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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M

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Nr. 73

Dienstag den 27. März

1923

Das Neueste.

— Sei dem Reichskanzler hat sich aus der ver- schleppten Erkältung eine leichte Rippenfellentzündung entwickelt. Er führt ater die Geschäfte fort.

— Trotz der Erkrankung des Reichskanzlers ist die ftr heute anberaumte Sitzung des Auswärtigen Aus- jchusit» nicht abgesagt worden. Anstelle der Reich»- !ax)I«l wird der Reichsminister des Aenßern eine krklârung über die Politik der Reichsregierung ab- stben,

— Im Bezirk Mainz wurde gestern mit ZwangS- mßnahmen gegen die Eisenbahnbeamten begonnen.

— Nach einer Pariser Meldung sind Truppen aus Lhabourg nach dem Ruhrgebiet unterwegs.

— In den verschiedenen Tellen Irlands sind weitere Aufständische gefangen genommen worden, da- nmttr der hervorragende Führer Boffin, der sogenannte irische Dewet.

Fünf törichte Antworten.

Der Pariser „Matin" von gestern beant- mortet fünf ihm vorgelegte Fragen der „Asso­ciated Preß" über das Verhältnis Deutschlands zu Frankreich.

Die erste Frage betrifft, ob die deutschen Kneg; schulden von Frankreich immer noch auf 132 Milliarden Goldmark veranschlagt würden. Antwort: Frankreich habe diese Ziffer nicht festgesetzt, sondern das sei der Beschluß eines Obersten Rates gewesen, an dem außer Frank­reich auch noch England, Japan, Italien und Belgien teilgenommen hätten.

Die zweite Frage lautet: Ist es richtig, daß Frankreich Rheinland und Ruhrgebiet amektieren wird? Antwort: Nein, beide wer­den nur so lange besetzt werden, bis Frankreich

Men.

D r i t t e n s: Ist die Ruhrbesetzung tatsäch­lich auf Weisung des „Comite des Forges" und der ftanzösischen Schwerindustrie erfolgt? Ant- wott: Nein, der einzige, wirklich mächtige Eirv- sluß in Frankreich ist der btr Bauern, die über 350—400 Stimmen in der Kammer verfügen.

Die Antwort auf die v i e r t e Frage leugnet, daß von den Reparationsgeldern der Kleinen Entente und Polen für Rüstungen Vorschüsse gegeben seien.

Die fünfte Antwort leugnet, daß Frankreich ein militaristischer Staat sei. Seine Armee sei nur so groß, um Deutschland zu zwin- Zu zahlen. Außerdem gebe Amerika mehr !ur militärische Zwecke aus als Frankreich.

. Die Antworten des „Matin" sind ein wahr- W klägliches Gestammel. Welche Mächte den, ganze Welt weiß, vollkommen unaus- luyrbaren Londoner Zahlungsplan aufgestellt ven, ist furchtbar gleichgültig. Die eigentliche : ab Frankreich immer noch 132 Milliar- n Goldmark von Deutschland verlangt, wird ^erhaupt nicht beantwortet. Offenbar deshalb, ifiÂ' ®ie z. B. das „Echo de Paris" schreibt ; wachste Meldung), eine noch höhere gefordert werden soll. Daß Frankreich n militaristischer Staat sei, ist wohl ein Witz.

, Rheinland und Ruhrgebiet besetzt , ^n Gallen, bis Frankreich „bezahlt" werde, doWa bas eben nackte Annexion und tat ^^'"wegsetzung über das Versailler Dik- ennöh ns Deutschland wird niemals auch nur bOn o t die ungeheuerliche Summe des Lon- kreöi^"^tungsplanes leisten. Die Rüstungs- wirtm,' u Frankreich trotz feiner durch Miß- mänioa ^.lüfteten Finanzen Polen und Ru- He 2rM9etoä^rt bat, lassen sich durch lügen- Dw , eugnungen nicht aus der Welt schaffen, die P^,auptung schließlich, daß in Frankreich eine ben mächtigsten Einfluß hätten, ist politi £ fc Beleidigung der französischen -öntelllgenz.

