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General-Anzeiger

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Nr. 39 Donnerstag den 15. Februar 1923

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Wit der llnimÄmer- Md WterM im Kampf bis zum letzten Ende.

Ohne Zweifel schaltet sich mit der englischen Parlamentstätigkeit ein neues Element der Aktivität in den Gang der politischen Ereignisse ein. Nur wäre es von deutscher Seite verfehlt, daraus nun alsbald positive Einwirkungen auf die verbrecherische und friedensschänderische Politik Frankreichs und Belgiens zu erwarten. Die Thronrede und die bisher gehaltenen Mnisterreden, bei denen die Ruhrfrage natur­gemäß eine große Rolle spielte, sind darauf ein­gestellt, jede derartige Hoffnung hintanzuhalten, denn, das geht aus allen Reden hervor, Eng­land ist gewillt, vorerst nicht aus feiner Neu­tralität herauszutreten. Immerhin läßt es die deutliche Besorgnis durchblicken, daß es aus dieser seiner selbstgewollten Passivität leicht von «ußen her aufgestört werden könnte. Mit einem Wort: es befindet sich trotz aller erkünstelten Ruhe durchaus nicht wohl. Was die Thronrede darüber verschwieg, war deutlicher aus den Worten herauszuhören, die in der Aussprache laut wurden. Von Wohlwollen für den franzö­sischen Raubzug sind diese weit entfernt. Zwar mit aller traditionellen Vorsicht umkleidet, ist doch ernste Mißbilligung und manch deutlicher Wink nach Paris adressiert. Alles in allem hat man das Gefühl, als ob die englische Politik doch immer mehr einzusehen begänne, mit dem Versailler Vertrag eine schwere Dummheit be=

E zu haben, ohne bis jetzt einen passablen

3 zu sehen, sich wieder herauszuwinden, ohne M einseitig festzulegen oder si ar zânzlich auszuschalten. Die lischen Interessen befinden sich da no Videfftreit. Und erst weitere Ereig­nisse werden in London klar sehen lassen, wo unb wann sich für die englische Geschäftspolitik die Vordringlichkeit einstellt, einen positiveren Standpunkt zu gewinnen. Bemerkenswert war die Aeußerung Bonar Laws über die Bs- lastungsprobe der Entente. Falls England durch Komplizierungen gezwungen werden sollte, seine Truppen aus Köln zurückzuziehen, würde das mit dem Ende der Entente gleich­bedeutend sein. Das kann nicht anderes bedeu­tn, als einen Wink an Poincarè, sich noch kemeswegs als alleinigen Herrn der Lage dufzuspielen. Also ins Schlepptau einer abso-, suien Katastrophenpolitik möchte sich auch das siuzielle England auf keinen Fall nehmen lassen. HM es wünscht, daß sich ihm Gelegenheit biete, 'ntervenierend einzugreifen. Ob und sonnn diese Gelegenheit sich bieten wird, läßt W nicht sagen, weshalb es für uns nur die eine Knoole geben kann, den Kampf, der jetzt im

und Ruhrland um die Sicherung deut- j5?n Lebensrestes entfesselt ist, auszufechten. Stärke dazu muß das deutsche Volk in sich finden. Je kraftvoller und entschlossener s die Gewaltpolitik Poincarès ad absurdum

um so eher wird auch die englische Jnter- n Politik Anlaß sehen, sich in jener Richtung m Bewegung zu setzen, in der auch das Ziel deutschen Abwehrkampfes liegt: Umgestal- des Friedensvertrages in einem Sinne, lnh. "0outschland Gerechtigkeit widerfahren läßt, dem deutschen Volke vor der Willkürlèch- '^uzösischer Auslegekünste und Gelüsten ^^.doutschem Land ein für allemal Ruhe ver-

'^ prüften es deshalb-mit doppelter Ge- lii*«UU^' d"ß just in den Tagen, wo im eng= 'ââment gesprochen wird, die deutsche -vh,s","bhmer- und Arbeiterschaft im Rhein- und bem e E lauter Stimme die Einigkeit in L^Pfe gegen die französischen Rechts- 0Us$e^is zum letzten Ende in die Welt hin-

Die deutsche Abwehr.

