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* Nichtbestellle Postpakete. Bei dem Eifen­bahnunglück in Ludwigsstadt (Oberfranken) am 18. Februar, sind auch neun mit Postpaketen beladene Güterwagen zerstört worden. Die Auf­räumungsarbeit sind seit Mitte März 'beendet. Soweit Empfänger oder Absender ersichtlich oder sonstige Merkmale über Bestimmung oder Herkunft vorhanden waren, fini) die geborgenen Pakete den Postanstalten zur Aushändigung an die Eigentümer zugeleitet wordem Zahlreiche Pakete und alle möglichen Einzelgegenstände sind aber mangels jeglicher Anhaltspunkte iwch unanbringbar und lagern beim Postamt Bam­berg 2, wo sie für etwaige Rückfragen, die durch Vermittlung der Aufgabepostanstalten unter ge­nauer Bezeichnung des Sendungsinhalts (Fa­brikzeichen oder sonstige besondere Kennzeichen) anzubringen sind, bereitgehalten werden. Be­sonders befinden sich darunter Sendungen mit Textil- und Schuhwaren. Das Sichtungsgefchäst wird voraussichtlich bis Anfang Aprst beendet fein. In Frage kommen vorwiegend Sendungen aus Südbayern, Mittelfranken und aus der Oberpfalz sowie ganz besonders aus Württem­berg und Hohenzollern nach Norddeutschland und nach dem Rheinland aus der Zeit vom 14. bis 16. Februar. Weit mehr Sendungen und Gegenstände hätten den Eigentümern sofort ausgehändigt werden können, wenn die Absen­der Doppel der Aufschriften in die Sendungen gelegt hätten, wie dies nach der Postordnung vorgeschrieben ist.

* Vorsicht beim Geldwechseln! Eines alten Tricks bedient sich seit einigen Tagen ein Schwindler. Er kommt in ein Geschäft mit dem Anliegen, ihm größere Geldscheine zu wechseln. Er erhält dann das Wechselgeld, steckt es in einen Briefumschlag, den er in die Tasche steckt. Wenn er dann die großen Scheine geben will, tut er so, als ob er sie vergessen habe und gibt darauf den Briefumschlag, in welchen et vorher das Wechselgeld getan hat, zurück. In Wirk­lichkeit hat er diesen Briefumschlag vertauscht, in welchem sich, wie sich später herausstellt, nur Papierschnitzel befinden. Diesen alten Trick, von dem man annehmen sollte, daß er doch zur Genüge bekannt sei, hat der Schwindler bereits wiederholt mit Erfolg angewendet.

* Beim Gericht hat jetzt die Neuordnung Platz gegriffen, sodaß nunmehr wieder Laien als Richter an den Verhandlungen teilnehmen, und zwar sowohl beim Schöffengericht, als auch bei der Sttafkammer. Vor dem Schöffenge­richt kam gesteift ein Fall von Urkundeufäl- fchung zur Verhandlung. Das Dienstmädchen D. Sch. hatte bei ihrer Herrschaft das Scheck­buch gestohlen und es ihrem Bräutigam H. Sch. gegeben, der einige Schecks ausschrieb, wofür sich die Beiden Möbel für ihre Aus­stattung kaufen Wollten. H. Sch. hat im gan­

zendrei Schecks ausgegeben. Das Gericht ver- * Bunker Abend. Aus dem reMaiorychen urtâe die D. Sch. W 4 MW'ÈarkgE ÄWst°8èsMsWmE«n T. ApM'ftf'fvkg«n-

die durch die Untersuchungshaft verbüßt sind, und H. Sch. zu 3 Monaten Gefängnis und 50 Mk. Geldstrafe.

* Die kaufmännischen Schulen der Skadk Hanau. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß der Unterricht in den kaufmännischen Schulen, Abteilung: a) Höhere Handelsschule, b) Handelsschule und c) Kaufmännische Berufs- • schule schon am 1. April d. 3s. begonnen hat. Zugleich wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß im Herbsttermin keine Aufnahmen mehr in die Kaufmännische Berufsschule (früher Fort­

bildungsschule) stattfinden. Es empfiehlt sich daher sofortige Anmeldung der kaufmännischen Angestellten unter 18 Jahren, da sie sonst bei späterer Anmeldung für dieses Jahr nicht mehr ausgenommen werden können und infolgedessen

âonzsr! des Gesangvereins Tonblükhe uyd des Vereins ehemaliger Militärmusiker.

