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«LMMnummer ia Eoldpfennig

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlutz Nr. 1237.

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ßeiucseiets für die Zeit vom 22. bis 81. Januar 90 Eoldpfennig okne Trägerlohn Linrelnummer 13 Eoldpfennig. A n r e i g e n p r e i i e'. für die 2« mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Eoldpfennig. für die Reklamezeile (68 mm) 50 Eoldpfennig Dffertenaebübr 10 Eoldpfennig. Geschäftsstelle Hammer st rabeN

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Nr. 24 Dienslaa den 29. Januar 1924

Das Neueste.

»-° Die Mitglieder des Ersten Sachverstän­digenausschusses sind gestern abend nach Berlin abgereist. Die Sachverständigen des Zweiten Ausschusses treffen morgen in Berlin ein.

Heute nachmittag findet die regelmäßige Monatssitzung des Zentralausschusses der Reichsbank statt. Entgegen an der Berliner Börse verbreiteten Gerüchten wird, wie wir. hören, die Frage einer Diskontveränderung nicht auf der Tagesordnung stehen.

Wie aus München gemeldet wird, liegen seit gestern abend die Listen der beiden von der Bayrischen Volkspartei eingeleiteten Volksbe­gehren zur Einzeichnung aus. Die Einzeich- MNg wird am 17. Februar geschlossen werden. Die Bayrische Mittelpartei wird heute über ihre Stellung zu den Volksbegehren Beschluß fassen.

Nach einer Londoner Meldung ist der englische Eisenbahnerstreik beendet.

Vor wichtigen außenpolitischen Entscheidungen.

In der auswärtigen Politik bereiten sich zweifellos große Entscheidungen vor. Schon die ersten Tage der französischen Kam­merberatung haben gezeigt, daß der Franken- sturz außerordentlich folgenschwere politische Erscheinungen nach sich zieht. Die französi- schen Abgeordneten sollen denselben Wählern, vor die sie in ein paar Wochen treten werden, recht erhebliche neue Steuerlasten auferlegen, ein Vorgang, der in dem steuerscheuen Frank­reich an das Unerhörte grenzt. Hinter der zögernden und unwilligen Kammer aber steht Pojncarè mit dem Anspruch, daß jede Forde­rung ihm glatt und ungekürzt bewilligt werden

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-tagen bei ihm um Sein oder Nichtsein geht. Untz daß er ausgespielt hat, wenn die Kammer sich weigert, ihm weiter als ihrem Herrn und Meister unbedingt zu folgen. Deshalb hat er seine Politik auf Biegen oder Brechen einge­stellt. Und wenn diese Politik auch eine recht lebhafte Krisenstimmung in Paris heroorge- rufen hat, so wird doch wohl schließlich auf die Kammer und Poinvarè das entsprechend abge­änderte Wort passen: Halb zog er sie, halb sank sie hin .. . As

Die französische Kammermehrheit und Herr Poincarè finb auf Gedeih und Verderb mitein­ander verbunden. Sie haben zusammen ge­fehlt und müssen nun auch zusammen die Feh­ler büßen. An wachsender Einsicht fehlt es nicht. Wie soll eigentlich die Kammer und Pomcarè noch imstande sein, den Ruhrein- bmch vor dem französischen Volke noch zu rechtfertigen, wenn sie gezwungen sind, diesem Volke jetzt statt der versprochenen goldenen Derge die Steine neuer Steuern zu reichen. Man mag noch so sehr über ein schuldhaftes Erjagen Deutschlands zetern schließlich ^rd sich auch der dümmste Franzose erinnern, daß Poincarè vor einem Jahre an die Ruhr gezogen ist, weil angeblich Deutschland nicht zahlen wollte und deshalb Frankreich nach HW Behauptung gezwungen war, sich sein selbst zu holen. Wo ist dieses Geld ge- oieben? Das ist die unausbleibliche Frage, W1 der die Wähler den- Abgeordneten ent- ^gentreten werden, wenn in Kürze dieWah- % sind. Diese peinliche Frage wirst ihre Schatten voraus. Aber trotz der wachsenden Erkenntnis ist der Wille zur Einsicht noch ange nicht da. Im Gegenteil. Wie Poinoarè, I betont auch Barthou dasgeheiligte" Recht mankreichs auf Pfänder. Und erst die Wah-

