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I U. 94
Wonlag den 23. April
1923
WU WM MW M I. MM ! I Paris, 23. April. Poincar« hielt am gestri- gefallen, die diese Zahl inzwischen genann K I M Sonntag in der Gemeinde V o i d im hätten. Aber selbst, wenn man zugeben wollte
Masdepartement anläßlich der Enthüllung eines Kriegerdenkmals eine Rede, in der er
Ä 111.1 sagte:
I I Deutschland sucht heute die weit zurück- u I liegenden unmittelbaren Ursachen der Kata- r I strophe, in die es die Welt gestürzt hat, ver- geffen zu machen. Wenn man es hört, sollen
I die Nationen, die sich verbündet haben, um I seinem teuflischen Beherrschungsplan (!) Wider- I simd zu leisten, einen Verleumdeten und Un- I schuldigen vor sich gehabt haben. Deutschland I bemüht sich ferner, nicht etwa durch Reue, son- dem durch Lüge die Erinnerung an die Ge- I Maten zu verwischen, die es im Laufe der I Feindseligkeiten begangen hat. Wenn die Fran- I zosen im Ruhrgebiet angegriffen werden und, . sich zu verteidigen,won der Waffe Gebrauch 31 I machen müssen, sofort entstellt die deutsche I Propaganda die Tatsachen und schreibt per- PI siderweise unseren Truppen Attentate zu, die “ I gegen sie begangen wurden. Man hofft offen- I sichtlich, durch derartige Fabeln hinter einem »dichten Vorhang das Bild der Greueltaten zu leerbergen, deren sich Deutschland schuldig ge-
I macht hat. Aber in diesem Teil des Maas- I Departements wissen wir, was sich ereignet hat. I Wir erinnern uns der Brandstiftungen und W »Morde (!), der summarischen Hinrichtungen »m Greisen, Frauen und Kindern. Da das $ I Rutsche Reich jetzt Mißbauch mit der Leicht- . Ißubigkeit gewisser Völker treibt, sind wir hier, Ä I ■ es zu demaskieren. Wenn ein Mitglied der " I fischen Regierung den traurigen Mut (!) K die deutsche Bevölkerung als das unglück- I Ne Opfer, wie es sich ausdrückt, des franzö- l!>!chen Militarismus hinzustellen, dann genügt zu zeigen, was derartige Redensarten lächerliches und Odioses an sich haben, wenn An daran erinnert, was die Kommunen des » Aasdepartements in den Monaten August I Ad September 1914 ausgestanden haben. Als »vir in das Ruhrgebiet einmarschierten, 1 das Pfand für eine Forderung zu nehmen, 8b I Deren, sich Deutschland entledigen wollte, ereil I Denen wir nicht in feindlicher Absicht oder mit I drohenden Gebärden.. Wir hätten gewünscht, 6t I wir sagten es, uns an Ort und Stelle mit - I Industriellen und Arbeitern zu verständi- I I damit die Kohlengruben unter der Kon- - I der Alliierten zum Nutzen der Repa- fronen ausgebeutet werden könnten. Aber I "le Order, die die deutsche Regierung ausge- I pn hat, ist überall der organisierte Wider- I und der systematische Streik der Beam- I die uns zwangen, der Operation einen ausgesprocheneren militärischen Charakter zu geben
I »d Deutschland gegenüber eine Serie von I/uckmitteln anzuwenden, um es zum I I des Friedensvertrages von Versailles " I Ausführung der Verpflichtungen, die ° vernommen hat, zu zwingen. Am 14. 3a« I ^bändigten uns die Industriellen des I ^brgebiets davon, daß die deutsche Regierung I ^ aufgefordert habe, keine Reparationskohlen I u 3U liefern. Am 26. Januar stellte die Re- I ^wnskommission, deren Rechtsbefugnisse I deg Mand feierlichst anerkannt hat, zu Lasten I Reiches die allgemeine Verfehlung aller I .Verpflichtungen fest. Wir waren also I j den Vertrag selbst berechtigt, alle Sank-
I 8u ergreifen, die wir als notwendig er« I r ; ^ue daß die deutsche Regierung dies I D-M^dselige Haltung auffassen kann. Wenn I Maland alle diese Wahrheiten angeblich I derst>>^en will, dann betrachtet es eben mie« I Wln^aI diplomatische Akte als einen „Fetzen I • Es beleidigt die Intelligenz anderer I geu.n^ es bildet sich ein (!), wenn es fort« I es p die augenfälligsten Ereignisse fälscht, daß I Geister verwirren werde. Darauf kann I W rechnen.
