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General-Anzeiger ✓ Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan a. M.
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Berusrnreis für die Zeit vom 11. bis 21. Januar 90 Eoldviennig ohne Trägerlobn Einzelnummer 13 Eoldviennig. — Anzeigenvreite^ für die 28 mm breite Zeile im Anzeigenteil 15 Eoldvfennig. für die Reklamezeile (68 mm) 50 Eoldviennig Oiiertenaedübr 10 Eoldviennig. — Eeickäits stelle Sammer st ratze u --------------------------------------------V fflHMMMWWIIIHIBIHMffiMtaBM^&MliW&feBI»^^
Nr. 12
Dienstag den 15. Januar
Erfüllung sort und ®ett AteRanb für beide Teile Sanau a. Main. Für Platzvorichriit und EriL«tnungstag« der Anzeigen wird keine EewSir geleistet. — 3m Falle höherer Gewalt Streik uiw. bat der Bezieher keinen Anivruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugsvreiies
1924
Das Neueste.
— In der Eröffnungssitzung des ersten Sachverständigenausschusses erklärt der Amerikaner Dawes die erste Maßnahme, die man treffen müsse, wäre nach seiner Ansicht ein System zur Stabilisierung der deutschen Währung. Es gilt, das Wasser zu finden, das die Mühle des deutschen Budgets treiben soll. Benützen wir die Mühle erst dann, wenn wir das Wasser gefunden haben, das ihre Räder drehen kann.
— Der französische Franken hat gestern einen neuen Sturz erlebt.
— Zwischen Italien und Südslawien ist ein Vertrag auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Grundlage geschlossen worden.
Das Vorspiel in Sachsen.
Die Gemeindewahlen, die am Sonntag in Sachsen stattgefunden haben, entbehren zwar an sich allgemeiner politischer Bedeutung, sind aber in diesem Einzekfalle doch ein außerordentlich lehrreiches Symptom. Die sozialdemokratische, geradezu unerhörte Mißwirtschaft hat in Sachsen alle bürgerlichen Parteien zu einem gemeinsamen Block zusammengeschweißt und diesem Block ist es am Sonntag gelungen, einen Beweis seiner Lebenskraft zu geben. Zwar find nicht überall gemeinschaftliche Wahllisten der bürgerlichen Parteien aufgestellt worden, aber es ging doch überall unter der gemeinschaftlichen Parole: Gegen den Sozialismus. Und siehe da: Aus dem roten Sachsen wurde ein Sachsen mit bürgerlichen Mehrheiten in allen ^^snchen Städten. Nur in Chemnitz scheint Hi sozialistischen Parteien ein Mandat mehr zuzufallen als ihren Gegnern. Sonst ist überall in Leipzig, Zwickau, Plauen, Dresden, Bautzen usw. die Sozialdemokratie in die Minderheit gedrängt worden. Die sogenannte Vereinigte Sozialdemokratische Partei ging von 38 auf 21 Sitze zurück. Die bürgerlichen Parteien haben sich überall gut geschlagen. So hat z. B. die deutsche Volkspartei in Dresden, wo die bürgerlichen Parteien getrennt vorgingen, mit 11 Mandaten die Spitze aller bürgerlichen Parteien gewonnen. Das Bürgertum hat nicht nur überall den Platz behauptet, sondern Neuland gewonnen, während die Sozialdemokratie auf die Trümmer ihrer Herrschaft blickt.
Freilich verändern die Neuwahlen in den sächsischen Gemeinden nicht die politische Kon- stellation, aber sie sind ein Menetekel, das der Sozialdemokratie Böses weissagt. Diese Partei befindet sich überall auf dem Rückzug. Auch die thüringische Regierung hat es für besser gehalten, vor der Wahl noch die Bedingungen der Reichsregierung zu erfüllen, um Zwangsmaßnahmen des Reiches zu entgehen. Man spürt, daß es mit der Macht vorbei ist. „Wahljahr 1924" versuchte der Vorwärts am Neujahrstage zu Mein, er wird heute hinzufügen können: Das Wahljahr fängt gut an.
