Einzelbild herunterladen
 

Einzelnummer 13 Soldpfennig

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Nnfchluß Nr. 1287.

Bezusrvreis für die Zeit vom 1. bis 10. Februar 00 Eoldvtennig ohne Trägerlolm Einzelnummer 13 Eoldviennig. A n z e i a e n v r s i t e^ für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Eoldviennig. für die Reklamezeile (68 mm) 50 Eoldviennig

Otter trngedüb r 10 Eoldvtennig.

©eidiäfts stelle dämmer strafte 9

Erfüllung sort und ®eti6t»Ranb für beide Teile 6 an au a. Main. Für Piatzvorichrift und Erscheinungstage der Anzeigen wird keine Gewâtr geleistet. 2m Falle höherer Gewalt Streik usw. bat der Bezieher keinen Ansvruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzablung bes Bezugspreise»

W«

Nr. 32

Donnerstag den 7. Februar

1824

HWMMi

Das Neueste.

Lloyd George teilte in einer Unterredung dem Vertreter derNewyork World" mit, daß »wischen Wilson und Clemenceau im Jahre 1919 ein Geheimabkommen über die militärische Besetzung der Rheinlande zustande gekommen sei.

In der französischen Kammer wurde der erste Teil des Ermächtigungsgesetzes angenom- men.

Wie Reuter meldet, sind die mexikani­schen Aufständischen von den Bundestruppen umzingelt worden. General Huerta sei geflohen und damst das Rückgrat des Aufstandes ge­brochen.

Die englisch-franzjWchsn Beziehungen.

Die Beratungen der Sachverständigenaus­schüsse in Berlin neigen sich ihrem Ende zu. Nur noch einige Tage und die Ausschüsse werden Berlin verlassen, um nach Paris zurückzukehren, um dort ihren Bericht auszustellen. So geräusch­los und sM die Arbeit der Sachverständigen verlaufen und so wenig von ihrer Tätigkeit an die große Oeffentlichkeit gedrungen ist, so wird man doch schon jetzt daran festhalten können, daß ihre Untersuchung mit einem für Deutsch- land durchaus annehmbaren Ergebnis abschlie- ßen wird. Dazu werden wohl diè Eindrücke, die die Sachverständigen in Berlin mittelbar un- unmittelbar empfangen haben, ein gutes Teil l^igetragen haben. Die deutsche Regierung hat â ersten Ausschuß, der sich mit der deutschen Leistungsfähigkeit zu befassen hat, eine ausführ- iM^ntfc^ in her unfere aaun Auffassung der Reparationsfrage und ihrer Lö­sung stark umrissen und mit einzelnen, ganz genauen Ziffern belegt worden ist. Es ist darin nachgewiesen, daß Deutschland ohne die Hilfs- guellen der Ruhöindustrie und ohne die Wieder­herstellung der Wirtschafts- und- Verkehrseinheit vollständig außerstande ist, die Entschädigungs- zahlungen wieder aufzunehmen. Es wird fer­ner dargelegt, daß auch die Fortzahlung der Besatzungskosten ein Ding der Unmöglichkeit ist und daß Deutschland unbedingt ein mehrjähri­ges Moratorium auf eine internationale An­leihe braucht, um seine Zahlungen wieder auf­zunehmen. Die Voraussetzung der gesamten Re- parationspolitik aber ist und bleibt der Verzicht Frankreichs auf seine bisherige Politik.

