______________ Einzelnummer 13 Toldpfennig
SanauerS Anzeiger
General-Anzeiger / AmMches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan a. M.
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Nr. 10
Samslag den 12. Januar
1924
Das Neueste.
— Dem deutschen Geschäftsträger in Paris and Brüssel sind gestern die französisch-belgischen Antworten überreicht worden.
— Das Rsichskabinett hat die gestrige Nachmittagssitzung der Erörterung der pfälzischen Angelegenheit gewidmet.
— Für die Pfalz wurde von General de Metz als „Sanktion" für die Ermordung des Heinz-Orbis die völlige Absperrung vom unbesetzten Gebiete angeordnet.
— Veniselos hat das griechische Kabinett gebildet.
Propaganda und Kriegsschuld
Durch die Presse geht die Mitteilung, daß bei der Deutschen Verlagsgesellschaft für Poli-
rutschen Verlagsgesellschaft für Polischichte von dem Mitglieds des Präsidiums der Zentralstelle zur Erforschung der Kriegsursachen, Herrn Dr. Eugen Fischer, in den nächsten Tagen eine Schrift erscheinen würde „Kriegsschuldftage und Außenpolitik". Der Herausgeber selbst hat dazu in der Presse geschrieben und bemerkt, daß darin die Frage, welche Ergebnisse man sich von einer amtlichen deutschen Propaganda gegen die Schuldlüge versprechen könnte, in abschließender Weise behandelt würde". Die Zuversicht jedoch, daß der Herr Verfasser seine Aufgabe zur Erforschung der Kriegsursachen so
tif und Gel
mungen im eigenen Lande berechnet. Während man bei uns mit der Parole: „Immer feste bruffi" auf diejenigen zu roirfen trachtete, die sowieso bis zum letzten Opfer bereit waren, sich einzusetzen, hat man bei unseren Gegnern von vornherein erkannt, daß der Durchführung des Krieges Gefahr auch im eigenen Lande von Kreisen drohte, die grundsätzlich kriegs- gegnerisch eingestellt waren. In England brauchte kein Jaurös ermordet zu werden. Der englische politische „Cant" hat es von jeher verstanden, eine Stimmung wachzurufen, die zu der Ueberzeugung im Volke geführt hat, daß England immer gänzlich gegen seinen eigenen Willen in Kriege hineingerissen worden ist, die es dann als Hüterin des Weltfriedens hat durchführen müssen, und in denen es, um die „Pax britannica" auf weitere Gebiete zu übertragen, sich genötigt gesehen hat, diese Gebiete der Herrschaft seines Weltreiches zu unter« werfen. So stellt sich tatsächlich für den Durchschnittsengländer das Wachstum des britischen Weltreiches dar. Dieses Geheimnis der Pro-
)aganba haben mir nicht ersaßt. Wir sir erner gewiß nicht bewußt, welche Bei ür die politische Leitung eines Landes ent« tehen, das, wie die eben genannte Publikation ich ausdrückt, die Geheimnisse seiner Staats« ünst — richtiger gesprochen sein amtliches ver- rauliches Aktenmaterial — öffentlich preisgibt. Der Wilsonfche Angriff auf die geheime Diplomatie ist also nicht vergeblich gewesen.
nd uns
denken
restlos lösen würde, wird leider zunichte, wenn man von ihm gleichzeitig erfährt, es müsse an die Stelle der „aussichtslosen Propaganda, die Gegner als Angreifer zu erweisen" eine neue Propaganda gesetzt werden. Dir Argumente, die von Dr. Fischer für diese seine Ansicht angeführt werden, laufen im Wesentlichen darauf
militärischen Offensive vom August 1914 Ben Nachweis der politischen und diplomatischen Offensive auf Seiten unserer Gegner nicht glaubt erbringen zu fönneh. Das ist freilich ein fundamentaler, ein sehr deutscher, ober auch sehr gefährlicher Irrtum. Die Gegner werden durch so mangelhafte Erforschung der Kriegsursachen der für sie immer schwieriger werdenden Ausgabe, ihren politisch-diplomatisch-militärisch meisterhaft vollzogenen Aufmarsch zum Weltkriege weiter propaganda- mäßig einzunebeln, überhoben. Der im Kerker des Versailler Friedensdiktates schmachtende Deutsche, dem das Schandmal der Kriegsschuld aufgebrannt ist, auf der allein — nach Lloyd George — der Versailler Vertrag bericht, gibt dann seine Sache auf.
