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Hanauer

General-Anzeiger

Mittwoch den 14. März

1923

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Amtliches Organ für Stadl- und Landkreis Kanan a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Son«. und Feiertage, , Fernsprech-Lnfchluy Nr. 1987

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Das Neueste.

In Buer herrscht Ruhe. Die Reichsregie-

Mg hat wegen der Buerer Schreckensnacht eine Protestnote an Frankreich und Belgien ab- zësandt.

Die Franzosen scheinen die Absicht zu haben, u. a. auch den Hauptbahnhof Essen zu militarisieren.

Die Franzosen haben das Thyssensche

Kohlenbecken im Rheinauhafen, einen großen Kohlenumfchlageplatz, besetzt und die Kantinen als Quartier für die Truppen requiriert.

In der gestrigen Sitzung des Steueraus- schusses des Reichstages erkannte der Reichs- finanzminister die Notwendigkeit an, an den Abbau der Kohlenpreise heranzugehen. Eine Besprechung zu diesem Zweck soll in den näch­sten Tagen stattfinden.

Tschitscherin hat in der Memelfrage eine neue Note an die Alliierten gerichtet.

Der Wanderer im Triebsand.

Lloyd George behandelt in einem weiteren von derDeutschen Allgemeinen Zei­tig" veröffentlichten Artikel die Gefahren, die für Frankreich aus einer Gema.mktion an der Ruhr entstehen könnten. Sehr treffend ver­gleicht der Verfasser Frankreich mit einem Manne, der eine Zeitlang im Triebsands ge­wandert ist und dann nicht weiß, ob er den festen Grund dadurch erreicht, daß er toeiter- geht, oder dadurch, daß er umkehrt.

Die stanzösische Regierung ist offenbar der Meinung, so sagt er weiter, daß die Sicherheit darin beruht, immer tiefer in den Sumpf hm-

Millionen Tonnen Kohle oder Koks erhalten. 8m Vergleich zu den Zusagen von Spa betrug der Gesamtrückstand nur 8 v. H. Frankreich hat während der genannten Periode tatsäch­lich 50 000 Tonnen erhallen. Kein Wunder, daß Herr Loucheur in der französischen Kam­mer rund heraus erklärte, er mißbillige das Fuhrunternehmen. Er besitzt einen entschiede- neu Vorzug gegenüber den Ruhrspekulanten tt versteht etwas von Geschäften. Ich Habe von französischen Staatsmann von Bedeu- mng mit der zweifelhaften Ausnahme des Herrn Barthou eine Auslastung gelesen, die pen Glauben an die Weisheit des Abenteuers ausdrückt.

Der Verfasser äußert dann die Befürchtung, ^ französische Regierung werde trotzdem u ch t v e r s u ch e n, sich aus den S ch w i e - ftgteiten zu befreien, in die sie sich, lyr Land und Europa gestürzt hat, und führt

Gründe dafür an. Er schreibt:

Wenn in England Regierungen Fehler machen so pflegt sie die Gefahr einer parla- ! Manschen Niederlage oder einige Mißerfolge u Nachwahlen rauh, aber sicher aus der Situ- fwn zu retten, und die Regierung verfolgt zur ^gemeinen Zufriedenheit von Freund und einen neuen Weg. Unter ähnlichen mstanden pflegt in Frankreich mit erstaun- Geschicklichkeit und Schnelligkeit ein SRe= »"ungswechsel inszeniert zu werden. Aber ta.nn nicht den Sturz einer Regierung wenn nicht jemand im Hintergrund M der willig und bereit ist, die nächste zu Heute ist in Frankreich die Schwierig- daß jeder für die Regie- ^.^L^bildung in Betracht kom- nde Führer das Ruhrunter- m e n mißbilligt und von seinem Fehlschlag überzeugt ist. Auf der V n l^'?^ ist kein hervorragender r P u i d) e r Führer in Frankreich b e - tu das Odium des Signa lszumRück- a^ PH zu nehmen. Man würde stets das ^. r Erfolg sicher gewesen sei, und die Feigheit und Perfidie des neuen ziellst» § Frankreich aus allen seinen finan- Opn n Schwierigkeiten triumphierend hervor- riski^^ wdre. Kein französischer Staatsmann südliche Beschuldigung. So ist die französische Regierung an den rwuiw/»^b Schlachtrosses gebunden und ge- Erklä?»»' "?^warts zu jagen. Eine weitere e«fn i ^g fur die Schwierigkeit eines Rückzugs Ivr- wachsende Wut der ur- ubenfJ 9 1 ^* n Anstifter des übereilten inen ^ ergebnisloser das Unterneh- Aenior,,11 '°, größer die Energie, mit der sie die Wi iJ?9 m ch/a Torheit weiter hineintreiben, schlagen sie einen neuen Vertrau