Wie weit die Sachverständigen aus dem deutschen Material ihre Schlüsse ziehen wollen, muB ihnen überlassen bleiben. Man kann aber lvohl mancherlei bestimmten Andeutungen ent­nehmen, daß ihre Schlüsse in genau derselben Mästung gehen, und daß sie die Lösung des iseparationsproblems in einer Regelung sehen, die Deutschland die Möglichkeit gibt, seine ge­samte und ungeteilte Wirtschafts- und Produk- nonskraft für die Verbürgung einer internatio- nalèn Anleihe und für die spätere Wiederauf­nahme der Entschädigungszahlungen einzu- lchen. Den guten Willen Deutschlands, an einer solchen Lösung mitzuwirken, werden die Sach^ Ostständigen wohl nicht bezweifeln, wenngleich d'e,deutsche Regierung es mit Recht für zweck- snaßig quälten hat von jeden Bekundung dieses Mes Willens während der Berliner Tätigkeit Ausschüsse Abstand zu nehmen. Die große mage ist aber, ob auf der französischen Seite . Anfalls der gute Wille vorhanden ist, oder . '"an hier weiter an einer Politik festhalten Mrd, die Deutschlands Leistungskraft absichtlich Amt, um daraus Verfehlungen herleiten zu onnem Bis jetzt hat man jedenfalls noch nicht me Spur von einer Schwankung oder gar Aen- svung des französischen Kurses bemerkt. In Mem Punkte scheint Frankreich allerdings Mgeben zu wollen. Es ist dabei, in der Pfalz unhaltbar gewordene Position zu räumen.

frevelhafte Bergewaltigungspolitik, die ^onkreich in der Pfalz bisher zugunsten sepa- chustischer Räuberbanden getrieben hat, ist ein ».offenkundiger Skandal geworden, daß ein oäzug der französischen Regierung unver- ^idljch geworden ist. Er wird, wie es scheint, J der Richtung angetreten werden, daß man Separatisten fallen läßt in Pirmasens diese ja vorläufig schon von den Kommu- . men abgelöst worden und äußerlich wenig- den Schein einer gewissen Neutralität Damit ist schon viel gewonnen, denn die Wlzer werden es sicher fertig bringen, sich des Mrotistischen oder kommunistischen Gesindels

M Gtieiuiiifonintn WWW MMMM M Wo Hier Die MUMM«.

London, 6. Febr. Reuter meldet: In einer derNewyork World" abgegebenen Er­klärung verteidigt sich Lloyd George gegen die Angriffe, die gegen iyn im Zusammenhang mit den Bedingungen des Friedensvertrages betr. die militärische Besetzung der Rheingrenze durch die Alliierten gerich­tet worden sind. Er erklärt, als er währen­der Friedensverhandlungen nach einem dringenden Aufenthalt in London nach Paris leigt, daß

einer Ab-

zurückgekehrk fei, habe es sich gez> Wilson in diesem Punkte während st Wesenheit vor den Franzosen kapituliert habe. Er habe jetzt kürzlich entdeckt, daß Clemen­ceau und Wilson während seiner Ab­wesenheit hierüber ein geheimes Abkom­men unterzeichnet hätten.

London, 7. Febr. Unter her Ueberschrift Wie Präsident Wilson für die Rheinbesetzung gewonnen wurde" schreibtEvening Standard", Wilsons To- Habe Enthüllungen gezeitigt, die nicht gut wäh­rend feiner Lebenszeit hätten gemacht werden können. Als Lloyd George sich wegen einer bedrohlichen parlamentarischen Lage nach Lon­don begeben habe, und wieder, nach Paris zu­

rückgekehrt sei, habe er gefunden, daß Wilson zum Standpunkt Clemenceaus über die Be­setzung deutschen Gebietes, der sich Lloyd Georg« widersetzt hatte, umgestimmt worden war. Erst gestern habe Lloyd George erfahren, daß während seiner Abwesenheit ein bindendes Uebereinkommen zustande gekommen war. Die deutliche Formulierung zeige, daß die Abwesenheit aus Paris ausgenutzt worden war, um den wan­kenden Wilson zu besiegen, der seltsamer Weise den geringeren Plan französischer Kontrolle im Saargebiet äußerst feindlich gegenübergestan- den habe. LautEvening Standard" könne Lloyd Georges Erklärung nur dann verstan­den werden, wenn man annehme, daß es jetzt die Absicht der französifchen Re- gierung sei, dasGeheimabkonr- men mit her Rechtfertigung der darauffolgenden französischen Politik zu veröffentlichen. Während der Lebenszeit des vormaligen Präsidenten Wilson sei ein derartiges Verfahren wahr­scheinlich durch ein Versprechen verhindert ge- wesen. In her Unterredung mit dem Vertreter derNewyork World" habe Lloyd George erklärt, er fei gegen die 15jährige militärische Besetzung durch die Alliierten gewesen. Er habe vorausge­

