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Seueral"Anzeiger / Amtliches Organ für Skadl- und Landkreis Kanan a. M

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Nr. 40 Freilag den 16. Februar iMg

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Die MWH« MM« i FrsiklnH

paris, 15. Febr. Die wirtschaftlichen Rückwirkungen der Ruhrbesetzung treten von Tag zu Tag fühlbarer in Erscheinung. So be­richtet heute abend derTemps", der Man- gel an Brennstoffen habe bei der ost- französischen Schwerindustrie eine sehr schlimme Lage geschaffen. In den großen Hüttenwerken von Sneul klugen wird nur noch an zwei Tagen in der Woche gearbeitet. 3n den -e Wendelschen Werken sind nur noch drei Hochöfen unter Feuer. Ueberall seien Maß­nahmen getroffen zur Unterstützung der Ar­beiter. Zm S a a r g e b i e t ist die durch den Streik der Bergarbeiter geschaffene Lage un­verändert. Die Militärbehörden haben die ZurückziehungderTruppenvondcn Zechenanlagen angeordnet. Infolge des Man­gels an elektrischer Kraft haben mehrere Fabri­ken den Betrieb stillegen müssen. 3n Loth­ringen ist der Streik der Bergleute allge­mein. Rach der3ournée industrielle" hak die Eisenindustrie sämtliche Bestellungen und Liefe­rungsverträge annulliert.

von

Paris, 15. Febr. Die durch die Ab­wärtsbewegung des Franc in Ver­bindung mit einer wilden Spekulation hervor- gcrufene Teuerung für alle Gegenstände des täglichen Bedarfs nimmt allmählich For­men an. die von den Blättern aller Richtungen als skandalös bezeichnet werden. So ist der Zucker im Kleinhandel von gestern auf heute legen, das ist um

künden. Der Groß-

nur und

dazu, daß,

Handelspreis, der üârru nük.L2S gegen 132.50 Status im Oktober notierte, hat in vier Mo- naten-'eine Verteuerung um rund 250 Prozent erfahren. Die meisten Blätter bringen alar­mierende Artikel und fordern ein sofortiges Einschreiten der Regierung, wenn nicht der Er­folg der Ruhraktion durch die Rückwirkungen der Preise gefährdet werden soll. DieEre Aouvelle" stellt fest, daß, während in der ga Welt die Teuerung die gleiche bleibe oder s zum Teil erheblich zurückgegangen sei, sie 'n zwei Ländern, nämlich in Deutschland Frankreich, weiter steige, und schreibt l wenn das so weilerginge, die Ruhraktion sehr bald zum Scheitern kommen würde. Denn es gebe immer noch sehr viele Stute in Frankreich, die lieber von einer guten Suppe als von schönen Reden leben wollten. Während seitens der Regierung täglich net- fidjert würde, daß sich die Lage im Ruhrgebiet bessere, würde das Brok immer teuerer, und die vernünftigen Leute, die es sich im Schweiße Ms Angesichts verdienen müßten, wüßten Mn ganz genau, wie sie sich dazu zu stellen hatten.

An Sie Auhrbergleuie.

Dortmund, 15. Febr. Die Bergarbeiter-Ge­werkschaften erlassen folgenden Aufruf an die Bergarbeiter des Ruhrgebiets:

An die Ruhrbergleute! Die Ereignisse der eglen Tage, wie Mißhandlungen und Berhaf- wngen von Funktionären der Arbeitnehmer- organisationen, besonders der Bergarbeiteroer- ande, zeigen mit Deutlichkeit, daß die Besatzung ssiucht, die Arbeiterschaft zu provozieren.' Die

ruhige, aber entschlossene Abmehr- rtik wird den Eindringlingen unbequem. Sie durch einen allgemeinen Aufstand Arbeiter und durch blutige Zusammenstöße 't diesen ihr Ziel zu erreichen, was ihnen bis- U möglich gewesen ist. An die Berg- ^^ richten wir deshalb die dringende sich nicht provozieren zu lassen, svn- und Besonnenheit wie bisher zu be- Nur dadurch wird es gelingen, den r!?^^^ampf gegen die Fremdherrschaft sieg« o,^ öu beenden. Dem französisch-belgischen nUn . smus lväre nrhts erwünschter, als ein liii°^^'^^ Aufstand der Ruhrbevölkerung. ...Kommunisten und Unionisten, die fortgesetzt mm t ^ Generalstreik rufen, unterstützen be- g. ^ oder Unbewußt die Pläne Poincarès. ' - traben, tretet diesen Generalstreikpropagan- i,^?" entgegen, wahret Ruhe und Besonnen- l. ''°S .den Weisungen der gewerkschaftlichen Organisationen!