Sozialistische Pressestimmen.
Die „Leipziger Volkszeitung" schreibt: „Die deutsche Arbeiterbewegung hat im Verlauf ihrer fast 70jährigen Geschichte schon mancherlei Niederlagen erlitten, aber es wäre verkehrt, damit den Ausfall der sächsischen Gemeinderatswahlen vom gestrigen Tage beschönigen zu wollen. Die Niederlage, die die Sozialdemokratie durch die Faschingswahlen erlitt, und auch die Hetze, der die Partei während der Hottentottenwahlen erlag, ist nicht zu vergleichen mit den Ergebnissen der gestrigen Wahl. Die sächsischen Gemeinderatswahlen haben eine Bedeutung weit über die grün-weißen Grenz- psähle hinaus. Sie bestätigen, daß die Reaktion urcht nur in Deutschland, sondern auch im Aus- lande auf dem Marsche ist. Das Bürgertum hat frnen unumstrittenen Sieg errungen, und zwar m dem traditionellen Lande der deutschen Ar- beiterbewegung, in dem roten Königreich, das vereits im Jahre 1903 von 23 Reichstagssitzen A Vertreter der Sozialdemokratie in den Reichstag sandte."
7, "Chemnitzer Volksstimme" '°, kleinlaut wie inan es selten von ihr g mahnt ist, zur sozialdemokratischen Nieder- age. „Ueberschaut man das Schlachtfeld, so muß an mit rückhaltloser Offenheit zugeben, daß e lozialdemokratischen Parteien z u r ü ck g e - N? n, worden sind. Ist auch der Sieg der ourgeoisiL nicht in dem Maße eingetreten wie 1 durch ihren militärischen Vorbereitunas-
feldzug und die wirtschaftlichen P^itschenschläge erwartete, so muß doch die Tatsache, daß wir auf weiteren ©tretfen unsere Front zurücknehmen mußten, laut werden, damit wir wieder die Kraft zu neuen Kämpfen in verbesserter Stellung gewinnen."
Der „Vorwärts" zeigt sich gleichfalls tief betrübt und spricht von einer „schweren Enttäuschung", um nur ja das Wort Niederlage vermeiden zu können. Fälschlicherweise beruft er sich auf eine mangelhafte Wahlbeteiligung, um den Reinfall seiner Partei zu beschönigen. Das ist aber ein glatter Irrtum, denn es haben durchschnittlich 75—80 Prozent der Wahlberechtigten ihr Wahlrecht ausgeübt. Der „Vorwärts" stellt dann in Aussicht, daß die Sozialdemokratie die Ursachen des Mißerfolgs genau prüfen werde. Interessant ist es aber, auf welche Gründe der „Vorwärts" das trostlose Wahlergebnis zurückführt. Mit keinem Wort ist natürlich davon die Rede, daß die genössische Mißwirtschaft und die Ergebnislosigkeit der Sozialisierungsversuche und überhaupt die ganze Unfähigkeit der Sozialdemokratie, am Wiederaufbau Deutschlands mitzuwirken, die
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Paris, 14. Jan. In der Aussprache, in der der Vorsitzende der Reparationskommission,
Barkhou, heute vormittag die Sachverständigen des ersten Komitees begrüßte, sagte er im wesentlichen: Wir erwarten von Ihnen nicht das Wunder einer unvorhergesehenen Lösung der Reparationsfrage, aber wir erwarten mit aufrichtigem Vertrauen, daß Ihre Sachkunde,
