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genaue

General-Anzeiger / r'

Einzelnummer 13 Gol-psennig

I Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der

Sonn, und Feiertage. , Fernsprech-Anschlutz Nr. 1237.

Bezuasvreis für die Zeit vom 11. bis 21. Januar 90 Eoldviennig ohne Trägerlobn Einzelnummer 13 Eoldviennig. Anzeigenpreise^ für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Eoldviennig. für die Rellamezeile (68 mm) 50 Eoldviennig Offerten gebühr 10 Eoldviennig. Geschäftsstelle Ha m m e r st r a 6 e 9.

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Nr. 14

Donnerstag den 17. Januar

1924

Das Neueste.

* Die Besprechungen mit dem englischen Generalkonsul Clive haben einwandfrei ge­zeigt, daß bis gesamte pfälzische Bevölkerung den Separatisten schroff ablehnend gegen- übersteht.

* Nach einer Meldung derKöln. Ztg." sind die Sonderbündler nachts von Königs- wmter abgezogen. Die Fahne auf dem Rat­haus wurde entfernt. In der Stadt herrscht großer Jubel.

* In Friedrichshafen sind umfangreiche kommunistische Putschvorbereitungen aufgedeckt worden.

Lord Curzons Rede im Oberhaus

London, 16. Jan. Rach Lord Grey ergriff im Oberhaus Lord Curzon das Wort. Er gab zuerst der Hoffnung Ausdruck, daß die Rege­lung der Tangerfrage sich als befriedigend er­weisen werde. Wenn es gelingen werde, der spanischen Regierung zu geben, was sie wünsche, so werde ein weiteres Hindernis beseitigt wer­den. Curzon kam dann auf die griechische Frage; er betonte, daß die neue griechische Regierung kein Mitglied des revolutionären Komitees ent­halte, und teilte mit, die britische Regierung habe Veniselos versichert, daß sie mit großem Vergnügen sofort die diplomatischen Beziehun- gen zu Griechenland erneuern werde.

Ueber die allgemeine europäische Lage sprechend, erklärte Curzon, die Schwierig­keiten, denen man gegenübergestellt worden sei, seien aus der

Ruhrbesehung entstanden. Die britische Regierung habe es bekanntlich abgelehnt, irgendeine Verantwor- èna âtur au ubernLümen und let auea. .uLure noch nicht bereit, daran teilzunehmen. Die Vor­aussagen, die sie seinerzeit über die Ergebnisse dieser Besetzung gemacht habe, hätten sich, wie zu befürchten war, mehr als erfüllt. Trotzdem sei die britische Regierung ebenso wie Lord Grey der Ansicht gewesen,' daß man zu einer Regelung der europäischen Frage kommen

n

könne. Nur bei Aufrechterhaltung der Entente, und während der letzten Jahre habe sie stand­hafte und angestrengte Bemühungen in dieser Richtung unternommen. Curzon gab weiter der Hoffnung und Zuversicht Ausdruck, daß die bei­den von der Reparationskommission gebildeten Ausschüsse eine weise und staatsmännische Prü­fung der allgemeinen Lage vornehmen und einen Bericht geben würden, der zu einem Schritt vorwärts in der Lösung des Repara­tionsproblems führen werde.

Ueber diesehr beunruhigende Lage in der bayrischen Pfalz" führte Curzon aus, auch er sei der Ansicht Lord Greys, daß die Schaffung von künstlichen Staaten aus dem Körper des Deutschen Reichs nicht von den Alliierten ermutigt werden dürfe, außer wenn eine solche Bewegung die wirkliche Stimmung der fraglichen Bevölkerung darstelle und eine allgemeine Tendenz, die von der zuständige Regierung selbst gebilligt werde. Die Geschichte der separatistischen Bewegung könne in einigen Sätzen zusammengefaßt werden. Gegen Schluß des letzten Sommers fei eine Reihe von spora­dischen Versuchen unternommen worden, kleine örtliche Republiken zu errichten. Es handelte sich zum größten Test um von Unruhen be­gleitete Aktionen einer Gruppe von Abenteurern ohne Autorität, die nicht die Bevölkerung vertraten, noch ihren Willen zum Ausdruck brachten. Alle diese Pläne, gegen

