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Hanauer 8 Anzeiger

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadl- und Landkreis Sana« a. M

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Nr. 32

Mittwoch den 7. Februar

1923

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Abrechnung des Aeichskarrzlers mit Pomrar«. Witzhandlung und Je-rohung deutscher Eisenbahner. Ausweisung des gesamten deutschen Eisenbahn - Personals ?

Berlin, 6. Febr. Der hiesige Vertreter der Associated Preß hatte Gelegenheit, den Reichs­kanzler kurz nach seiner Rückkehr zu sprechen. Der Reichskanzler stand unter den frischen Ein­drücken der zweitägigen Informationsreise, die ihn durch alle Zentren der Einbruchsgebiets führte. Er hatte mit allen Kreisen der Bevöl­kerung in zahlreichen Besprechungen Fühlung genommen und überall dieselbe Entschloffenheit auf der Linie des passiven Widerstandes gegen den französischen Rechtsbruch festgsstellt. Gerade aus Arbeiterkreisen wurde ihm diese entschloffene Stimmung mit besonderem Ernst entgegenge­tragen. Der Reichskanzler äußerte sich sehr be­friedigt-über die Ergebnisse der Reise. Die Unterredung wandte sich danach der Rede zu, die der französische Ministerpräsident anläßlich des Banketts der Vereinigung republikanischer Journalisten gehalten hat. Zu der Rede äußerte sich der Reichskanzler etwa folgendermaßen:

Wenn Poincarö davon spricht, daß er nicht freudigen Herzens zu der Politik des Zwanges gegen Deutschland schreite, so frage ich: Was war die französische Politik, seitdem Deutschland die Waffen niederlegte, anderes als eine Politik der Zwanges, ausgeübt mit allen Mitteln der wirtschaftlichen und politischen Tortur gegen ein erschöpfter Volk, das sich bemühte, seine

Weges seit 1918 stehen die Worte: Zwang und Diktat. Unter Zwang sind deutsche Erbiete vom Mutterland losgerissen worden, unter Zwang wird die rheinische Bevölkerung gehalten, unter Zwang gegen einen wehrlosen Nachbar überschritt die französische Regierung wiederholt die in Versailles festgesetzten Grenzen des Okkupationsgebietes. Diese Zwangspolitik baute Poincarâ dann mit dem Beginn seiner Nuhraktion in einer Weise aus, die sich die Welt nicht träumen ließ als sie den Abschluß des Krieges als die Wende einer neuen Zeit èe- Püßte.

Vergeblich versucht Poincars aus angeblichen deutschen Versäumnissen das Recht zu seinem Umbruch in das Ruhrgebiet zu konstruieren. Ferner der wahrhaftig würgenden Paragraphen des Versailler Diktats räumt ihm ein solches Echt ein. Durch kein Jnterpretationskunststück

ein solches Recht zu erschleichen. Die Ruhr- N"wn und alle ihre Fortsetzungen sind nichts anderes als eine Negation jedes Rechtsbegriffe» uns seiner Ersetzung durch die nackte Gewalt.

ein Hohn klingt er, wenn Poincarü auch heute noch den Einbruch in die rheinisch-wèst- sausche Industrie mit 50 000 Bewaffneten als m? medliches Werk bezeichnet, ein friedliches

L dar seine blutige Spur von Düsseldorf Bochum zieht, das über 250 führend« Nder durch Verhaftung oder Ausweisung um M Beruf und Wohnsitz gebracht, eine Be- volkerung von Millionen in schwerste Bedräng- gestürzt und Wirtschaftswerte in nicht fester gutzumachender Weise zerstört hat. ^°^carü scheint betroffen darüber zu sein, daß Rheinländer und Westfalen sich durch die ^ Versicherungen seiner Generals nicht im machen lassen. Sie taten recht daran.

selbst irrte sich in der Beurteilung der n Wilden Seele. Ruhe und Besonnenheit »Yin er für widerstandslose Ergebung.