«Stsuyruuguuu -u^e «u^m ou^u tragen werden, jenes Ergebnis zu beschleunigen, um das wir uns bemühen. Der Versailler Vertrag ist unsere Magna Charta, er wird auch der Ihrige sein. In seinem Rahmen werden Sie gemäß dem Art. 234 des Versailler Vertrags Ihre Arbeiten in voller Unabhängigkeit und Unparteilichkeit durchführen. Das Gleichgewicht des deutschen Budgets und die Stabilisierung der deutschen Währung — zwei Probleme, die miteinander zusammenhängen — sind die wesentlichsten Vorbedingungen für die Reparationsregeluna selbst. Sie werden Ihre Arbeitsmethode selbst zu bestimmen haben. Deutschland steht nach dem Versailler Vertrag das billige Recht zu, gehört zu werden. Sie werden Deuts chland hören in der Form, die Ihnen am zweckmäßigsten scheint, und wir wünschen im Gesamtinteresse, daß die deutsche Regierung und ihre Verwaltungsstellen Ihre so schwierige und verwickelte Aufgabe erleichtern. Wir müssen endlich zum Ziele kommen. Die Gläubiger Deutschlands und Deutschland selbst sind nicht allem an der Regelung der Reparationsfrage interessiert. Es ist nicht übertrieben, zu sagen, daß v o n i h r das friedliche Gleichgewicht der ganze n W e l t a b h ä n g t. Nehmen Sie sich Zeit, aber nehmen Sie sich nicht mehr Zeit, als nötig ist. Die Reparationskommisston begrüßt ohne Vorbehalte die Unterstützung, die von amerikanischen Bürgern den alliierten Sachverständigen zuteil wird. Die Schlußfolgerungen des Sachverständigenkomitees werden dadurch einen schätzenswerten Zuwachs an Autorität erlangen.
Der Vorsitzende des Ersten Sachoerständi- genkomitees, der Amerikaner
General Dawes,
sagte in seiner Erwiderung u. a., der Durchschnittsbürger sei sich in allen Ländern nicht über die Hindernisse klar, die einer Regelung der Reparationsfrage im Wege ständen. Diese Hindernisse hätten ihren Ursprung im nationalen Hochmut, in der Ueberheblichkeit und den egoistischen Interessen der verschiedenen alliierten Beamten, deren Vollmachten durch jeden mit Gewalt durchgesetzten interalliierten Akt vergrößert würden. " Sie hätten ihren Ursprung desgleichen in den unaufhörlichen Entstellungen der Wahrheit und
dem unerträglichen Geschrei jener widerlichen Aasgeier
der nationalistischen Demagogen aller Länder, die in dem gemeinsamen Unglück ein Mittel sähen, ihre eigene traurige Persönlichkeit in ein besseres Licht zu setzen. „ Der Erfolg des Sachverständigenkomitees hänge vor allem davon ab, daß in der öffentlichen Meinuna und
Schuld tragen. Vielmehr macht der „Vorwärts" den Ausnahmezustand verantwortlich, indem er schreibt: „Zweifellos hat der Ausnahmezustand mit seinem militärischen Ansturm gerade gegen die sozialdemokratische Regierung nicht wenig dazu beigetragen, die Situation für unsere Partei zu verschlechtern. Aber diese Tatsache allein gibt keinen hinreichenden Aufschluß über die Gründe des allgemeinen Stillstandes und des teilweise nicht unerheblichen Rückganges unserer Stimmen und Mandate, und es müssen noch andere Umstände mitspielen. Zweifellos hat der Parteistreit, der in der sächsischen Sozialdemokratie in den letzten Wochen und Monaten immer tiefer ging, die Stimmen der Wähler nicht unwesentlich beeinflußt. Gerade in jenen Bezirken, in denen die heftigste Kritik an der Haltung der gesamten Partei ausgeübt wurde, ist das Resultat der Wahlen für uns überaus unerfreulich. Das trifft nach den bisher vorliegenden Meldungen sowohl in Zwickau wie in Plauen zu. Aber auch in Dresden, Leipzig und Chemnitz geben die Zahlen ein sehr trübes Bild vom Stand unserer Partei."
B
in dem Gewissen der Alliierten und der Welt eine genaue Vorstellung von dem Unglück vorhanden sei, von dem jeder einzelne der Alliierten in ganz Europa bedroht sei, wenn der gesunde Menschenverstand sich nicht durchsetze.
