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General-Anzeiger

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Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan a. M

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlust i Nr. 1387

R«»uarvreis: Monatlich Mk.1700. ohne Trägerlobn: Einzelnummer Mk. 70..Samstags 80 Anreigenvreiie: Die 28 mm breite Zeile Mk. 60.; F i n a n z i n i e ra t e Mk. 75., Reklame (68 mm breit) Mk. 150.. Inserate, auch laufende, werden nur zum jeweiligen Tag«»uik berechnet. Oilertengebübr Mk. 40.. Geschäftsstelle: Hammeritrage 9.

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Nr. 46

Freilag den 23. Februar

1923

MIMMM ml MM MW«

Stresemann Kber die Lage. Blutige Vorfälle in Bochum. Vor einer Intervention der amerikanischen Kan-elskammern?

Abgeordneter Dr. Stresemann hat gestern dem Vertreter desManchester Guar­dian" eine Unterredung gewährt, die wir nach­stehend gleichzeitig mit dem englischen Blatt wiedergeben.

Die Aussichten des Ruhrkampfes lassen wohl schon heute erkennen, daß Frankreich nicht er­warten kann, aus seiner Ruhraktion wirtschaft­liche Vorteile zu erringen. Ich halte die von französischer Seite angegebenen Kosten für die Erhaltung des im Ruhrbezirk verwandten Heeres für viel zu gering. Frankreich erhält nur geringe Kohlenmengen anstelle derjenigen, die ihm früher ohne Entgelt, zugeflossen sind, hat enorme direkte Ausgaben ohne die indirek­ten Verluste, die ihm die Stillegung eines Teiles feiner Industrie verursacht. Wie weit es infolge mangelnder Kohlenversorgung zu weiteren mittelbaren Ausgaben schreiten muß, wird viel­leicht schon die nächste Zeit zeigen. Weder politisch noch wirtschaftlich läßt sich das Ruhrgebiet für Frankreich ausbeuten. Die 40 Millionen Franzosen im heutigen Frankreich können auf die Dauer nicht 12 Millionen Deutsche im Rheinland und im Ruhrgebiet politisch beherrschen und wirt­schaftlich versklaven wollen. Talleyrand hat ein­mal gesagt:Man kann mit Bajonetten alles tun, aber man kann nicht auf die Dauer darauf sitzen." Das gilt namentlich in der Gegenwart für Frugen der Weltwirtschaft, die mit der Methode des Herrn Millerand, der wohl der Haupturheber dieser französischen Aktion ist, nicht zu lösen ist.

Eine Verständigung zwischen FrankreichundDeutschland, nach der Sie mich fragen, ist bisher stets andemman- gelnden Willen Frankreichs ge­scheitert. Es ist notwendig, einmal die Aktion zu wiederholen, welche die Regie- rung Cuno unternommen hat, ehe es zur Ruhrbesetzung kam. Schon während der Londoner Verhandlungen hat die deutsche Regierung, obwohl erst wenige Tage im Amt, den Vorschlag einer provisorischen Lösung der Reparationsfrage unterbreitet. Als Bonar Law diesen Vorschlag als eine gegenwärtig nicht Signete Grundlage für eine Verständigung be- zeichnete, ist die deutsche Regierung daran ge­gangen, den Plan einer definitiven Lösung auf- Wellen. Frankreich hat die Diskussion dieses Hianes verhindert. Er ist der Oeffentlichkeit Eher in seinen Einzelheiten offiziell nicht be- rannt gegeben worden. Wäre er ein Zeichen "^ schlechten Willens Deutschlands oder ein hinhaltender Taktik, die sich ihren Ver- ^sWlUNgen entziehen wollte, so würde Frank­sch, das seine Einzelheiten sicher genau kennt, angst Mittel und Wege gefunden haben, um Yn als Dokument des schlechten deutschen Eens zu veröffentlichen. In Wirklichkeit « dieser endgültige Plan der deuffchen Re- 8>erung Frankreich sofortige Zahlungen, und 9 Eiter, als beispielsweise die V o r - it a o e, mit denen seinerzeit Mrs. M o r- 6 deutsche Leistungsfähig-

