General-Anzeiger / AmMches Organ für Stadl, und Landkreis Kanan a. M Erscheint täglich mit Ausnahm« der 6onu. und Feiertage. / Fernsprech-AnschlNp Rt. 1287
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U. 61
Dienstag den 13. März
a^wmiaMiHiaa«
1923
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Zwei Deutsche zu Tode gefoltert.
zahlreiche Stratzenpassanten angeschosssn-
| Blutherrschaft der Franzosen! »Unheimlich, gruselnd klingt diese Ueberschrift — j aber sie ist nicht übertrieben und kennzeichnet I nur das Regiment, das die Franzosen in Buer I führen. Wir haben in den verflossenen acht »Wochen schon von so mancher Gewalttat der » französischen Bestie gehört, was aber in diesen »Tagen sich in Buer ereignet hat, stellt alle I bisherigen Bestialitäten der Franzosen in den I Schatten. Wir berichteten gestern, daß in der I Nacht zum Sonntag in Buer zwei französische k Offiziere erschossen worden seien. Niemand I kannte zunächst die Umstände der Mordtat, für I die allerdings von vornherein französische Sol- I baten in Betracht kamen. Trotzdem veranstalte- k ten die Franzosen ein Kesseltreiben auf die Be- k völkenmg, zunächst nach bekanntem Muster. Die »Zeitungen wurden unterbunden, der Verkehr I wurde gesperrt, Bürger wurden miß'' ^ belt, I Reitpeitsche und Gewehrkolben traten in Aktion. I Eine ruhige Stadt wurde in einen Hexenkessel r verwandelt, in dem die wildgewordene Svlda- I teska mit Gebrüll umhertobte. Die französische IPresse schrie, ohne das Ergebnis der sofort ein- Igeleiteten Untersuchung abzuwarten, Zeter und IMordio, eine Flut unflätiger Schimpfworte goß I sich über das hinterlistige Deutschland, das un- »schuldige Franzosen, die zu friedlichen Zwecken »ins Land gekommen seien, hinterrücks und feige »ermordet. Pomcars und der Trompetenbläser |®aginot packten ihren ganzen Ladtzn.âMLer s Phrafengrammophonplatten aus und leierten «ihr blutrünstiges Lied ab, mit dem Erfolg, daß | gestern in Buer drei unschuldige Menfchen dem » Moloch des entfesselten Militarismus zum Opfer | fielen, wovon zweibuchstäblichzuTode . gefoltert wurden. Mehrere Personen wurden angeschossen, zahlreiche ahnungslose ©pa» »Mgänger wurden mit Peitschen und Gewehr- I kolben traktiert oder verhaftet und es ist nicht I abzusehen, wieviel Opfer das Blutregiment der »Franzosen noch fordern wird — trotzdem durch «Zeugen einwandfrei festgestellt ist, daß die bei- »den franzöfsschen Offiziere durch französische Sol- kdaten erschossen wurden.
I Ueber die gestrigen Bluttaten von Buer » "«gen heute folgende Meldungen vor:
| Auer, 12. März. Am Sonntag mittag £ Kurden von den Franzosen der Kriminalbeamte ourchho ff aus Buer-Erle und der Elektro- I Monteur Wittershagen als der Mordtat f an den beiden französischen Offizieren verdächtig $ "^hafkei. Burchhoff wurde auf Grund der De- ■ Awziation eines Großpolen, der dem Beamten Me geschworen hatte, von den Franzosen ifilgenommen. Burchhoff nannte als Alibi- Zeugm den Monteur Wittershagen, mit dem er Zeit der Mordtat zusammen gewesen war. «e,de wurden in der Rächt im französischen èestlokal schwermißhandelt. Es scheint,
Burchhoff sich gegen diese unmenschliche Be- Mdlung gewehrt hat. Gegen 9 Uhr abends Rtfen die Franzosen ihn auf den Platz hinter
Rathaus. Die Bewohner der anliegenden ^user waren vorher ausgefordert worden, die öensker zu schließen. Auch war verboten, zu machen. Zwei Offiziere und Soldaten schleppten Burch- v°N auf den freien Platz. Die Be- °hner der Häuser hörten laute Schreie bedauernswerten, gleich darauf fielen Vc 1 Schüsse; dann wurde es still und die Franzosen entfernten sich hastig. D i e L e i ch e grausige Verletzungen auf. rSchädel ist durch Kolben- ’7l«9e vollständig zertrümmert. bchutzvLrletzunq findet sich in der Brust, zweite vor der Stirn. Der Monteur lktershagen wuri^ kurz nach diesem orfall auf den Lyzeumshof ge- Ichleppt und dort erschossen. Die f'uge durchschlug den Schädel, der vollständig Vssen ist. Der Schuß muß aus nächster
ubgegeben worden sein, da das Gesicht Mfirerche Pulverflecke aufweist. Die Leihen r beiden Ermordeten wurden im Laufe der ^t 'n das Duersche Rathaus gebracht mit bemerken, die beiden Deutschen seien auf hJ E^asze erschossen worden, weil sie gegen «-..n - "duung betreffend den Rachtverkehr ^'iwszeu hätten.