Beide genannte Vereine gaben.gestern abend in der Centralhalle ein Konzert. Der Saal war von dem Cellinifest am verflossenen Samstag her noch festlich geschmückt. Das warme Rot, das abgedämpfte Licht der Lampen, die ange­beuteten Säulen, alles verlieh dem äußeren Bild einen festlichen Glanz und geschmackvollen Rahmen. Man bedauerte nur, ödß dem ein­zigen größeren Konzertsaal Hanaus nicht für allezeit ein würdigeres Aussehen gegeben wird, wie es, hier nur provisorisch geschehen ist. War so das Aeuhere schon glanzvoller als sonst, so versuchte man auch das Gebotene auf eine höhere Stufe als gewöhnlich zu bringen. Das gelang dem Chor mit Beethovens Vesper. Das An- und Abschwellen der Hymne, das Auf und Ab ward prächtig herausgearbeitet von dem

Chorleiter Direktor Heinrich A p punn. Sein schon bekanntes Rheinlied, das mit Frische und Feuex vorgetragen wurde, gelang ebenso wie die übrigen Chöre mit mehr volksliedhaftem Charakter. Das Orchester unter Leitung des Kapellmeisters W. B a ch war gestern in bester Verfassung. Wenn sich in Beethovens „Ge­schöpfe des Prometheus" noch Verwischungen zeigten, so geriet die „Peer Gynt Suite" ausge­zeichnet/ Die vier gespielten Stücke waren von stärkstem Eindruck. Den Höhepunkt erreichte das Orchester aber mit der Wiedergabe von Wagners Tannhäuser-Ouverture. Die tiefe Tragik, die wilde Lust und die markige Sprache erklingen in schöner Vollendung. Zur Abrun­dung des Programms trug noch der Violin- vortrag des Konzertmeisters W. Lüdecke, Homburg, bei. Der Künstler spielte das Adagio aus dem Violinkonzert g-moll von Bruch. Weicher, bestechend schöner Ton, geistige Durch­dringung, sowie tiefe Ausschöpfung des Kunst-

ein Jahr länger dis ihre Altersgenossen die Kaufmännische Berufsschule besuchen müssen. Die Neuausgenommenen haben unter allen Umständen schon vom 1. April die Kaufmän­nische Berufsschule zu besuchen.

* Höhere Handelsschule Hanau. Zu der diesjährigen Reifeprüfung waren von 56 Schü­lern und Schülerinnen 53 zugelassen worden; von diesen bestanden folgende: Liselotte Berens- mann, Ottilie Berk, Ilse Berlizheimer, Margot Bernhardt, Marie Bock, Erna Brauer, Erna Bröll, Erna Dietzel, Johanna Dietzel, Anny Eichhorn, Annemarie Fertig, Ottilie Grähling, Christel Günther, Gerda Haas, Therese Jung, Lilly Joseph, Maria Kohlhaas, Dora Kolbe, Mirjam Limbert, Margarete Lohrey, Berta Kaiser, Mathilde Marschall, Ella Nagelschmidt, Luise Neidhardt, Reinhild Osterrath, Maria Sauer, Paula Schmidt, Käthe Schmitt, ^Jo­hanna Schönmeyer, Käthe Stenzel, Frieda Tau­ber, Helene Viehmann, Ilse Werner, Klara Winterwerb, Kathinka Wörner, Minna Zirkel, Erna Zuschlag, Joseph Frühauf, Wilhelm Jä­ger, Bruno Kock, Marcel Lang, Ernst Meyer, Walter Roddeck, Gottfried Schlundt, Wilhelm Schwarz, Heinrich, Stein, Rudolf Tragbar, Hans Weller, Erna Schick. Wegen durchweg guter Leistungen waren mit lobendem Vermerk im Reifezeugnis drei Schülerinnen und zwar: Erika Belz, Marianne Gielen, Elisabeth Niko­lai von der mündlichen Prüfung befreit.

* Die Reichweite der Frankfurter Sende­station. Zahlreiche schwedische Radio-Amateure konnten während der letzten Tage das Pro­gramm der Frankfurter Sendeskation abhören. Die Ergebnisse wurden teilweise als geradezu glänzend bezeichnet. Die Frankfurter Station sei vielfach besser zu hören, als das Berliner Boxhaus.