" werden zeigen, ob die französische Politik toagm ^^"de ist, andere Bahnen einzu- v wollen uns über diese Lage nicht durch ^.Komplimente hinwegtäuschen lassen, die m Paris in den Sachverständigen-Aus- J Pen Sollt. Die Sachverständigen werden ln Berlin eintreffen und toi , Arbeit fortsetzen. Alle Vorbereitun- Empfange des sehr umfangreichen her man nimmt an, daß die Zahl bürffe1 ^^h Hilfskräfte etwa 40 betragen " l^ getroffen. Man wird die Aus- brinaen" Ä^ siwnen Berliner Hotel unter» fintr « .^iir die Beratungen werden bei räum» ^'^erungsbehörde besondere Arbeits- ^eingerichtet. Nach Meldungen, die aus vorliegem rechnet man damit, fen^alt b,er Ausschüsse zur Bewäl- chen h Hver Aufgaben mindestens 34 Wo- ßuin mQuern wird. Bei dem geplanten engen ^mmenwirken zwischen den beiden Aus­

Was wir wollen

Das deutsche Wirtschaftsleben befindet sich wieder im Stadium der Genesung, nachdem unsere Währung stabilisiert und der Weg der Einschränkungen bei Mehrleistungen, der zwar ein Dornenpfad, aber unser einziger Retlungs- weg ist, in der Staals- wie in der Privatwirt­schaft beschritten worden ist. In dieser Stunde hat jeder einzelne mehr als je die Pflicht, sich zu regen und zu rühren, damit der neu er­wachte Lebenswille des deutschen Volkes nicht nach kurzem Anlauf wieder erschlafft. Erst wenn Handel und Gewerbe wieder blühen und alle Schornsteine wieder rauchen, wird die Genesungskrise abgelaufen und das deutsche Wirtschaftsleben vom tödlichen Verfall gerettet sein. Zu diesem Werk bedarf unser Volk vor allem der Presse. Rie waren ihre Auf­gaben so groß wie gerade heute, wo jeder Tag neue verwickelte Fragen aufwirft und Be­schlüsse von größter Tragweite gefaßt werden müssen. Nie war vor allem ihr anfeuerndes Wort mehr am Platze als heute, wo nur Muk und Vertrauen, nicht aber jener ruchlose und oft nicht einmal uneigennützige Pessimismus, der von vornherein alles verloren gibt, in der Brust des deutschen Volkes wohnen müssen. Wir sind uns dieser Aufgaben bewußt, wir können sie aber nur lösen, wenn wir auch von dem Vertrauen der Bevölkerung unterstützt werden. Wir halten uns in der inneren Politik von kleinlichem Parteigezänk fern. Was dem Reich, den Ländern und dem deut­schen Volke frommt, sieht über allen Partei- interessen. Ueber die großen kulturellen und wirtschaftlichen Fragen, von deren glücklicher Lösung die Zukunft des deutschen Volkes ab- hangr, unterrrcyten mix u« ^er JM und ohne parteipolitische Voreingenommenheit. In der Außenpolitik gibt unser Blatt ein klares Bild von der politischen und wirt­schaftlichen und kulturellen Entwicklung der Länder des Erdballs. Eine weitere wichtige Aufgabe sehen wir in der Pflege des lokalen, des heimatlichen und des Unterhaltungsteiles. Hier sind wir