An die Arbeflerschaft der Well, teld^^n ^m^Mcldu«z des ,Vorwärts' aus Bitlc- laiAt °» utllcht der Verband der ivergarbeiter Deutsch- volnlfck^m^Ewcrkverein christlicher »eraarbeiter, die HirikK^, ^^fsnei'em.gung und der Gcwcrkverein «Ri C^Uktcr ""en Ausruf an die Arbeiterschaft der - * ' m der eSâbtd

Mitten im Frieden ist die Bevölkerung des Rbein- und Ruhrgebiets von der fran,öfisch-Lelgischen Militär­macht überfallen worden. Die organisierte Arbeiter­schaft ganz Deutschlands hat den Kampf gegen Inipe- rialismus und Militarismus yufjenommen. Diesen Kampf führt sie nickt mit Waffen und Gewalt, son­dern durch passiven Widerstand gegenüber gewaltsamer Unterdrückung und Knechtung, Mißhandlungen, Er­mordungen und Vergewaltigungen friedlicher Menschen sind die Spuren des französisch-belgischen Militaris­mus. (Der Aufruf führt eine Reihe von Beispielen dafür an). In unmenschlicher und grausamer Weise wird die friedliche und wehrlose Ruhrdevevölkekling »on Offizieren mit Reitpeitschen mißhandelt. In Essen wurden an einem Tage allein 22 solcher Fälle gemeldet. Große Erbitterung der Rnhrbevölkcrung ist die Folge. Der Druck der Fremdherrschaft trifft be­sonders die Arbeiter, die Frauen und Kinder, die alten Leute, Invaliden, Witwen und Waisen schwer. Großes Elend ist die Folge der Besetzung. Dies jedoch nicht allein. Die französische Militärherrschaft schändet di« Zivilisation, verhindert den Wiederaufban Europas und desorganisiert das Wirtschaftsleben der Welt zum Schaden aller Völker. Das Vorgehen der Besatzungs­truppen wird die Arbeiterschaft in ihrem Widerstand nicht schwächen. Im Gegenteil, wir sind entschlossen, den Kampf gegen JmperaliSmuS und Militarismus bis zu feinem Ende zu führen.

An Euch, Arbeiter der Welt, wenden wir uns, uns in diesem Kampfe zu unterstützen, denn unser Sieg ist auch Euer Sieg 1

Die dänische Svziaiöemvkratie gegen den Ruhreinfall.

