General-Anzeiger / Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Sanou a. M
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Nr. 26
Mittwoch Ssn 31. Januar
1«23
Der Rumpf nm die MMna
Anstellung des Eisenbahnverkehrs. — Degvultes Säbel herrscht unumschränkt. — Kein Grutz den französischen Offizieren und Fahnen.
«alität vor.
sfen gehen mit unerhörter Bru- ie verhaften alle leitenden Be-
amten der staatlichen und städtischen Behörden und weisen sie unter entwürdigenden Formen aus. Den Lettern folgen deren Stellvertreter, die mittleren Beamten und schließlich wird auch einzelnen Arbeitern das gleiche Schicksal bereitet werden, — womit schon der Anfang gemacht worden ist — um dann eine Schar von Kommissionen mit diktatorischen Maßnahmen einzusetzen. Den Eisenbahnern der Pfalz wird bereits kriegsgerichtliche Aburteilung angedroht, wenn sie den französischen Befehlen keine Folge leisten. Am Tage des Einbruchs schrieben wir an dieser Stelle: Die Franzosen führen Krieg. Mancher mag dieses Wort für eine Uebertrei- mng gehalten haben. Heute aber sieht jeder, >aß' Poincarès Schergen verfahren, wie bru- ale Sieger in einem eroberten Lande. Man teile sich vor was es bedeutet: Ein fremder
>is an die Zähne bewaffeter, mit den schweren Kampfmitteln geradezu üppig ausge- tatteter Räuber bricht in unser Land und wagt
ie vom angestammten Boden zu ver
treiben. So sind die Franzosen im Jahre 1919 im Reichsland verfahren. Wenn sie heute dieselbe Methode am Rhein, in Westfalen und in der Pfalz anwenden, so heißt das mcyts anders,
Sie Sollen die ganze Derwallung in die Hand bekommen, um dann die wirtschaftliche Abschnürung, die natürlich gleichbedeutend mit politischer Annexion ist, durchzuführem Aus
deute, wie überhaupt mit dem Märchen, daß deutsche Nationalisten beabsichtigen, die Arbeiterschaft in einen neuen Krieg zu stürzen, förmlich hausieren gegangen wird, trotzdem man weiß, daß man mit Dreschflegeln nicht gegen Maschinengewehre und Panzerautos angehen kann. Diese Vortäuschungen einer neuen Kriegsgefahr haben keinen anderen Zweck, als die deutsche Abwehrfront zu unterwühlen und das deutsche Volk zum Nachgeben zu bewegen. Wir warnen vor solcher Flaumacherei und erinnern daran, daß viereinviertel Jahre eines unsäglich harten Schmachfriedens uns gelehrt haben sollten, daß kein Kniefall uns Rettung bringen kann vor dem am Marke unseres Volkskörpers zehrenden gallischen Erpressers und Schmarotzers, der jedes neue Zugeständnis nur zu einer neuen Marter und Daumenschraube umwertet.
Deutsche Männer und Frauen im unbe» setzten Deutschland, an euch liegt es, die Nerven zu behalten. Laßt euch nicht müde machen durch weiches Verleumdungsgerede, das hier und da einsetzt, laßt euch nicht beirren von Agitatoren, die mit Phrasen wie: „Der deutschfranzösische Kapitalismus will euch wieder auf die Schlachtbank führen" nichts anderes als die Preisgabe des deutschen Widerstandes erreichen wollen. Laßt euch nicht wankend machen durch
arbeit gilt auch schon Auskunstserteilung oder Zulassung der ftemden Eisenbahner zu den Dienststellen zwecks Orientierung.
4. Wenn fremdes Personal Züqe über sucht, die von änlichem setzt sind, so sind diese Züge " ßigem Betrieb .alten zu bringen. Eine Weiterbeförderung ist zu verhindern;
5. 3m übrigen muß Grundsatz bleiben, den Betrieb möglich st lange in deutscher Hand zu Hallen und für deutsche Zwecke nutzbar zu machen. Militarisierte Strecken sind zu beobachten und bei etwaiger Räumung sofort wieder in deutschen Betrieb zu nehmen."
