Hanauer W Anzeiger
General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.
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Sir. 91
Donnerstag den 19. April
1923
Das Neueste.
— Im Reichrtag wurde gestern die Aussprache M die Erklärungen Rosenbergs abgeschlossen.
— Nach einer Meldung des „Saalfelder Kreis- MeS* ist einer Mitteilung der Kriminalabteilung Weimar zufolge der Kaufmann Schulz aus Saalfeld, der des Mordes an Erzberger beschuldigt ist, in Genua verhaftet worden. An den Berliner zuständigen Stellen ist von der Verhaftung bisher nichts bekannt.
— Lestern hielt das englische Kabinett eine Sitzung ei, an der fast alle Mitglieder, einschließlich Lord ÄrzonS teilnahmen, über deren Verlauf jedoch noch nichts näheres bekannt geworden ist.
Dollarhausse.
Ler Dollar, der schon am Dienstag nachmittag mit einer lebhaften Aufwärtsbewegung an der Berliner Börse einsetzte, ging dann am Mittwoch zettweise auf über 30 000 in die Höhe. Die Hausse rief in politischen Kreisen eine große Bewegung hervor. In den Wandelgängen des Reichstags war man allgemein der Ausfassung, daß ein abschließendes Urteil über die politischen und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Aufwärtsbewegung der Devisen sich erst dann ermöglicht, wenn man durch die Weiterentwicklung Klarheit darüber bekommen hat, ob es sich handett^ eine vorübergehende Erscheinung ^uch das Reichskabinett soll sich, wie uns gemeldet wird, gestern abend mit den Voraängen am Devisenmärkte beschäftigt haben." Die "^„bestätigen die gestern von einigen Abendblättern ausgesprochene Ansicht, daß die Lollarhausse auf eine veränderte Jnter- mÄ^S^ bp Reichsvant zu- ruckzufuhren ist. Die bisherige Taktik, die De- msenkurse ständig unter Druck zu halten, habe nämlich dahin geführt, daß die Reichsbank fast den gesamten, an den Markt kommenden De- Nlsenbedarf zu den offiziellen Kursen aus ihren gestanden befriedigen mußte. Da die 3teicbs= »ant wegen des in der letzten Zeit stark ange- Mollenen Bedarfes an Devisen sehr tief in ihre Pfände hat eingreifen müssen, habe sie jetzt die Taktik dahin gewechselt, daß der Spekulation Machst einmal freie Bahn gegeben werden soll, aber imgegebenenMoment stark NN gegriffen werden solle, um der Speku- won alsdann Verluste zuzufügen und ’!™it bie Lust zu nehmen, sich neuerdings unvorsichtig vorzuwagen. Die Blätter wieder-
bie Warnungen der gestrigen Abendblätter vor kopflosen Devisenaufkäufen P überstürzten Einkäufen von -waren, die dann später eventuell nach einem umgreifen der Reichsbank nur mit großen Verben wieder abgesetzt werden könnten.
Preistreiberei.
schien den Blättern zufolge auf Uenbo Viehmarkt das sogenannte flie- W^Egericht und stellte fest, daß schon in yer Morgenstunde Großhändler und Kom- Wwnare einen recht erheblichen Preisauf- verabredet hatten. Unter wirksamer Un- c mtzung, eines verstärkten Aufgebots der b-s^rpolizei griff das Marktgericht ein und »gnahmte in einer ganzen Reihe von int. .11 ^s Schlachtvieh. Ein Händler wurde ^000 Mark in Strafe genommen. iOTÄ wurden die Strafen noch ge- Nachmittagsstunden hatte ®eruf)t Aburteilungen vorzunehmen.
