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hanauerSAnzeiger

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan a. M.

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Nr. 65

Samstag den 17. März

1923

Das Neueste.

Im Ruhrgebiet sind wieder zwei Deut- schenmorde zu verzeichnen.

In Rheydt haben die Franzosen Er- werbslosengelder beschlagnahmt.

Die Interalliierte Rheinlandkommission verordnete, daß, wer Telegraphen- oder Tele- chondrähte abschneidet, zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt werden soll.

Den gestrigen Interventionsgerüchten folgen heute die amtlichen Dementis.

Die britische Außenpolitik und Ruhrbesetzung.

London, 16. März. Lord Robert Cecil und das Parlamentsmitglied der Arbeiterpartei Clynes hielten gestern in dem Rat der Völkerbundsvereinigung, in dem fast 1000 Zweigstellen der Vereinigung vertre­ten sind, Reden über die dringenden Fragen der britischen Außenpolitik, insbesondere im Zu­sammenhang mit der R u h r b e s e tz u n g.

Robert Cecil

ir den Einmarsch ins

ründen, aber besonders

»klärte, er bedaure seh Ruhrgebiet aus vielen Grü deshalb, weil er eine starke nationalistische Er­regung in den betreffenden Ländern erregt habe. Die Frage werde jetzt nicht mehr mit Unparteilichkeit erwogen. In Deutsch- land sei das Ergebnis anscheinend, daß die Re- gierung verhindert werde, überhaupt irgend­welche Vorschläge zur Regelung der Frage zu machen. Er sehe nicht, wie eine Lösung erreicht werden könne, bevor alle beteiligten Parteien ihre Karten auf den Tisch legten. In derselben Weise widerstrebe Frankreich anscheinend,

genau zu erklären, warum es im Ruhrgebiet sei. Derbste wesentliche Punkt sei, daß in der einen oder anderen Weise die drei beteiligten Parteien vor die Oeftentlichkett träten, um ge­

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I nau zu erklären, was sie wollen. Dann würde I man sehen können, wie weit sie von einander entfernt sind und welche Verschlüge gemacht I werden müssen, um sie zusammenzubringen. I Was die Neigung betreffe, Frankreich andere I Motive zuzuschreiben, so sei er der festen Ueber« I Mgung, nachdem er vor kurzem Gelegenheit I Schabt habe, die Frage zu prüfen, daß die An- I Sriffe auf Frankreich, die sich auf die Annahme I gründen, Frankreich beabsichtige das I âhrgebiet zu annektieren, völlig unb e« I gründet seien. Er glaube nicht, daß irgend- I eine verantwortliche Meinung in Frankreich be- I die eine solche Annexion wünsche. Er M« sich täuschen, aber dies sei seine bestimmte Ansicht. Er glaube, daß in Frankreich in ge« Mem Sinne ein tiefes Unbehagen herrsche.

I Reparationen seien aber augenblicklich eine I i^ündäre Frage, in Wirklichkeit sei Frankreich ! M seine S i ch e r h «i t besorgt. Wenn man großen Schwierigkeiten beseitigen wolle, i Mse man beginnen, Frankreich ange- I Aessene Sicherheiten gegen einen 5"griffvondeutscherSeitezuver- AMfen. Bevor man Frankreich nicht das Gefühl der Sicherheit gebe, sodaß es sich ruhig emer friedlichen Tätigkeit widmen könne, glaubt rLnW, daß man es in die nötige geistige Ver- Milung bringen könne, die erforderlich sei, um ®tanb zu setzen, die Frage der Repara- uon streng geschäftlich zu behandeln. Z u e r st muffe man Frankreich die Sicherheit ver« Wfen. Er glaube nicht, daß ein Garantie- , Mischen Frankreich, Deuffchland und t Ln England angenommen würde. Er i sehr ernste Bedenken dagegen. Es sei mehr Dreimächte-Pakt erforderlich. Irgendein : Uschlag im Völkerbund sei der einzige soweit Garantien in Betracht kommen, eine allgemeine Garantie, die I M Grundsatz des Artikels 10 durchführe. Die i^'Sung an dem Garantiepakt im Völker- hornn^üffe allen Ländern in Europa und in °ffen stehen, sodaß man nicht nur Frankreich gegen Deutschland, sondern auch r â) tand gegen Frankreich Ga- tien gewähren müsse. In der französi- -presst und auch an einer anderen Stelle >ein Vorschlag gemacht worden, der der Er- g °8ung wert fei, nämlich, daß, um die Ost- 8 ^uze Frankreichs zu schützen,

