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General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stam- und Landkreis Kanan a. M
Erscheint täglich mit Ausnahme der Conn. und Feiertage. / Fernsprech-Anschlust Nr. 1987
R.«uasvreis: Monatlich 3Jit.l700.— ohne Trägerlohn: Einzelnummer Mk.70.—.Samstags 80 — Anzeisenvreiie: Die 28 mm breite Zeile Mk. 60.—; F i n a n z i n ier a t e Mk. 75.— , Reklame (68 mm breit) Mk. 150.—. Inserate, auch lausende, werden nur zum jeweiligen Tagespreise berechnet. — Oftertensebübr Mk. 40.—. — Geschäftsstelle: dammerstraste 9.
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Nr. 48
Wvnlag den 26. Februar
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Das französische Raubsystem.
Die Franzosen rauben Reichsbankgel-, Lokomotiven. Eisenbahnwagen und Privatgel-er. — Ausdehnung der Besatzungszone.
Die Franzosen führen im Ruhrgebiet den Kampf weiter und wenn sie sich auch auf dem heißen Boden des ersehnten und erträumten Landes nicht sehr wohl fühlen, so lassen sie doch in der rohen und brutalen Behandlung der Be- völkerung nicht nach. Im Gegenteil, wir erleben wie die Vorgänge in den letzten Tagen zeigen, eine Verschärfung derKampfmethode, die sich in rücksichtsloser Räuberei und Stehlerei auswirkt. Aber auch die neue Verschärfung des Kampfes kann und wird den Widerstandswillen nicht brechen, sie wird den Gegendruck nur noch härter und fester machen, der ihnen aus der Empörung und aus dem Widerstand der Ruhr- bevölkerung flammend entgegenschlägt. Auch im übrigen Deutschland wird der Widerstandswille sich festigen. Wenn die Franzosen mit der ma-
teriellen Not als ihren Bundesgenossen rechnen, so werden sie sich fürs erste sicherlich täuschen. Troß aller Absperrungen und sonstigen Schikanen haben sie es nicht verhindern können, daß die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Rohstoffen und Kohle noch für Wochen hinaus genügt, und daß damit die lohnende Befchäf- tigung der Arbeiterbevölkerung gesichert ist. Das Gespenst des Hungers und der materiellen Sorge wird also den Massen der Bevölkerung keinen Schrecken einjagen, zumal die deutsche Regierung durch ihre hocherfreulichen energischen Maßnahmen es mehr und mehr durchsetzt, daß die Preise zu einem angemessenen Rückgang und einen HHâ» GWâLMWM sm und die Pamk der wilden Dollarsprünge absehbare Dauer überwunden ist.
Frankreich kämpft aber nicht nur mit den Mitteln seiner brutalen Gewalt. Es versucht auch diplomatisch und außenpolitisch seine Ak- t jn Mion zu unterstützen. Und dabei geht es immer «offensichtlicher zum Kaps gegen England und US « II Amerika über. Seine neuesten Bestrebungen ■ «ff diesem Gebiete sind darauf gerichtet, die S Machtstellung, die es nach seiner Ansicht und »bend' 8 £ Mm Teil auch wirklich in Europa gewonnen H durch eine äußerliche Verschiebung des in der Entente bestehenden Gleichgewichtes auszu- ^utzen. Mit einer Schamlosigkeit, die zu dem Friedens- und Rechtsbruch des Ruhreinfalles
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11. M v^rueuv- uno mecyrsorucy oes nuyremfau.es durchaus paßt, erörtern nicht nur englische Zei- lv jungen, sondern auch Persönlichkeiten des ckstr 3 M öffentlichen französischen Lebens die Möglichkeit, j lino; I E Beutestücke, die Frankreich durch t^n Ver- ahsndS t Vertrag augeteilt sind, nicht nur zu ver-