"blungen zwischen dem Reichsernäh- tabLmim^e£ und dem Reichsjustizminister $ ” 3U dem Ergebnis geführt, daß die tèn «Löschte jetzt in allen größe- & mittleren Städten einge - I K t werden, um die seit Jahren besonders zu bekämpfen telhandel cin96riffenen Mißstände
Sine Kundgebung Nittis. ivlè^furk °. Al., 18. April. Es war geplant, m Frankfurter Frühjahrsmesse einige
> Mnde Persönlichkeiten, die sich in den Dienst s^'siternationalen Völkerver-
* 9 u » 8 gestellt haben, in Frankfurt »wü ^" lassen. Verkehrsschwierigkeitenund der taten b' ÖQ& wehrere der nach Frankfurt ge- LJ16" Herren aus persönlichen Gründen ver- jLf waren, zu erscheinen, ließen das efJ ,9 nicht zustande kommen. Der bekannte italienische Ministerpräsident und w' er Nitti hatte für den Fall, daß die eiJ^üung hätte zusammentreten können, he^^undgebung gesandt, in der es u. a.
Der Vertrag von Versailles hat bestimmt, daß die Deutschen erklären mußten, sie und ihre Verbündeten allein seien für den Krieg verantwortlich. Diese Erklärung ist in den internationalen Verträgen etwas Neues und durchaus Lächerliches, denn welchen Wert kann die Erklärung von Besiegten haben? Lloyd George selbst hat in aller Aufrichtigkeit anerkannt, daß die Verantwortlichkeit für den Krieg, in verschiedenem Maße, ein wenig auf allen lastet. Aber wenn die Verantwortung für den Krieg nur zum Teil auf die Deutschen fällt, so fällt die Verantwortlichkeit für den Frieden allein auf den Sieger.
Vier Jahre des Friedens haben mehr Ruinen, mehr Elend und mehr Unordnung gebracht als die vier Jahre des Krieges. Die Entente hat alle ihre feierlichen Versprechungen verletzt, hat alle ihre Verpflichtungen mißachtet und zuletzt die Verträge selbst gebrochen. Sie begnügte sich nicht mit dem Mißgriff an der Saar, sie beging das Verbrechen an Oberschlesien, und jetzt muß der Einbruch in das Ruhrgebiet bezeugen, daß die siegreiche wuto= kratie, die Deutschland vorwarf, daß es nach der Herrschaft über Kohle und Eisen und nach der militärischen Hegemonie üb?" Europa strebe, jetzt selbst das Ziel zu verwirklichen suche, das sie der Absicht der deutschen Großindustrie und Militärkaste zuschrieb.
Heute kann das ausgehungerte, gequälte und in feinem innersten Leben bedrohte deutsche Volk vor der ganzen Welt stolz sein Recht hinausschreien. Heute haben weder Franzosen noch Belgier das Recht, Deutschland irgend einen Akt, irgend eine Tat oder Absicht vorzuwerfen, nachdem es seine Kraft wiedergefunden hat im Kampfe des Widerstandes mitten unter den Gewalttaten undVerbxechen seiner Besieger.
Ich habe alle Akten der internationalen Konferenzen lesen können, ich habe vielen dieser Konferenzen persönlich beigewohnt, ich habe alle Friedensdokumente geprüft, ich kenne die handelnden Personen des Dramas und habe mich überzeugt, daß die ausgeübte Gewalt nicht darauf gerichtet ist, eine Politik der Reparationen zu befolgen, sondern einfach und einzig darauf, das deutsche Volk zu erdrücken, seine Einheit zu brechen und es aller seiner Hilfsmittel zu berauben.
Heuke bin ich überzeugt, daß Europa weder Frieden noch Freiheit noch Wohlstand haben wird, wenn der verderblichen Reparations- Politik kein Ende gemacht wird und wenn die schwersten Irrtümer der Friedensverträge nicht beseitigt werden. Solange Deutschland und die anderen besiegten Länder nicht ihre vollständige Autonomie erhalten haben und solange noch ein einziger Soldat der Entente auf ihrem Boden weilt, solange werden wir von Irrung zu Irrung, von Gewalttat zu Gewalttat, von Schuld zu Schuld, von Verbrechen zu Verbrechen gelangen.
