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General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Sanaa a. W

Erscheint täglich mit Ausnahme der Eon». und Feiertage. / Fernsprech-Anschlup Nr. 1237

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Erfüllungsort u. Teri Stsfland für beide Teile Sanaa tu TL FSrPlakvor- ickriit und Erscheinungstase der Anreisen wird keine Gewähr geleistet 3m Falle höherer Gewalt. Streit ul®., hat der Dezieier keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreis«,

Äionkag den 29. Januar

r. 24

Neue Ausweisungen und Verhaftungen. Die Ausbeutung -es Ruhr

-eckensein -auern-es Unternehmen".

i Die neue Woche beginnt fast gleichzeitig mit tzr Anwendung des neuen Mittels, i*.s die Franzosen und Belgier im Ruhrgebiet an die Kelle ihres ersten, tastenden Versuches gesetzt toben. Die Eindringlinge haben sehr bald die Kfahmna gemacht, daß sie weder im Guten hoch im Bösen mit der Ruhrbevölkerung fertig perden. Die Belegschaften der Gruben und die Direktoren der Zechen stehen wie ein Mann Mammen und dieses feste Zusammenhalten sonst sehr gegensätzlicher Richtungen spiegelte die Geistes- und Willensverfassung wieder, die «behaupt im Ruhrgebiet herrscht. Der Wille der geschlossenen E'wheit, der den Franzosen Aid Belgiern im Ruhrgebiet entgegentrat, war i nicht zu brechen. Er troVe sowohl den Um* schmeichelungen, mit denen es die Franzosen tot den Arbeitern versuchten, sowie auch der Gewalt, mit der man gegen die Direktoren vor- iing. Die Franzosen und Belgier haben des- alb ihre erste Behandlungsmethode sehr rasch illen lassen und anstelle der Drohungen und Bestrafungen, mit denen sie zunächst vorgingen, Massenausweisungen mißliebiger Beamten und sührender Persönlichkeiten gesetzt. Sie sind dann dazu übergegangen, die eigene Organi­sation einzurichten, mit der sie nicht nur das 8zte Ruhrgebiet gegen das übrige Dèutsch- Ofchnüren. sondern auch die Ruhrbevölke- J selbst in die Hmâ-bekmmnen wollen. Em ianzes Heer weißer und wohl auch schwärzer 'ranzosen ist aufgeboten worden, um das Ruhrgebiet mitten im Frieden! vom übrigen Deutschland abzuschließen. Nach sorg« j tom ausgearbeiteten Plänen soll der von lan­ger Hand vorbereitete Schlag ausgeführt wer- I den. Sie rechnen damit, daß diese zweite Me­thode ihnen zum mindesten ein scharfes Druck- $ Mittel in die Hand gibt, das sie gegen das un- s besetzte Deutschland anwenden können. Nach­dem sie im Ruhrbezirk selbst auf Stahl gestoßen R, hoffen sie offenbar durch die Abschnürung des Ruhrbezirks vom übrigen Deutschland den deutschen Widerstand außerhalb des vergewal- Wen Gebietes, durch Unterbindung der wirt- iKastlichen Blutzufuhr, durch Entziehung von «ohle und Eisen das Rückgrat brechen zu

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I Unter diesen Umständen ist die innere Front I unbesetzten Deutschland mindestens eine I ibenfo wichtige Voraussetzung unseres Erfolges I Morden, wie die Abwehrfront im Ruhrgebiet I Mh Deshalb ist es eine Frage von außer- I gütlich großer Wichtigkeit, ob im Deutschen I die Front ebenso fest und unverbrüchlich I ^ammenhält, wie dort an der Ruhr. Wenn I % sich nicht selber täuschen will, so muß man eingestehen, daß das ausgezeichnete Vor- I ,"d der Ruhrbevölkerung im übrigen Deutsch- I .jb nicht die Nachahmung findet die unbe- I % nötig ist, wenn wir dem französischen 11? standhalten wollen. Die letzten Reichs- ISsoebatten haben gezeigt, daß der alte ver- I Mende Parteigeist wieder auflodert, daß er I ; '°no«5 in der sozialdemokratischen Partei I ^Mr wieder mehr Boden faßt und daß er I an der Rüstung unseres inneren I jWtanbes frißt. Artikel, wie sie derVor- I i. in der letzten Zeit, ganz im Gegensatz I ersten Haltung, veröffentlicht, ferner I Oblattcr wie sie vom hiesigen Gewerk- I .Mell am Samstag verbreitet und in der I stimme" mit zustimmendem Vermerk I ii^ s M wurden, sind nicht nur tief bedauer- I J; Kudern auch außerordentlich bedenklich I «,slen der Rückwirkung auf unsere innere K,^niung. Wer jetzt den Gedanken des . lienkampfes predigt, und das wird heute in ssENannttzn Organen wie in den betreffenden bcJ\ öttern getan, trägt dazu bei, daß, nach- bx^j der französische Gewaltstoß von der Ruhr- «MsEung mit einer bewunderungswürdigen i«ii^Ä^nheit aufgefangen worden ist, die mQ, re Mont versagt, daß unsere Nerven aber- d ilusommenbrechen und daß den Franzosen Metten Male der Weg geebnet wird, die rin- MErrennen zu können. Es wäre aber lg.i/wige Sck;mach und Schande der deutschen teo ^ENN innerer Zank und Partei- Kr ?.oslbringen sollten, was unser Feind als ^bcnz"^ sèjernichtungspolitik mit Gewalt ver-

