Einzelbild herunterladen
 

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadl- und Landkreis Kanan a. M.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn, und Feiertage. / Fernsprech-Anfchlusi Nr, 1S87

Beiussvrei«: Monatlich Mk.1700. obne TrSgerlohn: Einzelnummer Mk. 70..-Samstags 80 Anzeigenvreise: Die 28 mm breite Zeile Mk. 60.; F i n a n r i n s e r a t e Mk. 75. Reklame (68 mm breit) Mk. 150.. Inserate, auch laufende, werden nur zum jeweiligen Tageweise berechnet. Offertengebühr Mk. 40.. Geschäftsstelle: Sammerstrake 9.

Erfüllungsort ».Gerichtsstand für beide Teile Hanau a.M. FürPlatzvor« fchrift und Erscheinungstase der Anreisen wird keine Gewütr geleistet\ 3m Falle höherer Gewalt. Streik «sw., hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahluns der Bezugspreises,

ML

Nr. 44

Mittwoch den 21. Februar

1923

zmßs.MMmiiMkkiilsMWMMl Von England verlassen» von ganz Europa gehatzl» von Deutschland für immer verabscheut".

In dem E N t s ch e i d u n g s k a m p f, der zwischen Frankreich und uns im Gange ist, müssen wir unbedingt die Augen für den wirklichen Stand der Dinge offen halten. Aus diesem Grunde wird man auch alles, was nach kommenden Vermittlungsmöglichkeiten aussieht, sehr kritisch ins Auge fassen müssen. Auf der anderen Seite aber wäre es ebenso ver­kehrt, wenn wir etwa über die Schwierigkeiten hinwegsehen wollten, mit denen Frankreich in wachsendem Maße zu kämpfen hat. Denn eben- sawenig'wie wir uns etwa falsche Hoffnungen machen dürfen ebensowenig haben wir Grund, aus unserer Rechnung diejenigen Fak­toren auszuschalten, die zu unseren Gunsten sprechen.

Die Miß- und Verstimmung gegen die siiaubpolitik des französischen Ministerpräsiden- len wächst zweifellos im eigenen Lande. Auch wenn man den frondierenden General nicht als klassischen politischen Beweiszeugen betrachtet, so wird man die unten folgenden Ausführungen desGeneralsSarrail doch für gewichtig genug halten. Sarrail war bekanntlich Führer der Ententearmee in Saloniki und wenn er heute gegen die Politik des französischen Mi­nisterpräsidenten in schärffter Weise Stellung nimmt und eine Politik der Verständigung an­preist, so ist das für die innere Stimmung Frankreichs sicher ein bezeichnendes Merkmal. Das gleiche kann von den Ausführungen des ChefredakteursdesPetit Journal" gesagt wer­den. Auch die Kostenfrage fängt an ins Gewicht iu fallen. Die französische Regierung versucht zwar, in dieser Frage den Gerichtsvollzieher gegen Deutschland zu spielen und uns die Be- satzungskosten anzukreiden. Es wird aber selbst in Frankreich niemanden geben, der es für mög­lich hält, für diesen infamen Rechtsbruch auch nur einen Papierpfennig aus Deutschland her- auszuschlagen. Es heißt nicht mehr:Der Boche bezahlt alles," sondern es heißt jetzt für den i^zäsischen Steuerzahler:Greif in deinen âutel." Und je geringer der wirkliche Ertrag des Ruhrabenteuers ist, desto schmerzlicher wird die Enttäuschug derer sein, die die Kosten dieses srevelhaften Abenteuers tragen sollen.