schüssen, den deutschen Sachverständigen und den Mitgliedern der deutschen Reichsregierung wird mithin auch für unsere Minister die Ar- beitsperiode, die ihnen bevorsteht, überaus an­strengend und verantwortungsreich sein. Die Sachverständigen haben in Paris gewisser­maßen das Gelände sondiert und werden nun an Ort und Stelle die Einzelheiten prüfen. Man ist durch Mittellung aus Paris darüber unterrichtet, daß die Sachverständigen zum Teil ganz irrige Vorstellungen von Deutsch­lands wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit haben und deshalb wird ihnen ein Einblick an Ort und Stelle nur nutzen können. Aber so unsach- verständig ist doch keiner von ihnen, daß er glaubt, mit der französischen Gewaltpolitik in Deutschland deutsche Entschädigungszahlungen verbinden zu können. Es herrscht im Sach­verständigenausschuß Einmütigkeit darüber selbstverständlich mit Ausnahme der Fran­zosen und Belgier, daß die deutsche Ver­kehrseinheit mit Einschluß des besetzten Gebie­tes eine unumgängliche Vorbedingung unserer Zahlungsfähigkeit ist. Deshalb unterliegt es gar keinem Zweifel, daß die Gutachten der Sachverständigen mit der bisherigen französi­schen Politik nicht in Einklang zu bringen sind. Und wenn Barthou, der Vorsitzende der Repa­rationskommission, sich den Anschein gibt, zu glauben, die Arbeiten der Sachverständigen- Ausschüsse könne die deutsche Geldquelle end­lich zum Fließen bringen, so gibt er sich ent­weder einer Illusion hin oder er täuscht die Oeffentlichkeit mit Bewußtsein. Auch die Sach­verständigen können kein Wunderwerk verrich­ten. Es bleibt dabei: Frankreich kann nur dann auf Entschädigungszahlungen rechnen, wenn es Deutschland gestattet, seine wirtschaft­liche Kraft unbehindert zu entfalten. Darüber werden auch die Sachverständigen mit uns einer Meinung sein. Und wenn Frankreich trotzdem bei seiner Methode verharrt, so wird abermals eine günstige Gelegenheit verpaßt sein.

Aber die Dinge komplizieren sich für Frank­reich doch mehr und mehr. Auch die neue eng­lische Außenpolitik spielt dabei bis zu einem gewissen Grade eine Rolle, wenn sie auch vor­läufig nur stimmungsgemäß wirken wird. Unter diesen Umständen füllt uns mehr denn je die Pflicht zu, unsere ganze Kraft zu sam-

ständig auf weiteren Ausbau bedacht, um dem Geschmack eines jeden einzelnen Lesers gerecht zu werden, um jedem etwas zu bieten, was ihn lebensfroh macht, ihm das Herz erleichtert, ihn anregt, die Dinge der Welt und des eige­nen Lebens freudiger zu sehen. Von dieser Erwägung ausgehend, haben wir uns auch entschlossen, eine neue Wochcnbeilage zu schaffen, die bei unseren Leiern ganz aewiß Anklang finden wird. Die achtseitige Beilage nennt sich

Wort und Bild

und enthält außer guten Romanen und Er­zählungen einen erstklassigen und aktuellen Bilderdienst. Das Bild ist die notwendigste und unentbehrlichste Ergänzung zum geschrie­benen Wort. Die Anschaulichkeit des Bildes, seine Wirklichkeitstreue und seine starke Ueber- zeugungskraft sprechen eindringlich zum Leser, und der gute und bildende Unterhaltungsstoff verleiht der Beilage einen dauernden Wert. Die Beilage erhallen unsere Leser morgen zum ersten Male; in Zukunft erscheint sie jeden Samstag. Schließlich planen wir noch, unse­rem Blatte eine tägliche Unterhal­tungsbeilage mit gediegenem Lesestoff, Romanen anerkannter Autoren und feuille- tonistischen Beiträgen aus besten Federn, bei­zufügen, deren Ausbau sich gegenwärtig noch in Arbeit befindet.

