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SanauerS Anzeiger

Keneral-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kana« a. M. ^^^^^

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und 'Feiertage. / Fernsprech-Anschlust Ät. 1887 _

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Erfüllungsort u. Gerichtsstand für beide Teile Hanau a^M. Für Plabvor-

totift und Erscheinungstage der Anreigen wird keine Gewähr geleistet.

3m Falle höherer Gewalt. Streik usw., hat der Bezieher keinen Anlvruch

auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Dezugsvreises.^AWM^

Ar. 41 Samstag den 17. Februar 1923

Die Franzosenherrschafi in Essen.

Unerträgliche Herausforderungen und BrutaMälen. Ein Mordbefehl. - Deutsche Minister im Ruhrgebiet

Die Herausforderungen und WrutalÄäten der stanzösischen Säbelherrschaft im Ruhrgebiet werden von Tag zu Tag haarsträubender und man gewinnt immer mehr den Eindruck, daß Frankreich und Belgien dahin streben, die Dinge auf die Spitze zu treiben. Das belgrsch-franzö- sische Vorgehen kennzeichnet sich als ein System unverhüllter Gewalttat, das offensichtlich auf eine katastrophale Entwicklung zu­treiben soll, denn was in den letzten Tagen ge­schehen ist, kann nicht anders gedeutet werden, als daß die Franzosen und Belgier es be. wußt darauf anlegen, eine Entladung der in der deutschen Bevölkerung angesammelten Erre­gung zu provozieren. Diese Entladung ist sehr leicht möglich, denn äuf die Dauer kann auch der besonnenste Mensch diese Herausforde­rungen nicht ertragen; die Katastrophenpolitik muß eines Tages zur Explosion führen, dies umso eher, wenn, wie es gestern in Essen ge­schehen ist, die deuffche Schupo entwaffnet und so jeder Sicherheitsdienst unmöglich gemacht wird.

Ueber die letzten brutalen Vorkommnisse, die alles bisher dagewesene in den Hintergrund stellen, liegen folgende Meldungen vor:

Essen, 16. Febr. während des ganzen gestrigen Tages zog eine Abteilung von sechs Soldaten es waren vier Franzosen und zwei Belgier durch die Stadt, um zur Strafe für den über die Eindringlinge verhängten B o y - kott lüe Heschäs lsläden und ganz be- sonders die Wirtschaften z« terrori- sieten. Die Soldaten erschienen in irgend einem Lokal, nahmen Platz und riefen nach dem Kellner. Von diesem Augenblick an wurde an keinen der Gäste irgend etwas verabreicht, weil man voraussah, daß die Soldaten sich sonst das, worauf sie Lust haben, wegnehmen wür­den. Den Soldaten wurde jede Dienstleistung

verweigert. Sie gingen darauf selbst zum Büfett, schenkten sich ein paar Gläser Biet ein und warfen dafür ein paar Papierscheine hin. Ein Gefühl blasser Wut ging durch die zufchau enden Deutschen; aber es '........