I hWt>incaré sagte weiter, der deutsche Außen- I lu , habe behauptet, man sei ohne ernst- I Ursache ins Ruhrgeoiet ein« schiert und hätte im Januar
I Oh ein Angebot von 30 Milliarden
I - Alliierten zurückgewiesen. Dieses An- I ^^nachträglich erfunden und niemals er« I lierhp ^nn man heute die Ziffer von 30 Mil- I " nusspreche, so geschehe das zweifels- I ' am den deutschen Sozialdemokraten au
I*
genannt
wollte,
daß Rosenberg die Wahrheit sagte, würde sich
daraus ergeben, daß, nachdem Deutschland sich im Mai 1921 formell als Schuldner von 132 Milliarden Goldmark bekannt und dadurch er« zielte, daß das Ruhrgebiet nicht besetzt wurde, es nunmehr im Januar 1923 den Alliierten weniger als ein Viertel der versprochenen Summe anbiete, damit ihm ein Moratorium von drei oder vier Jahren ohne Pfand und Garantien bewilligt würde. Wie hätte man so verrückt sein können, Deutschland dieses Vertrauen zu erneuern, nachdem es dieses Vertrauen so beleidigend mißbraucht habe? Dr. v. Rosenberg habe auch mitgeteilt, daß Deutschland die etappenweise Räumung des Ruhrgebiets nicht zulasse. Er habe es gewagt, die französische Gewalt mit der Mäßigung zu vergleichen, die Bismarck gezeigt habe. Damit liefert er uns wieder einmal die Gelegenheit, die Wahrheitsliebe festzustellen, mit der Berlin die Gewohnheit hat, Geschichte zu schreiben.
Poincarè erinnerte alsdann in der gleichen Weise, wie der „Temps" .es wiederholt getan hat, an die verschiedenen Aufforderungen, die Bismarck im August 1871 und im Mai 1872 an Frankreich gerichtet habe und ging schließlich zu der
Frage bet Schutzpolizei
über, indem er wiederum wie vor acht Tagen in Dünkirchen die Behauptung aufstellte, die Schutzpolizei sei in vielen Fällen eine wahrhaft triegerijebe Organisation gewesen. Rosenberg habe sogar von einer pünktlich durchgeführten Entwaffnung gesprochen. Er kenne aber besser als sonst jemand die Schwierigkeiten, welche die Kontrollkommissionen gehabt hätten durch feindselige Kundgebungen in Berlin und München, durch die ernsten Zwischenfälle im Ruhrgebiet, in Stettin, Passau und Ingolstadt. Der deutsche Minister wisse auch, daß General Rollet im September 1921 die Reorganisation der deutschen Polizei gemäß dem Friedensvertrag habe verlangen müssen und daß diese Auffassung habe am 27. Februar und am 23. März 1923 habe erneuert werden müssen. Rosenberg wisse auch, daß allen diesen Mahnungen das Deutsche Reich unter dem Vorwande der höheren Gewalt und der Notwendigkeit, die Ordnung aufrechtzuerhalten, nicht Rechnung getragen habe. Die verlangten gesetzgeberischen und Verwaltungsmaßnahmen seien nicht durchgeführt worden, im Gegenteil, am 17. Januar sei das Gesetz, das der Schutzpolizei ein ähnliches Statut wie dem Reichsheer gebe, erlassen worden, um die Staatspolizei zu verallgemeinern und den Austausch mit der Reichswehr möglich zu machen. Am Tage, an dem Rosenberg im Reichstag gesprochen habe, hätten sich alle alliierten Regierungen nach verschiedenen mißlungenen Versuchen entschlossen, die Auflösung der militärischen Kaders der Schutzpolizei zu verlangen, um aus der Polizei ein Personal von Angestellten und kein militärisches Personal zu machen. Man brauche sich also nicht zu wundern, daß man im Ruhrgebiet unter dem trügerischen Namen „Schutzpolizei" wahrhafte Truppenglieder, für den Kampf organisiert, vorgesunden habe. Dort habe man sie aufgelöst und ausgewiesen. Da- aber, wo Frankreich nicht sei, wüäien sie noch beibehalten und bedeuteten eine Herausforderund, nicht nur der Ruhe der Alliierten, sondern der Ruhe der ganzen Welt. Trotzdem gebe es großmütige Seelen, die Frankreich anrieten, Deuffchlanü mit Nachsicht zu behandeln. Das Deutsche Reich selbst erkläre, daß ohne eine Verständigung zwischen ihm und Frankreich der Wiederaufbau Europas unmöglich bleibe.
