Einzelbild herunterladen
 

StA

SM

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan a. M

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. , Fernsprech-Anschlusi Rt, 1887

«t»u-rvrei»: Monatl. Mk.3800. ohne Trägerlobn: Einzelnummer Mk. 15 0..Samstags 160.-« Anreigenvreiie: Die 28 mw breite Zeile Mk. 120.. F i n a n r i n s er a 1 e Mk. 150., ji e 11 a m e (68 mm breit) Mk. 250.. Inserate, auch laufende, werden nur tum jeweiligen

Iaat»«ife berechnet. Offertengebübr Mk. 70.. GesLLitsstelle: Hammerstraße 9.

Erfüllungsort u. Gerichtsstand für beide Teile Hanau cl?3R. Für Platzvor- schrift und Erscheinungstage der Anzeigen wird feine Gewähr geleistet.

3m Falle höherer Gewalt. Streik uim.. hat der Bezieher keinen SnfpniiSV^^^^^ auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung bei Bezugspreises. >^l^jsW^.

r. 52

Freitag den 2. März

1823

Kl

M

2

£2

Das Neueste.

I L - Die Reicksregierung bat alle an dem Ruhr. tzickkuL nicht beteiligten fremden Regierungen Ms die brutalen Vergewaltigungen aufmerksam s pmaLt.

- Sur dem Ruhrgebiet werden weitere Naub- ! iiersällè gemeldet.

° Der wirtschastspolitische Ausschuß des Reicks- -irtickastsrates bestätigte den Entschluß des tznieraussckusses für Landwirtschaft über die Ein- irung der freien Zuckerwirtickaft für das Wirt- Haitsjabr 1923/24 mit 20 gegen 6 Stimmen.

M-3m Saushaltausickuß des Reichstages wurde der Gesetzentwurf über die Eoldanletbe ange- Mmmen.

Vom Kampf an der Ruhr.

Reichstagsabgeordneter Dr. Mittel­mann weilte dieser Tage im Einbruchsge­biet und übersendet uns solgenden Bericht: Immer enger schließt sich der feindliche Ring

-

Drrsäii den VI

in das Ruhrkohlengebiet zusammen. Aber Mer heftiger wird zugleich der Widerstand ir Bevölkerung. Je mehr die französssche und lgische Bestie rast, desto stiernackiger wird der rt« Wesffale. An ein Zusammenbrechen der nt im besetzten Gebiet ist auch im Traum cht zu denken. Das scheinen die feirrdlichen pen zu fühlen, denn in all den vielen Ort- . , N und Gemeinden, die sie aussaugen, achen sie den gleichen mißmutigen Eindruck. üg«nds ein freudiger, zuversichtlicher Blick, ndem stets nur finstere und mürrische Oe« 'ier.

Franzosen und Belgier hatten sich den Spa- gong an die Ruhr anders vorgestellt. Mit

ien.

imahme

-- ---------- »«.,.»..« vor die Front,

schamlosen Gesellen, die sich durch die

ieud

56

«n sie sicherlich nicht gerechnet. Und in der iehung besteht zwischen alt und jung, Mann d Frau (einerlei Unterschied. Jener tapfere komotivführer vom Bahnhof Scharnhorst, der weigerte, dem französischen Befehle zu ge- fchen, unb, als man die Revolver auf ihn an« ug, fein ficmb mit den Worten aufriß:Hier bar deuffche Herz, schießt hinein!" hat über« Schul- gemacht. Als die ohne Grund ver. afteien -und furchtbar zugerichteten Primaner er Vbervealschule II in Bochum verbunden erben sollten, lehnte der erste die ärztliche ftung mit dem Bemerken ab, daß er seinen Wunden erliegen wolle, als fich n «in«m Franzosen behandeln zu lasst «euer Primaner oertneigevte di« r ihm gereichten Nahrung und die«, nachdem mit seinen schweren Wunden die ganze Nacht " fine« abflußlosen Retirade im Unrat stehend -?^ringen müssen. Noch heute sitzen bie zugerichteten Schüler hinter Schloß 7 ^«g«i, kein Angehöriger und keine Rote , 5"iichwesl«r bars zu ihnen, weil ble franzö« Wn Sefhen sich fürchten, ihre Wunden sehen wlstn. Hier muß bog Internationale Rote ^M unter neutraler Führung