sing durch bie zuschau- rührte sich keine Hand gegen die Eindringlinge. Als Vorfälle dieser Art sich wiederholten, war die Antwort ein im­provisierter S treik. Um den Soldaten nicht die Möglichkeit zu geben, sich überhaupt irgend etwas anzueignen, stellten die Wirtschaften den Betrieb völlig ein. 3m Innern der Stadt war die Schließung bald allgemein durchgeführt: außerhalb des Zentrums gab es noch eine An­zahl von Wirtschaften, an die der Beschluß nicht herangekommen war und die daher offen blie- wn. Als die französische-belgische Bande des abends ihre Tätigkeit fortsetzle und diese Lo- rale besuchte, ereignete sich der erste blutige Zwischenfall, den Essen seit dem Einmarsch Truppen zu verzeichnen hat. Rach den Ee- hevungen der zuständigen deutschen Stellen orangen die Soldaten es war gegen 10 Uhr aDenbs in eine in der Turmstrahe gelegene «ue-pe, denZeller Hof" ein, verlangten Bier, « " ihnen das verweigert wurde, schenkten selbst ein und tranken. Dann aber et- eignete sich folgendes: Aus der Witte der em- - ^âste holte jemand Zwei Schupo-Leute yervei; als diese kamen, empfingen die Soldaten Schüssen es sollen mehr als ein 1 jenb gewesen sein, die einen der Beam- n am Kopse verletzten, woraus die Beamten » ^"^alls schossen und zwei S olda- ^" einen am Bauch, den anderen am m verwundeten. Schon in anderen Lo- das Auftreten derProvokalions- ick? * ^e man sie hier nennt, die deut- 7n'^-fUther derart gereizt, daß man hart vor ier Zeiten stand. Ein sehr zuverlässig urteilen- &n «^buge, der noch feiner ganzen politi- Einslellung nicht im Verdacht stehen kann, Ergänze zu übertreiben, erklärte, daß die in. n? *^ offenbar betrunken waren und in die- nadiqabcn Un8 ^'"'"'^G^os ihren Instinkten der^» Ouitkung für das schlimme Ende, das war " ^"9 der sechs Soldaten gefunden hat, Clue heute unternommene Aktion '' das Poli zeipräsidium. Dre ben £aSnien Infanterie mit fie - Bli V } eLa u {0 5 umzingelten kurz vor Bertr t ^"^ieipräsidium, nahmen den jidenton^ s ^b bereits ausgewiesenen Prä- ............................. - .

önx ^n Kommandeur der Schutzpolize rung verboten habe. Der französische staats- uen weiteren leitenden Beamten fest unblaomalt wies auf die Gefahren bin. in welche

chafsiewssie nach Bredeaey. Einer im Präsi- >ium lagernden Hunderschaft der Schupo wur­den die Schußwaffen sowie die Lebensmitkel- vorräke weggenommen, worauf sie aus dem Gebäude gewiesen wurden. Das ganze Haus wurde darauf von oben bis unten in allen Räumen durchstöbert.

Esten ohne Polizei.

Unmittelbar nach der Besetzung des Essener Polizeipräsidiums durch die Franzosen wurde an die Beamten der einzelnen Revierstellen der Stadt vom stellvertretenden Polizeipräsiden­ten Anweisung gegeben, sofort den Dienst zu verlassen und Zivilkleidung anzulegen. Infolge­dessen ist seit gestern nachmittag die Stadt Essen ohne Polizei. Heute vormillaa wollen die städtischen und staatlichen Behöröen das weitere über den polizeilichen Schutz der Stadt beschlie­ßen. Die französischen Militärstellen verlangen von der Polizei, daß sie sich allein dem franzö­sischen Kommando unterstelle.

Im Polizeipräsidium selbst haben die Fran­zosen schlimm gehaust. Sowohl in den Dienst- räumen, wie auch in den Privakwohnungen haben sie Schreibtische mit Gewalt zum Teil durch Kolbenschläge aufgebrochen und die Fächer durchstöbert. Akten wurden entnommen und verschiedene Türen mit Füßen eingetreten.

Aebersall in Dortmund.

Dortmund, 16. Febr. hier rückte heute

Arbeitszimmer. Er wurde unter starker Be­deckung abtransportiert. Die Ursache der Ver­haftung wird darin erblickt, dich der Ober­bürgermeister sich weigerte, die französische Forderung zu erfüllen, wonach er den ihm unterstellten Beamten eine Verfügung bekannk- seben sollte, daß sie fortan französischen De- ehlen unterständen. Ferner wurde auch der tellverkretende Verwalter des Kreises Dort­mund, Regierungsassesfor Bitter, Reichsbank­direktor Wüller, Vahnhofsinspektor Birkhausen und Oberbaurat List vom Haupkbahnhof ver­haftet. Um diese Verhaftungen durchzuführen, waren drei Kompagnien Infanterie mit acht bespannten Maschinengeweh­ren und drei Schwadronen Kavalle- rie mit Minenwerfern in die Stadt

eingerückt. Rachmittags gegen 4 Uhr haben als Protest sämtliche Hotels und Wirtschaften, alle Geschäfte, sowie das Theater ihren Betrieb

alle

geschlossen.