sehen, wenn die Franzosen einmal die Gren­zen besetzt hätten, sie diese nicht wieder ver­lassen würden. Seine Annahme sei bereits durch die Ereignisse gerechtfertigt worden. Er ei jedoch im kritischen Augenblick während die- er Verhandlungen durch den berüchtigten, mrch das Telegramm Lord Rortcliffs orgam- ierten Angriff nach London abgerufen wor­den. Als er nach Paris zurückgekehrt sei, fei ihm offenbar geworden, daß Wilson sich Clemenceau ergeben habe. Dadurch hätten die Franzosen das Recht gewonnen, das Rheinland zu besetzen, das schließlich in den Vertrag mit eingeschlossen morden sei. Lloyd George habe erklärt: Ich habe erst vor ganz kurzem entdeckt, daß während meiner Ab­

ht gewonnen, das schließlich in den

Wesenheit in London Clemenceau und Wilson ein geheimes Abkommen über diese Frage ab­geschlossen haben. Trotzdem bin ich immer von zahlreichen Seiten in England als Schuldiger angegriffen worden. Ich habe soeben Doku­mente vom Foreign Office erhalten: Die Fran­zosen wollen jetzt das Abkommen zwischen Wilson und Memenceau veröffentlichen und wünschen, daß ich zustimme. Es ist ein wenig spät, um meine Zustimmung zu bitten. Ich habe niemals zuvor die Dokumente gesehen.

ür die

zu erwehren, sobald der französische Waffen­schutz wegfällt.

In allen anderen Punkten aber läßt Poin- caré nicht mit sich handeln. Mit derZähigkeit, die wir an ihm gewöhnt sind, führt er in der Kam­mer seine Finanzpläne durch, um damit " französische Währung wieder sicheren Bod gewinnen. Ob das Experiment glückt, ist aller­dings eine andere Frage. Es in Angriff neh­men, ist trotzdem für Poincarè eine Lebensnot­wendigkeit, da die französische Kammer Reu-

cn zu

Der diplomatische Berichterstatter desEvening Standard" sagt hierzu, die französische Regie­rung habe bis zum Tode des vormaligen Prä­sidenten Wilson gewartet. Sie will jetzt ein Dokument historischen Interesses veröffent­lichen als eine Rechtfertigung der Politik, die Frankreich feit her Unterzeichnung des Ver­sailler Friedensvertrages gegenüber Deutsch­land getrieben habe. Das Dokument soll zeigen, daß die französische Regierung für diese Politik die Unterstützung Lloyd Georges hatte. Der Berichterstatter ist der Ansicht, daß Lloyd George die genaue Tatsache wiedergibt, wenn er erklärt, daß er von Anfan an ein gegen die Besetzung deutschen Gebietes gewesen sei.

Tardieu gegen Lloyd George.

Paris, 7. Febr. Zu dem Interview Lloyd Georgs mit dem Vertreter derNewyork World" äußert sich jetzt auch Tardieu, der der intime Mitarbeiter Clemenceaus bei den Frie­densverhandlungen gewesen ist, imEcho Ra­tional". Er sagt, es habe niemals ein Geheim­abkommen zwischen Clemenceau und Wilson ge­geben. Sämtliche französischen Vorschläge und Noten über das linke Rheinufer seien stets Lloyd George und Wilson gleichzeitig überlassen worden. Der Wortlaut der Besttmmung, die Wilson am 20 April, 5 Uhr nachmittags, in einer Unterredung mit Clemenceau und ihm, Tardieu, angenommen habe, sei seit 14 Tagen in den Händen Lloyd Georgs ebenso wie Wil-