' >' N schamlosen Gesellen, b.. ,., ....... «iJ!** ihrer Gesinnung aue her mensch- J^ Gesellschaft selbst auoschließen, das Hand- V ko,n

1,111 W* sinnlosen Zerstörn i^l«n in ben u,^"*" Orten be» Ruhrgebiet«« mit eia«, ^fikn fletehen hab«n, um sich einen »«- SJ! """.d*m Grad« ber ohnmächtigen Wut zu , ^k F>"nzns« unb w laler infolge Mnh.'^ 0*löf," w*»> Aktion ergriffen Hai In iiiik i""^" unb Geschäften, auf ben Behörden 11 mi'N alle« liu 1 unb klein g«.

[L . elfte Räuberbooke baust da« Heer âti '"'Ufunten grofien Noiion mitten im ,u" unter einer mehrlnfen BenhIkerung. I Bi,,, - ?* öreißtgsührlgen Krieger werden h|Mlpllnln|en Soldo ieska her FranzvIen , ^" "eträchstiche» überboten. Aus uffe«

I sm b'? «»^ ""' Augen ihm offizleie. Be. biete« lu t^ unb Offen labt fld) die («Irr ghm ' '"«n ihre Löhnung ab, ben Frauen, hle g(1 iiiisie belmfuminen, räumt man bte ! bi ,||. >n her Steefer» und HansoiLosse -tu.., .*1» uutHten am 14, Februar Iniwthaib

H ll

IC n^ h< her sti, nnii ll ItH

1 heu." '""'>»"»' Ihr«, «Hnrlrfioff, Ihrer IIhielt, n h, II ""Èl Zignr«li«i,iasfsft- heratibl In bsii.i, '""'sikst hat mehr alo «in frmulHlM)er , """'üi her V«zal)l,,g hle mHi|leihltel« hu > ^I« her iriitilihliina zerliVa«

ßh. r ^Nikh«laka,,,s in hhiihtim sieht im »i,,,."â, ""' <hi 1 rlliirmetbaufrit au» Mit , Va.«..«"" W«. ».st. i.eiben nicht mit

Wir aefobeii hal, ta»m |i<1> non bar

viehischen Art des Vorgehens keinen auch nur annähernd richtigen Begriff machen.

Unter diesen Verhältnissen finkt die Moral der Besatzungrtruppcn, sofern von einer solchen überhaupt die Rede sein kann, immer tiefer. Schon jetzt geht daS Gerücht, » die französischen Truppen in Zukunft keine Löhnung im besetzten Gebiet mehr erhalten sollten, sondern lediglich dar Recht, sich auf Kosten der Be. völkerung schadlos zu halten. Da diese Plünderungen bereit« bei Zahlung der Löhnung an der Tagesordnung find, kann man sich somit noch auf mancherlei gefaßt machen. Aber je mehr die Franzosen, um ihre Soldaten bei der Stange zu halten, die Zügel schleifen lassen, umsomehr zermürbt ihre Front, denn marodierende Soldaten können Wohl Schrecken um fich verbreiten, ei* sicherer Faktor in der Hand ihrer Führer sind sie indes nicht mehr. Dazu kommt eine immer wehr um sich greifende Verbitterung der Truppen über die miß* Handlungen, mit denen die französischen Offiziere ihre Untergebenen keineswegs verschonen. Wie ich von glaubhaften Augenzeugen hörte, sind französische und belgische Soldaten von ihren Vorgesetzten öffentlich auf der Straße mit der Reitpeitsche traktiert worden.

