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General- Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

EMMtMM mU Ausnahme der bann« und Feiertage. / Fernfprech-Anfchluß Nr. 1237,

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Sr. 142 Mittwoch den 2«. Juni 1923

Das Neueste.

Im preußischen Landtag wurde gestern die große politische Aussprache fortgesetzt. Der preußische Mi- Mer der Innern, Severing, hielt eine längere Rede.

Für den 1. Juli ist eine 200300pr»zentige krhöhung der Eisenbahntarife in Aussicht genommen.

Die Vertreter der Großbanken verhandelten zestern mit dem Reichskanzler über den neuen Marksturz.

Die Lohnverhandlungen mit den Staatsarbeitern zaie» zu eixet Einigung auf der Grundlage der Ver- oppelung der bisherigen Löhne geführt.

3« Hochverratsprozeß Fuchr und Genossen leantragte der Staatsanwalt gegen Fuchr lebens­längliche Zuchthausstrafe.

General Degoutte hat einige neue Lerord. Mgen erlassen, die weitere Verkehrrerschwerungen bedeuten.

Der lote Punkt.

Die Beratungen zwischen England und Frankreich sind in das Fahrwasser dilatorischer Behandlung gekommen; man hört fast nichts Behr von ihnen und unsere GÄuld wird auf »ine sehr harte Probe gestellt. Während die stanzösische Regierung im Einbruchsgebiet von tag zu Tag neue Gewaltmaßnahmen und Druckmittel in Anwendung bringtwir weisen lur auf den teuflischen Gedanken der Aushun- serungdes Ruhrgebiets hin, während dieser Zeit größter französischer Aktivität vermag man W in London nicht zu einer energischen Politik aufzuraffen. Der englische Premier­minister hat zwar am Sonntag in einer in ßfforb gehaltenen Rede erklärt,wenn die Welt

Mfgcbaut werde^ so liege dies bei Grotzbrrtannien", aber man findet trotz dieser Erkenntnis nicht die Kraft mit diesem Wieder- mifbau endlich zu beginnen, im Gegenteil, Eng- sieht untätig zu und wartet von Tag zu Tag mit einem Eingriff, während ringsumher âes in Trümmer fällt und das europäische Chaos heraufzieht. England scheut vor dem energischen Griff, den es auch im eigenen In­teresse tun müßte, zurück und verlegt sich höchstens auf ein Lavieren zwischen Frankreich und Deutschland. Wir zweifeln nicht daran, daß England ganz gern die wichtige europäische wage, d. i. die Reparationsfrage, geregelt sehen mochte, nicht etwa um unserer schönen Augen willen, sondern im eigenen wirtschaftlichen In­teresse, aber Frankreich hat in dieser Beziehung vorgebaut. Man hat dort vorausgesehen, daß "le wirtschaftlichen Interessen der Engländer eines Tages ein Abweichen von der französischen Aachkriegspolitik verlangen würde. Um dieses Verlangen unmöglich zu machen und der Absicht über die üblichen Mittel diplomatischer Ein- wirkungen hinaus einen dem Pariser Kurs zu- wioerlaufenden Weg einzuschlagen, zu begegnen, hat sich Frankreich den Hinweis auf die Größe Der französischen Luftflotte im Vergleich zu der geringen Anzahl englischer Kampfgeschwader,

erner auf die Entschlossenheit Frankreichs, eine ungeheuer großen und ungeheuer kost- plellgen militärischen Machtmittel im Falle einer ernstlichen Komplikation der Lage nicht ungenutzt in der Ecke stehen zu lassen, gesichert, bem es England im Zaum hält. Die Folge Hinweises war bisher eine sowohl London wie Paris einstimmig ab­gegebene amtliche Erklärung, daß der gestand der Entente und die ge- ®einsamen Interessen der englischen und sianzosischen Politik alle anderen Erwägungen u oe^ Hintergrund drängen müßten. Deshalb

