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General-Anzeiger

Geschäftsstelle: Hammerstraße 9.

Erfüllungsort u. Gerichtsstand sät beide Teile Hanau a.M. FSrPIatzvor- schritt und Erscheinungstage der Anzeigen wird keine Gewähr geleistet. Im Falle höherer Gewalt. Streik usw., hat der Bezieher keinen Ankvrm auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugsvreise-

Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan a. M

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlay Nr. 1537

Veiagsprei«: MonatlichMk.1700. ohne Trägerlob«: Einielnummer Mk.70..Samstags80 Lvreigenvreiie: Die 28 mm breite Zeile Mk. 60.; Finanzinserate Mk. 75.. Kett ante (68 mm breit) Mk. 150.. Inserate, auch laufende, werden nur rum jeweiligen

Tagerpreile berechnet. Offert«ngebübr Mk. 40.

Nr. 29

MnIWMll !

Ale Derkehrslage unverändert.

Samstag den 3. Februar

Erfolgreicher Widerstand der Eisen

bahner. Neue französische Bluttaten. Vor der Ausbeutung der Privatunternehmungen?

Vie aus Essen gemeldet wird ist jetzt die Absperrung des Ruhrgebiets nach dem unbesetzten Deutschland hin völlig durchgeführt, sodaß Deutschland für die nächste Zeit ohne Ruhrkohlen und Koks bleiben muß. Die Franzosen versuchen jetzt vor­läufig zwei Eifenbahnstrecken betriebsfähig zu machen um Kohlen und Soks nach Frankreich auszuführen. 3m gesamten Ruhrgebiet stehen 20 000 beladene Kohlenwagen, durch die 200 Kilometer Gleis gesperrt werden, hinzu tritt ein starker Mangel an Maschinen. Es soll ver­sucht werden, die Kohlenwagen bei Betrieben

innerhalb des Ruhrgebiets auszuladen sowie die Lagerplätze der Häfen zu beschicken. Da aber sowohl hier als auch auf den Halden die Auf­nahmefähigkeit fehr eng begrenzt ist, werden in der nächsten Zeit Einschränkungen in der Koh­lenförderung notwendig werden. Die Arbeiten unser Tage sollen dann auf Jnstandfetzungs- arbeiten und auf Vorarbeiten für die künftige Förderung ausgedehnt werden.

Essen, 2. Febr. Die Verkehrslage hat sich gegenüber gesternverschlechtert. Die Verbindung über Harbecke ist seit gestern

ern verschlechtert.

., Harbecke ist seit gestern abend unterbunden, weil die Beamten sich ver­pflichten sollten, nur französischen Befehlen zu gehorchen. Die Franzosen haben den Bahnhof besetzt, das gleiche gilt für Hegstei. Der Per- fonenzug- und Güterverkehr nach Osten geht in

vrotltmg vor sich; nur Kotzten- uns tiotszus« und Leerzüge werden von den Franzosen zu- tückgehallen. In Bräkel wurden auch leere Talg- wagen ungehalten, da sie nach Ansicht des dor- ligen Kommandanten für Sohlentransporte Verwendung finden könnten. Die militarisierte Hochstrecke über Osterfelde-Rord-Hertern-Reck- linghausen-Lünen ist für deutschen Verkehr nach wie vor gesperrt. Offenbar sind die Franzosen bemüht, die Strecke für den zweigleisigen Ver­kehr nutzbar zu machen.

E s s e n, 3. Febr. Ueber die allgemeine Lage wird gemeldet, daß die Franzosen auf den Bahnhöfen im Osten des Industriegebiets, auf welchen noch Durchgangsverkehr herrfchk, gegen b:e deutschen Eisenbahner mit wachsender