I sondern auch als dauernden Besitz ein- ‘ Weisen, soweit sie noch einer späteren Eigen- I Entregelung vorbehalten sind. So wird der i Gedanke ausgesprochen, Frankreich müsse sich i EN Saargebiet jetzt endgültig einverleiben, ohne [ Schicht darauf, daß im Vertrag von Versailles ; Volksabstimmung über die spätere Staats- ! Wehorigkeit des Saargebietes vorgesehen ist. [ will man durchsetzen, daß die dauernde i ^desetzung, die bekanntlich in Versailles an ; S amerikanischen und englischen Widerstände ■ operiert ist, jetzt von den Entente-Genossen n L , !.at$e anerkannt wird. Um alle diese p„^E /äâi^igen Raubanschläge durchzusetzen, 1901« H in dtt französischen Oeffentlich-
' ■ â dan Gedanken eines kontinentalen Bünd- I Segen England, wobei Deutschland in der M â T eines völlig macht- und willenlosen Tra- ; auftritt. Mit dem Kontinentalbündnis, ; Aasten enger an Frankreich
soll, will man England und Amerika die I dazu abringen, daß Frankreich
wandelt ^sdruch ™ dauernde Garantien um- t Eßt sich noch nicht ganz genau erkennen, IeMnnI^"âösischen Pläne und ihre Erörterung dazu dienen sollen, um England einen èinpn, n .Schrecken einzujagen und es damit wiede ^ch?ran Zusammengehen mit Frankreich Asüg'g zu machen. Oder ob die franzö- ^waltpolitiker tatsächlich die Absicht $ nnn^st S, Vertrag von Versailles in seiner ; Schändlichkeit durch ein noch gemeineres I heu s?6^ 3u übertrumpfen. Sicher ist, daß sie I p "genblick gekommen sehen, um einen benp’ n Entscheidungskampf mit all „"^ufechten, die sich ihren imperalisti- ; nrachigierigen Plänen in den Weg
rifa ns ^’emeit sie dabei England und Ame- feken Verlustträger in ihre Rechnung ein» ( ^Q^nen, wird erst die Zukunft zeigen. Die
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beiden angelsächsischen Mächte haben sich bis jetzt in ihrem ganzen außenpolitischen Auftreten so zurückgehalten, daß man noch nicht sicher voraussehen kann, ob und wann sie den wildgewordenen französischen Achilles in den Arm fallen werden. Ueber eins aber wissen wir ganz genau Bescheid: Darüber, daß Frankreich sich in Deutschland verrechnet, wenn es glaubt, über unseren Widerstand schon jetzt in seinen Zukunftsplänen hinweggehen zu können. In Deutschland ist bis zum Letzten gerade durch die unverhüllte Schamlosigkeit der französischen Gewaltpolitik das Bewußtsein lebendig geworden, daß es um unser nationales Dasein auf allen Gebieten geht, und daß wir politisch wie wirtschaftlich ein Sklavendasein führen werden, wenn wir diesen Kampf an Frankreich verlieren. Deshalb wird der deutsche Widerstand unüberwindlich sein und Frankreich wird — dessen sind wir sicher — das Gebäude seines wahnsinnigen Ehrgeizes über kurz oder lang zusammenbrechen sehen.
Neue Raubzüge der Franzosen.
K 8 l n, 24. Febr. In Rheydt sind drei Beamte, Rangiermeister Koch, Bekriebsassistenl Wermelskirchen und Betriebsassistent Prahm, verhaftet worden. Es wurden ihnen 12 Millionen Mark Lohngelder abgenommen. Die Verhafteten wurden von den Franzosen in Richtung München-Gladbach abtrans- £^±.,. ^.^' ..... ^-Tfr allen Stoffen ausgeraubt, anscheinend, um französische Eisenbahner damit auszurüsten. — In Moselweih bei Koblenz überfielen vier bewaffnete französische Polizisten in Zivil in einem Restaurant Eisenbahnkassenbeamte, die an die von den Franzosen von den Bahnanlagen vertriebenen Eisenbahner Löhne und Gehälter auszahlten, und raubten ihnen 65 Millionen Mark.
Gelsenkirchen, 25. Febr. Die Bahnhöfe Wanne und Recklinghausen, die gestern von den Franzosen besetzt worden sind, wurden heute wieder geräumt. Die Franzosen haben bei ihrem Abzug 14 Lokomotiven, 40 Personenwagen, 46 Packwagen und 160 mit Kohlen und Eisen beladene Güterwagen weg- geführt. — In Brakel wurde von den Franzosen von gestern abend 7 Uhr bis heute früh 7 Uhr der gesamte Eisenbahnverkehr gesperrt. Eine Begründung dieser Maßnahme liegt nicht vor.