Als alter Freund Frankreichs, der wünscht, daß zwischen Deutschland und Frankreich auf dem Fuß vollkommener Gleichheit Beziehungen der Herzlichkeit und Freundschaft hergestellt werden, und daß beide Völker zusammen, jedes nach seiner nationalen Eigenart, zum Fortschritt der Menschheit beitragen, gehörte ich zu jenen, die den Sturz des deuftchen Militarismus wünschten und voraussahen, aber jetzt kann ich nicht ohne Schaudern die Vergewaltigung Deutschlands mit ansehen.
Es ist nicht möglich, daß Deutschland, das noch immer das kultivierteste Land Europas ist und dem wir alle Männer des Denkens und Forschens, einen so großen Teil unserer Kenntnisse verdanken, zugrunde geht. Sein Untergang wäre auch der Untergang von ganz Europa und wäre der Beginn einer Reihe von Kriegen und Revolutionen. Arbeiten wir alle an dem Werk des Friedens, auch wenn wir den Vorurteilen der Gewaltpolitik trotzen müssen. Der Friede aber verlangt vor allem das Ende der Reparationspolitik.
Zur Ausweisung Des Reichs- Kommissars.
Paris, 18. April. DaS „Echo de Paris" stellt fest, >-*6 bic Entfernung des Reichskommiffars aus Koblenz am 12. März grundsätzlich zwischen Pom- caré und Ttzcunis in Brüssel vereinbart worden war. Die Ausführung wurde verzögert, weil man vergeblich die englische Zustimmung zu erlangen versuchte. Am SamStag beschloß man in Paris, die Angelegenheit durch Mehrheitsbeschluß der Rheinland- kommission zur Entscheidung zu bringen.
Die Ingenleurkommisslon auch für das Rheinland zuständig.
Paris, 18. April. HavaS meldet aus Koblenz, daß auf Grund eines Beschlusses der Rheinland- kommission die französisch-belgische JnaeniturmiMon
im Rubrgebiet unter der Oberhoheit der Rheinlandkommission auch in den besetzten Gebieten auf dem linken Rheinufer und im Gebiet der Brückenköpfe ihre Tätigkeit auszuüben hat. Der Betrieb der Bergwerke, die Eprengstofflieferungen und die Erhebung der Kohlensteuer seien auf diese Weise in den Händen der Jngenieurmission für das gesamte besetzte Gebiet zentralisiert.
Schreckensregimenl in Kastrop.
Kaftrop, 18. April. Infolge der Besetzung der Zeche „Graf Schwerin" ist die Lichtrersorgung der Stadt unterbunden. Als Repressalie wurde von der Beiatzungsbehörde der verschärfte Belagerungszustand verhängt und jeder Verkehr auf der Straße ist von 8‘/t Uhr abends bis 5^, Uhr in der Früh untersagt. Die Franzosen gingen, obwohl die Verordnung bei der Bevölkerung noch nicht genügend bekannt war, mit aller Schärfe vor und verhafteten Männer, Frauen, Kinder die sich nach der Sperrstunde noch sehen liehen, von der Straße, aus der Straßenbahn und von der Haustür weg. So wurden schon am Abend, bevor die Verordnung erschien, 42 Personen und am zweiten Tage 88 Personen festgenommen.
Kasirop, 18. April. Die verbotene Nationalhymne sollte der Kaufmann Gustav Kruse von hier gesungen haben, als ihn ein französischer Kriminalpolizist unter Bedrohung mit einem Revolver verhaftete. Kruse wurde mit sechs Monaten Gefängnis bestraft. Zu zwei Jahren Gefängnis und 50 Millionen Mark Geldstrafe wurde vom hiesigen französischen Kriegsgericht der Kaufmann Möllermann aus Werdohl verurteilt, weil er angeblich ohne französische Erlaubnis und ohne Zollzahlung Eisenwaren in das unbesetzte Gebiet ausführen wollte.
Wegen angeblicher Sabotage wurde der Schlosser Heilmann aus Lünnen zu drei Millionen Mark Geldstrafe verurteilt. Wegen Paßvergehens erhielt Studienassessor Fritz Linsmann aus Dortmund, ferner die • Herren Jürgen Pannenberg und Amtsgerichtsrat Schlechter aus Herne je eine Million Mark Geldstrafe. Sieben Personen, darunter solche im Alter von kaum 16 Jahren, wurden zu Geldstrafen in W ,Ma»MLe..yon erner Million 60OW Mark verurteil^ weil sie ihre Brieftauben hatten ausfliegen lassen.