(f f i <b f s l o f i g t e i f vorgehen. Jedoch leiben die Eisenbahner nach wie vor unerirbüt- ^lich fest. Der Bahnhof Wingen an der Strecke BeSlinghaufen wurde gestern von einem fran- Mschen Kontrollposten beseht. Das Eisepbahn- personlll erhob gegen diese Besetzung schärfsten Protest. In Lünen-Rord verlangten die Franzosen die Stellung von Lokomo- Uveu um Sohlenkransporte nach dem Westen ju fahren. Die Liseabahndirektion hat die Stel- ung von Lokomotiven verweigert. Ferner ver- wnglen die Franzosen die E i n f â h r v n g in

deutschen Signaldienst. Auch dieses An- wnen wurde abgelehnt. Infolge der durch

Franzosen verursachten Verstopfung vieler Bahnhöfe im Einbruchsgebiet sind stellenweise die Lebensmitteltransporte gefährdet. Der Regierungspräsident Dr. Grützner hat an General D a n v i g n e ein Schreiben gerichtet, w dem gefordert wird, daß die Sperre so bald möglich aufgehoben wird, damit die Ver- ilopfung der Bahnhöfe beseitigt werden kann. ^Anwort auf das Schreiben wird heute er-

ffeu, 3. Febr. Die Ruhrbrücke in ."den ist von französischen Kontrollposten «worden, die alle über die Brücke fahren- ^shlenautos- und Wagen ent- ^ s e n l a s f e n und Chauffeure und Vagen- Ujrec Wit entsprechenden Bonds und leeren Wagen zurück schicken.

^ie Lebensmittelversorgung int Ruhrgebiet, h - NaA einer Meldung der D. A. Z. wurde c ., -Besprechungen Der gewerkschaftlichen riurn^organisationen im Reichsarbeitsministe-

w .betont, daß die Regierung ihre ganze Auf- K«/^»wkeit auf die Lebensmittelversorgung

s'^tken Gebiete lenke. In den letzten Ta- $ habe man dorthin so umfangreiche biof ° Sporte ausführen können, daß

Gebietsteile für einige Zeit mit Lebens- verargt seien. Durch die großen Orga- hinn nen des Handels und durch Bereitstel- 9von Krediten haben die Regierung weiter

1923

dafür gesorgt, daß eine stärkere Einfuhr von ausländischem Fett und Speck stattfinden kann. Die Besprechungen mit den Gewerkschaftsfüh­rern sollen in der kommenden Woche weiter­geführt werden.

Der Reichskanzler über Lie Ruhrlage.

Me die Blätter melden, hatte der Reichs­kanzler gestern Unterredungen mit den Führern der Parteien des Reichstages über die Lage im Ruhrgebiet. Laut Lokalanzeiger sagte der Reichskanzler noch einmal ausdrücklich zu, daß die Regierung alles tun werde, um die Löhne und die Ernähmng der Arbeiter im be­setzten Gebiet sicher zu stellen. Dem gleichen Blatt zufolge ging der Kanzler auch auf das Gerücht ein, nach Dem im Kabinett Unstimmig­ketten über die weitere Haltung der Regierung bestehen sollen. Er erklärte mit aller Bestimmt- hett, daß von irgendwelchen Unstimmigkeiten keine Rede sein könne, fonibern daß vielmehr in allen wesentlichen Fragen volle Einigkett des Kabinetts bestehe. Die Ausführungen des Kanz­lers fanden die Zusttmmung der Abgeordneten.

Die Fefligkeik -er Eisenbahner.

Duisburg, 2. Febr. Den Eisenbahnern der abgesperrten Bahnhöfe ist eröffnet worden, daß sie unter folgenden Bedingungen die Bahnhöfe wieder betreten und den Verkehr

rem Willen oder gar mit unserer Hilfe in keinem Falle erfolgen. Die Präsidenten wollen sich stets vor Augen ballen, daß chr per­sönliches Verhalten und die von ihnen aus­gehenden Anordnungen einen Gradmesser ab­geben für den geschlossenenund uner­schütterlichen Widerstand der Eisenbahner gegen den unerhörten Rechtsbruch der Franzosen.

Entführung Les OberprSsiLenren Ler BhsinUrvvinz.

Mit unbekanntem Ziel weggeführt.

Koblenz, 2. Febr. Heute nachmittag gegen 5 Uhr war der Obrpräsident der Rheinprovinz, F u ch s , unter dem Vorwand einer Unter­redung zu Herrn Tirard, dem ftanzösischen Oberkommissar und Vorsitzenden der Interalli­ierten Rheinlandkommission, geladen worden. Der Oberpräsident wurde beim Verlassen des Gebäudes, in dem die Rheinlandkommission agt (im eigentlichen Oberpräsidium), am Be­teigen seines Kraftwagens verhindert, in ein ranzösisches Auto genötigt und mit unbekann- em Ziel weggeführt. Dem Oberpräsidenten wurde keine Zeit gelassen, sich mit einem ihn begleitenden Herrn und feinem Chauffeur zu verständigen.