sranzösijcher Zahlungsplan, kbnth^l 261 März. „Echo d e Paris" Brunhirt B?5 Londoner Zahlungsstatut als eine Neuregelung der Repa- , und befürwortet einen Zahlungs- iifpn die deutschen Verpflichtungen zu waren:

»erfetüph? de", für den W i e d e r a u f b a u der JP Betracht kommenden Länder tetionp» I " dummen. Dieser Teil der Repa- 2 t1A^ar! m^ einer Priorität auszustatten; ^uih h Betrag der englischen $ des m°? öen Bereinigten Staaten zuzüg- enifdttn 5-^6es der französischen und der ita- Schuld bei England und Amerika:

Echo d e Paris" :r Zahlungsstatut als

3. nach der Höhe der Vesetzungs- kosten, die auf Grund einer ersten Hypothek zu erheben wären.

Wenn sich dann später englische und ameri­kanische Finanzmänner fänden, die den alten Streit über die deutsche Zahlungsfähigkeit wie­der aufnähmen, so würde Frankreich nicht mehr Gefahr laufen, die Kosten dafür zu tragen. Aber es würde auch kein Grund mehr vorliegen, auf diesen Streit zurückzuckommen. Desgleichen wäre die gefährliche Kontroverse über die inter­alliierten Schulden, von der Frankreich noch recht viele Schwierigkeiten erwarten könnte, wenn es ihr freien Lauf lasse, ein für allemal beseitigt. Eine derartige Lösung bedürfe zur Ergänzung einer vorübergehenden Unzuständig­keitserklärung der Reparationskommission. Die Regierungen müßten es selbst übernehmen, die neue Regelung in großen Zügen festzusetzen. Die Kommission würde sich dann mit der end­gültigen Formulierung und der praktischen Durchführung zu befassen haben.

Stinnes in Rom.

Rom, 26. März. Hugo Stinnes ist zu ein­tägigem Aufenthalt in privaten geschäft­lichen Angelegenheiten hier einge­troffen.

Stinnes Anwesenheit in Rom gibt den ftanzös. Nachrichtenagenturen Veranlassung, fortgesetzt Bulletins zu veröffentlichen und dabei wieder die vollkommen haltlosen Gerüchte über deutsche Vermittlungsversuche in den Vorder­grund zu schieben. Wir geben im Nachstehen­den die französischen Meldungen wieder, unter­lassen aber nicht, darauf hinzuweisen, daß es sich hier in der Hauptsache wieder um reine Stim­mungsmache handeln dürfte.

Paris, 26. März. Die Stinnes-Reife na

sfüfjrer anläßlich

es Handelskam­mer-Kongresses (als ob Stinnes nicht auch als Privatmann zu diesem Kongreß fahren könnte. D. Red.) zusammen. Sttnnes soll bereits mit dem Präsidenten des amerikanischen Stahltrusts Gary, sowie dem Vizepräsidenten der Bankiers Trust Company in Newyork, Kent, dem Autor des bekannten Reparationsprojekts, auf dem Handelskammerkongreß konferiert haben. Hierbei soll hauptsächlich die R e p a r a t i o n s- und die Wiederaufbaufrage behandelt worden sein, wobei Stinnes auch die heutige Lage Deutschlands geschildert habe. Bemerkens­wert fei, daß mehrere Amerikaner vom Inter­nationalen Handelskammerkongreß, darunter Booth, der Vorsitzende der amerikanischen Ab­ordnung, nunmehr Deutschland besuchen, um die Stinnesschen Informationen zu prüfen und zu erweitern.