.. Auch die englische Unterhausdebatte bleibt in Frankreich nicht ohne Eindruck, so gleich­gültig man sich auch zu stellen versucht. Auch "enn man den Ertrag dieser Debatte für Deutschland nicht günstig einschätzen darf, so bleibt doch bestehen, daß die gesamte Debatte nne einzige moralische Ohrfeige für Frankreich ^H.esèn ist. A*m empfindlich st en aber oruckt Frankreich der Schuh an einer

^0 es bequemsten Spielraum zu finden Me: Im Rhein- und Ruhrgebiet l^Mas äußere Bild, das sich dort von Tag

'n schärferen Strichen abzeichnet, erweckt Seicht nicht ganz die richtigen Vorstellungen. p^Wsen schalten und walten tatsächlich e ^ Räuber und Mörder. Sie scheuen nicht -./.Bluttaten zurück und sie stehlen in einer so Lv?" Manier, ^daß alle Taten berühmter Rüu- .s?âpIinge dadurch längst in den Schatten s W- Man sollte deshalb aber nicht glau- ten'm^ ^ sich etwa in starker Position fühl- Rps. ; ^^ä im Gegenteil. Die Franzosen und l; ^ " kiffen, daß sie im Ruhrgebiet t a t s ä ch- IW inem Vulkan sitzen. Es ist wi-nn"P' &a6 sie kompagnieweise auftreten, len *Mndwo eine Schreibmaschine steh- d)mprra't^r daß sie Maschinengewehre und fti;Je Geschütze auffahren, wenn sie einen ftimrn^er»m in der Nähe wissen. Die Volks- bora^A un"? ihnen auf die Dauer nicht ver- durck r i^ben sein und diese Stimmung ist artin nnt ^gesetzte brutale Mißhandlung der- lich nnn u""si daß auch derVorwärts" neu= ft e h 0 H k dringenden Gefahr bevor- ^yender a n (h«m rcvMinUn,

c Zahl» die kein Deutscher se

Dip ö , gegessen darf!

Staate« Ak nJ^ und Verluste des deutschen auf sr°£ die der deutschen Volkswirtschaft bis 3o < des Versailler Vertrages betragen zg^Ptember 1922:

gleich 28?\nn !ä""rden Goldmark tien V a ^0 ^Marden oder 282^ Bill io- Don 20 000 2^r^ a r k bei einem Dollarftande

ten, die im Ruhrgebiet anwesend sind, rechnen bestimmt mit ihrer baldigen Rückkehr, da sie nur für eine mehrwöchige Uebung eingezogen worden sind. Es ist ihnen unheimlich inmitten einer Bevölkerung, die sich die Behandlung mit der Peitsche unter keinen Umständen gefallen läßt. Es wird der französischen Regierung nicht leicht fallen, die Frage des Truppenersatzes für das Ruhrabenteuer zu lösen. Denn hinter der Ruhraktion erhebt sich der Schatten einer drohenden Faust, die einem seit alters helden­haften Geschlecht angehört und die gewohnt ist, den Hammer zu schwingen.

Französische Einsichten.

Kopenhagen, 20. Febr. Die ZeitungPoli­tiken" veröffentlicht den Inhalt einer Unter­redung, die ein Mitarbeiter des Blattes in Paris mit dem französischen General Sarrail, früheren Oberkommandierenden der alliierten. I ruppen im Orient, über die Ruhrpolitik Poincares gehabt hat. Sarrail erklärte u. a.:

Ich habe den Eindruck, daß die Politik un­serer Regierung im Ruhrgebiet und am Rhem uns für immer des Rufes des Edelmutes be­rauben wird, den, unsere Traditionen seit der großen Revolution und unserer Haltung im Kriege uns in den neutralen Ländern' ver­schafften. Ich würde mich freuen, wenn ich die öffentliche Meinung in Dänemark darüber auf­klären könnte, daß es in Frankreich neben Poiw