Strecken zu de-ordern 1 stationären Personal be'
mit allen in ordnungsmâ
vorgesehenen Mitteln zum
les
Ein weiterer Erlaß des Reichsverkehrsministers bestimmt: Gegenüber etwaigen Requisitionen aus deutschem Eisenvahnpersonal ^irch fremde Militärbehörden aus Anlaß des rechtswidrigen Einbruchs in das Ruhrgebiet befehle ich: „Sämtlichen Beamten und Arbeitern der Reichshahnverwaltung wird hiermit ausdrücklich verboten, anderen Befehlen als denen der zuständigen deutschen Stellen Folge zu leisten."
Der neueste Druck auf die Eisenbahner wurde in der Pfalz ausgeübt, wo man
jedem mit kriegsgerichtlicher Verurteilung droht,
der nicht den französisch-belgischen Befehlen Folge leistet. Die diesbezügliche Meldung lautet:
Berlin, 30. Ian. Die Gfenbahnen in der Pfalz stehen unter milikSri^er Gewalt. Die Reichsbahndirektion Ludwigshafen ist von Iranzofen besetzt. Präsident Liebrich ist abgefetzt und verhaftet worden. Die Beamten und Arbeiter, die nicht bir.r." einer Stunde er-
Verkehr wie gestern âufrechterhalten. Aus Koblenz wird gemeldet, daß der Bahnhof militärisch abgesperrt sei und daß die Franzosen rangiert hätten.
Der Zug enbett auf einem Nebengleis . . ♦
Düren, 30. Jan. Die Franzosen haben den kiesigen Babnboi und die Stellwerke militäriich besetzt, woraus sämtliche Eisenbabner beschlossen haben. den Dienst niederzu! «gen. Die Franzosen vertrieben nie Eisenbahner aus ihren Diensträumen und versuchten alsbald mit ebenem Personal den Dienst einzurichten, wobei sie die Weichen, mit deren Hand» kakunz sie nicht vertraut sind, abhanden und verkeilten. Der in Richtung Köln verkehrende Personenzug 1523, der bei Ausbruch der Streiks auf dem Babnbot Düren vom deutschen Personal verlasien worden war, ist nach dr« stündigen Bemühungen von den Franzosen weitcr- S«führt worden. Er endete jedoch auf einem iebengIei» im Nordbahnhof Düren, wo er liegen blieb.
Der Kohlenlranspork nach dem Osten.
Esten, 30. Jan. Der Kohlontransporf nach Osten vollzieht sich nach wie vor ungehindert. Allerdings haben die Kohlenzüge zur Zeit zur Kontrolle 15 Minuten anzuhalten. Eine Erhebung von Zöllen hat noch nicht stattgefunden. Rach zuverlässigen Nachrichten werden von den Besetzungstruppen in Duisburg und Düsseldorf seit heute Personenautos beschlagnahmt.
Die Beförderung der Nahrungsmittel.
Berlin, 30. Jan. Infolge der Betriebsein» stellungen der Reichsbahnen im Ruhrgebiet besteht die Gefahr, daß leicht verderbliche Güter, namentlich Nahrungsmittel, verderben. Der Reichsverkehrsminister hat deshalb die beteiligten Reichsbahndirektionen angewiesen, sich so»
biet soll ein
Elsaß-Lothringen gemacht werden, von jenen Herrschaften, die einst vorgaben, für das Reck- und für die Demokratie zu kämpfen. Diese Pläne verfechten jene, die sich erfrechen konnten, zu behaupten, sie seien von Deutschland überfallen worden. Vor aller Welt lassen sie setzt die Maske fallen, jeder sieht jetzt die Fratze dieser kleinen Napoleoniden, die sich bl^he wie der Ochsenfrofch in der Fabel eines ihre. Dichter in der Hoffnung, Europa den Fuß in den Nacken setzen zu tonnen, so wie es einst der Korse getan hat.