12. März. Gestern gegen 11.30 en^s wurde der Kranführer P. Jah-
- ßUß Gelsenkirchen, der zum Besuch einer
Ein weiterer Deutscher erschossen
befreunbefen Familie in Buer weilte, auf der Hochstraße ohne Anruf von einem französischen Posten erschossen. Auf die Hilferufe seiner Frau, die ihren Mann beglei- tet hatte, erschien eine französische Patrouille, die erklärte, daß der Schuß, der auf FahbeS abgegeben worden sei, nur von einem Deutschen stammen könnte. Der Posten hatte sich sofort, nachdem der Schuß abgegeben worden war, eiligst entfernt. Obschon zahlreiche Sfraftenpatrouitten den Vorfall beobachtet hatten. ließ man die Frau des Erschossenen fast dreiviertel Stunde lang vergeblich um Hilfe rufen. Roch in derselben Rocht wurde ein hiesiger Arzt herbeigerufen, der den gewaltsamen Tod der drei Ermordeten feststcllte.
Der als Geisel festgehaltene Oberbürgermeister mit dem Tode bedroht.
Dortmund, 12. März. Der kommandierende General des 32. Armeekorps, Eaorn, gab dem Magistrat in Buer bekannt, daß im Falle in Buer ein neuer Mord an Franzosen verübt werden sollte, der als Geisel festgehaltene Oberbürgermeister ohne Urteil erschossen werden würde. Der General übernehme volle Verantwortung für dieses Urteil und sei bereit, sich unter gewissen Umständen vor einem französischdeutschen oder internationalen Gerichtshof zu stellen. — Der Vertreter der Buerschen Kauf- m^m&aji^nelj). ^ den Beschluß des kommandierenden Generals dem Magistrat sowie der Bevölkerung zur Kenntnis zu bringen.
(Der Buerer Oberbürgermeister schwebt also in Lebensgefahr, denn wie leicht ,kann von den Franzosen ein neuer Mord verübt werden, um die Schuld hieran auf irgend einen Deutschen zu schieben, wie es ja auch in dem Buerer Falle geschieht. D. Red.)
Beschießung von Str«ßenp«ffanten.