^'uer Meldung aus Köln sind die von eivn^Ä^?^" und Belgiern im besetzten Gebiet levunn^ ^en Ausfuhrbüros, die gegen die Er- z? ng einer lOprojentigen Ausfuhrabgabe (teiC i^ff n 00n den Ausftchrverboten bewilli- 0er "Hue Arbeit, da die Industrie und dab ,'h°k,handel einstimmig der Auffassung sind, ten »h der Möglichkeit, Ausnahmen zu erhal- der sich nicht selbst otnii'ttatcr stempeln will. Ge - '°u«hmachen wird.

Dann» 15- Febr. Einer Meldung aus ke r j £ ^jvlge haben die im Hirsch-Dun- ^rbeii Gewerkverein organisierten cMiAn *n einer Konferenz einstimmig eine Éint>rvJ!e6unS angenommen, in der der

" der Franzosen und Belgier in das

n einem

Ruhrgebiet auf das entschiedenste verurteilt wird. Die Tat sei ein verabscheuungswürdiger Anschlag auf die Rechte der Selbstbestimmung und die Freiheit des deutschen Volkes. Soweit Wiedergutmachung möglich sei, werde man da­für Eintreten, . aber S klavenarbeit werdemannieundnimmerverrich- l e n. In dem gegenwärtigen Kampf gelte es auszuharren, bis zwischen den beiden Regierun­gen eine vernünftige Regelung der Repara- kionsfrage erfolgt sei. Keine Maßnahme der militärischen Gervalkhaber werde etwas anderes zuwege bringen.

In einer Besprechung von Vertretern der J n d u st r i e, des Handels und der A r - beitnehmerverbände in Hamm wurde zum Schluß von den Vertretern der freien Gewerkschaften die Erklärung im Ramen aller Gewerkschaften und Arbeitehmer- verbände abgegeben, daß von ihrer Seite aus der Kampf bis zum letzten Ende durchgeführt werden solle.

Die Führerkonferenz des Gewerk- schaftsbundes der Angestellten (G.d.A.), Gau Rheinland und Westfalen, nahm zu der durch die Besetzung des Ruhrgebietes geschaffenen Lage Stellung und faßte eine Entschließung, in der sie erneut den unerschütter­lichen Willen zur Durchführung des Abwehrkampfes gegen den völkerrechts­widrigen Einbruch der Franzosen und Belgier in das Ruhrgebiet ausdrückt.

Dèr Boykott in Essen.

Androhung von Gewalt durch die Franzosen.

Essen, 14. Febr. Die von der Essener Kauf­mannschaft und den Hotelbesitzern beschlossene Boykottierung der Franzosen' und Belgier wird allgemein durchgeführt. Seit vorgestern wird kein Franzose und Belgier in den Essener Läden und Friseurgeschäften be­dient und keinem Angehörigen der Besatzungs- truppen werden in den Wirtschaften Speisen oder Getränke verabfolgt. Hinter dem Boykott stehen geschlossen die Geschäftsinhaber und ihre Angestellten, darunter auch die Kellner, die trotz hoher Anerbietungen der Franzosen jede Durch­brechung des Boykotts glatt abgelehnt haben. Sollte aber wirklich einmal irgendein einzelner den Versuch machen, aus der Reihe zu springen, so würde er es mit Rücksicht auf die Stimmung der Bevölkerung nicht riskieren können, der Versuchung zu erliegen; denn sobald ein Fran­zose oder Belgier ein Geschäft betritt, pflegt sich sofort eine Menschenansammlung zu bilden, um auf das Verhalten des Geschäftsinhabers und seines Personals achtzugeben. Heute hat nun Divisionsgeneral Fournier dem Oberbürger­meister der Stadt Essen in einem Schreiben mit­geteilt. daß er auf Grund der Weigerung der Hotelbesitzer und Kaufleute, Angehörige der alliierten Armee zu bedienen, folgende Maßnahmen getroffen habe:

1. Das Hotel Handelshof wird requi­riert.

2. Den alliierten Militär- und Zivilpersonen wird das Recht eingeräumt, sich in allen dem Publikum geöffneten Lokalen bedienen zu lasten. Im Weigerungsfälle wird das Lo­kal geräumt; erforderlichenfalls wird Ge- walt angewandt.