C5t ^iange England nicht den Mut findet r^^V,.^anzLsischen Hinweis zu trotzen und den uv^s.ischenMachthabern zuzurufen: bis hierher "^E weiter, zwischen Paris und London J^er eine Einigung geben und zwar auf Prinzip, das am treffendsten in dem /uerzwort seinen Ausdruck findet:Wenn wir Y gleichen Meinung find, hast du recht, und wir verschiedener Ansicht sind, habe ich echt. Diesen Ton kann man sich in Paris weil man in Gestalt der überlegenen ^ataillone über die nötigen Argumente dazu ^sugt und England sich nicht dazu aufschwin- nnn, diesen Bataillonen zu trotzen. Daß Ugland hierzu nicht den Mut hat, ist bedauer­nd im Interesse Englands selbst, denn M Englands Stellung steht auf dem Spiel. ^ Gefahr, die England von der französischen ZVWOtte droht, scheint in ihrem vollen Umfang erkannt zu werden. Es ist anzunehmen, der Durchschnittsengländer wohl über die Mgravhie Indiens und Australiens gut Be- weiß, daß er aber die Lage des Ruhr­

gebiets kaum kennt. Die strategische Bedeutung dieses Gebiets bürgt für England die äußerste Gefahren. Das Ruhrgebiet liegt bekanntlich geographisch genau dort, wo Napoleon vor einem Jahrhundert das Großherzogtum Berg errichtete, um von dort aus Hand auf die deutsche Nordseeküste zu legen und von hier aus England zu isolieren. Die französische Politik bewegt °" heute durchaus in diesen Bahnen. Die Revoue Maritime" forderte vor einigen Wochen die Besetzung von Bremen und Hamburg. Das war eine unvorsichtige Enthüllung gewisser Pläne, die in den französischen Militärkreisen längst erwogen worden sind. Wenn nämlich Frankreich inmitten eines waffenlosen Deutsch­lands das Ruhrgebiet fest in der Hand hat, ist ihnen damit die Nordseeküste als Operations­basis für seine Flugzeuge und U-Boote sicher und die heutigen Verkehrsmittel würden es ge­statten, im Laufe weniger Stunden unangreif­bare Stützpunkte zwischen den friesischen Inseln einzurichten. Wir sind es nicht, die davon be-^ droht werden, aber England, das die Gefahr nicht zu erkennen scheint, denn sonst würde es, wenn auch nicht der französischen Militärmacht, so doch der Stoßkraft der hinter ihr stehenden politischen Ziele Einhalt gebieten.

Wie steht nun die Sache für uns? Soweit sich bis heute übersetzen läßt, scheint man in England nicht den Mut aufzubringen, den oben erwähnten Einhalt zu gebieten. Die englische Presse hat zwar versucht, den französischen Politikern mit einer historischen Lektion Ver­nunft beizubringen und Poincare vor einem Unternehmen zu warnen, an dem bereits sein großer Vorgänger Napoleon I. gescheitert ist, aber das alles sind nur leere Worte, wenn die Tat nicht folgt. Und fo besteht auch wenig Aus- sicht, daß die Franzosen sich dadurch zu einem größeren Entgegenkommen g< nglijchen Wünsche bestimmen lasten werden. Nach der üblichen Methode hat Poincare inzwischen eine Reihe von Vorbedingungen für eine inter­alliierte Besprechung aufgestellt, und unter die­sen sollen sich naturgemäß mehrere befinden, die nur zu dem Zwecke aufgestellt worden sind, um im geeigneten Moment etwas zu haben, was man wieder zurücknehmen kann. Man kann überzeugt sein, daß unter diesen Austausch­objekten sich bestimmt keine prinzipiellen Fragen befinden werden. Dagegen hält Poincarè daran fest, daß Deutschland erst den passiven Widerstand aufgeben soll, ehe man mit ihm ver­handeln könne. In Paris ist man davon über­zeugt, daß die Aufgabe des passiven Widerstan­des ein Seitenstück zur Kapitulation von 1918 bildet, indem das Reich dadurch seine letzte Waffe, die ihm noch verblieben ist, und mit der es in der Abwehr wenigstens erfolgreich kämp­fen konnte, die wirtschaftliche, für immer aus den Händen gibt. Dann erst wäre Deutschlands Niederlage vollkommen, Frankreichs Sieg vollkommen, Frankreichs Triumph endgültig. Auf die englische Frage hin, was Frankreich unter der Einstellung des passiven Widerstandes im Ruhrgebiet verstehe, soll, wie wir gestern meldeten, Poincare erwidert haben, daß die deutsche Regierung eine Proklamation ver­öffentlichen müsse, durch die den deutschen Be­amten aufgetragen werde, ihre Opposition ge­gen das Walten der Franzosen einzustellen und mit diesen zusammenzuarbeiten.