Essen, 25. Febr. Die Franzosen gehen nunmehr dazu über, die Straßenbahnwagen anzuhalten und von den Fahrgästen Ausweise zu verlangen, bezw. alle diejenigen zu verhaften, die größeres Gepäck mit sich führen. Gestern abend zwischen 10 und 11 Uhr wurde ein Straßenbahnwagen der Linie 16 von einem französischen Kommando mit aufgepst^ztem Bajonett angehalten. Nachdem die Fahrgäste ihre Ausweise vorgezeigt hatten, wurden mehrere Damen und Herren, die größeres Gepäck bei sich führten, auf die Wache gebracht.
In der vorletzten Nacht ist in Herne ein Arbeiter, der 250 000 Mark bei sich führte, von drei französischen Soldaten ü b e r s a l l e n und vollständig ausgeraubt worden.
Duisburg, ^4. Febr. Bei der vorgestern auf dem Duisburger Hauptbahnhof von den Belgiern beschlagnahmten Stationsko r handelt es sich um eine Summe von 40—50 Millionen, die für die Auszahlung von Löhnen und Gehältern dienen sollten. Die Gewerkschaften haben bei dem belgischen Kommandanten die Rückgabe dieser Gelder verlangt.
Mannheim, 24. Febr. Der Hollän - dische Dampfer „Hassia" wurde gestern nachmittag gegen 4 Uhr, als er in den Mannheimer Hafen einlief, von einem französischen Z o l l b o o 1 revidiert und es wurden ihm die Schiffspapiere abgenommen. Nach etwa einer Stunde erschien, wie der „Mannheimer Generalanzeiger" mitteilt, das französische Zollboot im Mühlauhafen und k a p e r t e den Hollands, schon Dampfer, der alsbald auch mit fron'- zösischen Mannschaften beseht wurde. Der Kapitän legte Verwahrung dagegen ein. Nach den erwähnten Vorgängen schleppten die Franzosen das Anhängeschiff „Richard", das mit 144 Tonnen Wein aus dem Rheingau be
laden war, gegen 8 Uhr nach Ludwigs- Hafen ab.
13 Milliarden Reichsbankgeld beschlagnahmt.
Köln, 24. Febr. Wie wir erfahren, beschlagnahmten die Franzosen heute vormittag auf dem Bahnhof Hengstei im D-Zug 38 Berlin- Köln einen für die Reichs bank bestimmten Geldtransport von 13 Milliarden und die dazu gehörigen Druckplatten.
(Glücklicherweise sind, wie uns von zuständiger Berliner Stelle versichert wird, die Platten, die ebenfalls beschlagnahmt wurden, wertlos, da die Numerierungsmaschine und das Papier nicht zur Verfügung stehen.)
Französische Zerstörungswut in Bochum.
Bochum, 24. Febr. Unter dem Schutz der gestrigen Nacht von 9 Uhr abends an hât ein größeres französisches Truppenaufgebot mehrere Stunden lang die Handelskammer Bochum — ausgeräumt. Die Straßen waren mit Maschinengewehren abgesperrt. Die Handelskammer enthält heute nur noch leere Räume, in denen Papierfetzen in Massen herumliegen. Der Geld- schrank ist gesprengt, sein Inhalt weg. Auch sämtliche Schreibmaschinen und Akten sind fort, soweit letztere nicht auf der Straße liegen. Die Handelskammer enthält nichts mehr, keinen
Tisch, keinen Stuhl, keinen Fenstervorhang, keinen Teppich i
in den Bureaus. Nur einige
Bücher liegen
noch da und einige wertlose
Läufer. Auch fehlt der Teppich des großen Sitzungssaales, der viele Millionen wert ist. Selbst die Telephonapparate sind zertrümmert. Aus deuQLldilüLM derbisherigenVorsitzenden der Handelskammer hat man die Heräusgeschnitten, die Kaiser- und Bismarckbilder sind mitgenommen worden. Aus der Wohnung des Geschäftsführers Dr. Jacobshagen hießen die Franzosen auch einen Klubsessel mitgehen, und dem im Handelskammergebäude wohnenden Rechtsanwalt Schüler nahmen sie ein Fahrrad, ein Sofa und einen Klubsessel weg. Die Weinvorräte der beiden Privatleute sind restlos aus- getrunken worden. Die zertrümmerten Flaschen liegen in den Handelskammerräumen. Der Haus- ' meister Holz hatte sich von dem mit großer Mühe im Garten gezogenen Gemüse und Obst Vorräte eingeweckt, was dem Geschmack der Franzosen entsprach. Viel eingemachter Obst wurde mitgenommen. Bei ihrem Abzug drehten sie in dem Arbeitszimmer des Geschäftsführers auch noch den Cashshn auf. Dar Gas drang durch das ganze Haus. Von einer im Handelr- kammergebäude wohnenden Familie wurde das Offenstehen des Eashahns entdeckt. Wenn jemand das Zimmer mit einem offenen Licht betreten hätte, wäre ein großes Unglück geschehen.