sich die britische Regierung wandte, und die sie mit allen in ihrer Macht befindlichen Mitteln entmutigte, seien allmählich zusammengebrochen, und man habe schon geglaubt, daß die Atmos­phäre klarer werde, als man plötzlich im No- »ember von einer neuen Bewegung in der von ranzösischen Truppen besetzten Pfalz gehört habe. Die Informationen der britischen Regie­rung gingen dahin, daß dort keinerlei Stim­mung für eine Lostrennung vom Reich bestand. Die Häupter sowohl der römischen als auch der p otestantischen Kirche in der Pfalz hätten den mutierten Oberkommissaren mitgeteilt,

M bie Bewegung dem Geist der Bevölkerung M°mmen fremd sei, und daß die Unter- lvn .u^cr d'e Anabhängigkeikserklärungen durch Drohungen erzielt worden seien.

Zöa-v? ^ ^ ^ ' m ° ^ ^âbe daher nicht ge- ri.y.lw... ------ .... ------

y/' einen Vorschlag abzulehnen, der auf den, der Geistlichkeit und der Wirtschaft von -Anerkennung eines neuen Staates hinaus- dem Bürgermeister Dr. Vollmer in Speyer ge-

In erste MrM in der

Berlin, 16. Ian. Eine Uebersicht über die Goldbewegung bei der Reichshauptkasie vom 1. bis 10. Januar zeigt, daß in dieser Dekade zum ersten Male seit langer Zeit wieder ein Ueberschuß der Einzahlungen über die Aus- Zahlungen bestand, und Zwar in Höhe von 36

Trillionen

Papiermark. Der tägliche Ueberschuß

Billionen Mark

l.Dez.-Dekadi

1. Dez.-Dekade

3. Dez.-Dekade

1 .Jan.-Dekade

Ueberichüffe d.Finanstaffc

14 390 683

41048 845

87 544101

93 443 735

Versch. Berwalt.-Einn.

Verb von Goldanl. und

18 393 354

1855 812

1 307 237

1980021

Rent-nm.-Sckatzw.

39 572

1 500 371

Einnahmen ....

32 823 609

42 904 65?

88 851 338

9.) 924127

Allgem. Verwaltungs­ausgaben .... Ausg. in aurl. Währung

177195 495

165164171

153 760172

63 909 087

f.Ansf.d.Friedensaeitr.

2 703 398

492 421

22 049

11 019

Ausgaben.....

179 898 893

165 656 592

153 782 221

63 9_0 106

Znschußbedarf. . . .

147 076 284

122 751935

64 930 883

36 004 021

Ueberschuß

gelaufen wäre, welcher so gut wie keine Grundlage hatte. Außerdem vertrete die bri­tische Regierung die Ansicht, daß die Rhein- landkommisston' nur die Sicherheit der alli­ierten Truppen im besetzten Gebiet zur Auf­gabe habe und nicht mit Politik sich zu be­schäftigen habe. Die Regierung habe es weiter für notwendig angesehen, genau festzustellen,

standen, die aber, wie er hoffe, beigelegt wer­den könnten. Die Regierung habe Lord Kil­marnock aufgegeben, einen seiner Offiziere zur Untersuchung der -Lage in der Pfalz zu ent­senden. Da die Franzosen dagegen aus tech­nischen Gründen Einwand erhoben hätten, habe man den britischen Generalkonsul in München angewiesen, die Pfalz zu besuchen.