Was die schottischen Gewerkschaftsführer auf dem ersten internationalen Kongreß nach dem Kriege den willig die ihnen vorgefpro- chene Kriegsschuldformel nachplappernden deutschen Sozialisten sagten, gilt auch hier: »Euch Deutschen ist eben nicht zu helfen, wenn Ihr Euch selbst aufgebt."
Nun sitzen freilich die Revolutionäre von 1918 in der Mausefalle, weil sie die Revolutionsforderung auf der Propagandalüge des Feindes aufbauten, und davon aus innerpolitischen Gründen, wie sie auf der letzten internationalen Sozialistenschau in Hamburg auch kleinlaut erklärten, nicht herunterkönnen.
Wieder anders liegt die Sache bei. dem vom Wahne der Objektivität erfaßten deutschen Forscher, der von des Gedankens Blässe angekränkelt durch immer tieferes Nachdenken erfahrungsgemäß stets dahin gelangt, daß der Gegner recht hat. Mit Hamlet ist man versucht gu rufen: „Schiefertafel her, ich muß mir es aufschreiben," wenn man in der an sich so außerordentlich interessanten Sammlung der osplomatischen Akten des Auswärtigen Amtes die Einleitungsworte des Herausgebers liest:
„Mag es Deutschland nützen oder nicht, mag es töricht oder weise beurteilt werden, niemand kann und wird verkennen, daß eine Regierung, daß ein Volk, das die Geheim- uisfe seiner Staatskunst schrankenlos preis« Acht, ein Vertrauen ohne Grenzen zur versöhnenden und heilenden Macht der Wahrheit hat."
Wem würde in Deutschland über solchem das Auge naß, während das politische Ausland nach einem Staunen dann sicherlich in ein befreiendes Lachen ausbrechen J^K haben diese Dinge nicht nur eine W.ergEafte Seite. Sie beweisen, daß die durch Wilson betriebene Taktik der 14 Punkte abso- °Ä- d'e deutsche Mentalität eingestellt war. Die Kriegspropaganda unserer Gegner glich einem doppelt geschliffenen Dolch, «re war gleichzeitig auf die pazifistischen Strö-
Für den praktischen Verkehr der Mächte aber stellt sich die bedenkliche Frage, wie man mit Deutschland bei dieser absoluten Indiskretion verhandeln will. Jede Geschäftsführung des wirtschaftlichen und des praktischen Lebens ist auf Diskretion gegründet. Es ist ein auch im privaten Leben zu beachtender -deutscher. Eharakteriehler, diese Kunst nicht üben zu können und, wenn die auswärtigen -Mächte das Gefühl haben, daß Deutschland jeden Augenblick aufs Neue der Versuchung unterliegen könnte, seine vertraulichen Berichte öffentlich preiszugeben, so wird man die Frage aufwerfen, ob Deutschland wirklich verband- lungsfähig ist. Interessant ist jedoch die Maß- rmhme der Sowjetregierung, welche die ge= stürzte russische Regierung dadurch moralisch zu vernichten beabsichtigte, daß sie mit umgekehrter Tendenz so verfuhr wie die deutsche Regierung jetzt. Nicht weniger interessant ist auch, daß die Mächte und Völker der Entente, die als „westliche Demokratien" seit Jahrzehnten darauf eingestellt warer^ die russische
Rücken Deutschlands geführt. Es hat immer den Glauben zu erwecken verstanden, daß es Deutschland gegenüber eine Freundschaftspolitik triebe und hat durch die verfänglichsten Erklärungen Deuffchland so völlig in Sicherheit gewiegt, daß Bethmann Hollweg bei Ausbruch des Krieges mit Recht erklären mußte, daß seine ganze Politik wie ein Kartenhaus zusammengebrochen sei. Hier ergibt sich die für England doch empfindliche Frage, ob es nicht von den Kampfregeln der internationalen Politik so weit abgewichen ist, daß dieses Vorgehen als unfair den Kredit, den Englands Politik in der Welt genießt, gefährdet oder zerstört.