Wie unter diesen Umständen auf dem Ver­handlungswege weiter zu kommen ist, scheint heute dunkler als je zu sein. In dieser Unge­wißheit gibt es nur einen sicheren Ausblick: Deutschland kann und wird auf die Poincaresche Forderung zu kapitulieren nicht eingehen. Wer ich unterwirft, unterhandelt nicht. Die Gleich- etzung dieser Begriffe war allein der Spiß- indigkeit einerPolitik der Panik" mit Wilson zu reden vorbehalten. Auf ihr be­ruht die Behauptung von Friedensverhandlun­gen in Versailles. Die Spuren schrecken. Deutsch­land aber will unterhandeln und kann gar nichts anderes wollen, aber nur als Gleich und Gleich am Tisch. Das allein ist der Weg zur Freiheit des deutschen Volkes, zur Freiheit also auch der so hart bedrängten und so schwer leidenden Volksgenossen in den besetzten Gebieten, für die und durch die in erster Linie der Abwehrkampf geführt wird. Ungebeugter Widerstand wie bisher das muß die Parole bleiben solange Poincarè seine Forderungen auf Kapitulation aufrecht erhält und England ihm politisch die Hände ferner freigibt. Das deutsche Volk darf die einfachste Regel nicht außer acht lassen: Je wehrfähiger und wehrwilliger man am Ve^ Handlungstisch erscheint, desto bessere Aus­sichten! Mit dem, der sich nicht wehren will, geht es nach dem Bibelwort: das Aas fressen die Geier, R. H.

Eine Zusammenkunft Baldwin- Pvinear« wahrscheinlich.

London, 19. Juni. Die Londoner Blätter be­trachten die Lage jetzt ausschließlich unter dem Gesichtspunkt des französisch-englischen Inter­esses; von Deutschland ist sehr im Gegensatz zu der Periode, die der Uebersendung der deutschen Vorschläge voranging, fast überhaupt keine Rede mehr. Die wachsenden Schwierigkeiten des Reiches finden in der Regierungspresse kein Wort der Erwähnung. Die ganze Angelegenheit erscheint unter dem Londoner Gesichtspunkt als ein langwieriger Versuch, auf der Grundlage der Reparationsfrage eine allgemeine Verstän­digung über die gesamte politische Lage zu er­möglichen.

Im Augenblick zeigt man sich auf englischer Seite wieder ziemlich skeptisch, weil von jetzt an feststeht, daß die französische Antwort auf die englischen Fragen nicht den geringsten Fort­schritt im englischen Sinne bringen werden. Wahrscheinlich wird Baldwin oder Lord Curzon nach Empfang der französischen Ant­wort nach Paris fahren, um dort die Verhand­lungen mündlich fortzusetzen. Die Regierungs­blätter vermeiden sorgfältig jedes scharfe Wort gegen Frankreich und betonen die freundschaft­liche Atmosvhäre, in der sich die Verhandlungen abspielen. Natürlich fehlt es auch nicht an Ver­suchen, um auf die französische Oeffentlichkeit einen Druck auszuüben. So sagt der Leitartikel derTime s", daß der wachsende Wunsch nach Verständigung aus beiden Seiten des Kanals ein sehr ermutigendes Zeichen sei, aber es sei noch nicht naturnotwendig, daß eine solche Ver­ständigung auch tatsächlich zustandekommen werde. Auch derD a i l n T e l e g r a p tz" warnt vor übertriebenem Optimismus. Es werde MM nur überaus MMMig fein, sich über die zivile und wirtschaftliche Verwaltung zu ver­ständigen, die die Franzosen einführen wollen, sobald der passive Widerstand aufgehoben und die Besatzung unsichtbar gemacht werden solle, insbesondere sei gegen das vorgeschlagene Eisenbahnregime auf englischer Seite ernsthafter Widerstand zu bemerken. Weiterhin bestünden auch Schwierigkeiten in finanziellen Fragen, so in bezug auf die französischen Mindestansprüche auf die Reparationen sowie in bezug auf die französische Forderung, gewisse deutsche Staats­einkünfte während der Dauer des Moratoriums einzuziehen.