* Ministerbesuch auf der Frankfurter Messe. Zur Frankfurter Frühjahrsmesse vom 6. bis 12. April haben u. a. ihren Besuch zugesagt der Reichskanzler, der Reichswirtschaftsminister, die Ministerpräsidenten von Bayern und Hessen, der Erste Bürgermeister der Freien und Hansa­stadt Hamburg, der Präsident des Jndustrie- und Handelstatzs und eine Reihe weiterer Mit­glieder der Reichs- wie der bundesstaatlichen Regierungen.

* Ein schwerer Junge konnte von der Polizei festgenommen werden. Es ist der Zimmermann Hermann Jung aus Griesheim, der nicht weniger als 15 Einbrüche zugegeben hat. In Hanau hat er sechs Einbrüche verübt und zwar bei Geibel, Valchlatz, Peter, Langstraße, Lehr, Krämerftraße, Becker, Kleidergeschäft, Nordstraße, und zweimal in der Filiale von Schröder in der Glockenstraße. Die Diebesbeute hat er zum größten Teil in Frankfurt an Be-

kannte verkauft.

des wiedergegeben: Eröffnen wird Herr Bock mit der zeitgemäßen Dichtung von Rub. Pres- ber „Deutscher Bauspruch. Ihr folgt Ludwig Rüblings ergreifende Ballade '„Gerettet" und L. Manns- „Der Organist von Schmalkalden", eine Dichtung von tiefer religiöser Ueberzeu­gung beschließt den ersten Teil der ernsten Bor- tragsfolge. Die zweite Hälfte des ernsten Teils umfaßt als einzige Nummer die gewaltige Schilderung „In geheimer Mission" von G. Heidemark.' Der modern-humoristische Eingang bringt meist nur kurze allerliebste Sachen in Vers und Prosa von Seidel, Hochstetler, Wolf, Brinkmann, Dachs u. a., und den Abschluß machen wieder die so gern gehörten derbhumo- ristischen Dialektvorträge in oberbayerischer, hessischer und nassauer Mundart.

wertes ließen vergessen, daß kleine Unsauber­keiten unterliefen. Auch in Chopins Nocturno und Beethovens Menuett zeigten sich die Vor­züge des Geigers, der von Frl. E. A p p u n n sinngemäß begleitet wurde. Das Konzert war gut besucht und die Erschienenen ließen es an Beifall nicht fehlen. Rü.

Kunst und Leben.

Fliegende Raupen. Fliegende Hunde, flie­gende Eichhörnchen, fliegende Eidechsen, ja fliegende Fische sind jedem bekannt, wenn auch nicht aus der Natur, so doch aus Bildern. Daß es aber auch unter den Raupen, den geborenen Kriechern, Flieger gibt, ist eine Entdeckung, über die kürzlich in- der „Entomologischen Rundschau" berichtet wurde. Diese Raupen sind die Larven der Lipariden, einer Schmetter­lingsart, die über alle Weltteile verbreitet ist und, wie die Nonne, der Schwammspinner und andere, zu den Nachtschmetterlingen gehört. Die Raupen zeichnen sich durch ihr auffallendes Haarkleid aus. An den Enden der Haare befin­den sich kleine blasige Erweiterungen, die mit Luft gefüllt sind. Durch sie wird das Gewicht verringert, so daß die Raupen von jedem Wind­stoß durch die Lüfte getragen werden. Versucht man ein Exemplar zu ergreifen, so schnellt es sich von dem Ast, auf dem es sitzt, ab und läßt sich erst in erheblicher Entfernung von seinem Standort nieder. Die starke Behaarung dient dem Tier auch als Schutz. Der Forscher beob­achtete, wie eine solche Raupe von einem Lauf­käfer verfolgt wurde. Während im allgemeinen die Raupen die Beute dieses Puppenraubers werden, der sie mit seinen Zangen von oben in den Rücken faßt, gelang es in diesem Fall dem Angreifer nicht, seine Beute zu erhascht. Vergeblich bohrte er seine Waffen in das dicke Haarkleid der Raupe. Sie verfingen sich darin, ohne daß er dem wohlbeschützten Tier eine Ver­letzung zufügen konnte-

