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General-Anzeiger Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Conn- und Feiertage. / Fernfprech-Anschlutz Nr. 1287.

B«,uas»rei« für die Zeit vom 22. bis 81. Januar 80 Eoldviennig okne Trägerlobn Linselnummer 13 Eoldviennig. Anzeigenpreis«: für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Eoldviennig. für die Reklamezeile (68 mm) 50 Eoldviennig OHertenaebüfir 10 Eoldviennig. Geschäfts st elle Hamm er st raße 9

EriLllung sort und EertÄtsitand für beide Teile danau a. Main. Für Plabvorichriit und Erscheinung,tage der Anzeigen wird keine Eewâbr geleistet, 3m Falle höherer Gewalt Streik «iw. bat der Bezieher keinen Anivruch aus Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung de« Bezugsvreil«, ------------------------------------------------------------ J

Ar. 21

Freitag den 25. Januar

1924

Das Neueste.

*- Die Absicht, noch vor den Neuwahlen eine Novelle zur Aenderung des Reichstags- Wahlrechts zur Verabschiedung zu bringen, um tat vielfach aus Wählerkreisen geäußerten Wünschen Rechnung zu tragen, ist ausgegeben worden. Die Reichstagswahlen finden voraus- fichMch im Juni statt.

Die Auflösung des sächsischen Landtages ist abgelehnt worden.

Dr. Schacht wird von Poincarö emp­fangen werden.

Die Besatzungsbehörden erklärten den Düsseldorfer Zeitungsvertretern, sie würden es nicht dulden, daß die Zeitungen Veröffent­lichungen über den Frankensturz oder nachbörs­licher Kurse des Franken brächten. Ferner dürf­ten keine Angriffe gegen die Regie gebracht werden.

Die Reparationslieferungen.

Berlin, 24. Jan. Die durch die Verordnung vom 25. September erfolgte Aussetzung der Zahlungen auf Reparationsliefe­rungen, die erfolgen mußte, wenn die Existenz­möglichkeit des deutschen Volkes angesichts des Zusammenbruches der Währung nicht gefördert werden sollte, hatte zur Folge, daß die in Ar­beit befindlichen Lieferungen von mehreren hundert Millionen Mark, auf die bereits er­hebliche Anzahlungen geleistet worden waren, nicht weiter ausgeführt werden konnren. Die Interessen der alliierten Empfangsmächts, die hier die gleichen sind wie die deutschen In- tereffen, erforderten dringend, daß Verhand- Jaffl-Pr Liq uid ie rung d i s r Verträge ein- werden. Da das Deur'che Reich in ser-s Zer jetzigen finanziellen Notlage völlig außerstande ist, weitere Zah­lungen auf diese Verträge zu lei­sten, mußten ander« Wege für ihre Finan­zierung oder Abwickelung gesucht werden. Die Möglichkeit zur Führung solcher Verhand­lungen wurde durch die Entscheidung der Repka gegeben, die, ohne der endgültigen Ent­scheidung über die Aussetzung der deutschen Zahlungen vorzugreifen, die beteiligten alliier­ten Empfangsstaaten ermächtigte, sich unmittel­bar mit der deutschen Regierung wegen der Regelung zu einigen. Am 22. Dezember 1923 wurden von dem Reichsmin'sterium für Wie­deraufbau mit der französischen und belgischen Regierung Vereinbarungen getroffen, die aus dem Gedanken beruhen, daß der französische bezw. belgische Empfänger der Ware sich mit dem deutschen Lieferanten in Verbindung setzt und über die noch zu leistende Restzahlung sich einigt. Die Verträge werden alsdann gegen die Zahlung des Restpreises durch den Empfänger der Ware im freien Verkehr abgewickelt und nur in bestimmten Ausnahmefällsn ist das Deutsche Reich verpflichtet, die Lieferungen auszuführen. Auch in diesen Fällen werden bi# ssuch notwendigen Zahlungen von den Be­stellern geleistet. Diese Vereinbarungen erhiel­ten die Genehmigung der Reparanonskommis- iwn und sind bereits in der Ausführung be- Srifsen.

