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General-Anzeiger / Amlliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M
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Ar. 25
Dienstag den 30. Januar
1923
Ser Stand d« Sumpfes im Mtgeiiet.
Waffen ausweifungen. — Die Franzosen beschlagnahmen Essener Kranken- HLuser. — Der Schatten von Versailles in Lausanne. — Ein Dollar: 43000!
Fritz Thyssen, der am Montag in Berlin zu einer Regierungsbesprechung eingetroffen und heute wieder in das Ruhrgebiet zurück- aereist ist, hat einem Schriftleiter der „Deutschen Allg. Ztg." Mitteilungen über die Lage im Ruhrgebiet gemacht, denen wir folgende Einzelheiten entnehmen:
„Die Bevölkerung des Ruhrgebiets ist in voller Einmütigkeit der Ueberzeugung, daß sie ich die Zugriffe der Franzosen nicht mehr ge- allen lassen kann, und wird unter keinen lmständen nachgeben. Augenblicklich cheinen sich die frangöfi^en Maßregeln vor allem gegen die staatlichen und städtischen Beamten zu richten. Da muß man sagen, daß die Beamtenschaft sowohl wie die Arbeiterschaft und die gesamte übrige Bevölkerung sich in musterhafter Weise verhalten. Um den einfachen Mann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, ist mir niemals bange gewesen. Es aeht jetzt um die höchsten nationalen Interessen. Die Franzosen wünschen die deutsche Industrie zu vernichten, um i m Kriegsfälle den Koks zur Verfügung zu haben. In dieser Situation ist es Ehrenpflicht des deutschen Unternehmer- tuM, derartigen Plänen nicht den geringsten Vorschub zu leisten. Sie richten sich gegen öa» gesamte deutsche Volk. Der bisherige positive Erfolg der Franzosen ist g l e i ch N u l l. Keine einzige Tonne ist nach Westen hinausgegangen; dabei wird es auch bleiben. Die deutschen Eisenbahner weigern sich, sowie die gesamte andere Bevölkerung absolut, Handlungen gegen ihr Vaterland zu begehen. Die in Frankreich mobilisierten Eisenbahnertruppen sind anscheinend eingetroffen. Ich kann es nicht genau sagen. Aber ein so komplizierter Apparat wie das Verkehrsnetz des Ruhrgebiets ist einfach nicht zu handhaben, wenn nicht alle Räder willig ineinandergreifen. Es ist eine ganz dilettantenhafte Auffassung, mit ein paar Eisenbahnern diesen Apparat überhaupt in Gang setzen zu wollen. Das rheinisch-westfalische Industriegebiet ist das größte Agglomerat von Industrien in der Welt überhaupt, ein so fein eingespielter Mechanismus, daß er völlig versagen muß, wenn die einzelnen Teile nicht klaglos arbeiten."
Was die Frage der Z o l l i n i e anbe- langt, so muß ich gestehen, daß ich nicht weiß, was damit bezweckt werden soll. Ich halte die ganze Sache für undurchführbar. Die Drohun- gen der französischen Presse mit der Aushungerung des Ruhrgebiets kann 'ch nicht ernst nehmen. Eine solche h«sperate Politik wollen wir vorläufig der fran- W fchen Nation nicht unterstellen. Die eng« Ache Blockade war schließlich ein Mittel des Krieges selbst, aber die Franzosen sind doch angeblich nur zu friedlichen Zwecken ins Ruhr- gebiet gekommen. Es giltzunächst,fich nicht einschüchtern zu lassen. Die Meblich geplante Einführung einer neuen Sung ist mir ebenfalls unverständlich. Wenn die deutsche Bevölkerung auf dem Standpunkt steht, daß für sie nur die deutsche Regierung maßgebend ist, so wird sie sich auch un diese neue Währung nicht kehren. Von einem Generalstreik war über- 2“uPt nicht die Rede. Weder ist er im Auhrgebiet beabsichtigt gewesen, noch gar von Merlin aus angeordnet worden, wie es die Pariser Presse glauben machen will. Verhand- ungen mit den Franzosen halte ich für ausge- Mossen und zwecklos, so lange nicht die Würde und Ehre Deutschlands wiederhergestellt ist.