Was die Franzosen zu ihren Zerstörungen veranlaßt hat, weiß man nicht; man ist auf Vermutungen angewiesen. Von Bochum ging Der scharfe Widerstand der Kaufmannschaft aus, an die Franzosen nichts mehr zu verkaufen. Dafür scheinen die Franzosen die Handelskammer Bochum verantwortlich machen zu wollen, obwohl die Geschäftsleute und ihre Verbände ihrerseits den Boykottbeschlutz faßten.
Bochum, 24. Febr. Der gestern verhaftete Oberbürgermeister Kraft und die verhafteten Stadträte pno, bis auf den Stadtrat Stumm, inzwischen wieder freigelassen woroen. Auch einige Stadtverordnete sind aus der Haft entlassen worden.
Erwetterie Wefetzung.
K ö u i g s w i n t e r. 25. Febr. Heute nachmittag gegen halb 4 Uhr wurde Königswinker von den Franzosen und zwar von Marokkanern besetzt. Von Oberkassel kamen etwa 40 Mann Kavallerie und 60 Mann Infanterie an; gleichzeitig landete der Dampfer „Rheinstein" noch etwa hundert Mann. Sie besetzten das Rath- haUs, das Zollamt und die Zugänge zum Bahnhof. Der Bürgermeister protestierte gegen die Besetzung des neutralen Ortes. Nach %6 Uhr zog sich die französische Kavallerie wieder nach Oberkassel zurück.
Montabaur, 25. Febr. Die Stadt, die bisher zur amerikanischen Z o n e gehörte. aber schon seit zwei Iahren ohne fremdes Militär war, wurde heute mittag von zweihundert Marokkanern besetzt.
L i m b u r g, 25. Febr. Unmittelbar an der Grenze des unbesetzten Gebietes bezog heute mittag an der LahntcÄstrecke auf einer den Limburger Bahnhof beherrschenden Anhöhe eine französische Maschinengewchrabteilung ein
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1923
Lager und brachte hier vier Maschinengewehr« mit Schußrichtung auf Limburg in Stellung.
Weitere Verhaftungen und Ausweisungen.
Esten, 25. Febr. Der Beigeordnete der Stadt Esten Bolsdorff ist heute früh zusammen mit seiner Frau verhaftet worden. Das Haus wurde von etwa 30 französischen Soldaten umstellt. Die Leute drangen mit Gewalt durch die hintere Haustüre und erklärten Frau Volsdorf für verhaftet. Der Grund für die Verhaftung ist folgender: Seit mehr als 14 Tagen versuchten die Franzosen sechs mal in das Haus des Beigeordneten einzudringen, um an dem Telephongestänge auf dem Dache zu arbeiten. Trotz starrender Bajonette und ausge- stoßener Drohungen verweigerte Frau Bolsdorff den Eintritt, bis heute die Franzosen sich den Weg in das Haus gewaltsam bahnten. Der Beigeordnete Bolsdorff verlangte, seine Gattin in das Gefängnis begleiten zu dürfen, was nach wiederholter Verweigerung gestattet wurde. In Bredeney wurde nach der Aufnahme des Protokolls erklärt, die Dame könne gehen, aber der Herr müste da bleiben. Herr Bolsdorff wurde zunächst ins Vredeneyer Rathaus und von dort nach dem Zuchthaus in Werden gebracht, wo neuerdings Räume für die Gefangenen freigemacht werden.