" "ach oben begrenzt Hatre. Die bnh90»rsm® bot Frankreich die Verzinsung einer Muiarbenfumme, auch wenn eine inter- brörfu a e Anleihe nur einen Teil davon auf- Darüber hinaus sagte sie eine weitere "^ Entgelt für die Zeit des Morato- ^' und stellte eine dritte Rate in Aus- ber internationale Kapitalmarkt sie in der Lage wäre. Ich bin fest ersinnt' baß die deutsche öffentliche Meinung "'^.öewesen wäre über die Leistungen, zu 2,,-" "'a Negierung Cuno sich bereit erklärte. ßnr0Amen iE dem, was Deutschland bisher an ten U1^3^^'9en Leistungen an die Alliier- dp>pr^b"boten hätte, würde die Endsumme des reick^» a Vorschlages doch an die Ziffer heran« b. " von Ängehörigen alliierter Natio- wiederholt als Höchstmaß deutscher '^^higkeit bezeichnet worden sind.

dielrin m taun auch nicht einwenden, daß nefphu ^v^taa etwa die notwendige Garantie gj, b hatte. Bevor der Vorschlag nach Paris dp"'ne Sitzung mit den Vertretern Unb » "? sch e n Wirtschaft stattgefunden bieU , 7 Ihmbtlüan gen Beratungen haben

' bereit erklärt,' die Garantie für ^"oeutschenLe'stungenzu über­

nehmen. Die französischen Darstellungen von den deutschen Magnaten, in deren Hand Deutschland sich angeblich befindet, und die sich ihren Verpflichtungen entziehen wollen, ist also nichts anderes als ein französisches Märchen.

Eine weitere Frage betrifft die Verstän­digung zwischen der deutschen und der französischen Industrie. In seiner Hamburger Rede betonte der Reichs­kanzler Cuno, daß die deuffche Wirtschaft zu einer Kooperation mit anderen europäischen In­dustrien bereit sei. Dieses Wort war nicht etwa zufällig gesprochen. Ihm war vorangegangen eine offizielle Mitteilung der deutschen Regie­rung an den französischen Ministerpräsidenten, die dasselbe Anerbieten enthält. Herr Poincare ist aber auf diese Bereitschaft der deutschen Re­gierung nicht eingegangen, die französische In­dustrie hat die Hamburger Rede Cuno ohne Echo gelassen.

Jeder Franzose, der in den letzten Jahren nach Deutschland kam, verteidigte die Besetzung des Rheinlandes mit der Furcht Frank­reichs vor deutschen Revanche ge­lüst e n. Die Regierung Cuno hat durch die Vermittlung der Vereinigten Staaten von Amerika Frankreich ein Abkommen angeboten, das die Grenzen beider Staaten sichern sollte. Es ließe sich sehr wohl ein internationales Abkommen dessen Grenzen durch Krieg von der anderen Seite bedroht werde, die Unterstützung großer Mächtegruppen sicherten, sodaß in Wirklichkeit der Friede gesichert wäre. Frankreich hat jede Diskussion dieser ihm von Deutschland an­gebotenen Sicherung a b g e l e h n t.

Das Verbundensein der wirtschaftlichen In­teressen der Völker ist eine feststehende Wahr­heit. Die Wirtschaft der Völker hat unge­schriebene Gesetze, die nicht verletzt werden dür­fen. Auf ihr beruht die internationale Ar­beitsteilung der Völker, auf ihr beruhen die alten festen Währungsverhältnisse. Beides hat der Versailler Friede zerrissen. Der Wahnsinn, ein Volk der verarbeitenden Industrie, wie das deutsche, von seiner Kohlenbasis so weit zu trennen, als es schon bisher geschah, mußte zu wirffchaftlichen Schwierigkeiten führen. D i e Abschnürung von der Ruhr ist auf die Dauer eine Unmöglichkeit. Aber auch für die Zeit, in der sie geschieht, wird dazu beitragen, alle Erschütterungen, die durch den Vertrag von Versailles über die Welt ge­kommen sind, auf das stärkste zu vermehren. Sie gibt Frankreich keine Kohlen und verhindert die deutsche Repara­tionsfähigkeit. Politisch schafft sie keine Verständigung, sondern berechtigte Wut über unerhörte Brutalitäten.