am

, die seiner

_ gen, u

den Weg der gesunden Vernunft, das heißt, den Weg der internationalen Versöhnung be­schreiten wollen. Besser als ich erzählen die Tat­sachen, welchen Mißerfolg die Besetzung dar- stellt, die Poincares ehrgeiziger Traum war. Höchstwahrscheinlich werden durch die Ruhr­expeditionen die Reparationen nicht gesichert. Das einzig Sichere, was das Unternehmen uns einbringt, sind Kosten. Selbst für den Fall eines Nachgebens Deutschlands würden wir keine Zahlungen erhalten. Die Reparationsfrage ist nicht nur eine deutsch-französische, sie ist in rechtlicher Beziehung eine interalliierte und in Wirklichkeit eine internationale Frage. Warum wenden wir uns nicht an den Völkerbund? Die­ser Schritt kann doch unmöglich schlechtere Er­gebnisse haben als die, die sich aus der Ruhr­operation ergeben werden. Unsere Soldaten stehen in Essen, Dortmund und Bochum. Wir haben dabei ganz Europa gegen uns. Die Koh­len, die Poincare uns versprach, sind ausge­blieben. Die Arbeiter im Ruhrgebiet streiken und weigern sich, unter unserer Leitung die Arbeit aufzunehmen. Das sind die Resultate un­seres Versuches, einen Druck auf Deutschland auszuüben. Wir begingen den Fehler, in das Ruhrgebiet einzudringen mit der Gefahr, von England verlassen, von ganz Europa gehaßt und von Deutschland für immer verabscheut zu werden. Die Gefahr wurde jetzt zur Tatsache, und da wagt Poincare noch von Gefahren zu sprechen, wenn es sich um den Völkerbund han­delt?! Gegen eine solche Auffassung müssen wir direkt Front machen/

Paris, 20. Febr. Der Chefredakteur des Petit Journal" Marcel Ray begab sich ins Ruhrgebiet und nach eingehenden Beobachtun­gen kam auch er zu der Erkenntnis, daß dort für Frankreich nichts zu holen sei. Weder die Waggons, noch die Lokomotiven, noch die Eisenbahnen feien es, woran man Mangel hätte, auch Kohlen fänden sich in ge­nügender Menge vor, aber man habe kein.e Arbeiter, um die Kohle zu verladen. Die Bergarbeiter würden aufhören, Kohle zu för­dern, sobald sie sehen würden, daß die Frucht ihrer Arbeit Frankreich zukommt. Infolge­dessen begnüge man sich damit, die paar hun­dert Waggons abzusenden, die man da und dort af den Bahnhöfenauftreibe". Nicht durch die Ausbeutung der Bergwerke, sondern durch ganz andere Methoden würde man die Deut­schen dazu bringen, mit den Franzosen auf fester und zukömmlicher Grundlage zu verhan- d"ln. Der Chefredakteur desPetit Journal" lobt die Disziplin der deutschen Arbeiter, die, ob es Kommunisten Katho- tiken oder Neutrale seien, in vollem Einverneh­men mit der deutschen Regierung und mit der Unternehmervereinigung zusammenarbeiten. Alle hätten es abaelehnt. für die Beiakungs-

Mächte zu arbeiten. Man werde sich darauf be­schränken, in den Bergwerken Unterhaltsarbei­ten durchzuführen, und auch in den Fabriken werde man nur solange arbeiten, wie Erze zur Verfügung stehen.

(Es scheint, daß die Zeit der wilden Reportage doch nunmehr vorüber ist und daß man sich in Paris entschlossen hat, Politiker nach dem Ruhrgebiet. zu entsenden. Sie werden hoffentlich für die erforderliche Aufklärung Sorge tragen. D. Red.)

Eine »»ungünstige Propaganda" für Frankreich.

Amsterdam, 21. Febr. Der Berliner Korrespondent desAmsterdamer Handels- bladet" meldet seinem Blatte aus Elberfeld vom 20. Februar abends: Ich hatte am Sonntag nachmittag in Gelsenkirchen Gelegenheit, mit zwei Filmoperateuren, die ich speziell zwecks Feststellung der wahren Tatsachen in das Ruhr­gebiet mitgenommen hatte, Filmaufnahmen zu machen von Straßenszenen in der Rahe des Rathauses, die ich brieflich noch beschreiben werde. Ich schicke voraus, daß ich für Filmauf­nahmen im Ruhrgebiet die spezielle Geneh. migung des Generals Degoukte habe, und daß ich meine Aufnahmen in Gelsenkirchen erst an- gefangen habe, nachdem ich dem zuständigen Offizier meine Erlaubnis ausdrücklich gezeigt hatte. So war ich zufällig in der Lage, ver­schiedene kinemakographifchen Bilder aufzuneh­men von der vollkommen nutzlosen und provo­zierenden Haltung der französi­schen Truppen, die mit aufgepflanzlen Bajonetten in schnellem Schritt unaufhörlich die ruhige Bevölkerung vor sich Hertrieben und die Deutschen mit Rückenstößen vorwärts scho­ben, sodaß es nur der unbegreiflichen Ruhe der Passanten zu verdanken war.