Wiederum aber habe die französische Regierung eine Haltung eingenommen, die er, wie er bekennen müsse, nicht in der Lage sei, zu verstehen. Die Franzosen hätten er- klärt, daß sie es für ihre Pflicht halten würden, dem britischen Vertreter einen französischen Offizier zu attachieren, in dem von britischen Truppen-besetzten Gebiete aber gingen franzö-

K Offiziere in beliebiger Zahl ein und aus, n die Engländer jede Erleichterung ge­währen, die sie gewähren könnten. Dies sei der augenblickliche Stand der Angelegenheit, die Lage sei ein wenig besorgnis­erregend. es sei jedoch zu hoffen, daß die Schwierigkeiten mit âlugheit und Zurückhal­tung gelöst werden könnten.

Der ZNißkrauensankrag der englischen Liberalen.

London, 16. Jan. Der von den Liberalen ausgearbeitete Zusatzantrag für die Dankadresse auf die Thronrede hat folgenden Wortlaut:

Da die gegenwärtigen Berater Ihrer Majestät unfähig gewesen sind, das Arbeitslosenproblem ohne Schutzzollpolitik zu 'behandeln, die von den Wählern endgültig verurteilt worden ist, und da sie ebenfalls in der Führung der VerwaUungsangelegenheiten und in der internationalen Politik ersolglos geblieben sind, s0 kann ihnen die Füh­rung der Regierung nicht länger anvertraut bleiben."

Der Zusatzantrag ist von dem Abgeord­neten Pringle verfaßt worden.

Der Abänderungsantrag der Arbeiterpartei.

London, 16. Jan. Der Abänderungsantrag der Arbeiterpartei zur Antwortadresse auf die Thronrede lautet:

Es ist aber unsere Pflicht, Eurer Majestät ehrerbietig mitzuteilen, daß die gegenwärtigen Ratgeber'Eurer Majestät nicht das Vertrauen des Hauses besitzen."

Die Mission des Generalkonsuls Clive

Speyer, 16. Jan. Auf Wunsch des eng­lischen Botschaftsrats Clive waren bei seinem gestrigen Besuch in Speyer Vertreter der pfälzischen Städte und Gemein­

beträgt 4,5 gegenüber einem täglichen Zuschutz­bedarf von 10,5 Trillionen Papiermark in der Vordekade. Der in der Berichtsdekade nachge­wiesene Ueberschuß stellt etwa den dritten Teil der in der folgenden Dekade fällig werdenden Besoldungszahlungen und Steuerüberweisungen an die Länder dar.

laden, um über die durch die Separatisten- Herrschast in der Pfalz geschaffene Lage Be­richt zu erstatten. Auch diese Besprechung er­gab einwandfrei, daß die gesamte pfälzische Bevölkerung den Separatisten schroff ab­lehnend gegenüberfteht, und daß die separa­tistische Bewegung in die Pfalz nur dadurch zustandegebracht werden konnte, daß die franzö-

großen Raum in der Besprechung nahm die Frage der von verschiedenen 'Landbürger- meistern unter Androhung von Gewalt er« preßtèn Loyalitätserklärungen für die separa­tistische Regierung ein. Es wurde die Art und Weise geschildert, wie diese Loyalitätserklär- rungen erpreßt wurden, und mitgeteilt, daß die meisten Landbürgermeister, so z. B. im Bezirk Zweibrücken, die unter Androhung von Ge­walt abgegebenen Erklärungen widerrufen haben. Wie gewalttätig und herrschsüchtig die Separatisten vorgehen/ zeigt das in ' der Sitzung bekannt gegebene Vorgehen der Sepa­ratisten gegen die bekannte Papierfabrik Knöckel, Schmidt u. Co. in Lindenberg, die von den Separatisten ruiniert wurde, weil ein dort vorher beschäftigter Separatist entlassen worden ist. Sehr interessant war auch die Schilderung der Plünderungsszene auf dem Hauptpostamt beim Einzug der Separatisten in Speyer. Die Separatisten verjagten die Postbeamten und plünderten dann sämtliche Pakete, während französische Posten vor dem Pastgebäude Wache standen und dadurch die Plünderer schützten. Der Generalkonsul Clive hat heute seine Informationsreise durch die Pfalz fortgesetzt.