vor, der an die Stelle des Versailler treten soll. Grenzen sollen revidiert, reiche Provinzen und Städte praktisch annektiert, die Ruhrkohle Loth­ringens Erz angeschlossen werden, und Deutsch­land, noch mehr verstümmelt und gefesselt, soll in völlige wirtschaftliche Abhängigkeit gebrächt werden. Diese Ideen haben nicht ihresgleichen gehabt seit der normannischen Eroberung, durch die die Angelsachsen, nachdem sie entwaff­net waren, zur Bereicherung und zum Ruhm ihrer neuen Herren in wirtschaftliche Sklaverei versetzt wurden. Unnötig zu sagen, daß Groß­britannien und Amerika zur Teil­nahme an dieser neuen Friedenskonferenz nicht eingeladen werden sollen. Man will sie über die Bedingungen des neuen Frie­dens gnädigst unterrichten, wenn er durch Frankreichs Waffen endgültig hergestellt ist. Das britische Reich soll nicht einmal gefragt werden hinsichtlich der Regelung, die seine

Opfer allein ermöglichten. Amerika, das mit Millionen feiner Tapfersten zu Hilfe kam, er­scheint diesen wirren Köpfen, die von einer üblen Mischung von Haß, Gier und militärischer An­maßung vergiftet sind, kaum eines Wortes würdig. Die französische Regierung hat sich durch keinerlei Erklärung an diese Pläne ge­bunden, aber es ist von verhängnisvoller Be­deutung, daß sie von denselben Schriftstellern geschildert werden, die mit unablählichem Boh­ren die Regierung zu ihrem Vorgehen ange­

durch keinerlei Erklärung an

stachelt haben.

Zum Schluß geht Lloyd George auf die letzte Pariser Konferenz ein und schreibt:

Ich habe das Blaubuch sorgfältig studiert. Ich bemühte mich, zu entdecken, was Herr HürWarch eigeuttsä Mst ^yttiehUuih^fc^j&s dingung seiner Unterwerfung unter den Willen Frankreichs' zu fordern gedachte. Was sollte Deutschland tun, um den tödlichen Schlag zu vermeiden? Ich habe seine Reden und Dar­legungen vergeblich nach einer Auseinander­setzung über diese Bedingungen durchforscht. Gewiß, man hatte niemals danach gefragt. Das klingt unglaublich. Aber jeder Teilnehmer war so eifrig dabei, die Konferenz abzubrechen, um unangenehmen Gegensätzen ein Ende zu machen, daß es offenbar niemand in den Sinn kam, diese wichtige Frage zu stellen. Die am meisten interessierte Pertei war nicht vertreten. Das Ergebnis ist, daß niemand die Be­dingungen kennt, unter denen die sran­zösische Armee das Ruhrgebiet räumen will. Herr Bonar Law wußte nichts zu erwidern, als man ihn im Unterhause danach fragte. Dies wundert mich nicht, denn niemand hat es ihm gesagt, und er hat niemals danach gefragt. Ich bin sicher, daß Herr Poincar« jetzt gar nicht mehr weiß, weshalb er ins Ruhrgebiet ein­brach. Aus diesem und aus andern Gründen wird er dort bleiben, bis irgend etwas geschieht, das eine Lösung bietet. Die meisten Tragödien der Menschheit entspringen dem Zufall!