N
irer
Diese Pläne sind heute ganz klar zu jirten ton und es muß Aufgabe des deutsche: Mb her Reichsregierung fein, mit eifer rücksichtslosem Willen alles daran zu setzen, die ârwirklichung dieser Pläne zu verhindern. Ueber die Festigkeit' des Widerstandes in dem Einbruchsgebiet an der Ruhr brauchen wir uns keinen Sorgen hinzugeben. Wein und Weißbrot und alle sonstigen schönen Versprechungen
Franzosen können die Raste vom Nieder- ryem und Westfalen nicht reizen — Arbeiter, Wanste und Unternehmer sind sich darin einig, w weisen alle Zuckerbrote weit von sich und er= klaren treu und unerschütterlich als Deutsche ihrem Posten auszuharren, sodaß selbst ^ardieu, einer der lautesten Schreier dieser ssage unwillig die Feststellung machen mußte, daß auf französischer Seite eine gründliche Un= Mntnis über die deutsche Seelenverfassung be- Uanden habe. Einigermaßen verständlich ist toefer Irrtum. Von einem Deutschland, das m*ner erfüllt hatte, das jedes Mal zufammen- »ekiuckt war, wenn ein Poincarè die Stirn ^nzelt hatte, glaubte man auch das Letzte ^pressen zu können. Dieser Irrtum
^^"rsacht die Wut, von der die
euesteu Maßnahmen der Beauftragten Poin- nJ®3 4m Ruhrgebiet Zeugnis ablegen. Die uyrbevölkerung, wie auch die Bevölkerung „jd "origen besetzten Gebietes denkt, wie gesagt, daran, zu weichen unb ihren Widerstand Erbeben. Aber im Ruhrgebiet wird letzten vo. °cr Kampf nicht gewonnen werden. Die ussten Maßnahmen Poincarè richten sich
«egen das unbesetzte Deutschland, das er °er Absperrung von der Ruhrkohle einzu- Kern und mürbe zu machen hofft. Er dabei auf die Schwachmütigkeit der Lachen Politik, mit der er ja zu unserem recht häufig gute Erfahrungen ge- [eiJ; Ut. Hier muß nun gesagt werden, daß d^,,.^,^^aumacher an der Arbeit sind, die dem durm m ^^^^ einzuflüstern suchen, daß man
Verhandlungen weiter kommen könne sei »t^^die Politik des Widerstandes Torheit und den Ausdruck eines neuen Krieges be-
m Volkes
fernem und
hing eurer deutschen Brüder im besetzten Ge biet. Denkt daran: Wer wankt, der fällt! Uns richtet aber, wenn wir fallen, niemand mehr auf. Wir stehen allein auf der Welt, obwohl fast die ganze Welt die französischen Gewaltakte verurteilt. Die Welt erwartet von uns, daß wir uns aufrecht halten, komme was kommen mag. Weil nur durch unsere Haltung die Wendung kommen kann, die kommen wird und kommen muß; auch wenn wir ihren Zeitpunkt nicht sagen können. Der Kampf muß ausgefochten werden, er wird zum Siege führen und zur Freiheit, wenn wir stark und einig bleiben.
R.H.
Ueberall Einstellung des Eisenbahn. Verkehrs.
Wie die heute vorliegenden Meltungen besagen, fahren die französischen und belgischen Besatzungsbehörden fort, sowohl im Ruhrgebiet als auch im alten besetzten Gebiet die s ch e m a - tische Militarisierung der Eisenbahnen durchzuführen. Nachdem es das deutsche Eisenbahnpersonal abgelehnt hat, ihren Dienst auch unter französischer Befehlsgewalt und gemeinsam mit den französischen Militäreisenbahnern weiter zu versehen, besetzten die Franzosen und Belgier die Bahnhöfe und Stellwerke und greifen selbst in den Betrieb ein, worauf natürlich die deutschen Eisenbahner ihren Dienst niederlegten. Sie handeln dabei nach einem
Erlaß des Reichsverkehrsministers an die Reichseisenbahndirektionen, in dem es heißt:
„Für das Verhalten des Eifcnbahnperfonals anläßlich der Ruhrbesetzung sind folgende Bestimmun, gen maßgebend: 1. Kohlen-, Koks- und Brikettstransporte, sowie die Transporte von im alt- oder neubesetzten Gebiet geschlagenem Holz nach Frankreich oder BelgienJinb weder im neu- noch im altbl '' "
nicht in der eni
2. Fra Nachsch biet
Belg
setzten Gebiete zu befördern, auch hen Zone.