Havas meldet, aus den Aeußerungen einzel­ner amerikanischer Delegationsmitglieder ge­winne man den Eindruck, daß Stinnes son­diert habe, wie weit die Amerikaner even­tuell bereit feien,' an einer Diskussion über die Ruhrftage und das Reparationsproblem teilzu­nehmen. Der große Teil der befragten Dele­gierten fei der Auffassung gewesen, daß jeder ungeeignete Interventionsversuch und jede iso­lierte Aktion von ihrer Seite den Erfolg der Propaganda gefährden müsse, die die Delegation in ihrer Gesamtheit in den Vereinigten Staa­ten plane, mit dem ausgesprochenen Ziel, die öffentliche Meinung für die Lösung der Frage der interalliierten Schulden und des Repa­rationsproblems zu interessieren. Unter diesen Umständen sei es wenig wahrscheinlich, daß die amerikanische Delegation den deuffchen An­regungen und Wünschen Folge geben werde, so­weit sie von einer Art seien, daß sie in Paris Anstoß erwecken könnten. Im übrigen stehe Herr Clementel, der Chef der französischen Dele­gation, in ständigem Kontakt mit den ameri­kanischen Vertretern.

Paris, 27. März. Ein Diplomat, der be­sonders in französisch-italienischen Fragen er­fahren sein soll, erklärte einem Berichterstatter des „Echo de Paris" über die Reise von Stinnes nach Rom, man könne versichert sein, daß Stin­nes, wenn es sich einzig und allein darum ge­handelt hätte, mit amerikanischen Großindu­striellen in Beratung einzutreten, er nicht mehrere Sekretäre vorausgeschickt hätte. Die Amerikaner seien ein Vorwand. Er habe noch einmal den Puls der italienischen Regierung im Hinblick auf eine Vermittlungsaktion fühlen wollen. Zum dritten Male, seit der Ruhrbe­setzung suche Deutschland Mussolino in ein der­artiges Unternehmen zu verstricken. Stinnes haben den Augenblick gewählt, in dem Musso­lini in Mailand eine Zusammenkunft mit dem

belgischen Außenminister Jaspar haben soll. Es scheine, daß Stinnes, nach dem Fiasko der von der gesamten deutschen Industrie im Einver­ständnis mit der deutschen Regierung bei Eng­land und bei Italien schon einmal gemachten Vermittlungsversuche jetzt formelle Vorschläge Mussolini unterbreiten will, die dieser der bel­gischen Regierung durch Vermittlung Jaspars mitteilen soll. Belgien seinerseits soll diese Vor­schläge dann Frankreich übermitteln. Aber einen neuen Reparationsplan habe Stinnes nicht nach Rom gebracht. Der denkbar beste Beweis, daß Stinnes nicht die Versprechungen mitnehme, die er zu bekommen hoffte, sei, daß er es nicht für richtig gehalten habe, nach Deutschland über Mailand sondern über den Brenner zurückzu­kehren.

Diese offenbar von Regierungsseite aus­gehenden Darlegungen beweisen die mangel­hafte Unterrichtung in Paris. Der Berichterstat­ter des „Echo de Paris" erwartet übrigens auch, daß der französische Botschafter in Rom Poin- caré über den Besuch von Stinnes Bericht er­statten werde und gibt zu, daß der Aufenthalt Stinnes in Rom in politischen französischen Kreisen gestern abend allerlei Kommentare her- vorgerusen habe.

Mailänder Besprechungen.

Rom, 26. März. Mussolini reiste gestern nach Mailand zum Osterbesuch seiner Familie. Er wird dort den belgischen Außenminister Jaspar treffen, der zwar privat nach der Lombardei reist, aber die Gelegenheit zu einer Besprechung mit Mussolini über den Ruhrkon­flikt benutzt. Ferner trifft Mussolini in Mai­land Herrn.Seip el zur Besprechung der schwebenden österreichischen Probleme, insbe­sondere der Beteiligung Italiens an der öfter-

HW

An Rhein und Ruhr

setzen deut che Volksgenossen Leben und

E x i st e n z ein. Bon Euch wird nur ein weiterer Geldbeitrag zum

Deutschen Volksopfer erwartet.

Spenden nimmt unsere Geschäftsstelle an.

/.- ^ ' ^- -'

Aus dem Eindruchsgebrel.