, 3d) kann nur nochmals sagen, daß d i e Faltung der Arbeiterschaft und °er®efamtbeüölterung von feite«
Ueberzeugungstreue ist. Die -Bevölkerung der linksrheinischen Gebiete ist ourch die Vorgänge im Ruhrgebiet erst recht unsgerüttelt worden. Es gibt Situationen, in das ganze Volk sich zusammenfinden auf dem Boden einer nationalen Idee. WGSJen materieller Natur müssen vollständig Mucktreten. Die Lohnzahlungen für d» ^huiterschaft sind s i ch e r g e st e l l t. Wenn be Franzosen sie beschlagnahmen sollten, wür- n andere Maßnahmen getroffen werden. Die Bevölkerung steht auf dem Stand- • " daß ehrlose Handlungen nicht unternom
men werden dürfen und nicht unternommen werden."
Soweit Fritz Thyssen, dessen Ausführungen wir nur hinzuzufügen haben, daß es im unbesetzten Gebiet ^etzt gilt, vor allen Dingen den deutschen Flaumachern entgegenzu t r e t e n und zu verhüten, daß ihre verderblichen Einflüsterungen irgendwelche Wirkungen ausüben. Das deutsche Volk kann und muß wissen, daß es mit diesem Widerstand durchhalten kann, wenn es nur will. Und an der Probe unseres Willens darf der Sieg diesmal nicht scheitern.
Verschärfung des Terrors an der Ruhr
Verhaftung und Ausweisung aller oberen Beamten.
Der Sonderberichterstatter von Havas in
Düsseldorf meldet: Angesichts des offenen oder passiven Widerstandes der deutschen Beamten hätten die alliierten Behörden beschlossen, im gesamten Befetzungsgebiet alle oberen Beamten, die bei ihrer ablehnenden Haltung blieben, zu verhaften und sofort auszuweisen. Das sei der Beginn jener
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orden hätten bis jetzt eine Milde bewiesen, die die Deutschen selbst, die von der Zeit her als sie Frankreich und Belgien besetzt (Damals war Kriegszustand. D. Red.) hielten eine ganz andere Methode gewohnt seien, in Bewunderung versetzt habe. Die Alliierten hätten ihren Friedenswillen und den Willen zu einer freundschaftlichen Verständigung hinreichend dargetan. Ihre Langmut habe nicht dazu führen dürfen, daß sie als Schwäche ausgelegt werde. Man habe also die Beamten, die die alliierte Oberhoheit nicht anerkennen und sich mit der Berliner Regierung solidarisieren, aufgefordert, ihren Eifer im unbesetzten Deutschland zu ent« falten. Man werde z-^rst mit jenen beginnen, die die wichtigsten und bestbezahltesten Posten innehaben, die sämtliche tätige Agenten für die nationalistische Propaganda seien, der die deutsche Großindustrie ergeben sei. Diese Maßnahme würde auf die anderen Beamten nur dann ausgedehnt werden, wenn es notwendig würde.
Der Havasberichterstatter sucht auch festzu- stellen, daß die Entscheidungen der alliierten Autoritäten rechtsgültig seien, denn die Aoager Konvention anerkenne ausdrücklich, daß man der Macht gehorchen müsse, die sich augenblicklich im Ruhrgebiet etabliert habe. Während der Okkupation hätten die Deutschen nur 24 Stunden passiven Widerstand geduldet und alsdann wären als Sanktionen nicht Ausweisungen, sondern die Einsperrung, Deportierung und selbst die Füsilierung erfolgt.