3. Den alliierten Militär- und Zivilpersonen wird das Recht emgeräumt, in allen dem Pub­likum geöffneten Geschäften z u k a u f e n, was sie nötig haben. Falls die Geschäftsinhaber den Verkauf verweigern, werden die Geschäfte geschloffen; erforderlichenfalls wird Ge­walt angewandt.

Esten, 15. Febr. Der Oberbürgermeister Essens richtete an General Fournier ein Schrei­ben, in dem er gegen die in Aussicht gestellten Maßnahmen Einspruch erhebt. Nach dem deut­schen Gesetz könne kein Deutscher das Recht in Anspruch nehmen, in einem Gasthause bedient zu werden, obe' in einem Laden Ware verab­folgt zu erhalten. Durch die Verordnung des Generals könne dieses Recht fremden Militär- und Zivilpersonen nichteingeräumt wer­den. u v

Essen 15. Febr. Gestern wurde der Essener Bürgermeister Dr. S ch ä f e r, der die Geschäfte des als Ernährungsminister in Berlin tätigen Oberbürgermeisters Luther führt, von den Franzosen verhaftet und nach Bredeney ge­bracht. Die Verhaftung hängt mit der mangeln­den Lichtoersorgung des Hotels Kailerror zu-

fammen, in dem die Interalliierte Kontrollkom­mission wohnt. Außerdem wurde der Syndikus des Detaillistenverbandes in Essen, Dr. Cuy- e n z verhaftet. Die Verhaftung hängt mit der Boykottbewegung des Kleinhandels zusammen.

Ein neuer Zwischenfall in Gelsen­kirchen.

Gelsenkirchen, 14. Febr. Ein neuer Zwischenfall ereignete sich heute nachmittag 4 Uhr, als sich ein franz 8 sischer Offizier, der amHauvkh^bnhof stand. provozierend b e n a hm und mit der Straßenbahn in der Richtung Bochum fahren wollte. Oie Volks­menge. die in dieser Stunde außerordentlich Zahlreich war, verhinderte die Abfahrt, woraus der Offizier den Straßenbahnwagen verließ. Er wurde von der Menne in die Hindenburg- straße abaedrängt. Plötzlich zog er, ohne daß ihm irgendeine körperliche BelZstiguna zuge- kügk worden war, seinePistoleundrich- tete sie auf die Menge. In demselben Augenblick kam eine Polizeistreife, der es nach vielen Bemühungen gelang, an den Offizier heranzukommen. Der Offizier überreichte den Beamten seine Pistole und bat ihn zu schützen. Obwohl die Polizei alles tat, um den Offizier vor edr erregten Volksmenge in Schutz zu neh­men, gelang es nicht, ihn vor einigen Schlägen und Fußtritten zu bewahren. Der Offizier wurde schließlich im Polizeipräsidium unterge- brcÄH* wo eine kleine W'wd" am Konf von hem Ärzte nerbèden wurde. Die Wunde wird als unbedenklich bezeichne?. Sobald Ruhe ein- tritt, wird der Offizier seinem Ziele zugefubrt. Gegenwärtig umtso-rn tausende een Menschen das Polizeipräsidium.

Koblenz, 14. Feör. Szenen NiâtbefolMMff der Befeble des Zoükomitees der Rkmnlandkormniision ünd mit sofortiger Wirkung ausaewftscn worden: Seßfe. Zollinspektor in Ludenberg; Möller, Zollinspektor in Bleialf; Lauerbaß, Tonassistent in Bleialf; Necker, Zollinspektor in Hallschlag; Hellwig, Direktor des Hauptzollamts in Neuwied; Rothe, stellvertr. Direktor des Hauptrollamts in Neuwied; ferner bat die Rbein- landkommission ausgewiesen den Direktor der Ober- realschule in Zweibrücken und den Professor an der­selben Schule Dr. Bell, weil sie am Nationaltrauer­tage auf die Bedeutung dieses Tages bingcwiesen und die Hoffnung ausgedrückt hatten, daß für Deutschland bald bessere Zeiten kommen möchten.