6 Millionen Mark geraubt.
Duisburg, 18. April. Wie die „Niederrheinischen Nachrichten" melden, verlangten gestern mittag von der Reichsbank in Duisburg Angehörige der Besatzungr- behörde den Eintausch von mit M. X. gezeichneten 20000-Mark-Scheinen im Gesamtbeträge von 6 Millionen Mark. Als dem Ersuchen nicht entsprochen wurde, wurde diese Summe unter Zurücklassung der mit M. X. gezeichneten Scheine „fortgcnommcn."
Die Eisenbahner-Ausweisungen.
Ludwigshafen, 18. April. Am 17. April erhielten 53 Eisendahnarbeiter, die in einem Eiien- bahnerheim. in Kaiserslautern untergebracht sind, von den Franzosen die Aufforderung, bis 18. 4, vormittags 8 Uhr, unter französischer Oberleitung den Dienst wieder aufzunehmen, andernfalls Re die Wohnungen bis 19. April, vormittags 8 Uhr. zu räumen hätten. Die Nstunterbringung der Familien ist geregelt. — Wiederholt ist es bei Ausweisungen vorgekommen, das die Personen verwechselt wurden, sofern Re gleiche oder annähernd gleiche Namen besitzen. Auch waren Ausweisungsbefehle auf Namen ausgestellt, deren Inhaber sich gar nicht mehr im Eisenbahnbetrieb befinden.
Die Lage im Ruhrgebiet ».gefährlich".
London, 18. April. Die Arbeittrabordnung, die nach dem Ruhrgebiet gesandt worden war, schildert die Lage im Ruhrgebiet als beklagenswert und gefährlich, da sie die Möglichkeit eines furchtbaren Kampfer zwischen Deutschland und Frankreich in sich berge. Die Abordnung drängt darauf, daß Frankreich und Deutschland ersucht würden, ihre Vorschläge über die Reparationen und über die Frage der Sicherheit einem internationalen Schiedsgericht zu unterbreiten. Groß, britannien solle die Initiative durch eine klare und bestimmte Erklärung über seine Politik ergreifen.
Selbstlose Treue lut not!
Gießen, 18. April. Die hier versammelten Funktionäre des Allgem. Eisenbahner-Verbandes aus dem altbesetzten und dem Einbruchsgebiet haben ein« Entschließung angenommen, in der sie sich mit dem Hauptoorstande de» Verbandes darin einig erklären, daß dem immer stärkeren Wüten des feindlichen Militarismus eine immer geschlosienere Adwehrfront unerschütterlichen passiven Widerstandes gegenübergestellt werden muß, bis wir durch die Wiederkehr politischer Vernunft auf den Weg gleichberechtigter Verhandlungen gelangen können. Die unter den Verhaftungen, Mißhandlungen, Vertreibungen und Ausweisungen leidenden und kämpfenden Eisenbahner wissen, daß sie für das elementarste Menschenrecht auf Arbeit und Brot, für die höchsten Gebot« der Kultur und Moral und für Freiheit und Recht streiten. Diese Gewißheit gibt ihnen die sittliche Kraft aunt Widerstand bis rum Aeukersten.
Sie gibt ihnen aber auch dar Recht, von den besitzenden Schichten Deutschtan'os btefentgM Opfer zu verlangen, die diese zu leisten imstande find und die gegenüber den Leiden und Opfern der westlichen Eisenbahner verschwindend gering bleiben. Die selbstlose Treue ist die stärkst« Waffe im Abwehrkampf. Sie allein verbürgt den Endsieg. Den von den französischen Ge< waltmaßnahmen betroffenen Kollegen sprech« die Versammelten ihr tiefstes Solidaritäts- uni Mitgefühl aus.
Die Besetzung der Benz-Werke aufgehoben.
