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Samstag ven 17. jenruar

Politische Nachrichten.

Gr. Becker vor dem Reichskohlenrak.

Berlin, 16. Febr. Der Reichskohlenrat trat Seiner stark besuchten Vollversammlung zusammen, er Vorsitzende Bergrat Kleine gedachte der letzten Erubenkatastrophen in Oberschlesien und be- !rußte den Reichswirtschaftsminister Becker, dessen lnwesenheit wohl darauf zurückzuführen sei, daß der stanzösische Einbruch in das Ruhrgebiet alle Lugen auf denKohlenkrieg- lenke. Der Einbruch der Franzosen habe etwas erreicht, worum wir uns seit Jahren vergeblich bemüht hätten, er habe die Einigkeit im Volke wiederbergestellt.

Der Reichswirtschaftsmmister führte au». daß var Gedeihen unserer ganzen deutschen Volkswirt­schaft von unserer Kohlenwirtschaft abhänge. Der Kampf an der Ruhr sei ein ungleicher. Drüben brutalster Militarismus und Imperialismus in rohester Betätigung und in verabscheuungswürdigsten Auswüchsen, auf unserer Seite das gute Recht und hinter ihm der trotzige Wille, in diesem schweren Abwehrkampfe bis zum allerletzten auszuharren. Alle Bevölkerungskress« an der Ruhr und am Rhein wetteiferten, sagte der Minister, in heldenhafter Abwehr, um Frankreichs Pläne zuschanden zu machen.

Helden, meine Herren, ich glaube, wenn das Wort irgendwo angebracht ist, so hier, sind diese alle, die in diesem Kampf, in diesem Abwehrkampf stehe«, und die dort drüben an Ruhr und Rhein ihre Treue zum Vaterland und zur heimatlichen Erde mit körperlicher Mißhandlung, mit Einkerke­rung, mit Landesverweisung und mit noch Schlim­merem alltäglich zu bezahlen haben. Dhnen allen, »or allem aber unseren Brüdern vom Bergbau, lassen sie uns heute ein herzliches und zugleich ein dankbares Glückauf zurufen mit der Versicherung, daß die Neichsregrerung und das ganze deutsche Volk in Treue immer an das denken wird, was sie heute für unser ganzes deutsches Volk, für uns alle geleistet haben. Diejenigen aber, die heute da drüben an Ruhr und Rhein glauben, an die Stelle des Rechts die brutalste Gewalt setzen zu können, sie mögen aus den seitherigen überaus traurigen Ergebnissen ihres sogenannten ftiedlichen Ein­marsches erkennen, daß das deutsche Volk trotz aller politischen und trotz aller wirtschaftlichen Meinungs­verschiedenheiten in der Verteidigung der Heimat- erde und in der Verteidigung der wirtschaftlichen Freiheit Deutschlands einmütig und treu zuiammen- steht. lBravol) Mit Kanonen und Bajonetten kann man zwar ein völlig wehrloses Volk bekämpfen, man kann es auch knechten alleräußersten Falles. Eines aber wird man damit niemals erreichen: Man wird Kohl«, weder fördern, noch Kohle mit Derartigen Eewaltmaßnahmen herausbringen. (Sehr richtig!) Und man wird mit derartigen Mitteln bar deutsche Volk niemals dazu bringen,

Kronar-eit für fremde Kronherre» zu leisten.

Wir werden diesen Kampf zu einem guten Ende ®fr ihn so wie seither in treuer deutscher Einmütigkeit führen und wenn die Lands­huts da drüben sich von dieser geraden Linie der Besonnenheit nicht abdrängen lassen.

In diesem Kampfe steht hinter der Kampffront das ganze deutsche Volk und die deutsche Reichs­regierung. Und ich gebe die ausdrückliche Versiche­rung, daß die deutsche Regierung so lange in diesem Kampfe an der Spitze des deutschen Volkes mar­schiert, als das deutsche Volk sie dabei nicht im Stiche läßt, und ich glaube, Zweifel daran, daß das deutsche Volk bereit ist, bis zum allerletzten auszuharren, würden eine Beleidigung gerade für unsere kämpfenden Brüder im Ruhr- und Rhein- gebiet sein. Die Reichsregierung betrachtet es als ihre erste Pflicht, alles zu tun, um dem deutschen Volke gegen den inneren Feind, das Schieber, und Wuchertum, wie auch gegen den äußeren Feind treu zur Seite zu stehen.

