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Einzelnummer 13 Gol-pfennig

KanauerLAuzeiger

General-Anzeiger / AmMches Organ für Sla-l- und Landkreis Kanan a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Son«, und Feiertage. / Fernsprech-Anschluß Nr. 1237.

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8 «I M a # » t e i * für die Zeit vom 11. bis 21. Januar 90 Eoldpfennig obne Trägerlobn Einzelnummer 13 Eoldpfennig. Anzeigenpreise: für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Eoldpfennig. für die R e H a m e z e i l e (68 mm) 50 Eoldpfennig OffertengebSL r 10 Eoldpfennig. Geschäftsstelle Sammer st ratze 9.

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Nr. 18

Dienstag den 22. Januar

Erfüllungsort und Gerichtsstand für Seide Teile Sana« a. Mai«. Für PlatvorlSrtftvnd Erscheinungstase der Anzeigen wird keine GewStr geleistet. Im Falle höherer Gewalt Streik usw. bat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung der Bezugspreises I -- __________ . _______________j

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1924

Das Neueste.

Im englischen Unterhaus wurde ein Telegramm des englischen Generalkonsuls Clive verlesen, in dem dieser die Ergebnisse seiner fünftägigen Untersuchungen in der Pfalz mit­teilte. Danach befindet sich die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung im Gegensatz zur sogenanntenautonomen Regierung", die ohne die französische Unterstützung überhaupt nicht bestehen würde und könne.

Die Pfälzer Zeitungsverleger haben Se- schloffen, die Ausgabe ihrer Zeitungen bis zur Wiederherstellung der Pressefreiheit einzustellen.

Nachdem der Vorstand der sozialistischen Fraktion die Einberufung der auswärtigen Ausschusses des Reichstages verlangt hatte, wird dieser, wie aus parlamentarischen Kreisen mitgeteilt wird, wahrscheinlich in der nächsten Woche zusammentreten

Das englische Unterhaus hat das Miß­trauensvotum der Arbeiterpartei angenommen.

Es gibt Grenzen.

In den letzten Tagen ist es immer deutlicher geworden, daß Pomcarè mit seiner Politik auf das Ganze geht. Es stellt sich dabei heraus, daß die Morgenröte der Versöhnung, von der Mille­rand in seiner Neujahrsrede gesprochen hat, nichts weiter war als eitel Blendwerk. .Der Kurs der französischen Politik hat sich trotz aller gelegentlichen äußeren Schwankungen, die in den letzten Tagen sichtbar waren, nicht im ge­ringsten geändert. Und immer sichtbarer steuert dieser Kurs darauf hinaus, Frankreichs Vor­herrschaft am Rhein und damit auf dem ganzen europäischen Kontinent soffest und sicher zu be- MMen, wie es mit den MUetn der Porncarè- schen Politik möglich ist.

In der Zielrichtung dieses Kurses liegt vor­läufig England als ein noch unüberwundenes Hindernis. Mit Deutschland glaubt Poincarè fertig geworden zu sein. Wenn er auch in seiner Antwort auf das deutsche Memorandum weitere Verhandlungen offen läßt, so geht er dabei doch von der Voraussetzung aus, daß der Ruhreinbruch als eine vollendete Tatsache hin­genommen werden muß. Aber England macht wachsende Schwierigkeiten. Selbstverständlich nicht, um Deutschland gefällig zu sein, sondern weil ihm der französische Imperialismus doch allmählich zu sehr über den Kopf wächst. Der neueste Vorstoß dieser französischen Politik richtet sich gegen die englische Besatzungszone am Rhein. Die französische Regie hat Köln ein­fach blockiert und den englischen Truppen ebenso wie der Bevölkerung jegliche Zufuhr abge- schnitten. Die Regiezüge laufen um die Kölner Zone herum. Der Grund dieses Streiches ist klar genug. Frankreich möchte England im be­ichten Gebiet ein für allemal lahmlegen. Ueber die Widerstände der englischen Politik setzt sich boincarè schon seit längerer Zeit hinweg. Aber fühlbar ist immer noch die englische Besatzungs­macht in Köln. Und offenbar empfindet man oie dortige Anwesenheit englischer Truppen ge­wissermaßen als ein Pfahl im Fleisch, den man L^rn los fein möchte.