* Stadttheater Hanau. Aus dem Theaterbüro wird uns geschrieben: Das Gastspiel des in ganz Süddeutschland und im Opernhaus Frankfivt a. M. bei ausverkauftem Hanse mit großen Ovationen auf- genommenen 15jährigen Dirigentcn-Pianisten Rio Gebhardt und seines Bruders des 13jährigen Pianisten-Mozartspieler Ferry Gebhardt findet am morgigen Samstag statt und wird sich zu einem musikalischen Ereignis gestalten. Diese beiden musikal. Wnndcrknaben sind einzigdastehende Talente, weshalb die Direction es sich nicht entgehen ließ, das Gastspiel derselben dem hiesigen Publikum darzubiete». Die Veranstaltung findet bei kleinen Preisen von 80 Pfg. bis 3 Alk. statt. — Am Sonntag ist wie bereits an­gekündigt die Erstaufführung der an vielen Bühnen bereits mit durchschlagendem Lacherfolg aufgenommenen Schwankoperette „Loge Nr. 7" Musik von Viktor Hollaender. Es sei auSdrüchlich darauf hingewiesen, daß sich hinter dem Titel „Loge N r. 7" der bestens bekannte Schwank „Logenbrüder" von Shirt Kraatz verbirgt, welcher von dem bekannten Kompo­nisten Viktor Hollaender zu einer Schwankoperette verarbeitet worden ist. Dem Publikum werden daher am Sonntag ein paar lachfrohc Stunden geboten.

Landkreis Kanau.

Aus dem Landkreis Hanau, r4. April. (D i e Wintersaaten.) Die Befürchtung, daß die Nachtfröste mit darauffolgenden Sonnentagen die Wintersaaten stark beschädigen werden, ist gottlob nicht eingetroffen. Man sieht allerwärts schöne Wintersaaten stehen. — (Die Obst- bäume) sind no ch sehr weit zurück; sonst stand in der Regel um diese Zeit das Frühobst schon in Blüte, ^n den Gärten ist wohl schon hie und da gesät worden, allein bei der Kälte kann der Samen nicht aufgehen. Auch Gras und Klee sind im Wachstum noch weit zurück, so daß sich auch der Beginn der Grünfütterung weit hinäusziehen wird. Mit der Bestellung der Aecker mit der Frühjahrssaat haben die Land­wirte wohl begonnen, doch sind sie auch hier infolge der ungünstigen Witterung weit zurück.

ASS Nah und Fern.

Frankfurt a. M., 8. April. Ein Arbeiter Georg B. stolperte spät Abends nach reichlichem Al- koholgennß in seinem Hause die Treppe hinauf. Er kam dabei zu Fall, stürzte ab und verletzte sich derart schwer, daß er nach kurzer Zeit verstarb. — Am Opern- platze wurde ein Oberingenieur von einem sehr schnell fahrenden Auto überfahren und recht erheblich verletzt, sodaß er dem städtischen Krankenhause zugeführt werden mitßte.

Wiesbaden 3. April. Bei einer Zugkontrolle auf der Strecke Frankfurt-Cronberg wurde vor einigen Wochen in einem Abort eingescklosscn der 23 jährige Kaufmann Artur Gebbardt mt§ Cronberg angetroffen. Als man ihn einer Leibesvisitation unterzog, fand man bei ihm zwei Stempel der „Hohen Interalliierten

Kommission", die er in Frankfurt hatte unfertigen lassen. Außerdem holte man aus der Tasche Paß- formulare usw. heraus. Die Untersuchung ergab.

dah Gebbartzt mblveiK? Wt W^ftr MaMWr Mesertigt'râe und W.jeden Pâß 200 Goldmark

sich batte zahlen lassen. In Frankfurt unterhielt der Gebhardt ein ganzes Heer von Agenten, das ihm die Kunden zuführte. Die französische Polizei nahm sofort eine Haussuchung in Cronberg vor und fand hier ganze Stöße fertiger und halbfertiger Pässe für seine Franhurter Klienten vor. Gebhardt batte sich jetzt vor dem französischen Kriegsgericht in Wiesbaden wegen dieser Verfehlungen zu verantworten^ Er wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Cham (Oberpfalz), 3. April. Nach einer Ver­sammlung in einem benachbarten Orte wurde der bisherige Reichstagsabgeordnete der Bayrischen Volks­partei Mimstenalrar Rauch von zwei Männern über- fallen, konnte sich aber seiner Angreifer erwehren und kam ohne erhebliche Verletzungen davon. In der gleichen Nacht wurde ein weiterer Ueberfall nach einer Versammlung auf den Redner der Bayrischen Volks- Partei Rechtsanwalt Dr. stiefel gemacht. Drei Männer, angeblich Bauernbündier, schlugen iyq nieder, sodaß er jetzt schwer verletzt darnicdcrliegt. •