Hing es von uns ab, daß normale Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland nach Unterzeichnung des Friedensvertrages von Versailles wiederaufgenommen würden? Als Frankreich 1871 die deutsche Besetzung über sich ergehen lassen mußte hat sich Thiers nicht nur bemüht, so rasch als möglich alle Klauseln des Vertrages von Frankfurt zu erfüllen, er hat auch gegenüber dem Fürsten Bismarck, dem Grafen Arnim und dem General von Manteuffel die Höflichkeitsbeweise verdoppelt. Wie hat Bismarck auf diese wiederholten Beweise der Höflichkeit geantwortet? Deutschland habe keinen anderen Gedanken gehabt, als uns fortgesetzt das Gewickt unserer
Niederlage fühlen zu lassen. Bismarck als getreuer Dolmetsch seines Landes habe Manteuffel als zu wohlwollend gefunden und ihm vorgeworfen, daß er Frankreich nicht genug demütige. Frankreich fei weit davon entfernt, heute diese unverschämten Manieren (?) nachzuahmen. Seit dem Frieden habe es nicht aufgehört, Beweise von Geduld und Langmut zu geben. Wie könne man also von einer Annäherung sprechen, wenn man damit beginne, die Ableugnung der Verträge und die Verleugnung der gegebenen Unterschriften in der Praxis zu betreiben? Die wesentliche Bedingung einer Annäherung ruht in den beiden Worten, immer denselben:
Reparationen und Sicherheit!
Poincars schloß, indem er erklärte: „Nicht nur, weil wir unsere Sprache, unsere Literatur, unsere Kunst, unsere Zivilisation und unser nationales Genie zu retten haben, müssen wir an die erste Stelle die Interessen Frankreichs setzen, sondern weil ohne die Garantie unserer Unabhängigkeit und ohne den Wiederaufbau unseres verwüste- tün Landes weder ein Wiederaufbau Europas, noch die Aufrechterhaltung des Friedens möglich ist."
Der Eindruck der Reds Curzons.
Berlin, 22. April. Wie wir höre», betrachtet die Reich-regierung die Rede Lord Curzons als ein« wichtige politische Tatsache, die die bisherige Situation nicht unwesentlich beeinflussen könnte. Die Reichs- regierung ist in Erwägungen darüber ein« getreten, welche Folgerungen sich hieraus ergeben. *
Die Rede, die der britische Minister des Neuster« als Antwort auf die gleichfalls ansterordentlich beachtenswerte Rede des Lord Buckmaster im Oberhäute gehalten rat, erregt ganz naturgemäß zr-tzes Apfsebe«, nicht allein, weil in der gegenwärtigen politischen Weltlage eine Kundgebung des für die äußere Politik Großbritanniens verantwortlichen Regierungsmitzbedes an sich schon eine weittragende Beachtung beansprucht, sondern vor allem, weil aus den leider zum Teil in wefentlichen Punkten nicht ganz übereinstimmenden, vorliegenden Berichten doch schon ohne weiteres der wirklich staatsmännische Wurf der Betrachtungsweise des englischen Ministers berBorgsht und anerkannt werden muß. Die ganze Gliederung und 6inftc(Iung »er Rede hebt sich wobltuend ab von den hauptsâch-
sich auf Stimmungsmache berechneten Brandre»en »er französischen Minister. Wenn Lord Simon sagt eine Parteinahme Englands für Deutschland in dem Kuhrkonflikt hätte aus Rüchicht darauf unterbleiben müssen, daß keine unfreundliche Stellungnadme gegen den Verbündeten hätte kundzegeben werden dürfen und sollen, so schließt das die von englischer Seite immer wieder betonte sachliche, wenn auch nicht — darüber müssen wir un# klar fein — formele Verurteilung »er Rnhrabenteuers in sich, daß »ie in England prophezeite Zwecklasigkeit der Unternehmens aller Well sogar der rrregeführtcn öffentlichen Meinung in Frankreich erwiesen wurde, liegt zum großen Teil zwecfellor an der von Lord Curzon nicht ohne gcwiffe Bewunderung festgestclltcn überraschenden Widerstan»r- ’raft der deutschen Volkes. Dar ist für un« eine