Mannheim. 18. April. Heute vormittag ist die Besetzung der Mannheimer Motorenwerke Benz von den Franzosen wieder aufgehoben worden. Am Montag war dort eint Kommission eriâienen mit einem General an der Spitze, die die große Schiffsmaschine in Augenschein nahm. Das Ergebnis der Besichtigung war, dah heute früh vol 7 Uhr und um ^10 Uhr die französischen Truppen wieder abgezogen sind. Die Besetzung des Bahnhofs Neckar-Vorstadt und des Schifferbüros wird nach wie vor ausrechterhalten.
Erwerbslofen-Ausschrsitungeu in Mülheim.
Kommunistisch-französische Verbrüderung.
Mülheim, 18. April. Die Erwerbslosen von Oberhausen und Mülheim zogen beute vormittag in großer Zahl, geführt von Kommunisten und Syndikalisten, die eine schwarze Fahne trugen, vor das Rathaus, um über die mantrltarifmäßigen Löhne für Notstandsarbeiten, hinaus Forderungen bri der Stadtverwaltung zu stellen. Das Rathaurtsr war, einem Ctadtoeroronetenbeichluß entsprechend, geschloffen worden, worauf die Demonstranten ■SiÄÄ
amte stellten sich den Eindringlingen entgegen und drängten sie aus dem Rathaus hinaus. Die Angriffe wiederholten sich aber immer wieder. Die Demonstranten rissen das Pflaster auf und warfen mit Pflastersteinen die Fenster des Rathauses ein. Schließlich mußte die Polizei von der Waffe Gebrauch machen und verletzte einige Demonstranten durch Echüffe. Da die Verwundeten zu den Franzosen in die Kaserne gebracht wurden konnte das Gerücht, daß auch Tote zu verzeichnen sind, nicht nachgeprüft werden. Unter den Demonstranten befand sich viel lichtscheues Gesindel. — Wie es heißt, haben die Demonstranten versucht, die Besatzung zum Eingreifen zu ihren Gunsten zu veranlassen, jedoch haben sich die Franzosen vollständig zurückgehalten. 3m Laufe der Nachmittags war die Ruhe wieder hergestellt.
Der „Vorwärts" meldet aus Mülheim an der Ruhr, daß bei dem Sturm der Not- standsarbeiter und Arbeitslosen auf das Mülheimer Rathaus zwei Personen getötet worden sind. Das Blatt stellt fest, daß vor und während der Demonstration einige der syndikalistischen und kommunistischen Führer mit der sranzösijchenKommunalpolizei verhandelt haben. Der Führer der kommunistischen Notstands- arbeitet Zalden, soll erklärt haben, daß er die Arbeitslosen und Notstanüsarveiter solange ins Gefecht führen würde, bis die Duisburger Polizei von den Franzosen entwaffnet worden lei. In seiner Wohnung gingen französische und belgische Beamte und Militärpersonen ein und aus.
Die Deutschen Zahlungen an Belgien.
Brüffel, 17. April, (»gence Belge.) Die dritte Serie der von der deutschen Relchsbanl garantierten Schatz wechsel die der belgischen Regierung im Oktober 1922 els Reparation-, -«hlung übermittelt wurden, wurde gestern zum Lerfalltermin eing«löst. Wie die Agentur zu wissen glaubt, wurden diese Schatzwechsel von einem holländischen Bankhause diskontiert.
Der Ausstand in Irland.
Dublin, 18. April. (Reuter.) In einer Hühls auf einer steilen Klippe an der Shannonküst, wird eine Anzahl Führer der Auf- st ä n d i s ch e n von den Regierungstruppen be- lagert. Die Freistaattruppen greifen die schwer zugängliche Höhle mit Minen- und Maschinen- gewehrfeuer an. Die Belagerten sind reichlich mit Munition versehen. — Gestern wurde DanBreen und zwei andere Führer der Auf. ständischen gefangen genommen. De Valero ist nunmehr der einzige hervorragende Führer der Aufständischen, der sich noch in Freiheit befindet.
Dollar (10 Uhr norm.) 28500