'äo­

, Der französische Vorstoß wird auch sehr'stark ourch die englische Pfahlpolitik beeinflußt sein.

englische Kabinett hat sich seit ein paar ^Hen zum ersten Mal wieder energisch ge- uyrr und den ernsthaften Versuch gemacht, den Franzosen bei ihrem Bemühen, durch Vegünsti- des Separatistengesindels, autonome Staa- "w Rhein zu gründen, energisch das Hand- ^° âu legen. Der Bericht des englischen Ge- . Konsuls Clive, den wir heute veröfsent- tjnGvi O vernichtend für die französische Pfalz-

. Und es läßt sich voraussagen, daß aJ^t) auf diesem Bericht fußen wird, um unk m 6) nm Rhein wieder etwas Mäßigung x:., Vernunft beizubringen. In Erwartung bei .Eignisse hält es Poincarè offenbar für

^'nen neuen Hieb zu führen und den möanrf rn ^05 besten in Köln überhaupt uy- iit prs machen. Besonders bemerkenswert <£nnKx l' ^ die Franzosen die Schuld den burL ^- ^n zuschieben. Sie behaupten, daß Norton ^'slhe Weigerung, auf französische tthâ Ä^^^Sehen, der Regie die Aufr«cht- ^niönH* 5 Baehrs mit der englischen Zone sich X^ gemacht worden sei. Frankreich fühlt am Rka> *âs so sehr als Herr der Situation half (^' b6 es sich für befugt und befähigt zu ^tjtz and einfach die Verkehrsbedingungen

Sturz Nr Regierung Balöwin.

Das Mitzlrauensvokum der Arbetterpar!ei mH 328:256 Stimmen angenommen

London. 21. Jan. Das Unterhaus war bei einem Zusammentritt in Anbetracht der ent- cheidenden Debatte und Abstimmung dicht be- ètzt. Es herrschte eine erwartungsvolle Stim­mung. Schatzkanzler Neville Chamberlain erwiderte auf eine Anfrage eines Mitgliedes, daß keinerlei Forderungen gegenüber der fran­zösischen Regierung erhoben wurden, über die Bedingungen für die Rückzahlung der franzö­sischen Kriegsschulden an die britische Regierung zu verhandeln. Dag Parlamentsmitglied Grey fragte den Unterstaatssekretär des Aeußern, ob er dem Hause versichern könne, daß keinerlei Einmischung in die deutsche Kontrolle der Bahnen im britisch besetzten Gebiet aus den augenblicklichen Verhand­lungen zwischen der französischen und der bri­tischen Regierung über die Verwaltung dieser Bahn sich ergeben werden. Mac Neill erwiderte,

daß es, da Verhandlungen schwebten, verfrüht sein würde, irgendeine Mitteilung über diese Frage zu machen. Grey fragte, ob Mac Neill dem Hause irgendeine Mitteilung über den vor

dem Hause irgen

kurzem zwischen Frankre Tschechoslowakei ge Vertrag machen könne. Mac

! ich und der schlossenen Neill erwiderte,

der geplante Vertrag fei noch nicht unterzeichnet worden. So viel er wisse, werde er nach Unter­zeichnung dem Völkerbünde mitgeteilt werden. Ein Parlamentsmitglied fragte, ob schon irgend­eine Regelung erzielt worden fei zwischen der britischen Regierung und den deutschen Vertre­tern bezüglich der deutschen 26prozentigen

Regelug erzielt sei, ob er bereit sei, zeitweilig die nach der Regelung^ der deutschen Repara- heben.