Das englische Kabinett tritt heute Mittwoch zusammen, um sich mit der Revarationsfrage zu beschäftigen. Man hofft, daß ihm bis dahin die Antwort der französischen und belgischen Regierung über die Bedingungen zur Ein­stellung des passiven Widerstandes bekannt sein werden.

Akstvilal Amerikas?

London, 19. Juni. DerExchange Telegraph* meldet aus Washington, daß der amerikanische Bot­schafter in London, Harvey, der seinen Posten im Monat Juli wieder «ntreten soll, beauftragt worden sei, in persönlicher, «ber nicht offizieller Eigenschaft mit der englischen Regierung znsammenznarbciten, um ihr bei der Lösung des Reparationsproblem» behilflich zu sein.

Insgesamt 5764 Eisenbahner vertrieben.

In der Zeit vom 10. Januar bis 2. Juni sind insgesamt 5764 Eisenbahner au» ihren Wohnungen vertrieben worden. Davon wurden 4558 aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen. Die Zahl der von der Verdrängung betroffenen Angehörigen beträgt 17837. Die Zahl der von der Auswei ung betroffenen Angehörigen beträgt 11151. Verhaftet wurden insgesamt 564 und vom Kriegsgericht verurteilt 105 Eisenbahner.

Ludwigshafen, 19. Juni. Heute sind hier acht Eisenbahner nebst Frauen und 10 Kindern ausgewiesen worden.

Frankfurt a. M., 19. Juni. Im Gebiete von Ober- und Niederlahnstein sind heute 21 Eisenbahnbedienstete, der größte Teil mit ihren Familien, ausgewiesen worden. Die Leute dursten nur Kleider und Leibwäsche mitnehmen. In Worms und Umgebung sind 68 Bedienstete und aus Bingerbrück 148 Eisenbahner ausgewiesen worden ; morgen werden aus Bingerbrück wahrscheinlich noch weitere 150 erwartet. Bingerbrück soll dann von deutschen Eisenbahnern vollständig entblößt sein.

Kehl, 20. Juni. Hier sind nen-rdingS 45 Eisen- bahnbcamte und Eisenbahnarbeiter ausgewiesen worden, die bis heute mittag das besetzte Gebiet verlassen haben müssen. Die Familien müssen inncrbal» vier Tagen

folgen. Nur drei von ihnen dürfen das Mobiliar mitnehmen.

Münster, 20. Juni. Die deutschen Eisenbahner in Gelsenkirchen sind, soweit sie sich überhaupt noch im Dienst befinden, der größten Willkür der Besatzungr- truppen unterworfen. So wurde gestern das goto« motiv- und Zugpersonal, daS von Gelsenkirchen-Bis­marck nach Buer fahren wollte, um einen Kindertrans­port abzuholen, von belgischen Eisenbahnern mit vor- gehaltenem Revolver gezwungen, den Bahnkörper zu verlassen. Nach Rückkehr deS Personals nach Bis­mark wurde es einem zweistündigem Verhör unter- worfen. In Gelsenkirchen-Schalke wurden sechs Lokomotiven beschlagnahmt. In Langendreer ver­hafteten die Franzosen 40 Eisenbahner von der Straße weg, die 11 mit ihren Familien ausgewiesenen Kollegen beim Umzug Hilfe leisteten. Aus einer Uebersicht über die bis 17. Juni besetzten Zechen des Ruhrgebiets ergibt sich, daß von dm bis zu dem genannten Tage besetzten 55 Schachtgnlagen 9 wieder geräumt worden sind.