Am 25. Januar sind die Verhand­lungen zwischen der deutschen und r italienischen Regierung zum b s ch l u ß gekommen. Hierbei wurde- für e einzelne Lieferung eine besonder« Rege» 9 gefunden. Zum Teil einigte der Italic» Empfänger sich über die Restlieferung über den finanziellen Ausgleich mit dem ^U'lchen Hersteller, in anderen Fällen wurde emen- Teil der Lieferungen verzichtet, so» ?ur Waren im Rahmen der bereits ge- Anzahlung ousgeliefert werden. Miesch verzichtet die italienische Regierung U ^ncn Teil der Lieferungen überhaupt mit einp^^abe, daßdie durch deren Verwertung f^P^en Beträge für die Bezahlung und w^luyrung anderer Lieferungen verwandt (^. Die Verständigung bedarf noch der Lki-MMNg der Reparation-kommission. Die mit den übrigen beteiligten en Mächten werden fortgeführt.

^is neue englische NegierunI.

^an- Die Minister des neuen Mn h ^ haben heut« bei einem* im ben ^ham-Palast ab gehaltenen Kro « rat wvbm» !sI el erst et Der Prinz von Wale, tttQnht^U^r^ bei. Alle bisher neu- tat in ?n Monster sind zu einem Kabinetts- ben Dowingstreet zusammenberufen wor- aionialsekretär Thomas ist vom Sekre­

tariat des nationalen Verbandes der Eisen­bahner zurückgetreten.

Die Absichten der neuen englischen Regierung.

London, 24. Jan. Unter den durch die Re­gierungsübernahme der Arbeiterpartei ge­schaffenen außenpolitischen Möglichkeiten hebt sich, dem Vernehmen nach, am klarsten der Wunsch hervor, die Wiederaufnahme der normalen Beziehungen zu Rußland auf der Grundlage der Anerken­nung der Sowjetregierung zu fördern. Ueber die Einstellung der neuen britischen Regierung zum mitteleuropäischen Problem ver­lautet, daß mehr denn je die Tendenz zutage tritt, die endgültige Lösung unter hervorragen­der Mitwirkung eines Deutschland und Rußland umfassenden Völkerbundes herbeizuführen. Vor allen Dingen fei zu erwarten, daß der Premier­minister behutsam vorgehen und daß sein Augenmerk darauf gerichtet sein werde, den Weg zu einer gerechten und vernünftigen Rege­lung zu beschreiten. Es wird weiter hervorge­hoben, daß Großbritannien sowohl in der Frage der Kölner Eisenbahnen, als auch in der dringenden Frage des Separatismus in der Pfalz auf einem sehr ftsten Boden stehe, da es bei den Kölner Bahnen im Besitze der Schlüsselstellung sei und da die von Clive im Namen der britischen Regierung in der Pfalz angestellte Untersuchung klar ergeben habe, daß die dortige Errichtung der sogenanntenauto­nomen Regierung" nicht in dem Willen der pfälzischen Bevölkerung wurzele. Der starke Eindruck, den das im Unterhaus verlesene Tele­gramm Clives, der das Gerippe seines Berichtes an die britische Regierung und das Ergebnis

Deutschland und vor allem in der Pfalz selbst hervorgerufen hat, wird viel bemerkt.

London, 24. Jan. Wie gemeldet wird, ver­brachte Macdonald den heutigen Vormittag im Foreign Office. Evening Standard berichtet, daß Macdonald bereits in Fühlung mit der russischen Regierung stehe und daß baldige Schritte zur Anerkennung der Sowjetregierung wechrscheinlich seien.

Wie die unsichtbare Besetzung aussiehr.

essen. 24. Jan. Im Gtgcnsatz ru ben bisherigen französischen Meldungen über die Verminderung der Truppen im Ruhrgebiet und über die Unsichtbar­machung-der Besetzung sind deute von der französischen BesatzunsSbehörde der Stadtverwaltung Essen neue schwere EinquartierungSlastcn auferlezt worden. Nach- »em bereits vor mehreren Tagen 980 Wohnungen für Beamte nnd Offnere angefordert worden waren, sind heute nochmals 584 Wohnungen für Unteroffiziere gefordert worden und zwar 318 Wohnungen für Unteroffiziere mit ihren Familien und 266 Wohnungen iür ledige Unteroffiziere. Für d^e Unteroffiziere mir ihren Familien werden 118 Zweizimmerwosnungen, I79 Dreizimmerwohnungen und 26 Lici^mmer- wohnungen verlangt. Belegt werden die Stadt­teile Rüttenscheid, Holsterhausen nnd (kssen-Alts atzt« Tie Neuansorderiing von ins-iesamt 1564 Wohnungen wird für die ohnehin sehr schwierigen Wodnungsver- hältniffe der Arbeitersiadt Esten katastrophale folgen haben.