^.^u^wkifunqrn u.Derh«f!unq.en.

Khi°'ft 281 2an. Die französische Be- gsbehorde hat den Bürgermeister

Schmid und den Regierungsrat O e x l e aus­gewiesen; beide wurden sofort in das unbesetzte Gebiet abtransportiert.

Koblenz, 28. Jan. Die Rheinlandkommission verfügte die sofortige Ausweisung folgender Beamten: Jennerich, Zollrat; Wein­gärtner, Oberforstsekret.; Offenbacher, Zolldirektor in Mainz; Hill, Bürgermeister in Alzey; v. Brotta, Landrat im Untertaunus­kreis; Nithgener, Lavdrat im Kreise Goarshausen; B i st r a m, Stadtsekretär der Gemeinde Rheinbach, und Dombois, Re- gierungsasiessor im Landratsamt Kreuznach. Zur Begründung wird angegeben, daß diese Beamten sich weigerten, den Bestimmungen der neuen von der Rhinlandkommission erlasse­nen Ordonnanzen zu folgen. Di Familien der Ausgewiesenen haben das besetzte Gebiet innerhalb vier Tagen zu verlassen.

Koblenz, 28. Jan. Die Rheinlandkommis­sion verfügte die sofortige Ausweisung des Hauptschriftleiters derWiesbadener Zeitung", G o r r e n z, mit der Begründung, daß er auf­reizende Artikel geschrieben I<2>e, seine Familie hat innerhalb vier Tagen das besetzte Gebiet zu verlassen.

Aachen, 27. Jan. Der hiesige Polizeipräsi­dent Frhr. v. Korff, hat heute mittag den Ausweisungsbefehl erhalten. Er wurde bereits

dem Polizeipräsidium geholt und im Kraft- wagen mit unbekanntem Ziele fortgeschafft. Zur Begründung der sofortigen Ausweisung wird von der Rheinlandkommission angegeben, daß v. Korff die öffentliche Ordnung Januar nicht aufrechterhalten hätt.

; am 26. e. Seine

Familie muß innerhalb acht Tagen das besetzte Gebiet verlassen haben. Der hiesige Regie­rungspräsident Dr. Rombach und sein Stell­vertreter, Oberregierungsrat v. G o e r s ch e n, sind heute nachmittag von drei belgisck>en Gen­darmen im Regierungsgebäude verhaftet und im Auto fortgeschafft worden.

Duisburg, 27. Jan. In der heutigen Sitzung des belg tsch èrt Polrzetg erichts wurde der Förster Berg zu 6 Tagen Haft und 3000 Mark Geldstrafe verurteilt. Er hatte sich geweigert, das von den Franzosen beschlag­nahmte Holz aus den städtischen Forsten zu vermessen und war deswegen verbaftet worden.

Boppard, 27. Jan. In der Stadt herrscht eine ungeheure Erregung. Die Straßen waren bis in die späte Nachtstunde von Tausenden von Menschen belebt. Junge Leure stiegen in die Glockentürme und läuteten die Glocken. Der französische Posten ist durch eine marokkanische Maschinengewehrabteilung verstärkt worden. Im Üaufe der Nacht wurden die drei verhafte­ten Bopparder Bürger mit unbekanntem Ziele weggebracht. Heute morgen wurde der Bür­germeister mit unbekanntem Ziele fortgeschafft. Die Beamten und Angestellten der Stadt sind heute wegen der Verhaftung des Bürger­meisters in den Streik getreten. In einer Kundgebung erklärten sie sich mit dessen Ver­halten solidarisch.