Koblenz, 2. Febr. Wie sich jetzt heraussteL, ist die Ausweisung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz als eine offenkundige Entführung zu bezeichnen. Der Oberprä­sident wurde gegen Abend von dem Vorsitzen­den der Rheinlandkommission Herrn Tirard zu einer Besprechung gebeten. Während dieser Besprechung wurde sein Begleiter von ihm ge­trennt und in ein Nebenzimmer geführt. Schon

M um

luââ âlten: 1. Die Gewerkschaftsführer den der Oberpräsident d die persönlichen Vertreter der Eisenbahner lassen habe. Es wurde kennen offiziell nur die Desatzungsbehörde das Auto, das den Dl

nach einigen Minuten wurde ihm mitgeteilt,

:nt bereits das Gebäude ver-

erkennen offizie!

oder deren Vertreter an. 2. Die Eisenbahner verpflichten sich, treu und unverzüglich nur die Befehle zu befolgen, die ihnen von der Be-

fatzungsbehörde gegeben werden. 3. Die Ge­werkschaftsführer von Duisburg verpflichten

ich, bei ihren anderen Kollegen rm Ruhrgebiet

dahin vorstellig zu werden, daß auch sie die vor­stehenden Bedingungen anerkennen. Die Eisenbahner haben diese Bedingungen st r i k t abgelehnt.

Mainz, 2. Febr. Von zuständiger Stelle wird uns berichtet: Die seit drei Tagen im Gange befindlichen Verhandlungen über die Wiederaufnahme des deutschen Eisenbahnbe­triebs im Direktionsbezirk Mainz haben bisher wegen eines Punktes zu keiner Einigung ge­führt. Es handelt sich um die Rückgängig­machung von Verhaftungen, die von den fran­zösischen Stellen aus Anlaß der Arbeitsnieder­legung bei den Eisenbahnbediensteten vorge­nommen worden sind.

Ende des Eifenba^»erfireiks im Koblenzer

Koblenz. 2. Febr. Nach Abbruch des sechs­tägigen Eisenbahnerftteiks im Bezirk Koblenz haben die Eisenbahner nach Zurücknahme der französischen Truppen von den Bahnanlagen den Betrieb wiâr ausgenommen. Fast sämt­liche Blchnräume wurden in einem nicht zu beschreibenden Zu st and ange­troffen. Viele Schränke sind erbrochen, der Jnhatt umhergestreut, Beschädigungen und Ver­unreinigungen vorgenommen worden, die jeder Beschreibung spotten.

»»In, 2. Febr. Der Eisenbahnverkehr im Eisen- babnbireltienlbejirl Köln ist den gestern getroffenen Lereinbamngtn gemäß im allgemeinen wieder aus­genommen worden. Der Verkehr nach Aachen ist wieder voll im Gange, ebenso nach Neuß; auch in Richtung Koblenz kommt der Zugverkehr wieder in Gang. Die Bahnköfe und Etreck-u sind von der militärischen Besetzung geräumt worden.

Ein Erlaß an die Eifeubahndireklionen.

Berlin, 2. Febr. DerReichsverkehrs- minister hat an die Reichsbahnpräsidenten der besetzten Gebiete folgenden Erlaß ge­richtet:

Bei allen Verhandlungen und Maßnahmen sind die von mir gegebenen Richtlinien vom 29. Januar unter keinen Umständen in irgend einer Beziehung abzuschwächen. Den Berufun­gen auf das Rheinlandabkommen ist unter Hinweis darauf entgegenzutreten, daß die jetzt verlangten Leistungen im ursächlichen Zusam­menhang stehen mit dem rechtswidrigen Ein­bruch in das Ruhrgebiet. Dies gilt auch von der verlangten Gelegenheit zur Anleitung fremden Personals. . Eine solche darf mit unse-

wurde weiterhin festgsstellt, daß das Auto, das den Oberpräsidenten aufgenom-

men hat, von zwei Militärautos begleitet war Dem Präsidenten wurden einige Minuten Zeit gelassen, um aus seiner Wohnung die wich­tigsten Gepäckstücke mitzunehmen. Dem im Auto nachfolgenden Begleiter konnte der Ober­präsident noch nachrufen, daß er in der Rich­tung Frankfurt abtransportirrt werde.

