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General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan «

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Nr. 134

Montag den 11. Juni

1923

Sine Reichskanzlerrede in Münster

Feftbleiben für Rhein und Ruhr, für Saar und Mosel. Alles für Deutschland!

Am Samstag abend fand zu Ehren des Reichsverbandes der Deutschen Presse ein Empfangsabend statt, der von der Stadt Mün­ster im Saale des historischen alten Rathauses veranstaltet war. An diesem-Empfangsabend nahmen auch der Reichskanzler und der Reichsarbeitsminister Brauns teil. Nach den Begrüßungsansprachen nahm der Reichskanzler das Wort zu folgender Ansprache:

Sehr geehrte Damen und Herren! Gerne »mutze ich die Gelegenheit, mit Ihnen zusam­menzukommen und Sie bei Ihrer Tagung zu begrüßen, die, wie Ihr Herr Vorsitzender sagte, nicht die Zufälligkeit, sondern tiefen Sinn hier­her nach M ü n st e r legte, in die Hauptstadt des Westfalenlandes, dessen Stärke und Trutz unser Trost und Schutz ist, in die Stadt nächst dem Schauplatz stummen Ringens zwischen Recht und Gewalt, in die Stadt, in der nieder­deutsches Volkstum und christliche Kultur sich zu einem unvergänglichen Einklang vereinen, in die Stadt, deren Namen mit dem Westfäli­schen Frieden verknüpft ist und daran erinnert, wie schon vor dem Verträge von Versailles Deutschland einmal aufs tiefste gebeugt und zerrissen war, die gleichzeitig aber uns zeigt, durch welche Kräfte das deutsche Volk sich seinen nnlen Ausstieg bahnte. Ihre Tagung beschäftigt sich vorab mit inneren Angelegenheiten Ihres Standes, mit Angelegenheiten, die für die Na­tion wichtig sind nicht allein, weil das G e - W^m^ beigen der Teile, sondern auch deshalb, weil die Sorgen und Anliegen Ihres Standes ein besonders bedeutsames Abbild geben von den moralischen und wirtschaftlichen Kräften und Schicksalen unseres Volkes.

Eine schwere Wirtschaftssorge liegt über unserem Volke und verhältnismäßig in besonderem Ausmaße über der Mehrzahl derjenigen in ihm, die qualifizierte Arbeit, sei es körperliche, sei es geistige, verrichten. Das trifft aus die große Mehrzahl Ihres Berufes zu, mit Ausnahme weniger, denen ein glückliches (3e=

oder besondere Kraft des Geistes und des ââns vielleicht ein günstigeres Los bereitet

- r ^"^^ als Volk bereit sein, die wirt- Hastliche Beengtheit auf uns zu nehmen und

.'ft für ein sittlich reifes Volk nicht das Mrmmste. An dem Punkt aber wird deut- icher Wirtschaft der Druck zum Unheil, wo er h geistige Freiheit und Entfaltung beengt, und scheint es mir eine besonders wichtige Auf- gabe und Sorge zu sein, daß unsere Presse auch M Zukunft ein wahres Abbild der -oolksmeinung und Volks stim- w u n g sei und zugleich der Ausdruck verschie-

Geistesrichtungen, des wirtschaftlichen, WtiMen, kulturellen und religiösen Sinnes daß sie bei aller verständigen Beachtung es wirtschaftlich Notwendigen und Zweck- - letzten Endes ihren Beruf und Dienst g. Astigen behalte und im Geistigen und l/P1 ichen unserem Volke ein Führer n und immer mehr werde. Deshalb ist die n a b h ä n g i g k e i t der Presse ein so hohes tar o Unabhängigkeit, deren Wesen nicht in fi+mi^^figfeit liegt, sondern gerade in der m nGebundenheit und eigenen V e r a n t - nr ?'un& eine Unabhängigkeit, die ist, nicht nur gegenüber dem Aul« rm^ seinem stärkeren Rechte und dem

Ef Beachtung staatlicher Notwendig- Aestlr ârn auch gegenüber den Kräften und del! Zungen des Wirtschaftslebens. Darin han- 65 W meine Damen und Herren, um An- finh i i en' dw nicht Ihnen allein wichtig Ei/ ^ auch uns um des Staates willen, eia °13" sind gewohnt, tagtäglich nicht von JLTn sorgen zu sprechen, sondern den Nöten Anliegen der Bevölkerung Wort und tf. 5" verleihen. Und so wird es auch in binne sein, wenn ich heute in Ihrem d e ii t ^er gemeinsamen Not des bij 1 n Nöltes und insbesondere des Ltiten Gebietes spreche.