In dieses Kapitel gehört auch die Nach- kriegspolitik Englands in der oberschlesischen und in der Rhein- und Ruhr-Frage. Schließlich kann eine Weltmacht wie die englische nicht gut einem gebrochenen Staat wie dem deutschen gegenüber eine Politik fortsetzen, die vielleicht bei einem geschwächten Kleinstaat insbesondere in früheren Jahrhunderten als machiavellistisch gerechtfertigt erscheinen konnte. Der Angriff auf dieses System wäre die wirklich Erfolg versprechende deutsche Propaganda. Eine Politik, die unsere Gegner als Angreifer zu erweisen von vornherein für aussichtslos er« klärt, wie der genannte Dr. Fischer wörtlich erklärt, ist nicht nur unnütz; sie dient in ihrer Auswirkung dem Gegner, denn dieser braucht diesen einen Satz als Stellungnahme eines Mitgliedes des Präsidiums der deutschen Zentralstelle zur Erforschung der Kriegsursachen nur zu veröffentlichen, um Deutschland aufs Neue tötlich zu treffen. Es war ein mittelalterlicher Glaube, daß neben dem bösen Blick auch das Wort tätlich treffen kann. Daß sich darunter doch eine tiefe Wahrheit verbirgt,
Pfânder behandeln könne, ohne am Grundsatz der Pfänder etwas zu ändern, und daß der Erfolq von Verhandlungen im hohen Maße von der loyalen Ausführung des Versailler Vertrages durch Deutsttsiand abhâge.
Paris, 12. Jan. Nach dem „Petit Parifien" ist zwischen dem Quai d'Orsay und dem Botschaftsrat v. Hoesch vereinbart worden, daß die Antwortnote Frankreichs weder m Paris noch von der deutschen Regierung veröffentlicht werden soll.
Sperrung der Pfalz.
Paris, 11. Jan. Infolge der Ermordung des Sonderbündlerführers Heinz-Orbis, hat der Delegierte der Rhemlandkommifsion, General d e M e tz folgende Verordnung erlassen:
1. Der Zutritt zur Pfalz wird allen fremden Personen verboten.
2 Alle Rheinbrücken, mit Ausnahme der Eisenbahnbrücke, sind gesperrt.
3. Die Brücke von Ludwigshafen nach Mannheim wird nur zu bestimmten Tageszeiten geöffnet, um die Ernährung der Pfalz sicherzustellen.