Mahnung, daß wir die Waffe der passiven Widerstand« keinen Augenblick aus der Hand lassen dürfen, ehe dar erstrebte VcrhandlunzsergebniS endgültig gesichert sein wird. Er ist zu begrüßen, daß Lord Curzon glaubt, die VerbandlungStür sei noch nicht mge« schlagen. Allerdings haben die französischen Staatsmänner alles getan, vielleicht zu einer falsch berechneten Einschüchterung deS deutschen Volkes, um in Deutschland die Erwartungen auf eine in absehbarer Zeit zu bildende gemeinsame Verhandlnnrsgrundlage auf ein Mindestmaß herab, uschrauden. Wir wissen nicht, auf welche Erfahrungen politischer Erörterungen zwischen London und Pari» Lord Curzon seine Hoffnungen stützt. Einer kann mit allem Nachdruck betont werben, daß die grundsätzliche Verhan»luniS»crtitschaft Deutsch» landr in »er Wicderaufbaufrage von allem Anfang an die Türen weit offen gelassen batte. Die deutsche Regie,ung und das beutle Volk haben die Tür lediglich gegen einen Einbrecher verrammelt, der mit Axthieben die dealsche Freiheit und die deutsche Wirtschaft übcrfalen hat un» totzu» schlagen droht.
Zu begrüßen ist, daß Curzon den Völkerbund in Genf als eine parteiische Körperschaft bezeichnet hat. Wie furchtbar schlecht muß es um die Sache Frankreichs stehen, wenn der britische Außenminister,
Öin vollster Kenntnis um den Standpunkt der isischen Regierung darauf hindeutet, daß Frankreich selbst aus diesem parteiischen, von ihm diktatorisch regierten Völkerbünde austreten würoe, falls er eine Vermittlung im Ruhrkriege unternähme. Lord Curzon findet in großen Teilen seiner Rede Worte, die beinahe ein gewisses Verständnis für den schicksalsvollen Lebenskampf de» deutschen Volkes verraten. Da» wäre niemals möglich gewesen, wenn nicht die geschlossene stahlharte Abwehr der brutalen feinbliAen Vergewalli- gung die Welt hätte aushorchen lassen, daß es um das deutsche Volk noch lange nicht so schlecht steht, wir man seit 1918 im Auslanbe virlfach angenommen hat. Eine bindende und ganz klare, von Kombinatio» freie Erörterung der Rede Curzon»
im einzelnen wird aber füglicherweise erst dann erwartet werden können, wenn der offizielle Wort*
e-
laut seiner Rede vorliegt, da gerade, wie oben gesagt, in springenden Punkten die verschiedenen Ä richte wesentlich voneinander abweichen, insbefonder« darüber, wie Lord Courzon ein deutsches Angebots in welcher Höhe und in welcher Form sich denkt. Nach deutscher Auffassung ist die Rede Rosenbergs zweifellos als ein Angebot zu betrachten. Von einem offiziellen Rat, den uns Lord Curzon erteilt hätte, scheint in Berlin nichts bekannt zu sein, wohl aber konnten bei den Aeußerungen Lord Curzons Andeutungen gemeint sein, die deutsche Vertreter in London gemacht haben, etwa des deutschen Botschafters. Die Vertreter politischer Parteien, die vor einiger Zeit in England weilten, kamen alle mit der Losung zurück, daß Deutschland nach englischer Auffassung die Initiative ergreifen solle, ohne datz sich diese Anregungen zu wirklich praktischen Vorschlägen verdichtet hätten. Die Bedenken, die einem zahlenmäßigen deutschen Angebot auf deutscher Seite
entgegengesetzt werden mutzten, find hier schon des öftern auseinanvergesetzt worden. Ferner ist noch nicht klar ersichtlich, wie Lord Curzon eine in Deutschland an sich für höchst überflüssig erachtete Lösung der sogenannten Sicherungsfrage für Frank- reich sich vorstellt, während ja Deutschland selbst gerade nach den letzten Erfahrungen jegliche Sicherung gegen territoriale Uebergrine entbehrt. Was von Deutschland geschehen kann, um den Franzosen den Vorwurf des Sicherungsbedürfnisses oder die grundlose Furcht vor. dem unbewaffneten. durch neutrale