Ein französischer Wordbefehl.

eamten oder

fzuerschießen.

Dortmund, 17. Febr. Rach amtlicher Meldung erhielten die französischen Soldaten den Befehl, jeden an den Telegraphenlinien anlreffenden deutschen B ArbeikerohneAnrufz , .

Die Instandsetzung und Fehlerbeseitigung an den Telegraphenlinien ist damit unmöglich. Beim Oberkommandierenden, General De-

goutte ist seitens der Oberpostdirektion sofort scharfer Protest erhoben worden, worin die so­fortige Zurücknahme des Befehls gefordert wird.

äobe Gefängnisstrafen für aufrechte Männer.

Essen, 16. Febr. Vor dem französischen Kriegsgericht in Bredeney begannen heute uor= mittag "die angekündigten Verhandlungen. Zu­nächst wurde gegen Oberbürgermeister Havenstein von Oberhausen verhandelt. Der Angeklagte hat am 7., 8. und 9. Februar dem Bahnhof Oberhausen das elektrische Licht verweigert und ist beschuldigt, dadurch den Verkehr gestört zu haben. Rechtsanwalt Dr. Grim m bestritt in längeren Ausführungen die Zuständigkeit des Gerichts. Der Gerichtsho erklärte sich jedoch nach kurzer Beratung für zuständig Bei seiner Vernehmung gab Haven­stein an, daß zwischen der Stadt Oberhausen und der Eisenbahnverwaltung ein Privatver- trag bestehe, der mit dem Februar seitens der Eisenbahn gekündigt worden sei. Darauf habe die Stadt den Strom nicht mehr geliefert. Der Aufforderung des französischen Offiziers, den Bahnhof wieder Licht zu liefern, habe er nicht nachkommen können, da das Reich die -lefe-

der Verkehr auf dem Bahnhof durch die Licht­verweigerung gekommen sei und auf die Mög- ichkeit großer Unglücksfälle. Er beantragte die ;öchst zulässige Strafe. Das Urteil lautete auf 3 Jahre Gefängnis. Vürgermei- ter Schäfer wurde wegen Verweigerung ton 72 Automobilen und verschiedener Kohlen- ieferungen, die auf Grund eines Requisi- äonsbefehls von ihm gefordert worden waren, zu 2 Jahren Gefängnis und 10 Mil­lionen Mark Geldstrafe.

Der Reichskanzler an die deutsche Landwirtschaft.

Berlin, 16. Febr. In der heutigen 52. Ple­narversammlung der deutschen Landwirtschaft ergriff der Reichskanzler das Wort zu folgen­den Ausführungen:

Gern nehme ich eine alte Uebung wieder auf, indem ich hier in Ihrem Kreise bei der Tagung der Vertreter der deutschen Landwirt­schaft Sie namens der Reichsregierung herz­lich willkommen heiße. Diese Tagung fällt in eine Zeit größter und höchster außenpolitischer Spannung. Wieder einmal stehen Volk und Vaterland im Kampfe um ihr Dasein. Es gibt keine Schicht unseres Volkes und es gibt keinen Teil unseres Vaterlandes, der nicht die ganze Schwere dieses Kampfes, aber auch seine volle Bedeutung für unsere Zukunft empfände, eines Kampfes des Rechts gegen das Un­recht, eines Kampfes der freien Selbstbetäti­gung gegen den französischen Imperialismus, eines Kampfes gegen den Uebermut, gegen die kapitalistischen Bestrebungen und den Macht­hunger des Feindes.