uumn er annimmt, daß es des Be- L* " dus Berlin bedurfte, um den Widerstand fin»^rückten zu organisieren. Der Wider« als spontaner Entschloß aus R * evölk «rung emporgewachsen, re .^^ Menschenwertes bewußt ist und Dni» 'O^sauetten nicht beugen will. Selbst 'M die Geschlossenheit und Einheit Außerstande, anerkennen, der in der Tat k^widerstand ist. So etwas läßt sich Di^?efehlen. Es ist da, ungreifbar, unüber« mag auch die Okkupation durch die $erm u"9 der Führer und durch Köpfung der 'wattung noch so »iel unternehmen, um bie, lanh dr«ch»n. Poincarö meint, daß Deutsch- den Einmarsch im Ruhrg«bi«t ae- tot würd«, seine Ziel« aufjubedtn. Er dir!» tagebm müssen, das Seinige, um _ Q-ele klar zum allgemeinen Bewußtsein

Ich im Ruhr-dbidt ge- Ziel« aufzudickm. Er ässen, das Seinige, um

zu bringen: Freiheit und nationale Einigkeit. Dies und nichts anderes sind die Ziele der deutschen Regierung. Wie aber stèhts mit Poincarös eigenen Absichten? Er sucht Entschädigung für die französischen Ruinen und Sicherheit gegen deutsche Angriffe, so sagt er, Entschädigung für die Ruinen: Wer war ès

der alle deutschen Angebote zur Mitarbeit an der Widerherstellung der zerstörten Gebiete sabotierte? Das Gegenteil der Wahrheit ist es, wenn der ehrliche deutsche Wille zum Auf­bau geleugnet wird. Sicherheit gegen deutsche Angriffe: Also nicht, um die rückständigen paar Prozente an Kohlen und Holz einzubringen, sondern aus militärischen Gründen wurde das Ruhrgebiet besetzt. Zur Sicherheit Frankreichs muß ein Wirtschafts­system zerstört werden, das zu den feinsten Organismen der Weltwirtschaft gehört. Das also ist der Sinn der Poincaröschen Pfänder­politik, dieser Pfänderpolitik, die von allen Wirtschaftrautoritäten abgelehnt wird. Die Ruhe des französischen Volkes bedarf keiner Sicherungen, die nur auf Kosten eines anderen lebensberechtigten Volkes zu erzielen sind. Das entwaffnete deutsche Volk ist für Frankreich keine Gefahr. Di« Sorge vor deutschen Angriffen ist

an

nur der Deckmantel für Poincarâs Hegemonie- Schwarzwaldbahn in Sicherheit zu brr Ä^t^w^w.^ ^ ft.l.^MâWMM Regierung Reparationen zahlen wollte. Dabei Von den Franzosen wurde das B betrug die bisherige deutsche Gesamtleistung m e i ft e r a m t in Offenbura bi

betrug die bisherige deutsche Gesamtleistung aus dem Friedensvertrag in Bar- und Sach­leistungen und Werten der abgetretenen Gebiete ohne die Kolonien fast 45 Milliarden Goldmark. Noch 1922 wurden an die Alliierten trotz des furchtbaren Niederganges der deutschen Wirt­schaft Werte im Betrage von 1,5 Milliarden

Goldmark abgeführt. Solche Zahlen legen ein Zeugnis gegen Poincarö ab. Es hat' wenig Zweck, die zahlreichen Widersprüche in den Argumenten zu beleuchten, mit denen Poincar« seine unhaltbare Sache zu verteidigen sucht. Bald sagt er,, daß an der Ruhr dèr Verkehr sichrrgestellt sei und daß aller ohne Schwierig­keiten gehe, bald, daß noch weitere Maßnahmen notwendig seien. Entweder das eine oder das andere. Entweder erreichte die Ruhraktion ihren Zweck nicht, dann sind triumphierende Reden hohl und nichtig, oder der Zweck ist erreicht, dann sind neue Maßnahmen nichts anderes als die Vorbereitung zu neuem Raub, wie wir jetzt in Baden sehen. Ein französischer Blatt hat neulich eingestanden, daß keine deutschen Vor­schläge Frankreich veranlaßen würden, seine Beute fahren zu laßen. Poincarös Rede ist eine Umschreibung dieses Zugeständnißes. Das Ruhr­gebiet will er behalten, bis von den unmög­lichen Summen der letzte Pfennig bezahlt ist. Nicht Verträge sondern Gewaltherrschaft will er, eine Gewaltherrschaft ohne zeitliche Grenzen. Der Gewalt setzt Deutschland sein Recht ent­gegen, den Willen zum Leben.