Es ist außerordentlich bezeichnend, daß hier versucht wird, einen Vergleich zwischen dem Frielkcns- und dem Kriegszustand anzustellen, unter vollkom- mener Verkennung des Umstardes, daß der deut-
chen Regierung am 10. Januar von der französi- chen Regierung eine friedliche Besetzung angekün- )igt wurde, deren Berechtigung durch kcMen Der- trag nachgewiesen werden kann, wie ja inzwischen auch die höchsten juristischen Autoritäten in England festqcstellt haben. Daß aber die Franzosen gestern tatsächlich mit den oben von dem französischen Be- richterstatter erwähnten verschärften Maß. nahmen gegen die Be amtenschaft begonnen hat, geht aus folgenden Meldungen, die uns heute vorliegen, hervor:
Esten, 29. Jan. Für heute mittag 2 Uhr hatte der französische »Kommandeur für Telegraphenwesen die Gewerkschaftsvertreter der Beamtenschaft des Post- und Telegraphenamts zu sich geladen, um sie zur Unterzeichnung einer Erklärung zu bewegen, daß sie sich den französischen Anordnungen fügen mürben. Dieses Ansinnen ist Don den Beamtenvertretern abgelehnt worden. Direktor Jünger, der dagegen Einspruch erhob, hat die Erklärung er- haltem daß er sich zur Verfügung der französi- fdxm Behörde zu halten habe. S e ch s V e r - treter der Beamtenschaft fmb fo - fort verhaftet und in einem bereitstehenden Auto mit unbekanntem Ziele fortgebracht worden. Die Vertreterin der Beamtinnen ist von den Franzosen sofort freigelassen worden.
werkschasten aller Richtungen folgende Entschließung gefaßt:
Die von den Befahungrbehörden norgenotn- menen Verhaftungen leitender Reichs- und Staatsbeamter können die Gewerkschaften in ihrem bisherigen Verhalten uichk irre machen. Diese Maßnahmen sind vielmehr geeignet, den widerstand bis jum äußersten zu steigern. Die Gewerkfchafien werden jedenfalls wie bisher ihr möglichstes tun, daß die Franzosen an der Ruhr ihr 3iet nicht erreichen.
Nach einer Meldung des „Vorwärts" aus Hamm sind dort gestern die Betriebsräte derBergarbeiter aus dem ganzen Ruhrgebiet versammelt gewesen, um zu der gegenwärtigen Lage Stellung ^u nehmen. Der Generalstreik ist einstimmig abgelehnt worden. Die bisher non der Berg- arbeiterschaft eingenommene Abwehrstellung soll im gleichen Maße beibehalten werden. Eine Entschließung spricht sich gegen jeden Nationalismus aus, lehnt die (Einführung der Frankenwährung ab, da die Erfahrung im Saargebiet zeigt, daß diese Methode nach einer kurzen scheinbaren Besserung um so sicherer die Verelendung des Ruhrqebietes und des ganzen beutfchen Berkes herbeif äfften muß. Zum Schluß wird in der Entschließung die wei- tere Treue zur deutschen Republik ausge« sprocben.
Berlin, 30. Jan. In sämtlichen Stein- und Braunkoblenrev.ieren Deutschlands, außer dem Ruhrrsvier, haben gestern Revierkonfè- rennen stattgesimden, worin überall die Geneigtheit zutage getreten ist, Ueb erf-chi-ch- te n z u ne r sa^ r e n, um den etwa einrxsten» den Ausfall an Rührfteinkohle auszugleichen«
Die Zerrüttung -es Verkehrswesens.
essen, 29. Jan. Wie wir au» rnverläisiger Quelle erfahren, sind die Strecken Koblenz-Bonn, Düren-Aachen und Beldcrn-Fürdinyen infolge de» Eingreife»» der französis-ben Behörden von den deutschen Beamten iti l igele at worden.
Aachen, 29. Jan. Zur Stillegung der Eisen- &ahnDertebr$ erfahren wir, da» auf dem Babnhof Maschinengewehre ausgestellt wurden. Da alle Verhandlungen zwischen dem Perloual und dem Bahndo-s- tommandanten ergebnislos waren, hat Da« Personal Die TunftbeHen verlassen.