Woher schöpfen wir unsere Kraft? Wir schöpfen sie aus dem reinen Gewissen, das wir vor unserem Volke und vor der West haben. Wir schöpfen sie aus der inneren Ueberzeugung, daß nichts unterlassen worden ist in der Vergangenheit, bevor der Einbruch erfolgte, daß uns etwa ein Mangel an Leistungswillen nachgesagt werden könnte. Wir schöpfen sie aus dem Bewußtsein, daß auch diese Politik, die nach dem Einbruch einge- schlagen worden ist,

die Politik maßvoller Besonnenheit ist, auf die sich alle Kräfte des Vaterlandes, alle Schichten des Volkes ohne Unterschied der Par­tei und der Klasse, der sie angehören, vereinigen müssen, wenn anders sie noch ein Vaterland sich erhalten wollen. (Bravo.) Wir schöpfen sie aus der einmütigen Zusammenfassung aller Kräfte, wie sie sich uns in der gemeinsamen Abwehr an der Ruhr darstellen. Und welches sind unsere Waffen, welches sind unsere Ab­wehrmittel? Nicht Wehr und Waffen, aber etwas noch Wirksameres, nämlich das einfache und natürliche. und im Herzen jedes Deutschen jetzt wieder entfachte Mittel der Versagung jed er Mi th ilse für d en Fe ind , der passiven Abwehr, über die keine Macht der Welt triumphieren kann, weil sie von keiner Macht erreichbar ist, weil sie in dem Willen, in den Herzen ruht und nicht ausgerottet werden kann, wenn wir weiter zusammenhalten. (Bravo!) Diese Waffen, die wir haben, sollen von dem ganzen Volk angewendet werden. Wir haben den Kampf in Zeiten einer Volks­gemeinschaft ausgenommen, bei der es kein oben und kein unten gibt, bei der es keine Unterscheidung, kein Mehr oder Weniger an Patriotismus geben darf und bei der niemand das Recht hat, auf Besitz und Behaglichkeit zu pochen, bei der aber jeder wissen muß, daß es um das Wohl der Gesamtheit geht, bei der zu­gleich sich jeder klar sein muß, daß s e i n e i ge­nes S ch i ck s a l, das Schicksal jedes Einzelnen mit dem Wohl des Ganzen un­trennbar verbunden ist.

Wo könnte dieses Gefühl lebendiger fein als bei Ihnen, den Vertretern der Landwirt­schaft, die Sie in der Liebe zur heimatlichen Scholle, in der Arbeit für den Heimatsboden Ihren Beruf und Ihr Glück erblicken!

Die Wänner im Westen,

die selbst zumeist ohne Besitz und Land mit gesenktem Hammer und tiefem, ja leidenschaft­lichem Ernst den Kampf an der Front führen, verteidigen, indem sie ihr eigenes Haus schützen, zugleich'das deutsche Land, auch fernes es vom Feinde noch nicht ergriffen ist, und ihnen müssen wir alle zur Seite stehen. Es ist, als wäre eine neue Volksgemeinschaft entstanden, in der jeder einzelne an seinem Platz an der Front steht. Jeder Einzelne sollte heute nicht bewertet werden nach der Partei, der er angehört, nach der Weltauffassung, die er hat, niemand dürfte sich heute brüsten, mehr oder weniger vaterländisch gesinnt zu sein, son­dern das einzige Maß für den Wert des Deut-

schen besteht darin, inwieweit er in der Festig­keit seines Willens und in seiner Arbeit dazu beiträgt, daß diese Abwehrfront an der Ruhr aufrechterhalten und auf dem geraden Wege erhalten wird, den die heutige Lage vorschreibt. (Vravo!)

Damit das geschehen kann, muß vor allem die Ernährung gesichert sein. Es ist mir nie klarer geworden als in den wenigen Stunden, in denen ich an Ort und Stelle weilen konnte, wie sehr alles an der Front, wie sehr aber auch in der Heimat alles von den Fragen der Ernährung abhängt. Und diesen Fragen der Ernährung dient die Arbeit, die Sie hier vor. haben. Es ist eine Frage nicht nur der Quan­tität, sondern auch eine Frage der Kaufkraft des Volkes und damit der Preisstellung, und ich weiß, daß auf die Landwirtschaft in dieser Hinsicht gerechnet werden darf. Ich Kin dem Herren Präsidenten dankbar, der rum Ausdruck gebracht hat, daß es an der höchsten Zeit ist, alles, was an Umlage noch im Land« ist, mit größter Beschleunigung h e r e i n z u b r i n g e n. Ich weiß, daß Sie mit mir darin einig find, daß nicht mit Lebens­mitteln und mit Brot spekuliert werden darf, sondern daß alles darangesetzt werden muß, damit man dem Volke zu Preisen, die gezahlt werden können, das Brot ^uführt. Ich richte diese Mahnung aber nicht etwa an Eie allein, ich richte diese Mahnung an alle Erwerbsstände im Staate, aber auch im besetzten und im vergewaltigten Gebiet, da leider Gotte» Wucher und Spekulation auf diesem Boden ihr Haupt erheben. Ich warne davor:

denn jeder, der mit Brot und Nahrungsmitteln Wucher treibt, ist ein Verräter am Vater­land. (Sehr wahr).

Sie haben meine Damen und Herren durch die Spenden, die Sie in reichlichem Maße den Kämpfern an der Ruhr zugeführt haben, zugleich gezeigt, daß Eie willens sind, sich nicht nur mit Ihrer Arbeit, sondern auch mit Ihrer Opfer­willigkeit in den Dienst der Abwehr zu stellen. Ich danke Ihnen dafür namens der Reichsre­gierung aufrichtig. Ich bitte Sie aber, nicht zu vergeßen, daß der Kampf auf lange Zeit eingestellt sein muß, daß wir uns nicht ver. rechnen dürfen und die Nerven und die Arbeits­kraft des Volkes an der Ruhr uns erhalten müssen. Lieber ans längere Zeit als es nötig ist, als auch nur eine Stunde zu wenig. (Sehr wahr!) Wir müßen uns klar darüber sein, daß diese Abwehrfront nur erhalten werden kann, wenn die Vereinfachung der Lebenshaltung alle Kreise ergreift. Laßen wir uns nicht als prak­tische Männer, die wir sind, betören und be­rauschen wir uns nicht an feierlichen Protesten, wenn sie noch so sehr in Wott und Schrift die Liebe zum Vaterland nach außen hin kundtun. Tun wir er lieber dadurch, daß wir den ganzen Ernst der Lage uns vor Augen halten. Wir gehen Zeiten entgegen, die schwerer sind, als alle bisherigen gewesen sind. (Sehr wahr!) Wir müssen und Sie müssen ganz besonders durch Ihre Einwittung aus die Ihnen nahe, stehenden Volkrkreise dazu beitragen die Volkskreife nicht nur auf eine lange Dauer vor. zubereiten, sondern auch auf einen sehr ernsten und bis in alle Kreise der Volkes hinein­reichenden Abwehrkampf, der jedem aus dem Volke Opfer über Opfer auferlegen wird, wenn er gelingen soll.

Wir werden in der Regierung in vollem Einvernehmen mit den Regierungen der Länder den geraden Weg, der eingeschlagen worden ist, nicht verlassen. (Bravo!) Wir werden die Nerven nicht verlieren und weder nach recht» noch nach links abweichen, sondern unsere ge. rade, wenn auch sehr dornige Straße gehen. (Bravo!) Darauf können Sie sich verlaßen. Der Weg zu unserem Ziele ist lang und mühevoll. Wann wir es erreichen, weiß heute niemand. Das eine aber weiß ich, daß wir, so lange dre Einheit des Volkes uns erhalten bleibt, |o lange die Zusammenfassung aller Kräfte in dem passiven Abwehrwillen an der Ruhr und in jedem von uns sich betätigt, nicht überwunden werden können. (Bravo!) Das Ende des Kampfes entscheidet über Freiheit oder Un. frevelt des deutschen Volkes, über Freiheit oder Sklaverei der deutschen Volke». Indem 6i« dar deutsche Land bestellen und alle, aus dem Boden herauszu!;olen suchen, was möglich ist, und es den: deutschen Volke zuführen, stellen Sie, meine Herren, als Vertreter der Land, wirtschaft sich an die Front de» Abwehrkampfe, an der Ruhr. (Lebhafter Beifall.)

Dollar (10 W wmJlHOO