Die Stellungnahme der deut­schen Regierung gegenüber diesen Ver­hältnissen ist eine klare. Sie hat das Volk an der Ruhr nicht zum Widerstand auffordern brauchen. Wer die Natur der Westfalen kennt, wußte, daß die Franzosen auf Granit beißen würden, wenn sie versuchten, mit Gewalt vorzu­gehen. Das ganze deutsche Volk empfindet Empörung über den unerhörten Nechtsbruch dieses französischen Einmarsches und der fran­zösischen Vergewaltigungen. Die Regierung Cuno hat es abgelehnt, angesichts der Ver­letzung der deutschen Hoheitsrechte mit Frank­reich unter dem Druck der französischen Bajo­nette zu verhandeln. Für die Ausführung hps Vertrages von Versailles steht Deutschland nicht Frankreich, sondern der Gesamtheit der alliier­ten Mächte gegenüber, die durch die Unterschrift auch die Garantien für seine gerechte Durchfüh­rung sind, umsomehr als die Waffenstreckung Deutschlands nicht bedingungslos, sondern unter ganz bestimmten Voraussetzungen erfolgte. Es ist deshalb, wie ich im Namen aller bürgerlichen Parteien des Reichstages in einer Erklärung bei den Beratungen der Ruhrbesetzung aus­führte, eine PflichtderNationen, die den Vertrag von Versailles ge­schaffen haben, die Initiative zu ergreifen, um für die Wiederherstellung des durch den Frieden verbürgten Zustandes zu sorgen, der durch die Aktion der Herren Mille­rand und Poincare zerbrochen worden ist. In

der Abwehr gegen diese Aktion sind sich alle Parteien einig und sie werden in dieser Einig­keit umsomehr verharren, je stärker die Bruta­litäten werden, mit denen man von französischer Seite versucht, auf das deutsche Volk zu wirken.

Keine Steuerzahlung an Frankreich und Belgien.

Berlin, 22. Febr. (Amtlich.) Frankreich und Belgien versuchen im altbesetzten Gebiet wie in den Einbruchsgebieten klaren Rechten zuwider durch gewaltsame Zugriffe deutscke Steuereinnahmen an sich zu reißen. Zu diesem Zwecke besetzen sie die Kassen der deutschen Zollämter, entfernen die deutschen Beamten aus ihren Amtsräumen und fordern Steuerzahlung. Die Kaffen, die sich in fremder Gewalt befinden, sind nicht mehr Dienststellen des Reiches. Steuern können aber rschtswirkfam nur an das Reich bezahlt werden, und es ist daher verboten, sie an Frank­reich oder Belgien zu zahlen. Die Zahlung an Frankreich oder Belgien befreit den Steuer­pflichtigen von seiner Steuerpflicht nicht. Wer nicht den Gewaltakt der Einbruchsmächte seiner vaterländischen und seiner Reckstspflicht ent­gegen unterstützen, wer sich selbst vor doppelter Inanspruchnahme bewahren will, muß daher seine fälligen Zahlungen an die Kassen des Reiches leisten.