Dortmund, 2. Febr. Der Amtmann W i e t» Hoff in Solingen ist gestern von den Franzo­sen verhaftet worden, weil er sich weigerte, den Franzosen Brot zu liefern und auch andere Be­fehle der Franzosen ignorierte. Als Protest gegen die Verhaftung sind heute morgen alle Zechen, Geschäfte und Wirtschaften wie auch die Verwaltung der Post und die Schulen in den Generalstreik getreten. Darauf ist der Verhaftete heute nachmittag wieder freigelassen worden. (Hier zeigt es sich wieder, daß eine geschlossene Abwehr Erfolge haben kann. D. Red.)

Iüiich, 2. Febr. Der Vorsteher des hiesigen Zollamts, Oberzollinspektor Baumann, ist gestern von belgischer Gendarmerie verhaftet und nach Aachen abgeführt worden.

Aachen, 2. Febr. DasEcho der Gegenwart" meldet: Oberregierungsrat L i f s e, der Leiter des Finanzamtes Aachen-Stadt, der vor einigen Tagen verhaftet worden war, ist nunmehr aus­gewiesen worden.

Neue französische Bluttalen.

gehört. Der Amtmann und der Landrat haben bei dem Kommandanten Protest wegen der Er­schießung eingelegt und um sofortige Ablösung der Truppen ersucht.

Brechken bei Dortmund, 2. Febr. Amtmann Tillmann, der gegen die Erschießung des Bergmanns und Schuldieners Haumann pro­testiert hat, ist von den Franzofen verhaftet worden.

Bochum, 2. Febr. Heute abend kam es im Stadtteil Ehrenfeld zu einem blutigen Zwischen­fall. Mehrere französische Soldaten drangen in eine Wirtschaft ein und verlangten Getränke, Als man ihnen diese verweigerte, luden sie ihre Pistolen und fuchtelten mit Dolchen herum. Die Zivilisten verließen das Lokal, ebenso die Fran­zosen. An der Hattinger- und Ottosttaßenecke hatten sich wohl infolge dieses Vorkommmsies 30 bis 40 Menschen angesammelt. Ohne daß eine Bedrohung erfolgt wäre, wurde von den Fran- zofen ein Schuß abgefeuert. Ob er getroffen hat, weiß man nicht. Die Menge geriet in Erregung, die sich in Zurufen Luft machte. Darauf fielen noch mehrere Schüsse. Zwei Personen erlitten Verletzungen. Der Knapps aftsbeamte Ma- kuwich aus Bochum erhielt einen Oberarmschuß mit Knochensplitterung und der Knappschafts­beamte Willibald Freund aus Brumme einen Oberschenkeldurchschuß.

Das SchmarotzergesinLel.

Dorsten, 8. Febr. Hier ließen zwei belgische Offiziere ihre Familie, Ehefrau, Kinder unb Dienst­boten, nachkommen und bestanden darauf, daß ihnen außer den üblichen Haushaltung-gegenständen auch Kinderbadewannen, Kinderbetten und Kinderwäsche ge- litfett werben. Sie haben, ohne sich um die Woh­nungsnot zu kümmern, in Privatbâusern drei bis vier Zimmer beschlagnahmt. In Dm-durg hat ein ver- beirateter Offizier trotz der großen von der BesatzungS» bevorde anerfannten Wohnungsnot herrschaftliche Räume und Küchenbenutzung für sich in Anspruch ge­nommen und hat seine Großmutter, seine Mutter, zwei unverheiratete Schwestern und eine verheiratete Schwester mit zwei Kindern bei sich w»hnen. Alles das reschieht im Namen des Recht» ganz allein zuw Schutz einer französischen Jngenicurkommission.