Horts

Nevi

Antwort

sfrage eingezogene Abgabe aufzu h

iUe Chamberlain erwiderte, die Ant auf den ersten Teil her Anfrage laute vernei­nend, sodaß der zweite Teil sich von selbst er» ledige. Verhandlungen seien im Gange und er sei bestimmt nicht bereit, der angeregten Auf- Hebung zuzustimmen. Auf die Frage, ob ihm bekannt sei, daß irische und holländische Kauf­leute deutsche Waren ohne eine Bezahlung die­ser Abgabe anbieten, erklärte Chamberlain, ihm sei das nicht bekannt, aber es sei wohl möglich. Kennwort Hy fragte, ob die Aufmerksamkeit des Foreign Office auf die Mitteilung gelenkt worden sei, wonach die französische Regie im Rheinland Ordonnanzen veröffentlicht hat, die die Ei nsuhr in die' britische Zone von Köln aller Artikel, ausgenommen Militär- transporte, Lebensmittel und Rohstoffe ver­bieten, desgleichen die Ausfuhr aller Waren aus der britischen Zone, ausgenommen Kohke, was daran Wahres sei und welche Aktion die britische Regierung in dieser Frage unternehme. Mac Neill erwiderte, die Antwort aus den ersten Teil laute bejahend; Auskünfte würden ein» gezogen und die Aufmerksamkeit der französi­schen und belgischen Regierung würde auf Angelegenheit gelenkt. Im gegenwärtigen Augenblick würde es verfrüht für ihn sein, irgendeine weitere Erklärung abzugeben. Kenn- worthy fragte, ob, wenn diese tatsächliche Blockade der britischen Zone fort» dauere, irgendeine Form von Wiöderoergel- tungsmahnaihmen bestehe, die England anwen­den könne.

die

London, 22. Jan. Auf die Frage Kenn- lyorthys über das Vorgehen der Eisenbahn- règie gegenüber dem englisch besetzten Gebiet, erwiderte Neville Chamberlain, er sei für den Augenblick nicht bereit, die von Kennworthy gegebenen Schilderungen anzunehmen. Di« Re­gierung stelle Untersuchungen an. Sie jüngst erhaltenen Informationen, die er dem Haus«

Die englische Oeffentlichkest schäumt infolge dieser neuen französischen Herausforderung vor Erregung. Der englische Generalmajor Sir Frederic Maurice veröffentlicht in denDaily News" einen Artikel, in dem er die Maßnahme der Eisenbahnregie eine offene Kriegserklärung nennt, und die Forderung aufstellt, es müsse jetzt endlich Frankreich gegenüber eine Grenze ge­zogen werden. DieDaily News" selbst be­zeichnen in ihrem Leitartikel das französische Vorgehen als die unverschämteste Herausforde­rung in üei^englischen Autorität. Man fühlt sich also diesmal in England doch außerordentlich stark getroffen. Und man hat auch alle Ursache dazu, denn, so wie Frankreich jetzt mit den eng-

nicht vorlegen können,machen ihn sehrbehutsam, irgend eine besondere Auslegung des Ge­schehenen vorzunchmen. Das Parlaments­mitglied Spencer fragt, ob der Premier-' minister Anordnungen treffen werde, daß wäh­rend der Fortdauer des Eisenbahnstreiks das Haus weiter tage. Baldwin erklärte, wenn beim Abschluß der heutigen Debatte das Unter­haus einen Vertagungsantrag annehme, so bestehe die Befugnis, das Haus in einer Frist von nicht weniger als 6 Tagen zusammen zu berufen. Im Falle einer Proklamation nach eine Notakte müsse das Haus innerhalb von 5 Tagen nach der Veröffentlichung einer der­artigen Proklamation zusammenberufen wer­den. Kennworthy fragte Baldwin, ob er es für wünschenswert hatte, daß das Land in bett Händen von Demokraten und Beamten belassen werde. Angesichts der Möglichkeck, daß eine neue Regierung gebildet werde, daß daher niemand im Amte sei (ironische Zurufe auf den Regierungsbänken). Baldwin erwiderte, das Land werde in den Händen der Regierung sein.