Bue», 12. März. Währmd der ganzen Nacht vsn Sonntag auf M»ntag wurden zadlreiche Straßen- Passanten, die zum Teil frühmorgens nach auswärts gereist waren und Don dem Verbot des Nacht- Verkehrs keine Kenntnis haben konnten und ahnnngk- lo? ihre Behausungen aufsuchten, ohne Anruf von den Franzosen beschossen. Mehrere von ihnen mußten wegen gefährlichen Schußverlctzungen in die hiesigen Krankenanstalten gebracht werden. Im Marienhospital befindet sich ein junger Mann, der einen Bajonettstich in den Kopf erhielt. Am Montag Vor- mittag riefen die Franzosen das Lehrerkollegium des Gyamassums zusammen. Sie machten dem Kollegium den Vorwurf, daß die Schüler von den Lehrern zum Abreißen der französischen Plakate ausgefordert worden feien; überhaupt seien die deutschen «ymnaüen die Pflanzstätten des VölkerbasseS. Der Gymnasiallehrer S o l u b a » wurde mit der Reitpeitsche mißhandelt. Der Leiter der Anstalt, Oberstudiendirektsr Dr Neher, Studienrat Freibuetcr, BergeorSnetcr der' Stadt Buer, wurden verhaftet und abgeführt. Zahlreiche weitere Verhaftungen, die im Laufe des Sonntag» und Montag, vorgenommeu würden, steigerten die Erregung der Bevölkerung aufs Höchste. Wie b« Franzosen gegen die Bevölkerung h^^Mt „tat die Tatsache, daß harmlose Straßen- paffanten, biente Hände in den Bianteltaschen hatten, ohne weiteres von sranzösischen Pa-rouillc« festgenommen und weggtschltppk wurden.
U««cl.iMich« Repressalien.
io März. Man meldet aus Düsseldorf, gestern nachmittag ?u Ghren9 bei beiben getöteten Franzosen sich nach «..rtiinniLiipn beaeben hat. Er verlieh den beiden S»S SÄ w^ Xw“
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fliehe daraus, ^"âlkeruny ausgezeichnet wären, :
Berlin lammende Agenten autaebem ww •
wirkliche Feind ist nicht an der Ruhr, sondern in Berlin, und ich sage das nicht nur unseren Soldaten, sondern auch der Bevölkerung, deren wahren Feinde die Agitatoren der deutschen Regierung sind."
Auch P o i n c a r é hielt gestern ans einem Bankett ehemaliger Iöger eine Rede. Er sprach hierbei über die Zwischenfälle von Buer und erklärte: Sie können damit rechnen, daß dieses verdammenswerie Attentat bestraft wird und daß die Opfer gerächt werden. Moraen begebe ich mich mit General Degoutte nach Brüssel und ich werde mich versichern, daß alle nötigen Maßnahmen zur Niederdrückung (Repression) getroffen sind. Keiner der Anwesenden habe nach dem Verlust von Elsaß-Lothringen von einem Revanche- krieg gesprochen. Sie hätten ein zu bestimmte? Vorgefühl für die Schrecken eine? neuen Konflikte? zwischen Deutschland und Frankreich gehabt. Aber sie hätten sich gesagt, wenn Frankreich angegriffen werde, würden sie in der ersten Reihe der Verteidiger des Vaterlandes stehen und alles tun, um seine Integrität wieder ber- zustellen. Unter Hinweis auf die Rubrbesetzung erklärte der Ministerpräsident, alle Franzosen und Belgier arbeiteten fortan an einem gemeinsamen Werk, nämlich Frankreich seine Sicherheit und die Wiederherstellung seiner verwüsteten Gebiete zu garantieren. Keinem Volke sei gestattet, ungestraft feierliche Versprechungen zu verletzen und alle Verträge wie Papierfetzen zu behandeln.
Die Aufklärung der Mordtat.
sielt: Am
Wie aus Buer gemeldet wird, werden die Vernehmungen in der Mordaffaire von deutscher Seite energisch fortgesetzt. Nach übereinstimmenden Aussagen und protokollarischen Feststellungen mehrerer deutscher Zeugen hat sich der Vorgang folgendermaßen abgesvielt: Am Samstag trafen zwei französisch« Offiziere in der Hochstraße gegenüber einem Restaurant 2 französische Alpenjäger. Ein in dem Restaurant befindlicher Rechtsanwalt und die Wirtin hörten, daß dis Offiziers mit den Alpenjägern
1 Als die Gäste des Restaurants sich darauf auf bie Straße begaben, sahen sie die beiden Offiziere tot auf dem Boden liegen. Gleichzeitig bemerkten sie, daß die beiden Alpenjäger eiligst davonliefen. Der Mord geschah an der lebhaftesten Straßenecke Burrs, was nicht dafür spricht, daß die Täter den Offizieren aufgelauert haben.
Neue unerhörls Gewaltakte.