eme entmilitarisierte, neutralisierte Zone glichen Frankreich und Deutschland bestehen Li rncht ein separater P u f f e r st a a t. Ein ?'cht zweckentsprechend sein, viel-

::« mph k?, uicht zweckentsprechend sein, viel« WIW un^?"^ kein Versuch erfolgen, die politische ^merzielle Hoheit der Zone zu verän- :0i" I iJ'Amu^e i n je d e m Fa lle f re i bleiben .()1 'M^ ÄÜb LU miiü-seiicken Wuchgrsitungan

benutzt werden. Ferner müßten die Eisenbahnen neutralisiert werden. Er glaube, daß eine solche Neutralisierung vor­genommen werden können

Was die Reparationen betreffe, so glaube er, daß, wenn man erst einmal die störenden Elemente beseitigt habe, die Verhand­lungen in sehr kurzer Zeit eine Lösung finden werden. Der erste Schritt müßte sein, die Ange­legenheit in die Atmosphäre des Völ- kerbundes zu bringen und sie, wenn eben

möglich, an den Völkerbund zu venr Es wäre wünschenswert und notwendig,

en.

>°ß

Deutschland veranlaßt würde, dem Bunde beizutreten. Dies werde eine der Be­dingungen für die erforderliche Regelung sein. Er hoffe, die britische Regierung werde die erste sich darbietende Gelegenheit ergreifen, eine Po­litik auf dieser Grundlage in die Wege zu leiten. Die Frage sei äußerst ernst. Von Tag zu Tag würde die Sympathie Englands seinen früheren Alliierten entfrembet. Er könne sich keine größere Katastrophe für Europa denken, als einen Bruch zwischen England und Frankreich. Er hoffe, daß sobald wie möglich eine starke ener­gische Völkerbundspolitik von der britischen Regierung eingeleitet werde.

Clynes

Ee aus: Von den (Entschliessungen, die dem rhaus unterbreitet worden seien, könne gesagt werden, daß sie dem Hause die Möglich­keit gegeben hätten, zu zeigen, daß weniger Meinungsverschiedenheiten zwischen den Par­teien, die hinter der Regierung stehen und der

Ruhr und Rhein

können zur Schicksalswende Deutschlands werden.

Deutschen VolKsopfer.

Spenden nimmt unsere Geschäftsstelle an.

Opposition vorhanden seien, als es je in aus­wärtigen Angelegenheiten der Fall gewesen sei. Man sei in diesen Fragen der nationalen Einheit nähergekommen. Die Meinungsver­schiedenheiten seien mehr scheinbar als wirklich. Die Frage der Sicherheit habe aufgehört, nur eine Frage der Sicherheit für Frankreich zu sein. Kein einziges Land könne sich auf die Dauer gesichert halten. Diese Frage der Sicher­heit sei

eine Frage der Sicherheit des gesamten Europa und der ganzen Welk.

Er bedauere tief den Weg, den die Franzosen emgeschbagen hätten. Dieses Verfahren müsse scheitern. Sicherheiten und Reparationen liehen sich nur erreichen durch die Frage einer größe­ren gemeinsamen Allianz, insbeson­dere zwischen den größeren Mächten Europas. Er würde gern sehen, daß Schritte unternom­men würden, um klarer und endgültiger seine Ansichten zu erklären. Andererseits würde er gern eine baldigeErklärungDeutsch- l a n d s sehen, w a s e s tun zu können glaube und zutunbereit sei.