Vor der Errichtung -er ZoU-Linie.

Nach einer Meldung aus Essen ist im Laufe des Sonntags die militärische Einkreisung des JneuftviegeDiets vollendet worden. Eine Absperrung ist allerdings noch nicht vollzogen auch ist eine Zollgrenze nicht errichtet worden. Die Franzosen lasten die nach dem Osten gehen­den Kohlenwagen zwar die Sperre passieren, kontrollieren aber Ort und Herkunft der Koh­len, die Sohlensorte und die kohlenmenge. Mi der Einrichtung einer Zugverkehrs mit fran zösischem personal haben die Franzosen and weiterhin keinen Erfolg erzielt. Bi» gestern hall?n sie sieben Zugentgleisungen zu ner^ ff. nen. Bei H e i s i n g e n wurde durch eine von an^i ^m ^i cn beinern geführte Lokomotive ein Mädchen überfahren und ge- tötet.

Essen 28 Jan. Im Laute des heutigen Tages setzten die Franzosen sich in mehreren weitere Bahnhöfen fest. Die Linie der im Norden und Westen des Industriegebietes b e * setztenBahnhöfe zeigt nunmehr folgender. Verlauf: Lünen-Waltrop-Datteln-^udermich- Recklinghausen-Hertern-Westerbolt - Buer-Nord- (Sladbeck-West- Bottrop-Offerfeld-Süd-Oberhau- sen-Stierkrade-Hamborip' Duisburg ° Meiderich- Süd-Duisburg-Hbf.-Hochfeld-Süd-blroßenbaum- 13kbau - Düsieldorf-Hbf. - Düsseldorf - Deren" orf.

Jm ©üben kamen die Operationen bisher nicht zum Abschluß. Da über die im Norden besetzten Bahnhöfe keinerlei Zugverkehr mehr stattfindet, wird die Lebensmittelversorauna des Jndustrie- zebistes immer schwieriger. Nachmittags wurde auch Lünen-Nord besetzt, sodaß nunmehr,auch die Lebensmitteltransporte, die über diese Sta- tion geleitet wurden, ins Stocken geraten sind.

Die Franzosen -urchschnei-en -as Ahsinkabel.

Düsseldorf, 28. 3an. Aus Essen wird gemeldet, daß die Franzosen bei Steele und bei Düst-ldors das Rheinkabel durchschnitten haben. Der Regierungspräsident wird sofort wegen der 'Mch^rrll-ffunq mit den Franzosen verhan­deln. Die Reparatur kann nur von Dentschen Beamten voraenommen werden und diese ver­langen die Räumung sämtlicher Amschalter- llationen, die von den Franzosen besetzt sind.

Belazerangszu^an- im Flohlenz-btel von MV rs.

SoKlen», »8. Jan. Tie Stbeinlanbfommiffion b«t im Segment Off. beffen Seftar Nord bet belgücßen B^atzimaSzonk annebârt und in dem ba8 SaSIengebiet von Mör« liegt, den Selagernngltuftanb erklärt.

Dauern-e Ausbeulunz -es Ruhr- beckens.

P«k!§, 28. Jan. Zu dem Bericht der General» Wepaand über die Reite ins Ruhrgebiet, den er gestern im Bei ffin der General- Fock dem Mimfferpräffdente» Pomcarè erflätt-t bat, ma*t bet »Petit Batisten* wie bezeichnende Mitteiluna, für den Augenblick scheine beschloffen zu fein, daß bie Zusammenarbeit her fran* -öffkch.belqischtn Organe im Rnbrgcb et verbessert ..ro-âi^^oL«, äe baü. dl» ßtihuia dL» Boraehrns einer neuen Dersönliâii Übertragen wâx>e.