Karlsruhe, 12. März. Ein neuer unerhörter Gewaltakt der Franzosen, der ihr jeder Menschlichkeit bares Vorgehen gegen eine wehrlose Bevölkerung erneut in schärfstes Licht setzt, wird aus Offenburg gemeldet: Der Kommandant der Befatzungstruppen, Oberst AlkMayer, ließ die beiden bienffätfeften Stadträte von Offenburg zu sich kommen und eröffnete ihnen, daß die Kasernengebäude geräumt werden müßten. Die Stadtverwaltung hatte die Kasernengsbäude zu Wohnungen ausbauen lassen. Gegenwärtig wohnen 1 7 0 Familien, meist Arbeiter und Angestellte, und eine Anzahl vertriebener Elsaß-Lothringer dort. Da nicht nur in Baden, sondern wie bekannt, im ganzen Reiche die allergrößte Wohnungsne: herrscht, wird es völlig unmöglich fein, die in den Kafernen wohnenden Familien anderweitig unterjubringen. Die Unglücklichen werden also in dieser unwirklichen Jahreszeit mit Frau, Kind und Habe von ihrem Feind vertrieben und buchstäblichauf die Straße gesetzt. Sollten die Franzosen die Räumung der Wohnungen wirklich mit Gewalt durchsetzen, wird liefe Tak, die 170 Familien in namenloses Elend reibt, und die den schlimmsten französischen Gewaltakten an die Seite gestellt werden kann, nicht nur in Baden und toi Reiche, sondern iberall, wo noch Sinn für Menschlichkeit oor- anden ist, tiefste Entrüstung und schärfste Verurteilung finbén.
Dortmund, 12. März. Unter bett Taten (e aßdrwbSlSltd g.Äa.O -v„zd.z.chfL- x S f ►er französischen Soldaten hat besonders das Uerlöl um den Zoologischen Garten, an dessen Rande sich ein öffenMches Haus befindet, zu eiben. Am Abend des 3. März zogen fünf rauzösische Soldaten, offenbar betrunken, durch dies« Viertel und zertrümmert«, mit ihren Seitengewehr« mehrere größere Schaufonster- cheiben. In einer Wirtschaft der Altstadt gerieten französische Soldaten nach einer polui- chen Ausemandersetznng mit einem deutschen Bürger in Streit. Einer bet Soldaten be- drokte den Deutschen mit dem Revolver; ein h«rdeig«rufeuer Polizeideamler wurde au» der Wirtschaft hinausgedrängt. Schließlich behauptete einet der Soldaten, ihm sei die Brieftasche aeslohlsn worden. Die Soldaten nahmen darauf dem Keünsc feine Brieftasche ab und voviioZsa dann mit bet veutc die Wiestchast.
Hagen, 12. März. Erstem abend wurde die demokratische Abgeordnete Fräulein Dr. Lüders in Hernecke von den Franzosen in ein Wachlokal gebracht und dort durch nicht wiederzugebende Aeußerungen belästigt. Auch als Fräulein Lüders sich die groben Belästigungen und die Durchsuchung des Reisegepäcks energisch verbat, schritt der französische Vorgesetze nicht ein, ließ vielmehr seine Untergebenen ruhig gewähren. Zur Beurteilung des Zwischenfalls sei mitgeteilt, daß der Pah ausdrücklich die Zugehörigkeit Fräulern Lüders zum Reichstag feststellt.
Heute vormittag beschlagnahmten die Franzosen in Hernecke ein Privatauto. Dessen Führer wurde beauftragt, in Begleitung von zwei französischen Soldaten den Autobefitzer außerhalb der Stadt- grenze abzusetzen. Der Kraftwagen fuhr über das Ziel hinaus bis zu den Eickschen Stahlwerken in Eckesey, wo der Autobesitzer abgesetzt wurde. Auf die sich dabei ansammelnde Menschenmenge feuerten die Franzosen ungefähr vier bis sechs Revolverschüsse ab, wodurch ein Mann schwer verletzt wurde.