Frankfurt a. M., 29. Jan. In Wiesbaden und Mainz-Kakell ist folgender Befehl der Franzosen angeschlagen worden:
29.1.23. Von dem Oberkommandierenden General der alliierten Bcsatzung-rruppcn wird befohlen: Sämtliche» Personal der Eisenbahn hat an Ort und Stelle seinen Dienst aufrecht zu erhalten und alle Befehle au»rufnhrcn. die ihm in seinem Auftrag v«n der C. I. E. F. C. und ihren untergeordneten Stellen erteilt werden. — Gemäß der Verordnung 1 Art. 6 Der K. E. I. T. R. werten Vergehen aller Art gegen Den Befehl tr ieg» g e ri ch t l i ch Derf»lgt
Der Oberkommandierende General der alliierten Besatzungdirupven: Degoutte.
»üffrldorf, 30. Jan. Die französische Regierung richtet gegenwärtig eine Eisenbahnlinie von Duisburg über Oberhausen—Reckttngüausen nach Düren und eine jweite von Essen nach Hattingen über Dortmund ein.
Streik »er Lelesraphrnveamteu in Este«.
Berlin, 29. Jan. Rach einer beim Wolffbüro eingegangenen Meldung au» 6 f i e n sind die dortigen Teiegraphenbeamten in den Streik getreten. Tatsächlich arbeitet seit 3 Uhr nachmittag» keine telegraphische Berbinvung mit Essen. Sie der telegraphische Verkehr i» ist auch der telephonische Verkehr mit Essen unterbrochen. Der Sireik ist auf Die Verhaftung von fe i? Beamten (siehe besondere Rieldung. Die Red^ zurückzujühren.
Ruhrbes-tzung und Völkerbund.
L-u»*n, 2». Jan. «Daily Telegraph' meldet: Anstatt die Frage Der Ruhrbtieyung durch den «er- treter eine« neutralen «-taate» vorbringen zu lassen, werde je,t, um Die franzönfchc Empfind- I i 4 I c 11 r u schonen, beabsichtigt, eine Ent- iiliepun« entiubringen, die Den Bölkerbundbrat in Den eraito <r8tn i»U, feine Unterstützung zur Erzielung einer Uebercir.fiimmung in der ReparationSangelegen- heit anjubieten, 6oraH#geje|t, da > die beteiligten Regierungen damit einneru«n>en sm».
— Der Reichsrat hat den Gefetzentwurf betreffend die achte Ergänzung des Besoldungsgesetzes, wodurch ine Beanuen- gehälter für die zweite Hälfte des Monats Januar um weitere 25 Proz. und die Frauenzu- luge auf 7500 Mk. erhöht werden, angenommen, der einen Betrag von 1500 Milliarden zur Sicherung der Bolksernährung und einen solchen von 500 Milliarden Mk. für das Ruhrgebiet vorsieht.
Dortmund, 29. Ian. Heute vormittag sind ohne Angabe von Gründen der Dortmunder Polizeipräsident Brandt, der Präsident der Oberpostdirektion Dortmund, Ernst, und der Bahninspektor Wehner verhaftet, aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen und von den Franzosen in Olfen (Münsterland) obgesetzt worden.
Hörde, 29. Jan. Heute früh wurde Oberpostrat Tschauder von den Franzosen verhaftet und im Auto in unbekannter Richtung weggefahren. Die Verhaftung erfolgte unter beträchtlichem militärischen Aufgebot. Eine Kompagnie hatte das Postamt umstellt und mehrere Panzerautomobile waren vorgefahren. Die Franzosen drangen in die Pcioatwohnung des Postrats und verhafteten ihn aus dem Bett. Es wurde ihm verweigert, sich von seiner Familie zu verabschieden.
Mülheim. 29. Jan. Der Leiter ces F'nanz- omtes in Mülheim, Oberregierungsrat Dr. Nowak, ist heute vormittag verhaftet worden. Gleichzeitig wurde der Oberzollsekretär Schmidt verhaftet.
