichsminister deS Aeußern ferner: Der französische Ministerpräsident hat sich über die Kcden deutscher Minister beschwert und sie als ein Zeichen
ter in Deutschland herrschenden Stimmung gekenn- Politik sind. Daß Deutschland den guten Willen reichnet. Labci ist Minears (mftieinenb^6on.i^^ ertrpQlirjjgen KeijtuNgW My .endgW-
WWIm im LMM her GiWnn.
Die Lage bei der Reichsbahn hak km Ver- lauf der letzten 24 Stunden eine weitere Verschärfung erfahren. Der Streik breitet sich weiter aus und hat jetzt auch auf Nürnberg übergegriffen, wo zwei Bekriebs- werkstätten lahmgelegt worden sind. Ebenso ist der Güterverkehr an der Schweizer Grenze aus der Strecke Weill-Lippoldshoch nach Basel zum großen Teil durch den Ausstand der Gü- terbodenarbeiker unterbunden. In Hamburg sind weitere Detriebswerkstätten außer Tätigkeit gesetzt. Die Lage hat sich noch weiter dadurch verschärft, tag das Kabinett setzt auch seine Zustimmung zu dem neuen Tarifvertrag zwischen dem Reichspostminislerium und den Postarbeitern versagt hat. Die Poffarbei- ker wollten, wie aus gewerkschaftlichen Kreisen verlautet, sich dem Vorgehen der
oder tendenziösen Berichten ausgegangen. So ist es eine freie Erfindung, wenn er behauptet, daß der deutsche Minister der Aeußern auf
das Urteil des Münchener Volksgertchts eingcwirkt und Ludendorff verherrlicht habe. Die Wertschätzung des Feldherrn Ludendorff wird keine Kritik einer aurwartigen Macht einem deutschen Minister verwehre» können. Der Politiker Ludendorff muß sich eine Kritik gefallen lassen, die jeder ertragen muß, der im öffentlichen Leben steht. An dem politischen Ludendorff habe ich in meiner Rede in Hannover eine herbe Kritik geübt, richts durch die ReiHsregierung zu sprechen, zeugt von einem vollkommenen Mißverstehen der deutschen Verhältnisse. Man will weiter in Frankreich die Aufmerksamkeit der Welt auf
angebliche deutsche Rüstungen lenken, indem man den Begriff „Vaterländische Verbände gleichbedeutend erklärt mit bewaffneten Organisationen. Auch gegen diese Irreführung muß ich mich verwahren. Die vaterländischen Organisationen, namentlich auch solche der Jugend, sind bekanntlich in Deutschland zahlreich. Ebenso ist bekannt, daß sie nüchts mit Putschi stenabsichten nach innen oder mit geheimer Bewaffnung nach außen zu tun haben. Gegen die wenigen Führer derartiger Organisationen, die mit einem solchen Gedanken spielen, habe ich mich entschieden gewandt und ihre Verantwortungslosigkeit gegeißelt. Man gibt sich schließlich im Auslande — und nicht nur in Frankreich — großer Sorge darüber hin, ob die deutsche Reichsverfassung gegen eine Erschütterung im Innern gesichert sei. Die Verfassung des deutschen Reiches ist eine deutsche Angelegenheit. Soweit das Ausland daran interessiert ist, mag ihm aber das eine gesagt sein, daß einmal auch diejenigen Parteien, die programmatisch nicht auf die republikanische Verfassung eingestellt sind, genügend Verantwortlichkeitsgefühl besitzen, um das deuffche Reich in der heutigen schweren Zeit nicht der Belastungsprobe solcher Kämpfe auszusetzen. Der Wiederaufbau Deutschlands — so brachte die Deutsche Volkspartei von zwei Jahren in einer Erklärung ihres Reichsau s- schuffes zum Ausdruck — kann nur