Sin Seutscher Kaufmann verurteilt

Gffen, 2. Febr. Heute nachmittag fand in Weit­mar bei Bochum eine Kricg»gecichttverhandlu»g gegen »en Kaufmann Wchngr statt. Wehnar halte sich ge­weigert, an die französüchen Besatzung-truppen Kon­serven und Käse zu verkaufen. Die Verteidigung wurde von dem deutschen Recht-anwalt Grimm kosten­los geführt. FranzösischcrscitS wurde eine Geldstrafe von 200 000 Mark verlangt. Da» Urteil lautete auf 150000 Mark Geldstrafe. (Da- Urteil bildet einen Bewei» dafür, daß die Franzosen entgegen der An- kündigling der französischcn^Besa^ungSdehörden ans

diese Weise auch vor einem

Mittelversorgung des Ruhrgebietes nicht zurückschrecken.)

essen, 2. Febr. Heute nachmittag fuhren zwei belgische Soldaten auf der Straßenbahn auf der Strecke von Oberstaufen nach Effen- Borbeck. Die beiden Soldaten zeigten dem

Fürsvrgerichttinien für -le Aus- gewrejeuen.

Wie die D. A. Z. meldet, hat der Reichs- finanzminister Richtlinien herausgegeben, die die Versorgung und Entschädigung der aus dem besetzten Gebiet Vertriebenen Be­amten endgültig regelt. Es werden besondere Fürsocgèstellen eingerichtet, denen die schnellste Erledigung der Entschädigungs- und Unter­kunftsfrage obliegt.

Im Reichsfinanzministerium hat ferner eine Besprechung über die Bevorschussung der Beamten in einzelnen Bezirken des

zeigten dem wollten. Der

Schaffner Bonds, auf die sie fahren mol--------- Schaffner verlangte, daß sie Straßenbahnkarten lösten. Als die Soldaten sich weigerten, dem Folge zu leisten, sollten sie ausgesetzt werden. Darauf griffen beibe zu Schußwaffen, verletzten den Führer schwer und töteten einen unbeteilig­ten Fahrgast, nämlich den Schuhmacher S t o ck- h o r st aus Essen. Die belgischen Soldaten wur­den von der deutschen Schutzpolizei festgenom­

men.

E f s e n, 2., Febr. 3n Brechken wurde gestern abend der Bergmann und Schuldiener Hau­mann von französischen Posten erschossen. Hierzu erklärt die Besatzungsbehorde, daß Haumann nach Art der Betrunkenen sich an den französischen Posten heranmachle. Dieser habe nach zweimaligem ergebnislosen! Anruf

der Schußwaffe Gebrauch gemacht. Die aaen der deutschen Zeugen dagegen

von

Aussage_____

daß yaumann, dèr wenige Minuten vor her Erschießung von der Wohnung fortgegangen war, durchaus nüchtern gewesen sei. Auch halten die in der Rähe des Tatorts befindlichen Per­sonen von einem Anruf durch den Posten nichts

jen

besetzten Gebiets stattgefunden.

Berlin, 1. Febr. Gestern abend fand im Ber­liner Sportpalast ein Abend der Rheinländer statt. Nur Boxer aus dem Rheinland traten in )en Ring. Nach dem zweiten Kampf erschienen Wellmeister Walter Rütt, Wetlmeister Rau, die Boxer Prenzel, Breitensträter und Sasse, die Rennfahrer Lewanow und Richard Huschke im Ring und richteten einen flammenden Appell an die Zuschauer, für die Rheinlandspende zu ammeln. Zehiuausende, Hunderttausende tatterten in den Ring. Spenden von einer gan­zen Million und mehr wurden gegeben. Ame­rikaner, Spanier, Schweizer und Holländer pendeten mit vollen Händen. Die Zählung er­gab rund 16^ Millionen Mark.

Paris, 1. Febr. Aus London wird gemeldet: Nach einem der russischen Handelsabordnung zugegangenen Moskauer Telegramm hat das Zenttalkomitee der A r b e i t e r v e r e i n i. aunaen beschlossen, der Streikkasse doe Rui)tArbeiter 100 000 Goldrubel oder 10 000 Pfund zu überweisen.

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Dollar (10 Uhr vorm.) 37000

^euischtz Männer und deutsche Krauen» vergebt Eure kämvsenden Brüder im Ruhrgebiet nicht! Zahlt noch heute das Dotksovter!