Die Rerchsregiernng vor neuen* Entschlüssen.

Berlin, 6. Fèbr. Der Reichskanzler machte in der heutigen Kabinettssitzung Mitteilungen über seine Reise in daS vergewaltigte Gebiet. Als Ergebnis seiner Besprechungen mit den Lertretern aller Bcvöl- kerungSkreise stellte der Reichskanzler den festen Willen zum Beharren im Widerstand fest. Er wies unter Zustimmung der Kabinetts eindringlich auf die Not- ioendigkeit hin, die im Kampfe stehende Bevölkerung mit allen wirtschaftlichen Mitteln zu stützen und ins­besondere der ErnährungSsrage größte Umsicht und Energie zuruwenden. Die weitere Beratung deS Ka­binetts galt, von den laufenden Fragen abgesehen, dem neuen französischen Gewaltakt gegen Offenburg und Appenweier.

Gegen die deutsche Justizfreiheil.

Nach einer Meldung aus Köln hat die Rheinland- kommission gestern eine Verordnung erlassen, in der er heißt: Zeder deutsche Gericht oder jede Behörde, die eine Person bestraft oder ihr Strafe androht oder durch irgend ein Manöver auf sie einzuwirken sucht, den Befehlen der Rheiulaudkowwission in Angelegen- leiten der Pfänderpolitik zu widerstehen oder ihr ent« gegen,»arbeiten, wird mit Geldstrafen bi« zu 50 Mill. Mark oder Gefängnis bis z» » Jahren bestraft. Keine

Person oder Firma, die den entsprechenden Befehlen der Rheinlandkommission nachkommen will, darf daher von den deutschen Gerichten oder durch ein Disziplinar­verfahren gemaßregelt werden. Ist eine solche Person oder Firma angeklagt, so hat sie der Anklagebehorde zu melden, daß sie sich unter den Schutz der Rhein­landkommission stelle. In diesem Augenblick ist das betreffende Gericht oder die Behörde verpflichtet, die Anklage sofort dem KreiSdelegierten zuzustellen.

Diese Aheinlandsordsnnanz ist gegen die deutsche Justizfrcibeit gerichtet. Die Ordonnanz ist ein Gewalt­akt, dem jede Rechtsgrundlage und Rechtsverbindlichkeit fehlt. Die Rheinlandkommissioit ist aufgrund des Rheinlandabkommsns lediglich berechtigt, diejenigen Maßnahmen durchzuführen, die für den Unterhalt und die Ehre der Besatzungstruppen notwendig sind. Irgendwelche BefUgniffe, die sich auf die Pfänderpolitik beziehen, hat sie überhaupt nicht. Alle Maßnahmen, die aufgrund dieser neuen Verordnung getroffen werden, stellen eine krasse Verletzung des internationalen Rechts dar und sind nichts weiter als Gewaltakte, verschärft durch den angemaßten Schein des Rechts.

Aus dem neubesetzren Gebier.

Zunehmende Erregung in Vaden.

Wie die Blätter aus Mannheim mel­den ist die Erregung im badischen Land über ben_ Einbruch der Franzosen außerordentlich groß. In Baden-Baden sind sämtliche Auto­mobile der dortigen Autozentrale für den Fall eines weiteren Vorrückens der Franzofen in Sicherheit gebracht worden. Kurz vor dem Ein­marsch der Franzosen in Offenburg gelang es den Eisenbahnern, sämtliche Lokomotiven, da­

runter die besten Schnellzugsmaschinen über die

Schwarzwaldbahn in Sicherheit zu bringen.

an

Von den Franzosen wurde das Bürger­

meisteramt in Offenburg beschuldigt, daß der öffentliche Polizeidienst nicht funktio­niere; man sehe keine Polizeibeamten. Das

Bürgermeisteramt hatte angeordnet, daß die Polizeibeamten in Zivil gehen sollten, da sie sich geweigert hatten, die französischen Offiziere zu grüßen. Der Truppenkommandant erklärte, es sei niemand aufgesorüert worden, die Offi­ziere zu grüßen. Er wurde aber darauf auf­merksam gemacht, daß ein Polizeibeamter in Uniform dennoch durch einen französischen Offizier Unannehmlichkeiten gehabt habè. Der Kommandant antwortete, er könne nicht für alle Handlungen seiner Soldaten verantwortlich ge­macht werden. Nachdem die Polizeibeamten von der Grußpflicht entbunden wor­den sind, erscheinen sie wieder in Uniform auf der Straße.