wesend gewesen fei am 22. April vormittags nach kurzem Widerstand angenommen habe. Die in Frage stehenden Bestimmungen hätten die Artikel 428 und 432 des Friedensvertrages betroffen. Es sei entweder albern oder bös­willig, oder beides zu gleicher Zeit, wenn man der Engländer ebenso wie in den Händen der dr Engländer ebenso wie in den Händen der Amerikaner gewesen sei und das infolge der Ab­wesenheit Lloyd Georges die Zustimmung Wil­sons 36 Stunden früher als die Lloyd Georges gefunden hätte, ein Geheimabkommen nenne. Wenn Wilson noch lebe, würde er nicht an­stehen, ebenfalls zu dementieren. Die vitalen Bürgschaften, die die französischen Unterhändler für Frankreich am Rhein erlangt hätten, seien von ihnen erst nach Monaten furchtbaren Kampfes erreicht worden. Aber es sei ihr Stolz, sie unter Wahrung der Loyalität gegen­über sämtlichen Alliierten erreicht zu haben.

Das englische auswärtige Amt.

Londsn, 7. Febr. Zu der Erklärung Lloyd Georges veröffentlicht das auswärtige Amt eine Feststellung, nach der es ihm zur Kenntnis ge­bracht worden sei, daß die französffche Regie­rung beabsichtige ein Gelbbuch mit gewissen Schriftstücken vorzubereiten, die mit der Ab­fassung der Artikel 428 bis 431 des Versailler Vertrages in Zusammenhang stehen. Die bri­tische Regierung wurde um ihre Zustimmung zu dieser Veröffentlichung ersucht. Das auswär­tige Amt hat sich dahin entschieden, daß es ein Gebot der Höflichkeit sei, vor der Antwort an die französffche Regierung Lloyd George von dem Vorschlag wegen seiner engen Verbindung mit den Friedensverhandlungen in Kenntnis zu setzen. Es ist daher am 25. Januar ein Brief an den Sekretär Lloyd Georges gerichtet wor­den, mit der Anfrage, ob Lloyd Georgs etwas gegen die Veröffentlichung der Schriftstücke ein­zuwenden habe. Das auswärtige Amt fügt feiner Meldung hinzu, daß keine Antwort ein­gelaufen sei und daß das erste Anzeichen davox, das Lloyd George der den Brief erhalten habe, die gemeldete Unterredung sei.

sie Anzeichen davo?:, Brief erhalten habe,

mahlen im Zeichen des Frankensturzes zweifel­los für den Lenker der französischen Politik ver­hängnisvoll werden müßten. Dieses Verhäng­nis abzuwenden ist die Hauptsorge Poincarès. Der strategische Gedanke, mit dem er die Wahl­schlacht zu führen gedenkt, ist die volle Aufrecht­erhaltung der Parole, unter der er bisher den nationalen Block zusammengehalten hat, d. h. die Parole des Ruhreinmarsches und der Pfän-

derpolitik, die den Kern und Inhalt des gegen- gimes gewesen, das den Versailler Vertrag un, wärtigen französischen Regierungsprogramms terzeichnet habe, die Arbeiter nicht darÜhM

bildet. Von dieser Parole wird Poincarè sicher keinen Zoll zurückweichen und deshalb geht er gegenwärtig auch allem aus dem Wege, was diese seine Politik durchkreuzen könnte. Den Brief, den er mit Macdonald gewechselt hat, verpflichtet ihn zu garnichts. Eine persönliche Aussprache mit dem neuen englischen Minister­präsidenten wird zwar als wünschenswert be­zeichnet, aber zweifellos von Woche zu Woche hinausgeschoben werden. Die härteste Ruß für Poincarè wird, das Gutachten der Sachverstäiv- digenausschüsse sein. Aber wir können über­zeugt sein, daß Poincarè auch hier Mittel und Wege finden wird, um einer Verstrickung aus dem Wege zu gehen. Bis zu den Wahlen wirL also die -Jleuregelung der englisch-französischen: Beziehungen eine offene Frage bleiben und bis dahin bleibt wohl auch das Gutachten der Sach­verständigenausschüsse in der Schwebe. Es wird aber auch unter diesen Umständen keine oer« 'orene Liebesmühe fein, sondern auf jeden Fall seine moralische Wirkung nicht verfehlen.