DieEre Toribeile* schreibt,' daß der Minister 8 e L r e e g « e r in der Mlni^erratrsipung den Standpunkt vertreten dabe, daß bie Mit«» beiitnnei bei Rubrrebiet» ein dauernde» Unternehmen sein müsse. Da« Blatt »erlitt demgegenüber die Auffasinn«, daß nie fyffemotiiche rurchiüdrnn« der Be'etznng für die Framoien uni Belgier nur ein negative» Srgrbni» zeitign könne Zur Begründung bemertt bei Blatt, daß infolge bei Maneel» an »eulichem Sckmelst»k« bereits zahlreiche Hochöfen in Frankreich oulaeblafen würden. E» liege ein gewisier Widerfpruch darin, » unmittelbar nack der Beschlagnadme eine» ber dedeutendsren Bergwerk»gebiete der Welt die französische Jntuürle infolge Lrennltoffmangel» teilweise gelähmt werbe. Er »ei sehr schön, den Versuch in mache», »Drutichland.auf bie Änie zn swingen*, e»er mit der nrvrttgen Bezahlung von Repararivnen labt bal bi» jetzt wenig zu tun. Die Pfandnabmr chstematiich diirchzuführen, um die deutsche Nation in Hellem'Aufstand matt zu fetzen, sei ein kühne« Unternehmen, dessen praktische Sc« »cutung sich rr-t zeigen würde, wenn man plötzlich de« Entichiug faßte, au» dem Ruhrgebiet ein neue» taar« ejitt zu mache«.

UbWehrentschlofleuhett tu -er Lchrtngauwlrlschafi.

Die Vertreter der gesamten Arbeitgeber- und ilrbeiin^meiWft des Wirisrvaftsgebiets von Mainz, Wiesbaden und des Rhein- gaubezirks stimmten einmütig einer Ent­schließung zu, die gegen die Ruhrbesetzung schärfsten Protest erhebt und den Brüdern an uer Ruhr die wärmste Syrnpalhir au»|prii Das ganze deutsche Volk stehe geschlossen hinter den Verhafteten. Die Arbeitgeber- und Arbeit- .lehuierfchaft fei gewillt, nötigenfalls-mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln den Ab- wehrkanipf zu uitterstützen, um die Ehre des deut­schen Volks zu wahren. Eine Kommission von oier Arbeitgebern und vier Arbeitnehmern über­gab die Entschließung dem französischen Ge- leralstab und wurde von Oberst Spiral mpfangen. Die Kommis on wies auf die Er- regung in Mainz hin und betonte, daß auch die Mainzer Arbeitnehmerschaft 'entschlossen sei. wenn die Unterdrückungen nicht aufhörten, zum Mittel des S t r e i k s zu greifen. Oberst Spiral wußte nur zu antworten, daß das französische Militär entschlossen sei, einen Streik mit aller Gewalt zu unterdrücken. Auch die Han­delskammer Mainz hat in einer Ent- Schliessung gegen die französischen Gewaltmaß' nahmen Verwahrung eingelegt.

Pr»kestKun-gebun^e«.

Berlin, 2«. Jan. D^r De ritsche republi» k a n i s. ch e Reich«»«»» »eranbaliete vermittagi im Zirku» Buich eine einbrucf#voüt Stynigebung gegen sie ii>ubrbefe|inig, für bie Reich»emdeit uni bte Republik. ^kack henluhen SegrÜBungiwirten bei -Pti,ammluno«leiter» Redakteur S-tter un» »e« Ber« irej eine» Gedicht« ,etnn»e »er R»t" sprachen bei ifcent ,be< Re ch bunde« Frdr. von Brantenüt,«, der lächsische rRinisterprâsikent Buck, ber dcmi'raNlchc R<!ch»ta; laogcorbuett «taatSrat Dr. Ludwig Haar Karlsruhe-, ber demokratiiche Relch«iag«ahgcor»nete Brot. Schück ng, b<r «lentrümciabgeorMirU im vrcußi- iAeti Sirtiibtnai. fiaricü «Hcrioütnrat i> und Piarrer

1923

Klein (Frankfurt «. TW. Die Kmidpebung, zu bet Tausende zuiammenzestrAmt wäre», war ein Appell an bat Weltflcwissen, ein Schrei nach Recht und Ge­rechtigkeit und das Gelöbni», mit den vier Millionen Brüdern und Schwestern im Ruhrgebiet komm« war kvmm-n mag auSzubalteu im bevorstehenden Kampfe um unsere Freiheit.

Am Sonntag vormittag bat die Reichrver» einig uns ehemaliger Kriegsgefangener in der Berliner Stadtballe eine Protesivertammlung gegen die Besetzung »e» Ru-rgebtett abgehalte«. In btt am Schluß der Versammlung angenommenen Re­solution heißt eS: Die ehemalige» Kriegsgefangenen erbeben mit allen Volksgenossen erneut flammenden und feierlichen Protest gegen das unserem Volke von einem dem JmperaliSmu» ergebenen Gegner zugetügte Unrecht. Alle Versammelten stimmen einmütig in bie Parole ein: Für Frieden und Recht, Heimat, Glück, und Familie.

Die Waffe -es Dwykvtts.