Unsere Leser sehen also, daß wir bemüht sind, auf allen (Schiefen den Aufgaben einer guten Presse gerecht zu werden und alle An­sprüche zu befriedigen. Wir hoffen, daß wir von feiten der Bevölkerung die nötige unser- stutzunq finden und daß die heule, morgen und üoermorgen zur Ausgavc gelangenden

Werbenummern

uns neue Bezieher zuführen werden. Den am 1. Februar neu hinzukrelenden Abonnenten wird der gegenwärtig laufende heitere Roman Piefkes neuer Chauffeur" auf Wunsch kosten­los nachgeliefert.

Verlag und Reaktion des Hanauer Anzeigers.

mein, um den bevorstehenden außenpolitischen Entscheidungen gewachsen zu sein.

543 Millionen Fehlbetrag im preutz. Slaa syaushaU.

Berlin, 28. Jan. Im Hauptausschuß des preußischen Landtags, der sich am Montag mit den Anträgen der einzelnen Parteien zur Ab­änderung des Grundvermögenssteuergesetzes be­schäftigte, nahm

Finanzminister Dr. v o n R i ch l e r das Wort, um zunächst darauf hinzuweisen, daß die Frage der preußischen Grundsteuer eine hochpolitische Frage geworden sei, nicht nur für Preußen, sondern auch im Verhältnis zum Reich. Das allererste Erfordernis, auf das alle Maßregeln Rücksicht zu nehmen haben, ist, so fuhr der Minister fort, die Aufrechterhal­tungun sererWährung. Das preußische Finanzministerium und der preußische Landtag tragen eine ungeheure Verantwortung. Es muß beachtet werden, daß die Grundsteuernotverord­nung keinen dauernden Charakter hat, ferner, daß wir, wenn die unentbehrliche Auslandshilfe kommen soll, vorher in unserem Hause und Haushalt Ordnung schaffen müssen. Es bleibt kein anderer Weg, als Herunterdrückung der Ausgaben und Erhöhung der Einnahmen.

Neue Steuerquellen gibt es nicht. Es müssen also die erhöhten Einnahmen von den Real­steuern genommen werden. Eine neue In­flation darf es nicht geben. Drosselung des Ausgaben vis zum äußersten und neue Ein­nahmen sind notwendig, sonst erfolgt der Zu­sammenbruch und mit Preußen geht auch das Reich zugrunde.

Der Finanzminister gab die vorläufigen Schlußziffern des preußischen Etats bekannt. Den Ausgaben von 2128 Millionen Gold­mark stehen Einnahmen von nur 1580 Millionen gegenüber. Selbst mit der Grundsteuer ist ein Fehlbetrag von 543 Millionen Mark vorhanden. Was soll es im In- und Auslande für einen Eindruck machen, wenn wir jetzt eine Steuer wie die Grundsteuer abbauen und beseitigen? Der Minister erkannte die Härten der Steuer für die Landwirtschaft und den Hausbesitz an. Zu einem starken leistungsfähigen Preußen gehöre ein leistunas-

fähiger Mittelstand und eine kräftige Landwirt­schaft. Aber vorübergehend müsse die Steuer getragen werden. Die gestellten Abänderungs­anträge gehen sämtlich zu weit. Eine geringe Ermäßigung ist annehmbar. Die Demokraten verlangen eine Ermäßigung um 50 Millionen, die Deutsche Volkspartei um 57, die Sozialde­mokraten um 46, die Deutschnationalen um 280 Millionen Mark. Die Staatsregierung ist zu einer Ermäßigung für die kleineren Betriebe und das in den Städten liegende Baugelände bereit.

Hierauf machte Staatssekretär Weber über die vom Finanzministerium vorgenommene Untersuchung in den einzelnen Provinzen Mit­teilung. In Schlesien habe für den Landbund Graf Keyserling? erklärt, daß für den kleinen Grundbesitz die Steuer nicht tragbar sei. In den Besprechungen habe er jedoch volles Verständnis auch bei den Landwirten gefunden. Die Grund­steuer solle den Staatsbedarf nur zu einem Drittel decken, für zwei Drittel bedürfe es noch weiterer Deckung.