Waldkappel, 3. April. Als sich in dem be­nachbarten Dorf Kirchhosbach die Kinder zum Schulbeginn anschickten, fanden sie die Tür des Schulhauses verschlossen. Als diese auf wieder­holtes Klopfen nicht geöffnet wurde, drangen die Leute mit Gewalt ein. Den Eintretenden bot sich ein grausiger Anblick dar. In der Wohn­stube lag erschossen der Ende der 20er Jahre stehende Lehrer ües Dorfes Heimüller und ne­ben ihm ebenfalls erschossen eine Frau, Mutter von drei Kindern. Zwischen den beiden Toten bestand seit längerer Zeit ein Liebesverhältnis, das angeblich erst gestern dem Ehemann zu Ohren gekommen war. Auf seine Vorwürfe hin soll die Frau ihren Mann verlassen und sich zu ihrem Geliebten begeben haben, um dann mit diesem gemeinsam aus dem Leben zu scheiden.

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Nutzhoiz^ertauf.

Am 15. April 1924, vorm. 9 Uhr, findet ein Holzverkauf auf schriftliche Gebote statt. EtnreuhungS- termin 14. 4. 6. I. nachm. 6 Uhr.

Zum Verkauf kommen 2736 Kiefern Sägeblöckt und Bauhölzer mit 2976 fm aus den Jagen 36b, 50, 55b, 7db und 11 Oti.

Näheres stellt „Holzmarkt" Nr. 76 für 1924. 2989 LbrrförstereiWolfgang, Post Niederrodenbach

Wahlvorschläge für die vorläufig auf den 4. Mai 1924 jslegesetzw ^Neuwahl der Staotverordnetenver- sammlung der Stadt Hanau sind spätestens bis Donnerstag den 17., April 1924 bei dem unterzeich­neten Vorsitzenden 'des Wahlausschusses, Rathaus, Zimmer Nr. 32, einzureichen. Eine telegraphische Erklärung gilt als jchrMiche ■ Erklärung, wenn’'sie durch eine spätestens unf20. April 1924 eingegangene schrijtl!^ Erklärung bestätig wird.

Die Wahloorschläge müssen von mindestens zehn in der Gemeinde zur Ausübung des Wahlrechis be­rechtigten Personen unterzelchnet sein. Die Unter­zeichner der Wahlvorschläge sollen ihren Unterschrif­ten die Angaben-ihres Berufes, Standes und ihrer Wohnung beifügen«

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Jn den Wahlvorschläger sollen die Bewerber mit Zu- und' Bornamen und ihr Stand oder Beruf, sowie ihre Wohnung so deutlich angegeben werden, daß über chre Persönlichkeit kein Zmeisel besteht. Sie sind in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen.

Mit den Wahlvorschlägen sind einzureichen:

1. Die schriftliche Erklärung der Bewerbe»-, daß sie der Aufnahme ihrer Namen in dem Wahlvor- frfjtag zustimmen. Eine telegraphische Erklärung gilt als schriftliche Erklärung, wenn sie durch eine spätestens am 20. April 1924 eingegangene schrift­liche Erklärung bestätigt wird. Bei Abgabe dieser Erklärung ist Stellvertretung durch einen mit schnsMchèr Vollmacht versehenen Vertreter zu­lässig, wenn der Bewerber nachweislich verhin­dert ist, die schriftliche Erklärung rechtzeitig ein- zchenden.

2. Die Bescheinigung des Magistrats, 'daß die Be­werber am Wahltage das 25. Lebensjahr vollen.

•bet haben, Reichsangchärige sind, in Hanau seit

6 Monaten wohnen und nicht gemäß § 2 Abs. 2 des Gemeindewahlgesetzes vom Wahlrecht ausge­schlossen sind.

3. Die Bescheinigung des Magistrats, daß die Un­terzeichner des Wahloorfchlayes in der Bürger­liste eingetragen oder mit einem Wahllchein ver­sehen sind.

Die Bescheinigungen werden auf Antrag vow Magistrat (Meldeamt) gebührenfrei ausgestellt.

