General-Anzeiger
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Nr. 38
Mittwoch den 11. Februar
1923
England uni die Ruhrbefehung.
Sonar Law und Lord Curzon verurteilen zwar -le Ruhraklion, halten aber eine Intervention vorläufig nicht für möglich. — Mit Kavallerie un- Tanks gegen Schupo.
dingungen, die PoincarL gestellt habe, machten indessen ein Uebereinkommen unmöglich. England habe sich nicht dagegen gewandt, daß ein Druck auf Deutschland ausgeübt werde, sondern dagegen, daß ein derartiger Druck ausge- übt werde, um unerfüllbare Be- dingungenzusiellen. Lines der Gründe der französischen Ablehnung des britischen Vorschlages war, daß Frankreich die Ansicht vertrat, Deutschland würde im Stande sein in 15 bis 20 Jahren die gesamte Summe von 2500 Millionen Pfund Sterling abzuzahlen und in einer ebenso starken Stellung sei wie früher. Er glaube, daß das französische Gefühl der Unsicherheit der Ablehnung des britischen Vorschlages auf der Pariser Konferenz zu Grunde lag. Die Franzosen würden gerne Revaralionen haben, aber sie möchten nicht, daß Deutschland starkgenugsei, um Reparationen zu bezahlen. Das französische Volk wollte sich nicht mit der Lage abfinden, bevor nicht der Versuch mit der Ruhrbesetzung gemacht wurde, — jetzt haben sie es versucht. Ich hoffe, sagte Bonar Law, wir würden in die Lage kommen, den Wiederaufbau Europas Seite an Seile mit Frankreich fortzuführen. Wir waren der Ansicht, daß der französische Schritt gefährlich und verhängnisvoll für das Wirtschaftsleben
London, 13. Febr. Die Eröffnung bei Parlament» durch bex König fand heute mit dem üblichen Zeremoniell statt. Eine große Menschenmenge wohnte der Auffahrt bei königlichen ZugeS bei und begrüßte de» Monarchen und die Staatsmänner bei der Ankunft vor dem Parlament mit lauten Beifallsrufen. Die Thronrede spricht das Bedauern aus, daß auf der Pariser Konferenz kein allgemeines Abkommen erreicht würbe, und sagt, die englische Regierung habe in dem Wunsche, die vollständige Regelung der Reparations- Problems zu beschleunigen, den Alliierten auf dem Gebiete der alliierten Schulden hinreichende Zuge- stândniffe gemacht. 81 sei aber trotzdem unmöglich ittoeftn, zu einem allgemeinen Abkommen zu gelangen. Daher seien die französisch« «nd die belgische Regierung mit ihre« eigenen Pla« vorgegangen und Italien tezünstige ihre Aktion. Die britische Regierung sei niifit imstande, an den Ruhroperationen mitzuwirken aber an ihnen teilzunehme«. Eie handele aber in solcher Weise, daß sie die Schwierigkeiten der Alliierten richt vermehre. Die Rede weist auf die Weigerrmg der Türke« hin, den Lausanner Vertrag zu unter- zcichnen, und spricht die Hoffnung aus, daß die Türke« unterzeichne« werden, wen« der vollständige Stritt über die Verhandlungen der Konferenz in Angora eingetroffe« sein wird. Die Regelung der englischen Schuld bei Amerika wird mit Befriedigung drrzeichnet, da sie den Entschluß des britische« Volkes Weise, seinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Einschränkungen i« den öffentlichen Ausgaben seien dringend erforderlich. Die Thronrede gibt der tiefen Sorge wegen des ernsten Standes des Arbeitslosen- problcmr Ausdruck.
Die Diskussion über die Thronrede beschränkte sich Wohnheitsgemäß auf allgemeine Gesichtspunkte, Ver- M jedoch am ersten Tag entschieden lebhafter, als to langen Jahren, was einen sehr bewegten Fortgang derspricht. Die elende Lage Europas wird in den »âchsten Tagen intensiver behandelt werden.