4. Der Verkehr ist in der Stadt Speyer von 7 Uhr abends bis 6 Uhr morgens verboten.
Ludwigshafen, 12. Jan. A l s Repreffa- l i e wegen der Speyer-Attentate ist von den Franzosen gestern eine nächtliche Ver - kehrssperre von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens verhängt worden. Der Verkehr zwi- schen Mannheim und Ludwigshafen beschränkte sich gestern aus den Eisenbahnverkehr. Die Züge konnten den ungeheuren Andrang kaum bewäl- tigen Vor dem Bahnhof Ludwighafen warteten von nachmittags bis in die späten Abendstunden Tausende auf die Möglichkeit einer Rückkehr. Eine Paßkontrolle fand nicht statt;
Politik als zaristisches Seroaltregiment zu ver-
emen, alles tun, um die Wirkung dieses russischen Vorstoßes zu vereiteln. Gerade durch
das Vorgehen der Sowjetregierung ist aber die Rechtfertigung für die Ententeregierungen immer schwieriger geworden. Sie hat sich aus den eben entwickelten Gründen auf eine vollkommen morsche Plattform begeben, deren Boden durch die russische Indiskretion zu brechen droht. Sie hat ferner seit langem das deutsche Auswärtige Amt als eine politische Giftmischerbude Eingestellt, und nun ziehen die deutschen Publizisten, um das wunderbare, von Taine in der „Geschichte der französischen Revolution" gebrauchte Beispiel anzuwenden, den Vorhang vom Tempel der deutschen Politik und staunend sieht man, daß hinter dem ^empelvorhang nichts vorhanden war. Wollte man die Tendenz der deutschen Propaganda aus ihren sachlichen Inhalt zurückführen, so wäre es Pflicht der Politik, keine zu treiben, und der Nachweis der Erfüllung dieser Pflicht die Befreiung von der Kriegsschuldluge.
Die richtige Einstellung der deutschen Politik wäre es — und ich spreche es ganz offen aus, weil ich garnicht mit der Möglichkeit rechne, daß man sich so einstellt — die Kriegschuldpropaganda angriffsweise zu führen, d. h. die Cinkreisungspolitik an den Pranger zu tellen. Das zu tun, dazu fehlt aber dem Deutschen die Rücksichtslosigkeit, vielleicht die- em auf dem Schlachtfelde so tapferen Volke der Wut. Eine solche angriffsweise Propaganda wäre zudem sehr aussichtsvoll, denn die gegnerische Politik hat sehr verwundbare Stellen. Die militärische und politische Angriffsstellung von Frankreich und Rußland ist 0 außer Zweifel, daß darüber kein Wort zu verlieren ist. Sie ist auch eigentlich nie abgeleugnet worden. Anders liegt die Sache bei England. Dieser Umstand ist vielleicht bei der Niederlage der konservativen Kriegspartei in England gerade jetzt nicht ohne Bedeutung.
in
u-ngtano geraoe jeyt nicyi oyne Bedeutung. England hat seine Politik im Vurenkriege, seine Bündnis- und Kriegspolitik mit Japan und nicht zuletzt seine Marokko-Volitik aus dem
tane Unrecht, das heute noch vergiftend weiter wirkt, geradezu ergreifend erfahren müssen Wären die Engländer und nicht wir zuerst 1914 in Belgien eingefallen, so würden sie zweifellos vor aller Welt feierlichst erklärt haben, sie feien einmarschiert, um in Erfüllunc des Neutralitätsvertrages von 1837 Belgien gegen die Möglichkeit einer deutschen Neutralitätsverletzung zu schützen und sie konnten sich dafür dann auch auf die dauernden Veröffentlichungen deutscher Militärschriftsteller berufen. Deutschland aber scheint nicht die Fähigkeit zu haben, aus seinen Fehlern zu lernen.
Uebergabe der französisch -befischen Antwo i.
Paris, 11. Jan. Der deutsche Geschâfks- kräger, Botschaftsrat v. h 0 e s ch, ist heute nachmittag 5 Ahr vom politischen Direktor des Ministeriums des Auswärtigen Peretti de la Rocca empfangen worden, da Poincarè durch die Kammersitzung über die auswärtige Politik verhindert war. Peretti de la Rocca hat dem deutschen Geschäftsträger als Antwort auf die deutsche Rote vom 24. Devmber 1923 ein Memorandum im Umfang von 14 Seiten überreicht. Dieses Memorandum geht Punkt für Punkt auf die deutschen Ausführungen vom 24. Dezember ein, um den französischen Standpunkt, der, wie man nach den Aeußerungen der presfè in den letzten Tagen annehmen konnte, im wesentlichen ablehnend ist, zu begründen. Es entstand hierauf zwischen dem deutschen Geschäftsträger und de la Rocca eine sehr ausgedehnte Unterhaltung, die sich auf alle Fragen über die Lage des besetzten Gebiets bezog. Peretti de la Rocca erklärte, die mehr technische Antwort, die die französische Regierung auf die deutsche Denkschrift erteilt habe, wolle die Frage nicht erschöpfen; sie b e d e u t e keinen Abschluß wie Poincarè bereits am 15. Dezember erklärt habe, sei die französische Regierung jederzeit bereit, deutsche Anregungen entgeaenzunehmen, und sie sackstich zu diskutieren. Die trockene Antwort, die erteilt worden sei, verpflichte daher keineswegs für die zukünftigen Verhandlungen. Die Unterredung hat 50 Minuten gedauert.