Die Zahl der zu wählenden Stadtverordneten be> trägt 37. Die Wahlvorschläge können eine beliebig, Zahl von Bewerbern enthaltèn.

Jeder Wahloorschlag soll durch den Namen ehret Kartei oder durch ein sonstiges Kennwort bezeichnet werden, das ihn von allen anderen Waihlvorschlügen ^deutlich unterscheidet. Irreführende Kennwörter sind unzulässig. Trägt ein Wahlvorschlag kein Kennwort, so gilt der Name des an erster Stelle genannten Bewerbers als Kennwort.

In jedem Wahlvorschlage muß ein Vertrauens­mann und ein Stellvertreter bezeichnet werden, die zur Abgabe von Erklärungen gegenüber dem Vor. fitzenden des Wahlausschusses bevollmächtigt sind, Fehlt diese Bezeichnung, so gilt der erste Unterzeich­ner als Vertrauensmann, der zweite als sein Stell­vertreter. Erklärt mehr als die Hälfte der Ünterzeich. ner des Wahlvorschlages (christlich, dgß der Ver­trauensmann oder der Stellvertreter durch einen an­deren ersetzt werden soll, so tritt dieser an die Stells des früheren Vertrauensmannes, sobald die Ertlä- rung dem Vorsitzenden des Wahlausschusses zugeht,

Gemäß § 5 Satz 4 des Gemeindewahlgesetzes fin­det eine Verbindung von Wahlvorschlägen nicht statt. Ueber die Zulassung der Wahlvorschläge entscheidet der Wahlausschuß. Er besteht aus dem Oberbürger­meister oder seinem gesetzlichen Vertreter als Vor­sitzenden und folgenden von der Stadtverordneten- Versammlung gewählten Mitgliedern: ,

a) Beisitzer: die Herren

Justizrat Karl Eberhard, Stadtrat Karl Pense, Lagerhalter âl Nikolaus» Magistvatsrat Friedrich Roediger.

b) Stelloerfr. Beisitzer: die Herren: Juwelenhändler Phil. Koburger,

' Lehrer Josef Hildwein, Zeichner Karl Honzen, Kaufmann Hermann Schüler.

Mängel der Waylvorschläge sind auf Auisoâe» rung durch den Vorsitzenden des ' WaUausjchuW- binnen der von ihm gestellten, Frist durch die Ver­trauensmänner zu beseitigen. Der Vertrauensmann kann gegen Verfügungen, die der Vorsitzende auf Grund der §§ 43 bis 45 der Wahlordnung erläßt, die Entscheidung des Wahlausschusses anrufen.

In den Wahlvorschlägen werden die'Namen bet Bewerber gestrichen, deren Persönlichkeit nicht fest­steht, deren Zuftimmungserklätung fehlt, die nachge- wissenermaßen nicht wählbar sind ober die auf mehreren Wahlvorschlägen benannt sind. Bewerber, die auf demselben Wahloorschlage mehrmals be­nannt sind, gelten als nur einmal vorgeschlagen.

Nicht zugelassen werden Wahlvorschläge, die ver­spätet eingereicht sind ober den gesetzlichen Erfor­dernissen nicht entsprechen.

Nach ihrer Festsetzung durch den Wahlausschuß können die Wahlvorschlüge nicht mehr geändert oder zurückgenommen werden.

Hanau den 1. April 1924. 102 Der Vorsitzende des Wahlausschusses für die Neu­wahl der Stadtverordnetenversammlung.

Dr. Müller..

Vom 1. April d. Js. ab ist der Betrieb der stöbt, (Heu) Wage dem Spediteur Friedrich S ch l i n g l o f < hier, für eigene Rechnung übertragen worden.

Hanau den 2. April 1924. 101

Der Magistrat. Dr. Müller.

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Generalvertreter für Hanau und weitere Umgebung Peter Waas, Hanau

Sandeldamni 11. — Fernsprech-Anöcbluss 649.

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Unserer heutigen Stadtauslage liegt ein Prospekt der seit 58 Jahren bestehenden Zeitschrift „Ullsteins Blatt der Hausfrau" bei, dessen Abonnement wir Ihnen bestens empfehlen.. Die Firma GeorG R e u b o l d , Frankfllrt a. M., wird Bestellungen daraus prompt erledigen und Ihnen bas Heft alle 14 Tage durch Ihren hiesigen Ortsagenten ins Haus zustellen.