auf tat Grundlage der heutigen Llarrtssorm erfolgen, weil jeder Versuch ihrer Aenderung Erschütterungen im Gefolge haben würoe, die diesen Aufbau selbst zerstören würden. Die Deutsche Volkspartei steht auf dem Boden der Verfassung, d. h. sie will Abänderungen der Verfassung nur auf verfassungsmäßigem Wege erstreben. Wenn aber das Wirken der verfassungstreuen Parteien in Deutschland nicht immer wieder aufs neue erschüttert werden soll, dann ist es vor allem notwendig, daß man einer vernünftigen Reparationslösung zustrebt, Deuffchland die Grundlagen wirtschaftlicher Entwicklung und politischer Selbständig, keit gewährleistet, es von
fortgesetzten nationalen Demütigungen und Beleidigungen,
wie sie kürzlich erst seitens des französischen Kriegsministers erfolgt find, bewahrt und damit die Ursachen beseitigt, die am meisten zur Entwicklung der Extreme in Deutschland mitgewirkt haben, die weit weniger ein Produkt deutscher Auffassung als ein Produkt der gegen Deutschland feit dem Friedensschluß getriebenen
land den guten Willen
Eisenbahner a «schließen. Der Deuffche Eisenbahnerverband hat am gestrigen Sonnntag seinen Hauptbeirat nach Berlin gerufen. An der Tagung nahmen 27 Delegierte der einzelnen Bezirke teil. Der erste Vorsitzende des Deutschen Eisenbahnerverbandes, Scheffel, erstattete Bericht über die bisherigen Verhandlungen mit tam Reichsarbeitsmlnisterium. Er erklärte, den Hauptwidersiaud gegen die Lohn- regelung leiste das Reichsfinanzministerium. Er drohte damit, daß der Kampf nunmehr auf der ganzen Linie zu erwarten sei. In der Aussprache wurde an der Haltung der Regierung eine außerordentlich scharfe Kritik geübt und die Stimmung der Eisenbahner im ganzen Reich als außerordentlich erregt dargestellk. In vorgerückter Stunde wurde die Sitzung auf Heuke vormittag vertagt.
tigen Frieden zu kommen, hat auch der Führer der Deutschnationalen, Hergt, auf dem deutschnationalen Parteitag in Hamburg betont, als er erklärte: Es gibt niemanden in unserer Partei, der nicht in Würdigung des übermächtigen Druckes, unter dem wir stèhen, wüßte, daß es schwere Opfer zu bringen gilt. Es gibt auch niemanden, der nicht für eine wirklich erträgliche EnLlösung alles darbringen wollte, was sich irgend aus der freien Arbeit eines arbeitsfreudigen Volkes erübrigen ließe.
Der Minister erntete für feine Ausführungen stürmischen Beifall der Versammlung, die I MG^WkjM.Ms. AMcklano-Liedes ausein- andergrng.
Jarres über die politische Lage.
Elberfeld, 6. April. In einer Wahlversammlung der Deutschen VolkSpartei sprach heute der Reichs- minister deS Innern, Vizekanzler Dr. Jarres, über die politische Lage. Der Minister befaßte sich eingehend mit der außenpolitischen Lage und erklärte, die letzte Veranlassung unserer furchtbaren Lage sei der Vertrag von Versailles und mehr noch als dieser Vertrag sei die Auslegung, die Ausdehnung und der Mißbrauch, der von gegnerischer Seite mit diesem Vertrage getrieben werde. An die Spitze jeder politischen Ausführung gehöre der Satz: Die Grundlage de» Vertrages ist alt. Die Behauptung, daß Deutschland die alleinige Schuld an dem Kriege trage, ist eine Lüge. Allmählich würden ja auch die Augen des deutschen Volkes darüber geöffnet, daß es sich um die groteskeste Lüge, die lügenvollste Geschichtsfälschung handelt, die jemals in der Weltgeschichte zu verzeichnen war. Der Minister beschäftigte sich dann mit dem w den nächsten Tagen zu erwartenden Gutachten der Sachverständigen und betonte, er -komme nicht allein darauf an, daß die deutsche Wirtschaft einheitlich geleitet und verwaltet werde, es komme in demselben Maße darauf an, daß die Verwaltungshoheit des Reichs und der einzelnen Staaten wiederhergestellt werde wie früher. Staatshoheit und Wirtschaftsführung