"^gestern haben wir den Mächten

n( unser Memorandum ^ ?^°nzung zur Note vom 2. Mai übergeben, her die Spannung und Ungeduld, mit ein .^â)rtt erwartet worden ist. Er ist aturlid)er Schritt auf dem Weg, den die

Regiernug von Anfang an gegangen ist. Die Lösung der Reparationsprobleme um jeden mit der deutschen Staatsfreiheit und der deutschen Wirtschaftskraft zu vereinbarenden Preis ist das Ziel und die Aussprache in offenen, ehrlichen und gleichberechtigten Verhandlungen ist der Weg, den die Regierung sich vorgezeichnet hat. Nichts ist unterlassen worden, was der Lösung dieser Aufgabe dienen könnte. Es gilt alles einzusetzen, um für Rhein und Ruhr die

Wiederherstellung des Rechtszustandes

zu erreichen. Es gilt alles zu tun, um die furchtbaren Leiden zu lindern, die alle Schichten der Bevölkerung im besetzten Gebiet tragen. Die Aufgabe ließ uns die Bemühungen um die Lösung der ReParatiobsfrage ver­doppeln. Lange ist die deutsche Regierung auf Ablehnung gestoßen, bis Lord Curzons Rat­schläge ihr eine neue Möglichkeit gaben, die Note vom 2. Mai absenden zu können. Gegenüber den von Frankreich erhobenen Einwänden gegen diesen Schritt führte der Reichskanzler besonders die Tatsache an, daß der Vorschlag der Einsetzung einer internationalen Kommissionvonder Reparations­kommission selbst seinerzeit ausge­gangen sei. Die englische und die italienische Antwort erörterten eine Möglichkeit zur Fort­setzung des Meinungsaustausches. Seitdem ist alles geschehen, um die politische Lage im Aus- ii^Ä

versteht, wird den jetzt erfolgten neuen Schritt als den Beweis des ernsten Willens Deutschlands bewerten, seine Verpflich­tungen zu erfüllen. Man kann infolge der durch den Ruhreinmarsch hervorgerufenen fortschrei­tenden Schwächung der deutschen Finanz- und Wirtschaftskraft zu keiner anderen zahlen­mäßigen Selbsteinschätzung der deutschen Lei­stungsfähigkeit gelangen.

' Zur Frage der

taksächlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands übergehend, erklärte der Kanzler, diese werde im Auslande weit überschätzt, was die Gegner selbst dadurch anerkennten, daß sie den Gedan­ken einer größeren Anleihe für Deutschland aufgegeben hätten. Nun soll eine internatio­nale unparteiische Instanz über die wahre Leistungsfähigkeit Deutschlands entscheiden. Deutschland will sodann seine Reparationsver­pflichtungen bis zur Grenze der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten erfüllen, und es wird seine volle Tatkraft dieser Aufgabe zuwenden. In den neuen Garantien ist an die Grenze des Möglichen gegangen worden in der Zuver- icht, daß, wenn ein Plan über die Reparations­chuld Deutschlands vorliegt, das deutsche Volk )ereit sein wird, aus Besitz, Arbeit und Einkommen die größten Opfer zu bringen für die Freiheit und Wohlfahrt der künftigen Generation. Der Staat wird die ganze Kraft der Staatsgewalt geltend machen, daß die Wirtschaftskrise diese Garantien geben müssen. Dieser Gedanke der Garantien ist vom Staat in die Wirtschaft getragen wor­den. Wie diese Garantien aufzubringen und wie weit sie auszudehnen sind und wie die Lasten verteilt werden, wird der S t a a t zu be­stimmen haben; aber es ist wertvoll, daß bei dem deutschen Angebot auch das freiwillige An­erbieten deutscher Wirtschaftskreise Erwähnung finden kann, weil das Ausland vielfach der deutschen Regierung einen Einfluß auf die Wirt­schaft abgesprochen hat. Wie verkannt unsere Reparationslieferungen bis jetzt wurden, be­weist die Tatsache, daß wir bis Ende 1922 für rund 42% Milliarden Goldmark Barzahlungen geleistet haben; unter Hinzurechnung weiterer Leistungen aus dem Ausgleichsverfahren be­laufen sich die Bezahlungen auf 54 Mil­liarden.

Auf die augenblickliche Lage im Ruhr­gebiet übergehend, erinnerte der Kanzler zu­nächst an die Tatsache, daß, a b g e s ech e n von den zahllosen Opfern richter­licher Willkür, mehr als 50 Deutsche unmittelbar durch die Hände der Besatzungs­mächte das Leben verloren haben und fünfzigtausend deutsche Beamte, Ange­stellte, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Private aller Berufe, Männer, Frauen und Kinder, seit

dem 11. Sannas Hausund Heimat ver­lass e n mußten. Volk und Regierung fühlen sich ihnen allen von ganzer Seele zu Dank schul­dig und werden alles tun, um ihr Los zu lindern.