Köln, 12. März. In Düsseldorf wurde der Metzger Lückerath in der Nacht zum 4. März von drei französischen Soldaten überfallen und durch Messerstiche schwer verletzt.
In Bochum die Lage unverändert.
Bochum, 12. März. Die Lage ist unoev ändert. Im Innern der Stadt sind noch alle Geschäft« geschlossen. Der Oberbürger meister Graf und sein Bürodirektor find nach achttägiger Hast auf freien Fuß gesetzt worden.
Die Brüsseler Konferenz.
Brüssel, 12. März. Ueber die Brüsseler Konferenz meldet die Agence Belge, das Nachrichtenbureau der belgischen Regierung:
Die^onferenz des belgischen Ministerpräsidenten T h e u n i s und des französischenMinisterpräsidenten Poincars, an der auch Oie Mliarbeuer der beiden Minfftsrprästdenten teklnahmen, dauerte von 2 Uhr nachmittags bis 6 Uhr abends. Es wurden die Maßnahmen besprochen, die nötig sind, um die Lieferungen von Kohle und Koks an Frankreich und Belgien zu beschleunigen. Dar aufgestellte Programm wird nach den Direktiven, die von den beiden Kabinetten gemeinsam erteilt würden, allmählich durchgeführt werden. Sodann wurden die mit der Tätigkeit und der Finanzgebahrung der französisch-belgischen Eisenbahnverwaltung im Zu- sammenhang stehenden Fragen geregelt, und man kam über dre Repressiomaßnahmen und Sanktionen überein, die im Falle neuer Attentate auf die Be- satzungstruppen anzuwenden seien. Ferner wurden die Grundsätze über die Erteilung von Lizenzen für die mit ausländischen Industriellen abgeschlossenen laufenden Geschäfte aufgestellt, schließlich wurde auf der Konferenz nochmals die EimZ- seit der beiden Regierungen dahin festgestellt, dre Räumung des Ruhrgebiets und der neubesetzte« rechtsrheinischen Gebiete nicht von einfachen Versprechungen Deutschlands abhängig zu machen, sie vielmehr in dem Maße zu vollziehen, in dem Deutschland seine Reparation»« erpflichtungen erfüllt. Die beiden Regierungen sind gleichermaßen entschlossen, diese Gebiete nicht zu räumen, bevor sic von der Reichsregierung außer der Aufhebung der Strafbestimmungen zuverlässige Garantien für die deutschen Staatsbürger erhalten haben, die mW den alliierten Behörden zusammengewirkt haben.
Brüssel, 13. März. Nach Beendigung der gestrigen Verhandlungen erklärte Poincaräden Zeitungs- berichterstattern, er könne ihnen nichts mitteUen. Die gleiche Zurückhaltung beobachteten auch dre übrigen Konferenzteilnehmer. — Poincars ist gestern abend von König Albert empfangen worden. Heute werden die Franzosen Brüssel verlasse,r.
— Vor einer Erhöhung der Umsatzsteuer. Der Reichsrat hat sich heute der auf Antrag Preußens von den Ausschüssen angenommenen Entschließung angeschlossen, die angesichts der Finanzlage der Gemeinden die alsbaldige Verabschiedung des dem Reichstag vorliegenden Landessteuergesetzes (Finanzausglelchsgejezes), ebenfalls aber noch vor dem 1. April 19^6, ordert und die einzige Möglichkeit, den Dc- neinden die ihnen unentbehrlichen Mehreinnahmen zu sichern, in einer Erhöhung der Am« atzsteuer aus 2 V. Prozent erblickt. 2m äußersten Falle könne eine Hinausschiebung der Erhöhung iet Umsatzsteuer auf den 1. 2u.: in ^raje sommern ^ Arjegsfchttldlüge. Die deutsch. nationale Reichstagssraklion hat einen An- rag eingebracht, durch den dlèâichstügierung ersucht wird, das in ihrem Besitz befin Aiche Material zur Zerstörung her Kriegsschuldlüge zu veröffentlichen und im neutralen Ausland durch eine großzügige Aufklärungsarbeit der Legend« von Deutschlands Kriegsschuld entgegen 9> freiem
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