Die Lage in Buer.

Berlin, 13. März. Wie die Blätter aus Buer melden, ist die vergangene Nacht ruhig verlaufen. Von den Franzosen wurde eine außerordentlich scharfe Verkehrssperre ausgeübt. Die ersten beispiellos scharfen Verordnungen des Kommandierenden Generals sind durch mildere ersetzt worden. Vor dem Rathause haben die Franzosen sechs Tanks aufgefahren.

Die behördlichen Feststellungen.

Buer, 13. März. Die nunmehr abge­schlossenen behördlichen Feststellungen über die Tötung der beiden französischen Offiziere am 10. März in der Hagenstraße in Buer haben zu dem Ergebnis geführt, daß an der Tat keine Deutschen beteiligt waren. Rach den Angaben verschiedener Zeugen sind die Offiziere offenbar von zwei französischen Alpenjägern erschossen worden.

Deutsche Protestnote.

Berlin, 13. März. Der deutsche Geschäfts­träger in Paris wurde beauftragt, der französi­schen Regierung eine Note zu überreichen, in der es heißt: Der kommandierende General des 32. französischen Armeekorps hat wegen der Tötung von zwei französischen Militärpersonen in Buer den Oberbürgermeister als Geisel fest­nehmen lassen und dem Magistrat amtlich be­kannt gegeben, daß der Oberbürgermeister ohne Urteil erschofien werden würde, falls weitere Gewaltakte an Franzosen verübt würden. Er hat außerdem gegen die Stadtbevölkerung selbst die schärfsten Repressalien angeordnet, denen bereits eine Reihe Einwobner tum Ookr ae-

fallen ist. Obwohl im Augenblick die amtlichen Berichte über die Einzelheiten noch ausstehen, kann schon jetzt festgestellt werden, daß mehrere Personen erschossen oder verwundet worden find. Nach den Meldungen der örtlichen Behör­den steht keineswegs fest, daß Deutsche an der Tötung der beiden französischen Militärpersonen überhaupt beteiligt sind. Die Maßnahmen, wie sie jetzt von dem französischen General in Buer durchgeführt oder angedroht werden, find ledig­lich dazu angetan, die Bevölkerung zur Ver­zweiflung zu treiben und unabsehbares Unheil heraufzubeschwören. Wenn der französischen Regierung noch daran liegt, dies zu verhüten, so ist es ihre Pflicht, dem Vorgehen der mili­tärischen Befehlshaber Einhalt zu gebieten, da die Verantwortung für alle Folgen sonst auf sie allein und nicht auf die deutsche Regierung oder aus die deutsche Bevölkerung fällt.

Die Beerdigung der Opfer.

Wie aus Gelsenkirchen gemeldet wird, muß die Beerdigung der von den Franzosen in Buer ermbrdeten Deutschen Mittwoch früh 7 Uhr in aller Stille vor sich gehen. Nur die nächsten Angehörigen der Todesopfer dürfen an der Be­stattung teilnehmen. Die Trauerfeier für die getöteten französischen Offiziere soll dagegen mit größtem Pomp vor sich gehen.

«ntrSstnng in Schweden.

Stockholm, 13. März. Dar Auftreten der französischen Soldateska in Buer erregt in Schweden größte Entrüstung. Man ist vor allem entsetzt darüber, daß der zuständige General es wagt, mit der Er­schießung von Geiseln zu drohen.Aftonbladet" schreibt: Die Kohe französische Rechtskultur muß sich schon darein finden, wenn das neutrale Ausland feftfteüi, daß solche Methoden aus ein Haar den Methoden «Men, uMe MÄäâLM Jubeltagcn des Bolschewismus anaewendet worden sind. Das Traurigste an diesen Orgien der Gewalt und der Willkür ist, daß sie überhaupt möglich sind."

Ein nicht wieder gutzumachender Fehler.

Buer, 13. März. Anläßlich der Erschießung der beiden französischen Offizieren hat der Orts- kommandam von Buer die Stadtverwaltung aufgefordert, sofort eine neue Polizei zu schaffen.