gehörten zusammen, eines oder da» andere könne nicht bestehen. Wir müßten eine unbeschränkte Verfügung über da« besetzte Gebiet im Rahmen des Friedens- Vertrages und der Rheinlandabkommenr verlangen Leider höre man nichts über eine Einschränkung der BesatzungSkosten, die seit dem Waffenstillstand schon über 5 Milliarden betragen. Die Kosten seien ungeheuerlich ; die Behauptung, fié könnten von Deutschland getragen werden, daneben auch noch die Kosten für die Wiederherstelluog und die Sachlieferungcn, sei kein Zeichen gesunden Menschenverstands. Es müsse daran gezweifelt werden, daß das deutsche Volk die Kosten aufbringen könne, die es während der vierjährigen sogenannten Moratoriums tragen solle. Dar deutsche Volk werde zu entscheiden haben, ob eS die ihm zugedachte Zumutung annehmen könne. Zum Schluß besprach der Minister die «u» dem Ablauf der Micumverträge entstandene Gefahr, ferner die Frage der Entlassung der Gefangenen, der Rückkehr der Ausgewiesenen sowie der Miutärkontrolle und wandte sich dann der Innenpolitik zu, wobei er die Währungtfrage und den Außcnhandelizustand behandelte. Seine Ausführungen ernteten starken Beifall.
Beweise für die Kriegsschuldlüge.
Der bayerische Ministerpräsident hat kürzlich in einer Rede der Reichsregierung vorgeworfen, daß sie bezüglich der Kriegsschuldlüge nicht aktiv genug vorgegangen fei, was der Reichsaußemninistev in Abrede gestellt hat. Nicht um ein Für oder Wider zu betonen, wohl aber im Interesse der Sache selbst dürfte ein Hinweis auf die im September 1918 erschienene Schrift: „Die Schuld der deutschen Regierung am Kriege, ein Nachtrag zu der Schrift: „Meine Londoner Mission 1912—1914, von Fürst Lich- nowsky." (Verlag: Berlin, Lindenstraße 114), des damaligen, jetzt aus der Partei ausgefchie- derren SoziaDemokraten Alwin Sänger zu
München von Wert sein, der auf Grund belgischer Gesandtschaftsberichte feststellt, wie von England aus im Verein mit französi- schen und russischen Kriegshetzer« die Einkreisung Deutschlands und die Vorbe- reitung zum Angriff durchgeführt worden ist. Es wird genügen, nur einige Zitate aus den Berichten hier anzuführen, fo berichtet 1907 Gesandter Lataing in London an seine Regierung in Brüssel: „Es ist klar, daß das amtliche England eine Deutschland feindliche Politik befolgt, die auf eine Isolierung Deutsch, lands abzielt." Varon Greindl in Berlin berichtet im Dezember 1911 nach Brüssel: „Was aus der Rede Sir Greys am deutlichsten hervorgeht, ist, daß er die Politik der Tripleallianz in dem Geiste forfführen will, in dem er sie bisher geführt hat, d. h. im deutschfeindlichen Sinne." Der Bericht des Gesandten Guilleaume in Paris vom 6. Januar 1914 lautet: „Ich hatte schon die Ehre, Ihnen zu berichten, daß es die Herren Poincars, Delcasse, Millerand und ihre Freunde gewesen sind, die die nationalistische, militaristische und chauvinistische Politik erfunden und befolgt haben, deren Wiederersteher wir festgestellt haben. Sie bildet eine Gefah' für Europa — und für Belgien."
Nimmt man hinzu, daß bereits 7 Wochen vor dem Mord in Sarajewo in Rußland die 1913 durch Verordnung eingeführte „Kriegsvorbereitungsperiode" in Gang gefetzt war, und daß schon 1912 als leitender Grundsatz für die russische Mobilmachung aufgestellt war: „Allerhöchst ist befohlen, daß die Derkündring der Mobilifation zugleich auch die Verkündung des Kriegszustandes gegen Deutschland ist", fr ist klar, daß Deutschland nicht die Schuld an Kriege trägt.