oder belgische Truppen- und e für das neu besetzte Ge- en weder im alt- noch im neubesetzten Gebiet gefahren werden. Ausnahmen: Es sind zu ahren: a) Transporte, auf die die Befatzungstrup- ,en nach dem R h e i n l a n d a b k o m m e n An- pruch haben: b) D e r p f l e g u n g s z ü g e auch für las neubesetzte Gebiet, um Requisitionen zu vermeiden, c) Militärtransporte aller Art, auf den in der englischen Desatzungszone gelegenen
Strecken.
3. Zusammenarbeit mit belgischem und französischem, auf deutschen Strecken eingesetzten Eisenbahnpersonal wird untersagt. Das bezieht sich auch auf das Verhalten des Personals der in deutschem Gebiet (von deutschen Eisenbahnern) betriebenen Strecken zu dem Personal der von den Franzosen und Belgiern militarisierten Strecken. Züge von solchen Strecken sind nicht zu übernehmen und dorthin nicht zu übergeben. Telephon- und Telegraphenoerkehr mit solchen Strecken ist zu unterlassen. Einrichtung von Gemeinschafts» b.a h n h L^n .ÈfL hiebt Jtatthaft.. Als Zusammen-
des . .„.^ ..^,
Folge leisten wollen, sollen voreinKriegs- gerichk gestellt werden.
Verkehrseinstellung in Mainz.
Mainz, 30. Jan. Bereits gestern nachmittag 4 Uhr hatten die Franzosen versucht, den Betrieb im Mainzer Hauptbahnhof zu übernehmen indem der Hauptbahnhof, die Stellwerke usw. um 4 Uhr militärisch besetzt wurden. Auf den Protest der Eisenbahnerorganisationen hin, die mit dem sofortigen Streik aller Eisenbahner drohten, wurden um 7 Uhr abends nach dreistündiger Besetzung die Maßnahmen rückgängig gemacht. Heute mittag kurz nach 1 Uhr wurden der Hauptbahnhof und die Betriebsstellen erneut militärisch besetzt. Als Antwort darauf erfolgte auf Beschluß sämüicher Bezirksleitungen der Organisationen der Beamten und der Arbeiter ungesäumt die Einstellung jeglichen Betriebes. Der Eisenbahnverkehr ruht seit etwa 2 Uhr nachmittags vollständig. Vor dem Bahnhof hat sich eine nach Tausenden zählende Menschenmenge angesammelt. Es scheint sich ein Autoverkehr in die Umgegend zu entwickeln. Inzwischen mühen sich auf dem Hauptbahnhof französische Militäreisenbahner ab, um wenigstens einigen Betrieb in Gang zu bringen. Bisher sind die Versuche aber vergeblich gewesen. In der Stadt sind die tollsten und widersprechendsten Gerüchte verbreitet, ein Umstand, der durch das Verbot der meisten Zeitungen verschärft wird.
Wie dem W. T. B. von der E i s e n b a h n - direktion Frankfurt a. sR. mitgeteilt wird, wird von diesen Maßnahmen der Verkehr auf der Linie Frankfurt a. M.- Darm- stadt nicht betroffen.
Weitere verkehrseinfiellungen.
Koblenz, 30. Jan. Als heute nachmtttag die Franzosen den Bahnhof Ehrenbreit st ein besetzten, legten die Eisenbahner sofort die Arbeit nieder. Der letzte Zug fuhr in Richtung Köln gegen 4 Uhr. Seitdem ruht jeder Verkehr. Das Rheintal bei Koblenz ist von jedem Zugverkehr abgeschnitten.