Die Franzosen als Kelfershelfer der Separatisten,

London, 24. Jan. Der Sonderberichtsr- statter derTimes" in Trier sendet seinem Blatt einen eingehenden Bericht über die Maß­nahmen der Franzosen zur Entdeutschung dieser Stadt. Er schreibt, nur in der Pfalz seien die Franzosen in ihrer Unterstützung der Separa­tisten noch offener gewesen als in Trier. Die Separatisten könnten in zehn Minuten hinaus- qeworsen werden, aber schon zweimal, als sie von der Menge angegriffen und ihre Flaggen heruntergeholt worden seien, hätten die Franzosen einqegriffen und berittene' Spahis eingesetzt, die mit großer Rücksichts­losigkeit gegen die Menae Dorgegangm seien Der Berichterstatter schließt, die verabscheute rot-weiß^zrüne Flagge wurde von den Fran­zosen überall beschützt und zwar im Moseltal und Rheinland von Koblenz bis zur Pfalz. Was insbesondere den General de Metz an­lange, so habe er sich so sehr mit den Separa­tisten eingelassen, daß die Franzosen die Unter­stützung bereiten nicht einsteUen könnten, wenn er General nicht adgelöjt würde.

Die Reichs « '»W^hl?«.

Die Absicht, noch vor den Neuwahlen eine Novelle zur Aenderung des Rcichstagswühlge- fetzes zur Verabschiedung zu bringen, ist, wie wir erfahren. aufaeaeben worden, nachdem in

einer Besprechung am Donnerstag mit den Parteiführern die Führer selbst erklärt haben, daß wegen der vorgeschrittenen Zeit von einer Aenderung des Wahlrechtes ab. gesehen werden müsse. Wie dasselbe Blatt berichtet, rechnet man damit, daß die Wahlen voraussichtlich im Juni stattfinben werden. Es besteht in parlamentarischen und in Regierungskrisen Einmütigkeit darüber, daß die Wahlen nicht unter dem Ausnahmezustand vorgenommen werden sollen.

Vorläufig kein Zusammentritt des Reichstages.

Aus Berlin wird gemeldet, daß der Reichstag in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht zusammentreten werde, da sämtliche Ressortminister durch die Anwesen­heit der Sschversiändigen-AuSschüste der Reparation»- kommission außerordentlich stark in Anspruch genommen werden. Auch die Tagung deS auswärtigen Ausschusses dürste aller Voraussicht nach aufgeschsben werden.

Die Landkagsauflsfung in Sachfen abgelehnt.

Dresden, 24. Jan. Der sächsische Landtag hat in seiner heutigen Sitzung den Antrag auf Auflösung des Landtages mit 51 Stimmen der Deutschen Volkspartei, der Deutsch-demokratischen Partei und der Mehrheit der V. S. P. D. gegen 37 Stimmen der Deutsch-Rationalen, der Kommunisten und der linken Minderheit der V. S. P. D. abgelehnt. Der Antrag der Deutich-demokratischen Partei auf Verschärfung der Geschästsordnungsdebatte wurde vom Hause angenommen.

Preußischer Lanöka?.

Berlin, 24. Jan. In her hmtigm Sitzung des 2apZt» rn teilte der ShKOtänhecf v. KrieS mit paß sie gestrige Abstimmung über den orMchMik snatm Antrag auf Aussetzung der Erhebung dee Grunpstcuer nicht hätte stattfinden können, nachdem ein Antrag aus Absetzung der ganzen Angelegenheit gugenommen war. Im Einvernehmen mit dem Acitestenrat werde der Antrag nochmals auf die TageSocdnung gesetzt und zur Entscheidung gebracht werden. Dann genehmigte der Landtag in kurzer Debatte die Verordnung über die Ucoertragnng des BergwerkSbesitzes des StaateS an eine Akrengeselstchaft, ebenso die Verordnung über die Erhebiing von Stempelsteuern nach dem Geldwert. .