Brüssel, 11. Jan. Agence Belge. Der Minister des Aeutzern hat heute dem deutschen Geschäftsträger die Antwort der belgischen Regierung auf das Aide Memoire vom 24. Dezember übergeben. Die Antwort erklärt, die belgische Regierung sei bereit, auf den seit der Einstellung und Beendigung des passiven öfterstem es eingeschlagensn weg fortzufahren, es müßte aber daran fesigehallen werden, daß die Diskussion über einen modus vivendi nur die Modalitäten der Verwaltung der
Zu Tode mißhandelt.
Pirmasens, 12. Jan. Die Separatisten sind seit einigen Tagen dazu übergegangen, ihre Gefangenen vielfach zu mißhandeln, anscheinend nach französischem Vorbild, wovon zahlreiche Fälle, namentlich aus Mainz, bekannt sind. Eine besonders unmenschliche Behandlung widerfuhr, wie jetzt gemeldet wird, in der Nacht vom 6. auf 7. Januar einem Pirmasenser Bürger Masse, der gegen die Mißhandlung des Kriegsinvaliden Hermann S e e b a ch, der den rechten Arm verloren hat, Einspruch erhoben hatte. Er wurde von den Franzosen verhaftet und derart zugerichtet, daß er in hoffnungslosem Zu- stände in das Krankenhaus überführt werden mußte. Die Willkür der Separatisten, die wie aus diesem Falle hervorgeht, auch vor Grausamkeit gegen Wehrlose nicht zurückschreckt, wird dadurch um ein neues Beispiel vermehrt.
Freilassung der Geiseln.
Zweibrücken, 11. Jan. Die von den Separatisten verhafteten Geiseln sind sämtlich wieder freigelassen worden. Sie mußten sich schriftlich verpflichten, das Weichbild der Stadt nicht zu verlassen
Ludwigshafen, 12. Jan. Das Gebäude der neuen pfälzischen Landeszeitung wurde von den Franzosen besetzt und der Redakteur Dörf- linger verhaftet. Der Hauptschriftleiter, der ebenfalls verhaftet werden sollte, war nicht anwesend.
Prolesl der Rsrchsregierunr?.
Berlin, 11. Jan. Amtlich wird mitgeteilt: Das Reichskabinett hat die gesttige Nachmittagssitzung der Erörterung der pfälzischen Angelegenheit gewidmet. Durch die Ermordung des Separatistenanführers Heinz- Orbis ist die durch die Separatistenputsche und ihre Begünstigung durch die Besatzungsbehörden geschaffene unhaltbare Lage blitzartig beleuchtet worden. Seit Wochen ist eine wehrlose B e- oölkerung auf Gnade und Ungnade dem ungehemmten Terror einer skrupellosen' Bande a u s g e l i e f e r t, die sich als unbeschränkte Herren im Lande aufführen. Plünderungen, Vertreibungen, Freiheitsberaubungen, Raub und Erpressung sind an der Tagesord- mng. Die rechtmäßige Polizei wird durch die Besatzungsbehörden auf Schritt und Tritt gehemmt, von ihren gesetzlichen Mitteln Gebrauch zu machen. Das französische Militär, das sonst in jedem harmlosen Vorfall sofort eine Bedrohung der Sicherheit der Besatzungstruppen und der öffentlichen Ordnung erblickt, sieht nicht nur tatenlos diesem Treiben zu. sondern be-