Kopenhagen, 15. Febr. Die dänische Sozialdemokratie veranstaltete gestern

Äd eine eindrucksvolle Protestk und-

Jung gegen den Ruhreinsatt iH, Franzosen. Ueber 2000 Personen füllten den

Saal des Konzertpalastes. Etwa 1000 fanden keinen Einlaß mehr. Als Hauptredner sprach der Vorsitzende der deutschen Sozialdemokratie, Wels, der in seinem Vortrag zunächst auf die Beweggründe einging, die die Franzosen zur Ruhrbesetzung veranlaßt haben. Der Redner erklärte, der wirkliche Grund der Besetzung sei das Streben nach der wirtschaftlichen Hege­monie. Wels schilderte sodann das brutale Vorgehen des französischen Militärs im besetz­ten Gebiet und die Leiden der dortigen Be­völkerung und führte schließlich aus, wenn Deutschlands Industrie zugrunde gehen werde, werde ganz Europa mit in den Abgrund gerissen. Danach schloß sich der zweite Vorsitzende der norwegi­schen Sozialdemokratie, Advokat Pünter- v o l t, namens seiner Partei der Hrvteftkund- gebung der dänischen Sozialdemokratie an. Der Vorsitzende der dänischen Sozialdemokratie, Reichstagsabgeordneter S t a u n i n g , teilte mit, daß der Vorsitzende der schwedischen So­zialdemokratie am Erscheinen verhindert sei, der Versammlung aber seine Zustimmung aus« spreche. Stauung hielt darauf eine flam­mende Rede gegendensranzöfi- schen Einfall, der die Wiederaufnahme des Krieges gegen ein besiegtes Volk darstelle und die Zukunft ganz Europas bedrohe. Der Redner sprach sein tiefstes Mitgefühl mit den Leiden der deutschen Bevölkerung aus und be­dauerte, daß Dänemark nicht im Stande sei, noch weit mehr deutsche Kinder als bisher zur Erholung bei sich aufzunehmen. Er richtete schließlich an die Arbeiter Europas die Auffor­derung, sich zum Kampfe für den Frieden zu vereinigen. Die Versammlung nahm sodann einstimmig eine E n t s ch l i e ß u n g an, in der sie gegen den durch die Ruhrbesetzung Erfolgten Friedensbruch energisch protestiert. Die durch die Ruhraktion eingeleitcte Politik er­schwere den europäischen Wiederaufbau und bedrohe das wirtschaftliche Leben der europä­ischen Länder, auch das der neutralen, mit Ver­nichtung.

Spahis auf öeulfche Bürger losgrivsten

Wiesbaden, 15. Febr. In Wiesbaden ereig­neten sich in den letzten Tagen zwei Vorfälle von unerhörter Brutalität, deren Verbreitung von den Franzosen mit aller Gewalt unte-erü.t wird In der schaudernden Erinnerung der ganzen Welt haften noch die blutigen Ereignisse in Trier, wo Spahis mit gezückten Säbeln auf die Bevölkerung einhieben. Teile dieser Spahis sind m i t t l e r w e i l e nach W i e s b a d e n v e r l e g t w o r d e n. D»pll :e Behörden und Verbände einschließlich der Ge­werkschaften hatten in einer Nacht grüne, von ihnen unterzeichnete Plakate in allen Straßen anbri! ueu lallen, auf denen sie geschlossen gegen sianzopsche Willkür protestierten und sich

tveu zur deutschen Regierung bekannten. Ehe die Franzosen aufgewacht waren, lasen die Wiesbadener am Morgen freudig diese Plakate

und es bildeten sich größere Ansammlungen vor ihnen. Die Franzosen, voller Besorgnis um ihreSicherheit", schickten sofort Spahis und andere Marokkaner-Abteilungen los, diesege­fährlichen" Ansammlungen zu zerstreuen und die unangenehmen Plakate wegzureißen. Die Spahis ritten in einzelnen Straßen in rücksichts­losem Galopp über die Bürgersteige gegen diese Häuflein wehrloser Menschen an, unter denen sich zahlreiche Frauen und Kinder befanden. An einer Ecke der Friedrichstraße gab es einen unbedeutenden Aufenthalt, wobei die braunen Franzosen sofort rücksichtslos von ihren Kara­binern Gebrauch machten. Der junge deutsche Kohlenhändler Schwibinger, der Frau und kleine Kinder hinterläßt, blieb bei dieser sinnlosen Schießerei kok auf dem Platze.

Ein zweiter Fall spielte sich in der Rähe der Friedrichstvahe ab, in der die Franzosen die Einrichtung einiger Freudenhäuser vom Magi­strat der Stadt erzwungen halten. Dort wur­den einigen Leuten, die ins Auto steigen woll­ten, von französischer Gendarmerie die Pässe abverlangt. Dabei gab es einen Wortwechsel, in dessen Verlauf ein Franzose den Revolver zog und einen Deutschen durch Kopf­schu ß n i e d e r fi r e ck t e. Der schwerverletzte junge Mann starb in der folgenden Rächt nach der Operation im städtischen Krankenhaus.

Dieser zweite Fall durfte in der Presse über­haupt nicht erwähnt werden. Vom ersten durf­ten die Blätter nur erwähnen, daßmehrere Schüsse fielen, der Vorgang aber erst noch auf­geklärt werden müsse".

Der Fall wird aber, nie von französischer . . Seite aufgeklärt werden. Lediglich die schm erz- aer j^ Todesanzeige-sohne nähere Angabe der Todesursache!) festens der Familie des Gemeu­chelten verriet den Unterrichteten die Tatsache.