Eine Entschließung

wurde einstimmig angenommen, in der die Notwendigkeit bekräftigt wurde, den Ge­dankenkomplex der internationalen Fragen, deren Mittelpunkt die Rep a r a t i o n s f r a ge bilde, einschließlich der Frage der internatio­nalen Sicherheiten, sobald wie möglich vor den Völkerbundsrat oder die Völker- bundsversammlung, wenn möglich mit Unterstützung Deutschlands und der Bereinigten Staaten zu bringen.

(Wenn Robert Cecil die Forderung auf« stellt damit zu beginnen, Frankreich ange­messene Sicherheiten gegen einen Angriff von deutscher Seite zu verschaffen, so verweisen wir auf den historischen Schritt, den das Kabinett Cuno gleich nach seiner Bildung getan hat: es hat durch die Vermittlung der Vereinigten Staaten Frankreich angeboten, einen Pakt ab­zuschließen, dessen vorgeschlagene Garantien Frankreich für alle Zeiten die Furcht vor einem deutschen Einfall Hütte nehmen müssen. Deutsch­land hat sich erboten, mit Frankreich und ande­ren am Rhein interessierten Großmächten * gegenseitig zu treuen Händen einer am Rhein nicht interessierten Großmacht für ein Men­schenalter, also ein Mehrfaches der im Vertrag von Versailles vorgeschlagenen Besetzungsfrist, feierlichst zu verpflichten, ohne besondere Er- mächtiauna durch Voltsabstimmuna gegenein­

ander keinen Krieg zu führen. Eine solche Ver­pflichtung hätte den Siegerstaaten jede Frie­densgarantie geboten. Zum großen Bedauern hat Frankreich dieses Anerbieten aber glatt ab­gelehnt. D. 9teb.)

Keine Intervention in -er Ruhrfrage.

So bestimmt vorgestern und gestern Lon­doner und Pariser Mitteilungen über englisch­amerikanische Interventionsabsichten auftauch­ten, so schnell werden sie heute bereits wieder dementiert. Weder in London und Washington, noch in Paris oder Berlin werde so heißt es an irgendwelche Schritte zur Einleitung von Verhandlungen gedacht. So mißtrauisch wir uns den plötzlichen Interventiongerüchten gegenüberfteUten, so verdächtig erscheint uns doch auch die heftige Gebärde der Abwehr, mit welcher der Derhandlungsgedanke überall zu­rückgewiesen wird. Um an der ganzen Sache gar nichts sein zu lassen, dafür hatten die offi­ziösen Nachrichtenstellen in London und na- mentlich auch in Paris ihre Finger denn doch wohl etwos zu tief in der Sache stecken. Fast möchte man an ein abgekartetes Spiel glauben, durch das Deutschland umgarnt werden soll. Jedenfalls deuten bestimmte Anzeichen darauf hin, daß man die deutsche Reichsregierung aus ihrer Reserve locken möchte, um auf diese Weise Handhaben zu erlangen, die deutsche Rechts- pofifion in der Ruhrfrage zu erschüttern. Hoffen wir, daß die deutsche Regierung fest bleibt.

Berliner Dementi.

Berlin, 16. März. Zu den gestern verbreite­ten pariser Gerüchten über Deutschlands Jnter- ventionsbemühungen können wir nach Erkundi­gungen an zuständiger Stelle feststellen, daß von deutscher Seite weder eine amtliche noch eine private Fühlungnahme weder in London noch sonst irgendwo erfolgt ist. Die ganzen Jnterventionsaerü^e gehen anscheinend wie heute auch derPetit Parisien zugibt, auf einen Besuch zurück, den der deuffche Botschaf­ter in London. Dr. Stamer, Mittwoch in Foreigne Office abgeffattet hat, der aber nur laufenden Angelegenheiten galt.

Auch Hughes und Großbritannien dementiert.