Die Besetzung hat eine weitere Aus­dehnung erfahren: Die Gemeinde Urlof- fen im Amtsbezirk Offenburg nördlich von Appenweier, an der Stelle, an der die Straße von Kehl in die Straße Renchen Offenburg einmündet, ist feit heute mittag 12 Uhr mit 120 Mann Kavallerie befetzt. Durch Rammers­weier und Zell-Weiherbach zogen Infanterie- Patrouillen von je drei Mann.

Die Ausweispflicht auch für den Verkehr mit dem unbesetzten Gebiet ist vorläufig aufgehoben. Briefbeförderung in das neubesetzte Gebiet ist möglich. Nach Offenburg und Appenweier können Geld- und Pllketsendungen vorläufig nicht befördert werden.

Die Postdirektion Konstanz meldet dem Staatspräsidenten: Die Franzosen haben zur Antwort auf die Forderung, den Umschalleraum im Postamt Offenburg zu räumen, um 1% Uhr nachmittags das Postamt Offen­burg besetzt. Das Personal hat den Betrieb stillgelegt. Sämtliche Beamte wurden hinaus­gewiesen und Postdirektor Krieg sowie Ober­postsekretär Freyverhaftèt. Der von den Franzosen verhaftete Regierungsrat Sänger aus Offenburg wurde im Auto nach einem un­bekannten Ort ins besetzte Gebiet verbracht. Außer dem Postdirektor wurde noch ein Be­amter verhaftet, der den Direktor zum Abschied gegrüßt hatte, und ferner ein Redakteur, der ihmNur Mut zurief.

V le D«kkehkSttntet!brechitttg.

Frankfurt a. M., 6. Februar. Don zustän­diger Stelle wird uns mttgeteilt: Im Bezirk der Eisenbahndirektion Karlsruhe ist der Betrieb in Offenburg und Appenweier Jett heute nacht siill- gelegt worden, nachdem die Franzosen gewaltsame Eingriffe unternommen hatten. Echneuzüg« aus nördlicher Richtung laufen nur noch bis Karlsruhe und werden von dort wieder nordwärts gefahren. Bur der Richtung Basel verkehren dis Züge Lir

Laar-Dinglingen. Die Schwarzwaldbahn ist bis und ab Hausach im Betrieb. Von allen diesen Stationen bis zur letzten am neubesetzten Gebiet ist Pendelverkehr eingerichtet worden. Auch auf der Renchtalbahn ist der Betrieb stillgelegt worden; der Verkehr wird durch Kraftwagen aufrecht erhalten. Zwischen Offenburg und Appenweier konnte der Kraftwagenverkehr noch nicht eingerichtet werden. Die Franzosen brachten heute etroa'120 Mann Eisen­bahntruppen nach Offenburg, um vermutlich zu ver­suchen, den Betrieb auf der Strecke Offenburg-Appen«, für ihre Zwecke in Gang zu bringen.

Milit«risi«runs bet Pfalzbahnen.

Lndtvig-Hafen, 6. Febr. Der französische Ober» kommandierende in der Pfalz erließ eine Verfügung, die das pfälzische Eisenbahnnetz der französischen Mili­tärbehörde unterstellt. Die Bahnhöfe Neustadt a. H., Kaiserslautern und Landau wurden gestern abend, der Hautztbahnhof Ludwigshafen heute vormittag mit mili­tärischen Wachen besetzt. Der französische Offizier der Bahnhofswache in Kaiserslautern erklärte, daß bie Besetzungnur zum Schutze der deutschen Eiscnbahne»" erfolge. Die Eisenbahner lehnen jedoch jeden der­artigen Schutz ab. Die Reichsbahndirektion bst an« geordnet, daß das deutsche Personal uur den Befehlen der deutschen zuständigen Stellen zu gehorchen hab«^

Der -eulsche Widerstand.