Zonen militärisch abgeschlossenen Deutschland zu nehmen, wird zweifellos geschehen, soweit es mit der unantastbaren im « und außenpolitischen Freiheit und Souveränität des deutschen Gebiets vereinbar ist. Undiskutabel ist für uns natürlich der Gedanke, das Rheinland dem Völkerbund zu unterstellen und es kann nicht deutlich genug gesagt werden, daß nicht nur die Unterstellung der Rheinlands unter die „Kontrolle" des Völkerbundes oder eines anderen Ententeorgans für keine deutsche Regierung diskutierbar ist, sondern daß das deutsche Polk in vollster Einmütigkeit auch jede andere Form da Abtrennung der Rheinlands vom Reiche oder box Preußen mit allergrößter Entschiedenheit ablchnt. In dieser Frage gibt es kein Komprommiß uni kein Verhandeln. Wir stimmen daher den gestrigen Ausführungen Stresemanns «siehe weiter unten,' vollkommen zu, daß Voraussetzung für alle Ver Handlungen die Zusicherung der Souveränität Deutschlands, des deutschen Rheins, der deutsche« Ruhr und des deutschen Saargebietes sein muß. Es ist für uns ganz ausgeschlossen, da ; erst üdei die Reparationsfrage und Sann über Rhein und Ruhr verhandelt wird. Es heißl daher für Deutschland die Augen offen halten und keine JllusionS- politik treiben. Vorläufig hält Frankreich an seinen allgemein bekannten Forderungen bezüglich der Rhein- und Ruhrfrage noch fest — unsere Pflicht ist es daher, unseren passiven Widerstand beizubehalten, und ^«ar solange, bis die Sicherungsfrage in einer Weise gelöst ist, die Deutschland volle Gleichberechtigung gewährt und Rhein und Ruhr unangetastet läßt.
Aus èem Elubrnchssebie!.
Pa»tS, M. April. Hava» berichtet au« Effei^ daß heute »ormittaj die Teerverwertungrstelle Mcidench von den trauiëfijéen Truppen belegt worden sei Des ferneren hätten noch weitere •ritbenbefegxnger stattgefnnhen.
Mülheim, 22. April. Die Franzosen besetzter die Zechen A»ols V, Hanscmann bei Mengede, Altcssi Mülheim un» Viktoria bei Säuen.
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Äffen, 22. April. Der Lolomoiivführer von bet Höbe, »er vor etwa 14 Tagen in »er Nähe vo» Wanne von Franzosen angestossen wurde, ist an Mittwoch seinen Verletzungen erlegen.
Äffen, 22. April.- Die belgische Sicherheitspolizei hat in Krefeld 8 Mitionen Mark deutsche Prspagandm gelber beschlagnahmt. Sie habe außerdem auSfindtz gemacht, daß in Krefeld seit Februar 5u0 Millionen Mark an die aulstiwiigen Eisenbahner bezahlt seien
Vor dem Kriegsgericht in Hattingen wirb in bei nächsten Tagen gegen zwei Direktoren und einen Pro» fünften »er tzeinnchsmitte »cr»an»elt, weil sie bei der Besichtigung der Werks »urch die Jngenieurkommifiov »ie 6 renen der Werks ertönen liegen.
Der Prozeß gegen »ic Kruppdirektoren wird nach ixer neuen Stellung Ende der nächsten Woche statt« finden. Wit au« französischer Quelle verlautet, sei di« Untersuchniig bereit« «»geschlossen, doch erwarte man noch das Eintreffen be« Genfer Anwalts Msriaux, bei Me Angeklagten verteidigen »irb.
An der Kass» bei »armer Bankvereins in Esse» versuchte ein Gch«in»ler, »er in Begleitung eines fra* zösischen •olbaten erschien nnb sich als französische, triminalbeawter auiga», 50 Millionen Mark zu bei chlagnabmen. Er mußte je»«ch unverrichteter Dingi wieber «»ziehen.
Äffe«, M. April. Die Franzosen haben um 11 Ubr övrmittag« auf »em Sebäube »er.K,hlensyn»ikat1 H Esten, der jetzigen französischen K»mman»antur, bil französische Flagge in Gegenwart einer Kompagni« »e» Regiment« 171 gehißt.
M««-»0«, 12. April. Der Bahnhof wurde beutf morgen »on den Franzosen belegt. Der Bahnhofs« »orstan» wurde »ertastet. Die Bahnhöfe Ruhrort-Afi vnb Xnhrort-Ncn würben besetzt.
DoUrr (10 Uhr oorm.) 26400