Ramsay Macdonald, als erster Sprecher der Oppo- sltion, stellte bezüglich der Ruhrpolitik zahlreiche Fragen, welche die Regierung vorerst ignorierte. Macdonald selbst schnitt die Frage nur vorläufig an. Seine Rede gipfelte in dem Verlangen einer Vermittlung, wofür er den Völkerbund empfahl.
. Asquith, der die Thronrede scharf ironisierte, drückte denselben Gedanken einer Vermittlung des Völker- -undes noch lebhafter aus. Er will durch den Völker- und auch die Sicherheit Frankreichs und die Abrüstung «reichen. Asquith erschien persönlich munterer all langer Zeit.
Danach sagte BonarLaw
^aoon überzeugt gewesen, daß Frank- 1 tot diesem Schritt etwas tun würde, was - "? E i l v o l l nicht nur für Deutschland. m«n ?u$ kür Frankreich selbst sein würde. A auch geschehe, er sehe keine Licht- UMminder Zukunft. Die französische vnk^unghabe sich auf ihren Plan verpflichtet bX e Zebunden. ihn durchzuführen. England er V°$ immet seine Truppen in Köln, aber imhSnr Law, wisse nicht, ob es möglich sein lei «ye dort noch lange zu lassen. Die Frage l noch nicht akut, aber werde vielleicht akut
^ französische oder die deutsche würde es vielleicht deu englischen unmöglich machen, in Köln zu bleiben. bip5».^.^ N" großes Unglück sein. Solange mjj.?iiufchen Truppen im Rheiniande belassen V^.Ä Hube England Fühlung mit der Lage, b-r^to uran nicht jede Wendung im voraus pkönne, würde es sehr beklagens-
'ei£. wenn die Entente zu Ende Denn das würde es im weite- utzc bedeuten, wenn England seine er höffS Rückzüge. Bonar Law fügte hinzu, was , ’ 2°$ immer, daß irgend etwas geschehe, A»/?.> England ermöglichen würde, mit nietVnJ auf Erfolg zu interve- rar-^m??^"rationsfrage sagte Bonar Deln'i^^uvrltannicn habe vorgeschlaaen, daß
2500 Millionen Pfund "Sterling konnte und bereit sei, auf dieser Egge die Fra« m b«tzsn-elu. M K^
schehen. Es ist noch,kein Ende abzusehen. Die Ruhr ist die Hauptschlagader des europäischen induskriellenLebens und Frankreich fügte sich selbst größeren Schaden zu als den anderen.
In einer Rede im Oberhause sprach
Lord Lurzon zunächst über die Lausanner Konferenz. Er sagte, er sei nach Lausanne gegangen, um den Frieden zwischen Griechenland und der Türkei zu stiften und die Wiederherstellung der Türkei zu ermöglichen. Ein weiterer Gesichtspunkt sei gewesen, die Eintracht und die Solidarität unter den Alliierten aufrecht zu erhalten. Lord Lurzon sagte: Kein einziges europäisches Problem kann durch eine einzige Ration gelöst werden. Frankreich kann im Ruhrgebiet das deutsche Problem nicht allein lösen noch kann es das Orientproblem allein regeln, nicht nur weil die Türken keine Gelegenheit vorüber- gehen lassen, um eine Macht gegen die andere auszuspielen, sondern weil auch alle Mächte dasselbe Interesse an der Lösung dieses Problems haben. Die Türken sanden in Lausanne eine felsenfeste Eintracht (? D. Red.) zwischen den Alliierten vor. die bis zum Ende ungebrochen blieb. Lord Lurzon sagte dann weiter, er messe den Pressemeldungen aus Smyrna keine große Bedeutung bei und betonte, daß G r o h- oritannien immer noch bereit sei, den Friedensvertrag früher oder später zu unterzeichnen. Bezüglich der Ruhrbeseh u n g sagte Lord Lurzon, die gegenwärtige Haltung der britischen Regierung sei eine wohlwollende Neutralität. Die Besetzung habe sicher keinevortcile gebracht, im Gegenteil, alle deutschen Zahlungerr und Sachlieserungen seien eingestellt worden. Es aäbe in aanz England niemand, der nicht die größte Sympathie für Frankreich fühle und der nicht unzufrieden damit sei, daß Frankreich die ihm geschuldeten Entschädigungen no* nicht erhalten habe. Die britische Regierung wünsche n i ch t s z u l u n, was geeignet wäre, das G e l i n g e n der f r a n z. A k- lionzuerfchweren, obwohl sie ihr n icht z u st i m m e n k ö n n e. Die Lage der britischen Truppen im Kölner Gebiet sei sehr schwierig. Jeden Augenblick könne eine unerträgliche Spannung entstehen und es dürfe nicht veryehlt werden, daß die Spannung tatsächlich sehraroßsei. Die Regierung sei aber der INeinung. daß die britischen Truppen nicht zurückgezogen werden sollten. Das wünschten weder die Franzosen noch Die Deutschen Die Lage könne sich indessen ändern und sie müsse je nach den Umständen beurteilt werden Was die Frage anbelange, weshalb England nicht interveniere, so erklärte Redner, dies könnenurgeschehen, wennbeideParteien damiteinver- öak.dtzn wäre«.
