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Hanauer S Anzeiger

General-Anzeiger

' Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kana« a. M.

Erlcheint täglich mit Ausnahme der Sena» und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1237.

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Nr. 67

Mittwoch den 19. März

1924

Das Neueste.

Im Hitlerprozeß wurde gestern Ludendorff einem Kreuzverhör unterzogen, aus dem sich ergab, deß er keinen Marsch nach Berlin beabsichtigt haben will, dann wurde die Beweisaufnahme geschloffen und der Prozeß auf Freitag vertagt.

In der französischen Kammer erklärte der Be­richterstatter âler das Militärgesetz, die französische Grenzarmee habe den Zweck, jederzeit eine starke Schlachtfront ans dem rechten Rheinufer herzustellen.

-* Der im Januar 1924 abgeschlossene französisch- tschechische Bündnisvertrag richtet sich in der Haupt­sache gegen Deutschland.

Der französische Senat hat das Finanzgesetz mit 151 gegen 23 Stimmen angenommen.

Einer Reutermeldung aus Kairo zufolge ist dort eine Bewegung im Gange, die di« Ausrufung des Königs Fuad zum Kalifen von Aegypten bezweckt.

Großadmiral Alfred v. Tirpitz.

Heute am 19. März vollendet GwhädMral o. Tirpitz, körperlich und geistig rüstig fein 73. Lebensjahr. Tirpitz hat sich seit dem Kriege vom politischen Leben im allgemeinen zurückge- halten. Da, wo er in Presse und Publizistiken die Oeffentlichkeit trat, betraf dies meist die Vergangenheit oder Fragen maritimer Art. In­dessen, vergessen ist er in Deutschland nicht, und noch weniger wird ihn die Geschichtschrâmg vergessen^ die in ihm vielleicht die öe- deutsomste und markanteste Per­sönlichkeit der wilhelminischen Aera erkennen wird.

Tirpitz Werdegang war kurz folgender: Nach-

Md èmnal in der zweiten Hälfte der 80er Jahre hervor, wo er sich der Entwicklung der neu aufgekommenen T o r p e d o w a f f e mit solchem Nachdruck widmete, daß der damalige Chef der Admiralität, General v. Caprivi, ihm den neugeschaffenen Posten eines Inspekteurs des Torpedowesens übertrug. In dieser Stellung hat Tirpitz die Torpedowaffe technisch und tak­tisch zu einer Vollkommenheit entwickelt, die sie bis zum Weltkrieg und dann im Weltki-ieg selbst der aller andern Flotten der Welt über­legen gemacht hat. Das gibt kein Geringerer als Admiral Jellicoe unumwunden zu. Im Jahre 1893 ernannte der Kaiser Tirpitz zum C h e f d e s S t a b e s d e s O b e r k o m m a n- d o s der Marine mit dem Auftrag, die Motten­

taktik zu entwickeln, was Tirpitz bis zum Jich re 1895 geradezu meisterhaft dvrchführte. Mit vollem Recht sagt er in seinen Erinnerungen: »Jene Jahre umfassen meine beste Leistung, die Erfüllung der Flotte mit militärischem Ge­halt". Er war nun in der Marineder Mann", er hießder Meister", und wenn ihn Rivalen und Neider bisweilen als Egoisten bezeichneten, so traf für ihn durchaus das Goethes che Wort zu:Die Meisterschaft gilt oft für Egoismus". Nachdem er im Jahre 1897 als Chef des o ft a s i a t i s ch e n Kreuzergeschwa­ders bei den von der Reichsleitung betriebenen Maßnahmen zur Erwerbung eines Stützpunk­tes in China besonders auf die Kiautschou-Vucht und ihre wirtschaftliche Bedeutung hingewiesen -atte, Wurde er 1897 Staatssekretärdes

Reichsmarineamtes, da der Kaiser vor­her mit Admiral Hollmann als Staatssekretär vergeblich versucht hatte, Volk und Parlament Deutschlands zur Verstärkung feiner Rüstungen zur See zu ^gewinnen. Was Tirpitz in dieser Stellung geschaffen hat, ist vom deutschen Volk in «allen seinen Parteien und Ständen als eine Tat ersten Ranges anerkannt worden. Auch für das-Ausland galt Tirpitz bald als die maß­gebende Persönlichkeit Deutschlands, und Hal- dane äußerte bei der Rückkehr von seiner be­kannten Sendung im Frühjahr 1912, er habe sich über den Mangel an Charakteren gewun­dert, den er in Deutschland gefunden habe, die einzige Ausnahme sei Admiral v. Tirpitz.