Serrat am Widerstand der tapferen Eisenbahner.

Frankfurt a. M., 19. Juni. Von gut unter­richteter Seite wird uns mitgeteilt, daß in den Ge­meinden der Kreise Bittburg und Daun (Direktion?» bezirk Trier) das Zusammenarbeiten der Gemeinde« mit der französisch-belgischen Eisenbahnregie zunimmt. Stellenweise versehen GemeinderatSmitglieder Strecken­wärter- und Schrankendienste. Auch aus dem DirektionS- bezirk Mainz wird gemeldet, daß die Bewachung der Bahnübergänge unter Beteiligung der deutschen Bürger­meisterämter erfolgt, und das trotz der Widerstände deS I Eisenbahnpersonals und der entgegengesetzten Auord- weiter betont zu werden, daß ein solches Vorgehen dem deutschen Widerstand den schärfsten Abbruch tut. Haupt­sächlich auf der Strecke BingerbrückKoblenz sollen die Gemeinden zu diesem Zwecke fast durchweg Arbeitslose angestcllt haben.

Eine frevelhafte Mordtat.

Trier, 19. Juni. Eine frevelhafte Mordtat wird aus Beurig an der Saar gemeldet: Am 8. Juni ging der Zugabfertiger Nik. Weber auf dem Fußwege am Bahndamm nach Hause. Vox dem marokkanischen Posten wurde er gezwungen, an der gcgenübcrliegcn. den Böschung hinaufzusteigen, worauf der Poften fünf Schüsse auf ihn abgab, von denen drei trafen. Erst nach einigen Stunden ließ ihn ein französischer Unter­offizier nach Hause bringen. Weber erlangte noch­mal vorübergehend das Bewußtsein, wobei er die An­gaben machen konnte und starb drei Tage später. Der Posten behauptet, daß er von Weber angegriffen worden sei, was aber nicht glaubwürdig ist, da weder oer Posten eine Verletzung anfwcist, noch bei dem Erschossenen irgend eine Waffe gefunden wurde.

Vertreter der Banken beim Kanzler.

Eine neue Stützungsaktion der Reichsbank.

Bertin, 19. 3unL Der Reichskanzler hatte vormittags eingehende Besprechungen mit den maßgebenden Vertretrn der Banken über die durch den neuen Marksturz geschaffene Lage. Math dem bisherigen Verlauf der Verhandlun­gen dürste, derZeit" zufolge, die Börse allen Anlaß zur Borficht haben. Das Ziel der Bespre­chungen, dessen Erreichung mit Sicherheit an­genommen wird, besteht in durchgreifenden, wirksamen Maßregeln zur Beeinflussung der Devisenentwicklung. In dem mittags eingetre- tenem Rückschlag der Devisenkurse scheint bereits das Reagieren der Baissespekulation auf die in Aussicht stehenden Maswabmen zum Ausdruck zu kommen. Die das Blatt betont, sollen die bevorstehenden Maßnahmen diesmal nicht ge­eignet sein, dec Spekulation das Laufen auf Vorrat ratsam erscheinen zu lassen.

DemVorwärts" zufolge soll die Ursache des augenblicklichen Rückganges dec Devisen­kurse eine neue Stützungsaktion der Reichsbank sein.

Nach einer weiteren Meldung ergaben Me oben angedeuleken Besprechungen die völlige Uebereinstimmung aller Beteiligten, daß dir gegenwärtige Markkurs unter das wirtschaft - ich und politisch berechtigte Mast herabgedrüch st. Rach dem bisherigen Verlauf ist zu erwar- en, daß die Besprechungen alsbald zn einem günstigen Abschluß gebracht werden können. Die Besprechungen werden Heuke forkgesehk.

Dollar (10 Uhr oorm.) 120 000