Die Debatte über einen Miß­trauensantrag der Arbeiterpar­tei wird hierauf von dem liberalen Führer Sir John Simon aufgenommen. Die sich d em Antrag Widersetzten glaubten kaum, daß das Land irgend welches Vertrauen zur Regierung habe. Er kritisierte die Regierung, weil sie nicht unverzüglich nach den Wahlen zurückgetreten fei, was ihren Nachfolger gezwungen hätte, eine Thronrede abzufassen, und eine umfassende Er- llärimslübeybryßoim^^^

brauche vor allen Dingen die Beseitigung einer Regierung, die eingestan­den habe, daß sie wichtige Pro­bleme nicht förderlich behandeln könne. Simon protestierte gegen die An­nahme, daß die Uebernahme der Regierung durch die Führer der Opposition im Unterhaus, wie es augenblicklich zusammengesetzt sei, be­

deute, daß von heute auf morgen Groß­britannien ein sozialer Staat werde. Die Wäh­lerschaft habe gleichermaßen die wilden Experi­mente sowohl die Schutzzölle als auch den So­zialismus verworfen. Es fei jedoch eine große Mehrheit von

Stimmen vorhanden, zu Gunsten Giftes in der Regierung, zu Gun-

eines neuen Geistes in der

sten einer Politik in auswärtigen und inneren Angelegenheiten, die billig erweise als gemein­sames Gut der Liberalen und der Arbeiter­partei bezeichnet werden müssen. Auch Cham­berlain, der die Rede Simons scharf kri­tisierte, erklärte, die Koalition sei tot. Niemand könne sie beleben, oder niemand könne es tun, selbst wenn er es könnte. Das Land nahm niemals an, daß Asquith eine soziale Regierung zur Macht bringen werde. Infolge dieser Aktion wird Asquith in der Geschichte als letzter liberaler Premierminister dastehen. Bei der nächsten Wahl wird sich das Land entweder für die Arbeiterpartei oder für die Konser­vativen aussprechen. Auf Chamberlain folgt Mrs. Bondfield, die die Regierung infolge ihres Versagens in der Arbeitslosenpolitik angriff.

Baldwin verteidigte die Politik der Re­gierung und erklärte, wenn sie beute nacht be­seitigt werden sollte, würde sie ihrer Nachfolge­rin keine ungelösten Probleme, außer der Re- parationsftage, der französischen Frage und der Frage der Arbeitslosigkeit hinterlassen. Die Zu­kunft liege zwischen der konservativen und der Arbeiterpartei.

Die Mbfßmtming.

London. 21. Ian. Der Mißkrmrensantrag der Arbeiterpartei ist mit 328 gegen 256 Stim­men angenommen worden.

lischen Ansprüchen und Forderungen umspringt, hätte es noch vor zwei bis drei Jahren kein« französische Regierung gewagt. Es zeigt sich allmählich, daß die englische Passivität in der auswärtigen Politik eine schiefe Ebene war, auf der das englische Weltansehen immer tiefer her- unteraeglitten ist. Auch die Schwierigkeiten, di« England im Lande selbst zu erdulden hat, finden hier eigentlich ihre größte Quelle. Denn wenn England eine vernünftige Reparations­politik durchgesetzt hätte, so wäre das Wirt­schaftsleben im eigenen Lande besser im Gange und eine Erscheinung wie der gegenwärtige Eisenbahnerstreik wäre dann vielleicht auch zu vermeiden gewesen. Man kann es begreifen,

daß in England jetzt allgemein das Gefüht durchbricht: Es gibt eine Grenze für die englische Nachgiebigkeit unb1 diese Grenze ist erreicht. Die Haupt­frage ist nur die, ob wir tatsächlich an einem Wendepunkt der äußeren englischen Politik stehen. Der entscheidende Schlag gegen das Kabinett Baldwin ist gestern im Unterhaus ge­führt worden. Sie englische Arbeiterpartei schickt sich an, in den Sattel zu steigen. Wird Mac­donald der Mann fein, um Frankreich in den Zügel zu fallen?

Das Ergebnis Der Mission Des Generalkonsuls Clive.