Der preußische Landesverband der Haus» und Grundbesitzervereine hat in seiner gestrigen Hauptversammlung im Berliner Rathaus ein­mütig eine Entschließung angenommen, in der es heißt:

Da die Franzosen und Belgier in roher, rücksichtsloser Weise selbst Greise, Kranke und Frauen ihrer Wohnung berauben, fordern wir den organisierten Hausbesitz auf, den Fran­zosen und Belgiern die Wohnungen zu kündi­gen und keinen mehr als Mister aufzunehmen.

Leipzig, 26. Jan. Der Borstand des Börsen­vereins »der Deutschen Buchhändler, des Deut­schen Derlegervereins und der Deutschen Duch- händlerbünde hat beschlossen, für ihre Firmen einerlei anzöfische und belgische Druckschrift n zu verbreiten, ehe bas Deutschland zuge- gte Unrecht wieder gtif§*macfjt ist Ferner oll der Buchhandel alles unterlassen, was das chauvinistische Frankreich ;md Belgien fördern könnte.

Berlin, 27. Jan. Der Verband deutscher Dühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten hat beschlossen, seine framzöüschen Mitglieder für die Dauer der R uhrbesetzung auszu- tchließen. Dieser Beschluß chat zur Folge, daß französische Lühnenwerke auf den deutschen Bühnen innerhalb dieser Frist nicht gespielt werden dürfen.

Vier T»d«mrteile.

Aachen, 27. Jan. Jrn Prozeß wegen bet Ermordung des belgischen Leut- N a n t s Graff ist heute nachmittag das Ur­teil gesprochen worden. Die Angeklagten Reinhardt, Riebk«, Grabert und Klein wurden zum Tods, die Angeklagten Termeulen und Do e h mland zu 20 bzw.

15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Gegen die Witwe Heckmann, die sich auf freiem Fuß befand und zur Verhandlung nicht mehr erschienen war, ist auf seins Sabre Aufbaus erkannt worden. Die Angeklagten Claus und Nowack haben Gefängnisstrafen von je drei Jahren erhalten, ebenso $>er abwesende Ange­klagte Gutmacher. Der Kleinbahnschaffner van der Berck ist freiges y rochen worden. Den Verurteilten ist eine F^st von zwei Tagen zur Einlegung der Berufurig gewährt worden.

D^r Parteitag Hr Aommuniske«.

kelpzia, 2». Jan. tftlierx mitta i wurde im 8fe* Maen Bilfliiaufe der P«rtâk.âg her Kommunisten unter beteilig iina a»»lân»ttcker 4 ilfre burch Klara Zetkin eröffnet, bie in einer liv.geren Antprame der Eröff- nunglfeier die »rate* R»tr zu geben wußte, die Schlag- .ichter am bie .kommentew Tage der Arbeit* vorasS- w«rf. »trau Zetkin kam «strich zu Beginn ihrer Red­aus die Messung » « Rudicgedl-ted zu sprechen. Sie laudt nickt ax eine Hitfe de« Ausländer, nach viel weniea baren, bei DeutstHland sich enetn fiesen den ranjSst chrn Imp raLbmu » durckletz-n rinne. <H gebe »in einen tutg: Z»!!ammen>chluß und Handeln e» Proletariat« aller ß<u<»er. Rutland habe leine Hilfe tugrieat, en* in Iialien und Frankreich rege '-ch bie koniinunistiicke B-.'völkerung. Darum niüflc al Pr»^ramm bei Konus iuxt*nt»< nnb bet eröffneten Parte tage» lauten straffe, eiaucltUche Organisation, um bie Kraft der kommu« >ui cheii Partei zu teftiien.

Später stieg K.ara j.ctmi noch einmal auf bie Tribüne, um zwei vom ffteter« bürget 6 o » i et geflutete geb»ex bei. Leipziger un» Hamburger Koiumunistr» feierlich tu übergeben. Den russischen G werlèten soll der Dank in gleicher Form («e- icheilk einer gahne) an^esrückt werden. Die »ffiricl« iLrössnung-seier fdil»; mit einem 'Manifest an die werk1äti«e »vbiiferung Dcutichian.S, da« sich mit der Jhibrbeirgung bciaBte und in den Groankengängen rtiara Zetkin» biwegte. Zwei Reso.ulionen an 6»mict< rwBlax», ax bie lern» uxiitiidie Partei und die re»»1 utiouarm Wewert «u tten Frankreich» bilbtien bei

tlebennna in ten Lsi trägen bei Tage».

Dollar <13 dhr ödrmJ 33300

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