Eine Unterrehna« mit Thyssen.

Paris, 6. Febr. Fritz Thyssen hat denk Sonderberichterstatter des Journal des Debats im Ruhrgebiet, der kürzlich eine Unterredung mit Hugo Stinnes veröffentlichte, ebenfalls ein Interview gewährt, in dem er sich über die künftigen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland und die Regelung der R e p a r a t i o n s f ra g s aussprach. Thyssen erklärte, die augenblickliche Politik scheine ihm nicht geeignet, um eine Re­gelung und Verständigung zu erzielen. Zwi­schen Frankreich und Deutschland stehe die Ruhrbesetzung, die immer trennen werde und die Deutschland niemals annehmen könne. Raffirkich sei der WH verloren und Demsch- il ituyCt, -^- giijiai^ wolle . _ aber es sei not­wendig, daß man ihm hierzu die Mittel laste. Stinnes habe bereits erklärt, daß die Verträge mit her Micum nicht bestehen könnten, ha man Privatpersonen Schulden aufhaksen wolle, die durch den Staat getragen werden müßten. Im Ruhrgebiet wisse man nicht, wer regiere. Frankreich regiere, Belgien regiere, Berlin regiere und alle Welt befehle.

Die Bevölkerung befinde sich nicht nur in einer sehr schwierigen materiellen, sondern aud^ in einer sehr schwierigen moralischen Lage. Wenn man eine Entscheidung treffe, müsse man sich erst fragen, ob man sich nicht zu weit vom nationalen Standpunkte entferne. In Deutsch­land sei das Kapital verschwunden. Daraus er­klärten sich die ungeheuren Schwierigkeiten, Geld zu erlangen. Das wirtschaftliche Leben sei so beschwert, daß, wenn man morgen im Ruhrgebiet alle Produktionsmittel Deutschland zurückgeben würde, noch lange Zeit notwendig wäre, bis es fein Gleichgewicht und feine Prosperität wiederfinde. Thyssen sprach sich alsdann noch über die deutsche Kapital­flucht aus und erklärte, wenn es ein Mitte«, gebe, die von Deutschen im Auslande unter­gebrachten Kapitalien zurückzuführen, dann werde man sehr enttäuscht sein. Der Betrag der deutschen Auslandsguthaben werde nach 'einer Ansicht stark überschätzt. Thyssen wandte sich von neuem gegen die französische Auf- tassung in der R e p a r a t i o n s f r a g e. Daß man in der heutigen Zett, so erklärte er, ein Volk noch mit Mitteln regieren könne, die einer vergangenen Epoche angehörten, das bedeute, nicht, daß derartige Regierungen im Einklang mit den Anforderungen der Gegenwart stän­den oder daß sie eine gute Politik machte«. Frankreich sei eine siegreiche Ration. Es hab« die Macht der Waffen für sich. Aber es stelle sich heraus, daß seine Währung an Wert ver­liere. In Frankreich müsse man sich fragen, ob das nicht zum Teil von der französischen Po­litik herrühre. Thyssen tritt entschieden für die Regelung d - r int«ra»^»rt»" Schulden durchWarencivrerunr-^n e i n. Die Forderung, in bar zu bezahlen, er­scheine im höchsten Grade widerspruchsvoll. Aus derartigen Widersprüchen erklärten sich auch alle Schwierigkeiten der Reparations­frage. Zum Bezahlen sei Geld notwendig; um es zu verdienen, müsse produziert werden, und die Produktion setze Kredit und Sicherhit vor, aus. Diese seien in Deutschland nicht vorhan­den. Darüber hinaus aber müsse das deutsche Volk, um seine Verpflichtungen abzutragen, mehr arbeiten, mehr denn je. Es sei einer der schwersten Fehler des republikanischen Re,