Duisburg, 14. Febr. Obertelegraphensekretär Bläser und Telegraphensekretär Schaumlöffel »n Duis­burg wurden von den Belgiern verhaftet wegen der Verweigerung der Zensur für angenommene und auf- geheferte Telegramme durch hie Besatzungsbehörde.

Verhaftung eines Zechenbekriebsrates.

Recklinghausen, 14. Febr. Ein Lohnauto der ZecheEwald-Fortsetzung", das vorgestern von den Franzosen beschlagnahmt werden sollte, suchte sich auf dem Zechenplatz dem Zugriff zu entziehen. Darauf besetzten die Franzosen die Zecheneingänge mit Maschinengewehren und Kavallerie, öffneten gewaltsam die Tore und verhafteten den Betriebsrat. Die Belegschaft trat in den Proteststreik ein; seit gestern wird aber wieder gearbeitet.

Unglaubliche Behandlung der Verhafteten.

Gelsenkirchen, 14. Febr. Die gestern von den Franzosen hier Verhafteten befinden sich in Recklinghausen. Von den verhafteten Po- lizcibeamken wurden 31 Mann ins Gefängnis geworfen. Der Oberbürgermeister, der Bürger­meister, der Polizeipräsident, der Reichsbank­direktor und der Polizeimajoc wurden in einer gemeinsamen Zelle untergebracht. Für die Rächt wurden den Beamten weder Stroh noch Decken zur Verfügung gestellt, sodaß sie gezwungen waren, in ihren Kleidern auf blo­ßem Fußboden zu schlafen. Einige Polizeibeam- len rvurden auf dem Transport ver­wundet. Einem großen Teil der Beamten wurden weder Schuhe noch Strumpfe gelassen. Der größte Teil istohneKopfbedeckung.

Vom Kriegsgericht.

Aachen, 14. Febr. Vom belgischen Kriegs­gericht wurden verurteilt:

Zolldirektor Herffs vom Hauptzollamt Aachen, Jnlandsverkehr, zu 20 000 Mk. Geld­strafe ober 10 Tagen Gefängnis;

Oberzollinspektor Wenig und Oberzoll­sekret. H o l z h ü t e r vom Hauptzollomt Heins­berg zu je 100 000 Mk. Geldstrafe, oder fünf Tagen Gefängnis; die Angestellten Schu­macher und S ch m i d t zu je 10 000 Mk. ober drei Tagen Gefängnis;

Oberzollsekretär Launen vom Zollamt Kaltenherberg, der sich weigerte für Frankreich bestimmte Kohlenzüge abzufertigen, zu acht Tagen Gefängnis, die unter Anrechnung der Untersuchungshaft verbüßt finb;

Zollinspektor Paetzelt wurde freige- sprochen.

Mainz, 14. Febr. Wegen Teilnahme an derStraßenkundgebung anläßlich des Thyssen-Prozesses erhielten von dem französi­schen Militärpolizeigericht ein Kaufmann we­gen Teilnahme an der Kundgebung Und Mit- singens des Deutschlandsliedes 50 000 Mk. Geld­strafe und einen Monat Gefängnis. Die Gefäng­nisstrafe kann durch eine Geldbuße von 9000 Mark abgelöst werden. Ein 17jähriger Gym­nasiast, der angeblich für Frankreich beleidi­gende Lieder gesungen haben soll, wurde zu 50 000 Mark Geldstrafe und zwei Monaten Ge­fängnis verurteilt. Die Freiheitsstrafe kann durch eine Geldbuße von 44 000 Mark abgelöst werden. De'' flüchtige Kaufmann Heinrich Finkenauer aus Mainz soll bei der Kund­gebung aufreizende Reden geführt haben., Er wurde in Abwesenheit zu einem Jahr Gefäng­nis verurteilt. Der ebenfalls flüchtige Elektro­techniker Adolf Sparwasser aus Mainz soll bei feiner durch französische Geheimpolizei vorgenommenen Verhaftung gerufen haben: Haut ihn!" Das Urteil lautete hier auf vier Monate Gefängnis.