Ausweisungen und Verhaftungen.

Wiesbaden, 15. Febr. Im Zusammenhang mit der Angelegenheit der angeschlagenen Kundgebung der Beamtenschaft und der Par­teien wurden heute ferner ausgewiesen Frei­herr v. Stein, Vorsitzender der Deutschnatia- nalen Volkspartei, und Parteisekretär Pfarrer a. D. B e ck e r. Ferner sind ausgewiesen Ober­zollinspektor B a u mann und Oberzollsekretär Fuchs vom hiesigen Hauptzollamt.

Bernkastel, 15. Febr. Heute sind hier die Amtsgerichtsräte Dr. W i n k l e r und Rei­necke, Regierungsrat O f f e n b e r g und Kreisschulrat Dr. L i s s e n f e l d ausgewiesen worden. Die gesamte Bevölkerung ist aufs höchste empört Und hat den Ausgewiesenen vor ihrem Abtransport unter Glockengeläute stür­mische Ovatipnen dargebracht. Auf Anord­nung des französischen Kreisdelegierten dürfen bis auf weiteres keinerlei Versammlungen im Kreise Bernkastel stattfinden.

Herne, 15. Febr. Heute nachmittag wurde das, Mitglied des Magistrats, Stadtbaurat Knoll, verhaftet weil er sich weigerte, Requi­sitionsscheins auf Kohle auszufertigen, bezw. zu unterschreiben. Damit begann die französische Kommandantur mit der angekündigten Ver­haftung der Magistratsmitglieder in weiteren Weigerungsfällen.

Esten, 15. Febr. Polizeileutnant Vogt und Wachtmeister Röhrig wurden nachts von den französischen Besatzungstruppen an­geblich wegen Nichtgrüßens verhaftet.

Simmern, 15. Febr. Der Schriftleiter der Hunsrücker Zeitung, Redakteur Sommer- s ch u h , wurde gestern abend ohne Angabe der Gründe verhaftet.

Esten, 15. Febr. In Gelsenkirchen wurdè" der Sau,mann Steinbach von einem belgi­schen Offizier auf der Straße verhaftet, weil er dem belgischen Offizier aus sein Verlangen kein Feuer geben konnte. Er sollte gegen eine Kau­tion von 30 000 Mark auf freiem Fuß belasten werden, doch waren die Belgier schließlich mit 10 000 Mark zufrieden. Steinbach soll außer­dem noch vor ein Kriegsgericht gestellt werden.

Französt ch-delg»sche MiMärjusti.z.

Von dem belgischen Militärgericht in Duis­burg wurden gestern preußische Gefäng- n i s b e a m t e, die von den Belgiern verhaftet worden waren', weil sie sich auf Anordnung des Äustizministers geweigert hatten, von der Be­satzungsbehörde eingelieserte Gefangene aufzu- nehmeu, zu je sechs Monaten Gefäng­nis, 50 000 Mark Geldstrafe und Ausweisung aus dem besetzten Gebiet nach Verbüßung der Strafe verurteilt. Gegen das Urteil ist Be­rufung eingelegt worden. Sämtliche Beamten, des Gefängnisses haben die Arbeit niedergelegt. |

Die Schwerverbrecher sind nach Düsseldorf unk Cleve abtransportiert, die zu leichten Strafer Verurteilten auf 6 Monate beurlaubt worden Das Gefängnis steht vollkommen leer.

Bochum, 15. Febr. Wegen Grußver > Weigerung ist in Oberhausen ein Polizei- Hauptmann zu einem Monat Gefängnis und 200 000 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Elf weitere Polizeibeamte wurden zu je 8 Tagen Gefängnis und 100 000 Mark Geldstrafe ver- urteilt. In Herne wurden drei Kaufleute, die den Verkauf von Waren an die Be­satzungstruppen verweigert hatten, vom Kriegsgericht zu je 150 000 Mark Geldstrafe verurteilt, ebenso zwei Bochumer Kaufleute zu derselben Strafe. Der Kaufmann Richard R e h s e n in Bochum ist, weil er sich weigerte, Waren an Mitglieder der Besatzung abzugeben, zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. _ Ein Polizeiwachtmeister aus Hattingen ist heute vom Kriegsgericht wegen Grußverweigerung zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt worden.