Tortmuud, 25. Febr. Die hier verbafteten Schupo-Offiziere und Beamten sind gestern von den Franzosen ausgewiesen worden. — Die vor einigen Tagen in Bochum verhafteten 15 Gymnasiasten sind heute vormittag von den Franzosen bis auf sechs, Die infolge der französischen Mißhandlungen schwereVerletzungen erlitten haben, wieder freigelassen worden.
Düsseldorf, 25. Febr. Hier wurde der Gewerk- schaftssekretär Artur Georg von den Franzosen, verhaftet und bei seiner Verhaftung bis zur Besinnungslosigkeit mißhandelt.
Die Ruhrakiiorr ein „vollkommener Mitzerfolg".
Amsterdam, 24 ebr. Der Berliner
schreibt aus Elberfeld: „Tas Ruhrgebiet liegt vollgestopft mit Kohlenvorräten. Frankreich wäre jetzt, nach etwa sechs Wochen, tat- sächlich im Stande, in ganz kurzer Zeit alle an- gehäüjien Kohlenmenzen nach dem einenen Lande zu transportieren. Aber wo sind die vielen Zehnlaufende von Arbeitern, die diese Kohlen verladen müßten?! Wenn Frankreich nicht alle Ruhrarbeiter verbannen und durch französische und polnische, eventl. auch durch schwarze Arbeiter ersetzen will — was natürlich vollkommen unmöglich ist und unmittelbar zum Bolschewismus führen würde — wird es solche im Ruhrgebiet nicht finden; sicher auch jetzt nicht mehr, seitdem Frankreich feine Politik g e ä n d e r t hat und mit R e i t p e i k s ch e und Gewehrkolben seine Wut an der Bevölkerung kühlen zu müssen glaubt. Es muß aus- drüllli -1 feffgeftcllf werden, daß die Ruhr-Aktion bis heute einen vollkommenen Miß. erfolg darstellt und zwar durch Frankreichs Schuld". Weiter bemerkt der Korrespondent: „Die g r ö ß k e D u m m h e i t, die die Franzosen in den letzten Tagen begingen, war die Verbannung des Düsseldorfer Regierungspräsidenten Dr. Grützner, der in der Arbeiterwelt gewaltige Sympathien genießt. Die Verbannung war das Signal für eine kräftige Fortsetzung des passiven Widerst a n d e s durch Hundertausende von Arbeitern und Beamten". Der Korrespondent glaubt, daß Frankreichs Hoffnung auf eine baldige Erschöpfung der Fä>''"''»ik Deutschlands, die Arbeitslosen zu unterstützen ebev'â zu einer Ent- täuschunq führen werde. Weiter sagt er: „Ich glaube, daß Frankreich sich auch irrt, wenn es glaubt, daß bei den deutschen Arbeitern die Liebe nur durch den Magen geht und ihre politischen Anschauungen sich ändern, wenn bi? Löhne sinken und die Ernährung hm verschlechtert. Hätte Frankreich auf diese Möglichkeit spekulieren wollen, dann hätte es seine Periode, die des Terrors, der tatsächlich frostig em- zuschen beginnt, vermeiden müssen."
Das feindliche Eigentum in den Vereinigten S?aalen.
Washington, 24. Febr. (Durch Funkspruch.) Das Repräsentantenhaus nahm mit 300 gegen 11 Stimmen einen Geistzentwurf an, gemäß dem von jedem Vermögen der Angehörigen eines früher feindlichen Staates, das in der Verwaltung des Treuhänders für feindliches Eigentum steht, zehntausend Dollars zurückgezahlt werden. Der Grseizentivurf ist an den Senat weitergeleitet. Ein Zusatzantrag, der die Heraus- gebe allen Besitzes verlangte, wurde abgelehnt:
Dollar ilO Ahr vorm.) 22 500
Am deutschen Willen scheitert Frankreichs Maubzug!
DaruM gebt zum Deutschen Volksopfer!