Düsseldorf, 14. Febr. Auf Grund einer ano­nymen Anzeige hielt die französische Gendarme­rie in Düsseldorf eine Haussuchung ab wegen des Besitzes von Kriegserinnerunasn bei, dem jugendlichen Telegrammbesteller V r e i ß in Düsseldorf, die fein" Vater aus dem Felde rnitge- bracht hatte. Er wurde von dem französischen Kriegsgericht zu vier Tagen Gefängnis verur­teilt und hat die Strafe sofort antreten müssen.

Aus ZSM ensslischsA Parlament

London, 14. Febr. (Unterhaus). Auf eine

weiter" ist der Keparskionskormnisflon blewe, nickte Bonar Law. Das Mitglied der Arbeiter­partei Buxton ergriff nach Bonar Law das Wort und führte aus: Er wohnte vor kurzem, auch vor zwei Jahren, im Hause eines Bergar­beiters in Essen und könne aus eigener Anschau­ung sagen, der Druck au^ Deutschland bedeuteHungerundElendfürMil- lionen. Auf feiten der deutschen Bevölkerung bestehe kein Wunsch zu Gewaltakten. Die deut­sche Arbeiterklasse insbesondere ne Bergarbeiter feien bestrebt, die Bewegung innerhalb der Grenzen des passiven Widerstandes zu halten. Aus dieser Erfahrung heraus könne er den Be­richten widersprechen, daß die Streikbewegung im Ruhrgebiet von außen gefördert oder ver­anlaßt oder durch Angebote oder Versprcchun- gen ermutigt mürbe, sei es seitens der deutschen Regierung oder von anderer Seite. Die fran­zösische Regierung sei nicht auf Reparationen aus. Es fei sehr wahrscheinlich, daß, wenn eine Lösung dieses Problems gefunden werde, die in Gestalt eines Uebereinkommens zwischen den französischen und deutschen Industriellen sein würde, wodurch die ersteren einen vorherrschen­

den Einfluß auf die gesamte Eisen- und Stahl­industrie in diesem Teile des Kontitents er-

langen würden. Der Premierminister habe es als seine Meirmng bezeichnet, daß die jetzt von Frankreich befolgte Politik gefährlich ja sogar katstrophal für das europäische Wirtschaftsleben sei. Wenn BonarLaw so denke, wie könne er dann eine neutrale, ab­wartende Politik gegenüber die­ser Gefahr einnehmen? Buxton sagte, èr könne sich dem Schluß nicht widersetzen, daß diebritischeRegierungden Zielen des französischen Imperialismus in Westeuropa heimlich Unterstützung gewähre, um ein quid pro quo mit Bezug auf die Ziele des britischen Imperialismus im Nahen Osten zu erhalten. Der Arbeiterführer Ta m b a m erklärte als Mitglied des Ausschusses, der sich nach Deutschland begab, um die Wahrheit über die Dinge herauszufinden, er habe feftgefreut, daß eine Durchschnittssteigerung in den Preisen des täglichen Bedarfs wie Straßenbahnrohrten usw., um das 250fache stattfind, während die Löhne der Arbeiter nur um das 64fache ge­stiegen seien. Was die 10 Prozent der Repara. tionslohle betreffe, die Deutschland versäumte Frankreich zu liefern, so sei dies größtenteils auf die Tatsache zurückzusuhren, daß Frankreich selbst einen Teil der Kohle zurückwies unter der Üfegründung, daß die Qualität nicht gut genug sei. Es sei eine bekannte Tatsache, daß die Me­tallindustrie in Lothringen Koks aus dem Ruhr­gebiet brauche. Es sei ebenfalls Tatsache, daß lvenn Frankreich das Ruhrgebiet dauernd be- setze, es fast die gesamten Erzquellen Europas

(Fortsetzung auf Seite 8.)

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