Das Ergebnis der Sachverständigenarbei- ten und das Maß, in dem die Reparationskom- mifsion es sich zunutze machen werde, um da- nach zu handeln, wird vielleicht^— fuhr Gene- ral Daines fort — die endgültige Antwort aus diese Frage liefern. Als amerikanischer Bürger kann ich weder im Namen der Regierung, noch im Namen des amerikanischen Volkes, sondern nur auf meine persönliche Verantwortung sprechen. Ich darf sagen, daß ich mit Schäm und Demütigung die Ergüsse amerikanischer nationalistischer Demagogen gelesen habe, die Europa Lektionen erteilen wollen, um einen wenig erheblichen Posten zu erlangen, oder ihre Popularität zu pflegen. Wir amerikanischen Sachverständigen kommen als bescheidene Männer, und wir wissen, daß der Erweiterung der Sachkunde keine Schranken im Wege stehen, die so mächtig wären wie der Hochmut einer vorgefaßten Meinung. Wir wissen, daß 1380 000 Männer, die Blüte der französischen Jugend, 946 000 englische junge Männer, 460 000 Italiener, 40 000 Belgier und 127 000 Serben hier Seite an Seite mit unseren jungen Amerikanern ruhen. Wir wissen, daß aus ihren Opfern bei allen Völkern der Wille entsprungen ist, daß diese Opfer einen Zweck haben. Wir kommen mit der alleinigen Absicht, Ihnen von Nutzen zu sein.
General Dawes durchflicht hier seine Rede mit zahlreichen Erinnerungen aus dem Kriege, in dem er Leiter der Lebensmittelversorgung der amerikanischen Armee war. Wenn ich an die ehemalige Waffenbrüderschaft erinnere, ist es dann erstaunlich, daß ich den Eindruck habe, bei Freunden angekommen zu fein? Nehmen wir unsere gemeinsame Arbeit auf mit dem gegenseitigen Vertrauen, das wir während des Krieges zueinander hegten, und mit dem Glauben, daß mir dank der göttlichen Vorsehung bessere Tage erleben werden. Fünf Jahre hindurch hat unter den Alliierten nicht jenes Einvernehmen geherrscht, das für den Frieden und den wirklichen Fortschritt wesentlich ist. Wir sind soweit gekommen, daß wir heute wissen: Diese Unfähigkeit, sich über eine gemeinsame Haltung z u e i n i g e n, hat ganz Europa in eine äußerst kritische Lage geführt. Es ist nicht der Augenblick, uns Höflichkeiten zu sagen.
Was haben wir zu Beginn unserer Arbeit in diesem S a ch ve r st ä n d i ge n a u s s ch u ß vargefunden? Zunächst ein undurchdringliches
kolossales Durcheinander wirtschaftlicher / Ansichten,
beruhend auf Tatsachen, die so schnell sich geändert haben, daß die Gesamtheit der Ausgangspunkte selbst dann nichts wert wäre, wenn sie miteinander in Einklang ständen. Bei allem gebührenden Respekt vor der großen Kompetenz der Sachverständigen, die in diesem Durcheinander .umhergeirrt sind, war es ausgeschlossen, daß sie nicht bei verschiedenen Zielen anlangten. Sie standen der Notwendigkeit aeaenäber. stabile Scklußiolaerunaen au
ziehen, während es keinerlei stabile Voraussetzungen gab. Wenn sie die Mark zur Grundlage nahmen, so war die Woche darauf die Mark etwas ganz anderes geworden. Handelte es sich um den Dollar, das Pfund, den belgischen oder französischen Franken, so besaß jede dieser Währungen einen bestimmten Wert auf dem internationalen Wechselmarkt und einen anderen Wert hin- sichtlich ihrer inneren Kaufkraft. Handelte es sich um Berechnungen um Gold, so galt es, Goldwerte aus der Zeit vor dem Kriege und Goldwerte aus der Zeit nach dem Kriege zu berücksichtigen. Im allgemeinen gesprochen, haben mir nichts besonders Wertvolles gefunden unter den wirtschaftlichen Argumenten, die auf dem beruhten, was sein sollte, anstatt auf dem, was ist. Mit anderen Worten: Argumente, die auf einem ständig wechselnden Status beruhten. Während dieser Zeit, während der fünf Jahre, die dazu verwendet worden sind, mühevoll jene ungeheuerlichen Bibliotheken — anders kann man sie nicht nennen — von mehr oder weniger veralteten Statt st iken und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zusammenzubringen, und nach und nach die wirtschaftlichen Grundlagen Deutschlands zusammengebrochen und mit ihnen die deutsche Produktionsfähigkeit. Ueber- dies hat der Kredit sämtlicher e u r o p ä - ischen Alliierten, als das Wirtschaftsleben Deutschlands allmählich erlosch, einen Stoß erhalten; denn die Welt begreift tehr wohl, daß Deutschland, wenn das deutsche Volk seine Arbeitsfähigkeit verliert, selbst seine Fähigkeit einbüßt, jene Reparationen zu zahlen, die ein so wichtiges Element der europäischen Zahlungsfähigkeit darstellen.