Die Bedeutung des Weltkriegs hat niemand von vornherein so erkannt wie Tirpitz, niemand wie er, gewußt, welch ungeheure Machtmittel das englische Imperium in die Wogschale wer­fen konnte, wenn man ihm Zeit ließ, sie zu ent­wickeln und zu organisieren. Im sichern Gefühl der in unserer Flotte vorhandenen materiellen uNd ideellen Kräfte befürwortete er daher im Sinne seinesRisikogedankens" imtr destak­tischen Willens zur Schlacht in einem Vertei­digungskriege" ein sofortiges energisches EinsetzenderFlotte. Schon am 29. Juli 1914 ließ er den Kaiser bitten, ihm die strate­gische Leitung der Marine zu übertragen. Nur er allein trug in seiner Brust den Funken zu der entscheidenden Tat des stolzen Nichtverzwei- ëlns. Der Kaiser lehnte, offenbar nicht ohne eeinstussung des Chefs des Marinekabinetts, diese Bitte mit der Begründung ab, er wolle den Oberbefehl selbst bchalten, wies aber den Chef des Admiralstabs an, sich vor allen wich­tigen Entscheidungen mit Großadmiral v. Tir­pitz in Verbindung zu setzen. Das war eine un­glückliche Halbheit, welche die letzten strafe»

Krieg zog Weistre Versuche der- Großadmirals im Sinne des Einsatzes der Flotte blieben er­folglos. Er drang gegen den Reichskanzler, der die Flotte zum Friedensschluß aufbewahren wollte, gegen das Marinekabinet-t und die an­dern unverantwortlichen Ratgeber des Kaisers, die Gummimauer", nicht durch. Sein Einfluß wurde mit allen Mitteln untergraben. In der Frage des U-Bootkriegs hat sich Tirpitz weit mehr zurückgehalten, als heute die Oeffentlich­keit noch glaubt. Er hoffte zunächst noch auf einen Ewtscheidungskampf der beiden Schlacht- flotten und befürwortete nur eine völkerrechtlich auch zu begründende Blockade eines Teils der englischen Kräfte, besonders derThsmsemündung. Als dann auf Veranlassung des Admiralsstabs der U-Bootkrieg mit ungenügenden Mitteln und zu frühzeitig schon Ansars; Februar 1915 be­gann, hat er mit aller Entschiedenheit, aber er­folglos, darauf hinzuwirken versucht, daß wir nicht vor jedem Stirnrunzeln der Beremigtsn Staaten einen so bedeutsamen Entschluß sofort wieder zurücknahmen.

Man hat Tirpitz später wohl den Vorwurf gemacht, daß er trotz der von ihm erkarmten und in seinen Kriegsbriefen auch deutlich ausge­sprochenen Gefahr der falschen Einstellung un­serer Reichs- und Seekriegsleitung nichts Tat­sächliches unternommen und gewissermaßen nur die Faust im Sack geballt habe. Er hat indes mehrere Versuche in dieser Richtung angesetzt, aber weder bei Staatsleuten noch bei Generalen, Wirtschaftlern und Parlamentariern Bundes­genossen gefunden, um den unheilvollen Einfluß unserer damaligen politischen und strategischen Leitung zu brechen. Wie sollte ein Tirpitz «Lein eine Macht stürzen, die sich schon im Jahre 1390 so stark erwiesen hatte, daß sie einen Titaaen von der geschichtlichen Wucht eines Bismarcks die Treppe hinunterstieß.

Im März 1916 wurde Tirpitz verabschiedet. Wenige Monate darauf zeigte die Skaaer- rakschlacht, wie richtig er gedacht und ge­fühlt hatte. Sie bewies die Ueberlegenheit un­serer Flotte in Schiffsmaterial, die Ueberlegm- Heit unserer Ausbildung in Taktik, Schießkunst und Torpedobootverwendung. Sie bewies, was die deutsche Flotte hätte leisten können, wenn sie unter entschiedener Führung wie der eines Scheer im Halbjahr 1914/15 angesetzt morten war, d. h. zu einer Zeit, als die englische Flotte mit erheblichen Teilen durch die Operationen gegen unsere Kreuzer und vor den Dardanellen gebunden war und die vielfachen Mängel in ihrer Ausbildung noch nicht nachgeholt hate, in denen sie nach dem offenen und aufrichtigen Zugeständnis Admiral Jelliooes der unferig-n nachstand. Eine selbst wie die Skagerrakschlaht nicht durchgeschlagene, unentschiedene Schlacht im Winter 1914/15, hätte der Weltgeschichte vul- leicht eine andere Gestaltung gegeben, unsere

Flotte jedenfalls vor dem furchtbaren Ende, der Fahrt nach Scapa Flow bewahrt. Die Tragik, die in dem Namen Tirpitz liegt, ist auch Deuts ch«- lands Tragik.