Die Belgier besetzen die staatliche Zeche „Rheinbaben".

Bottrop, 26. März. Gestern besetzte ein Bataillon Belgier die sämtlichen Anlagen der staatlichen Zeche „R h e i n b a b e n" ein­schließlich der Schachteingänge. Der Betriebsrat erklärte sofort, daß die Arbeiterschaft die Arbeit niederlege und sie erst wieder aufnehmen werde, wenn die Truppen das Zechengebiet verlassen hätten. Die Arbeit ruht seit heute morgen voll­ständig. Von den auf der Zeche beschäftigten 6000 Arbeitern gehören 60 Prozent der kommu­nistischen Partei an; auch der Obmann des Be­triebsrates ist Kommunist. Die Belgier treffen Vorbereitungen für den Abtransport des auf der Zeche gelagerten Kokses. — Eine weitere Meldung besagt, daß die Verladeapparate der Zei^e von den Belgiern nicht gehandhabt wer­den können, sodaß die Belgier gezwungen sind, neue Anlagen unter großen Kosten zu schaffen. Die Zivilarbeiter, die die Belgier mitgebracht haben, bestehen zu einem großen Teil aus Ita­lienern.

Maschinenraub.

Berlin, 26. März. Aus Karlsruhe wird ge­meldet, daß die Franzosen die Maschinen verdeutschen Reichsbahnwerk stä t- t e n, auch der größten, nach Straßburg ab­transportieren.

Offenburg, 26. März. Aus der hiesigen Reparaturwerkstatt haben, die Franzosen meh­rere Werksmaschinen, Drehbänke und Der^ie« dene Kräne weggesührt, außerdem eine Anzahl in Reparatur befindlicher Lokomotiven, da­runter eine Schnellzugslokomotive.

Die Willkürherrschaft in Buer.

Buer, 26. März. Das französische Kommando hat der Stadtverwaltung mitgeteilt, daß die ge­plante Kirchenfeier für die in Buer am 11. März oetöteten Deutschen angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse nicht gestattet werden könne. — Am Samstag mittag ist ein französisches Tankgeschwader, das über acht Tage in den gärtnerischen Anlagen vor dem Rathause gestanden hatte, in der Richtung auf Recklinghausen abgerückt. Die Anlaaen baden

erheblich gelitten. — Am Sonntag nachmittag er­tönten Sirenen auf der Zeche „Schlägel und Eisen" in Langenbochum, wodurch die Besetzung der Zeche durch französische Truppen angekündigt wurde. Die Belegschaft hat die Arbeit niedergelegt und wird erst wieder einfahren, wenn die Zeche von den Franzosen geräumt ist. Die Franzosen scheinen es auch in Langenbochum auf den dort lagernden Koks abgesehen zu haben. — Einer Meldung des „Lokal-Anzeigers" zufolge wurde gestern endlich der deutsche Hauptzeuge in der Angeleaenheit bei Ermordung der beiden ftanzösischen Offiziere, bei Bergmann Winking, freigelassen, nachdem elf Tage lang von französischer Seite ein Druck auf ihn aus« geübt worden ist, eine Erklärung zu unterschreiben, in der er seine Aussagen widerrufen sollte.

AnSwèisun-e» und Vertreibungen.

Mainz, 26. März. Der kürzlich »erraffest Direktor der „Mainzer Anzeigers", Will, ist gestern mit Familie ausgewiesen worden.

Wiesbaden, 26. März. Die französischen satzungsbebirken haben heute 15 Eisenbahnbedienstete mit ihren Familien zwangsweise aus ihren Wohnungen vertrieben.

Bingen, 26. März. Die Eiienbahnbcamten m Bingen und Umgebung, die noch Dienstwohnungen bei der Bahn innehaben, müssen diese nunmehr auf Grund einer neuen Verfügung der Besatzungsorgane räumen.

Mainz, 26. März." Die Franzosen haben heute früh weitere sieben Zollbeamte, sowie den Privatmann Thiele in Mainz-Castell verhaftet und ausgewiesen.