Deutsche Minister im Ruhrgebiet.

, Düsseldorf, 16. Febr. Reichspoftminister vtingel hat die von den Franzosen und Belgiern gegen die deutschen Minister gerichtete Etnrelsesperre durchbrochen. Der Minister weilte am 15. und 16. im Ruhrgebiet. Der Besuch galt den Städten Düsseldorf, Duisburg, Mühlhsim (Ruhr), Essen, Bochum und Dortmund, wo er die Post- und Telegraphenämter^befichtigte. ,, Der preußische Minister für Kunst, Wiffen- schast und Volksbildung Dr. Boelitz ist gestern im Ruhrgebiet gewesen, um sich persön­lich über die durch die Requirierung von Schu­len hervorgerufenen Mißstände zu unterrichten.

Neue Schikanen Ler Franzosen.

LentscheBeamtewerden aus ihrenWohnunge»

Elberfeld, 16. Februar. In Düsseldorf ® ^^Kontrollstelle ^ ^

h? der Frachten, Die aus

Dem beichten Gebiet kommen, wird von den ttnielnen »OHtroaftehen sehr verschieden gehandhabt, «s tier, sch ebenen Kontrollstellen findet eine Revision bei Se* pärfS statt. Dabei defchagnahmendie Franzosen vielfach m ruckucht.loier Weise auch kleinere Mengen Lebensmittel. In Diez an der Lahn wurden bei einem Personenz»g Reich » post- facte Mrückgehalten. Die Franzosen versuchen einen immer stärkeren Druck auf die Bediensteten auszuüben du im Tiensrgebäuoe wohnen. So ist den meisten Dicuuvorstehern der Strecken Wormr Piainz und Mainzjiodlenz die Mitteilung von den Franzosen zugegangen, daß ihnen freit Verfügung über ihre Wohnungen nur zugestanden werden könne, wenn sie ivren Dienst wieder aujnehmen und sich allen srauzö- Mdjen Befehlen fügen. *

I« Rcichsbahndirektionsbezirk Mainz mußten die Stationsvorsteher von Heidenheim, Budenheim und Uhlerborn ihre Dienstwohmingen räumen, weil sie er übgclehnr hatten, sich anderen als deutschen Befehlen zu lügen. Die Hauptwerkstätte Mainz ist seit heute von 80 Franzosen besetzt.

»»Kerr mach uns frei!"

Gelsenkirchen, 16. Febr. Heute vormittag erfolgte unter starker Beteiligung der Bevölke­rung die Bestattung des von den Franzosen erschossenen Polizeiwachtmeisters Hutmacher. Bits bei der Beerdigungsfeier die Kapelle das

einigten Staaten zwingen mögen, aus ihrer gegenwärtigen Zurückhaltung herauszu­treten. Aber man verkennt auch, daß die Staaten, die in der Frage der Besetzung des Ruhrgebiets Frankreich direkt unterstützt haben, also Italien und Belgien, und die, auf deren indirekte Unterstützung Frankreich von Anfang an hat rechnen können, also Polen und die Länder des Kleinen Verbandes, endlich auch England, das sich der neuen Vergewaltigung Deutschlands gegenüber neutral verhält, von den unabwendbaren Folgen der französischen Gewaltpolitik nachdrücklicher noch als gegen­wärtig überzeugt werden müssen, ehe sie sic-' entschließen, die Hilfe der Vereinigten Staaten anzurufen. D a r a u

Washington. Man will sich nicht auf. drängen, weil man befürchtet, dadurch Erfolg von vornherein in Frage zu stellen.