London, 16. März. Reuter meldet aus Wa­

amt-

shington: Staatssekretär Hughes ließ ein liches Dementi zu den Pressemeldungen ver­öffentlichen, wonach Großbritannien Dorschäge für eine amerikanische Vermittlung zwischen Frankreich und Deutschland in der Ruhrfrage gemacht haben sollte.

London, 17. März (Reuter.) Da weitere Gerüchte über eine Vermittlungsaktion im Um«

lauf sind, wird nochmals festgestellt, daß Groß­britannien an seiner Neutralitätspoli- t i k gegenüber der Ruhrfrage festhält und die Auffassung vertritt, daß eine offenbare- sung darin bestehe, daß Deutschland, Frank­reich und Belgien sondieren.

Degoutte hat sich die Sache -och einfacher gedacht.

Berlin, 16. März. Lady Asquith, die sich gegenwärtig im Ruhrgebiet auf- hälk, hatte, nach einer Meldung derVossischen Zeitung", eine längere Unterredung mit General Degoutte und dem Chef der Ju- genieurfomtniffion. Rach de« Aeußerungen dec Dame hätten diese Herren in unzweifelhaft pessimistischer Weise von der Zukunft gespro- chen. Aus ihren Worten sei hervorgegangen, daß sie sich die Sache doch viel ein- fachexgedacht hätten, und -atz sie sich jetzt vor der schweren Aufgabe sähen, den durch den Einbruch verursachten wirtschaftlichen W wäre wieder in Ordnung zu bringen. Auch beim Bergarbelkerserband in Essen war Lady Asquith. Rach den Unterredungen mit Gewerk­schaftsführern ließ sie sich einen Bergmann holen, der praktisch unter Tag arbeitet un­unlerhielt sich mit ihm etwa eine Stunde über alle Arbeitsverhältniste und Zustände auf den

Zechen. Auf ihre Stase, warum jetzt die Ar- beitnehmer und Arbeitgeber, zwischen denen doch sonst schwere Gegensätze bestanden hätten, in einer Front ständen, antwortete der Berg­mann, in der gegenwärtigen Zeit gäbe es nur eine Front und die richte sich gegen die Eindringlinge. Der Arbeiter war der Ueberzeugung, daß die Franzosen kaum einen irgendwie rationellen Betrieb auf den Gruben bewerkstelligen könnten.

(Degoutte Kat sich »>e Sache einfacher vorgestellt. Kein AunKer, wer hätte auch gedacht, Katz die Deutschen solange Widerstand leisten würden und katz Deadutte eine Aufgabe Sdernehiiicn mußtc, wie sie noch kein Mann vor sich Kalte. von Kem die geschriebene Gc- schichte wägte. Statt Kohle« zu besSrder«, muii «

Krieg führen gegen die Mädchen, die auf der Straß spielen; er muß Krieg führen gegen Greise und unge borene Kinder; er muß die Feuer auf den Herden au» blaken; er muß wir haben dar französische Bild veröffentlicht und werden er nicht vergessen mit dem eorden donenier" allem deutschen Leben den Atem abwüraen; er muß die Pest bet Hunger» über Kinder und Greise, über Männer und Frauen, über Lebende und Angeborene aurschütten; muß unschuldige Deutsche zu Tode foltern und hinmorden. Nicht Turenne, der Schinder und Mordbrenner bet allerchristlichen König», mcht Mèlac, nach dem in der Pfalz noch heute bw Metzgerbunde heißen, keiner von ihxen war vor einer le ungeheuerlichen Verbrecker-Aufgabe gestellt, wie die, womit Herr Poincarö der Bravo beiComité dee forges hinwiederum seine Bravi und gegen Sold gedungene Mordbrenner, den Räubergeneral Degoutte und seine Spießgesellen beauftragt hat. War Wunder, daß diese Aufgabe selbst einem Degoutte alt schwierig erscheint und nach neun Wochen erklärt, er hätte sich die Sache doch einfacher gedacht. D. Red.)

Witzhandlung unbequemer Zeugen.