Wir wollen, so fuhr der Kanzler fort, denFriedenund sindunserenwest- lichenNachbarngegenüberzujeder wie immer gearteten Friedens­sicherheit auf dem Boden der Ge­genseitigkeit bereit. Aber das erkläre ich öffentlich und feierlich:

Es gibt keinen Preis, für den uns die deutschen Lande an Rhein und Ruhr, an Saar und Mosel feil wären; keinen Preis, um den wir das Recht des Reiches und der anderen Staaten in diesen deutschen Landen mindern ließen!

In dieser Erklärung weiß ich mich eins mit allen politischen Parteien und Schichten des deutschen Volkes, eins mit der preußi­schen Regierung und mit der Volks­vertretung, eins mit allen anderen Ländern des Reiches. Und aus dieser großen tiefen Einigkeit schöpfe ich das Recht zu der Mahnung, wachsamundbesonnen zu bleiben, besonders hinsichtlich der verworrenen wirtschaftlichen Lage und der schweren Not.

Nachdem der Kanzler noch auf die Gefahr des Nichtverstehens großer Schichten des deut­schen Volkes untereinander hingewiesen und an das soziale Verständnis der Unternehmer­schaft appelliert hatte, schloß er mit den Worten: Heute ist es aller Deutschen Pflicht, für Rhein und Ruhr, für Saar und Mosel fest zubleiben und die Treue zu bewahren und aller­er sie Pflicht, gute Deutsche zu sein! (Lebhafter Beifall.)

Nach der Rede des Reichskanzlers fangen die MBW' M PMMs eine unübersehbare Menschenmenge angesam­melt, die in brausende Hochrufe ausbrach, als der Reichskanzler auf den Sentenzbogen des alten Stadthauses trat. Hier hielt der Kanzler folgende kurze Ansprache an all die Tausende:

Deutsche Männer und Frauen Westfalens'. Ich d a n k e Ihnen für die Kundgebung, die Sie mir und der Reichsregierung heute dargebrach haben. Sie wissen, wie gerne ich in Ihrem Kreise in Münster weile. Ich habe heute aus den Aussprachen mit allen Teilen der Bevölke­rung ersehen können, wie treu Westfalen zum Reich steht. (Stürmisches Bravo.) Ich weiß, daß die Westfalen, die jetzt an der Ruhr kämpfen, das Reich niemals im Stich lassen werden. (Erneutes stürmisches Bravo.) Ich bitte Sie, weiter mit Vertrauen den Arbeiten der Regierung zu folgen und zugleich jedes Opfer an Geld und Gut den kämpfenden Schwestern und Brüdern zu geben, damit wir wieder frei werden.

Die Enkenlediyiomatte an der Arbett.

Paris, 10. Juni. Havas teilt mit, der Meinungsaustausch über die neuen deutschen Vorschläge zwischen Paris und Brüssel sei im Laufe des gestrigen Tages eifrig fortgesetzt worden. Das Einvernehmen der beiden Regierungen sei schon sichergestellt. Was die Beantwortung des deutschen Memo­randums anlange, scheine man in Belgien wie in Frankreich eine Kolle ktioantwort zu wünschen, in der in kurzer Form eine Ablehnung, begründet durch die Tatsache, daß Deutschland nicht die Einstellung de» passiven Widerstandes an der Ruhr ankündige, formuliert würde. Der diplomatische Redakteur der Havas- agentnr glaubt zu wissen, daß Poimarâ ogiziell dem Foreign Office mitgeteilt habe, daß Frankreich gern eine gemeinsame Antwort der Alliierten auf die deutsche Note mit unterzeichnen würde, wenn diese sich darauf beschränke, von Deutschland die Einstellung der gegen den Friedensvertrag gerichteten Politik zu verlangen und daß nach 'Erfüllung dieser Bedingung durch Deutschland Frankreich bereit sei, mit den Alliierten eine allgemeine Regelung der Neparationsfrage auf der Grundlage des französischen Memorandums vom 2.1. zu treffen. Die Bedeutung dieses Schrittes sei nicht zu übersehen. Er biete den Engländern die Möglichkeit, die Einheit der alliierten Front wieder herzustellen, wie sie vor der Besetzung des Ruhrgebiet» bestanden hübe. , Die Darstellung wird bestätigt vomPetit Parisien" undEcho de Paris". Das letzteBlattrekapituliert den Inhalt des französischen Memorandums vom 2. Januar wie folgt: Herabsetzung der deutschen Schulden auf 50 Milliarden Goldmark, vorausgesetzt, daß gleichzeitig sämtliche inter­alliierten Schulden kompensiert würden, un t

Erhebung verschiedener Einnahmen in den besetzten Gebieten, die jährlich eine MMarde Goldmark ergeben würden, bis Deutschland seine normalen Zahlungen wieder aufnehme. Das Echo dy Paris" sagt zum Schluß: selbstver­ständlich wäre die A u f r e ch t e r h al t u n g der gegenwärtigen Besetzung bis zu, völligen Bezah lung der deutschen Schuld gerechtfertigt.