(Damit geben die Franzosen selbst zu, daß sie mit der völligen Fortschaffung der Schutz­polizeibeamten einen nicht wieder gutzumachen­den Fehler begangen haben. Die Bildung einer neuen Polizei stößt auf außerordentliche Schwie­rigkeiten, da geübtes personal nicht vorhanden und die risch vorhandene Kriminalpolizei wegen der Ermordung eines deutschen Kriminalwacht­meisters durch die Franzosen nicht gewillt ist, sich der Lebensgefahr auszusetzen.)

Die Lage.

Münster, 13. März. In Dortmund, Buer, Lünen, Bochum und Herne ist die Lage heute unverändert. Neue Zwischenfälle haben sich nicht ereignet. Der Belagerungszu­stand in Buer wird in der schärfsten Weise durchgeführt. Im bergischen Lande be­schlagnahmen die Franzosen heute Kraftwagen. In Witten wurden außer dem Stadtbaurat B e w i g, der inzwischen ausgewiesen ist, Ober- bürgernieister Dr. Lauer und ein Kriminal­kommissar verhaftet, in Bochum' ein Polizeibe­amter, der hinterlassene Polizeipferde vor den Franzosen in Sicherheit bringen wollte.

Köln, 13. März. Direktor Thomas von der Gewerkschaft Jünkerath sowie sein e r ft e r Prokurist sind in ihren Wohnungen fest- gehalten worden. Die Anlagen der Gewerkschaft sind besetzt. Es darf nicht gearbeitet werden. Die Einsperrung der Werksleitung und die Besetzung des Werkes hängen mit der Weigerung zusam- men, für den Bahnhof Jünkerath elektrischen Strom zu liefern. Ueber das Postamt Jünkerath wurde die Po st sperre ver­hängt; alle ankommenden Sachen und aus­gehenden Sachen werden geöffnet. In der Nacht von Sonntag auf Montag ist das Eisen­bahnmagazin in Jünkerath abgebrannt. Wahr­scheinlich wurden deswegen Ingenieur Faß­bender von der Betriebswerkstätte, Eisen­bahninspekteur R i ch e r z sowie Ingenieur Otto verhaftet und im Wartesaal der vierten ^münjter^lS. März. Die Verkehrslago ist im all,«meinen unverändert. Gewisse Er­leichterungen sind seit drei Tagen dadurch entstanden, day die Franzten tazlich ss viele leere Güterwagen aus dem besetzten in dar un- desetzte Gebiet tzeraurlassen, wie am Vortaze in das Befette Gebiet hinein,«kommen sind.

Die Besatzung von Buer und Horst wurde um ein Bataillon verstärkt. Auch 'in Langen­dreer sind zwei Bataillone einaetreffen.

Die Militarisierung der Eisenbahnen.

Münster, 13. März. Die Bahnhöfe Bochum- Hauptbahnhof, Essen- Hauptbahnhof und Speldorf bei Mülheim sind noch unbesetzt. Es hat den Anschein, als ob die beiden letzge­nannten Bahnhöfe von den Franzosen r; ili* tarifiert werden sollen. Die Franzosen scheinen jetzt bestrebt zu sein, auf den militari­sierten Strecken einen regelrechten Betrieb durchzuführen. Zur Sicherung haben sie auf dem Bahnhof Oberwengern nördlich Vorhalle das Stationsgebäude mit Stacbsldrahb umgeben. Auf der militarisierten Norüllrecke ist der Bahnhof D a t t e l n von Sen Franzosen durch eine einen Meter starke Barrikade abae- sperrt. Der Bahnhof soll vermutlich als End­punkt der militarisierten Nordstrecke, Ober­wengern als Endpunkt der südlichen Strecke dienen.

Warr mutz das Eommuniqn« von Brussel genau lesen.