London, 21. Jan. Im Unterhaus verlas bet UnterstaatsfekretLr Mac Neill ha» Telegramm des Generalkonsuls Clive über die separatistische Bewegung: Dieser lautet:

Nachdem ich fünf Tage darauf verwandt habe, die Ansichten der Bevölkerung jeder Klaffe und jeder Partei in der Pfalz zu vernehmen, bin ich zu dem allgemeinen Schluffe gelangt:

1. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung steht der autonomen Regierung feindlich gegenüber.

2. Diese Regierung hätte niemals ohne ftanzösische Unterstützung in Erscheinung treten können und würde sofort vertrieben werden, sobald die stauzöfische Unter­stützung aufhörte.

3. Nach dem Zugeständnis von Bley, der das nominelle Haupt der Regierung ist, sind 75 Prozent der Separatisten von außerhalb der Pfalz gekommen; sie umfassen unzweifelhaft zahlreiche Borbestraft« und Männer, die gänzlich unerfahren sind in den Geschäfte» der Regierung.

4. Die katholische und die protestantische Kirche, die amtlichen Kreise und die M^rhect der Bevölkerung m den großen Städte« weisen den Gedanken einer Loslösung von Bayern zurück.

5. Euc beträchtlicher Teil der Bevölkerung, obwohl gleichgültig gegenüber der Frage der Lootrcimung von Bayern, steht der Abtrennung vom Reich semdtich gegenüber.

6. In bestimmten Klaffen der Bevölkerung, nament­lich unter den Bauer» und unter den sozialistischen Arbeitern besteht Neigung für die Schaffung eines rheinischen Staate» unter Einschluß der Pfalz, der politisch unabhängig, aber wirtschaftlich mit dem Reich verbunden sein solle. Dieser Test der Bevölkerung fürchtet eine militaristische Politik von Berlin uns von Stünden.

7. Unter len Bauern und Arbeitern herrscht stark, Kriegrmüdigkeit und der Wunsch nach Frieden un jeden Preis.

8. Die Loyalitätserklärung wurde in allen Teilen zurückgewiesen. ' Die Erklärung war auf Lauern und andere Grundeigentümer und die Landbürgermeister beschränkt. Viele von diesen unterzeichneten anfäng­lich, und zwar ohne Beratung mit den Gemeinde­behörden, zogen nun aber die Erklärung zurück. Die Bauern in der Pfalz verhalten sich gegenüber der politischen Angelegenheiten im allgemeinen gleichgültig und wünschen nur in Frieden ohne die Gefahr der Ausweisung zu lesen. Dieser Tell der Bevölkerung würde, wie ich glaube, jede Erklärung jeder Regierung unterzeichnen, um in Frieden leben zu können. Die Annahme der in einer Menge von Fällen unter Drohungen erlangten Unterzeichnung kann nicht recht- sertigen, daß die Mehrheit der Bauern der aut-nomen Regierung günstig gesinnt ist.

Ser zweite SachVe^tan-kgenaus chutz

Paris, 21. Jan. Ser Vorsitzende der Repa- ratronskommifsion L a r t h o u erklärt« in sei­ner Begrüßungsansprache qn die Mitglieder des Zweiten Sachverständigenkomitees, das heute vormittag 11 Uhr in Paris zusammsn- getreten ist: .

Es genügt uns, die Namen der G«ichaM» leut« zu kennen, die sich bereit gefunden haben, in das Zwecke Sachverständigenkomit«: «NNt- treten, um die Gewißheit zu haben, daß 1*? f** demselben vertrauensvollen Eifer arbeitete werden, wie das Erste Komitee. Die Repara- tionstontmiffion weiß ihnen dafür Donk^ 2hre Aufgabe ist schwierig. Das Problem der d e u t» schen Kapitalflucht laßt sich mit gro» feerer Bestimmtheit stellen al» lösen. Aber es ist unmöglich, seine Untersuchung zu txrmtiben. WM entfernt, diese dem Budgetausgleich und der Stabilisierung so abträgliche Kapitalflucht zu leugnen, hat die deutsche Regierung eine Reihe legislativer und administrativer Maß- nabmen aetrvSen. um sie emsudömmear. Dress