Dann wurde der Antrag der Koalitionsparteien über die Festsetzung des Wahltages für die allgemeinen

GemeinSewahlen

nnb über die Regelung verschiedener Punkte deS Ge­meindewahlrechts beraten. Nach einem früheren Be- schluß des Landtags sollen die Gemeindewahlen spätestens am 4. Mai stattfinden, und zwar soll diese Regelung auch für Berlin gelten. Ferner soll die Wahlzeit der Gemeindevertretungen, die nach dem 1. Januar 1923 neu gewählt sind, vier Tage nach der letzten Neuwahl endigen; die Wahlzeit der jetzigen Amtkinhaber soll mit dem Inkrafttreten diese» Ge­setzes endigen und die Neuwahl bis zum 1. Juli 1924 siattgcfnnden haben.

Nbg. Seid (63 begründete einen Antrag der S»U 'l»em»kraten, be» Zentrums und der Demokraten auf Streichung des vom Ausschuß 6ei*loffenen Ar- iikels, wonach in Groj-Derlin zusammen mit den Ge- Mkindewahlen auch die Wahlen zu den B^'iksv r- tretunaen stattfinden sollen. Steter Antrag wurde nach längerer Debatte in namentlicher Adstimmung mit 153 gegen 92 Stimmen angenommen. Im übrigen gelangten die AuSschiißvorichläge zur Annahme. In der Ge'amtavstimmuilg wurde das Gesetz fast ein­stimmig angenommen.

Auch einige andere Verordnungen von geringer Bedeutung wurden genehmigt, ebenso ein Antrag auf Abänderung des ÄuSfützrungSgejetzes znm Fmanz- auSalcich.

Morgen Anträge.

Dr. Schach! bei Poinear«.

Paris, 24. Jan. Am Quai d'Orsay wird mit« geteilt, da^ Dr. Schacht vor seiner 2breife nach Berlin von Poincars empfangen werden wird.

Paris, 24. Jan. -avas veröffentlicht folgende Srnärung: Entgegen verschiedenen Äusfübrungen in oer ausiändischtn Presse hat das erste Komitee nicht beschlossen, ten Plan, den Dr. «schacht in bett mit 19m abzehaitcnen Sitzungen auseinander, gesetzt hat, in Pausch und Segen anzu- nebmen. Gewisse Anlegungen des 3hiA4bant« praüocntcn sind oen Sachver tändigen beachlenSiverl erschienen. Da» «omitce Tawc» wird )ie in Dem endgültigen Plan berückiichNsen, mit besten Aufstellung es zur Ze t »cschäfligt ist und oer am 8U. Januar in Pkilin zur érirterung gelangen wir».

Der franzöfi ch-ttckechi che Vertrag.

Paris, 25. Jan. Der französisch-tschechische Vertrag wird heute Margen in Paris unterzeich- rwt werde», da Außenminister Benesch voraus­sichtlich am Sonn<a, au, Pari, abreist. Das Echo de Paris" schieibt zu der bevorstehenden Unterzeichnung, bekanntlich sei England über die französisch-tschechischen Unterhandlungen in Aufregung aeraten. Letzthin jedoch habe man er­