Die Bilanz -er Ruhrdefetzung.
Paris, 13. Febr. Der Führer der gemäßigten Sozialisten, Abg. Lèon Blum, kommt im »Populaire" zu folgender Bilanz über die bisherigen Ergebnisse der Besetzung der Ruhrgebiets: Alle Tage wachsen unsere direkten und indirekten Ausgaben für das Abenteuer Unsere Transportkrisis beginnt sich zu erneuern, weil wir Tausende von Eisenbahnern hergeben muffen für die Ruhrbesetzung, für ein Gebiet, das uns früher monatlich eine Million Tonnen Kohle und jetzt nichts mehr liefert. Wenn wir einmal einen armseligen Kohlenzug im Ruhrgebiet zuiammenstellcn können, so wird das von den offiziösen Blattern zu einem großen Siege aufgemacht. Die französischen Sozialisten können ihren ausländischen Genossen keine Aufklärung darüber geben, ob die Franzosen im Ruhrgebiet bleiben, und die französische Regierung, die die Welt aufklären könnte, hüllt sich in Schweigen.
Köln, 13. Febr. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, sind die Franzosen bisher nicht in der Lage gewesen, Kohlenzüge in größerem Umfange aus dem besetzten Gebiet nach Frankreich und Belgien zu fahren. Seit zwei Tagen versuchen sie, auf der Strecke Juenkerahl—Trier einen großen Kohlenzug abzufahren. Bisher sind ihre Bemühungen auch mit Hilfe von drei Lokomotiven von keinem Erfolg begleitet gewesen. Infolge der starken Steigung der Strecke dürfte sie für den Kohlentransport überhaupt ausfallen, da auch früher infolge der SteigungS- schwierigkeitcn auf dieser Strecke Kohlen- und Güterzüge nicht befördert wurden.
Neue Gewalttaten.