Die Reparationskommisston hat dann auch begriffen, daß Feuer im Hause ist, ■■Ww.jj£-M jäte >
um es zu löschen. Dabei will sie künftig auf die mathematischen Berechnungen der vierten Dimension verzichten. Die Instruktionen der Reparationskommission setzen uns in den Stand, an unsere Arbeiten auf der Grundlage eines Status quo heranzutreten. Man verlangt von uns nicht, daß wir uns über die Rechtmäßigkeit der Ruhrbesetzung aussprechen. Man verlangt von uns nicht, daß wir die politischen Resultate dieses oder jenes zukünftigen Aktes des gefunden Menschenverstandes verkünden. Es ist Sache der Reparationskom- miffion, nicht die unfrige, sich mit den politischen Wirkungen des Berichts zu beschäftigen, den wir ihr erstatten werden hinsichtlich eines Planes zur Stabilisierung der deuffchen Währung und zur Herstellung des deutschen Budgetgleichgewichts. De mehr ich mit denjenigen rede, die in unmittelbarster Fühlung mit der Lage stehen, um so 'besser verstehe ich, wie klug die^Reparationskommission daran getan hat, als sie den Gegenstand unserer Berufung dahin definierte: „Um gemäß Art 234 des Friedensvertrages die Hilfsmittel und die Zahlungsfähigkeit Deutschlands zu prüfen." Wir sind „beauftragt, die Mittel zur Herstellung des deutschen Budgetgleichgewichts und, die Maßnahmen zur Stabilisierung der deutschen Währung zu prüfen". In dem Maße, wie die wirtschaftlichen Funktionen Deutschlands unter der Wirkung einer stabilen Währung und eines ausgeglichenen Budgets sich wieher beleben, wird die deutsche Zahlungsfähigkeit in Erscheinung treten. Dann werden sich zum ersten Mal grundlegende und entscheidende Tatsachen zeigen. Helfen mir
zunächst, Deutschlands Heilung zu erlangen.
Die ersten Maßnahmen, die wir treffen muß» ten, wären nach meiner Ansicht ein System zur Stabilisierung der deutschen Währung. Es gilt, das Master zu finden, das die Muhle des deutschen Budgets treiben soll. Bauen mir die Mühle erst dann, wenn wir das Wasser gefunden haben, das ihre Räder drchen kann.
Die BeSeuiunst der Ansprache Dawes.
Paris, 14. Jan. Die Ansprache, mit der heute der amerikanische Delegierte Same s die Beratungen des von ihm präsidierten ersten Sachverständigenkomitees der Reparationskom- mifsion eingeleitet hat, ist von programmatischer Bedeutung, einmal, weil sie dem von Herrn Barthou dem Vorsitzenden der Reparations- fommiffion, in feiner Begrüßungsansprache unternommenen Sersuch, der Tätigkeit der Experten durck den 5)inweis auf ihre Gebundenheit an den Friedensvertrag die bekannten Be- chränkungen aufzuerlegen, die Tatsache gegen» überstellt, daß alles, was bisher aur Löiuna des