Paris, 10. Juni. DerMalin" glaubt die Absichten der englischen Regierung wie folgt zu kennzeichnen; Curzon würde Frankreich die moralische Unterstützung Englands in Aussicht stellen, um die Einstellung des passiven Widerstandes zu erreichen, ohne jedoch der Besetzung des Ruhrgebiets offiziell zuzu. stimmen. Diese wertvolle Unterstützung würd« Frankreich unter der Bedingung gewährt wer. den, daß es sich zur Teilnahme an einer Kon­ferenz bereit erkläre, auf der die Reparation»- frage zuerst unter den Alliierten und dann auch mit Deutschland, und zwar auf der Erundlag« der Vorschläge Mac Kennas, zu erörtern wäre. Französischerseit», fährt derMatin" fort, »ev lange man von England nicht, daß e» die Be­setzung des Ruhrgebiets als einen großen Er­folg anerkenne. Die französischen Minister wünschten nur die englischen und italienischen Kollegen wieder an ihrer Seite zu sehen. Was aber Frankreich nicht zulassen werde, sei, daß England, wenn es in den Rat der Alliierten zurückkehre, sich selbst zum Schiedsrichter auf­werfe und gewissermaßen die Kämpfenden tren­nen und Recht und Unrecht verteilen wolle.

DieAufgabedespassivenWtderslau-es einekindische Politik^.

London, 10. 3uni. Die wichtigsten Sonn« tagsbiätter,Observer" und Sunday Times".

Ä frage eingenommene passive Haltung aufgeben und das deutsche Memoran­dum zum Ausgangspunkt einer end­gültigen Regelung machen müsse. Der diplomatische Berichterstatter des0b- server" schreibt, die erste wirklich bedeutsame Kabinettssitzung der Regierung Baldwin werde morgen vormittag stattfinden. Die Politik der britischen Regierung gegenüber Frankreich und dem deutschen Reparationsangebot werde er­wogen werden. Baldwin sehe sich schon dem anscheinend unüberwindlichen Hindernis gegen­über, das durch die Politik der französischen Regierung jeder Regelung der Reparationen in den Weg gestellt werde. Der Premierminister erkenne, wie verlautet, jetzt, daß, solange die augenblickliche Stimmuna und augenblickliche Methode Frankreichs fortdauere, eine Einigung vollkommen unmöglich sein werde, und daß die Frage, auf die es für Europa aukomme, weit bedeutsamer sei als die Frage der fran- zöfisch-englischen Freundschaft. Ueber das deutsche Angebot selbst sei die Ansicht der Re­gierung etwa die, daß der jetzt von Deutschland in Annuitäten angebotene Betrag möglicher­weise Deutschlands unmittelbare Zahlungs­fähigkeit darstelle, jedoch nickt seine spätere Zahlungsfähigkeit. Dies sei jetzt jedoch nicht dke dringendste Frage. Wichtiger sei das Angebot der deutschen Regierung, alle nötigen Infor­mationen über die Zahlungsfähigkeit Deutsch­lands zur Verfügung zu stellen. Dies fei nach britischer Ansicht ein Angebot, das zu einer Regelung führen könne. Es werde in London im übrigen als eine kiu- difchePolitik angesehen, daß 12 Millionen Ruhreinwohner, die bereits im Widerstand galvanisiert" worden seien, der so fest sei, daß keine Gewalt ihn überwinden könne, auf Pola- cares Geheiß kapitulieren würden. Auf jeden Fall könne keine deutsche Regierung dieSapitulation dieser 12 Millio- nen Einwohner versprechen. See Berichterstatter erklärt, die Ansicht französischer Politiker, daß der Ruin Deutschlands die Sicher­heit Frankreichs bedeute, sei für England eine unmögliche Doktrin. Wenn Poincarè oder seines Nachfolgers Politik unverändert bleibe, so sei es sicher, daß die britische Polit.ik in Europa vollkommen neu organi­siert werden müsse.

ÄvNein aus freiem Futz.

Paris, 10. Juni. Der kommunistische deutsch» ReichstagSabgeordnete Höllein ist nach dem »Echo de ttorts* gestern abend in Freiheit gesetzt worden. Er wurde an die deutsSe Äreuze geschafft.

Dollar iijf^r garmJ 81090 '