Dortmund, 26. März. Der Verleger und der Schriftleiter der „Langendreerer Zeitung", die Gebrüder Pöppingbaus, sind von den Franzosen aus unbe­kannten Gründen verhaftet worden.

Wiederum zwanzig Mitglieder der Wies­badener Regierung ausgewiesen.

Wiesbaden, 26. März. Heute vormittag zwischen 6—8 Uhr wurden zwanzig Mitglieder der Wiesbadener Regierung von der französischen Besatzungsbehörde aus ihren Wohnungen ge»

/ weise im Auto bis an die Grenze des besetzten Gebietes vorFrankfurt gebracht und ausgewiesen. Es handelt sich um um folgende Herren: Regierungs- und Eewerbe-Rat Dr. Hesse, Regierungsrat Dr. Zaun, Oberbaurat Stiehl, Regierungs- und Vaurat Dr. Reumann, Re- gierungsrat Trapp, Eewerbe-Medizinalrat Dr. Bethke, Regierungs-Obersekretär Leber, Ne­gierungs-Obersekretär Flick, techn. Regierungs- Obersekretär Lange, Regierungs-Obersekretär Geibel, Regierungs-Oberjekretär Rie», Büro­diätar Opfermann, Kanzlei-Sekretär de Marne, Kanzlei-Inspektor Uhlemann, Reaierungs-Ober- sekretär Sander, Hauptkassen-Kassierer Batten­feld, Regierungr-ObersekretärBehre, Regierungs- Obersekretär Kusche, Regierungs-Obersekretär Eronhardt und Regierungs-Obersekretär Müller.

Truppensendungen aus Cherbourg.

Paris, 26. März. Der „Populaire" berichtet von Truppenentsendungen aus Cher, bourg nach dem Ruhrgebiet. Da» erste Kolonialregiment erhielt Abreisebefehl; bis jetzt ist von dem Regiment ein Trupp von hundert Mann abgegangen. Auch vom 24. und 25 Linienregiment und vom 136. Infanterieregiment werden heute Mannschaften nach dem Ruhr­gebiet abbefördert werden.

Die Franzosen beschlagnahmen die Weiubaudomänen.

Wiesbaden, 26. März. Nachdem die Wein, baudomänen an der Mosel bereits vor zehn Tagen beschlagnahmt worden sind, wird jetzt laut „Rheinischer Volkszeitung" in einem Erlaß der Rheinlandkommission auch die Beschlag­nah m e der Weinbaudomänen im R h e i n g a u angeordnet. Die Beschlagnahme bezieht sich auf die Weinberge, die Gebäude und die in den Kellern lagernden Weine.

Wieder «ine Zugent-leisun-,

Oberhausen, 26. März. Ein von französische» Perlon«! geleiteter Personen;»« ist am 24. März auf der Strecke Obkrkauirn-Wcn— Duisburg kurz vor der Einfahrt mit sämtlichen Achsen entgleist. Zwei Wagen fuhren ineinander, während die Maschine umnurzte. Wer bei diesem Eisenbahnunglück,»schaden gekommen ist, konnte nicht scstgestellt werden, weil die Unfall, stelle von der Besatzungsbehörde abzesperrt worden war. Es konnte jedoch beobachtet werden, da« ver- schiedene Personen, die den Zug benutzt haben, davon- getragen wurden.

AttaraZettkinvorübergeh^Hverhaftet

Paris, 27. März. Nach einer Havasmeldung aus Düsseldorf wurde vorgestern von dem Blockade­posten in Scharnhorst die kommunistische Abgeordnete Klara Zcttkin, die auf beut Wege nach Essen war, um dort in einer Versammlung das Wort zu ergreifen, feügenemmen. steuer«! Degoutte, der von der Unze- lefenheit in NeuntuiS gesetzt wurde, bat sofort ver- «nl«ßt, Anweisung zu geben, Frau Zettkin weiter- reifen zu lassen.

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Dollar (10 Uhr vsrm.) 20980