Gelsenkirchen, 30. Jan. Im Laufe des gestrigen Tages wurden weiter folgende Bahnhöfe besetzt: Blanken st ein, Her- bede, Bommern-Tal, Bommern und Vorhalle. Damit ist die Linie, die im Norden des Industriegebietes von . Lünen nach Westen über Düsseldorf und dann im Süden des Gebiets bis nach Vorhalle um das ganze Industriegebiet gezogen ist, geschlossen. Im Be- treb sind nur noch die Linien Hagen über Dortmund nach Lünen und die Bahnprfe innerhalb des obigen Ringes. Außerdem ist noch frei die Strecke nach Dorsten, die die Verbindung über Wefel mit Holland aufrecht erhält.
Köln, 30. Jan. Die Eisenbahnbetriebslage ist im allgemeinen unverändert. Mit den bereits gemeldeten Einschränkungen wird der
gungen die Abfuhr derartiger Güter durch Landfuhrwerke und hauptsächlich durch Kraftwagen zu organisieren. Auf keinen Fall dürfen Lebensmittel unnötigerweise zu Grunde gehen. Auch für strenge Diebstahlsverhinderung sei zu sorgen.
Die wahren Absichle« PsincarSs.
Berlin, 30. Jan. Aus Paris liegen zwo ■Weihungen vor, die über die Absichten und Ziele der französischen Politik keinen Zweifel mehr lassen. Die eint Meldung findet sich im „Daily Ckroiiicle", die von der Frststellnng ausgebt, das man in Paris das Fehlerhafte der Riihrbeseyung einzuepen beginne und raren die Annabme knüpft, das Frankreich zu Verhandlungen bereit sei, wenn Deutschland den ersten Schritt hierzu tue und im Ruhraebiet den passiven Wi»erstand ausgebe. (Line größere Unverschämtheit lâtzt sich kaum denken, al? die Forderung den Widerstand auszugeben, um sich vou Frankreich umbringen zu lassen. D. Red.» Die zwefte Meldung besagt, daß die Stimmen sich Käufen, die die französische Regierung auffordert auf dem betretenen Wege weitcr- ruschreiten. Ganz tm Einklang mit der französischen Liesse hat nun Poincarè gestern selb t in feiner Erklärung amerikanischen Pressevertretern gegenüber jeden Gedanken an Verhandlungen zu Boden geschlagen. Unter völliger Preisgabe seiner Note über die Zngenicurkommisfion lâpt er jetzt wissen, hab die französischen Truppen un Ruvr-ebrct pleiben werden, nicht um die Mehrmenge» an Holz und Kohlen einzubringen, sondern um die Durchseruug des ganzen französischen Rcparations- planer sicherzustellen. Er will mit der Räumung del Ruhrgebiets erst beginnen, wenn Deutschland durch di< Regelung seines Finanziystems eine Basis für dii Erfüllung der Rcparauo»»schuld geschaffen, wenn es mit den Zahlungen begonnen und die vereinbarter Lieferungen bewirkt hat. Diese Vorausseßmigen fini io zweideutig formuliert, daß Pdincarè sie interpretieren tönnte, wie eS ihm beliebt. Er nimmt schon heute für die Fanduahmc eine Tauer vou fünf Jahren in Aussicht. Zugleich betont er, daß die löjâhrigt Besetzungsperiode für das Rheinland noch gar nichl begonnen habe.
Die» ist der Kern der Poiucarsschen Erklärung. Lie zeigen deutlich, wie es gemeint ist, wenn man in Frankreich die Bereitschaft versichert, De»tschland an« fudören. Aufgabe des deutschen Volkes wird es lein, die Siechn ung Poincarès fest und besonnen ad absurdum zu führen.
Eine Anweisung an -ie Pvttzet.
Berlin, 30. Jan. An den Oberpräsidentett in Münster hat der preußische Minister des In- nern folgenden Erlaß gerichtet:
„In Anbetracht des völkerrechtswidrigen Vorgehens der Franzosen und Belgier gegen die Bevölkerung und Beamten des neubefegten rheinisch-westfälischen Industriegebietes wird sämtlichen Beamten der Polizei mit Einschluß der Landj ägerei verboten, Offiziere und Fahnen fremd, Heere zu grüßen."
Dollar (10 Uhr vorm.) 47000