Gelsenkirchen. 13. Febr. Der gestrige Zwischenfall in — dem bisher unbesetzten — ch-tzeMMY» M yeuie ezzze HatzEN dec französischen Besatzungskruppen gegen d,e Gelsenkirchener Schutzpolizei zur Folge gehabt. Bereits in aller Frühe drangen Teile französischer Kavallerie und Artillerie sowie Tanks von Recklinghausen kommend in die Stadt Gelsenkirchen ein. Die Hauptwache am Polizeipräsidium wurde unter Anwendung von Gewalt entwaffnet. Die Polizeibeamten wurden abgeführt und wurden unterwegs blutig geschlagen. Sie mußten im Parademarsch gehen. Es war sichtlich darauf abgesehen, sie so schmachvoll wie möglich zu behandeln. Man nimmt an, daß eine Besetzung infolge des gestrigen Zwischenfalles erfolgt ist. Am Nachmittag wurden der Oberbürgermeister W e d e l st e d t und der Bürgermeister A n - toni sowie Polizeipräsident Stieler unter großem Aufgebot von Truppen und Tanks verhaftet. Außerdem ist die Verhaftung des TRafors Funow von der Schutzpolizei und des Vorstehers der Reichsbankfiliale, 3 u t i, erfolgt. Die Truppen haben das Rathaus und die Post besetzt. — Gegen 4 Uhr nachmittags ist die gesamte französische Besatzung aus Gelsenkirchen wieder abgerückt, und die besetzten Gebäude sind wieder geräumt worden. 2Hit Ausnahme der schon früher hier gelegenen Besatzung ist der alte Zustand wieder hergestellt. — Ueber das Schicksal der verhaftet abgeführten Polizeibeamten ist immer noch nicht das mindeste bekannt. — Der Oberbürgermeister hatte vor seiner Verhaftung noch folgenden Brief an seine Beamten gerichtet:
»Für den Fall, daß meine Verhaftung, die wegen andauernder Weigerung, französische Befehle auszuführen, erfolgt, zu längerer Ab- Wesenheit von Gelsenkirchen führt, sage ich allen Beamten, Angestellten und Arbeitern herzlichstes Lebewohl. Ich rechne daraus, daß Sie sich auch ferner als tapfere deutsche Männer bewähren, die bis zum Letzten ihre Pflicht gegen Vaterland und Stadt erfüllen.
«etsenkirchen, 13. Febr. In einer außerordent- lichen Gtadlvcroronetensiyung teilte der bwnfiältefte Seigeorbnete Baurat Ahrendt mit, daß der französische Maior iieute vormittag von der Gtadt eine Zahlung von IGO Millionen Mark bis morgen mittag forderte als Sühne für den Zwnchenmll mit den beiben Gendarmerieofsi, leren. Diese« wurde von der Staat adgelednt. Die Stadtverordnetenversammlung beschloß, morgen eine Abordnung zu dem General Degoutle nach Düsseldorf zu entsenden und wegen Freilassung der Veriiaftcten zu vcroandcin.
Essen, 14. Febr. Am Burgplatz in Essen ist ein lâjähriger Obersetundaner von der französischen Wache wegge,ührt worden, wobei ihm der Unteroffizier einen Revolver an die Schläfe hielt Am Eingänge der Post hat der Sekundaner mit der Reitpeitsche einen Schlag über die £)ono erhalten und ist später in einem Zimmer durch Fußtritte und Schläge mit der Reitpeitsche über den Kopf mißhandelt worden. Ein Offizier der Schupo hat schließlich die Frei-
Sikualionsberichte aus dem Ruhr- gebier.
Duisburg, 13. Febr. Die Franzosen versuchen, in allen Orten des Niederrheins mit überwiegender Arbeiterbevölkerung durch Verteilung von Flugblättern, in denen die Regierung Cuno als die gleiche bezeichnet wird, die das Volk in den Krieg gestürzt habe, die Arbeiter gegen die Maßnahmen der Regierung aufzubringen. Sie erklären, daß ihr Vorgek^n sich nur gegen die Beamten, aber nicht gegen die Arbeiter richte. Bisher haben ihre Bemühungen keine Erfolge gehabt. Die durch das Vorgehen der Besatzung in Not geratenen Familien werden aus Spenden, die von der Wohlfahrtspflege Düsseldorf, der LandwirtschiftS- kammer und auswärtigen Fttmen gestiftet worden sind, unterstützt.