Mannheim, 6. Jan. Der englische General­konsul in München, Clive, hatte eine Unterredung mit einem Redakteur derReuen Badischen Landes- ze i t u n g", bevor er am Mittwoch früh vom Parkhotel in Mannheim wieder in die Pfalz fuhr. Clive interessierte sich sehr für die Mit­teilung, daß Lord Grey, Lord Curzon und Lloyd George in her englischen Adreßdebatte so klar und entschieden jede Unterstützung für eine separatistische Bewegung ablehnen', die nicht eine Bewegung aus dem Volke sei. Er bestätigte, daß die Aussprache, welche die be­rufenen Vertreter der Pfalz am Montag mit ihm im Parkhotel gehabt haben, eine große Kundgebung gewesen sei. Er betonte dabei, daß er ganz neutral die Verhältnisse zu unter­suchen wünsche. Er werde bemüht sein, mit allen Schichten der Bevölkerung zu sprechen. Er fahre sttzt nach Landau, noch einmal nach Speyer, werde sich also in den nächsten Tagen in der Pfalz aushalten, um am Freitag in Koblenz dem britischen Delegierten in der Rhei nl andkammission über seine Untersuchung Bericht zu erstatten.

Troy Wohnungsmnuiels.

Das Berl. Tageblatt meldet aus Essen, daß die bärtigen Bewtzm gib hörten jetzt wecke, e 680 Woh­nungen für L ff Fiere und Beamie verlangen. Die in Betracht kommenden Familien der B-iotzungsangehön- cen werden vom 20. 1. ab cmt> essen. Die llicker- biimuuia muß innerhalb eines Monats beendet sein.

Belgien und dis deutsche Frage.

Brüssel, 16. Jan. Der Minister des Aeußern erklärte während der Debatte über das Budget des Ministeriums des Aeußern im Senat, die allgemeine Politik der Regierung werde vollkommen von der deutschen Frage beherrscht, die sich aus zwei Teilen zusammensetze, nämlich aus der der Reparation und der der Sicherheit. Er sagte:

Die Reparationen sind für das Leben Belgiens unumgänglich notwendig. Wir haben alles getan, um nicht in das Ruhrgebiet einzumarschieren. Ebenso wie Frankreich haben wir keine imperia­listischen und militaristischen Hintergedanken. Wir haben uns einfach bemüht, Deutschland zum Zahlen zu zwingen. Die am 11. 1. annehommene Politik hat keinen Fehlschlag erlitten. Indem das Deutsche Reich auf den passiven Widerstand verzichtete, hat es sich gebeugt. Wir haben Milderungen in der Besetzung eintreten lassen. Wenn aber das Deutsche Reich glaubt, daß wir die von uns besetzt gehaltenen Gebiete räumen werden, bevor das Werk der Ge­rechtigkeit verwirklicht ist, dann täuscht es sich. Ich zweifle nicht daran, daß die gegenwätig versam­melten Sachverständigen in den belgischen technischen Studien ein Mittel zur Lösung des Problems finden. Belgien muß seine Eigenart wahren. Es muß an dem System teilnehmen, das die europäische Entente aufrechterhält, dank der der Krieg gewonnen wurde und auch der Frieden gewonnen werden wird. Die Aufrechterhaltung der westlichen Entente ist für die Aufrechterhaltung des Weltfriedens un­umgänglich notwendig.

Der Minister gab der Hoffnung Ausdruck, daß Belgien ähnlich wie mit Frankreich, mit England einen Defensivvertrag schließen werde und aspei- dem einen Vertrag zu Dreien, der den Frieden sichere. Sodann behauptete er, die Rüstungen des Deutschen Reiches würden den bereits vom Ver­sailler Vertrag gezogenen Rahmen überschreiten Eine Kontrolle der Entwaffnung sei wesentlich. Belgien werde alle ick dieser Hinsicht nützlichen Maßnahmen entweder mit allen Alliierten oder mit dem einen oder anderen von ihnen trèffen. falls sie in dieser Frage uneins seien, denn es bn^ele sich um oie Sicherheit Belgiens. ~-

Zu dem Allenlais-!»» legen General Seeckt.