In der sich anschließenden Aussprache er­klärte der Sozialdemokrat Lüdemann, seine Partei Hobe keine Veranlassung, sich be­sonders um die Grundsteuer zu bemühen; sie" haben jedoch Material erhalten, nach dem die Steuer erträglich sei.

Abg. Dr. Winterfeldt (Dnatl.) hielt eine Gesundung des Staates nur für möglich, wenn die Produktion nicht gestört,, sondern ge­hoben werde. Erst komme die Wirtschaft, dann die F i n a n z e n. Die Grundsteuer treibe Raubbau. Auf die Frage des Redners, wo die bedeutend höheren Ausgaben dem letzten Frie­densjahre gegenüber herkämen, erwiderte Fi­nanzminister Dr. v o n R i ch t e r, es seien eine große Menge neuer Ausgaben zu übernehmen WML MW

für die Erwerbsloferifürforge 250 Millionen Goldmark.

Die früheren Ueberschußgebiete, die jetzt besetzt seien, brächten keine Einnahmen mehr.

Abg. Herold (Ztr.) erklärte, daß die Real­steuern in ihrer Gesamtheit den Gemeinden allein verbleiben müssen. Deshalb habe das Zentrum die GrundsteueralsStaats- steuer abgelehnt.

Abg. Dr. Leidig (Dt. Vpt.) führte aus, dieselben Reden wie heute seien im vorigen Jahre gehalten worden. Die Steuer könne nicht entbehrt werden. Vorliegende Härten müßten ausgeglichen werden. Die Landwirtschaft sei in den letzten Jahren von wesentlichen Lasten befreit worden. Es müsse eine Einigung auf einem mittleren Wege gefunden werden.

Abg. U. d. Osten (Dnatl.) wies auf die tatsächlich untragbare Belastung für die Land­wirtschaft hin. Sie bringe die Zinsen für die Rentenbank auf, erhalte aber von dieser keine Kredite. Es bestehe eine allgemeine Geld­knappheit. Die Steuer werde in der Praxis nicht eingehen, sondern erst mit Gewalt , und durch Pfändung eingezogen werden müssen. Etwa 80 Prozent des Stickstoffdüngers seien ab­bestellt worden. 250 Millionen Goldmark für die Erwerbslosenfürsorge seien ein Skandal. Die Einnahmen aus den staatlichen Holzverkäusen müßten erhöht werden.

Abg. Loenartz (Ztr.) erklärte, das Zentrum könne nicht mehr als höchstens die Hälfte bewilligen. Die Holzbestände seien ver­schleudert worden.

Abg. Dr. Schreiber (Dem.) bezeichnete die Steuer, wie sie vorgesehen sei, gleichfalls als für die Landwirtschaft untragbar. Besonders müsse die Steuer dem kleinen Grundbesitz gegen­über ermäßigt werden.

Landnnrlfchaftsminister Dr. Wendorff verteidigte die Holzverkäufe der Forstwirtschaft und erklärte weiter, die Verhältnisse in der Landwirtschaft hätten sich sehr verschlechtert seit Einführung der Steuer. Der Eingriff in die Landwirtschaft sei nicht zu ertragen, wenn die Produktion dadurch geschädigt werde. Der Zeit­punkt, daß die Steuer nicht mehr tragbar sei, sei da. Von 800 Spar- und Darlehnskassen hätten in letzter Zeit nur 100 in der Provinz Schlesien Kunstdünger bestellt.

Damit endete die allgemeine Aussprache. Er trat eine Pause ein, in der zwischen den Mehr­heitsparteien ein Kompromiß beraten werden soll.

1 Der Hauptausschuß vertagte die Weiter- beratung der Grundsteuer auf Dienstag, da eine Einig un g zwischen den Koalitionsparteien nicht erzielt werden konnte.