Wie dasB. T." zu der Ermordung bet beiden französischen Offiziere in Buer feststellt, sind die von den Franzosen verhafteten deut­schen Zeugen des Attentats mißhandelt roorbetts und zwar besonders der Gastwirt Sandmann; vor dessen Lokal die beiden Offiziere erschossen worden sind. Diesem Zeugen ist übrigens ein stanzösisches Schriftstück zur Unterzeichnung vorgelegt worden, dessen Sinn er nicht verr stand. Da ihm das Schreiben nicht übersetzt wurde, hat er die Unterzeichnung verweigert. Hierzu wird uns aus Buer gemeldet:

Buer, 17. März. Die Gewaltmaßnahmen der Franzosen gegenüber den deutschen Zeugen in der Mordsache nehmen ihren Fortgang. Der Hauptzeuge, Bergmann W i n k i n g, bis zur Stunde noch in französicher Haft, gab folgendes zu Protokoll: Mit Alfred Emge befand ich mich in der Stehbierhalle von Sandmann, als ich drei aufeinanderfallende Schöffe hörte. Darauf ging ich mit Emge sofort weg und bfteo vor dem Lokal auf der Straße stehen. Ich sah, rote auf der verlängerten Hagenstraße vom Stadt- Cafe zwei Alpenjäger schnellen Schrittes her­auskamen und die Hagenstraße zur Essener- straße weitergingen. Gleich nach ihnen folgten zwei Offiziere. Der eine ging von der verlän­gerten Hagenstraße über die Hofftraße zur WirtschaftNeuking", wobei er taumelte und den Eindruck eines Betrunkenen machte. Er zog den Mantel aus; es schien, als ob er sich übergeben müsse. Er ging dann noch einige Schritte weiter und fiel hin. Der andere Offi­zier kam nach diesem aus der verlängerten Hagenstraße, lief aber nicht weiter und blieb an der Ecke der Hofftraße stehen. Um diese Zeit habe ich außer den beiden Alpenjägern keine Personen gesehen. Ich ging nun in die Wirt­schaft zurück und sagte, daß es nun Zeit würde nach Hause zu gehen, denn es seien jedenfalls zwei Offiziere erschossen worden. Gestern mittag erschienen nun französische Kriminal­beamte und Soldaten in der Wohnung dieses Zeugen und erklärten der Ehefrau, ihr Mann habe die Tat bereits eingestanden, sie möge den in der Wohnung befindlichen Revolver, womit die Offiziere erschossen worden seien, heraus­geben. Da die Frau erklärte, daß ihr Mann unmöglich der Täter sein könnte und niemals einen Revolver besessen habe, durchsuchten die Franzosen die.Wohnung, ohne jedoch eine Waffe zu finden. Ein Gastwirt, der von Montag mittag bis heute früh in französischer Hast fest« gehalten wurde, ist während der Dauer seiner Gefangenschaft fast ununterbrochen einem Kreuzverhör unterzogen worden. Er blieb jedoch bei seiner ersten Aussage. Das Bestreben der Franzosen geht nunmehr dahin, die Tat den Belgiern zuzrrschieben. So sollte ein Gastwirt erklären, der Zeuge Bergmann Winking hätte ihm gleich nach der Tat gesagt, belgische Solda­ten seien eilig nach der Tat davongelaufe«.

Reue Bluttaten.

Trier, 17. März. In einer Gastwirtschaft in Karthaus verlangte am Alittwoch abend ein französischer Offizier, der von Marokkanern begleitet war, die Räumung des Lokals, obwohl die Polizeistunde noch nickt eingelreten war. Als ihm ein Eisenbahner erwiderte, cs fei noch nicht Polizeistunde, wurde er von dem Offizier er- j«hoffen, nach vorhergehender Mißhandlung durch die Reitpeitsche.

M ü n st e r, 18. März. Am 14. März ist in Keitlinghausen in der Rahe -er Zech« Blumenthal der Bergmann Hoffmann vov den Franzosen erschossen worden. Einzelheitev fehlen noch.

Soliar (10 Mr oormj 20700