Aus demselben Grunde ist man in den maß­gebenden Kreisen der Bundeshauptstadt ent­schieden dagegen, die im Senat angeregte internationale Wirtschaftskon- fereuz, der man die Lösung des europäi­schen Problems 'übertragen möchte, nach Washington einzuberufen. Man sagt, in Washington würden den Vereinigten Staaten als Gastgeber die Hände gebunden sein; Frank­reich, Italien und Belgien würden mit einem fertigen Programm zur Konferenz kommen, und die Vertreter der Bereinigten Staaten wür­den nicht in der Lage sein, ein solches Pro­gramm mit der Entschiedenheit zu bekämpfen, durch die allein es mit der Unterstützung andrer Staaten über den Haufen geworfen werden könnte. Dagegen würden die Vereinigten Staaten, falls eine solche Konferenz nach einer europäischen Hauptstadt einberufen werde, volle Freiheit des Handels haben, weil ihnen dann durch die Höflichkeitspflichten die Hände nicht gebunden feien. Man betrachte hier die Weigerung der deutschen Regie­rung, die Entschädigungszahlungen fortzu­setzen, als einen Schritt in der rechten Richtung, weil das nach hiesiger Auffassung das geeignete Mittel ist, das französische Volk von der Aussichtslosigkeit der Politik Poincarès zu überzeugen. Mit welcher Bestimmtheit man darauf rechnet, daß Fr a n k re i ch s ch o n in naher Z u k u n s t sich dazu bequemen wird, die Hilfe der Vereinigten Staaten anzurufen, um aus den Schwierigkeiten, in die es sich durch die Besetzung Les Ruhrgebiets gestürzt hat, berauszukommen, eraibt sich am klarsten aus

wartet man in

den

Niederländische Dankgebet" spielte, sangen alle Anwesenden spontanerweise mit. Während­dessen kreisten über dem Friedhof zwei fran­zösische Flugzeuge und warfen Flugblätter ab. Hierdurch bemächtigte sich in der Bevölkerung abermals eine große Erregung.

Le Troquers Londoner Besprechungen

Paris, 16. Febr. Die Verhandlungen, die der französische Minister für öffentliche Arbeiten, Le Troqueur, mit dem englischen Kabinett in London geführt hat, sind um 1 llhr nachmittags zu Ende gegangen. Der Minister wird heute abend 9 Uhr nach Paris zurückreisen. Nach Havas wird über das Ergebnis der Besprechungen sowohl auf französischer als auch auf englischer Seite das absoluteste Stillschweigen gewahrt. Man kündigte an, daß die britische Regierung im Laufe der heutigen Beratungen Gegenvorschläge unter­breitet habe, die Le Troquer sofort der französischen Regierung übermittelt habe. Der Sonderbericht­erstatter desTemps" versichert, daß ein Einver­ständnis noch nicht habe erzielt werden können und die Verhandlungen demnächst wieder ausgenommen werden dürsten.

Mallen und der franz.»engl. Kvnflrkk.

Rom, 16. Febr. Hier gewinnt die Auf­fassung, daß England in der Ruhrfrage dem- nächst von der Beobachtung zur Aktivität übergehen werde, Boden. Der ehemalige Unter- skaakss^krctär Vevlone hebt in einem Turiner Blatt hervor, wie schwer die Verurteilung der Ruhr-Aktion, ihre Beweggründe und ihrer Aussichten in Westminster ins Gewicht falle und schließt, das Schicksal des französischen Unter­nehmens sei bereits am Dienstag in London entschieden worden. DerMondo" hält eine englische Kündigung der Entente für unvermeidlich und fügt hinzu, jede Ver­mittlung müsse darauf basseren. daß Eng- land keine kontinentale Hegomo- nie dulde. Die3bea Razionale" sieht die Mission Le Trocquers als gescheitert an.

DasWemellanLLttauen zugesprochen.

Paris, 16. Febr. Die Botschafterkonferenz hat heute vormittag in der Memelfrage ent- chieden, daß die Souveränität über da» Gebiet Litauen zugesprochen und da» Memelland von der Regierung Taliu» weiter verwaltet werden oll. Litauen muß lediglich gewisse Bedingungen ür da» Transitwesen zu Wasser und die Ver­waltung de» Hafens zugestehen.

Das Ende des Vertrages von Derfatttes.