^^^. ^ wÄM

durch Gelsenkirchen fuhr, um Recklinghausen zu erreichen, wurde ich verhaftet und

unter militärischer Bedeckung zum Obersten Schohler in das HotelZur Post" in der Nähe des Rathauses geführt, wo man meine Filmaufnahmen beschlagnahmte. Ulan gab mir die Erklärung ab, ich hätte am Sonntag Filmaufnahmen gemacht, deren Vorführung für Frankreich

eine ungün

ropaganda be-

beulen würde. Erst nach 2% Stunden er­klärte mir der Offizier, man gebe mir die Frei­heit zurück, dec Film aber werde sofort zur Ent­wicklung nach Düsseldorf geschickt. Am Dienstag nachmillag sollte ich mich in Düsseldorf bei Ge­neral Degoulle melden. Hier wurden mir meine französischen Papiere genommen, nur nach wiederholtem Drängen gelang es mir, wenig­stens einen Paß nach Elberfeld zu bekommen, für den die französischen Poften unterwegs auch noch mein Auto beschlagnahmten. Wenn man französischerseits der Meinung ist, daß man durch dieses Auftreten gegen die mit Objekti­vität der Wahrheit dienenden, nur die tatsäch­lichen Ereignisse auf kinemaiographischem Wege festhallenden neutralen Journalisten, der fran- zöiischen Propaganda dienen könnte, könnte sich das als ein Irrtum herausstellen. Ich werde brieflich noch Gelegenheit haben. Einzelheiten über meine Aufnahmen und meine Freiheits­beraubung zu veröffentlichen.

Dr. Cuno über Frankreichs Ziele.

Budapest, 20. Febr. Reichskanzler Dr. Cuno äußerte sich einem Vertreter desPester Lloyd" gegenüber dahin, die Ziele der französischen und belgischen Po­litik seien die Rheingrenze und die völlige Auflösung des Deutschen Reiches, darüber be­stehe in Europa kein Zweifel mehr, hinter diese Bestrebungen stellten sich die wirtschaftspoli­tischen Aspirationen der französischen Groß­industrie. Die französische PoliLk habe, nachdem sie ihr Ziel durch den Friedensvertrag nicht völlig erreichen konnte, nur danach gestrebt, die Verpflichtung Deutschlands aus dem Friedens­vertrag so hoch zu schrauben, daß sie nicht hätte erfüllt werden können. Frankreich habe auf diese Weise wenigstens eine sormale jurt|W* Handhabe besitzen wollen, um seine Ziele wei­ter zu verfolgen. Bei dieser Sachlage habe es für Deutschland nur ein Mittel gegeben, die Besetzung des Ruhrgebietes zu vermeiden, nämlich die Unterwerfung unter die Ziele der französischen Politik. Dies aber sei mit der Existenz und der Souverä­nität Deutschlands unvereinbar und dürfe daher auch von keiner deut­schen Regierung anerkannt wer­den. Deutschland werde mit allen ihm zu Ge­bote stehenden Mitteln aegen den französisch­

belgischen Anschlag als ein freies und un- abhängiges Land kämpfen. Gestützt aus sein Recht und seine Entschlossenheit sei sich bas deutsche Volk bewußt, daß ihm schließlich derSiegbefchiedenseinmüsfe. Die­ser Sieg, schloß der Kanzler, wolle Deutschland aber nicht so gedeutet wissen, als ob es sich dann der Mitarbeit an dem Wiederaufbau ent­ziehen wolle und als ob es Verpflichtungen, die gerecht und erträglich seien, ablehnen würde.