Die Festigkeit des feindlichen Heeres nimmt mit der Länge der Besetzung des Ruhrgebiete» nicht zu sondern ab und darum sucht Frankreich neue Wege zu beschreiten. Krampfhaft bcmühen sich die Franzosen, die Bevölkerung zu Gewalttaten größeren Stils hinzu, reißen, um eine Krieg»crklärung anbrmgen zu könne». Diese Gefahr hat die Bevölkerung im Ruhrgebiet richtig erkannt und richtet ihre Haltung der passiven Wider­stand«» entsprechend ein. Trotz unerhörter Reizungen hält sich die Bevölkerung mit großer Ruhe zurück, ohne inde», wie die erwähnten Beispiele beweisen,

Deutschland muß seinerseits durch opferwillige Hilfe und durch gleiche Festigkeit unb Zielstrebigkeit, wie sie im Kohlengebiet herrscht, die Ruhrb«»ölkerung in bie Lage versetzten in der bisherigen Haltung au»zuharre«.

Neue Raubübersälle.

Bochum, 1. März. Bis zum heutigen Tage sind in dem besetzten Essen 42 Raubübrrfälle durch französische Soldaten bekannt geworben. Aus dem Kaufhaus Merkur und der Tabes« Handlung Weiden wurde heute je ein Auto mit Waren von den Franzosen weggenommen. Nachdem bie Franzosen am 27. Februar, die seit acht Tagen festgehaltenen 173 Insassen des Obdachlosenasyl« in Essen in einem Lastkraft, wagen in* untzesetzte Oebiet, nach Olfe abge. falben haben, nahmen sie das Asyl jetzt für ihre Zwecke in Besitz. Am 27. Februar ist feftaeftedt worben, daß ein Offizier in Reckiing. Hausen die Straßenbahn sperren ließ. Die In- laflen einet Ctraßenbahnwagen» würben von bewaffneten Soldaten durchsucht, dabei wurde ersteren zum größten Teil bat Gelb und bie Wertsachen abgenommen, ebenso dem Schaffner die Tageseinnahme. Am Mittwoch wurde her Schulrat Schiefer von einem französischen Kommando in seiner Wohnung in Reckiing. hausen verhaftet unb nach dem Zuchthaus in Werden abgesührt. Er wurde vor bat Krieg», geriet gestellt und zu einem Jahr Gesängni« unb einer Million Mt. Geldstrafe verurteilt. Die Gründ, für bie Verurteilung sind bi» jeM noch nicht besannt. 3n Grlsrnkirchrn würben ber Kommandii-GtstUIchastDrririug Werk«" HM) Kisten Selfe im W,ri< von 121 Millionen Mk. wrgginommrn. Z" Steele haben ble Franzostn h«ui, erneut P,rson,n. und Last, fraftwagen, luwle ander, Fuhrw«rk« ang«halt«n unb ben JnhaU, liiobefonbere Fsiiwuien unb anbere Vebenomiiltl sich anaeeigiut. In meh­reren fällen wurden auch bis Kraftwagen fort- Qtfdjleppt. Der VUrgermelfler von Gladbeck, I 0 ny würbe heute morgen aus dem Viril betau« vilhastet und in einem Lastauto fort, geführt. Als ber fraii)ö|i|<V Offizier feine Pistol« zog, erschallten wilni|e non ben tLißenp«ffstmi«n <ler|d)lebriie ßeute stimmten das lEuiichlandlied an. Ai» da» Vuio mit » Oherbürgnmelfter abfuhr, bradile ble Menschkmneng« bem Oberbütgrimel|tei tebhalle Ovaiisiieu dar, woraus ein Reminanbo t oi- baten mit «ufgepfliuuteni «z»st»n,,w,hi ble Wenge a«»«in»od»rlli»v.

Bochum linier 6er Hu1a.