Mißhandlung und Bedrohung deutscher Eisen­bahner.

H a m m, 6. Febr. Wegen des Streikes bet Eisenbahner sind die Stellwerke des Bahnhofes Friemersheim, Kreis Moers, unbrauch­bar gemochf worden. Französische Soldaten unter Führung eines Offiziers wollten von den Eisenbahnern die DurMühruna des geregelten Betriebes erzwingen. Als diese sich weigerten, wurden einzelne von ihnen mit den ncrsea gegen die Weichenblöcke aestoßm. Sie beharr. bei weiteren Mißhandlungen . G. Dank mursen sie an die geMN un mit Erschießen be> droht. Schließlich wurde dec Stationsvor­steher mit auf die Brust gefetztem Revolver auf­gefordert. den Befehlen der Franzofen Folge zu leisten oder sich erschießen zu lassen. Der Stationsvorsteher antwortete:3 ch bin deukscher Beamter. Ihren Beseelen gehorche ich nicht. Bitte erschießen Sie mich!" Darauf zoasn die Franzosen unver-_ richteker Dinge davon.

Stillegutts von VabtthSfcn.

Köln, 6. Febr. Zu Beachtung der am 5. Febr. von der ReichsSahndirektion Köln an die Nachgeordneten DieuMellen ergangenen Weisung, insoweit in der französischen und belgischen Besatzungswne sich auf den Dienststellen noch frenide? Eisenbahnpersonal mit oder ohne Waffen besindet/ in Ausführung der ministeriellen Weisungen, wie sie vor einigen Tagen in der Presse hekanntgegebm wnrden, daß daS deutsche Eisenbahn­personal bei diesen Stellen für die Taner der An­wesenheit der fremden Kräfte die betreffende Dienststelle zu verlassen habe und bei Entfernung der fremden Kräfte sich den Bediensteten zur Wiederaufnahme des Dienstes jederzeit bereit halten solle, wurden heute morgen folgende Bahnhöfe stillgelegt: Düren, Greven­broich, Junkerratd, Krkfeld-Hantztbabnhof, München- Gladbach, Aachen. Auf den übrigen Strecken des Eisen- bahndirekti»nsbezirks Köln, wie nach Düsseldorf und Elberfeld, wickelt sich der Verkehr in der bisherigen Weise ab.

Kranksurt, 6. Febr. Jni Bezirk der Reichsbahn- direktion Trier ist wegen Gefährdung der Sicherheit durch französische Eingriffe in den Betrieb dcr Verkehi von den Beamten mit sofortiger Wirkung auf der Strecken TrierWest Pest und TrierWestFerriz eingestellt worden. Der Trierer Hauptbahnhof if ebenfalls nicht int Betrieb. Der Zugverkehr auf bei Strecke Irrel-Bitburg muß von nun an von Erbach aus Sir Mesenich und zurück geführt werden. -

Frankfurt, 6. Febr. Im Bezirk der Reichsbahn« direktion Frankfurt ist die Lage im allgemeinen un­verändert. Auf dem Bahnhof G o l d st e i n finden seit heute mittag Kontrolle deS Gepäcks und der Reisenden durch französische Zollbeamte statt. Du Eil«üterzüge werden über Frankfurt-West untgeleitet Auch im ReichsbahndirektionSbezirk Mainz ha sich die Lage nicht geändert.

Ausweisung aller Seuischen Eisenbahner?

Paris, 6. Febr. Der Düsseldorfer Mitgrbeite, derLibertö" berichtet seinem Blatte, daß Le Trocquei und General Weygand sich entschlossen haben, du AuSweisun, des gesamten deutschen Eisenbahnper» s.nals aus dem Rheinlande und aus dem Ruhrgebiet« in Aussicht zu nehmen, um auf solche Weise alle SaSotageversuche Deutscher zu vereiteln. Außerdem würden dann die französischen Eisenbahner in der ßtgt feix, einen «zelmißige» verkehr j* sich»».

Stellst (19 Uhr vvr«.Z 36-38001

Willst Du dem Ruhrgebiet helfen? Dann gib zum deutschen Volksopfer!