Derbst nichtunisormierter Schutz- polLieL

Der preußische Minister des Innern Seve- ring hat, einer Sorreipondenzmewung zufolge, der Schutzpolizei im Ruhrgebiet verboten, ohne Uniform und ohne Waffen Dienst zu tun.

Kein Gas» Wasser und Strom für militarisierte Betriebe.

Berlin, 20. Febr. Der Rsichsver- kehrsminister beauftragte die Reichsbahn­direktionen, die Lieferung von Gas, Wasser und Elektrizität an alle Dienststellen einsisven zu lasten, welche in gegnerischen Militärbetrieb übergingen, und hat zugleich die Lieferer ange­wiesen, die Zuleitung von Gas usw. nach diesen Dienststellen zu unterbrechen.

Eine Kohlenreserve.

Wie der Berl. Lok-alanz. erfährt, ist es fit den letzten Wochen gelungen, eine nicht unbe­trächtliche Kohlenreserve anzulegen. Dies ist möglich gewesen durch die Einfuhr englischer Kohle und auch dadurch, daß die seit der Ruhr- Besetzung für Frankreich und Belgien bestimmte Reparationskohle fast vollständig nach dem Innern Deutfcklands abgeführt werden konnte. Außerdem ist der Verbrauch der Betriebskohle

höhten Preise erheblich eingeschränkt worden.

Oberslein, 20. Febr. Der Redakteur des sozialistischenNahetal-Doten, Gewerkschafts­sekretär Forster, ist von den Franzosen ver­

haftet und na gebracht worden.

Büngnis

Eine innere Gvldanleihe.

Bcrliu, 20. Febr.. In den Vorbesprechungen im Reichsfinanzministerium mit Vertretern einiger Ber­liner und auswärtigen Banken und Bankfirmen ist ein Einverständnis über die Art der Mitwirkung der deutschen Bankwelt bei der Begebung von 200 Millionen Goldmark Schatzanweisungen erzielt worden. Es fbt wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, em Konsortium gebildet werden, das 50Millionen Dollar in dreijährigen Schatzanweisungen, die von der Reichsbank garantiert werden, zur öffent­lichen Zeichnung gegen Bezablung in Devisen oder ausländischen Noten »uflegt. Das Konsortium soll die Anleihe zur Hälfte fest, zur Hälfte in Kommission übernehmen. Die Schatzanweisungen lauten auf den Inhaber. Es werden voraussichtlich Stücke bis zu einem Dollar herunter ausgegeben werden. Die Stücke sollen beidenDarlehenskassenbeleihbar fein. Das Publikum soll hierdurch die Gelegenheit einer Devisenanlage erhalten, die jederzeit zu billigen Zinssätzen beleihbar ist, während auf der anderen Seite die Mittel des Reiches und der Reichsdank zur Beein­flussung der Devisenkurse auf längere Frist hinaus gestärkt werden sollen. Ueber die Einzelheiten werden demnächst weitere Besprechungen stattfinden.

Zu der Meldung über die Ausgabe einer inneren Goloanleihe berichtet dieVoss. 3tg.", daß die näheren technischen Einzelheiten für die Durchführung bei Zeichnungen von einer Unterkommisston feftgefteUt werden, die unter dem Vorsitz des Reichsbankpräsidenten Havenstein arbeiten wird. Diese Kommission soll namentlich die quotenmäßige Beteiligung der einzelnen Banken und Bankiers an dem fest übernommenen Teil der Anleihe sestsetzen. Er ist in Aussicht genommen, mit der Auslegung der Goldanleihe am 1. Mär» zu beginnen. Der Rusgabekurs soll 100 vom Hundert betragen.

Der 100 Millionen-Kredit für Ne Ruhrbefetzung.

Paris, 20. Febr. Der Ministerrat hat heute den Gesetzentwurf betreffend den Kredit für die Besetzung des Ruhrgebiet« angenommen. Der Entwurf wird heute nachmittag in der Kammer verhandelt. Es nanoelt sich wie gemeldet um einen Kredit bor 115 Millionen, von denen jedoch 15 Millionen durch Streichung im Budget des KrlegSminisiermmS ausge­glichen werden.

Dollar (10 Uhr vorm.) 22000