Blättermeldungen aus Essen zufolge spitzt 'ich dort die Situation infolge der Weigerung der G ast wirte und der Kaufleute. an Angehörige der Besatzungsarmee nichts zu verkaufen, immer mehr zu. Divisionsgeneral Fournier hat gestern an den Bürgermeister von Essen ein Schreiben gerichtet, in dem er mitteilt, daß Lokale, in denen Angehörige der Besatzungsbehörden und Truppen nicht bedient würden, nötigenfalls mit Gewalt geräumt werden würden. Geschäfte, deren Inhaber sich weigerten, an belgische und französische Militär- und Zivilpersonen Waren abzugeben, würden geschlossen werden. Im Hotel Kaiserhof, in dem die Ingenieurkommission chren Sitz hat, ist heute vormtttag die Lichtzufuhr unterbrochen worden. Die Franzosen haben daraus mit der Abschneidung der S t r o m z u f u h r an die ganze Stadt gedroht, wenn das elektrische Licht im Kaiferhof bis 6 Ryr abends nicht wieder funktioniere . Um 6 Uhr hatte der Kaiserhof noch kein Licht und die Jngenieurkommission mußte sich mit Stearinkerzen behelfen. Ein Trupperckommando^ das in dem städtischen Elektrizitätswerk die Abschneidung der Stromzufuhr durchführen sollte mußte unverrichteter Sache wieder abziehen da es verschlossene Türen vorfand.
Berlin, 13. Febr. Das „B. T." meldet aus Essen, daß der Bahnhof von Essen heute mittag von Beamten und Arbeitern stillgelegt wurde, weil die Franzosen auf der Forderung der Besetzung des Bahnsteiges 6 bestanden, der die Verbistdung über Kettwig nach den südlich militarisierten Linien herstellt.
Cffen, 13. Febr. In Honnef bei Troisdorf sind 30 Wagen mit Halbzeug beschlagnahmt worden. Die Franzosen untersuchen auch die Wagen mit Stückgut. Der Personenzugverkehr wird durch Kontrolle außerordentlich bchindertt — In Brake! ist eine Protestveriammlung «egen die Verhaftung vo» Sckupobeamten von den Franzosen mit aufgepflanzte» Bajonett auseinandergetrieben worden. — In Blankenstein ist Deputatkohle fortgenommen worden.
Aachen, IS. Febr. Die Belgier sind habet, sämtliche oberirdischen Telepdonleitnngen zu zerschneide« sodaß Aachen »ollständ'.g abgeschnitten ist. Gegen 4 Uhr nachmittag« war bereits die Verbindung ntti Holland und Düsseldorf unterbunden.
Zur Befchlaanahme der Reichsbahne«
Paris, 13. Febr. -Zu der Beschlagnahm« der deutschen Reichsbahnen in den besetzte« Gebieten teilen die Blätter weiterhin mit, daß sich das gesamte deutsche Ba hnpersonal als entlassen zu betrachten hat, und daß die ein« zelnen Beamten „nur auf ein entsprechendes Ansuchen* von den französisch-bclgischell Besatzungsbehörde» wieder eingestellt werden und zwar unter der Bedingung, das? sie sich vorbehaltlos de« neuen Regime unterwerfen und sich verpflichten, den Anordnungen der zuständigen Reichs- stellen keine Folge zu leisten. Eine gemischte franzöfljch.belgische Komulission hat anstelle der deutschen BetnebSdirekttonen die Leltun- »es Verkehrs nbernommeu. «iunilidje Bahnhöfe sollen belgisch-srauzöstsche Vorsteher eryalten. Nach oc« „Jntransigeam" sollen aus den Lokow»t?ve« aller von den betgisch-iranjösischen Eisenbahnern ge» sllhrencn Züge angesehene dentsche Per- lönlißteiten als Geiseln gcgca etwaige Sadotagcakte mitgejührt werden.
Bonn, 18. Febr. Die otauzosen versuchen nach Mittkiimigen von iuftänoißer ereile an verschiedene« yaupteiscllbatznknânpuliklcu militäriidje Eisenbahn« inipctt;onen emzurkyten. Die ersten Versuche in »Hier Piusicht $<» ut Bonn unternommen morsen» Haven aber bisher nur ein negatives Resultat gehabt. Auch in Krestld, An wen, Koblenz, Trier, Alainz und Lut-wigsll«ien haben die Franz» cn infolge der stand« yasieil Weigerung der Eisenbahner diese Eiiiiichtnng nicht dulchführen tonmn. — Der Bahnhof Hohen« vudbcrg ut heute mittag mit 250 Mann besetzt worden.
Douar au Anr voraui 26000