Der Boykott in Essen.

Essen, 15. Febr. Das gewaltsame Ein­dringen der Franzosen in Gastlokale und Le- bensmiktclgesMäfks ist auch Heuke forkgesetzt wor- den. 3n einigen Lokalen wurden die Gäste wiederum herausgetrieben. Mit Gewalt nahmen die Eindringlinge Getränke und Lebensmittel. Die gestrigeWilhelm Tell"-Auffâhrung im Skadkkheater führte zu spontanen Kundgebungen. Das Publikuck sprach beim Rüklischwur stehend die Schlußworte nach und sang das Deutschlandlied.

Essen. 15. Febr. Eine von über 1000 gastw i r tschaftlichen Angestellten besuchte Versammlung nahm zu den Vorkomm­nissen der letzten Tage Stellung. Zu der Dis- die gaftwl?ts-ffaMchen Astgeslellken nicht gewillt seien, als stanzssische Sklaven unter Ds'vneten in den Betrieben tu arbeiten. Einstimmig wu' de der Beschluß gefaßt, vom 15. bis 16. Februar, mittags 12 Vhr, in einen Proteststreik zu treten. 3n einer einstimmig angenommenen Entschlie­ßung lehnen die Gastwirtsangestellten es ab, den Befehlen der französischen Soldaten und Offiziere Folae - zu leisten. Ferner melden Dienste und Arbeiten für dbe Ange­hörigen der Besatzungsarmee enk- schirdea verweigert.

Mit Bajonetten und Kußtritten behandelt.

Heute mittag lägen 12 Ubr wurde die Reichsbank- stclle ut Essen von einer Abteilung Soldaten betest weil die Franzosen der irrigen Meinung waren, bau von dem Traussormatse in der Reichsbank der elektrische Strom zum Kaiserhoi abgesperrt worden sei. Eine kleine MenichMmenge sammelte sich auf dem Platz vor dem Kafferdof an. Durch eine in hex Nebenbäusern dereitgebaltene weitere Abteilung wurde daraufhin der Platz sojori geräumt. Obgleich die wenigen Passantcii Der Aufforderung- zur Räuniung sofort und ohne Widerstand nachkamcn, wurden sie von den französischen Soldaten mit Bajonetten und Fußtritten behandelt.

Feststellung neuer Verfehlunge«.

Paris, 16. Febr. Die Reparations» kommission hat von der Note der deutschen Rückzahlungstommifsion vom 29. Januar Kenntnis genommen, die die Einstellung des Berendes von Maschinen und Metall, das an Belgien und Frankreich zurückzuer« statten ist, bekannt gibt. Die Reparations­kommission stellte mit drei Stimmen bei einer Stimmenthaltung des englischen Ber» tretens eine Verfehlung Deutschlands fest. Die Kommission stellte weiter mit drei Stimmen die Verfehlung hinsichtlich der Stickstof flies erringen, die Deutsch­land 1923 liefern soll, fest und teilte den Kohlen empfangenden Ländern mit, sie moch­ten krast des Vertrages ihre Kohlenanforde» rungen für 192223 bekanntgeben.

Der Buhreinmat sch eine Kriegs- Handlung. . «

Rtw Aork, 15. Febr. (Durch Funkspruch). Rach einer Meldung derNew York Times" aus Washington heißt es in einer von dem repub'.ikamschcu Mitglied« des Konarcsses Borgt emgebrachken Entschließung: Der französiiche Einmarsch in das Ruhrgebiet ist eine Kriegshandlung gegen die Dalunlicchenden und Wehr­losen. Die Entschließung meist darauf hin, daß bet französische Einbruch in das Ruhrgebiet den deutsch- amerikanischen Handel in Getreide, Baumwolle usw. ernstlich störe und die Erzcugerkrerse der amerikanische larmerbewâlferune schädig«. Diesen Handel zu schützen, bitten die Bereini,ten etatten das Recht und >i« Pflicht ahne Rtitsicht aus. die durch den Einmarsch ml Ruhrgebiet «nfgewirscneR moralischen Fragen.

Dollar (10 Uhr vorm») 19500