Bochum, 29. Jan. Heute morgen ist in seiner Wohnung der Kommandeur der Schutzpolizei Oberst Bethge aus dem Bett heraus verhaftet worden. Zu gleicher Zeit ist ein großes militärisches Aufgebot erschienen, befette das Finanzamt Bochum md egab sich dann in die nahegelegene Wohnung seines Leiters, des Oberfinanzrats Schmidt, der ebenfalls aus dem Bett heraus verhaftet worden ist. Schmidt hatte erst vor kurzem zwei schwere Operationen überstandm, unter deren
Nachwehen er noch leidet. Sein SZeUysttreMr, Regierungsrat Grünwald, hat sich zum Divisionskommandeur in Weitmar begeben, um selbst gegen die Verhaftung zu protestieren. Die Beamtenabordnung ist nicht vorgelasten worden, dagegen ist Grürlwald gleichfalls verhaftet worden. Ferner ist heute die Filiale der Reichsbank besetzt und der Reichs- bankdirektor Blumhof verhaftet worden. Die Reichsbankbeamten haben daraufhin die Arbeit niedergelegt; die Privatbanken in Bochum haben zum Protest ebenfalls geschloffen. Ferner ist der Leiter des Haupizollomts Bochum, Faust, verhaftet worden. Die Gefangenen sind alle im Weitmarer Pastorat untergebracht worden. — Der Fernsprechbetrieb, der seit am Mittwoch voriger Woche geruht hatte, ist heute mittag wieder ausgenommen worden. Die französischen Truppen, die das Telegraphen- und Postamt besetzt hielten, sind abgerückt und haben den Telegrapheninspektor Birke mit sich fortgeführt.
Düsseldorf, 29. Jan. Der Oberbürgermeister Jarres aus Duisburg ist ausgewiesen und ohne Angabe von Gründen sofort im Auto ins unbesetzte Gebiet verbracht worden. Forstmeister H a e f f k e, der verhaftet worden war, weil er dem Befehl Holz abschlagen zu lassen, nicht nachgekommen war, ist zu vier Wochen Gefängnis bei sofortigem Strasan- tritt verurteilt worden.
„Die Deutschen können verrecken!"
Die Kranken auf die StraFe gesetzt.
Sffey, 29. Ja». Die Franzosen haben den dritten Teil der diesigen Krankenhäuser beschlagnahmt Dies ist ein außerordentlich harter Schlag für die Bevölkerung, weil e« für die Folge unmöglich sein wird, Kranke untcrzubringen. Au ein von den tausend Betten »er städtischen Krankenhäuser baden die Franzosen 320 Bettm für Besatzungrzweckr beansprucht und weitere 70 Betten für Botrnpciional gefordert. Trotz de» Proteste« »er Verwaltung wurde der DchUhenepavillon requiriert. Wo die Kranken untergebracht w.rden sollen, ist den französischen Gewalthabern selbstverständlich gleichgültig. Der weiteren verlangen sie die Hauptklinik, in der ausschließlich Kranke mit gewissen ansteckenden Krankheiten umergebracht sind. ES bleibt nicht» weiter übrig, als b'e Kranken zu entlassen. Ebenso verlangen vie Franzosen, daß die Pavillons für Scharlach, Maser» und Typhus geräumt werden. Die Aerzte haben erkärt, »aß durch diese» Vorgehen schwere Epidemien auftreten können und daß die Aerzte- schast die Verantwortung für alle Folgen den Franzosen überlassen muß.
Wie schrieb kürzlich Gustav Hervâ in seiner „Vicivire": «Die Deutschen können verrecken/
E.ttmM^e Avwehi.
und
von
Dortmund, 29. Jan. Gegenüber den sich mehrenden Verhaftungen leitender Reichs- und Staatsbeamten hat heute eine Konferenz Vertretern der Arbeiter- und Anaestelltenge>
Dollar (10 Adr vorm.) 43000