Lincinnaki, 20. Febr. Ueber die Haltung der Washingtoner Regierung ge­genüber der Krise in Europa ist viel Unsinn über den Ozean gekabelt worden. Fest steht, daß alle Meldungen, die behaupten oder an­deuten, in Washington billige man das bis zur Brutalität gesteigerte rücksichtslose Sorgern Frankreichs^in Las Relch der Fabeln verwiesen werden müssen. In den maßgebenden Kreisen verschließt man sich durch­aus nicht der Erkenntnis, daß in dem Vor­gehen Frankreichs die Gefahr einer großen Katastrophe für das gesamte Europa liegt, und daß Umstände eintreten können, die die Ver-

der Tatsache, daß man in den leitenden politi­schen Kreisen Washingtons bereits die Richt­linien erörtert für die R e v i s i o n des Verfall ter Vertrags, die man nun­mehr für unvermeidlich hält. Man ist der An­sicht, daß mit der Revision jener Bestimmungen, die den Verbündeten die Reckte meistbegün­stigter Nationen einräumen, Deutschland die ausschließliche Kontrolle über seine Flüsse neh­men und ihm die unerschwinglichen EntschäLi gungen aufzwingen, der Anfang gemacht werden muß, und daß, wenn auf diese Weise einmal Bresche in den Vertrag gelegt worden sei, die Beseitigung des ganzen Ver­trags keine unüberwindlichen Schwierig­keiten mehr machen kann.

Letzte Telegramme.

DaS gesamte Zallpersonal entlassen.

Pari-, 17. Febr. Die Rheinlandkommission hat folgenden Beschluß gefakt:

Vom 20. Februar 1928 ab ist da» gesamte deutsche Zollpersonal und zwar sowohl dar ortsansässige, wie auch da» aktive, da» zur Zeit iw besetzten Gebiet ienst tut, entlassen. Der Zoll- direktionSauSschuß der durch die Ordonanz Nr. 285 der Rheinlandkommission eingesetzt wurde, ist beauf­tragt worden, de» Zolldienst im besetzten Gebiet zu sichern.

Die Verkehr-lage.

Eff«n, 17. Februar. Die Verkehrstote hat sich gegenüber gestern vormittag im allgemeinen nicht ver­ändert. Im Bezirk Elberfeld wird die Lage allmählich chwieriger, da infolge der vielen Umleitungen zahlreiche Strecken direkt zugefahren sind. An allen Kontroll- teilen wird die Kontrolle sehr stark durchge- ührt. Auf dem Bahnhof Scharnhorst sind 140 Wagen mit Lebensmitteln von den fran- zSsischen Besatzungstruppen geraubt worden. Auf den Zolldirektionen werden sämtliche AuSgângc von den französischen Behörden scharf kontrolliert. Die Kontrolle erstreckt sich auf alle möglichen Gegenstände. Die Franzosen lassen von dem unbesetzten Gebiet keine offenen Wagen mehr ins besetzte Gebiet hinein. In Vohwinkel wurden Güter und Stückgüter, auch Lebensmittel beschlag­nahmt. Auf der Zeche Thalhausen und Tiefbaum haben die Franzosen am 13. und 14. Februar trotz der Weigerung der Belegschaft kleinere Mengen Kohlen und Holz selbst gekippt.

Das Urteil gegen Dr. Jarre».

Aachen, 17. Febr. Im Prozeß gegen den Oberbürgermeister von Duirburg Dr. Jarres wurde von dem hiesigen belgischen Kriegsgericht das Urteil verkündet. Dr. Jarres erhielt ..... . _ __________

einen Monat G «fängnis Und muß nau Die Liquidation ist beendesi Die FirmaH ämtliche Kosten tragen. Dr. Jarres hat er- lärt, daß er gegen das Urteil Berufung ein­lege. Dr. Jarres war bekanntlich von den

Franzosen verhaftet und ausgewiesen worden, war aber nach Duisburg zuriickgekehrt und hatte einen Dienst wieder ausgenommen.

Aus dem englischen Unlerhause»

Landon, 17. Febr. Im Unterhause wurde ein AbänderungSantrag der Arbeiterpartei zur Antwort auf die Thronrede, worin der auswärtigen Politik der Regierung die Schuld an der Arbeitslosigkeit in Eng­land zugeschoben wird, mit 277 gegen 180 Stimmen abgelehnt, also mit der Regierungsmehrheit von 97 Stimmen.

Vermischte Nachrichten.