Im Jahre 1911, nach der Agadirkrise und während der Kämpfe um die Flottennovelle, brachte ein illustriertes Blatt, das man keines­wegs als reaktionär bezeichnen kann, dieJu­

MwWWwitimeSW

Berlin» 18. März. DasBerliner Dagebl." veröffentlicht den Wortlaut der geheimen Ab- machunglsn zwischen Frankreich und der Tschechoslowakei. Am 25. Januar ist bekannt­lich zwischen den beiden Staaten ein Freund- schafts- und Bündnisvertrag abgeschlossen wor­den. Andere Abmachungen waren vorausge- gangen. Am 28. Oktober 1918, also vor dem Ende des Krieges, wurde ein Geheimvsrtrag unterzeichnet, wonach eine aus 68 französischen Offizieren gebildete Kommission für die Dauer von 20 Jahren mit der Organisation und, im Falle eines Krieges gegen Deutschland, Mit der Führung der tschschoslowakischen Armee be­traut wurde. Diesem Vertrag wurden am 24. April 1921 ergänzende Bestimmungen ange­fügt, nach denen es die tschechoslowakische Re­gierung übernahm, im Falle einer ernsthaften Entwickelung der Anschluhbewegung Men, Linz und Salzburg zu besetzen. Am 8. Novem­ber 1921 verpflichtete sich Benesch gemeinsam mit Frankreich Wirtschaftspolitische und mili­tärische Schritte gegen Deutschland im Falle einer Gefährdung des mitteleuropäischen Frie­dens zu unternehmen. Die neuen geheimen Abmachungen, dir M dem Freundschafts- ünd MindrSsHeâaä vom 25. Januar 1924 Hin­

dem aleitritt ^oudstatvwns zu dem Vertrage rechnet, ebenso auf eine Verbindung mit Polen und Rumänien. Man erfährt aus diesem Pro­tokoll, daß der Absatz des Geheimabkommens vom 8. November 1921, der eine Störung des mitteleuropäischen Friedens vorsieht, außer Kraft gesetzt worden ist, weil die bezüglichen Defensivverträge eine andere Regelung vor­sehen. Dr. Benesch sichert geneigte Aufnahme und Unterstützung der von der französischen Militärmission in Prag vorgelegten neuen Wehrvorlage vom 11. Dezember 1923 zu, Poin- caré dagegen einen nicht begrenzten französi- chen Kredit für den Ausbau der Wehrmacht jurd) restlose Ausnutzung der tschechoslowaki- chen Kräfte für den Wehrzweck. Das wich­tigste Aktenstück ist die am 25. Januar .924, also am Tage des Abschlusses zwischen Frankreich und der Tschechoslowakei unterzeich­nete Deklaration zu diesem Bündnisvertage. Ihre wichtigsten Punkte lauten:

1. Die Tschechoslowakei tritt bei einem Kriege mit Deutschland mit ihrer gesamten Kriegsmacht auf die Seite Frankreichs, und umgekchrt verpflichtet sich Frankrich bei einem Waffenaang der Tschechoslowakei mit Deutsch­land diesem den Krieg zu erklären.

2. Bei einem Kriege Polens mit Deutsch­land treten beide Vertragsparteien auf die Seite Polens.

3. Vor der Eröffnung von Feindseligkeiten zwischen der Tschechoslowakei und Ungarn gibt Frankreich die Unterstützung der Tschechoslo- wakei mit Kriegsmaterial zu erkennen.

4. Beide Vertragsteils verhalten sich bei einem Konflikte Polen-Rußland neutral.

5. Bei einem Wiederaufleben der Anschluß- bewegung in der Bundesrepublik Oesterreich maä M, beide Vertragsteile durch ihre Vertre- ter bei den Bundesbehörden in Wren auf die Folgen in Form einer Besetzung der Bundes- republik durch verbündete Truppen aufmersam.

S. Die Vioderkchr der Habsburger in Ungarn verpflichtet Frankreich zur sofortigen Entziehung der Kredite, und beide Vertrags- reile zum Hinwirken auf eine Verschärfung dec Kontrolle. Ueber den weiteren modus proce- dendi einigen sich die Vertragsteile

7. Der Versuch einer Restaurierung der Hohenzollern in Deutschland oder in einem sei­ner Länder erfordert sofort den schärfflen Ein­spruch ultimativen Charakters beider Vertrags- teile in gleichen Boten unter Ankündigung weiterer Sanktionen im Westen und Südasien unter Bezugnahme auf den Versailler Vertrag.

8. Zu Rußland sind steundliche Beziehungen im Einvernehmen anzubahnen. Ein Ueberfall Rußlands auf Rumänien erfordert die Unter- stützung Rumäniens mit Kriegsmaterial.