Essen, 1 März Ein -<rb sliitkiber iBpaniiung inneihnib de» tliiuafluiießflflel" ist nach mi# »m bla Madt V a ch 11 m, beten '"-uüikerong noch ben liefst men iinoi inatleien vtHeirt eilen aus ble MtuhpulHrl unb bte hffeiitldjen Waffen ftünb» Ildr oeueo Genmilaklon «M,0yenlumui An tmflihfeiie» lh zmat mir bte ubno eifennharen

Grund erfolgte Gefangensetzung harmloser Passanten im Keller des Rathauses zu verzeich­nen, aber die verängstigte Bevölkerung befindet sich infolge der Unsicherheit über das, was die nächsten Stunden bringen können, in sehr ge­drückter Stimmung. Da die Geschäfte auch weiterhin geschlossen bleiben müssen, ist ein großer Teil der Bevölkerung beschäfti­gungslos und daher leicht geneigt, aller­hand Straßengerüchten Glauben zu schenken. So wurde kolportiert, daß der Straßenverkehr heute nicht, wie bisher, von 7, sondern von 4 Uhr ab unterbleiben müsse. Tatsächlich ist denn auch offiziell heute mitgeteilt worden, daß diese Maßnahme morgen in Kraft treten solle: als Begründung'wurde angegeben, daß gestern abend französische Zivilpersonen mißhandelt worden seien. Es war nicht zu erfahren, ob dies wirklich zutrifft oder nur ein Vorwand für neueSanktionen" ist. Der Bochumer Poli- z e i d i r e k t 0 r hat das Ansinnen der De­satzungsbehörden, eine 350 Mann starke Ge­meindepolizei im Sinne der gestrigen Derord- nung des Generals Degoutte zu errichten, a b- gelehnt. Bochum ist also wie Essen ohne Sicherheitsdienst. Bezeichnend für den Geilt der französischen Truppe ist es. daß die zuständigen Stellen auf Beschwerden über die in den letzten Tagen vorgekommenen zahlreichen Raubüber­fälle auf den Straßen, achselzuckend erwidern, es handle sich um abziehende Mannschaften, über die sie keine Kontrolle mehr hätten!

D»ulschl«nds Appell an die Well.

Berlin, 1. März. Wie amtlich misste« teilt wird, hat die Reichsregierung sämtliche, an dem Ruhreinfall nicht beteiligten frem­den Regierungen auf den Ernst der Lage aufmerksam gemacht, die durch die

der Bevölkerung de, Ruhrgebiet««, die stan» digen Mißhandlungen, die täglichen Fälle von Plünderung und Straßenraub, die Aus­weisung und Einkerkerung von Beamten und

die Asthmatische Drangsalierung

Städte geschaffen worden ist. Dii

I ganzer e Reich«.

regieruug hat diesen Schritt für notwendig gehalten, um der Welt ein zusammen- fassendes Bild von dem französischen Vorgehen zu geben und erneut auf die Un« erträglichkeit und die Gefahren der dadurch hervorgerufenen Zustände hinzuweisen.

(Wir begrüßen diesen dipl»yiat'scken Schritt der deutschen Regierung. Die gesamte Welt muß über die srenzösische Barbarei unterrichtet werden. D. Red.)

Spahls in Dürgerquarlieren.

Kreuznach, 1. März. Mit welcher Brutalität die französischen Behörden gegen mißliebige deutsch« Per« fönen Vorgehen, zeigt die Tatsache, daß seit drei bi« vier Wachen über 10 Persanen in «immer* wegen angeblicher Beteiligung an den Demonstrationen in Kreuznach im Geiängui» sitzen, ohne auch aur ver­hört oder gar abgeurleilt zu sein. Unter btn Cer» hafteten befinden sich auch der Verleger und der Re- vakteur der .Huntrücker Zeitung'. Gestern vor­mittag rillten über 100 Mann Sp « ht» in ® i tu inern ein, für die auf Befehl de« zuständigen trei«» delegierten Bürgerquartier« bereitgestellt werde» müsten. ytankrelch und 'Belgien leiten schon 61t Beute.