Paris, 13. März. Je mehr Einzelbeiten über die gestrigen Beschlüsse der Brüsseler Ksnferenz bekannt werden, umso durchsichtiger wird das Doppelspiel, das mit der in dem amtlichen Communiauâ (von uni gestern veröffentlicht. D. Red.) enthaltenen Erklä­rungen von der Bereitschaft zur Räumung der Ruhr­gebiets beabsichtigt ist. Einer der Teilnehmer ax bei Beratungen, der französische Kriegsminister Maginot, enthüllt es am deutlichsten, wenn er dem K.rrespon- denten deSJntransigeant" erklärt:

Man muß das CommuniqS sehr genau lesen. Sein Sinn ist unzweideutig her, daß Frankreich und Belgien das Ruhrgebiet nicht eher verlassen werden, als bis sie bezahlt sind/

Herr Maoinot, der in Paris bekanntlich der Wort- iübrer der MMM Rchlung ugd der^Lo^ömPser einer weiteren Ausdehnung der Besetzung ist, tat aus­drücklich hinzugefügt, daß er von dieser Formel höchst befriedigt sei.

Die diesigen gemäßigten Organe, die heute morgen mit dem vollständig auf die Wirkung ^im Auslande berechneten und vielleicht auch auf eine Spaltung des deutschen Widerstandes spekulierenden Manöver eines Verzichts auf d-e politischen Ziele der Riihrbcsetznng spielen zu dürfen geglaubt haben, werden nicht umbin können, ihre allzu optimistische Auffassung einzuschränken, wenn sie die Erlâuteruiigen lesen, die der als offiziös geltende Brüsseler Korrespondent des Tempr" zu dem gefaßten -Räumungsbcschluß" gibt. Es heißt da:

Dar Ruhrgebiet werde geräumt werden in dem Maße, in dem Deutschland die aiifcrlegten Zahlungen leiste. DaS schließe weiterhin ein, daß da der rechtmäßige Charakter der Sanktion aus der von der Reparationrkommission konstatierten deutschen Vcrsch- liing nicht mehr bestritten werden könne die int Friedenkvertrag für daS linke Rheinufer festgesetzten OkkupationSfrisien noch nicht zu laufen begonnen hätten und das rechte Rheinufer nur schrittweise und im Verhältnis zum Eingang der deutschen Milliarden geräumt werden könne. Vor der angekündigten Zurück- ziehung der französischen Truppen würde jedoch außer­dem noch eine ganze Reihe von Garantien und Sicherheiten, die auf einem anderen Gebiet liegen, gefordert werden müssen."

Nicht minder instruktiv ist der Leitartikel bei Temps", in dem gesagt wird, daß selbst wenn Deutschland die Zwcckiosiskeit weiteren Widerstandes eingeieben und positive Vorschläge machen sollte, an eine Aufnahme von Verhandlungen nicht zu denken fei, solange Deutschland nicht völlig kapituliert habe, da? heißtbevor nicht der Bopkott und die Sabotage aufzebört hätten und das Wirtschaftsleben und der industrielle Produktionsapparat der besetzten Gebiete wieder in vollen Gang gebracht worden fei, die Abführung der Steuern und Abgaben an sie französisch-belgischen Verwaltungsorgane regelmäßig funktionieren und der Betrieb der von den Belgiern und Franzosen bes-blagiiahmten Bahnen des Rbem» [anbei und bei RuhrgebieteS gewährleistet sei. Mit anderen Worten, diejenigen Kreise, bereu Auftaffung derTemPS" wiederzug-ben pflegt, wollen den Beginn der Verhandlungen davon abhängig machen, daß Deutschland den an ihm begangenen Raub nicht nur sanktioniere, sondern dessen Urhebern behilflich sein soll, ihre Beute in Sichcrbeit zu bringen. (Welch unerhörte Frechheit 1 D. Sieb.)

Knebelung der Presse.

Mainz, 13. März. Der verantworliche Redakteur des Mainzer Anzeigers, Ns ha sch eck, wurde heute vom französischen Militärpolizei, gericht wegen einer als Beleidigung für die Vesatzun,Struppen angesehenen Zeitungsnotiz zu einem Monat Gefängnis und 50000 Mark Geldstrafe verurteilt.

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Dollar (10 Uhr vorm.) 20800