9. Die Unterstützung Rußlands durch Deutsch-

gend", ein an Tirpitz gerichtetes Gedicht. Der letzte Vers lautete etwa wie folgt:

Stolz steht nun Deuffchlands FloSe 6a< Du schufst die Schiffe, die Pläne.

Ach, hätte das Staatsschiff Germania

Doch mehr solcher Kapitäne!

Möge dieser Wunsch in Deutschlands Zu» kunst in Erfüllung gehen!

land bei einem Kriege RußlandPolen erfor­dert die gemeinsame Kriegserklärung der Ver- tragsteile an Deutschland.

10. Unabhängig bleibt die Stellung beider Vertragsteile in Italien. Die Bestrebungen Italiens zur Erlangung einer Mitkelmeerherr­schaft werden von beiden Vertragsteilen be- f ^as nächste Aktenstück ist ein Konzeptvertrag über den Beitritt Südslawiens zu dem Bünd­nisvertrag, den Benesch dem südslawischen Mi­nister des Aeußeren Nintschitsch vorgelegt hat. Für den Fall eines ungarischen Angriffs auf Südflavien oder die Tschechoslowakei sollten sich beide Staaten, wie bereits früher festgesetzt, mit ihrer gesamten militärischen Macht beistehen, Frankreich aber sich zu einer wohlwollenden Neutralität verpflichten. Für den Fall eines deutschen Angriffs auf eine der Vertragspar­teien sollten die beiden anderen dem Ange- grfffenen mit voller Kriegsmacht beistehen und ein südslawisches Armeekorps sollte unter das tschechoslowakische Oberkommando treten. Im Falle eines Angriffs von .anderer Seite als Deutschland oder Ungarn auf eine der Ver­tragsparteien sollten sich die beiden anderen zu Wohlwollender Neutralität verpflickten, wenn ober UnÄrn unterstützt würde. »Wer die vollen

sollte auf unbeschrankte Zeit geschloffen werden, jedoch einen Rücktrftt mit zweijähriger Kündi­gung gestatten. Aus dem gleichfalls veröffent­lichten Geheimprotokoll anläWch der Belgrader Konferenz am 10. Januar 1924 geht hervor, daß Nintschiffch mit dem dem Vorschläge und dem Konzeptvertrage zugrundeliegenden Ge- danken sich einverstanden erklärt, gegen den Ab­schluß des neuen Vertrages in der vorgeschla­genen Form und Ausdehnung jedoch Bedenken geltend gemacht hat, die ihm nicht gestatteten, dem König die Annahme des Vorschlags in der erwähnten Fassung zu empfehlen. Dagegen waren sich Mnffchitsch und Benesch darüber einig, eine Habsburger Dynastie in Ungarn nicht zu dulden, und Garantien dafür zu verlangen, daß der an Ungarn gewährte Kredit von 250 Millionen keinesfalls für Rüstungszwecke ver­

ausgabt werde.

Das letzte Aktenstück ist das Jnvestitutions- programm zum Wehrvorfchlag der französischen Militärmisston vom 11. Dezember 1923. Es sieht den Bau von 2134 Kilometer neuen Eisenbah­nen, umfangreiche Straßenbauten, den Neubau von 18 und den Umbau von 4 Kasernen vor.

Und dieser Geheimvertrag, der sich in tief Hauptsache gegen Deutschland richtet, ist ge­schlossen worden in einer Zeit, in der nach dem Wunsche des Völkerbund es die Zeit her Gcheim- oerträge vorüber sein soll. Frankreich pfeift mff den Völkerbund!

Eine französische Schlachifronl sür -as rechte «heinufer.

Paris, 18. März. Die Kammer befääf» ligte sich heute nachmittag mit der Frage der all-' gemeinen Organisation des franzö- sischenHeeres. Bevor der Berichterstatter oes Gesetzes das Wort ergreift, teilt der Kam­merpräsident mit, baff die rumänische Kammer der französischen Kammer den Dank dafür aus­gesprochen hat, daß das Abkommen ratifiziert wurde, das Bessarabien Rumänien zugeiteht.

Der Berichterstatter über das Militärgesch. Abgeordneter Oberst Fabry, erinnert zu Be­ginn seiner Rede an die großen Grundsätze der französischen Militärpolitik, die wesentlich defensiv sei, was ihr gegenüber der Politik eine gewisse Unterordnung verleihe, die darin bestehe, den Sieg zu einer gewollten Stunde und an einem bestimmten Punkte vor­zubereiten. Viele Franzosen, besonders aber die Soldaten, hätten vor dem Kriege einen solchen Abscheu, daß die französische Politik nur auf die Notwendigkeit der nationalen Verteidigung und auf die Sicherstellung des französischen Rechts und der ftanzösischen Ehre eingeftaitf sei» könne. Diese Notwendigkeit entspräche den vier Zielenr