Berlin, 22. Febr. Die interalliierte Rhein- landkommiffion und die Besatzungsbehörden haben ein ganzes System von Verordnungen erlassen, die das Wirtschaftsleben im besetzten Gebiet und im Einbruchsgebiet erdrosseln und aleichzeitig Zahlungen erpressen sollen. Diese Bedeutung hat die Beschlagnahmender Kohle, der Forsten, der Zölle, der Ausfuhrabgaben, der Devisen usw. w"^ - die Knebelung der Ein­und Ausfuhr. Die Verordnungen sind völkerrechtswidrig, rechtsungültig und ihre Befolgung verboten. Wer sich den Verordnungen unterwirft, macht sich zum Messer der gegnerischen Gewaltnolitik. Jede Zoll- und Steuerzahlung, jede Devisen- und jede Ausfuhrabgabe, die den Kassen der interalliier­ten Organe zufließt, jeder Antrag, der bei einer solchen Behörde aufgrund jener Verordnungen gestellt wird, bedeutet ein Verbrechen am deut­schen Vaterlande. Wer von den Gegnern be­schlagnahmte Waren an sich bringt, erwirbt kein Eigentum, wird vielmehr wegen Heblerei bestraft und hat außerdem dem rechtmäßigen Eigentümer Schadenersatz zu leisten. Wer mit den gegnerischen Behörden und Stellen in Verbindung trifft, liefert den Gegnern Material für die Handelsspionage in die Hände. Ein solches Verhalten ist Landesverrat. Die Reichs­regierung verbietet daher ausdrücklich jede Be­folgung dieser Verordnungen.

Neue Schläge gegen die deutsche Zollverwaltung.

Berlin, 22. Febr. Die Franzosen und Belgier verübten heute wieder neue Schläge gegen die deutsche Zollverwaltung, indem sie im Lause deS Tages wieder eine Reihe von Hauptzollämtern, Zollämtern und Be­zirksinspektionen militärisch besetzt haben. Die in den Aemtern anwesenden Angehörigen der Reichsfinanz­verwaltung wurden gewaltsam vertrieben und den Einlabbegehrenden mit Waffengewalt der Zutritt ver­wehrt. So wurden besetzt die Hauptzollämter Crefeld und Kaldenkirchen mit fast sämtlichen Nachgeordneten Zollämtern, die Hauptzollämter Emmerich - Euwer, Cleve, Ludwigshafen, Landau, Kaiserslautern, Trier- Römerbrücke, Trier-Johanniterufer, sowie die Zollämter Wasserbilligerbrück, Echernacherbrück, Linden, Franken­thal, Wörth, Zweibrücken, Kaplaneihof, Bochum und fast alle Zollämter der Bezirks Neug.

Verhaftet wurden: Obekzollinspektor Reimann und Zollasststcnt Gerner vom Haupzollamt Düsseldorf 2, Zollinspektor Wetzel vom Hauplzollamt Duisburg, der Kassenvorsteher vom Hauptzollamt Ludwig-hafen, Zollamtmann Richter. Damit ist die Zahl der An­gehörigen der Reichsfinanzverwaltung, die die Gewalt- maßnahmen der Franzosen und Belgier erdulden müssen, auf 187 gestiegen, die der hiervon ohne Ver- urtellung Ausgewiesenen auf 134. Die Gesamtzahl der Ausgewiesenen erhöht sich wesentlich dadurch, daß in den ineisten Fällen die Familien mit ausgewiesen worden sind.

Eine Kundgebung des Reichsfinanzmr.qters.

Berlin, 22. Febr. Der Reichsminister ver­öffentlicht folgende Kundgebung an die Ange­hörigen der Reichszollverwaltung in den be­setzten und Einbruchsgebieten:

Die Interalliierte Rheinland- kommission hat soeben beschlossen, sämt­liche deutschen Zollbeamten in den besetzten Ein­bruchsgebieten ihres Amtes zu entsetzen und die Dienststellen der Reichszoffverwaltung aufzu­heben. Die Franzosen und Belgier wollen ge­gen Beamte, die ihre Ehrenpflicht gegenüber der deutschen Regierung erfüllen, mit den schärf sten Strafmitteln vorgehen. Sie versuchen, die Zollverwaltung im Westen des Reiches zu zerschlagen, und hoffen auf diese Weise einen entscheidenden Schlag gegen die Wirtschaftseinheit des Deutschen Reiches führen zu können. Diese neue Gewalttat ist nichts als das Eingeständnis, daß alle bisherigen Ver­suche, die Angehörigen der Zollverwaltung zum Bruch ihrer Eidespflicht zu verführen, fehl­geschlagen sind. Ich bin überzeugt, daß $e Zollbeamten und Angestellten aller- Dienstgrade gegenüber diesem neuen Gewaltakt mit der gleichen Festigkeit und Ausdauer im Wider st and beharren werden, die sie ebenso wie die übrigen Teile der Bevölkerung bisher bewiesen haben. Den Zollbeamten, die im unbeugsamen Ausharren auf ihren Posten den Bestand des Reiches und die deutsche Wirt­schaft verteidigen, ist der bleibende Dank des deutschen Volkes gewiß, und sie können sicher sein, daß die Reichsfinanzverwaltung für sie und ihre Angehörigen ein stehen und ihnen alle Schädigungen voll ersetzen wird.

Eine Intervention der amerikanischen Geschäftswelt ?

Paris, 23. Febr.Chicago Tribune" be- richtet, daß eine von der amerikani­schen Geschäftswelt organisierte 3 n - unmittelbar bevor stebe. Der besonnte Großindustrielle Charles M. Schwab sei, wie hier verlautet, in erster Linie zu dem Zweck nach Europa gekommen, um den Plan der Han­delskammern der Vereinigten Staaten in Dor­schlag zu bringen» wonach eine internationale Kommission mit einem amerikanischen Mitglied die deutsche ZahlungsfähiBeil und die Modali­täten der deutschen Zahlungen festsetzen soll.

Der Pariser Berietet der Handelskammern der Bereinigten Staaten Miller befindet sich zur Zeit im Ruhrgebiet, um eine Untersuchung über die Ergebnisse der Besetzung vorzunehmen. Nachdem der Vorsitzende der Handelskammern der Bereinigten Staaken Barnes kürzlich den erwähnten Reparationsplan im Ramen fast aller amerikanischen Handelskammern ausein­andergesetzt habe, fei dieser in Washington gut- geheißen worden und cs verlautet, daß er d e n Standpunkt der Regierung roie- vergebe. Der Plan sehe vor, daß nach Er­zielung einer Verständigung über einen Repa- rakiousplan die Vereinigten Staaten sich an den Kommissionsarbeiten beteiligen werden, die die Durchführung des Planes durch Deutschland sicherstellen sollen.

Prioateinquartierung der Steger»

Essen, 23. Febr. Die Einquartierung deS zur größeren Hälfte aus Regernbestehen­den 7 01. französischen Kolonial- regiments in Werden, kupferdreh und Velbert hat in allen kreisen der Bevölkerung tiefste Empörung und Erregung hervorgerufen. Besonders empörend wird es empfunden, daß die Schwarzen nicht in abgeschlossenen Kasernen. Schulen usw. untergebracht worden sind, son­dern in Privatquartieren, Wirtschaften usw. Die Bevölkerung ist darüber erregt, daß die Reger auf den Straßen Dienst tun. So stehen z. B. zwei schwarze Posten vor dem Rathaus w Velbert. Die französischen Offiziere lassen stch von schwarzen Soldaten begleiten.

Velbert, 22. Febr. Heute nachmittag wurden sämtliche Ausgänge des Postamts von schwarzen Franzosen besetzt. Poftdircktor Wmker ist wegen angeblicher Sabotage an einer von . den Franzosen beschlagnahmten Fernsprechlei- tung verhaftet und nach Bredeney gebracht worden.

Französische Dnfsiz.

Nach einer Meldung der Deutschen Allgem. Zeitung verurteilte das Militärgericht in Reck- lingshausen den Bürgermeister Dr. Sud­kamp und den Inspektor Bannert, beide aus Herne, zu je sechs Monaten Ge­fängnis und 200 000 Mark Geldstrafe.

Dollar (io Uhr vorm.) 22000

Peitsche und Revolver Frankreichs Waffe

Unsere Abwehr das Deutsche Volksovier 1