120600 Vertrieben».
Ueber den Umfang des besetzten Ke» biete 8, über die Zahl der unterdrückten Deutschen, die infolge des Versailler Diktates und der Ruhrvolitil Poincarv? unter der französisch-belgischen Fremdherrschaft schmachten, herrscht noch immer nicht völlige Klarheit. Es- seien deshalb einige Ziffern wiedergegeben, die den Umfang und die Schwere dieser Fremdherrschaft kennzeichnen.
Nach der Volkszählung vom 8. Oktober 1919 zählt da? nach dem Friedensdiklat besetzt: Gebiet rund 6 Millionen, das neu besetzte Gebiet (Ruhrgebiet, Düsseldorf, Duisbura) rund 4 Millionen und da? Saargebiet rund 700 000 Einwohner. Insgesamt befinden sich also rund 11 Millionen Deutsche unter Fremdherrschaft. Bei einer Gesamtbevölkcnmgr- zahl von 62 Millionen ist da? mehr als dèr sechste Teil der deutschen Bevölkerung.
Die Zahl der Ausgewiesenen beträgt runl 40 000 Haushaltsvorstände und 80 000 Familienangehörige, insgesamt also rund 120 000 Personen. Zurückgckchrt sind hiervon rund 3000 HanShaltSvor- ftänbe mit 6000 Familienangehörigen. Mehr als 110 000 Personen warten also noch auf die Erlaubnis zur Rückkehr.
Die Zahl der politischen Gefangenen im besetzten Gebiet wird jetzt auch noch auf etwa 12 000 geschätzt. Die Höhe der insgesamt verhängten Freiheits- und Geltstrasen ist kaum zu ermitteln, nur die Freiheitsstrafen gegen Beamte sind gezählt Hierbei wurde sellaestellt, daß die Franzosen und Belgier seit dem Ruhrkampf gegen Beamte rund 110 Jahre Freiheitsstrafen und Eeldstrafen in Höhe von vielen Hunderttausenden von Goldmark verhängt haben.
Die Beerdigung Dreyers.
Berlin, 5. April. Die Beerdigung des in frei* zösischer Gefangenschaft verstorbenen Ruhrkâmpfcr» Willy Dreyer hat heute nachmittag in Eichwalde statt« gefunden unter riesiger Teilnahme der Bevölkerung cer Umgegend und bei Anwesenheit zahlreicher Vertreter vaterländischer Verbände. Die Feierlichkeit begann mit einem Traneigottesdienst in der Ortskirche, Zu Füßen des Sarge« stand ein hon der Reich»- re-ierung gestiftete» Blumenkreuz, neben dem Sarg« Fahnen zahlreicher Militärdereiue der Umgegend. Die Trauerrede hielt der Ortsgeistliche, Pfarrer Ltitzdw, über Jesaia« 40, 6—8. Während der kirchlichen Feiei traten draußen die Kriegerdereine und Abordnungen der Vaterländischen Verbände in langen Spalieren an Der von 8 Mitgliedern de» Bilmarckbundet getragene Sarg wurde dann in den Leichenwagen gehoben, m»' rauf sich der etwa 2 Kilometer lange Zug unter dcy Klängen des von einer ReichSweyrkapelle gcsoieltei Siebes „Jesu» meine Zuversicht" und, unter Glocken- celâute sich in Bewegung setzte. Dicht hinter dem Leichenwagen schritten Vertreter der Behörden uni eine Anzahl Offiziere des alten Heere« in Uniform, darunter Generalfeldmarschall s. d. Goltz. An bei Gruft gab ter Kriegerverein Eichwalde eine dreifach« Ehrensalve ab. Zum Schluß ergriff v. d. Goi, an der Gruft das Wort, um namens der Präsidium« der Bereinigten Vaterländischen Verbände Deutschland» und namens der ehemaligen Balrikumkämpfer, deren Angehöriger Dreyer gewesen ist, den Eltem de» Verstorbenen die Teilnahme austuivreck«.