Part», 1. März. In den Bureau» her Wr« schieden,» sranzölii'den Ministerien delchâNigt man sich dem .Echo de Pari»' infolge, mit der «ularbeüung von Plänen, die »ermirtlièi werden fasten, wenn ein­mal dir Dinge im Rudrgedi«t veihandlung*i»if sein werd«». Frankreich wirb ein Regime worbenden, dem- infolge bis Bergwerk« und bie inbnfniclleM Unter» uetzmungkn direkt o»«r indirekt zugunsten der zerstörten ««biete arbeiten wühlen. Wiilnbem woll« fhanfm* ein System durchsetzen, damit ble Bestimmungen bee Beriaiük, Ve>tragt» wegen »er tsnimililaristertin, bei linken pihkinu>er» und ber d»»Kg»m«i«r.Z»ln am

1 steten RyNNustt »Oli $«ul|*laite bauern» reipehirrt luhrbfit, will ivolil mit nttectfit Vilotteit brNuten soll, '"» FraiikrAch |ite »ort boiieiiih frittegr* molk, um Druiicklond in iKObdihteii ilrriuluh trltefiiil um bin P«n>«r 1 Hi||tiL 0» Muiglunb birwon Hmiiruiiti will bei fitsten Pion« oiiilthiurii wird unb iiifolgrbenru ichtint ber Plan gereift zu fein, bog man a Hnlanb mit enbflüthg ferilagehfllleii Aorschiüß«,, fomiiwn lunbe bte nun iHonfuii», Viflgint uh» vuluidif »mh uon 3lullt 11 worbneltet weilen, vtetaih* ,«,iuit man fiiilliuellfii in Pari» teblmft hm «h tiigiiiiib sich »01 eine uoll|ogeiif 1 nliate' hröfii lassen Wolle unb man gibt nm nr AoHhuhm RitWirud. »«K wen» e 1 n m o I fltzayki - ich» 1 < im in 11 ii 1 stt b 1 eI errungen wir«, Eng > « n » be 11 b 11 f»e * e b e»111 e 11 H rt f H, bu 1 ell11 ig I n» »1111f rt wer»,«11 f *

11 « Z »film in 11III ui*i Nttegfti mutz, #teiimogfU

*1 ugiunn |fkfiii«iit ni<iH w. I Nil luftiH in«IgI#II UNb A H 1111 4 11 * MiAin einigt* wvkk » v w « 0 f i f » » II t> f U I I fg I 11 n »»r

lange» werben, benn man befürchtet, daß es ebenso wie bei ben Friebensvtrbandlu»«»» 1919 be» ärgsten Au»schreiluuaen Frankreich» Halt gebieten wird, und Pertinax fordert den Abschluß eine« französisch-belgisch, brutschen Verträge», der aber den Namen Vertrag nur sehr zu Unrecht führen würde, weil Deutschland bei der Ausarbeitung nicht mitzureden hätte, sondern weil ihm die Bedingungen einfach diktiert werden sollen. An den neuen Vorteilen, die erworben werden sollen, könnte England keinen Anteil nehmen, eher was sich Frankreich nunmehr in Deutschland sichern wolle, bürste England nicht mehr beeinträchtigen. Wenn allerdings do» englische Kabinett weiterbin solche An- schauungen hätte, wie Lord Curzon sie in feiner letzten Rede »orgetragex habe, dann werbe man sich um Eng- lanbs Ueberzeugung nickt mehr kümmern.

Letzte Telegramme.

Eine bemerkenswert« «nglifche Stimme.

London, 2. März.Manchester Guardian* schreibt, solange die britsschen Truppen in Köln bleiben, werde es für Frankreich unmöglich sein, ein unab» hängige« Rheinland z» errichten. Die Franzose» erkennen dies vielleicht noch besser ol« die Eng­länder und da» führe von Zeit zu Zeit zu deut­lichen Winken von stanzöfischer 'Seite, daß England besser tun würde, sich zurâckzuziehen, wenn e« nicht mit« machen wolle. Der Argwohn wachse, daß Poincar» bereit sei, die Zurückziebung der Engländer zu wünschen. Seine Hartnäckigkeit in ben Verhand­lungen über bie Benützung des Kölner Elienbahn- system» lasse erkeunen, daß er nicht abgeneigt fei, bie Last anzuhäufen, bi» zu einem Punkt, wo England sie nicht länger tragen könne. Sicker sei. d«ß von dem Augenblick an, da die sranzöfilche Politik ihre endgültige und verhängnEpolle Wendung voll, ziehe, die Politik England» und »ich» nur England» allein der f r e n # 5 f i f d) en Politik enb g ü itio und dauernd entgegengesetzt fein m ü 61 e.