Brand in der Triester Mustermesse. Aus Triest wird gemeldet: Ein in der Mustermesse ausgebrochener Brand hat in kaum mehr als einer Stunde eine große Anzahl der Mehstände vernichtet. Der Brand soll durch Explosion eines Ofens in einem Verwaltungsgebäude fei­len Ursprung haben. Aus unbekannten Grün- )en ist ein Gebäude der Finanzverwaltung der Mustermesse durch einen zweiten Brand heim- ;esucht worden, wobei ebenfalls beträchtlicher Schaden entstanden ist.

Midie MiMmii.

Die Steuerpflichtigen werden darauf hinge­wiesen, daß die im Steuerbescheid 1921 ange­gebene vierteljährige Vorauszahlung für 1922 uch für 1923 am 15. Februar, 15. Mai, 15. lugust und 15. November 1923 zu leisten sind. Wird vor Ablauf dieser Zahlungstermine der Steuerbescheid über die für 1922 endgültig zu zahlende Steuer zugestellt, so sind die darin vermerkten Beträge als Vorauszahlungen für 1923 zu entrichten.

Bemerkt wird, daß die Erhebung der gesam­ten Einkommensteuer 1922 und 1923 für Stadt und Land durch die Hebestelle der Finanzkasse, Mühlstraße (ehem. Jnfanteriekaserne) erfolgt und alle Zahlungen dorthin zu leisten sind. Die Hebestelle ist an den Reichsbankgiro sowie an den Postscheckoerkehr angeschlossen Postscheck­konto Nr. 85600 Frankfurt a. M.

Hanau den 15. Februar 1923.

Finanzamt.

In unser Handelsregister, Abt. B. ist heute olgendes eingetragen worden:

1. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung n FirmaAnkaufsstelle der Hanauer Edel­metall-Industrie Gesellschaft mit beschränkker Haftung" mit dem Sitz in Hanau. Gegenstand

des Unternehmens ist der An- und Verkän?? 1 Edelmetallen, Gold, Silber, Platin, Edelst/w^ ; Perlen und Schmucksachen aller Art, in«be!? dere der Erwerb von Schmucksachen von vatleuten zu reellen Preisen. Das Stammte beträgt 600 000 Mark. Geschäftsführer ist 3 ältester Karl König in Hanau. Der Gesellschns r vertrag ist am 2. und 26. Januar 1923 sL stellt. Die Gesellsckaft wird durch einen Z mehrere Geschäftsführer vertreten. Ein schäftsführer kann sowohl in der Weise beste werden, daß er die Gesellschaft allein vertreie» kann als auch derart, daß er nur gemeinscha»! lich mit einem anderen Geschäftsführer einem Prokuristen zur Vertretung der (gesell, schaft befugt ist. Herr Karl König in Hanau befugt, die Gesellschaft allein zu vertreten Lj Bekanntmachungen der Gesellschaft finden durt den Deutschen Reichsanzeiger statt.

2. FirmaSilberwarenfabrik 3. Alojz Kerns Sohne, Aktiengesellschaft" in hanoo Durch Beschluß des Aufsichtsrates vom 12. nuar 1923 ist der Kaufmann Eduard Walden in Hanau zum weiteren Vorstandsmitglied dei Gesellschaft mit der Befugnis bestellt, die Ge­sellschaft gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen in vertreten.

3. FirmaAktiengesellschaft für Carton- nagenindustrie, Abteilung Blechembavagenst brik Hanau" in Hanau, Zweigniederlassung bet Aktiengesellschaft für Cartonnagenindustrie in Dresden-Loschwitz. Die Generalversammlung vom 10. Oktober 1922 hat beschlossen, do« Grundkapital unter den im Beschlusse ange­gebenen Bedingungen zu erhöhen um zwölj Millionen Mark durch Ausgabe von zwölftau- end Stück auf den Inhaber lautende Stamm- iktien über je einta'siend Mark. Diese Erhöhung des Grundkapitals ist erfolgt. Das Grundkapito! beträgt nunmehr 32 000 000 Mark ünd zerfällt m 31 000 auf den Inhaber lautende Stamm­aktien zu je 1000 Mark und in 1000 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien zu je 1000 M. Der Gesellfchäftsvertrag vom 30. Oktober 1899 st durch Beschluß derselben Generalversamm- ung laut Notariatsprotokolls vom gleichen Tage dementsprechend im § 3 und weiter in den §§ 12 und 15 abgeändert worden. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht. Von den neuen Iktien werden 10 250 Stück zum Kurse von .24^ Prozent und 1750 Stück zum Kurse von .00 Prozent ausgegeben. Jede rechtzeitig hin­terlegte Aktie (Stammaktie) oder Vorzugsakt!! ewährt in der Generalversammlung das Recht ur Führung einer Stimme; handelt es sich edoch um eine Beschlußfassung über Besetzung des Aufsichtsrates, über Aenderung der Satzung oder über Auflösung der Gesellschaft, so gewährt ede rechtzetig hinterlegte Vorzugsaktie dos Recht zur Führung von je 16 Stimmen.