fahren, daß es Benesch während seines Aufent­halts in London gelungen fei, die Befürchtungen Lord Courzons zu zerstreuen. Er habe ihm fogâr angeboten, mit London allenfalls - einen gleichen Vertrag zu schlie­ßen wje mit Paris. Ohne Zweifel wird der Nachfolger Courzons binnem kurzem vor die­selbe Frage gestellt werden. Paris wird fit# wahrscheinlich ebenso wie Prag darum bemühen. Nach der Neubefetzung des Foreigen Office wird es sich darüber auszusprechen haben, ob England bei der Aufrechterhaltung der heute geltenden internationalen Verträge mitzuwir- ken beabsichtige, oder ob es entschloßen sei, ganz in einer Ideologie der gefährlichsten Art aufzu­gehen. DasPetit Journal" bemerkt, es tonne sein, daß die großzügige Politik dieses neuen Vertrages nicht überall begriffen werde, und daß gewiße englische Staatsmänner den Versuch machen, zu einer Politik des Gleichgewichts der Mächte zurückzukehren, indem sie jeder Mächte- Gruppe, zu der Frankreich gehöre, eine andere Mächte-Gruppe gegenüberstellt. Man habe feit einiger Zeit zahlreiche Bemühungen des jetzt zurückgetretenen englischen Kabinetts feststellen können, um in gewissen Ländern wie in Polen, Rumänien und Südslawien den englischen Ein­fluß zu entwickeln. Wenn diese Beziehungen darauf anspielten in den genannten Ländern Zweifel in die Absichten Frankreichs zu tragen, so würde das angesichts der offenkundigen Loyalität Frankreichs keinen Erfolg haben. Wenn sie nur den Zweck hätten, die Dermitt- lungsdienste Englands neben den französischen gellend zu machen, so wird man gerade in Frankreich ihnen einen großen Erfolg wünschen.

Die Trauerf?ier in Moskau.

Moskau, 24. Jan. Heute um 7 Uhr morgen» traf die zur Ueberführung der Leiche Lenins ge­wählte Delegation in Gorki ein, wo bereits Ar­beiterabordnungen in großer Zahl versammelt waren. Um 10 Uhr morgens wurde die Leiche Lenins, die in einem von rotem Stoff über­zogenen Sarg ruhte, von Stalin, Vunov, Krassin, Bucharin, Sinowjew und Kameneff aus dem Hause getragen. Die nächsten Freunde und Schüler Lenins, sowie Mitglieder der Re­gierung, des Zentralkomitees und der Partei trugen abwechselnd den Sarg bis zu der vier Kilometer entlegenen Eisenbahnstation Gereassi- sowo. Unmittelbar hinter dem Sarg folgte die Familie. Auf dem Wege zur Station warteten zahlreiche Dauern, die von weit her gekommen waren, um von Lenin Abschied zu nehmen. Um 1 Uhr mittags erreichte der Trauerzug Moskau. Es folgte eine Andachtspause von fünf Minuten, während der jede Bewegung ruhte. Dann trugen die Freunde Lenins, unter ihnen Rykow, Tomeki, Rudzutak, Djerjinfki und andere, dann die Bauerndelegierten des Allrussischen Kon­gresses und Mitgliedr des Revolutionären Kriegsrats den Sarg nach dem Gewerkschafts­haus, Dem Sarge folgten Hunderttausende; um 3 Uhr wurde tue Leich? im Gewerkfchaftshaus oufgebahrt, wo die Bevölkerung während dreier Tage von dem toten Führer Abschied nehmen kann. Lenin liegt im Sarge in seinem üblichen grauen Anzug, an dem Rock ist der Orden des Roten Danners befestigt.

Moskau, 25. Jan. Die Deerdigung Lemns findet am Samstag auf dem roten Platz an der Mauer des Kremls in dem neuerbauten Mausoleum statt. ,

Petersburg, 25. Jan. Der Petersburger Sowjet hat auf einen an ihn aus Moskau ge­richteten telegraphischen Vorschlag Sinowjews beschlossen, die Stadt Petersburg in Leningrad umzunennen.

Kurze We!-ung-n.

Gestern nachmittag ist auf Schloß Hohen­burg die Großherzogin Maria Adelheid von Luxemburg gestorben., Sie ist nur 29 Jahre alt geworden und war di« älteste Schwester der Gemahlin des Exkronprinzen Rupprecht von Bayern. *

Da die Leiter der englischen Eisenbahn- gesellschaften «, ablehnen, von dem Spruche des staatlichen Schieü-g-r-chts abzugehen er- . klärte die Streikleitung, daß der Streck zu ihrem Bedauern weitergehen ^muffe.

©ine Pariser Nachrichtenagentur glaubt K Wiffen daß die Wahlen zur französischen Käme- mer am 4. Mai stattfinden werden.

Bei der Abstimmung über die Grundsteuer» etrerbnuna im »«ufeifesen Staatsrat stellte sich