Der Ruf nach Garantien.

Paris, 2. März. Ta« .Echo be Parr«' stellt heute die Frage, unter welchen Bedingungen ein« englisch-amerikanische Intervention in ben d«utich-n Augelegenheiien (gemeint ist »a» Ruhrproble«) möglich sei. Nach einer Besprechung ber interalliierte» S*uTbenfrege fährt bal Blatt fort: «me englisch- amerikanisch« Intervention ist nicht möglich, solange die Regierungen von London und Washington, namentlich aber bie von Washington, ihre Stellungnahme nicht voll­kommen abgeânbert, bie sie in ber interalliierte« Schuldenfrage eingenommen haben. Aber hier hegt nicht bie einzige Schwierigkeit. Wenn Amerika un» England verlangen, wir sollten unsere Wente im Ruhrgebiet lollaffen und d«n Kurt ber am ll.Januar inaugurierten Politik änb«rn,dann müßten die Folgen be« Versprechen» fei* 1) eine Garantie für bie regel­mäßige Zahlung der »om deutschen Reich geschul- ötteu Lummen und 2) eine Garantie für bi« fran« |5filé» belgische Sicherheit, bie durch btt deutsche« Revanch Pläne gefâbrbet ist. Et versteht fick »»» selbst, daß man uni nicht jufriebe* stellen kann, wenn man auf «He Fragen mit dem Worte Völkerbund ant« morset. Garantien, bie für bie Staaten, bte unterzScknen, auch verpflichten, wollen wir felen- -,lange bie englisch« unb amerikanisch« Diplomatie in liefen belben wichtig«» Fragt« schwankt, ist Frankreich berechtigt, von ihn« Ratschlägen feine Vstiz zu nehmen.

steint ®erhaubluiist«W«vfu*e.

Law teilte hm

»-n»««, 2. mar).

iltrrh«u!e wies eine Anfrage mit, er habe femerfei etiteeutiiiigen von Seilen Frautrkich» unb B,igl,» erhalten, baß blefe st» i* ber Doge ktenben. onbervnhanblungf« mit Deutléte«» zu unter« nehmen. Huf eine weitere Wntrnge ei««» Parlament». milgliebe«, ob bi« Regi««»»« ligrnbwehV Nachricht neu der tzeut'che» Regierung erholten bebe, wegen ihrer Ceredwinigftit ver»an»Iun,en mit ben Hlilerten iu triffnen, «iivibirte B«nnr Saw verneinend,

awlfSeiif*«« Im »NUacheU, VIIie von |M> ständig«' oMeu« unterteilt wird, z»o gestern ein 'teil Nr in München angrk»inn"nen Anyistüchiling«, bie Ute (Ibri eint »lohe her ,»ch.n«r Post" ivital ,i«lit vor lw fliegt basten, So »u« viilag»i«»än>,, bfr hah re sich 11 hin um AnioNNchiling«, |oh»hu nm Hi vfilliote unb »uidi ble vateHtifuiifr nach ttchen urgo (egfii PeridN u banbie, Do 4 rmviilii enteil wer» achten in bo« <MfbiN»r fiH|ii»tiiiü)*< l l« Pastzei wrhinberte bitt iliie rtmnle bin Vlug vor »n* M-. »«Ulf, weitet «in« Anzmo P««!»»«» s»0>»n»w«en «,», Zn Zchlörnngen ist el nicht a«l»« nen>

Dollar (lo Uhr vorm.) LIAM