4. FirmaGesellschoftshaus Große krönt Gesellschaft mit beschränkter Haftung" in Hs-

erloschen.

Hanau den 2. Februar 1923.

Amtsgericht 4.

Handelsregister.

FirmaBiller u. Reymann" in Hanau. Die Prokura des Kaufmanns Hans Langmeied rüher in Hanau jetzt in Karlsruhe, ist er- ofchen. Eintrag des Amtsgerichts 4 in Hanau vom 13. Februar 1923.

Brenttholzverkauf

nur für die Einwohner der Gemeinden Rückingtil. Langendiebach, Langenselbold, Ravolzbausen, ^M- Heim, Marköbel, Oberissigheim, Niederissigheim, Ros­dorf, Butterstadt, Mittelbuchen, Wachenbuchen, Ric^r- dorfelden und Ostheim öffentlich meistbietend Miib Woch Den 21. Februar 1921, vorm. 9 ttlü, tu derCentralhalle" zu Hanau am ben Jagen M 126 und 131:

Eichen r 100 Rm. Scheit, 70 Rm. Knüppel. Buche»: 150 Rm. Scheit, 80 Nm. Knüppel-

Erlen t 10 Nm. Knüppel.

Kiefern t 120 Nm. Scheit.

Ter Verkauf für die übrigen in Frage kommens Gemeinden wird noch befanntgegeben.

Oberförsterei Wolfgang, Post Niederrodenbach.

6We MIMMO.

Zum Ausgleiche der in den letzten Wochen wieder' holt gestiegenen Preise für Kohlen und alle sonstigen Betriebsmittel, sowie der Erhöhung der Gehälter M Löhne ist nach Beschluß der BerwaltungSkvmmiss'»" der ftäbt. Gar-, Elektrizität»- und Wasserwerke .6. d. Mt». der Preis für den in der Gasmessers abmeperiove für den Monat Februar feftaefteute» Gasverbrauch vorläufig auf 9U0 Mk. für 1

Meter festgesetzt worden.

Hanau den 17. Februar 1923.

Der Magistrat. Dr. Blaum.

verantwortlich für Verlag und Druckerei 8arl 8w ald, politischen und allgemeine« Teil Richard Hultsch- okalen und provinziellen Teil sowie Sport Wilhelm ®i7l für Anzeigen und Reklamen August Beodt, alle in », Rotalwnddruck her waisenhaudduchdruckeret Hanau, jfèrwfte. Mtschliisse Nr. 1237 und 1238. Postscheck Yranlfurt Re.

Bankkonto: Ständische Lethbank Hanau.

Tie aeiäOrliöKte Periode des »âualtng^ alterS ist diejenige der Zahnung und Entwöhn» » weil in dieser Zeit Durchfälle aut häufigsten Luitrel In einer richtigen, ztvcckentjpreÄendcn Ernähr» liegt der beste Schutz und jede Mutter sollte ww daß durchKui e k e"-Milchsuppe die Bcrdau» ihres KindeS gefördert und in Ordnung gehalten^'

^ Geschlechtsleiden 1

Kein Quecks., ohne Berufsstör., Blut'unters. Aufkl. Brosch. Nr. 22 geg. Eins. v. 1500

E Spez.-Arzt Dr. Hollaenders Ambulatorium

.Frankfurt a. Al., Bethmannstr. 56.

^HW »/,111; 4Q37; Sonnt. 1012