Berli«, 16. Jan. Die Blätter teilen noch fol­gende Einzelheiten über die Verhaftung des früheren Offiziers Thormann, der beschuldigt wird, einen Anschlag auf General v. Seeckt vorbereitet zu haben. Thormann kam vor einigen Tagen nach Berlin und begab sich in das Büro der deutsch-oöltijchcn Freiheitspartei. Er verlangte und erhielt dort die Adresse eines Herrn D., den er von früher her zu kennen behauptete. Er suchte D. auf, legitimierte sich durch Ausweis des Wikingbundes der Kapitän Ehrhardt nahesteht, und erklärte im Laute der Unterhaltung, er sei mit der Absicht nach Berlin gekommen, v. Seeeft zu erledigen. D- ging zum Schein auf den Mordplan ein und versprach Thor- mann einen geeigneten Mann zu stellen, der die Tat ausfiihren sollte. Nach der Unterredung machte D. sofort dem Reichskommisiar für öffentliche Sicherheit, Oberst Künzer, von dem Mordplan Mitteilung. Künzer, der auch die Hintermänner Ttormanns fassen wollte, beauftragte D. auf den Plan zum Schein einzugehen und auch dengeeig­neten Mann" zu steilem Als nun bei einer neuer­lichen Unterredung Herr D. dem Thormann den verlangten Helfer vorstellte, entwickelte Thormann seinen Plan. Seeckt, der jeden Morgen vor An­tritt seines Dienstes im Tattersaal zu reiten pflegt, sollte dort von dem Helfer, der zur selben Zeit im Tattersaal reiten sollte, beim Vorbeireiten aus uw mittelbarer Nähe durch mehrere Revolverschüsss getötet werden. D. und sein Helfer gingen zum Schein auf den Plan Thormanns ein, verabredeten mit diesem, daß man sich nach Vollendung der Tat am Montag vormittag im Cafè Josty treffen sollte. Zur verabredeten Zeit waren dann auch Thormann, Herr D. und dessen Frau im Café anwesend. An­stelle des Täters erschienen jedoch Polizeibeamte und nahmen sowohl Thormann als auch D. und dessen Frau fest. Diese beiden letzten sind natür­lich sofort wieder auf freien Fuß gesetzt worden, während Thormann in Untersuchungshaft genommen wurde. Die Untersuchung erstreckt sich auch vor allem auf die Hintermänner Thormanns, da nicht anzunehmen ist, daß der Mordplan nur dem Willen eines einzelnen entsprungen ist.

Berlin, 16. Jan. Wie zu dem Plan eines Attentats auf General Seeckt berichtet wird, be­nachrichtigte die yiei^sftelle vorgestern abend auf Anzeigen von Persönlichkeiten, die scheinbar auf den Attentatsplan eingingen, nachdem von den Anstiftern auf Ausführung der Tat gedrängt wurde, sofort die Staatsanwaltschaft. Diese veranlaßte die Verhaftung der Verdächtigen. Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet worden auf Grund des republikanischen Schützgesetzes, welches den § 49 b des Strafgesetzbuches vorsieht, wonach Straftaten des § 49 a des Strafgesetzbuches unter besondere, harte Strafen gestellt werden, wenn es sich um politische Strafakte handelt. Die Meldung, daß der Attentäter auch ein Attentat auf Kadr, Lossow usw. beabsichtigt habe, bestätige sich nickt. Der Ver­haftete führte einen Ausweis ves Wickingbundes szusaminenhängend mit Drcaninu.on C) bei sich. Die Anzeigenden gehören ihrer vinoube nach deutsch- völkischen Kreisen an. Der Ber«^.-^e, ein -c* wisser Thormann, ist den Eericutsbeüörden Seit